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Sonstiges | Beitrag zu BR24: An den Windparks kehrt die Dunkelheit der Nacht zurück
29. September 2024: Von Malte Höltken an Frank Torgelim Bewertung: +10.00 [10]

Alexander: Vielleicht ist es gar nicht mal Technikfeindlichkeit. Vielleicht nur bräsige selbstzufriedene Mittelmäßigkeit, plus Denkfaulheit und Leistungsfeindlichkeit.

Das sehe ich Ähnlich, wobei ich denke, dass Mittelmäßigkeit, Denkfaulheit und Leistungsfeindlichkeit direkt in Technikfeindlichkeit mündet. Oder Technologiefeindlichkeit, wenn man den Unterschied machen möchte. Meine unbeantwortete Frage ist, wie man die Diskussion aus dieser Bräsigkeit befreien kann, denn mein Versuch über faktische Äußerungen gehen immer fehl - egal wieviel Mühe ich für die Belege bringe. Es kann die Antwort ja nciht sein, die Zukunft der Gesellschaft und der Wirtschaft wegen ein paar kindischen Wissensverweigerungen aufs Spiel zu setzen.

Alexander: Dann vergleichen mit dem aktuellen Diskursniveau und weinen

Ja, das ist schon seit einiger Zeit so. Der ganze Hass auf bestimmte Parteien, der Misogynismus gegen Politikerinnen, Fatshaming, Wissenschaftsleugnung, Verschwörungsaktionismus, Faschismus - das alles ist ja nicht Ergebnis einer rationalen Debattenkultur, sondern einer Emotionalisierung. Und da ein "Wir für" lange nicht so stabil ist wie ein "wir gegen" und noch einfacher das "Die gegen Uns" gebildet werden kann (für das man sich die Konstruktion von Gründen warum man gegen etwas sei vollkommen sparen kann, wenn dem Gegenüber einfach ein destruktives Motiv unterstellt wird)

Alexander: Was nichts daran ändert, daß die Dichte an Windrädern in Deutschland andere Auswirkungen hat als in China

Unbenommen. Weitere Schutzbereiche zur Sicherstellung der Verkehrsinfrastruktur ändert an der Größenordnung der Analyse meines Erachtens allerdings wenig. (Insbesondere, wenn man die PV-Potentiale betrachtet). Es ist ja beides Möglich: Die Auswirkungen in China (oder woanders) können geringer sein und wir können gleichzeitig unter unseren Möglichkeiten bleiben. Gerade in der aktuellen Geopolitischen Lage halte ich ein Widerstandsfähigere und Dezentrale Versorgung auch strategisch für durchaus erstrebenswert. Und Arbeitsplätze schafft es überdies.

Alexander: Es besteht schon gesellschaftlicher Diskussionsbedarf über Ziele und Mittel der Energieerzeugung. Nebenbei auch über Verkehrsinfrastruktur, zukünftige Siedlungsstrukturen, Einwanderungsstrukturen, über die Zukunft der Gesundheitsversorgung, der Rentenversicherung, und und und. Was wieder zur Eingangsthese zurückführt.

Sehe ich auch so. Wobei allen Klar sein muß, dass eine Diskussion auf Basis kontrafaktischer Scheinargumenten maximal zufällig zu einer guten Lösung führen kann und nur extrem unwarschienlich ein Optimum erreichen wird.

Markus S.: Deine Aussage, dass ein EE-Netz mit Windmühlen und Solar ohne Gas auskommen würde ist leider nicht richtig, wie wir alle wissen. Dunkelflaute einfach mal vergessen?

Dies ist in der Transition nicht möglich, das stimmt. Aber im ausgebauten und transformierten Zustand ist es durchaus möglich, ind er EU auf fossile energieträger komplett zu verzichten. Auch mit Dunkelflauten. Viele Leute die intelligenter sind als Du und mehr darüber wissen als ich, haben dazu bereits gute Wege vorgezeichnet, die müssen wir nur gehen. Wird teuer für den Moment, bringt aber auch wirtschaftlich enorme Vorteile (Wie eigentlich bei jeder Investition in Zukunftsfähigkeit). [1]

Das haben wir Dir aber alles hier schonmal zum Exzess vorgekaut, das will ich nicht nochmal wiederholen.

