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Das neue Heft erscheint am 4. August
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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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Alle Beiträge von: Jan Brill [janbrill]


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Pilot und Flugzeug Artikel | Diskussion Buschfliegen in Botswana - Elefanten, Büffel und unendlich viele Vögel
16. November 2010: Von Jan Brill an Jan Brill
Für den europäischen Piloten sicherlich ungewohnt ist beispielsweise die Verhaltensregel, nach der man das Flugzeug erst verlassen darf wenn das Abholfahrzeug am Strip steht. Grund sind nicht etwa gierige Handling-Agenten, sondern die mannigfaltige Raubtier-Welt des Deltas, die Geschmack an Besatzung oder Passagieren finden könnte. Heike fliegt hier seit vielen Jahren, ist Fluglehrerin und kennt die Pisten und Landschaften des Deltas genau.
Am Montag-Mittag machen wir uns zur letzten Erkundungstour zu drei dicht beisammen liegenden Camps auf. Hier bestünde die Möglichkeit die Gruppe im März unterzubringen, wir müssen die Einrichtungen aber selbstverständlich in Augenschein nehmen.

Der Flug über das Delta in 500 ft AGL ist atemberaubend. Nur Minuten nach dem Start in Maun sind Büffel, Giraffen und sogar zahlreiche Elefanten zu sehen die in der abwechslungsreichen Landschaft leben. Weisse Vögel, die über Büffelherden hinwegziehen aus der Luft zu beobachten, Elefanten im Busch zu erspähen oder Flusspferde gleich dutzendweise aus der Luft zu entdecken lässt jedes Fliegerherz höher schlagen. Heike erspäht die Tiere schon aus großer Entfernung und steuert die 172er mit der botswanischen Registrierung "A2-CAT" darauf zu. Wir fotografieren und staunen. Nach 40 Minuten landen wir auf dem abgelegenen Strip von Kanaka. Die Piste ist gerade erst neu geebnet worden, die Landung auf der 850 Meter langen Bahn unproblematisch. Hier bestünde sogar die Möglichkeit mit einigen Flugzeugen der Leserreise sicher zu landen.


Mitten in der Wildnis des Okawango-Deltas wartet ein Luxus-Camp auf die Teilnehmer der Leserreise.
Wir besichtigen die drei Einrichtungen, es handelt sich um mehr oder minder temporäre Camps, denn nach Ablauf der Pacht muss der Betreiber eines solchen Camps das Fleckchen Wildnis wieder im originalen Zustand zurücklassen. Es handelt sich im Prinzip um Luxuszelte die rund um einen großzügigen Gemeinschaftsbereich mitten in der Wildnis angeordnet sind. Von der Veranda der auf Stehlen errichteten luxuriösen Zimmer-Zelte aus lässt sich die Tierwelt unmittelbar beobachten. Natürlich gibt es aber auch geführte Touren oder Bootsfahrten auf den Wasserstrecken. Jedes Zimmer hat selbstverständlich ein eigenes großzügiges Bad, Küche und Bar im Camp sind exzellent! Wir prüfen ob Unterbringung und checken ob die sanitären Einrichtungen den Anforderungen der Leserreise genügen. Mir dem Ergebns sind vollauf zufrieden. Die Camps bieten Hotelstandard mitten in der Wildnis!

Am Nachmittag fliegen wir mit der "CAT" zurück nach Maun. Wir verabschieden uns herzlich von Heike, die uns zwei Tage lang in allen Belangen unterstützt hat und steigen in die Cheyenne um. Es sind 920 NM bis nach Kapstadt zu fliegen. Den Flug erledigen wir größtenteils in der Dunkelheit. Etwas Wetterleuchten muss umflogen werden, ansonsten bringt uns "Max" die Turboprop wie immer ruhig und flott ans Ziel.
Wie häufig auf der Reise fliegen wir hoch, also deutlich über FL200. Dies erlaubt die besten Reichweiten und mit 180 bis 200 Pfund Jetfuel pro Stunde und pro Seite auch moderate Fuelflows. Heute stehen FL240 auf dem Plan, unter Berücksichtigung der Temperatur sind das 26.500 ft Dichtehöhe. Ab FL200 keucht die 2x500 PS Cheyenne etwas, steigt aber brav auf die vorgegebene Höhe und fliegt mit anfangs 220 später dann 230 Knoten true nach Süden ans Kap der Guten Hoffnung.

In Kapstadt (FACT) angekommen erweist sich Signature als servicemäßiger Totel-Reinfall, und das trotz telefonischer Rücksprache und Ankündigung. Für die Gruppe müssen wir uns etwas anderes ausdenken, Kapstadt als Einreisepunkt erscheint kaum geeignet.


Bei den Zimmern handelt es sich um feste Zelte, die auf Plattformen stehen und mit exzellenten Badezimmern versehen sind.
Morgen werden wir das Hotel in Stellenbosch besuchen. Die Weingegend östlich des Kaps ist weltbekannt und viele Teilnehmer der Leserreise legen auf diesen Stopp besonderen Wert. Dann wird es weiter nach Johannesburg gehen, von wo aus Arnim Stief wegen anderer Verpflichtungen den Rückweg per Linie nach Deutschland antreten wird. Für Simon Sulzbach und Jan Brill steht in den nächsten Tagen dann noch Madagascar und Zanzibar auf dem Erkundungsprogramm, bevor die Rückreise über Khartoum und Luxor beginnt. [Beitrag im Zusammenhang lesen]
Explorationsflug Afrika-Leserreise 2011 Live-Tracker: Keine Flüge heute
Gesamte Reise auf Google Earth ansehen
Fotostrecke: Gorillas
Einträge im Logbuch: 13
Buschfliegen in Botswana - Elefanten, Büffel und unendlich viele Vögel
14. November 2010 Jan Brill

Leserreise: Tag 6 und 7

Erkundung in Botswana

Nach einem CB-reichen Flug am Samstag von Kigali über Ndola (Zambia) nach Maun (Botswana), begann am Samstag-Nachmittag und am Sonntag die Erkundung des Okawango-Deltas für die Leserreise. Die Gegend ist ein Paradis für Flieger! GA-Flugzeuge sind hier nicht nur geduldet, sie sind essentieller Bestandteil der Infrastruktur in dieser ansonsten unzugänglichen Gegend. Maun ist ein einwandfreier und komplett unkomplizierter GA-Platz. Das Delta ist vom Massentourismus verschont geblieben, dies bedeutet jedoch auch deutlich mehr Arbeit bei der Vorbereitung der Reise. Heike Schweigert vom Kalahari Flying Club hilft uns freundlicherweise weiter, fliegt uns mit einer Busch-tauglichen 172er herum und stellt die nötigen lokalen Kontakte her. In 500 ft über das Delta zu fliegen ist ein wunderschönes Fliegererlebnis, das wir der Gruppe in jedem Fall ermöglichen wollen.
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Embedded-CB sorgen auf den zwei Legs von Kigali über Ndola nach Maun für Arbeit im Cockpit...


Viele kleine Lodges (per Gesetz darf keine Lodge im Delta mehr als 18-Plätze haben) bieten unterschiedliche Möglichkeiten für die Gruppe. Wir müssen uns diese Lodges ansehen, oft geht das nur in einer Kombination von Flugzeug und Boot. Wir werden daher erst am Montag in Maun aufbrechen und Namibia auf dem Explorationstrip nicht besuchen, da Arnim Stief das von uns für die Gruppe reservierte Hotel in Namibia vor einigen Monaten erst besucht hatte und der Informationsstand auch ansonsten mehr als ausreichend ist.
Hier einige Bilder der Exploration in Maun.

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Ruanda: Überraschend in jeder Hinsicht
Einträge im Logbuch: 13
Erkundung in Botswana
13. November 2010 Jan Brill

Leserreise: Tag 4

Fotostrecke: Gorillas

Am Freitag besuchte das Explorationsteam Ruanda. Während Arnim Stief in Kigali Hotels checkte, prüften Simon Sulzbach und Jan Brill die Transport- und Unterbringungsmöglichkeiten im drei Stunden entfernten Volcano-National-Park. Natürlich durfte da auch ein Besuch bei den Gorillas nicht fehlen. Wir wollten ja schließlich wissen ob das Gorilla-Erlebnis die Kosten und Mühen wert sind. Entscheiden Sie selbst: Hier einige der Bilder von dem rund vier Stunden langen Trip durch den tiefen Urwald.
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Der Volcano National Park im Nordwesten Ruandas


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Pilot und Flugzeug Artikel | Diskussion Ruanda: Überraschend in jeder Hinsicht
12. November 2010: Von Jan Brill an Jan Brill

Der Volcano Nationalpark am frühen Morgen. Die Gorilla-Wanderungen starten zeitig, da die Gorilla-Familien nur zu bestimmten Tageszeiten Besuch empfangen und das auch nur für maximal eine Stunde.
Zunächst einmal sollte man wenn man in Kigali landet seine CNN-geprägten Afrika-Klischees ganz schnell über Bord werfen. Die Stadt ist sauberer als jede deutsche Großstadt. Es liegt nichts – gar nichts – auf den Straßen, kein Müll, kein Schrott und kein Verfall ist zu sehen. Stattdessen ein für afrikanische Verhältnisse sehr ordentlicher Straßenverkehr, ein blitzsauberes Stadtbild und viele gut gekleidete Menschen, die dem Besucher mit einer umwerfenden Herzlichkeit und Freundlichkeit begegnen. Bei den älteren Menschen kommt man mit Französisch besser durch, bei den jüngeren mit Englisch.

Unsere Aufgabe am Donnerstag und Freitag bestand darin herauszufinden, ob die sehr individuelle und wenig touristische Erfahrung des Gorilla-Trekkings für die Leserreise 2011 eine Option darstellt. Der Volcano National Park, wo die Tiere Besuch empfangen, liegt ca. drei Autostunden nordwestlich von Kigali. Es gibt dort nur eine unbefestigte Graspiste in unbekanntem Zustand, daher entscheiden wir uns Kigali (HRYR) anzufliegen und die restliche Strecke zu Lande zurückzulegen. Die Gegend ist touristisch praktisch nicht erschlossen, was aber freilich auch den Reiz ausmacht.

Am Donnerstag nehmen wir daher Kontakt zu Michael Nieden von der Rheinland-Pfälzischen Wirtschaftsvertretung in Kigali auf. Er hatte es geschafft für uns zwei Gorilla-Tickets zu besorgen, und das obwohl diese im Normalfall Monate im Voraus gebucht werden müssen. Teresa, eine Bekannte von Arnim Stief von der Fly-and-Help-Weltumrundung, unterstützt uns derweil mit Übersetzungen in die Landessprache und mit Logistik. Wir werden uns am Freitag aufteilen. Simon Sulzbach und Jan Brill werden zu den Gorillas fahren, Arnim Stief, der die Gorillas bereits kennt, bleibt in Kigali und sucht nach einem geeigneten Hotel für die Gruppe.


Gorilla beim morgendlichen Brunch.
Wir besorgen uns nach der Landung zunächst Prepaid-Handykarten, da unsere Telefone in Ruanda nicht funktionierten und organisierten einen Fahrer. Das alles passiert mehr oder minder spontan am Donnerstag-Abend. Nebenbei checken wir noch Hotels in Kigali.

Um sich ein Bild zu machen wie freundlich und hilfsbereit wir in Ruanda von allen Seiten behandelt wurden, stelle man sich folgendes Bild in einer deutschen Stadt vor: Drei Typen, die ihrer Hautfarbe nach offensichtlich nicht hierher gehören, kommen in ein mittleres Hotel zu einer Site-Inspection. Schnell wird klar, dass das Hotel für die Gruppe nicht geeignet ist, was auch sofort kommuniziert wird. Dann verschwinden die Typen aber nicht, sondern nisten sich im Café ein und eröffnen dort ein Büro. Der Landessprache nicht mächtig bitten Sie die Kellnerin zwei Prepaid-Karten aus dem benachbarten Shop zu besorgen und Geld zu tauschen. Sie telefonieren, emailen und nutzen das WLAN des Hauses ...
In Deutschland könnte sowas Diskussionen auslösen. In Ruanda hilft man uns in dieser Situation derart freundlich weiter, dass wir komplett baff sind. Und dies war kein Einzelfall: Sämtliche Kontakte, die wir vor Ort geknüpft hatten waren außerordentlich angenehme Erfahrungen.

Ruanda ist ein Land im Aufbruch: Überall entstehen Schulen, praktisch jeder den wir treffen macht ein zusätzliches Studium oder eine Ausbildung. Das Land ist arm, aber keinesfalls elend. Man spürt mit welcher unbändigen Lust an der Normalität die Ruander versuchen das Trauma des Völkermordes im eigenen Land nun endlich wegzuwirtschaften. Im Land herrscht Sicherheit. Sicherheit und Sauberkeit sind praktisch erste Bürgerpflicht, das geht bis zu einem (übrigens befolgten!) Verbot von Plastiktüten und einem enorm hohen Flaschenpfand.

Am späten Donnerstag-Abend fahren dann Simon und Jan mit dem engagierten Fahrer in den Volcano-Park. Die Fahrt durch das nächtliche Ruanda dauert drei Stunden. Wir kommen in einem einfachen Gästehaus unter und sind gespannt auf die Erfahrungen des nächsten Tages. Und diese sind dann schlichtweg überwältigend.
Auf einen einstündigen Marsch durch den tiefen Urwald folgt eine Audienz bei einer der sechs publikumstauglichen Gorilla-Familien. Diese werden von Park-Rangern rund um die Uhr bewacht, so gefährdet sind die Tiere durch Wilderer. Aufgrund der 24-Stunden Gorilla-Surveillance wissen die Ranger aber auch wo sich die Familien gerade aufhalten, daher können die wenig Urwald-tauglichen Besucher zielgenau an die Familien herangeführt werden. Eine Audienz von maximal einer Stunde am Vormittag erscheint den Rangern vertretbar, vor allem, da die 500 Dollar die der Trip kostet direkt in die Erhaltung des Nationalparks fliessen.


Simon im Gespräch mit einem Silberrücken. Wie nah man den Tieren unter der Anleitung der Ranger kommen darf überraschte uns enorm.
Den Gorillas auf Armlänge nahezukommen erscheint dabei vor dem Trip komplett unvorstellbar. In dichten Dschungel vor Ort wirkt die Sache dann aber sehr viel natürlicher. In freier Wildbahn Bambus kauend wirken die Tiere sehr viel weniger bedrohlich als der Export-Gorilla im Zoo.

Natürlich werden die einzelnen maximal 8 Personen großen Besuchergruppen vor der Wanderung gründlich gebrieft. Man erhält einen Crash-Kurs in Gorilla-Etikette, die es strikt zu befolgen gillt. Angesichts der vielen Ranger die für das Funktionieren dieser Besuchskette erforderlich sind und angesichts der enormen Ausgaben, die der Park für die Bewachung der letzten ca. 18 Gorilla-Familien in Ruanda treiben muss, erscheinen die 500 Dollar Gebühr keineswegs zuviel. Auszumachen scheint es den Gorillas wenig. Angesichts des geschützten Lebensraums sind Gorillas aus den Nachbarländern in den letzten Monaten nach Ruande "umgezogen".

