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Alle Beiträge von: Malte Höltken [hoeltken]


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Luftrecht und Behörden | Beitrag zu EASA-Schulung auf N-Reg
9. Februar 2018: Von Malte Höltken an Michael Kimmel

Man kann eine alte Bonanza auch wunderbar D-Reg betreiben.

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Luftrecht und Behörden | Beitrag zu cbIR @LBA
2. Februar 2018: Von Malte Höltken an  Bewertung: +4.00 [4]

Alexis, lies den Absatz bitte noch einmal. Dann lies Teil NCO. Dann lies die AMC zu Teil FCL.600ff.

Hu den FI .... steile These. Ich halte dagegen und muß nichtmal unsere kleine Vereinsflugschule dafür verlassen.

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Luftrecht und Behörden | Beitrag zu cbIR @LBA
1. Februar 2018: Von Malte Höltken an Erik N. Bewertung: +9.00 [9]

Zusammengefasst meckerst Du hochenergetisch über den Fragenkatalog, schlägst aber das Angebot, an der Erstellung eines verbesserten Kataloges mitzuwirken, rundheraus ab. Da ich nicht davon ausgehe, daß Du dumm bist und diese ambivalenz nicht entdeckst, welche Annahme, außer daß es Dir nicht wirklich um eine Verbesserung, sondern um das Meckern geht, liegt denn dann nahe? Und welchen Respekt bringst Du dabei denjenigen entgegen, die bei der EASA für tatsächliche Verbesserung eintreten?

Aber egal, belassen wir es dabei, das soll nicht weiter Thema sein.

Die von Dir gewünschten Änderungen sind bei genauer Betrachtung des IR fehl am Platz. Der Reihe nach:

Stau/Statik ist ein Druckmesssystem, um das Du in der Fliegerei nicht herumkommen wirst, und deren Fehlfunktionen gerade durch Vereisung und Wichtigkeit der angeschlossenen Anzeigen nicht herumkommen wirst. Daher ist es sinnrichtig, daß das System verstanden werden soll.

Der EASA CBIR-Syllabus gibt vor, jede Art von Vereisung, ihre Entstehtung und ihre Vermeidung, auch zu behandeln. Du hättest es also lernen sollen.

Dei einzelnen Vor- und Nachteile verschiedener Flugzeugsysteme gehören in ein Flugzeugkaufseminar, nicht in den IR Syllabus.

Ein Glasscockpit ist weder notwendig, noch hinreichend für den Instrumentenflug. Daher hat es in dem IR-Syllabus nix zu suchen, sondern in dem entsprechenen Type Rating, bzw. bei einem Flugzeug einer generischen Klasse in die vorgeschriebene Unterschiedsschulung: Um den Eintrag "Glasscockpit" zu bekommen, ist eine Unterschiedsschulung mit Fluglehrer vorgesehen. Warum also die Inhalte noch einmal in eine Prüfung packen, wo sie nix zu suchen haben?

iPads und andere mobile Hilfsmittel unterliegen einer so hohen Entwicklungsgeschwindigkeit, daß fast jede Frage dazu mit Einführung des Katalogs veraltet wäre. Zudem gilt auch hier, daß es weder hinreichendes noch notwendiges Kriteium für den Instrumentenflug ist. Die Systeme sind überdies derart vielfältig, daß sinnvolle Fragen dazu schwer fallen dürften.

Ähnliches gilt auch für Autopiloten. Diese sind ebensowenig hinreichend oder notwendig für die Instrumentenfliegerei (wenn gleich auch extrem praktisch und kaum sinnvoll wegzudenken, will man die Lizenz ausnutzen). Aber wieso sollte ein Badin oder King geprüft werden, wenn nachher mit S-Tec oder Avidyne geflogen wird? Wenn ich nur Rate-based AP fliege, wieso sollte ich die Fehler von Attitude-based AP lernen müssen? Die Details gehören alle in das Typerating bzw. in das Vertrautmachen mit einem neuen Flugzeug, wo es sinnigerweise auch verankert ist. Die generellen Eigenheiten und Fehlermöglichkeiten von Autopiloten sind übrigens Bestandteil des EASA Syllabus.