Florian: Wobei die Idee, dass Anwohner partizipieren sollten in unserem Gesellschaftsmodell ziemlich abstrus ist und auch wieder nur Komplexität und Verzögerung in die Sache bringt.

Wie partizipieren denn Anwohner von Autobahnen und Bundesstraßen, Flugplätzen, Mülldeponien, Fußballstadien, ... ?

Ist es wirklich so abstrus? Dort, wo die Gemeinden Windparks betreiben geht es den Kommunen finanziell besser als dort, wo dies blockiert wird. Dort wo Bürgerwindparks die finanzielle Partizipation von Bürgern erlauben, gibt es ebenso einen Ertrag für die Kommune, alleine schon durch die dort (und nicht in Essen, Karlsruhe, Berlin oder Oldenburg) anfallende Gewerbesteuer. Zudem ist die Akzeptanz höher.

Anders als Autobahnen und Bundesstraßen erwirtschaften Bürgerwindparks ja einen direkten Ertrag. Die allermeisten Flugplätze sind auch ohne Ehrenamt wohl eher nicht wirtschaftlich zu betreiben (Und einige der Flughäfen sind tatsächlich in Kommunaler Hand, also verdiente die Kommune durch einen intelligenten Betrieb, was die Akzeptanz erhöht). Bei Mülldeponien und Fußballstadien kenne ich mich nicht aus, um darüber eine Aussage zu tätigen.

Marco: Das ich die Bauform von Windkraftanlagen in Horizontalbauweise als nicht optimal empfinde.

Im Grunde haben wir hier die gleichen Vor und Nachteile die wir ja an den Flugzeugpropellern haben.

Ich empfinde die erforderlichen Baugrößen und die erforderlichen "Rotordurchmesser" als nicht optimal.

Es gibt einige Gründe, die für die Verwendung von HAWT (horizontal axis wind turbine) sprechen, im Gegensatz zur VAWT (vertical axis wind turbine).

Die Leistung P des Windes einer bestimmten Geschwindigkeit v durch eine Querschnittsfläche A berechnet sich zu

Das bedeutet, dass die Fläche der Anlage direkt proportional ist zur eingefangenen Windleistung ist (das wohlgemerkt noch nicht das maximale was an Ertrag dem Wind entnommen werden kann, sondern nur das, was an der Anlage ankommt). Die Windgeschwindigkeit geht kubisch in die Gleichung ein. (Um die tatsächliche Leistung der WKA zu quantifizieren nutzt man oft einen Leistungsbeiwert bzw. Erntegrad. Der ist bei HAWT typischerweise bei etwa 0,4 bis 0,5 und bei VAWT etwa bei 0,05 bis 0,2. Das Physikalische Maximum liegt mit der Betz-Grenze bei ca. 0,593. Es kann also maximal 59% der Windleistung auch in einer hypothetisch idealen WKA umgesetzt werden.

Nehmen wir jetzt mal ganz Wahllos die Siemens SG 6.6-155 als Beispiel. Die hat einen Rotordurchmesser von 155 Metern, also einen Radius von 77,5 Metern. Das ergibt eine Fläche von 18896 m². Nutzte man diese drei Blätter (Länge von 77 Metern) etwa in einer Darrieus-VAWT mei einem typischen Durchmesser (weite Auslegung) von ca. 39 Metern, beträgt der Durchmesser der Winddurchströmten Fläche nur 3000 m². Die HAWT liefert also bei identischen Flügelmaßen das 6,3-fache der Winddurchströmten Fläche und damit alleine hierdurch schon das 6,3-fache der Leistung.

Das nächste ist, dass die Windgeschwindigkeit kubisch in die Leistungsformel eingeht. Und wie wir alle aus der Fliegerei wissen, ist in Bodennähe der Wind geringer. Die besprochene SG6.6-155 steht in Norttorf mit einer Nabenhöhe von 122,5 Metern, also rund 200 Meter Gesamthöhe. In Schleswig-Holstein (exemplarisch) haben wir für diese Anlage etwa 7 m/s mittlere Windgeschwindigkeit. Würden wir nun die Darrieus-Anlage aufstellen, wäre diese typischerweise eher weiter unten aufgebaut mit einer typischen Höhe von 80 Metern. Sie hätte dann nur etwa 5,9 m/s mittlere Windgeschwindigkeit. Dadurch, dass die Windgeschwindigkeit kubisch in die Leistungsformel eingeht, ist die Leistung der HAWT nochmal 1,6-fach höher als die der VAWT.