Die unvorstellbare Erfahrung mit den Gorillas lässt sich schwer beschreiben, es folgt in Kürze eine Bilderstrecke mit Aufnahmen des Trips.
Wir wollen den Teilnehmern der Leserreise diese Erfahrung in jedem Fall ermöglichen. Daher verbrachten wir den Rest des Freitages damit, vor Ort Hotels zu inspizieren und den notwendigen Bodentransport im Bus und dann in Geländefahrzeugen zu organisieren. Mehr Informationen zum Gorilla-Trekking gibt’s dann beim Leserreise-Briefing in Graz am 11. und 12 Dezember. [Beitrag im Zusammenhang lesen]
Zügiger Flug nach Afrika und Traum-Approach über den Kilimanjaro
Einträge im Logbuch: 13
Ruanda: Überraschend in jeder Hinsicht
11. November 2010 Jan Brill

Leserreise: Tag 4

Unproblematisches Fliegen und ein sehr erfolgreicher Tag in der Serengeti

Nach der beeindruckenden Landung gestern am Kilimanjaro (HTJK) präsentiert sich Tanzania als ausgesprochen freundlich und komplett unproblematisches Land zum Fliegen. 36 Dollar Landegebühr lassen wir in HTJK und brechen am Morgen zu einem kurzen Flug quer über die Serengeti zum Busch-Strip von Seronera (HTSN) auf. Dort wollen wir landen um den Buschflugplatz auf seine Eignung für die Leserreisen-Gruppe hin zu prüfen. Außerdem checken wir, ob die von uns für die Gruppe reservierte Bilila-Kempinski-Lodge hält was sie verspricht. Wir erleben einen rundherum erfolgreichen Tag und eine traumhafte Fahrt quer durch die überreiche Tierwelt der Serengeti.
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Flug über die Serengeti auf dem Weg zum Buschflugplatz von Seronera HTSN.


Dschibuti war schon unproblematisch, Tanzania stellt sich zum Fliegen als geradezu fantastisch heraus. Gute Infrastruktur, bislang rundheraus freundliche Erfahrungen sowie moderate und vor allem nachvollziehbare Preise. Wir freuen und schon richtig auf die Leserreise! Die Bilila Kempinski Lodge erwiest sich als echtes Highlight und erfüllt unsere Erwartungen vollauf. Die Gruppe der Leserreise 2011 kann sich beim ersten wirklichen Aufenthalt der Reise auf eine wunderschöne Destination mitten im Wildlife der Serengeti freuen.
Am Nachmittag verliessen wir Tanzania über Mwanza (HTMW) und flogen VFR nach Kigali um dort die Möglichkeiten eines Gorilla-Trekkings für die Gruppe zu erörtern. Morgen (Freitag) wird daher nicht geflogen, wir fahren in den entlegenen Nordwesten des Landes in den Volcano National Park.

Hier einige Bilder dieses ereignisreichen vierten Tages der Explorationstour (sorry für die niedrige Bildqualität, aber die Internetverbindung in Kigali ist nicht die schnellste!).

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Viele Flugzeuge kamen nach Larnaca, nicht alle kamen wieder weg ...
Einträge im Logbuch: 13
Unproblematisches Fliegen und ein sehr erfolgreicher Tag in der Serengeti
10. November 2010 Jan Brill

Leserreise: Tag 3

Zügiger Flug nach Afrika und Traum-Approach über den Kilimanjaro

Erst beim Abflug im Hellen heute Morgen erkannten wir wie riesig der Flughafen Jeddah eigentlich ist. Es folgte ein reibungsloser Flug das Rote Meer hinab nach Dschibuti. Dort konnten wir einen sehr flotten und komplett unkomplizierten Fuelstopp erleben, ein gutes Zeichen für die Leserreise im März. Quer über Äthopien und Kenia führte das zweite Leg des Tages über den Äquator nach Tanzania, wo wir auf dem Kilimanjaro-Airport landeten und einen Traum-Anflug entlang des Kilimanjaro erlebten. Auch hier: Keine Probleme, sehr nette Leute und zügige Abfertigung. Morgen werden wir das für die Gruppe vorgesehene Hotel in der Serengeti begutachten und dann weiter nach Kigali fliegen. Hier einige Bilder der letzten 24 Stunden.
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Tanken in Jeddah am Dienstag-Abend. Arnim Stief beaufsichtigt den Betankungsvorgang.


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Pilot und Flugzeug Artikel | Diskussion Viele Flugzeuge kamen nach Larnaca, nicht alle kamen wieder weg ...
9. November 2010: Von Jan Brill an Jan Brill

Unfreiwilliger Stopp in Larnaca, LCLK.
Kurz vor dem Einflug in den libanesischen Luftraum kam die gefürchtete Ansage im Funk. "We have no permission for your flight". Weder für Libanon, noch für Syrien. Alles Aufsagen der sorgfältig niedergeschriebenen Permission-Nummern half nichts. Weder ein Einflug in den syrischen Luftraum noch eine Landung in Beirut war möglich. Wir mussten herumdrehen und in Larnaca landen. Schon in der Luft folgten einige Telefongespräche mit AFS, unserer Operations-Zentrale und Permission-Einholer für diesen Flug. Am einen Ohr AFS über Satphone: "Die Permissions sind gültig", am anderen Ohr der syrische Lotse: "Your Permission is not valid." Nach der Landung in Larnaca dann weitere Telefonate. AFS holte sehr schnell neue Permissions ein, kümmerte sich sofort um das Problem. Wir hatten am Boden derweil mit den zypriotischen Handlingagenten und dem Flughafen Larnaca (LCLK) zu kämpfen.

Wir wollten nur einen Fuelstopp machen, nicht einreisen und auch sonst keine Services. Die Aufgaben sind in Larnaca aber so verteilt, dass drei Flughafen-Mitarbeiter im einem Follow-Me herumfahren und ansagen, was alles nicht geht. Selber zum Terminal Laufen: Geht nicht. Auf dem GA-Abstellplatz vor dem Terminal parken: No Way. Ihm die GenDec einfach in die Hand drücken: Ausgeschlossen, das muss im Terminal passieren. Mehrere Handlingagenten wittern ihre Chance. Einer, die Firma Skylink, macht ein "günstiges" Angebot: 450 Euro für eine Fahrt zum Terminal und einen Anruf beim Fuel-Office. Das erscheint uns etwas hoch. Ein weiterer Handling-Agent, Firma LGS, kommt vorbei und bietet ihre Dienste an. Klar, sollen mal ein "Angebot" für die Fahrt zum Terminal machen. Der LGS-Mann telefoniert kurz mit Gott Weiss wem, dann erklärt er er könne uns nicht "handeln" denn wir seien ein kleines Flugzeug und kleine Flugzeuge müssten zu Skylink.
Dass es sich doch nicht um ein Komplett-Monopol handelt, erfahren wir, als mit AbelAir ein weiterer Handling-Agent vorbeischaut. Nach einigen Verhandlungen einigen wir uns auf 315 Euro inklusive aller Gebühren. Die nächste Frage: Was kostet der Treibstoff? Wüssten Sie nicht, geben die Handlingagenten als Antwort, aber wir sollten mal tanken, dann würde man das schon ermitteln. Da es zwei Treibstoffhändler in Larnaca gibt kommt mit dies gelinde gesagt fahrlässig vor. Nach unendlich vielen Telefonaten lässt sich BP hinreissen zumindest AbelAir gegenüber einen festen Preis inkl. Steuern und Gebühren festzulegen: 57 Cent pro Liter, da kann man nicht meckern. Die Preise werden nochmals bestätigt, dann geben wir AbelAir den Zuschlag für das Handling und BP den Auftrag zur Betankung. Es sind c.a 1,5 Stunden vergangen.


Irgendwo über Syrien
Larnaca ist der Endpunkt der GA. Mehr als zwei Duzend GA-Flugzeuge stehen im freien rum und verwittern allmählich. Schöne einstmals stolze Zweimots, Singles und Hubschrauber verrosten hier nur wenige Meter vom Salzwasser entfernt. Dies steht im krassen Gegensatz zu dem riesigen neuen Terminal und den gigantischen Betriebsflächen des Flughafens. Flugbetrieb ist ohnehin kaum. Eine 152er zieht einsam ihre Kreise, nicht mehr als fünf größere Flugbewegungen zählen wir während unseres Aufenthalts. Während des EU-subvenetionsgestützten Ausbaus in Vergessenheit geraten sein, dass an einem Flugplatz auch geflogen werden sollte. Die GA ist hier ohnehin mausetot.

Inzwischen hat AFS neue Permissions und neue Nummern besorgt. Wir ziehen ein weiteres Los in der großen "Eastern Mediterrainian Flying Lottery" und machen uns auf den Weg. Diesmal scheint es zu klappen. Der Tower meint zwar noch, wir hätten jetzt keine Permission mehr für Saudi Arabien, lässt sich aber durch die Permission-Nummer überzeugen. Der Einflug in den Libanon klappt problemlos, auch Syrien macht uns diesmal keine Probleme, lediglich ein gigantisches Re-Routing, dass weitere 80 NM zu unserem Flugplan hinzufügt, sorgt für Stimmung im Cockpit.


Der Tag endet in einem Palast

Einmal über die jordanisch/saudische Grenze folgt ein ruhiger Flug in FL270 über die nächtliche Wüste. In Jeddah werden wir durch einen sehr freundlichen pensionierten saudischen Linienpiloten in Empfang genommen. Er ist dabei sich eine Mooney für einen Flug rund um die Welt zu kaufen und wir verbringen einen überaus netten Abend. Wir sind darüber hinaus in eines der besten Hotels der Stadt eingeladen und lernen Jeddah zweifellos von seiner angenehmsten Seite kennen. Angesichts dieser durch AFS vermittelten ausgezeichneten Kontakte steht einem Stopp der Gruppe in OEJN auf dem Weg nach Afrika im März nichts mehr im Wege. Die Avgas-Versorgung ist gesichert und ein interessanten Ziel ist die Mega-Business-Stadt am Roten Meer noch dazu. [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel | Diskussion Aufbruch nach Afrika
8. November 2010: Von Jan Brill an Jan Brill

FL250, Eis und schlechtes Wetter: Die Cheyenne kämpft sich aus Zentraleuropa heraus. Im Cockpit können wir Textnachrichten für die Website verfassen.
Eigentlich wollen wir heute Abend schon in Amman (OJAM) sein, aufgrund der Horizont-Reparatur reichte es jedoch nur bis Sofia (LBSF). Morgen werden wir dann eben etwas mehr fliegen müssen: Zwei Legs stehen für den Dienstag auf dem Programm, zunächst geht es über 905 NM von Sofia nach Amman und nach einem (hoffentlich) kurzen Fuelstopp dort nochmal 670 NM von Amman nach Jiddah in Saudi Arabien, wo wir die nächste Übernachtung auf der Explorationsreise vorgesehen haben.
Das Team von Pilot und Flugzeug besteht bei dieser 14-tägigen Explorationstour aus drei Leuten: Arnim Stief und Jan Brill geben die Piloten, Simon Sulzbach unterstützt die Recherche und die Verhandlungen vor Ort. Arnim Stief wird von Johannesburg aus mit der Linie zurückkehren da andere Verpflichtungen rufen, Jan Brill und Simon Sulzbach führen den Trip dann zu Ende. Die erfahrene Leserreisen-Vorbereiterin Isabella Brill blieb dieses Mal abgesichts von gerade mal 10-Wochen altem Nachwuchs leider zuhause.

Geplant ist, die wichtigsten Stopps der Reise auf Tauglichkeit für die Gruppe zu überprüfen und die Offiziellen vor Ort auf die Ankunft von 10 bis 15 Flugzeugen aus Europe im März vorzubereiten. Insbesondere gilt es die Avgas-Versorgung sicherzustellen und ungeeignete (teure) Stopps auszusortieren. Weiterhin werden wir die wichtigsten Hotels der Reise in Augenschein nehmen, dies – wie immer – eher im Vorbeiflug, denn das auf vier Wochen im Frühjahr angelegte Reisprogramm wird bei der Explorationstour in nur der Hälfte der Zeit abgearbeitet.

Den Teilnehmern und Interessenten möchten wir beim Vorbereitungsbriefing in Graz am 11. und 12 Dezember ein möglichst realistisches und umfassendes Bild der fliegerischen und logistischen Herausforderungen geben, darüber hinaus stellen wir den Teilnehmern der Reise natürlich jegliche auf dem Explorationsflug gemachten Erfahrungen zur Verfügung, denn der Trip nach Afrika im März 2011 soll zwar ein Abenteuer, aber keine Reise ins Ungewisse werden.

Wie immer werden wir während der Flüge auch Informationen, Daten und Bilder aus dem Cockpit funken und über das Tracking-System auf pilotundflugzeug.de online stellen. [Beitrag im Zusammenhang lesen]
Rückkehr über den Flughafen am Ende des Universums

Beruhigungs-Bärchen im Taxi in Luxor. Die niedlichen Kopfstützenverziehrungen sollen den Fahrgästen wohl helfen im ägyptischen Straßenverkehr die Nerven zu behalten.
Eine riesige Flughafenanlage, sicher deutlich größer als Hahn und Stuttgart zusammengenommen, steht dort fünf Monate lang einfach leer. Niemand da. Lediglich für uns war eigens ein Grenzbeamte, ein einsamer Wachmann und der lokale Mitarbeiter der Mietwagenfirma gekommen. Die ganze Atmosphäre ist sureal. Duzende Passagierbrücken riesige zweistöckige Abfertigungshallen und außer uns kein Flugzeug und kein Mensch.

Abfertigung und Einreise klappen trotzdem flott, auch dank dem sehr flinken Mann von Chelebi Aviation, der uns hier in Empfang nimmt. Die Gebühren sind mit etwas über 100 Euro o.k. für einen Platz mit ILS der 24 Stunden anfliegbar ist. Wir überlegen einen schönen Küstenort an der türkischen Mittelmeerküste als Sammelpunkt für die Gruppe zu wählen, denn das eigentlich vorgesehene Kreta (LGIR) kommt uns mit astronomischen Preisen für Avgas (2,90 Euro) und Jet (2,10 Euro) nicht gerade einladend vor. Fethiye ist da mit gerade mal 60 Euro-Cent für Jet und etwas über 1,70 Euro für Avgas schon sehr viel netter.

Allerdings: Nach Übernahme des Mietwagens stellt sich schnell Ernüchterung ein. Obwohl die Gegend wunderschön und der Flughafen gut geeignet ist, stoßen wir auf ein Problem: Die schönen großen Hotels der oberen Kategorie sind allesamt im Februar und März geschlossen. Ein riesiges Hilton Golf Resort ist fast das halbe Jahr lang zu. Wir fahren bei strahlendem Sonnenschein und T-Shirt-Temperaturen die malerische Küstenstraße herunter und verstehen die Welt nicht mehr.


Leere Hallen und kein Verkehr. Im Winter ist der riesige Flughafen von Dalaman/Fethiye eine Geisterstadt,
Schließlich quartieren wir uns in einem Hotel am Yachthafen von Fethiye ein. Wir sind beinahe die einzigen Gäste in dem 50-Zimmer-Haus. Ob wir unter den vielen Hotels dort doch noch eine Option für die Gruppe finden wird sich in den nächsten Tagen klären.

Am Montag sind dann die letzten beiden Legs der Reise zu fliegen. Zunächst geht es 815 NM quer über die Ägäis, Griechenland und Albanien nach Zadar (LDZD) zum tanken und dann noch mal gut zwei Stunden über die Alpen bis nach Hause. Von Griechenland sehen wir nichts. Kräftig Gegenwind und komplett geschlossene Bewölkung vom Anfang bis zum Ende! Ein langes Direct in FL280 hilft jedoch etwas voranzukommen.

Über der Adria dann im Süden heftige Gewitter. Wir kurven selbst in 280 noch in der Suppe - über uns jammert alles wegen "Turbulence".

Es folgt der üblich schnelle Stopp in Zadar (LDZD) und gut zwei Stunden später steht die Cheyenne in Egelsbach auf dem Vorfeld. Möglich war dieser letzte Flug nur dank der ausgezeichneten und flexiblen Hilfe der Frankfurter Lotsen, denn angesichts der miesen Wetterbedingungen von FEW 600 und SCT 1.000 in Egelsbach war an einen normalen Anflug nicht zu denken. Nur auf dem berüchtigten Cloud-Breaking-Verfahren auf dem Frankfurter ILS war Egelsbach erreichbar.
Freundlich, schnell und absolut flexibel flochten die Lotsen uns in den dichten Verkehr auf die 07R ein. Nach dem Low-Approach ging es VFR die Autobahn hinunter und dann auf die 09 nach Egelsbach (mehr zu diesem Verfahren in der kommenden Ausgabe von Pilot und Flugzeug am 2. Dezember).