ADS-B ist ebenso nicht notwendig oder hinreichend, weil es entweder niemanden zwingend, oder dann auch den VFR-Verkehr betrifft. Also gehört es entweder ins Type-Rating/Vertrautmachen, oder in den LAPL/PPL, wo es auch behandelt wird (zumindest, wenn der Fluglehrer ein Mindestmaß an Interesse am Schüler hat).

Für Wetterinformationssysteme gilt erneut das gleiche: Nicht IR, weil weder hinreichendes noch notwendiges Kriterium, sondern ins TR bzw. Vertrautmachen. Die Grundlegenden Funktionsweisen und Limits von Wetterradar und Strikefinder sind bereits Bestandteil des IR Syllabus.

ABAS/SBAS sind Teil des Syllabus.

De-Icing ist für IR nciht notwendig (wenngleich genaugenommen hinreichend... ). Gehört ins TR/Vertrautmachen.

PBN ist bereits (mindestens seit Juni 2016) Teil des CBIR-Syllabus, sowie einer (in D pragmatischen) Erweiterungsschulung.

Solltest Du die von Dir monierten fehlenden Inhalte der Ausbildung trotz Vorgabe nicht gelehrt bekommen haben, wende Dich vertrauensvoll an Deine Flugschule. Du hast dann ggfs. ein Recht auf Nachbesserung.

Eine Prüfung, isbesondere in der einfachsten MC-Form, ersetzt keinen Unterricht. Prinzipiell nicht. Und nciht jeder Lehrinhalt muß auch zwingend geprüft werden.

Man hat lange gestritten, daß das IR entschlackt wird, damit nur die Grundlagen verpflichtend sind, und vieles in die TR/Vertrautmachen wandert. Scheint auch irgendwie falsch gewesen zu sein...

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Luftrecht und Behörden | Beitrag zu cbIR @LBA
1. Februar 2018: Von Malte Höltken an Erik N. Bewertung: +2.00 [2]

Natürlich meine ich es ernst. Wenn Dir wirklich etwas an der Verbesserung des Fragenkatalogs liegt, schreib der EASA. Wie iauf der von mir verlinkten Seite beschrieben suchen sie explizit nach Erfahrung/Input. Du hast die verlinkte Seite doch gelesen, oder?

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IFR & ATC | Beitrag zu Radar Vectors nicht möglich?
31. Januar 2018: Von Malte Höltken an Chris _____

Du verwechselst / Vermischt Fragenkatalog, Syllabus und Fähigkeit des Lehrers, sowie die Status über mehrere Jahre hinweg. Genauere Trennung vehilft zu genaueren Einsichten.

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Luftrecht und Behörden | Beitrag zu cbIR @LBA
31. Januar 2018: Von Malte Höltken an Erik N. Bewertung: +5.00 [7]

Fang doch von Vorne an. Begründe, warum Du meinst daß das Pitot/Statiksystem Deiner Meinung nach nicht so relevant ist, oder warum jeder die Eigenheiten diverser Autopiloten oder Enteisungsanlagentypen, Druckkabinen, Turboarbeitsmaschinen, Kraftstoffsysteme, Wetterradartypen, Speedbrakes oder Glascockpitarchitekturen lernen sollte. Die EASA ruft explizit dazu auf, die Erfahrung mit ihr zu teilen um den Fragenkatalog zu verbessern, aber selbst darüber mopperst Du hier nur rum. Geht es Dir überhaupt um Verbesserung? Oder bietet Dir die EASA zu wenig Publikum und Applaus für zu viel Arbeit?

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Flugzeugkauf | Beitrag zu IO360 - Continental vs. Lycoming
30. Januar 2018: Von Malte Höltken an Chris Schu Bewertung: +2.00 [2]

Die alten Beech 35 erfüllen noch viele der Punkte. Fliegt sich sehr schön und ist vergleichsweise sparsam. Mogasbetrieb ist auch noch möglich...