Behaupten wir mal, dass beide WKA an der Betzschen Grenze operierten. Dann würden wir die Betz-Leistung des Darrieus-Rotors zu etwa 224 kW berechnen. Die Vergleichs-HAWT liefert bei dieser Idealisierung allerdings 2,35 MW.

Ähnliche Gründe sind es übrigens, wieso wir keine Darrieus-Rotoren an Flugzeugen sehen, sondern sich die axialen Propeller- bzw. Rotorblätter oder Fanschaufeln durchgesetzt haben.

Man kann das ganze auch Messen, wobei diese Überlegungen eigentlich nur Bestätigt werden (zum Beispiel in [2])

Marco: Ich sagte ja..es ist eine subjektive Empfindung...aber ich denke der Weg vom Propeller zur Turbine kommt in dem Bereich der Technik schon auch noch irgendwann. So wie es auch am Flugzeug der Fall war.

Dankenswerterweise bauen Ingenieure nix auf der Basis von Bauchgefühl.

Im Flugzeug gibt es die Turbine, weil Kolbentriebwerke schwer und komplex sind, vibrieren wie Sonstwas und Propeller aerodynamische Geschwindigkeitslimits setzen. Um die Entwicklung zu verstehen, kann man sich gut anschauen, wenn man den Impulssatz um das Triebwerk mit angepasster Düse aufbaut.

Um die Schubkraft F zu vergrößern hat man (macht man bei Militärtriebwerken heute noch so) insbesondere die Ausgangsgeschwindigkeit des Massestroms gesteigert. Der Nachbrenner macht beispielsweise genau dies, er erhöht die Austrittsgeschwindigkeit. Auch frühe zivil genutzte Jettriebwerke funktionieren prinzipiell auf diese Art. Das sind die kleinen Röhren unter den 707, den alten 737, etc.

Später hat man sich angesehen, dass man zur Erhöhung des Schubs nicht nur am Geschwindigkeitsterm schrauben kann, sondern auch den Massenfluss erhöhen kann, und man hat das Zweistromtriebwerk erfunden, welches nur einen Teil der zugeführten Luft beschleunigt. Die Turbine des Kernstroms triebt vielmehr einen Turbofan an, welcher die Luft im zweiten Strom (der den Kernstrom Ummalntelt, daher auch die Bezeichnung Mantelstromtriebwerk) beschleunigt, ohne sie zu erwärmen.

Die frühen JT3 der 707 noch garkein Zweitstrom, die JT8D der 737 hatten ein Bypassverhältnis von etwa 1:1 (das heißt es wurde die gleiche Luftmasse durch den Mantelstrom geleitet, wie durch den Kernstrom). Heutige Triebwerke haben nicht selten ein Bypassverhältnis von 9:1 oder mehr (das PW1000G hat etwa 12:1). Propellerturbingn haben kein offizielles Bypassverhältnis, aber nutzt man die vereinfachte Propeller-Theorie und berechnet die Luftmasse, die der Propeller – sagen wir den einer TBM850 – nach hinten schaufelt und setzt sie ins Verhältnis mit der Luftmasse, die sich die PT6 genehmigt, landet man schnell in der Größenordnung um 50:1.

Die Entwicklung der Turbotriebwerke ist also insbesondere Verbunden mit der Frage nach hohen Vortriebskräften, weniger mit der der Effizienz. Ohne die signifikante Zufuhr chemischer Energie geht hier nichts.

Daher verhindert die Physikalischen Zusammenhänge leider meine Fantasie in der Frage, wie man mit Turboarbeitsmaschinen in der Windindustrie Vorteile generieren sollte.

Hubert: Ich bin ja kein Profi was Strömungslehre betrifft, wie etwas Marco Scheuerlein, aber hätte Vertikalrotoren nicht den Vorteil, daß eine Bewegungsachse und somit eine energiefressende Friktionsquelle wegfällt?

HAWT haben noch die Drehung des Turms, ja, aber das ist fast vernachlässigbar. VAWT sind unanfälliger für kleine Windrichtungsvariationen und können auch in beengten Räumen um Häuser herum aufgebaut werden, aber man muss sich das wegen der geringen Leistungsfähigkeit gut überlegen. Typischerweise nutzt man VAWT für kleinere und isolierte Anlagen. Es gibt allerdings auch gute kleine HAWT.