Die Cheyenne hat knapp 60 Stunden und 13.000 NM mehr auf dem Buckel, 12 Tonnen Jetfuel geschlürft und wir haben mehr als genug Informationen aus erster Hand gesammelt um für die Route der Leserreise 2011 nach Afrika nicht nur eine machbare, sondern eine verhältnismäßig problemlose Streckenführung zu wählen.

Wie die Streckenführung dann endgültig verläuft erfahren Sie auf dem Vorbereitungsbriefing in Graz am 11. Dezember.


Anflug LTBS. Der Flughafen hat im Winter alles, nur keinen Flugverkehr.
Wir nehmen aus Afrika einen ausgesprochen positiven Gesamteindruck mit. Schmiergeld war bis auf eine kleine Zahlung in Madagascar gar nicht notwendig, Preisabsprachen wurden flächig eingehalten und Gebühren waren nachvollziehbar und moderat. Addis Abeda erwies sich leider als langwierig, aber von Tanzania abwärts finden wir selbst bei gründlicher Überlegung an der Infrastruktur eigentlich nichts zu meckern.

Dazu ausgesprochen freundliche Kontakte und atemberaubende Erlebnisse in der zu Recht als einmalig gerühmten Tierwelt und Naturlandschaft des Kontinents. Bleibt die Frage: Warum haben wir das nicht schon früher gemacht ???
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Pilot und Flugzeug Artikel
7. November 2010 Jan Brill

Leserreise: Leserreise 2010 - Afrika


Leserreise 2011 – Afrika und Mauritius: Reiseplan und Anmeldung

Die Vorbereitung der Leserreise 2011 nach Afrika tritt in die spannende Phase. Am 8. November startet ein Team von Pilot und Flugzeug, um in einem zweiwöchigen Explorationsflug die wichtigsten Destinationen der Reise zu erkunden. Serengeti, das Okawango-Delta, die Etoscha-Pfanne, Kapstadt, Stellenbosch, Mauritus und Zanzibar stehen auf dem Programm. Die Reise selbst wird über vier Wochen vom 26. Februar bis zum 27. März 2011 stattfinden. Wir wollen Ihnen im Folgenden die geplante Route sowie die Highlights und Heraus­forderungen dieser Leserreise vorstellen und Sie herzlich zum unverbindlichen Vor­ber­eitungsbriefing am 11. und 12. Dezember 2010 nach Graz (LOWG) einladen. Die Anforderungen bei dieser Reise sind so, dass auch kleinere und Non-Turbo-Flugzeuge gut mithalten können. Aber auch Piloten, die nicht über das passende Flugzeug für diesen Trip verfügen können wir weiterhelfen. Pilot und Flugzeug bietet in der Redaktions-Cheyenne zwei Mitflugplätze – selbstverständlich im Cockpit – an.

Wenn es einen Kontinent gibt, den man mit dem Flugzeug entdecken sollte, dann ist es Afrika. Die Leserreise 2011 wird uns durch Ost- und Südafrika sowie durch Madagaskar und Mauritius, also über einige der schönsten und beeindruckendsten Naturlandschaften des Kontinents führen. Die Serengeti, das Okawango-Delta, der Etoscha-Nationalpark und natürlich das Kap der Guten Hoffnung mit der Weingegend von Stellenbosch sind Stationen der Leserreise 2011. Weiter geht es über Madagaskar und die zu Frankreich gehörige Insel St. Pierre nach Mauritius, jener Traum-Insel im Indischen Ozean, wo die Crews nochmals Kraft tanken können für den über 5.000 NM langen Rückweg nach Deutschland. Diese Gegenden im afrikanischen Spätsommer (März) aus der Luft zu erleben dürfte selbst den EASA-genervtesten EU-Piloten daran erinnern, wieso er eigentlich mit dem Fliegen angefangen hat. Reisedauer und Reisezeit

Die Serengeti ist die erste längere Station der Reise. Volle 4 Tage werden wir dort bleiben.
© Stefan Swanepoel; wiki 
Mit insgesamt rund 13.500 NM ist diese Reise etwa 30 Prozent länger als die Leserreise 2009 nach Oshkosh. Trotz des moderaten Flugpensums haben wir uns nach reiflicher Überlegung entschieden, die Reise auf vier Wochen anzulegen. Sie wird im März stattfinden, die Gruppe trifft sich am Abend des 26. Februar 2011 (Samstag) in Kreta, und am 26. März 2011 (ebenfalls Samstag) wollen wir eben dort auch wieder den Abschluss der Reise feiern. Es liegt auf der Hand, dass vier Wochen Abwesenheit für viele Leser und Interessenten ein Problem sind. Den Trip aber in drei Wochen abzureißen wird meiner Ansicht nach dem Vorhaben und dem Reiseziel nicht gerecht: Ein Flug mit dem eigenen Flugzeug nach Afrika ist beschwerlicher als ein Trip mit der TUI, das kann man nicht wegdiskutieren. Er ist auch teurer das massentouristische Erlebnis. Wer aber die Mühen und Kosten der Anreise nach Ost- und Südafrika auf sich nimmt, der wird durch ein individuelles Reiseerlebnis belohnt, das auch für den weltgewandten Reisenden zweifellos einmalig ist. Kurzum: Wenn man schon mit dem eigenen Flugzeug nach Afrika fliegt, muss man sich für das eigentliche Ziel der Reise Zeit nehmen. Es geht ja nicht darum, etwas zu beweisen – das wäre auch in zehn Tagen machbar –, es geht darum, einen Kontinent individuell und aus der Perspektive des Entdeckers heraus zu erleben. Die verbundenen Kosten und Mühen zu schultern und dann an einer Woche Reisezeit zu knapsen wäre im wahrsten Sinn des Wortes an der falschen Stelle gespart. Aus diesem Grund haben wir auch die Idee, eine Rundreise rund um den afrikanischen Kontinent zu organisieren, verworfen. Es ist zweifellos möglich, Westafrika mit dem Flugzeug zu bereisen, Reiner Meutsch und Arnim Stief haben das mit unserem eigenen Flieger im Frühjahr diesen Jahres ja auch getan; die eigentlichen Attraktionen des Kontinents liegen für uns aber im Osten und Süden. Es ergibt also keinen Sinn, den logistisch sehr viel beschwerlicheren Weg über Westafrika als reinen Selbstzweck zu beschreiten. Die Anreise Schnell und möglichst einfach nach Tanzania und in die Serengeti zu gelangen, wo die eigentliche Urlaubsreise beginnt, das ist das Ziel der Planung. Nimmt man als Sammelpunkt die Insel Kreta, bieten sich zwei Routen an. Der klassische Weg über Ägypten und Sudan nach Ostafrika oder der Weg über die Arabische Halbinsel das Rote Meer herunter über Äthiopien nach Tanzania. Die maßgeblichen Kriterien sind dabei, dass wir keine Legs länger 700 NM planen wollen und selbstverständlich eine Route wählen müssen, die eine Avgas-Versorgung ermöglicht. Länder wie Libyen oder Somalia sind aufgrund von Sicherheitsüberlegungen tabu, auch Eritrea und Jemen möchten wir mit der Gruppe meiden. Zudem darf man die in Ost-West-Richtung verlaufende Grenze zwischen Äthiopien und Eritrea nicht überqueren, was bei einem Flug über Port Sudan einen erheblichen Umweg bedeuten würde. Legt man diese Kriterien über die Landkarte, schrumpfen die verfügbaren Möglichkeiten sehr schnell auf zwei Routen zusammen. Zunächst ist da die klassische Route von Kreta über Luxor (Ägypten) und Khartoum (Sudan) nach Addis Abeda. Diese Route ist trotz der Spannungen im Sudan nach wie vor möglich (Übernachtung in Khartoum sollte jedoch vermieden werden). Nachdem wir aber zahlreiche Piloten, die diese Strecke in den letzten Monaten geflogen waren, befragt hatten und nicht zuletzt auch angesichts unserer eigenen Erfahrungen in Ägypten im Jahr 2000 würden wir dies den Teilnehmern gern ersparen. Sowohl Luxor wie auch Khartoum sind aus Sicht des Piloten extrem teuer, zeitaufwändig und nervenaufreibend. Zudem wäre dies dann auch der erste und der letzte Eindruck, den die Teilnehmer von der Reise mitnehmen würden, keine schöne Begrüßung und kein schöner Abschied für diese Leserreise.

Die Bilila Lodge Kempinski in der Serengeti ist der erste längere Aufenthaltsort auf der Leserreise nach Afrika. Vier Nächte werden wir hier bleiben, mehr als genug Zeit, sich auf die kommenden Wochen in Afrika einzustimmen.
© Kempinski 
Alternativ wäre die Strecke über die Arabische Halbinsel. Dies würde zwingend einen Tank- oder Übernachtungsstopp in Saudi Arabien bedeuten. Nachdem wir über AFS gute Kontakte zu Porsche Saudi Arabien knüpfen konnten und die Avgas-Versorgung dort gewährleistet ist, erscheint dies als die wesentlich einfachere Alternative. Dies würde bedeuten, von Kreta zunächst nach Amman in Jordanien zu fliegen. Den Stadtflugplatz Marka (OJAM) haben wir auf diversen Stopps bislang als unproblematisch und flott erlebt. Von dort führt die Reise weiter nach Jeddah in Saudi Arabien (OEJN), wo wir einen Übernachtungsstopp planen. Am nächsten Tag geht die Route dann über einen Tankstopp in Dschibuti (NATO-Hafen) nach Addis Abeda wo eine weitere Übernachtung vorgesehen ist. Bereits am folgenden und insgesamt dritten Tag der Reise würde die Gruppe dann nach der Einreise nach Tanzania in Mwanza am Ufer des Tanganjikasee auf dem Busch-Strip in Seronera mitten in der Serengeti landen, wo wir mit der Bilila Lodge Kempinski Serengeti eine der besten Örtlichkeiten überhaupt sichern konnten. Auch diese Streckenführung ist nicht ohne Probleme. Avgas ist auf den Stopps zwar verfügbar, aber sowohl in Amman wie auch in Jeddah und Dschibuti sündhaft teuer (etwa doppelt so teuer wie in Deutschland!). Auch auf dieser Strecke könnten politische Spannungen Probleme bereiten, weshalb wir im Rahmen des Explorationsfluges Mitte November beide Routen auskundschaften werden – wir wollen in jedem Fall ein Backup haben. Beim Explorationsflug werden wir über Jordanien, Jeddah und Dschibuti anreisen und über Khartoum und Luxor zurückfliegen, um beim Briefing am 11. Dezember in Graz den Interessenten aktuelle Informationen aus erster Hand präsentieren zu können und für die Hauptreise im März eine informierte Entscheidung zu treffen. Die Rückreise sollte die Gruppe dann ab Addis Abeda wieder über die exakt selben Stopps erledigen wie die Hinreise. Die dann ja vorhandene Ortskenntnis sollte die Abwicklung an den Flugplätzen auf dem Heimweg deutlich erleichtern. Ab Tanzania: Der Urlaub beginnt

Das Okawango-Detla mit seiner extrem vielfältigen Tierwelt weit abseits des Massentourismus ist ein weiteres Highlight der Reise. Unterstützt werden wir vor Ort durch den Kalahari Flying Club, denn diese Gegend muss man aus der Luft gesehen haben!
© wikimedia/gemeinfrei 
In der Serengeti angekommen, schalten wir im Tempo drei Gänge zurück. Vier Nächte werden wir in der Bilila Lodge bleiben. Die Angebote und Attraktionen vor Ort werden wir beim Briefing in Graz noch genauer erklären. Von dort geht es in einem kurzen Flug in das 280 NM westlich gelegene Kigali. Die Hauptstadt Ruandas befindet sich zweifellos nicht auf dem Radar der großen Reisegesellschaften, Arnim Stief und Reiner Meutsch erlebten die Stadt wie auch das ganze Land im März 2010 jedoch als aufstrebend, extrem ordentlich und sehr sicher. Wir wollen von Kigali aus in das nordwestlich gelegene Bergland an der Grenze zu Uganda fahren (oder fliegen – wird sich noch herausstellen). Dort haben die Teilnehmer die Möglichkeit eines wahrhaft einzigartigen Naturerlebnisses. Mehrere Gorilla-Familien leben dort in freier Wildbahn und können auf einer halbtägigen Wanderung von Touristen besucht werden. Der durch die ruandischen Wildhüter zahlenmäßig stark eingeschränkte Zugang erlaubt einen intensiven und beinahe persönlichen Kontakt zu den Tieren. Von Kigali aus geht es an einem Tag in zwei Legs à 670 und 515 NM über einen Tankstopp in Ndola (Sambia) nach Maun in Botswana, wo wir drei Nächte verweilen und das Okawango-Delta erleben werden. Diese Gegend im Norden Botswanas ist wegen ihrer Abgelegenheit bislang ebenfalls vom Massentourismus verschont geblieben. Buschflugzeuge sind das einzige Langstreckenverkehrsmittel dort, weshalb wir auch Kontakt zum Kalahari Flying Club geknüpft haben. Auf welche Weise und von welcher Unterkunft aus man diese Region am besten kennenlernt, werden wir im Rahmen des Explorationsfluges herausfinden und dann in Graz beim Vorbereitungsbriefing entsprechend vorstellen. Weitere 400 NM weiter westlich liegt der Etoscha-Nationalpark in Namibia. Die Reisezeit Mitte März ist für die Etoscha-Pfanne schon nicht mehr optimal, weshalb wir den Aufenthalt dort zu Gunsten des Okawango-Deltas und der Serengeti etwas gekürzt haben; das Erlebnis, über die Weiten Namibias mit dem eigenen Flugzeug hinwegzufliegen, wollen wir den Teilnehmern aber auf gar keinen Fall vorenthalten. Zwei Nächte werden wir in der Mokuti-Lodge, die über einen eigenen Flugplatz verfügt, verbringen. Von dort geht es wieder nach Süden, nach einem 565 NM langen Flug erreichen wir Kapstadt, wo wir zunächst die Einreise nach Südafrika erledigen und dann in das 40 NM östlich gelegene Stellenbosch weiterfliegen. Stellenbosch ist die Wein- und Wohlfühlgegend Südafrikas. Untergebracht sind wir nahe des vom lokalen Aero Club betriebenen Flugplatzes Stellenbosch (FASH). GA-Fliegen ist in Südafrika unkompliziert und alltäglich und für unternehmungslustige Crews bietet sich von Stellenbosch aus auch eine Fahrt oder ein Flug in das eineinhalb Autostunden entfernte Kapstadt an. Genug Zeit, Weingegend und Cape Town zu erkunden, bleibt auf jeden Fall, vier Nächte verbringen wir am Kap der Guten Hoffnung. Mauritius bietet auch Gelegenheit, Familie oder Freunde einzufliegen Am 16. März führt der Kurs dann nach Osten. Zunächst übernachten wir noch einmal in Richards Bay, am nordöstlichen Zipfel Südafrikas. Von dort geht es am nächsten Tag zunächst 661 NM zu einem Fuelstop nach Toliary, Madagaskar, (FMST) und dann weitere 661 NM weiter auf die Insel Reunion (FMEP). Reunion gehört voll zu Frankreich und hält eine gute GA-Infraktruktur vor, die Insel dient uns jedoch nur als Übernachtungstopp, denn am nächsten Tag wollen wir in der Morgensonne des Indischen Ozeans die letzten 138 NM nach Mauritius, dem „Star and Key of the Indian Ocean“, fliegen. Auf der wundervollen Insel mit dem blauen Himmel und dem noch blaueren Ozean werden wir ebenfalls vier Nächte bleiben. Genug Zeit also, um nicht nur Kraft für den Rückweg zu tanken, sondern auch um eventuell daheimgebliebene Familienmitglieder oder Freunde zu einem langen Wochenende auf der tropischen Insel einzufliegen. Gute Charterflugverbindungen aus Deutschland machen dies zu einer erschwinglichen Form der Familienzusammenführung.