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Luftrecht und Behörden | Beitrag zu cbIR @LBA
29. Januar 2018: Von Malte Höltken an Erik N. Bewertung: +1.00 [1]

Wenn Du Themen lernst ist die Zahl der Fragen doch egal...

Deine Anmerkungen hast Du der EASA doch sicher mitgeteilt, oder?

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Luftrecht und Behörden | Beitrag zu Flughandbuch + Ausrüstungsliste
22. Januar 2018: Von Malte Höltken an Niko K.

Die weiteren Grundlagen findest Du in Teil-NCO, LuftVO, §18ff LuftBO, 3. DV zur LuftBO, FSAV (?)

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Reise | Beitrag zu LSZS Samedan - Einweisung
17. Januar 2018: Von Malte Höltken an Thomas R.


Sonstiges | Beitrag zu Fehler in Flugplanungsaufgabe
17. Januar 2018: Von Malte Höltken an Mark Juhrig Bewertung: +2.00 [2]

Das ist dann aber höchstens eine Frage der Lehre, nicht der Prüfung. Wir in unserer kleinen Vereinsflugschule bekommen das durchaus hin. Klar, man könnte Navaufgaben von Daressalam nach Mombasa oder von Orlando nach Jacksonville planen. Ist das denn dann besser als von der Wasserkuppe zur Porta?

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Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu LBA hebt NfL zur Avionik-Nachprüfung auf
17. Januar 2018: Von Malte Höltken an Peter Heutz

Es gibt ja mehr als eine Werft/CAMO

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Sonstiges | Beitrag zu Fehler in Flugplanungsaufgabe
16. Januar 2018: Von Malte Höltken an Chris _____ Bewertung: +4.00 [4]

Findest Du es einfacher +5 zu rechnen als +1? Der Wert ist doch vollkommen egal!

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Reise | Beitrag zu LSZS Samedan - Einweisung
16. Januar 2018: Von Malte Höltken an Tobias Schnell Bewertung: +3.00 [3]

Ich erlaube mir mangels Erfahrung über keinen der drei Plätze ein Urteil. (Lake Tahoe steht zwar noch auf meiner Wunschliste, aber der Teich ist ja lang genug...) Ich fand Chris' allgemein geäußerte Meinung, Wissen durch eine App zu ersetzen nur diametral gegen seine Meinung, ein Pilot bräuche da keine Einweisungen bei bestimmten Plätzen. Aber vielleicht gibt's für das Gebirge und Lee ja auch ne App, das weiß ich nicht....

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Sonstiges | Beitrag zu DTO für MOU Eintrag
16. Januar 2018: Von Malte Höltken an Thomas Dietrich

Kannst Du eingrenzen was der eigene Flieger braucht, um tauglich zu sein? Die vertretene Palette reicht hier ja vom Drahtverhau bis zum Jet...

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Reise | Beitrag zu LSZS Samedan - Einweisung
16. Januar 2018: Von Malte Höltken an Thomas Dietrich Bewertung: +1.00 [1]

Wir wären zu zweit auch beim MOU dabei.

@ChrisT: Alles dürfen aber nix lernen zu wollen ist irgendwie in der Fliegerei eine unheilige kombination. Viel Glück.

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Sonstiges | Beitrag zu Fehler in Flugplanungsaufgabe
15. Januar 2018: Von Malte Höltken an Chris _____

Was denn sonst? Es geht schließlich um die Einflüsse auf den Kurs. Hier sind sie klien, andernorts dann aber nicht. Da landet man zwangsläufig bei einer Rechnung und nicht bei einer Schätzung.

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Luftrecht und Behörden | Beitrag zu Erlaubnis zuständige Behörde für Eintrag CR durch FI
13. Januar 2018: Von Malte Höltken an Alfred Obermeier Bewertung: +1.00 [1]

1.) Für D gilt die NfL I 1-521-15, in der diese Rechte beschrieben sind.