Die Windindustrie machte 2023 weltweit einen Umsatz von rund 120 Milliarden USD, als Brache mit gutem Wachstum. Es gibt sehr viele sehr kluge Köpfe, die in dem Bereich arbeiten. Wäre die VAWT jetzt der Knaller, würden wir da sicherlich einen globalen Wettbewerb der Bauweisen sehen. Das ist allerdings nicht der Fall. Das alleine ist schon irgendwie ein Zeichen, dass die VAWT nicht so ganz der Brüller sind.

[1] https://www.irena.org/-/media/Files/IRENA/Agency/Publication/2023/Jun/IRENA_World_energy_transitions_outlook_2023.pdf

[2] https://commons.clarku.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1158&context=idce_masters_papers

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Sonstiges | Beitrag zu BR24: An den Windparks kehrt die Dunkelheit der Nacht zurück
27. September 2024: Von Malte Höltken an Kain Kirchhof

hier dann nicht als Propeller Windrad ausgeführt....was ich subjektiv betrachtet ohnehin als etwas ungünstiger als andere Lösungen empfinde

Wie meinst Du das?

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Sonstiges | Beitrag zu BR24: An den Windparks kehrt die Dunkelheit der Nacht zurück
26. September 2024: Von Malte Höltken an Alexander Callidus Bewertung: +6.00 [6]

Wir haben in Deutschland das Potential lange nicht ausgeschöpft. Wobei ein Modell über Bürgerwindgenossenschaften natürlich direkt die Anwohner partizipieren lässt, aber in Listen großer Windparks nicht vorkommt.

Markus S hat aber recht, die Welt lacht über Deutschland. Also genauer über seine Technologiefeindlichkeit. Jede Zukunftsindustrie (WKA, Solar, Akkumulatoren, Elektrisches Fahren, Elektrisches Schwimmen, Elektrisches Fliegen, Digitalisierung, Prozessoptimierung) wird hier erstmal zerredet, Hauptsache man kann toll viel an Öl- und Gaskonzerne bezahlen oder für unübersehbare Zeiträume horrende Kosten in Folgenbewältigung tragen.

Dauert sicher nicht mehr lange, da nehmen andere Staaten Deutsche Firmen und Ingenieure als Technologieflüchtlinge auf.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Sonstiges | Beitrag zu BR24: An den Windparks kehrt die Dunkelheit der Nacht zurück
26. September 2024: Von Malte Höltken an P.B. S. Bewertung: +3.00 [3]

Es gibt ja drei Möglichkeiten, dass ein Flugzeug nachts ohne Transponder unterwegs ist:

1.) Technischer Fehler

2.) Menschlicher Fehler

3.) Idiot im Cockpit

Eins und zwei wird ATC/FIS entdecken und man kann damit umgehen. Gegen Möglichkeit drei kann man sich nicht technisch versichern. Ich kenne Fälle von Piloten, die Chartergebühren durch Ausschalten des Hauptschalters umgehen wollten (um den Flugstundenzähler zu umgehen). Da brächte es nix, wenn der XPDR automatisch mit dem Hauptschalter verbunden wäre um gewolltes Ausschalten zu unterbinden. In dem Moment, in dem ein System idiotensicher ausgelegt wird, kommt irgendein Depp und baut einen größeren Idioten.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Sonstiges | Beitrag zu BR24: An den Windparks kehrt die Dunkelheit der Nacht zurück
25. September 2024: Von Malte Höltken an Michael Söchtig Bewertung: +3.00 [3]

Wenn eine aktuelle Onboard-Hindernissdatenbank (also keine gedruckte ICAO-Karte) kombiniert wird mit der Bedarfsbeleuchtung nach XPDR, FLARM, ADS-B-Kontakt, halte ich das für vollkommen ausreichend. Wer Nachts oder bei diesigem Wetter bewusst ohne Transponder und ohne GPS unter der Mindestsicherheitsflughöhe unterwegs ist, dem ist eh nciht mehr zu helfen. Natürlich sind Systemausfälle denkbar, aber meines erachtens weit unter dem restlichen Risiko des Nachtsichtflugs (oder auch des Tagessichtflugs im Allgemeinen).