Dank einer kundigen und für die Tiere sehr verträglichen Führung haben wir die Gelegenheit, die Gorillas im Grenzgebiet zwischen Ruanda und Uganda in ihrer Lebensumgebung zu besuchen.
© RDB Tourism 
Was die Überwasserstrecken auf dem Weg nach Mauritius betrifft, kann man die Offshore-Distanzen durch kleine Umwege maßgeblich reduzieren. Wer auf dem Hinweg über Toliary etwas nach Norden ausholt und an der zu Frankreich gehörenden Insel Ile Europa (mit Airstrip) vorbeifliegt, ist auf dem Weg nach Madagaskar zu keinem Zeitpunkt mehr als 100 NM von Land entfernt. Auf dem Weg von Madagaskar nach St. Pierre und zurück beträgt die maximale Distanz zum Festland dann rund 175 NM. Der Weg von der Nordspitze Madagaskars nach Zanzibar führt direkt über die Inselgruppe der Komoren, wo im Abstand von 30 bis 50 NM landbare Flecken zur Verfügung stehen. Am 22. März beginnt dann definitiv die Rückreise. In zwei Legs à 687 und 685 NM geht es über einen Tankstopp in Nosy-Be (Madagaskar) zunächst nach Zanzibar. Dort werden wir zwei Nächte bleiben. Die alte Handelsstadt mit dem historischen Stone Town muss man einfach gesehen haben! Über einen weiteren Tankstopp in Nairobi (Wilson) fliegen wir dann am 23. März nach Addis Abeda, was Sie ja vom Hinweg her bereits bestens kennen. Von dort aus fliegen wir die gleichen Stopps wie auf dem Weg nach Süden nun nach Norden und treffen am 26. März in Kreta ein, wo wir uns am Samstagabend auf eine rauschende Abschlussfeier dieser Reise freuen. Anforderungen an Besatzung und Flugzeug

Mauritius, „Star and Key of the Indian Ocean“ bietet nicht nur Gelegenheit, vor der Rückreise noch­mals Kraft und Ruhe zu tanken, dank guter Charterverbindungen aus Deutschland bieten sich die vier Nächte Aufenthalt dort auch an, Freunde oder Familie für ein langes Wochenende an den Indischen Ozean nachkommen zu lassen.
Wie auf jeder großen Leserreise muss die Crew jedes Flugzeugs in der Lage sein, legal IFR zu fliegen. Das bedeutet: Es muss zumindest ein Pilot an Bord sein, der die Maschine nach Instrumentenflugregeln fliegen kann, also „rated and current“ ist. Was die Anforderungen an die Performance des Flugzeugs betrifft, sind diese aufgrund der moderaten Leg-Längen nicht allzu groß. Das Flugzeug muss in der Lage sein, sicher nach IFR eine 700 NM lange Strecke zu absolvieren, das bedeutet rund 900 NM Overhead-Reichweite. Mindestens 150 Knoten Reisegeschwindigkeit auch unter „Hot-and-High“ Bedingungen sollten drin sein, sonst sitzen Sie zu lange im Flugzeug und ermüden zu sehr. Turbo-Cirrus, Columbia 400 oder auch Cessna 210 Turbo wären damit hervorragend geeignet für diese Strecke. Addis Abeda mit 7.656 ft Höhe und Tages-Höchsttemperaturen im März von 22 bis 25°C stellt die größten Anforderungen an die Höhentauglichkeit des Flugzeugs. Wenn Sie die Strecke von und nach Addis unter IFR erledigen wollen, müssten Sie MEAs von 17.000 ft schaffen. Die Geländehöhen für einen Sichtflug liegen zwischen 10.000 und 11.000 ft. Dies ist bei ausreichender Leistungsreserve auch ohne Turbo machbar. Flugzeuge wie eine normale SR22 oder eine Nonturbo-Bonanza (mit ausreichend Range) können die Afrika-Reise also durchaus mitmachen, vorausgesetzt man sorgt durch entsprechend reduziertes Abfluggewicht in Addis für etwas Leistungsreserve. Auch eine DA42 sollte mit der Strecke keine Probleme haben. Gute kleinere Flugzeuge für diesen Trip sind wie immer Mooneys, Seneca, PA30, C210, Turbo-Cirrus oder Turbo-Columbia. Wer eine schwerere Kolbentwin oder eine Malibu fliegt, hat sowieso keine Probleme, und wer Jetfuel tanken kann, wird sich über die im Vergleich zum Avgas günstigen Spritpreise insbesondere nördlich des Äquators sehr freuen. Was die Busch-Flugplätze in der Serengeti und im Okawango-Detla betrifft, werden wir diese auf der Explorationstour auskundschaften und in Graz entsprechend berichten. Die Trips sind aber in jedem Fall so angelegt, dass auch der, der diese Plätze nicht anfliegen möchte, die Tagesziele von einem größeren Flugplatz aus erreichen kann, nur dann eben mit einer längeren Autofahrt. Zwei Mitflug-Plätze in unserer Cheyenne

Die Route der Leserreise 2011 nach dem augenblicklichen Stand der Planung. Die Strecke ist auch für kleinere Flugzeuge gut machbar, Voraussetzung ist ein IFR und mindestens 150 Knoten Cruise.
© Jeppesen, PF 
Auch Piloten, die eventuell nicht über das passende Flugzeug für diesen Trip verfügen können wir weiterhelfen. Pilot und Flugzeug bietet in der Redaktions-Cheyenne zwei Mitflug-Plätze – selbstverständlich im Cockpit – an. Auf der Hauptreise wird unsere Cheyenne von Arnim Stief und Jan Brill – beide auf der N191MA lehrberechtigt – geflogen. Zwei Plätze sind also frei und selbstverständlich können Sie vorne links Platz nehmen, wenn Sie das möchten. Sie fliegen dabei selber die flotte Druckkabinen Twin-Turboprop durch Afrika, angeleitet und unterstützt durch Jan Brill und Arnim Stief. Die anfallenden Kosten werden einfach durch die Anzahl der Insassen geteilt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 385 Euro Trocken pro Stunde plus Treibstoff und Gebühren. Je nachdem zahlen ob wir zu dritt oder zu viert fliegen, zahlen Sie also ein Drittel oder ein Viertel dieser Kosten. Wenn Sie im Cockpit fliegen möchten wäre eine IFR-Berechtigung optimal, Multiengine- oder Turbinen-Erfahrung sind hilfreich aber nicht erforderlich. Falls Sie wenig Twin- oder Turbinen-Erfahrung haben und diesen Flug für Ausbildung und Training nutzen wollen, wird nach Vereinbarung noch eine Gebühr für den Lehrer sowie Briefings- und Theorie-Vorbereitung nötig. Dies vereinbaren wir dann individuell mit Ihnen. Wenn Sie also Interesse haben Afrika aus der Cheyenne heraus zu erleben, dann melden Sie sich bitte per E-Mail: jan.brill@pilotundflugzeug.de Briefing in Graz am 11. und 12. Dezember Sie haben Lust auf Afrika bekommen? Sie wollen den Kontinent aus der Luft entdecken in vier Wochen entspannter Fliegerei mit Gleichgesinnten? Dann kommen Sie am 11. und 12. Dezember 2010 nach Graz. Auch wenn Sie sich nicht sicher sind und sich das einfach einmal anhören wollen oder wenn Sie nach einer Mitfluggelegenheit in einem der größeren Flugzeuge suchen, sollten Sie nach Graz kommen. Für Teilnehmer der Leserreise ist das Briefing verpflichtend. Ein Mitglied der Crew muss dort gewesen sein, denn wir wollen und müssen sicherstellen, dass Sie wissen worauf Sie sich fliegerisch und logistisch einlassen. Unser Afrika-Team bestehend aus Jan Brill, Arnim Stief und Simon Sulzbach wird dort ausführlich vom Vorbereitungsflug berichten, die endgültige Hotelauswahl vorstellen und steht selbstverständlich für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Das Briefing selbst wird am 11. Dezember stattfinden. Am Abend laden wir die Teilnehmer dann zu einem original steyrischen Essen in die Genusshauptstadt Österreichs ein. Dort besteht dann auch die Gelegenheit, sich kennenzulernen und eventuell Kontakte für einen Mitflug oder eine Crew-Fusion zu knüpfen. Die Hotelkosten werden schon wegen der längeren Reisedauer über denen des Oshkosh-Flugs 2009 liegen, jedoch deutlich unter den Kosten des Südamerika-Flugs im Jahr 2007. Anmeldung Wenn Sie also Interesse an Afrika haben oder einfach mal beim Briefing reinhören wollen, würde ich mich sehr freuen, Sie am 11. Dezember in Graz begrüßen zu dürfen. Sie können Ihre Teilnahme am Vorbereitungsbriefing hier online anmelden oder unser Verlagsbüro kontaktieren: +49 6103 8314 188. Falls Sie sich bereits über den Shop vorab zum Briefing angemeldet haben, brauchen Sie dieses Formular nicht mehr auszufüllen.
Vorläufige Route zum Download als PDF
Sobald Sie das Formular ausgefüllt haben melden wir uns bei Ihnen und teilen Ihnen die Details zum Briefing und zum gemeinsamen Abendessen in Graz mit. Falls Sie am Abendessen nicht teilnehmen wollen und am Samstag bereits zurückfliegen möchten ist das Selbstveständlich möglich. Der "Pflicht-Teil" des Briefings geht am Samstag von 12:00 bis ca. 18.00 Uhr.
Verfolgen können Sie auch den 14-tägigen Explorationsflug des Pilot und Flugzeug-Teams auch live im Internet! Ab dem 8. November werden wir unter www.pilotundflugzeug.de täglich live und aus dem Cockpit über unsere Erfahrungen in Afrika berichten.

Reiseplan. Grau unterlegte Stopps bedeuten eine Übernachtung. Län­gere Aufenthalte an den Highlights unterstreichen den Urlaubs-Aspekt der Reise. Die Flugzeiten (ETE) sind mit 210 KTAS berechnet.


  
 
 






Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu Die größte Geiselnahme in der Geschichte der Luftfahrt – Die EU-Kommission nimmt die Bürger als Faustpfand
4. November 2010: Von Jan Brill an Jan Nestler
Wie kann denn ein bilaterales Abkommen zwischen der EU und den USA ein Outsourcing nach Südamerika ermöglichen? Tut es nicht, aber die zitierte Gesetzgebung (Sec. 303) richtet sich gegen die heute bereits übliche Praxis zwischen den USA und anderen Staaten, wäre also ein Rückschritt vom Status Quo.

Bitte nicht voraussetzen, dass die handelnden Personen und Akteure logisch vorgehen.

MfG
Jan Brill [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel
4. November 2010 Jan Brill

Luftrecht: EASA Part FCL


Die größte Geiselnahme in der Geschichte der Luftfahrt – Die EU-Kommission nimmt die Bürger als Faustpfand

Dass die EASA gemeinsam mit der EU-Kommission in den vergangenen Wochen einen Frontalangriff auf die Piloten und Halter von N-registrierten Flugzeugen in Europa gestartet hat, darüber berichteten wir im Internet ausführlich. Die interessante Frage ist: Warum? Weder die Kölner Behörde noch die Kommission haben jemals auch nur behauptet, von den N-registrierten Flugzeugen, den sogenannten „Third Country Aircraft“, ginge auch nur das geringste Sicherheitsrisiko aus. Vielmehr sind die Motive rein politischer Natur. In dem verzweifelten Versuch, im Luftfahrt-Handelskrieg mit den USA irgendwie zurückzuschlagen, holt die Kommission gegen die eigenen Bürger aus, die N-registrierte Flugzeuge betreiben. Das klingt irre – und das ist auch irre. Stellungnahmen und Dokumente aus der Kommissionsarbeit, die Pilot und Flugzeug vorliegen, belegen, dass die nicht demokratisch legitimierte europäische Gesetzgebungsmaschine offenbar die eigenen Piloten und deren persönliche und private Zukunft als ein Faustpfand im Streit mit den USA ansieht.


Eine Unterkommission der EU-Kommission trifft in den nächsten Wochen die wichtigste und weitreichendste Entscheidung für fliegende Bürger in der Gemeinschaft seit Jahren: Sie entscheidet über den EASA-Entwurf zur Pilotenlizensierung und das ohne jegliche Kontrolle der nationalen Parlamente oder des EU-Parlaments.
Pilot und Flugzeug berichtete in den vergangenen Wochen umfangreich über die Folgen die der EASA-Entwurf zur Lizenzierung (Part-FCL) im Zusammenspiel mit der Basic Regulation der EU-Kommission entfaltet. Nicht nur, dass N-registrierte Flugzeuge faktisch aus Europa verbannt werden, auch Ausländern in der EU wird die Nutzung des eigenen Flugzeugs de facto unmöglich gemacht.

Ist die EU einfach auf einem chauvinistischen Amoklauf durch die ICAO-Staatengemeinschaft und schottet sich ab? Möglich.

Mit Flugsicherheit hat die ganze Sache jedenfalls nichts zu tun. Nicht einmal die schärften Vertreter der Anti-N-reg Fraktion bei der EASA behaupten, US-Flugzeuge und US-lizenzierte Piloten würden mehr Unfälle bauen als ihre europäisch ausgebildeten Kollegen. Es gibt auch keinerlei Hinweis darauf. Im Gegenteil: Eine oberflächliche Untersuchung von Pilot und Flugzeug in der tödliche Unfälle gegenüber registrierten Flugzeugen und Lizenzinhabern in Deutschland mit den Zahlen für die USA verglichen wurden, zeigte, dass es für den Untersuchungszeitraum 2008 tatsächlich sicherer war, in einem N-registrierten Flugzeug zu sitzen als in einem D-registrierten.

Auch Bruce Landsberg, Chef der Air Safety Foundation, Herausgeber des Nall-Reports und wohl die weltweit anerkannteste Autorität im Bereich der Flugsicherheit in der Allgemeinen Luftfahrt, bestätigt, dass es keinerlei Hinweise für eine größere Unfallhäufigkeit gebe. Im Gegenteil. Ob man das amerikanische System und die amerikanische Mentalität nun mag oder nicht – eine zielführende Diskussion muss mit der Erkenntnis beginnen, dass das US-System den weltweit mit Abstand besten Safety-Record unter den GA-Nationen hat. Tatsächlich haben weder die EU-Kommission noch die EASA jemals auch nur behauptet, es ginge hier um die Sicherheit.


Querschläger im Handelskrieg

Landsberg sieht den Vorstoß der EASA vielmehr als einen weiteren Vorfall in einem jahrelangen Schlagabtausch zwischen der EU und den USA im Bereich der Luftfahrt.

Die Frage, wer damit angefangen hat, ist dabei so müßig wie im Kindergarten. Das letzte öffentlich ausgetragene Gefecht drehte sich um ein bilaterales Abkommen zwischen der EU und den USA, das weitreichende gegenseitige Anerkennung von Wartungsarbeiten, Lizenzen und Zulassungen erlaubt hätte. Wie weitreichend diese genau sind, insbesondere im Bereich der Lizenzen, können wir nicht sagen, denn das sogenannte BASA (Bilateral Air Safety Agreement) liegt nicht vor. Fest steht jedoch, dass das BASA im Bereich der Werftbetriebe durch US-Gewerkschaftsinteressen gekillt wurde. Dabei ging es vornehmlich noch nicht einmal um die EU, es ging um Werftbetriebe in Südamerika; die Befürchtungen der Gewerkschaften in den USA richteten sich auf Lohndumping und Outsourcing. Wie auch immer, das bilaterale Abkommen wurde durch den US-Kongress verhindert.