2.) Bei den durch Dir zitierten und durch Norbert verlinkten Texten geht's um Prüfer, nicht um Lehrer.

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Avionik | Beitrag zu GPS Spoofing ...
5. Januar 2018: Von Malte Höltken an Tee Jay Bewertung: +8.00 [8]

Vielleicht bin ich ja zu sehr Idealist wenn ich denke "Hey, die schöne GPS Burg, die unsere Wirtschaft, Luftfahrt und ganzes Zusammenleben schützt, ist auf Sand gebaut. Lasst uns doch was Besseres bauen!" - Statt dessen wird empfohlen "Nö, wir verbieten dann einfach, daß es regnet" was die Verfügbarkeit von Tools, Simulatoren & Co anbetrifft.

Also wenn man mal ein paar Minuten mit der Materie beschäftigt, findet man schnell heraus, daß sowohl Betreiber der GNSS-Systeme, wie auch Vertreter der Anwender und Regulatoren das Thema durchaus auf dem Schirm haben. RAIM ist ja nicht das einzige Mittel, fehlerhafte Signale (ob nun gezielt gefälscht oder defekt ist fast egal) zu identifizieren. Je nach Anflug gibt es ja bereits SBAS oder GBAS im Betrieb, ABAS mit INS-Kopplung, also AAIM (oder per Pilot, der ab und an auf den Schnapskompass schaut) gibt es auch bereits. Oder DGNSS. Ein Backbone über DME/DME bleibt wohl ebenfalls bestehen, sowie die Beobachtung durch ATC. Es gibt ganze Konferenzen und halbe Büchereien, die sich mit dem Thema Anti-spoofing beschäftigen.

Ich denke nicht, daß Du "zu sehr Idealist" bist...

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Leserflugzeug | Beitrag zu iPad in den LISAs
30. Dezember 2017: Von Malte Höltken an Andreas Müller Bewertung: +3.00 [3]

Ob Du da nicht die schwanzverlängernde Wirkung einer C10T überschätzt...

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Luftrecht und Behörden | Beitrag zu Flugplanungsaufgabe PPL-Theorie - wie genau......
20. Dezember 2017: Von Malte Höltken an Chris _____ Bewertung: +2.00 [2]

Vielleicht verstehe ich die Frage falsch, aber... mit einer theoretischen und einer praktischen Pruefung?

Ich meinte die Frage schon konkret so, wie ich sie gestellt habe.

Also durchaus so, wie das heute gemacht wird. Nur eben mit Inhalten und Gewichtungen, die den zu erwartenden praktischen Herausforderungen gerecht werden. Und mit Erlaubnis von Hilfsmitteln, wie sie in der Praxis auch zur Verfuegung stehen.

Die Inhalte zur heutigen Fliegerei werden doch gelehrt und geprüft. Es war ja nicht Deine Argumentation, daß man das Fliegen mit Tablet und GPS schulen solle, sondern daß man das Errechnen von Kursen oder das Fliegen am Rand der Enveloppe eben nicht schulen solle.

Daher erneut meine Frage: Wie würdest Du in einer Theorieprüfung feststellen wollen, ob jemand verstanden hat, wie Navigation im Flugzeug funktioniert? "Dagegen" sein ist schließlich leicht, aber wie Wertvoll ist Kritik, wenn sie keinen Ansatz zur Verbesserung bietet?

(Disclaimer: ich bin weder FI noch Pruefer, meine Erfahrungen mit Pruefungen halten sich also in Grenzen. Im uebrigen, meine Pruefungen waren alle vollkommen iO und die Pruefer korrekt, professionell und nicht willkuerlich oder uebertrieben fuchsig.)

Ohne Dir den Mund verbieten zu wollen, aber es gibt auch möglichkeiten außerhalb der Fluglehrerei, sich über die Schulungsinhalte aufzuschlauen. Kritik ist ja explizit auch von außenstehenden oft fruchtbar, wenn sie denn konstruktiv ist.