Auf der Haben-Seite steht eine größere Akzeptanz von WKA auch außerhalb von Flugplatzhindernisfreiheitszonen. Zudem ist das mal eine Maßnahme, die für die Flugzeugbetreiber kostenneutral und ohne Einschränkung unserer Infrastruktur auskommt.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Wartung | Beitrag zu Limbach, TBO und on condition im Verein
24. September 2024: Von Malte Höltken an Tobias Klimt

Da ich Ingenieur und kein Anwalt bin, wäre da eine Einschätzung eine Experten aus dem Forum mal hilfreich ;)

https://www.pilotundflugzeug.de/forum/wartung/2024,09,19,10,4413159?&mf:LimitRecursion={limit=1;test=blubb}

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Wartung | Beitrag zu Limbach, TBO und on condition im Verein
19. September 2024: Von Malte Höltken an Ernst-Peter Nawothnig

Ich bin bei weitem nicht der Einzige, der sich da auskennt. Allerdings haben viele Menschen mit Halterkontakt leider auch nicht die Ressourcen, sich mit den Regularien tiefer auseinanderzusetzen. Auch eine fundierte Beratung von Kunden wird nicht immer finanziell honoriert, so dass das leider manchmal auf der Strecke bleibt.

Die EASA hat die meisten Abkürzungen hier aufgelistet: https://www.easa.europa.eu/en/abbreviations

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Wartung | Beitrag zu Limbach, TBO und on condition im Verein
19. September 2024: Von Malte Höltken an Oliver Toma Bewertung: +2.00 [2]

Lediglich eine Grundüberholung bzw. reset des Motor auf 0h sei nicht möglich.

Das ist nicht ganz vollständig. Für Segelflugzeuge, TMG, LSA und VLA erlaubt die EASA die Überholung von Triebwerken durch unabhängige Freigabeberechtigte oder Flugwerften, sofern dies mit den Herstellerhandbüchern des Triebwerksherstellers geschieht. (Siehe ML.A.502(b) https://www.easa.europa.eu/en/document-library/easy-access-rules/online-publications/easy-access-rules-continuing-airworthiness?page=57#_DxCrossRefBm957202971

Dabei kann die Freigabeberechtigte natürlich auch das Personal von Limbach (oder Sauer) unter Aufsicht einsetzen.

Der Hintergrund der Möglichkeit ist, dass für diese Flugzeuge die Verwendung eines Triebwerks mit eigener Produktzulassung nach CS-E nciht erforderlich ist, sondern die entsprechenden Nachweise bei der Musterzulassung ebenfalls auf Flugzeugebene erzeugt werden.

Gleichsam ist es aber auch kein Problem, die Flugzeugtriebwerke on condition zu betreiben, daher ist die Frage eher semantischer Art, und für alle anderen Flugzeuge die nach Teil-ML instandgehalten werden, stimmt die Aussage (obwohl nach CS23 Amndt5 die Zulassung von Triebwerken nach CS-E nicht mehr alleinig seligmachend ist und andere Standards akzeptiert werden können. Allerdings ist mir niemand bekannt, der diesen Weg gegangen wäre (die Zulassung elektrischer Antriebe geschieht nach Special Conditions). Man möchte nicht immer der Erste sein, der soetwas ausprobiert.

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Sonstiges | Beitrag zu TMG oder UL
18. September 2024: Von Malte Höltken an Markus S. Bewertung: +2.00 [2]

Klar gibt es das. Peter Ghirardini aus Unterwössen fliegt zum Beispiel beeindruckende Strecken mit einem B-Falken. https://www.weglide.org/flight/8600

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Sonstiges | Beitrag zu Flugtaxis könnten ab 2025 den Testbetrieb in Deutschland aufnehmen
13. September 2024: Von Malte Höltken an Wolfgang Lamminger Bewertung: +2.00 [2]

"Lillium zum Beispiel hat zwar einen zweifelhaften Businesscase und ich würde da nie investieren, aber als Ingenieur finde ich die Umsetzung des Konzepts megaspannend."

Magst Du das näher erläutern? Was ist daran so spannend? Der Professor der Uni Stuttgart, an der einer der Lilium-Gründer studierte, ließ sich ja sogar zitieren, daß nach Präsentation des Projektes der Fachbereich Wert darauf legte, keinerlei Verbindung zu Lilium haben.