Trotz der höchsten Wertschätzung, die wir in der Redaktion für Landsberg und die ASF hegen, erschien uns die These, dass der jetzige Großangriff auf N-registrierte Flugzeuge mit diesem politisch getöteten BASA im Zusammenhang steht, als doch sehr weit hergeholt.
Zwar würden die der EU-Kommission zur Entscheidung vorliegenden Entwürfe auch US-Flugschulen und US-Hersteller treffen, vor allem aber würde die Kommission ja ihre eigenen Bürger und ihre eigenen Unternehmen schädigen.

Die Verhandlungsposition der Kommission erscheint wie ein General bei Waffenstillstandsverhandlungen, der droht, wenn bis Mitternacht kein Abkommen unterzeichnet ist, zehn von seinen eigenen Leuten zu erschießen. Nicht gerade das wirksamste Druckmittel und verheerend für die Moral.So dumm kann niemand sein ...

Think again! Zwei Schriftstücke aus der Kommissionsarbeit selbst scheinen die wahnwitzige These von den eigenen Leuten als Faustpfand im Handelskrieg nun aber zu bestätigen.

Zunächst ist da der Kurzbericht eines Sitzungsteilnehmers der Sitzung der EASA-Kommission am 13. und 14. Oktober. Die EASA-Kommission ist eine Unterkommission der EU-Kommission. Sie ist auf Basis der Basic Regulation aus dem Jahr 2008 (vor dem Lissabon-Vertrag) ermächtigt, die Gesetzesentwürfe der EASA („Opinions“) zu verabschieden, was diese direkt in geltendes nationales Recht überführt. In dieser EASA-Kommission sitzen Vertreter der nationalen Regierungen. Mit Demokratie, Verantwortung vor dem Wähler oder Rechenschaft gegenüber dem Souverän hat dies freilich nichts zu tun, weitreichendste Entscheidungen werden in der EU ohne parlamentarische Debatte im bürokratischen Hinterzimmer getroffen.

Die IAOPA hatte zur Sitzung jener EASA-Kommission einen Brandbrief bezüglich der akuten Folgen des Regelwerks geschickt. Dieser wurde auch zur Kenntnis genommen und mit der Bemerkung quittiert, der „Druck auf die USA sollte im Bereich der Lizenzierung aufrechterhalten werden“ (frei aus dem Französischen übersetzt).


Der demokratische Abgeordnete aus Minnesota Jim Oberstar. Weil er einen zugegebenermaßen üblen und protektionistischen Gesetzesentwurf einbrachte (der übrigens noch nicht einmal verabschiedet ist), setzt die EU-Kommission nun den EU-Bürgern und Ausländern mit US-Lizenzen eine Pistole an den Kopf. Warum sich Oberstar vom Schicksal der europäischen Piloten beeindruckt zeigen sollte, bleibt das Geheimnis der Eurokraten. Womöglich sind die Kommissionsbeamten in Brüssel aber auch mit den Feinheiten des demokratischen Messerstechens im US-Kongress nicht ganz vertraut. Denn sie müssen sich als Kommissionsmitglieder der zweiten und dritten Reihe tief im Brüsseler „Comitology-Prozess“ keiner demokratischen Verantwortung vor dem Bürger stellen.
In der Sitzung am 13. und 14. Oktober wurde der Part-FCL, also das Lizenzwesen, zwar nicht verabschiedet, das hatte aber weniger mit den N-registrierten Flugzeugen als vielmehr mit weiteren durch die Kommission gewünschten Verschärfungen im Bereich der Light Aircraft Pilot License (LAPL) zu tun. Da wurde schnell mal der zugehörige LAFI (Light Aircraft Flight Instructor) gekillt, was für die oftmals nicht zum FI qualifizierten Lehrberechtigten insbesondere in Deutschland auch noch schlimme Folgen haben kann, aber dieses Thema behandeln wir in der Dezember-Ausgabe.

Schwerwiegender ist aber eine Stellungnahme von Eckard Seebohm, Head of unit aviation policy, European Commission, der sich zu der einhelligen und heftigen Kritik der Piloten und Verbände aus aller Welt äußert. Zitat:Regulation 216/2008 on common EU air safety rules sets out, amongst others, basic requirements for pilot licences. These basis reqirements will have to be followed up by more detailing implementing rules defining such requirements in much more detail. These more detailed requirements will have to be adopted by Commission and Member States (so-called Comitology) and confirmed by the European Parliament. The proposals for these more detailed implementing rules have to be developed by EASA (so-called opinions).

Last week the EASA Committee was looking at EASA‘s opinion on requirements for Flight Crew Licences (FCL). These proposals would, if adopted, imply that holders of Foreign Pilot Licences will have to undergo a validation process. On the basis of the assumption that the whole legislative package will come into force, as requested by the European legislator, in April 2012, the validation process would have to be terminated by April 2013. Accordingly, there is no immediate risk to the validity of your licence even if the EASA opinion is adopted without changes.

Last week, the Committee did not yet take a decision on this matter. The issue will again be looked at in December.

I take this opportunity to inform you that there is a preferable alternative to regulating the issue under Regulation 216/2008. Since 2008 already, a draft bilateral air safety agreement between the USA and the EU is technically ready. It foresees settlement of such issues through a mutual recognition mechanism. Unfortunately, the entry-into-force of this agreement has been delayed by political complications stemming from draft Congressional law (FAA Re-Authorization Act) which is inspired by protectionist elements on a number of points which are unacceptable for the EU.
Since recently, FAA officials tell us that they are optimistic to solve these political complications once a new Congress has been elected. We have to see what will happen by then.
In other words: The key for solving this issue in the most efficient way is located in WashingtonDC, not in Brussels.
Die Würze liegt in den letzten beiden Absätzen. Zunächst bestätigt Seebohm im ersten Teil die Faktenlage und versteigt sich dabei zu dem gewagten Statement, dass keine unmittelbare Gefahr für die Inhaber von US-Lizenzen bestehe, da die Regelung ja erst im April 2012 und dann auch mit einem Jahr Übergangsfrist in Kraft tritt. Das soll dann wohl „good news“ für alle Inhaber eines US-Medicals sein. Sie dürfen noch zweieinhalb Jahre fliegen, bevor sie gegroundet werden!

Im zweiten Teil zeigt Seebohm dann die aus seiner Sicht wünschenswerte Lösung des Problems auf. Wir erlauben uns, dies hier ins Deutsche zu übersetzen: Ich möchte diese Gelegenheit benutzen, Sie über eine bessere Alternative gemäß der Basic Regulation 216/2008 zu informieren.
Schon seit 2008 ist der Entwurf eines bilateralen Abkommens zwischen der EU und den USA inhaltlich unterschriftsreif. Das Abkommen sieht die Lösung der beschriebenen Probleme durch die gegenseitige Anerkennung vor. Unglücklicherweise wurde das Inkrafttreten dieses Abkommens durch politische Komplikationen im US-Congress [...], ausgelöst durch protektionistische Forderungen, die für die EU nicht akzeptabel sind, verzögert.

FAA-Beamte erklärten uns kürzlich, dass sie optimistisch seien, dass diese politischen Komplikationen durch die Kongresswahlen im November gelöst werden können. Wir müssen abwarten und sehen, ob dies geschieht.

Mit anderen Worten: Der Schlüssel zur Lösung dieser Probleme auf effiziente Weise liegt in Washington, nicht in Brüssel.
Konkret spielt Seebohm auf die durch den Abgeordnenten Jim Oberstar eingebrachte Sec. 303 an, die für alle FAA-anerkannten Repair-Stations in Übersee US-Drogentests vorgeschrieben hätte, was deren Arbeit im FAA-System de facto verunmöglicht hätte. Ein klassischer Winkelzug im politischen Ränkespiel des US-Abgeordnetenhauses.

Und wir hatten schon gehofft, es ginge einfach nur um guten alten Euro-Chauvinismus und Bürokraten-Dünkel nach dem Motto: „Was verstehen die Amerikaner schon vom Fliegen“. Die These von Bruce Landsberg wird durch diese Äußerung in aller Form bestätigt: „One of the biggest impediments to safety and common sense is politics.“

Man muss sich das klar machen: Die nichtmal demokratisch legitimierten EU-Kommissare legen das Schicksal zehntausender fliegender EU-Bürger und -Betriebe in die Hand des US-Kongresses! Konkret in die des Repräsentantenhauses, traditionell ein Ort fiesester politischer Machenschafen und zurzeit derart zerstritten, dass man es noch nicht einmal schafft, Gesetze zu verabschieden, denen eine große Mehrheit zustimmt (z.B. Widerruf von „Don’t ask don’t tell“ oder Veterans Benefits). Lesen die EU-Kommissare eigentlich Zeitung?

Die Vorstellung, dieses Repräsentantenhaus damit zu beeindrucken, dass man den eigenen Leuten eine geladene Waffe an den Kopf hält, ist geradezu wahnhaft. Wessen Interessen vertreten die nicht gewählten Interessensvertreter in der EU-Kommission eigentlich?

Was, wenn die Bürger in Minnesota‘s 8th district den seit 1975 (!) amtierenden Abgeordneten nicht wie von der EU-Kommission gewünscht abwählen (Update 4.11.2010: Oberstar ist nicht im neuen Repräsentantenhaus) oder wenn der noch zu bestimmende neue Vorsitzende des entscheidenden Transportation and Infrastructure Committee ähnlich protektionistisch vorgeht? Geht’s eigentlich noch ein bisschen riskanter?

Selbst wenn dieses planlose Spielchen mit den USA in einem wie auch immer gearteten bilateralen Abkommen endet, richtet die enorme Unsicherheit, die solche Brachial-Gesetze verursachen, schon jetzt tagtäglich Schaden an. Wir beantworten in der Redaktion von Pilot und Flugzeug jede Woche Dutzende Telefonanrufe von besorgten Lesern, die angesichts der EASA-Gesetze Ausbildungsvorhaben in den USA zurückstellen oder die bzgl. der Anschaffung eines neuen Flugzeugs verunsichert sind. Dieses verantwortungslose Pokerspiel schädigt die Allgemeine Luftfahrt in Europa. Und zwar hier und jetzt!


Die EASA ist zur politischen Behörde geworden

Abschied sollten die Bürger in Europa auch von dem Gedanken nehmen, die EASA hätte irgendwas mit Flugsicherheit zu tun. Das Motto der Behörde “Your Safety is our Mission” ist der blanke Hohn. Die Behörde hat sich in einem entscheidenden Punkt – immerhin der Lizenzierung sämtlicher EU-Piloten in den nächsten Jahrzehnten – vor den politischen Karren einer größenwahnsinnigen EU-Kommission spannen lassen. Sie hat dieser durch die maximal restriktive Fassung des Annex III zu Part-FCL überhaupt erst die Karten für ihr irrwitzige Pokerspiel in die Hand gegeben.

Die EASA ist eine politische Behörde geworden. Behauptungen, man setze nur die Basic Regulation um, sind Augenwischerei. Die EASA hätte auch innerhalb der Basic Regulation durch den Artikel 7 ausreichende Befugnis, das Damoklesschwert über den Foreign Registered Aircraft in Europa abzuhängen. Im Artikel 7 steht nämlich:The requirements of the second and third subparagraphs [Anforderung an eine EU-Pilotenlizenz für FRA-Operator] may be satisfied by the acceptance of licences and medical certificates issued by or on behalf of a third country as far as pilots involved in the operation of aircraft referred to in Article 4(1)(c) are concerned.Das würde ein Hintertürchen offen lassen. Die „Acceptance“ war im ersten NPA 2008-17 auch noch angeführt, wurde dann aber zu Gunsten der „Validation“ fallen gelassen. Die Terminologie im aktuellen Part-FCL ist uneinheitlich. Streng genommen gibt es kein Verfahren für die von der Kommission vorgesehene „Acceptance“ einer Lizenz mehr. Es gibt nur noch die „Validation“, die dem Inhaber auf ein Jahr beschränkt die gleichen Rechte einräumt wie einem normalen EASA-Lizenzinhaber, das ist hier aber definitiv nicht gemeint. Ob beispielsweise ein in der EU wohnhafter Pilot mit US-Lizenz aber auf diesen Artikel 7 und seine Umsetzung klagen kann, ist unklar.

Und um das Chaos perfekt zu machen, sind in der deutschen Version der Basic Regulation die beiden im Ergebnis sehr unterschiedlichen Vorgänge „Validation“ und „Acceptance“ auch noch mit demselben Wort „Anerkennung“ übersetzt! Viel Spaß vor Gericht ...


Weitere Entscheidungswege und Mittel

Die Folgen der nun durch die EASA vorgeschlagenen Gesetzgebung liegen auf der Hand und sind unbestritten. In der Reihenfolge der Schwere werden:
  • Viele Piloten aus der GA ausgeschlossen. Piloten, die angesichts der weit über die ICAO-Standards hinausgehenden JAR-Medical-Anforderungen mit US-Medical fliegen, werden schlicht und einfach gegroundet.

  • Ausländer, vor allem Amerikaner, die länger als ein Jahr in der EU leben, werden defacto an der Nutzung ihres Flugzeugs gehindert.

  • EU-Piloten mit US-IFR-Rating werden nach VFR fliegen oder das Rating neu erwerben müssen, was im Normalfall einen Zeitaufwand von 200 Lernstunden und Kosten weit jenseits der 10.000 Euro verursacht.

  • Besitzer eines US-Flugzeugs mit in der EU nicht zulassbaren STCs oder 337-Approvals werden einen massiven Wertverlust hinnehmen müssen. Denn selbst, wenn sie gemäß Part-T ihre Flugzeuge N-registriert lassen können, wird die Supportstruktur in Form von Repair-Stations und A&P/IAs wegfallen.

  • US-Flugschulen werden nahezu sämtliche Kunden aus Europa einbüßen.

  • US-Hersteller von Flugzeugen und Avionik, die bislang aufgrund der schleppenden EU-Zulassung ihrer Produkte oft N-registriert verkaufen konnten, werden dieses Geschäft in Europa verlieren.

Ergebnis: Man trifft also US-Flugschulen und kleinere Hersteller wie Cirrus, Aspen oder Avidyne. Für diesen winzigen Gummipunkt im Handelskrieg mit den USA groundet man tausende von EU-Piloten, entzieht einer weiteren Anzahl das IFR und macht die EU-N-reg-Flotte praktisch wertlos. Ein wahres Meisterstück zielführender Verhandlungstaktik!


Unsere Empfehlung für das weitere Vorgehen:
  1. Machen Sie Ihre gewählten Abgeordneten auf diesen Irrsinn aufmerksam. EU-Parlament und Bundestag können zwar nur noch indirekt Einfluss nehmen, dies ist entsprechend der elitären Politikform der Europäischen Union aber die einzige Möglichkeit, die dem Bürger bleibt.

  2. Unterstützen Sie Ihre Interessensvertretungen. Wer in den letzten drei Wochen nicht bemerkt hat, dass eine schlagkräftige, professionelle und gut finanzierte Interessenvertretung der GA auf europäischer Ebene so wichtig ist wie der Sprit in den Tanks, dem ist nicht mehr zu helfen. Treten Sie in die AOPA ein, machen Sie Ihren DAeC-Offiziellen Dampf und schreiben Sie Ihren EU- und Bundestagsabgeordneten. Es geht um die Wurst und die Sache ist noch lange nicht endgültig entschieden.

  3. Unter november.aero hat sich darüber hinaus eine Gruppe betroffener Halter und Piloten zusammengetan. Registrieren Sie sich dort und helfen Sie so, die direkten Konsequenzen dieser Gesetzgebung aufzuzeigen.