Ich kenne übrigens keinen Prüfer, der unnötigen Streß ins Cockpit bringt, wenn er PPL-Prüfungen abnimmt. Im Gegenteil, es ist eine explizite Vorgabe für Prüfer, dies nicht zu tun.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Luftrecht und Behörden | Beitrag zu Flugplanungsaufgabe PPL-Theorie - wie genau......
19. Dezember 2017: Von Malte Höltken an Chris _____

Denn prüfungsrelevant sollte nur das sein, was auch praxisrelevant ist.

Wie würdest Du denn prüfen wollen, ob ein Prüfling die Navigation/Aerodynamik/Funktionsweise der Systeme verstanden hat?

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Unfälle und Zwischenfälle | Beitrag zu Alptraum - Trudeln nicht beenden zu könnenl
13. Dezember 2017: Von Malte Höltken an Lutz D. Bewertung: +4.00 [4]

Aber selbstverständlich üben wir das. Da ist es mir auch schon passiert (Partial power loss).

Denke, man sollte das gerade an seinem Heimatplatz drauf haben, egal wie ungeeignet der sein mag.

Gut, sogesehen hast Du natürlich recht. Ich dachte gerade auch an den komplett ausgeführten Flug mit abschließender Landung. Das wäre in EDKA etwas zu kurz. Um zu reagieren und zu sehen wo es dann hingeht ist die Übung in der Tat sehr sinnig. Aus 200ft AGL allerdings auch schnell abzubrechen.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Unfälle und Zwischenfälle | Beitrag zu Alptraum - Trudeln nicht beenden zu könnenl
13. Dezember 2017: Von Malte Höltken an Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu Bewertung: +7.00 [7]

ZZZ: [Sim, IMC und Co]

Du schulst ja nicht, daher sei Dir dahingehend nachgesehen. Die Erfahrung allerdings zeigt, daß gerade das Erleben und Beherrschen der Grenzflugsituationen mitsamt der richtigen Reaktionen nicht nur zu schnelleren Reflexen, sondern auch zu einem tieferen Verständnis führen. Wenn Flugschüler beispielsweise verstehen lernen, wo die wirklichen Grenzen des Flugzeuges sind und wie sich ein Abreißen der Strömung bemerkbar macht, so meine Erfahrung, sind diese auch wesentlich entspannter beim Fliegen der richtigen Anfluggeschwindigkeit auch bei bockigem Wind sind. Gleichsam ist das Erleben und trainieren des überzogenen Flugzustandes natürlich etwas, was Theorie mit Praxis verbindet. Deine Argumentation läuft ja darauf hinaus, daß Du diese Übung am liebsten aus dem Syllabus streichen wollen würdest, weil Du sie für unnötig erachtest. Scheinbar scheint allerdings jeder mit Lehrberechtigung dem zu entgegnen, daß diese Übung für das Verständnis des Fliegens eines Flügels wichtig ist. Die Risiken sind absolut überschaubar, wenn man sich an die Spielregeln hält: Bekannte Schwerpunktlage, bekanntes Ausleitmanöver und tieferes Verständnis durch den Lehrberechtigten, genug Höhe, Achtsamkeit, Umsicht und ein für das Manöver geeignetes und zugelassenes Flugzeug. Im Fall der Lanceair waren mehrere der Punkte faktisch nicht gegeben, damit einer Fehlerkette die Möglichkeit genommen, unterbrochen zu werden.

ZZZ: Zu einem Teil von Verwirrung habe ich sicher beigetragen, weil wir recht regelmäßig hier nicht VFR-Piloten und IFR-Piloten abgrenzen.

Ich sehe da kein Grund zur Verwirrung, die Ausbildungsinhalte für den PPL, der Basisbaustein auch für die IFR-Fliegerei ist, ist identisch. Egal ob man dann das IR macht, oder nicht.

ZZZ: Für VFR? Das überrascht mich. Ich kenne tatsächlich nur den "Wings leveled" stall.