Ich hole das mal hier rüber.

Was ist denn bitte nicht spannend daran, ein distributed propulsion tilt wing canard auszulegen, zu bauen, zu testen und zuzulassen und zu sehen, wie weit heutige Technologie reicht? Das hat an sich ja erstmal nix damit zu tun, dass Marketing und Investoren Ideen der Flugleistungen haben, die mit der Realität nicht unbedingt kongruent sind. Aber das ist ja die Herausforderung des Ingenieurs: Schauen, wie weit man kommen kann.

Und egal wie komplex Du denkst, dass das Flugzeug wäre - ich bin mir fast sicher, in Realität ist es komplexer als sich die meisten hier sich das Vorstellen.

Ob man wirklich jetzt dafür gleich 1000 Leute braucht sei mal dahingestellt.

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Flugzeugbau | Beitrag zu Lieferzeiten für Lycoming & Co
12. September 2024: Von Malte Höltken an Hubert Eckl Bewertung: +2.00 [2]

Ich denke, die Fliegerei ist immernoch sexy (auch die GA), aber sie ist noch dreckig. Vielerorts werden zudem keine attraktiven Angebote zum Verbleib angeboten. Dort, wo frische, junge Ideen umgesetzt werden, ist die GA auch lebendig. Dort, wo der Dreck beseitigt werden will, zieht die Luftfahrt auch brilliante Köpfe an. Lillium zum Beispiel hat zwar einen zweifelhaften Businesscase und ich würde da nie investieren, aber als Ingenieur finde ich die Umsetzung des Konzepts megaspannend.

Heute gibt es noch keine wirklichen Antriebsalternativen in Produktion, aber ewig viele Firmen, die an verschiedenen Systemen arbeiten (auch solche mit solideren Businessplänen als Lilium)

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Sonstiges | Beitrag zu KI zur Flugvorbereitung
9. September 2024: Von Malte Höltken an Joachim P. Bewertung: +1.00 [1]

Ich habe 1:1 das genutzt, was Christian gepostet hat.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Sonstiges | Beitrag zu KI zur Flugvorbereitung
9. September 2024: Von Malte Höltken an Christian Weidner

Klingt jetzt nicht zu doof...

# Berechnung der Payload für einen NCO-Flug mit einer Cessna 414A RAM IV Conversion von LOIJ über EDDM nach EDDR

**Flugplan**:

- **Leg 1**: VFR von LOIJ (St. Johann in Tirol) nach EDDM (München) – ca. 67 NM (125 km)

- **Leg 2**: IFR von EDDM nach EDDR (Zweibrücken) – ca. 162 NM (300 km)

- **Alternate**: Ein Ausweichflugplatz mit AVGAS-Versorgung muss vorhanden sein.

### Technische Daten der Cessna 414A RAM IV:

- **Maximales Abfluggewicht (MTOW)**: 7.087 lbs (3.215 kg)

- **Leermasse**: 4.850 lbs (2.200 kg)

- **Maximaler Kraftstoffvorrat**: 213 Gallonen (ca. 1.278 lbs / 580 kg)

- **Durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch**: ca. 40-45 Gallonen pro Stunde (GPH) bei Reisegeschwindigkeit (~190 KTAS)

### Schritt 1: Berechnung des Kraftstoffbedarfs

Für beide Legs und die erforderliche Reserve ergibt sich folgender Kraftstoffverbrauch:

- **Leg 1 (LOIJ → EDDM)**:

Flugdauer ca. **21 Minuten (0.35 Stunden)**

Verbrauch: 0.35 \, \text{Stunden} \times 45 \, \text{GPH} = 15.75 \, \text{Gallonen}

- **Leg 2 (EDDM → EDDR)**:

Flugdauer ca. **51 Minuten (0.85 Stunden)**

Verbrauch: 0.85 \, \text{Stunden} \times 45 \, \text{GPH} = 38.25 \, \text{Gallonen}

- **45-Minuten-Reserve (IFR)**:

Verbrauch: 0.75 \, \text{Stunden} \times 45 \, \text{GPH} = 33.75 \, \text{Gallonen}

### Gesamter Kraftstoffbedarf:

\[

\text{Gesamtverbrauch} = 15.75 \, \text{Gallonen} + 38.25 \, \text{Gallonen} + 33.75 \, \text{Gallonen} = 87.75 \, \text{Gallonen}