Und wenn Sie denken, das ginge Sie nichts an, da Sie keine US-Lizenzen haben, kein N-registriertes Flugzeug fliegen und auch keinen Fliegerurlaub in den USA planen, dann freuen Sie sich auf die nächste Ausgabe von Pilot und Flugzeug. Denn dort werden wir nämlich behandeln, was die EU-Kommission mit unseren nationalen PPL-N-Lizenzen, Lehrberechtigungen nach LuftPersV und Vereins-Ausbildungsbetrieben so alles vorhat ...


  
 
 






Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu Dicke Waatsch’n vom Gericht
3. November 2010: Von Jan Brill an Oscar Bürgis
Hallo Herr Bürgis,

klar nennen wir Namen, die stehen im Original-Artikel. Am 20.7. in Braunschweig erschienen:
  • Wolfgang Boland (Ausrüstung/Flugbetriebsvorschriften und Flugleistungen im Referat B2 „Flugbetrieb“)

  • Justiziarin Ulrike Urban (Referatsleiterin B5). Das war die Dame, die die Presse beim wesentlichen Teil der Verhandlung nicht so gerne dabei hatte und ansonsten versuchte die Anhörung des sachverständigen Zeugen zu verhindern.

  • Herr Brayer ("fliegerischer Beistand"), der sich jedoch drauf beschränkte den Anwalt der Klägerin, der selbst aktiver IFR-, Multiengine- und Turboprop-Pilot ist, beim Sachvortrag mit einer schnippischen Bemerkung zum "fliegerischen Heldentum" zu beglücken.

MfG
Jan Brill [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel
3. November 2010 Jan Brill

Luftrecht: minister schuenemann und der flugzeug-abschuss


Grenzdebiles aus Niedersachsen: Minister Schünemann gegen Frachtflieger und Grundgesetz

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann, nicht gerade ein Freund leiser Töne oder behutsamen Vorgehens, hat eine tolle Idee: Frachtflugzeuge, die von Terroristen als Waffe verwendet werden, sollte die Bundeswehr abschiessen dürfen! Er folgt damit der gleichen zwingenden Logik, nach der ja auch Briefträger, die eine Paketbombe befördern, erschossen werden. Geht man davon aus, dass Schünemann diese Vorschläge im ZDF und in der WELT nicht im Vollrausch geäußert hat, dann muss man dem Innenminister dieses Bundeslandes entweder fundamentale Unkenntnis der verfassungsmäßigen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland oder geradezu krankhafte Verfassungsfreindlichkeit unterstellen. Für alle Pressekollegen, die gestern und heute bei uns nachgefragt haben ob das "machbar" wäre, hier eine kleine Geschichts-Nachhilfestunde aus dem Jahre 2006 A.D.


Uwe Schünemann im Jahr 2006. Vielleicht war der Minister im Jahr 2006 auch zu sehr mit sem Verbot von Killerspielen beschäftigt, als dass er sich mit dem wegweisenden Urteil 357/05 des BVerfG vom 15.02.2006 hätte befassen können.
© Torsten Bätge 
Wir wollen uns gar nicht lange mit den praktischen Hindernissen beim großen Frachtflieger-Ballern befassen. Beispielsweise damit, dass der überwiegende Anteil der Luftfracht in Passagiermaschinen befördert wird, dass ein Abschuss über dem dicht besiedelten Bundesgebiet schlicht Wahnsinn ist oder dass Frachtflugzeuge im Allgemeinen durch sogenannte "Menschen" gesteuert werden, auf die die im Artikel 1 GG so bezeichnete "Würde des Menschen" nicht selten Anwendung findet.



Es ist nämlich nicht so, dass das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil 357/05 vom 15.02.2006 nur den Abschuss von Passagiermaschinen untersagt hätte. All jenen, die nicht selber aufgrund von ethischen oder juristischen Überlegungen zu der Erkenntnis gelangt sind, dass ein Abwägen von Menschenleben gegen die Menschenwürde verstößt, hat das BVerfG diesen Zusammenhang nochmals erklärt. Zitat:[Es ist] unter der Geltung des Art. 1 Abs. 1 GG schlechterdings unvorstellbar, auf der Grundlage einer gesetzlichen Ermächtigung unschuldige Menschen, die sich wie die Besatzung und die Passagiere eines entführten Luftfahrzeugs in einer für sie hoffnungslosen Lage befinden, gegebenenfalls sogar unter Inkaufnahme solcher Unwägbarkeiten vorsätzlich zu töten.Was um alles in der Welt ist daran unklar? Zudem ist Artikel 1 durch die Ewigkeitsklausel geschützt, da kann man basteln und ändern wie man will. Solange das deutsche Volk sich keine (neue) Verfassung gibt, darf nicht geballert werden, egal ob 1 oder 100 tatunbeteiligte an Bord sind. Das ist wirklich nicht schwer zu kapieren.

Wenn Schünemann sagt: „Die Pläne sind auf dem Tisch, jetzt muss nur noch entschieden werden”, dann kann man dies nur als gemeinschaftliche Verschwörung zum vorsätzlichen Verfassungsbruch bezeichnen. Vielleicht sollte der Verfassungsschutz beginnen die niedersächsische CDU zu beobachten oder zumindest das Innenministerium in Hannover.
###-MYBR-###

Aber geben wir die Hoffnung nicht auf: Vielleicht war Schünemann auch einfach nur besoffen.
###-MYBR-###

Also, liebe Pressekollegen, das BVerfG hat 2006 nicht den Abschuss von Passagiermaschinen untersagt. Es untersagte ganz allgemein die gezielte Tötung von hilflosen Opfern. Eine ausführliche Analyse des damaligen Urteils und der politischen Hintergründe finden Sie hier.


  
 
 






Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu Das neue Heft ist da! Pilot und Flugzeug Ausgabe 2010/11
2. November 2010: Von Jan Brill an Daniel Komorowski
Der LAFI ist bei der Comitology-Sitzung am 13. und 14. Oktober durch die EASA-Kommission (=Unterkommission der EU-Kommission) gekillt worden. Das weiss ich von Teilnehmern der Sitzung. Die EASA soll jetzt "neue Vorschläge" erarbeiten.

viele Grüße,
jb [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel
1. November 2010 Jan Brill

Behörden: LBA und JAR Takeoff Minima


Dicke Waatsch’n vom Gericht

In Pilot und Flugzeug Ausgabe 2010/08 und im Internet berichteten wir unter der Überschrift „Steigflugversuche in Braunschweig“ über die gelinde gesagt etwas unflexible Umsetzung einer JAR-Richtlinie durch das LBA, welches im Begriff war, den Großteil der im gewerblichen Verkehr eingesetzten Kolben- und Turbinen-Zweimots in Deutschland zu VFR-Fliegern zu machen. Nun wandte sich das Gericht an das Amt und teilte das aus, was man in Österreich als eine „ordentliche Waatsch’n“ bezeichnet.

Das Problem dabei war, dass sich das LBA auf den Standpunkt stellte, „was nicht im Handbuch steht, gibt es auch nicht“, auch wenn fliegerische und betriebliche Erfahrung, die Naturgesetze und so ziemlich jeder Sachverständige, den man finden kann, zu einem gänzlich anderen Ergebnis kommen.

Es geht um die Anlage 1 zu JAR-OPS 1.430. In Tabelle 2 dieser Anlage wird geregelt, welche Pistensichtweiten mindestens zu veranschlagen sind für mehrmotorige Flugzeuge, die einen Start beim Ausfall eines Triebwerks nicht in jeder Konfiguration fortsetzen können.

Bedeutet: Solange Fahrwerk und Klappen noch nicht eingefahren sind, kann z.B. eine Seneca im Einmotorenflug nicht steigen. Bei einem Ausfall vielleicht 5 Meter über der Lande­bahn müsste selbstverständlich wieder gelandet werden, das ist jedem Twin-Piloten klar. Dass man dazu etwas Sicht braucht, kann auch niemanden überraschen, und so ist diese Vorschrift eigentlich eine recht harmlose Umsetzung fliegerischen Menschenverstandes in eine Rechtsnorm.

Jedenfalls solange, bis sich das LBA mit der Auslegung derselben befasste. Denn nur für die wenigsten Flugzeuge, deren Flug­leistungen nach Part 23 berechnet sind, ist eine solche Höhe im Handbuch veröffentlicht. Der Nachweis war in den 1970er- und 1980er-Jahren, als Cessna 414, Cheyenne, King Air oder Aerostar zum Verkehr zugelassen wurden, einfach nicht gefordert.

Mangels Handbuchangabe hierzu stellt sich das LBA jedoch auf den Standpunkt, dass diese Flugzeuge überhaupt nicht in der Lage wären, den Start oder Flug mit einem Motor fortzusetzen, und wendet daher die höchsten zu veranschlagenden Minima an, nämlich de facto Sonder-VFR (1.500 ft RVR).

Ein Flugunternehmer aus Norddeutschland, der seine Flotte von teuren Zweimots im gewerblichen Einsatz nicht zu VFR-Fliegern degradiert sehen wollte, klagte. Es geht dabei einzig und allein darum, auch andere als die Handbuchbeweise für die Erfüllung des JAR-OPS 1.430 zuzulassen. Der Kläger legte dazu umfangreiche Beweisangebote vor. Praktisches Vorfliegen, das Gutachten eines Flugingenieurs und diverse andere Vorschläge wurden seitens des LBA immerwieder mit dem Hinweis quittiert: „Geht nicht, gibt’s nicht, steht nicht im Handbuch!“
Das wurde nun offenbar auch dem vor­sitzenden Richter am Verwaltungsgericht Braun­schweig zu doof. Er schrieb einen Brief an die Prozess­beteiligten, wie wir ihn in dieser Schärfe noch nicht zu lesen bekommen hatten:Die Beklagte [das LBA] verhält sich wenig konstruktiv. Es mag sein, dass bei enger Auslegung der in Rede stehenden Normen ohne entsprechende Nachweise eine kürzere Pistensichtweite nicht akzeptiert werden kann und dass die Klägerin insoweit verpflichtet ist, die notwendigen Nachweise beizubringen.
Sie hat jedoch zum einen bereits ein Gutachten vorgelegt und zum anderen verschiedene andere Formen des Nachweises angeboten. Darauf ist das Luftfahrt-Bundesamt nicht konstruktiv eingegangen, sondern hat lediglich eine Blockladehaltung an den Tag gelegt und mitgeteilt, was ihm nicht genügt.

Ich bitte daher bis zum 10.11.2010 um Mitteilung, welche Nachweise in welcher Form Sie von der Klägerin erwarten. Diese bitte ich so konkret zu fassen, dass sie zum Gegenstand eines Beweisbeschlusses gemacht werden können.

Das Verwaltungsgericht Braunschweig war bislang nicht gerade dafür bekannt, übermäßig streng mit der Behörde umzuspringen. Manche würden sogar das Gegenteil für zutreffend halten. Eine solche Waatsch’n von dieser Stelle sollte dem LBA zu denken geben, ob hier nicht kurz das Fenster geöffnet und frische Luft eingelassen werden sollte.

Wir werden unsere Leser selbstverständlich über den weiteren Fortgang dieses Verfahrens informieren.

Ein „Geschmäckle“ hat diese Sache auch deshalb, da diese Norm vom LBA selbst höchst unterschiedlich angewand wird. Es gibt zahlreiche Flugbetriebe, die vergleichbare Flug­zeuge nutzen, und die nicht zu VFR-Flie­gern herabgestuft wurden. Und es gibt andere, wie den Kläger, die kurz nach einer Aus­ein­andersetzung mit dem LBA in anderer Sache von dieser Keule getroffen wurden ...


  
 
 






Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu Abenteuer Weltumrundung - n-tv berichtet über die Fly-and-Help-Tour mit unserer Cheyenne
27. Oktober 2010: Von Jan Brill an Othmar Crepaz
... wenn's um Stelle im 2. Film bei 06:23 geht, dann hätte ich eine Erklärung: Es handelt sich um das Autopilot-Panel/FD/Marker-Panel des KFC-250 und der Pilot hat für das Interview den A/P angeschaltet, was ja irgendwie nachvollziehbar wäre.

Annunciator sind in den neueren Cheyennes I und II im Glareshield.

MfG
jb [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu Abenteuer Weltumrundung - n-tv berichtet über die Fly-and-Help-Tour mit unserer Cheyenne
26. Oktober 2010: Von Jan Brill an Udo S.
Laut Teil 2 wurde der Cheyenne (und dem Vorfeld) in Chennay "Flugbenzin" verabreicht - ich bin neugierig, ob und wie sie in Teil 3 noch fliegt.
... selbst wenn das Avgas gewesen wäre ... glaube schon:
If fuel conforming to PWA 522 or CPW 46 is not available, Aviation Gasoline MIL-G-5572 or ASTMD910 all grades may be used for a maximum of 150 hours between overhauls. POH 2-7(f)
viele Grüße,
jb [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel
26. Oktober 2010 Jan Brill

Flugbetrieb: MAXREISEN


Fliegen Sie Turboprop! Ihre Traumreise als Cockpitjob – mit dem optimalen Flugzeug

Was Pilot und Flugzeug im letzten Winter vage ankündigte, hat in den letzten Monaten Form angenommen. Das Projekt Max-Reisen! Ein Redaktionsflugzeug ist eine feine Sache, aber ein Flugzeug, das auch von den Lesern genutzt werden kann, ist noch besser! Das war der entscheidende Gedanke, der dazu führte, dass wir im Dezember eine PA31-T1 Cheyenne I anschafften, welche unsere brave PA30 Turbo Twin Comanche ersetzt. Wir möchten Sie, liebe Leser, einladen, mit diesem fantastischen und vielseitigen Flugzeug Ihre fliegerische Traumreise zu verwirklichen. Sie können dieses Flugzeug nutzen und Sie können dieses Flugzeug von links aktiv fliegen – unter fachkundiger Anleitung eines unserer lehrberechtigten Safety-Piloten. Darin unterscheidet sich „Max“ von allen Vorgängen im Job des Redaktionsflugzeuges. Es ist ein Flugzeug zum Mitmachen!

Wie gut das funktionieren kann, hat Max bereits bewiesen. Seit dem 10. Januar flog die Cheyenne mit Pilot Reiner Meutsch und Copilot Arnim Stief in mehr als 200 Stunden in einem weiten Bogen ostwärts um die Welt. Zurzeit ist das Flugzeug wieder in Florida und wird am 6. November in Deutschland zurückerwartet. Meutsch, der als „launching Customer“ entscheidend mitgeholfen hatte, das Projekt überhaupt möglich zu machen, zeigte bei seiner in fünf Etappen abgeflogenen Weltumrundung nicht nur, wie zuverlässig die Cheyenne von Alaska bis Neuguinea ihren Dienst versah, er stellte auch unter Beweis, dass man sich selbst mit geringer Turboprop-Erfahrung zügig mit der Cheyenn I anfreundet und schnell erlernt, die Maschine als Pilot-Flying steuern.


Wie funktioniert das?

Sie chartern unsere bewährte Cheyenne I Twin-Turboprop und fliegen begleitet von einem Safety-Piloten mit Airliner-Sicherheit und Druckkabinen-Komfort, wohin Sie schon immer mal im eigenen Flugzeug wollten.
Sie erleben dabei nicht nur eine Reise an Ihr Traumziel, sondern erlernen dabei auch noch ganz nebenbei das Fliegen einer schnellen Business-Turboprop.

Wir bereiten Sie vor der Reise gründlich auf das Fliegen mit der Cheyenne vor. Sie sind der Pilot-Flying, optimal unterstützt von unseren Safety-Piloten, die selbstverständlich über die entsprechende Lehrberechtigung für die Cheyenne verfügen. In der Kabine genießen die Mitreisenden derweil AirlinerKomfort – nur mir deutlich mehr Beinfreiheit, oder Sie wechseln sich mit Ihren mitreisenden Pilotenkollegen im Cockpit ab.