Das tut mir für Dich leid. Wir können kommendes Jahr gerne zusammen in die „Blechbüchse“ steigen und die Übungen zusammen nachfliegen: https://www.youtube.com/watch?v=Ac40nbgc7XE // https://www.youtube.com/watch?v=wPFKFahGbgA – DISCLAIMER: Ich habe im Nachgang nicht die geringste Ahnung, was mich geritten hat, die Übungen so tief anzusetzen. Ich kenne den Flieger insbesondere bei der vorherrschenden Schwerpunktlage aus dem EffEff, aber das ist kein Grund von den üblichen 5000 ft AGL abzuweichen.

Chris T: Malte, komm doch mal runter.

Manchmal würde ich mir gerne mal meine Beiträge vorlesen lassen…

Chris T: Es geht doch einfach darum, anhand des konkreten Unfalls, bei dem ein "Vertrautmachen" fatale Folgen hatte, mal zu diskutieren, ob unsere Prioritäten in der Flugausbildung hierzulande richtig liegen. Und natürlich sind Georg und ich als (nehme ich mal an) nicht-FIs da weniger bewandert als du als FI. Trotzdem denkt man halt nach.

Ich bin sicher der letzte, der eine Diskussion und Anregungen dazu verbieten wollen würde. Darauf soll mein Beitrag auch nicht zielen. Gleichsam darf man, denke ich, eine Befremdlichkeit feststellen, wenn zwar auf der einen Seite mit einer gewissen Vehemenz die vermeidliche Überlegenheit US-amerikanischer Luftfahrtgesetzgebung über die europäische propagiert wird, sich bei näherer Diskussion allerdings große Lücken in der Kenntnis über letztere offenbaren.

Dabei ist diese Nichtwissen ja widerspruchsfrei behebbar. Ich bin ja schließlich auch kein Fluglehrer von Gottes gnaden, sondern durch einen mehr oder weniger aufwendigen Lernprozess zu bestimmten Standpunkten gelangt, die ich natürlich nicht nur argumentieren, sondern auch bei besserer Gegenargumentation ändern kann.

Chris T: Betrachten wir es mal von der Seite: Haben wir als Flug"schüler" (in Grundausbildung, Checkflug, Auffrischung, Vertrautmachen usw) Situationen mit FIs "geübt" oder sind da von den FIs reingeritten worden, die wir im Nachhinein als unnötig gefährlich einschätzen?

Ich kann mich an keine gefährliche Situation erinnern. Gleichwohl aber an Situationen in der außerschulischen Fliegerei, in der mir das Training der hier als zu gefährlich diskutierten Übungen wohl die Haut gerettet haben. Beim Abkippen im Endanflug auf einen ansteigenden Acker mit einer Hornet, beim Motorausfall kurz nach dem Start, bei der Sicherheitslandung wegen Ölverlust, bei der Sicherheitslandung mit defekten Magneten, beim Versagen des Klappenmotors beim Durchstarten, beim ungeplanten Einflug in IMC.

Die Übungen waren nie hemdsärmelig durchgeführt, sondern mit genug Sicherheitsmargen geplant, vorher besprochen, erklärt, gezeigt, geübt, gekonnt. Trudeln in sicherer Höhe, Seilrissübungen in allen Höhen mit klaren Handlungsanweisungen, Startabbrüche im Motorflugzeug, Ziel- und Notlandeübungen bei Tag und bei Nacht.

Meine letzte Übung dieser Art war als Trainee für den SEP(sea). Ich war schon sehr erstaunt, wie sehr man eine C172 mit Wiplines drücken muß, um genug Energie zum Abfangen zu behalten und bin froh, diese Übung mit erfahrenem Fluglehrer geflogen zu sein, bevor sie mir womöglich ohne selbigen passiert.