\]

Da 1 Gallone AvGas etwa **6 lbs** wiegt, ergibt sich folgendes Treibstoffgewicht:

\[

87.75 \, \text{Gallonen} \times 6 \, \text{lbs} = 526.5 \, \text{lbs} \, (238.8 \, \text{kg})

\]

### Schritt 2: Berechnung der Payload (Nutzlast)

Die Payload ergibt sich aus dem **MTOW** abzüglich der Leermasse und des Treibstoffgewichts:

\[

\text{Payload} = \text{MTOW} - (\text{Leermasse} + \text{Treibstoffgewicht})

\]

\[

\text{Payload} = 7.087 \, \text{lbs} - (4.850 \, \text{lbs} + 526.5 \, \text{lbs}) = 1.710.5 \, \text{lbs} \, (776 \, \text{kg})

\]

### Ergebnis:

Du hast eine verfügbare **Payload von ca. 1.710 lbs (776 kg)**, die du für Passagiere, Gepäck und Fracht verwenden kannst.

Falls du nach einem Alternate suchst, der AVGAS führt, kannst du kleinere Regionalflughäfen oder Flugplätze in der Nähe von EDDR als Option in Betracht ziehen.

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Luftrecht und Behörden | Beitrag zu Airspace Infringement um 100ft für 12 Sekunden in UK
28. August 2024: Von Malte Höltken an F. S. Bewertung: +4.33 [5]

Diese berücksichtigt damit zwar den Luftdruck (am Bezugspunkt), aber nicht Temperaturfehler. Im Winter sind Lufträume tiefer .

Die Lufträume sind ja als genau diese altitude definiert, die ich auch im Flieger messe. Ich mache weder Temperaturkorrekturen bei unteren, noch bei oberen Grenzen (wäre ja auch unsinnig, wenn alle Piloten jetzt in engen Lufträumen den Knemeyer rauskramen anstatt einfach auf den Höhenmesser zu schielen).

Die Berge sind ja nur höher, weil die sich eben nicht gemeinsam mit dem Flugzeug dem Zustand der Atmosphäre anpassen können.

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Reise | Beitrag zu Spitfire fliegen in Norwegen!!!
26. August 2024: Von Malte Höltken an F. S.

Fliegt Deine Malibu denn mit Jet-A1?

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Sonstiges | Beitrag zu Flugtaxis könnten ab 2025 den Testbetrieb in Deutschland aufnehmen
23. August 2024: Von Malte Höltken an Joachim P. Bewertung: +1.00 [1]

Nicht alles, was kommerziell sinnvoll ist, ist technisch möglich (Tesla)

Dafür, dass Teslas technisch nicht möglich seien, fahren davon allerdings ne ganze Menge rum.

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Wartung | Beitrag zu Situation der luftfahrttechnischen Betriebe in Deutschland
22. August 2024: Von Malte Höltken an Kain Kirchhof

Wieso enthalten? Deine Ansicht zum Thema steht doch direkt unter dem Artikel?

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An- und Verkauf | Beitrag zu Flugzeug zum Kurzzeitcharter gesucht
22. August 2024: Von Malte Höltken an Patrick Lianhard (Lean hard!)


Avionik | Beitrag zu Mindestausrüstung IFR EASA, Deutschland und Frankreich
22. August 2024: Von Malte Höltken an Florian Geraets

Ich habe meine CAP10 auf dem F-Register gehalten. Mit ganz wenigen Ausnahmen empfehle i h in der Regel die EASA-Registrierung des Flugzeugs beizubehalten. DGAC und OSAC sind auf jeden Fall tiefenentspannt. Kein Vergleich zum LBA.

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Flugzeugkauf | Beitrag zu Flugzeugverkauf in die USA
18. August 2024: Von Malte Höltken an willi hofner

Meinen Informationen nach kann eine Drittstaatlerin wohl Zollrecchtlich nichts exportieren. Mein Verkauf ins nicht-EU-Ausland wird durch eine deutsche GmbH abgewickelt. Kosten trägt der Käufer. Laut Logistiker trägt der Verkäufer nur die Verantwortung für korrekte Angaben.