Die Sicherheit der zwei Turbinen


Max auf Dienstreise in Namibia. Turbinensicherheit, Druckkabine, Jetfuel 1.300 NM Reichweite und die satte Performance der beiden Pratt & Whitney PT6A-11, gepaart mit überschaubaren Anforderungen an die Besatzung machen die Cheyenne I zum optimalen Weltreise-Flugzeug für geübte und ambitionierte IFR-Piloten.
Ihre Sicherheit und die Sicherheit Ihrer Mitreisenden sind auf solchen Reisen der entscheidende Punkt. Max bietet das Maximum an Ausfallsicherheit und Wettertauglichkeit, das sich unterhalb eines Jets erreichen lässt. Sie sollen Ihre Reise ja nach Ihren Wünschen und nicht nach Ihren Befürchtungen planen. Ob sie nun nachts über den burmesischen Dschungel von Kalkutta nach Thailand fliegen oder die direkte Route von New York auf die Bermudas wählen, sind in einer Kolbentwin oder Single durchaus komplexe Überlegungen. Die Sicherheit der zwei Turbinen macht Sie in diesem Punkt unabhängiger. Solange Sie im Einmotorenflug einen Flugplatz erreichen, auf dem Sie laden könnten, dürfen Sie und Ihre Passagiere sich entspannt zurücklehnen. Wir helfen Ihnen natürlich bei der Routenplanung mit Empfehlungen und unseren Erfahrungen zu diesem Thema.

Die Frage, ob Single oder Twin, wird gerade unter den Turbinenfliegern heftig diskutiert. Hersteller können mit einigem Recht auf den sagenhaften Service-Record der PT6A verweisen, und das Argument, die Turbinensingle sei in der Gesamtbetrachtung nicht unsicherer als die Turbinentwin, lässt sich statistisch untermauern.

Allerdings: Sie und Ihre Mitreisenden sollten sich auch subjektiv und jenseits der Statistik wohlfühlen. Das gilt für erfahrene Piloten genauso wie für fliegerisch unbedarfte Mitflieger. Und da vermitteln die zwei Turbinen eben eine gewisse Ruhe, wenn unten nur nur blau, nur grün, nur weiß oder nur braun zu sehen ist. Deshalb hatten wir uns bei der Konzeption des Projekts auch gegen eine der sehr schönen und komfortablen Turbinen-Singles entschieden. Für Ihren Trip wollen wir Ihnen und Ihren Mitreisenden das Maximum an tatsächlicher und an subjektiver Sicherheit bieten. Damit Sie planen und fliegen können, wie Sie wollen!


Abgrenzung

Max ist ein Angebot für Piloten, die selber eine hochwertige Turboprop fliegen möchten. Auch wenn Sie nicht über die erforderliche Zweimot- oder Turboprop-Erfahrung verfügen, helfen Ihnen unsere lehrberechtigten Safety-Piloten auf die Sprünge. Sie werden nach kürzester Zeit im Cockpit der Cheyenne I produktiv sein und das Flugzeug als Pilot-Flying steuern.

Wenn Sie hingegen als reiner Passagier ein Lufttaxi oder einen Frachtflieger suchen, dann wenden Sie sich bitte an eines der zugelassenen Luftfahrtunternehmen in Deutschland. Wir sind kein Charterflugbetrieb. Das können wir nicht und das dürfen wir nicht. Wer Max fliegen will, muss sehr viel mehr tun als ein Passagier: Sie müssen sich theoretisch vorbereiten (sonst rauscht im Cockpit alles an Ihnen vorbei), Sie müssen mit unseren Safety-Piloten zusammen die ganz normalen Arbeiten am Flugplatz verrichten und Sie sind an der Entscheidungsfindung zu Route und Go/Nogo maßgeblich mitbeteiligt, denn es kommt im Cockpit auch und vor allem auf Ihre Fähigkeiten an.

Selbstverständlich können Sie auf Ihrem Trip auch Passagiere mitnehmen. Max bietet insgesamt sieben komfortable Sitzplätze in der Druckkabine.


Kurze Trips

Natürlich brauchen Sie nicht gleich eine Reise nach Australien anzusetzen, um mit Max zu fliegen. Gerne helfen wir Ihnen, wenn Sie einen Firmenausflug nach Korsika oder einen Businesstrip nach London planen. Für innereuropäische Strecken ist Max dank guter Zuladung für Reisen mit bis zu sechs Personen (inkl. Besatzung) geeignet. Und wenn Sie Max einfach einmal kennenlernen wollen, bieten wir Ihnen eigene Kennenlern-Tage, an denen wir mir Ihnen die günstigsten Jetfuel-Tankstellen abklappern und Sie so kostengünstig in die Verfahren der Twin einweisen.


Kosten


Max-Buchungskalender unter www.cheyennefliegen.de. Auf dem Kalender sehen Sie sofort, ob Max zu den gewünschten Terminen überhaupt Zeit hat. Ähnlich wie bei Lisa können Sie hier Max für 99 Euro am Tag reservieren. Wir empfehlen jedoch dringend, zuerst die Voraussetzungen mit dem Safety-Piloten abzuklären bzw. mit uns über Ihr Flugvorhaben zu sprechen, damit wir ausreichend Zeit für Vorbereitung und Theorie veranschlagen können. Kontaktieren Sie uns, wir koordinieren das Nötige: +49 6103 8314 188 oder abo@pilotundflugzeug.de.
Die spannende Frage ist indes die der Kosten. Turboprop-Fliegen ist leider nicht ganz billig, das können auch wir nicht ändern. Sie können aber einiges dafür tun dass Turboprop-Fliegen mit Max zumindest günstig ist, denn weit über die Hälfte der direkten Betriebskosten bestehen bei einem solchen Flugzeug aus Treibstoff.

Dazu haben wir drei Preis-Modelle entwickelt, die den unterschiedlichen Gegebenheiten auf langen und kurzen Reisen gerecht werden. Sie reservieren das Flugzeug immer tageweise. Die Tagespauschale beträgt 99 Euro. Diese wird – wie bei unserem Leserflugzeug Lisa auch – mit der Reservierung fällig, und zwar unabhängig davon, ob Sie fliegen oder nicht. Dann haben Sie allerdings die Wahl (alle Preise inkl. MwSt):
  1. Max-Business (Nasscharter): Hierbei chartern Sie das Flugzeug im Nasscharter inklusive Treibstoff. Der Preis beträgt 890 Euro pro Stunde. Gerechnet wird vom Anlassen bis zum Abstellen der Triebwerke.

    Sie können aber auch deutlich günstiger fliegen. Denn wir erstatten Ihnen beim Nasscharter den vollen versteuerten Jetfuel-Preis in Egelsbach (zurzeit ca. € 1,90) zurück. Wenn Sie also z.B. nur 18 Flug-Minuten entfernt in ELLX für 55 Cent pro Liter tanken, „verdienen“ Sie pro Liter 1,45 Euro. Wenn Sie am Tag also drei Stunden fliegen und 700 Liter Jetfuel nachkippen, dann kostet Sie die Stunde nur noch 552 Euro. Es hängt also vor allem von Ihnen ab, wie viel Sie zahlen.


  2. Max-Adventure (Trockencharter): Für längere Reisen außerhalb Europas ist der Nasscharter jedoch ungeeignet, denn es gilt: Andere Länder andere Sitten! Wenn Sie beispielsweise in Zanzibar auf dem Flugplatz stehen und mit einer beherzten Bar-auf-Tatze-Transaktion nicht nur den Sprit günstiger bekommen, sondern sich auch noch einen Gang ins stickige Airport-Büro und durch die afrikanische Security ersparen, dann wollen wir nicht, dass dies an der deutschen Tankbeleg-Abrechnung scheitert.
    Daher unsere dringende Empfehlung sobald Sie Europa verlassen: Wählen Sie den Trockencharter!

    Sie zahlen im Trockencharter 385 Euro pro Stunde, gerechnet wird ebenfalls vom Anlassen bis zum Abstellen der Triebwerke. Den Treibstoff zahlen Sie nun selber. Ein guter Richtwert für den Verbrauch sind 250 Liter pro Stunde. Im Schnitt können Sie außerhalb von Europa mit USD 0,60 bis 1,00 pro Liter rechnen, also je nach Tank-Geschick mit zusätzlichen 150 bis 250 Dollar pro Stunde bzw. 115 bis 190 Euro.


  3. Fixpreis (Schnuppertage): An den im Kalender blau markierten Schnuppertagen bieten wir Ihnen die Gelegenheit, Max einmal für ein oder zwei Stunden kennenzulernen. An diesen Tagen berechnen wir Ihnen keine Tagespauschale und bieten Ihnen Max zum reduzierten Nasscharter-Preis von 790 Euro an.
    Dafür gibt es an diesen Tagen aber auch keine Fuel-Erstattungen, denn wir übernehmen das Tanken selber (sonst wäre das bei den kurzen Flügen auch reichlich ungerecht, denn der Glückliche, der zum Tanken fliegt, bekäme ja noch Geld zurück!).
Was in jedem Fall noch hinzukommt, sind Flughafen- und ATC-Gebühren sowie die Kosten für den Safety-Piloten bzw. Fluglehrer.

Für mehrtägige Trips können Sie mit ca. 300 Euro plus Spesen pro Tag für den Safety-Piloten rechnen. Bei kurzen Flügen empfehlen wir Ihnen dringend, die Einzelheiten individuell mit unseren drei Safety-Piloten auszumachen, denn ein intensives und gut vorbereitetes Briefing vor dem Flug ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Sie im Cockpit schnell produktiv werden können.

Wir empfehlen nachdrücklich, vor dem ersten Flug mit Max mindestens einen ganzen Tag Vorbereitung mit dem Fluglehrer zu investieren, damit Sie die Zeit im Cockpit optimal nutzen und genießen können.


Pilotenqualifikation

Bleibt die Frage, was der Pilot an Voraussetzungen mitbringen muss, um von einem Flug mit Max wirklich etwas zu haben. Da unser Safety-Pilot PIC ist, stellt sich nicht die Frage, ob Sie eine Cheyenne fliegen dürfen, sondern vielmehr ob Sie im Cockpit wirklich mitarbeiten können. Sagen wir’s mal so: Mit einem Zweimot-Rating und einem IFR werden Sie keine Probleme haben, den Abläufen in der Cheyenne I zu folgen und von der ersten Stunde an selber weitestgehend als Pilot Flying zu fungieren.

Die Geschwindigkeiten der PA31-T1 sind überschaubar – 220 bis 230 Knoten Cruise sind üblich. Die IFR-Verfahren lassen sich mit minimal 140 Knoten fliegen, wenn’s sein muss. Wer eine Seneca, eine DA42 oder eine C340 fliegt, ist hier schnell im Thema, vor allem, da Sie ja von rechts optimal unterstützt werden.

Fehlt entweder das IFR oder das Zweimot-Rating im Schein, ist ein Flug mit Max ebenfalls kein Problem. Hier wird der Safety-Pilot natürlich mehr Aufgaben übernehmen, unsere bisherige Erfahrung zeigt jedoch, dass auch hier sehr schnell ein echtes Team entsteht und Sie sehr viel mitnehmen aus dieser Erfahrung.

Fehlen IFR und Zweimot-Rating, sollten wir im Einzelfall prüfen, ob Left-Seat-Max die richtige Position ist. Hier besteht die Gefahr, dass Sie mehr oder minder zum Zuschauer werden, was schade wäre und vielleicht das Geld nicht wert ist. Probieren wir’s einfach mal aus! Auch wir erwarten bei der Crew-Coordination noch eine gewisse Lernkurve.


Und ohne Safety-Pilot? Das Lizenz-Lotto ...

Hierzu zunächst ein Update: Max wird auf absehbare Zeit N-registriert bleiben. Das hat sich in den letzten Wochen entschieden (war im Wesentlichen eine Frage der geeigneten Besicherung für die Finanzierung).

Das Schöne daran ist: Für die FAA ist die Cheyenne ein ganz normales „Airplane Multiengine“. Ein eigenes Typerating gibt es für Cheyenne, King Air etc. in den USA nicht! Bedeutet: Mit einem simplen PPL/Multiengine dürfen Sie die 4-Tonnen-Turboprop fliegen, solange diese Lizenz eine eigenständige US-Lizenz ist (also keine Validierung!).

Wenn Sie gar keine US-Lizenz oder Validierung haben, ist der Fall ebenfalls klar. Dann dürfen Sie Max in Deutschland fliegen, wenn Ihre in Deutschland ausgestellte Lizenz Sie zum Fliegen einer PA31-T1 berechtigt (also mindestens PPL mit HPA und Typerating). Das ergibt sich aus der automatischen Validierung nach FAR 61.3, irgendwelche Schritte oder amtlichen Vorgänge sind nicht erforderlich, nur müssen Sie halt innerhalb des Ausstellungslandes Ihrer Lizenz bleiben.

Wenn Sie allerdings eine gültige US-Validation Ihrer deutschen ICAO- oder JAR-Lizenz haben, ist der Fall etwas komplizierter, denn alle Einschränkungen Ihrer deutschen Lizenz übertragen sich automatisch auf die US-Validation. Und wenn Sie beispielsweise Ihr deutsches Multiengine-Piston-Classrating in den USA haben anerkennen lassen, und jetzt in Ihrer Validation „Airplane Multiengine“ steht, gilt trotzdem noch die Einschränkung, dass Sie dieses Classrating nur zum Führen von MEP (Multiengine PISTON) berechtigt, und damit scheidet die Cheyenne leider aus.

Wenn Sie eine US-Anerkennung Ihres deutschen MEP-Ratings haben und zusätzlich noch ein hiesiges PA31/42-Typerating besitzen, dann dürfen sie mit der MEP-Anerkennung auch die US-registrierte Cheyenne in aller Welt fliegen, denn eine Einschränkung, die es Ihnen verbieten würde, die PA31T zu fliegen, gibt es ja nun in Ihrer JAR-Lizenz nicht mehr. Alles klar?

Sie sehen: Eine eigenständige US-Lizenz hat viele Vorteile gegenüber der Validation. Vielleicht verbringen Sie mal zwei bis drei Wochen Urlaub in Florida und machen den CPL-Multiengine, dann haben Sie alle Schäfchen im Trockenen. Die ganze Aktion ist für Inhaber eines JAR/SEP/IR locker in zehn Tagen zu schaffen.

Aber wie gesagt. All das gilt nur, wenn Sie Max alleine fliegen wollen. Sofern Sie unsere Safety-Piloten mitnehmen, können Sie, ohne diese Überlegungen anzustellen, einfach Platz nehmen.

Grundsätzlich spricht unsererseits nichts gegen einen Charter ohne Safety-Pilot. Ein IFR, ausreichend Zweimot-Erfahrung (irgendwo jenseits der 250 Stunden) und genügend Übung auf dem Muster selbst sind natürlich notwendige Voraussetzungen. Wenn Sie die PA31T noch nie oder länger nicht mehr geflogen haben kommt noch eine gründliche Einweisung hinzu, die im Simulator ca. fünf bis zehn Stunden dauert ($ 9.000 bis 12.000 Euro, je nachdem wo Sie hingehen) und wenn sie ausschließlich im Flieger durchgeführt wird mit ca. 15 Stunden zu veranschlagen ist.

In jedem Fall muss die Versicherung zu Rate gezogen werden, aber das sollte bei ausreichender Qualifikation das kleinste Problem sein. Reden Sie also mit uns, wir erörtern die Möglichkeiten und beraten Sie in dieser Hinsicht gern. Max ist ein Arbeitstier und keine heilige Kuh, wenn also die fliegerischen und rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind, werden wir nicht im Wege stehen.


OK, ich würde gerne Max fliegen – was tun?