Daher trainiere ich mit meinen Schülern genau auch diese Situationen, in denen sie sich sonst die Nacken brechen würden. Gerade der Motorausfall im Anfangssteigflug sollte trainiert werden. Das nötige Verhalten des Piloten beim Ausfall in den ersten paar Fuß nach dem Abheben unterscheidet sich eklatant vom Verhalten das notwendig ist in 200 Fuß.

Natürlich übt man den Motorausfall in 200ft nicht in Aachen. Man fliegt dazu zu einer langen Bahn ohne Verkehr. Kassel oder so. Dann sind auch die Risiken überschaubar, managebar und der Nutzen über das Risiko enorm.

Chris T: aber halt, in der Lancair scheint der Fall nicht ganz so klar zu sein. DAS ist der Punkt. In der Lancair sollte man es vielleicht besser bleiben lassen.

Ja natürlich, insbesondere ohne ausreichende Höhe, mit Passagieren, vergleichsweise schwanzlastiger Schwerpunktlage, widerstandsarmer Zelle und wohmöglich sogar ohne sich dem Verhalten des Flugzeuges schrittweise genähert zu haben. Ein Experimental wie diese Lanceair ist da gänzlich anders zu bewerten als ein zugelassenes Flugzeug.

ZZZ: Mit "Unusual attitude - übernehmen Sie" hätte ich mutmaßlich nicht halb den Stress gehabt

Du magst Dich wundern, aber auch das ist Bestandteil des LAPL/PPL Syllabus.

ZZZ: Ich hab's auch nur als einen pädagogischen Streich empfunden, und mein Puls ist minimal hochgegangen; bei den 2-3 mal, die mir mein Fluglehrer das Gas im Anfangssteigflug wegzog.

Dann hast Du das Gas nicht festgehalten. Ich warne auch immer. Wenn mein Schüler das Gas loslässt im Start, dann gehört der Hebel mir und ich mache damit, was ich will. Ist sehr heilsam. Ansonsten ist eine derartige Übung aus dem Blauen Dunst ohne vorheriges Briefing oder vorangegangene Übungen natürlich Mist. Der Flugschüler muß die Übung immer auch einordnen können.

Tobias Schnell: Interessanterweise ist der Power-on Departure Stall tatsächlich nicht explizit im EASA-Syllabus erwähnt.

Ich lese ihn in Lektion 10b(D) im Lehrplan der AMCs. Bei uns ist er im ATO-Handbuch allerdings auch expliziter erwähnt.

ZZZ: Die psychologischen Aspekte aus Flugschülersicht: Siehe mein Beitrag.

Nein, aus Deiner Sicht. Du sprichst nicht für die Flugschüler.

Chris T, Du magst kein EFATO in der Ausbildung sehen, ZZZ, Du kein Überziehen, weil ihr davor Angst habt. Die eigene Angst vor gewissen Flugzuständen oder Situationen ist aber ein denkbar schlechter Ratgeber für einen Ausbildungssyllabus. Ich kenne auch einen Piloten, der hat Angst vor Kurven mit mehr als 30°. Ein anderer hat Angst, sich zu verfliegen und fliegt deshalb nur Platzrunden. Soll ich deshalb aufhören Steilkurven oder Überlandflug zu schulen? Zu welchen inkompetenten Flugzeugbedienern wollt Ihr angehende Piloten denn ausbilden?

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Unfälle und Zwischenfälle | Beitrag zu Alptraum - Trudeln nicht beenden zu könnenl
12. Dezember 2017: Von Malte Höltken an Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu

Also um das zusammenzufassen... Einen Stall soll man im SIM üben, wo er kaum abbildbar ist, aber den Einflug in eine Wolke, Upset Recovery, Steilkurven, Erfliegen von Kursen und verbiegen von Radials darf man nicht im Flugzeug mit einer Haube simulieren, wenngleich der Effekt wesentlich näher an der Wirklichkeit ist als die Simulation eines Strömungsabrisses einer DA40 im Airbus-Sim?

Der EASA Syllabus verlangt überigens eine Überziehübung bis zu min. 45° wing drop... der Redbird bildet das zumindest nicht vernünftig ab.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]

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