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Luftrecht und Behörden | Beitrag zu Verschärfte Kontrolle bei Wingly-Flügen in Nordbayern
17. August 2024: Von Malte Höltken an F. S. Bewertung: +5.00 [5]


Luftrecht und Behörden | Beitrag zu Verschärfte Kontrolle bei Wingly-Flügen in Nordbayern
16. August 2024: Von Malte Höltken an F. S.

Entweder Vorsatz, Unachtsamkeit oder Unvermögen.

Warum referenzierst Du die Synonyme und überspringst die Angabe der Bedeutung im Duden?

https://www.duden.de/rechtschreibung/teilen#bedeutungen

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Luftrecht und Behörden | Beitrag zu Verschärfte Kontrolle bei Wingly-Flügen in Nordbayern
16. August 2024: Von Malte Höltken an Wolff E.

Vereine haben die Möglichkeit, Rundflüge auch unter erstattung der kompletten Kosten durchzuführen.

Artikel 6 der 926/2012 (cover regulation air operations) sagt dazu:

4a. (c) introductory flights, parachute dropping, sailplane towing or aerobatic flights performed either by a training organisation having its principal place of business in a Member State and referred to in Article 10a of Regulation (EU) No 1178/2011, or by an organisation created with the aim of promoting aerial sport or leisure aviation, on the condition that the aircraft is operated by the organisation on the basis of ownership or dry lease, that the flight does not generate profits distributed outside of the organisation, and that whenever non-members of the organisation are involved, such flights represent only a marginal activity of the organisation.

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Luftrecht und Behörden | Beitrag zu Verschärfte Kontrolle bei Wingly-Flügen in Nordbayern
16. August 2024: Von Malte Höltken an F. S. Bewertung: +5.00 [5]

Nur darf man halt nicht in den Duden schauen, wenn man das "zu gleichen Teilen" nicht wahr haben will ;-)

Doch, sollte man sogar. (Pro-Tipp: Wenn Du eine einfach überprüfbare Behauptung aufstellst, sollte sie auch stimmen und möglichst vollständig sein).

https://www.duden.de/rechtschreibung/teilen

Das geteilte Deutschland war wohl eher nicht zu gleichen Teilen geteilt, eine geteilte Rücksitzbank ist nicht zu gleichen Teilen geteilt. Wissen wird nicht zu gleichen Teilen geteilt, genausowenig wie Leid, Geschichten, Liebe. Geteiltes Sorgerecht ist nicht zwangsläufig zu gleichen Teilen verteilt. Wenn Du mit Deiner Frau einen Salat teilst, bedingt das nicht eine Gleichmäßigkeit. Eigentum an Flugzeugen, Häusern oder Grundstücken oder Firmen muss nicht gleich geteilt werden. Steuereinnahmen werden auf die Kostenstellen geteilt - aber nicht zu gleichen Teilen. Dein Einkommen wird zwischen Dir und dem Staat geteilt - auch nicht zu gleichen Teilen. Ein Raumteiler darf einen Raum auch ungleich teilen. Eigentum ist in Deutschland unter allen Bürgern aufgeteilt - aber nicht zu gleichen Teilen.

Linguistisch kommst Du so nicht weiter.

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Luftrecht und Behörden | Beitrag zu Verschärfte Kontrolle bei Wingly-Flügen in Nordbayern
15. August 2024: Von Malte Höltken an Lutz D. Bewertung: +4.00 [4]

Der sagt mir, wenn ich Freunde mitnehme, nehme ich denen eher etwas weniger als etwas mehr ab.

Er sagt auch, dass Dir Mutti halt etwas mehr zusteckt, als 33,3% der Charterkosten und Landegebühren. Oder dass man halt nach dem Flug mit "Gib' mir nen Fuffi, dann passt das" die Kosten schätzen kann, ohne minutengenau abrechnen zu müssen. Oder dass ich mit "Ich nehm' Dich mit, dafür zahlst Du Landegebühr und Kaffee" Freunde fliegen kann - auch wenn ich ursprünglich woanders hinwollte. Es gibt so viele Szenarien, die eben nicht in die Kategorie "es muss gefälligst gleich verteilt werden" fallen, die im Sinn erfasst werden.

Dass eine DR400, die bei Wingly für 1440€/h angeboten wird vollkommen aus der Intention rausfliegt liegt nicht an der Verteilung der Kosten.

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