Die schlechte Nachricht zuerst. Max ist bis Mitte Dezember bereits weitegehnd ausgebucht. Am 6. November kehrt Max von seiner Weltreise zurück und gleich am nächsten Tag geht’s zum Explorationsflug für die Leserreise 2011 nach Afrika. Dann muss die Cheyenne für zwei Tage zum Film und rechzeitig vor dem Max-Infotag am 4. und 5. Dezember in die Wartung. Vom 10. bis zum 14. Dezember brauchen wir die Cheyenne für das Vorbereitungsbriefing zur Afrika-Leserreise in Graz. All das können Sie unter
www.cheyennefliegen.de

ohne Registrierung und ohne Heckmeck selber nachschauen. Unser Buchungskalender ist für jedermann offen einzusehen und auch wir tragen unsere Nutzung des Flugzeuges wie jeder andere dort ein. Außerdem finden Sie auf dieser Seite eine Fülle von Informationen.
Wir haben das gesamte 600 Seiten dicke Handbuch als PDF erfasst, gegliedert, verlinkt und indiziert. Sie finden dort Artikel zur Technik der Cheyenne, den PT6A Triebwerken, Checklisten, Dokumente und AFM-Supplements. Lesen Sie sich ruhig ein in das Flugzeug, denn je besser Sie auf Abläufe und Systeme vorbereitet sind, desto mehr haben Sie von Ihrem ersten Flug mit der Turboprop.

Außerdem finden Sie dort natürlich Tripvorschläge für lange und kurze Max-Reisen sowie Informationen zu Charterkonditionen und Kosten.


Schnuppertage am 4. und 5. Dezember

Wenn Sie Gefallen an diesem Flugzeug gefunden haben, dann hilft nur fliegen! An unseren ersten Schnuppertagen am 4. und 5. Dezember besteht dazu die Gelegenheit.


Ein Schnupperflug von vielleicht einer Stunde ist der optimale Weg, Max kennenzulernen. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie sich Zeit nehmen, sich allein oder zusammen mit unseren Safety-Piloten vorher gründlich mit den Systemen und Cockpit-Abläufen der Cheyenne zu beschäftigen. Sonst rauscht der Flug einfach an Ihnen vorbei und das wäre schade. Wenn Sie noch nie Turboprop geflogen sind, sollten Sie für diese Vorbereitung ein bis zwei Tage einplanen.
An 4. Dezember wollen wir den interessierten Lesern in Egelsbach (EDFE) vorstellen, was man mit unserer Turboprop alles machen und erleben kann. In entspannter Atmosphäre werden Reiner Meutsch und Arnim Stief von ihrer Weltumrundung mit der Twin-Turboprop berichten. Dann haben Sie Gelegenheit, unsere Safety-Piloten Arnim Stief, Ralph Eckhard und Jan Brill persönlich kennenzulernen. Wir werden außerdem die Charterbedingungen und Preise erläutern und einige Routenvorschläge unterbreiten.
Die Cheyenne ist natürlich auch da! Das Flugzeug kann von Ihnen und Ihren Mitreisenden gründlich in Augenschein genommen werden, und selbstverständlich besteht am Samstag und am Sonntag auch die Möglichkeit, die Turboprop selber vom linken Sitz aus probezufliegen. Auch in den Tagen danach steht Max für Kennenlern-Flüge zur Verfügung. Für anschließende Turbinen-Entzugserscheinungen übernehmen wir allerdings keine Haftung!

Ihre Teilnahme am Schnuppertag am 4. Dezember können Sie unter seminare.pilotundflugzeug.de buchen, die Teilnehmergebühr inkl. Imbiss im Schubecks beträgt 65 Euro. Wenn Sie gleich einen Schnupperflug mit der Turboprop machen wollen, können Sie für einen halbstündigen Flug (z.B. von EDFE nach Luxembourg mit einem Approach) rund 400 Euro zzgl. Landegebühren veranschlagen.

Also – beginnen Sie Ihre Max-Fliegerei am besten mit einem Gespräch mit uns und teilen sie uns mit, was Sie machen wollen. Das kann von „ich möchte das Teil einfach mal fliegen“ über „wir wollten schon immer mal selber nach Neuseeland fliegen“ bis „ich möchte Max bald regelmäßig geschäftlich nutzen“ reichen.
Arnim Stief und Jan Brill beraten Sie gerne und planen mit Ihnen den Flug bzw. den Weg dorthin. Dabei können Sie auf interkontinentalen Flügen von der jahrzehntelangen Erfahrung unserer Pilot und Flugzeug-Leserreisen profitieren. Kontaktieren Sie uns unter:

abo@pilotundflugzeug.de oder
+49 6103 8314 188


  
 
 






Pilot und Flugzeug Artikel
26. Oktober 2010 Jan Brill

Flugbetrieb: n-tv Abenteuer Weltumrundung


Abenteuer Weltumrundung - n-tv berichtet über die Fly-and-Help-Tour mit unserer Cheyenne

Reiner Meutsch und Arnim Stief wurden auf Ihrer für die FLY & HELP Stiftung durchgeführten Weltreise mit unserer Cheyenne I N191MA streckenweise von einem n-tv Kamerateam begleitet. Die entstandene mehrstündige Dokumentation ist ab dem 12. Oktober auf n-tv zu sehen. Der Film gibt einen Überblick über die Reise und die verbundenen Hilfpsojekte der Stiftung. Auch wenn die Fliegerei in der sechsteiligen Dokumentation nicht im Vordergrund steht, wird dem Zuschauer dennoch ein realistisches und positives Bild der Allgemeinen Luftfahrt vermittelt. Die ersten beiden Teile sind inzwischen auch online zu sehen.

Wer sich mehr für die fliegerischen Aspekte und die Erfahrungen der Crew im Betrieb der Cheyenne I interessiert, der ist auch herzlich eingeladen am 4. Dezember 2010 zum Maxreisen-Infotag nach Egelsbach zu kommen. Reiner Meutsch und Arnim Stief werden dort persönlich vom Verlauf ihrer Reise bereichten.

Filme online ansehen:

- Teil 1: Erste Station: Afrika

- Teil 2: Zweite Station: Asien

- Teil 3: Dritte Station: Von Kalkutta nach Java

Sendetermine:

Abenteuer Weltreise 1:
Di, 12.10.10 16:05:00
Di, 12.10.10 00:40:00
Mo, 18.10.10 06:10:00

Abenteuer Weltreise 2:
Di, 19.10.10 16:05:00
Di, 19.10.10 00:20:00
Mo, 25.10.10 06:10:00

Abenteuer Weltreise 3:
Di, 26.10.10 16:05:00
Di, 26.10.10 00:40:00
Mo, 01.11.10 07:30:00

Abenteuer Weltreise 4:
Di, 02.11.10 16:05:00
Di, 02.11.10 00:20:00
Mo, 08.11.10 06:10:00

Abenteuer Weltreise 5:
Di, 09.11.10 16:05:00
Di, 09.11.10 00:40:00
Mo, 15.11.10 06:10:00

Abenteuer Weltreise 6:
Di, 16.11.10 16:05:00
Di, 16.11.10 00:40:00
Mo, 22.11.10 06:10:00


So, 14.11.10 14:05:00 Abenteuer Weltreise 1
So, 14.11.10 14:30:00 Abenteuer Weltreise 2
So, 21.11.10 14:05:00 Abenteuer Weltreise 3
So, 21.11.10 14:30:00 Abenteuer Weltreise 4
So, 28.11.10 14:05:00 Abenteuer Weltreise 5
So, 28.11.10 14:30:00 Abenteuer Weltreise 6


  
 
 






Pilot und Flugzeug Artikel
15. Oktober 2010 Jan Brill

Luftrecht: EASA Angriff auf Third Country Aircraft


Entscheidung über EASA-Gestzesentwurf zu Part-FCL vertagt

Die für den 13. und 14. Oktober angesetzte Entscheidung der Europäischen Kommission zum EASA-FCL-Entwurf (Lizenzen) ist vorerst vertagt worden. Der Entwurf, der wesentliche Verschärfungen gegenüber JAR-FCL enthält und darüber hinaus in seiner von der EASA vorgeschlagenen Fassung auch den Betrieb von Flugzeugen sowie die Nutzung von Lizenzen aus Drittstaaten (N-reg) in der EU praktisch unmöglich gemacht hätte, war bei nahezu allen Branchenverbänden, Organisationen und betroffenen Bürgern auf heftigste Kritik gestoßen. Auch Pilot und Flugzeug übte scharfe Kritik an diesem Vorhaben, das von der IAOPA als die "größte Bedrohung für die GA der letzten 10 Jahre" bewertet wurde (hier, hier und hier).

Im sogenannten "Comitology Process" (kein Witz!), also der Abstimmung des Entwurfs zwischen Kommission und Mitgliedsstaaten, wurde die Entscheidung aufgrund der heftigen Kritik auf Mitte Dezember vertagt.

Drei Erkenntnisse erscheinen uns hierzu erwähnenswert:
  1. Die EASA war durch die Kommission klipp und klar beauftragt worden JAR in europäisches Recht zu überführen und nicht "das Rad neu zu erfinden". Die unnötigen und in ihrer Notwendigkeit durch nichts belegten Verschärfungen bei der Lizenzierung, sowie die Aussperrung von privaten Flugzeugen und Piloten aus Drittstaaten schien der EASA wichtig genug, dieses Mammut-Vorhaben, an dem weit über 100 Leute über Jahre mitgewirkt hatten, als Ganzes zu riskieren.

    Anstatt im Comment-Response-Prozess die Einwände und Erfahrungen der betroffenen Unternehmen und Bürger zu berücksichtigen, fuhr die EASA die ganz harte Linie und fiel damit – zumindest gestern – durch.

  2. Das mit Abstand wichtigste Gesetzesvorhaben für fliegende Bürger und mittelständische Unternehmen der Allgemeinen Luftfahrt wird im demokratischen Europa in einem "Comitology Process" hinter verschlossenen Türen verhandelt. Es gibt keine Öffentlichkeit, keine Presse und keine Verantwortung der handelnden Personen gegenüber dem Bürger!

  3. Wer in den letzten drei Wochen nicht bemerkt hat, dass eine schlagkräftige, professionelle und gut finanzierte Interessenvertretung der GA auf europäischer Ebene so wichtig ist wie der Sprit in den Tanks, dem ist nicht mehr zu helfen. Treten Sie in die AOPA ein, machen Sie Ihren DAeC-Offiziellen Dampf und schreiben Sie Ihren EU- und Bundestagsabgeordneten. Es geht um die Wurst und die Sache ist noch lange nicht endgültig entschieden.


Meldung der deutschen AOPA zu diesem Thema.


  
 
 






Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu Really stupid rules
8. Oktober 2010: Von Jan Brill an christophe scheidegger
... wow! It's the little things in life!!! Dann aber wahrscheinlich nicht N-reg oder so ... naja schön das einer zum Nachdenken gekommen ist!

Habe übrigens nach wie vor keine Antwort vom BAZL zu meiner Anfrage bezüglich der Gründe.


biele Grüße
Jan Brill [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu New EASA-rules to create prohibitive roadblocks for international General Aviation – An open letter to the Comission and the European Parliament
8. Oktober 2010: Von Jan Brill an Bernhard Rouschal
Hallo Herr Rouschal,

sehe ich genauso. Während meiner Zeit in den USA wurde in D sogar mein US-Medical für die deutsche Lizenz anerkannt. Halte ich inzwischen für undenkbar.

Das hat alles nichts mit Safety zu tun.

Das US-IFR hat hierzulande mehr für die Sicherheit in der privaten GA getan als all die überzogenen "Safety-Management-Systeme" zusammen. Inzwischen dämmert es bei den diversen Meetings und Arbeitsgruppen sogar den Airlines, dass es besser ist qualifizierte Piloten zu haben die im Luftraum in Kontakt zu ATC stehen, auch wenn sie nicht aus der Signallaufzeit des DME im Kopf die Entfernung errechnen können, als jeden auf eigene Faust ein Loch in die Wolke bohren zu lassen.

Fest steht: Wenn das von der EASA so durchgeht werden:

1. Eine Anzahl von Leuten aus der GA verschwinden
2. Eine weitere Anzahl nur noch VFR fliegen
3. Die Zahl der Flugzeuge und Flugbewegungen sinken
4. Ausländer mit eigenem Flugzeug einen großen Bogen um die EU machen
5. Die Anerkennung von EU-Lizenzen in den USA (z.B. der MPL) auf absehbare Zeit erledigt sein

Da haben dann alle was davon.

viele Grüße,
Jan Brill [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel
7. Oktober 2010 Jan Brill

Luftrecht: FAA and Europe Safety Record


The European Regulators dismal safety-record on General Aviation, and why EASA doesn't do a thing about it

With EASAs frontal attack against US pilots and US aircraft flying in Europe causing a severe backlash from pretty much the entire General Aviation Community, more and more lawmakers and media-representatives, who look at the US-registered aircraft in Europe ask themselves one simple question: "What’s not to like?" In almost any objective category of safety, the FAA-regulated system does produce safer flights, fewer accidents and even more cost-effective solutions than it’s heavily regulated european counterpart. Incredibly, instead of learning from a clearly safer and more efficient system, EASA dwells in chauvinistic protectionism and - in many areas - clings to it’s long since repudiated approach of maximum barriers for advanced flight training and higher pilot qualification. This is not the standard case of an industry resenting change and fighting regulation just because "all was well in the past". This is the case of concerned citizens screaming at an indifferent regulator for change, longing for safer standards and more effective methods of training and demanding the regulatory application of lessons learned all over the aviation-world through blood, sweat and tears.


Reading the ASF-issued Nall-Report on General Aviation Safety can yield many insights and surprises, especially when comparing actual GA-safety in the FAA-system to flight safety under the European Regulator.
If we agree, that a system, that produces fewer dead bodies per hour flown or mile traveled is somehow superior to a system, that results in more casualties for the same services rendered, the following examination might be of interest.
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General Aviation encompasses all flying activity other than military and airlines. Glider-Pilots and Business-Jets are General Aviation operators, just as individuals flying small four-seat single or twin engine aircraft.
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Applying meaningful statistics to a field of such diversity is notoriously difficult. We want to avoid getting bogged down in discussions whether one type of accident is underreported or another type of operation is overly represented. Hence, we'll use a very simple and also very important indicator: Dead people. Assuming, that the reporting-rate of fatal accidents is almost 100% in the EU and in the US, this will make us least vulnerable to statistical fudging or blurring.

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Fortunately, we have precise and excellent data on fatal accidents:



In the US, the total number of fatal accidents for 2008 was 282 (Source: Nall-Report 09, page 5). This includes all aircraft registered in the US or flying in the US below 5,7 tonnes which can be used as a practical delimiter to the airline world. With this number, the year 2008 was an average year. Not particularly good, but also not too bad.



In Germany, the total number of fatal accidents for 2008 was 42 (Source: Annual Report German Air Accident Investigation Board for 2008, Table 2, Page 10). This also includes all aircraft below 5,7 tonnes registered in Germany and thereby operated under unified european JAR licensing and maintenance rules. 42 also is a rather average year.



While one part of our contemplation is well known and simple to compare, the other part is not. What's going to be our denominator to asses the accident rate? Hours flown would be the ideal criteria. Hours flown would insulate us from different kinds of usage (e.g. transportation vs. recreational flying), but a reliable number for hours flown is not available. For Germany, there is no such ascertainment at all, and in the US the number is an estimation.
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However, the factor for the absolute number of fatal accidents already is revealing: 42 fatal accidents under the German regulator vs. 282 fatal accidents under the US-system means a factor of 6,7.



It can safely be assumed, that the total number of General Aviation hours flown in the US is much, much higher than 6,7 times the number in Germany. So we know, that sitting in an american private- or business-aircraft is safer than sitting in a german one. We just don't know how much safer.



Without taking the reader onto a wild trip into statistical never-land, another simple inspection will give us an idea. The number of airplanes registered. This number is also precisely known: The number of US-registered airplanes for 2008 averaged at 379.000 (Source: FAA Airplane Registry Database Download). The number of aircraft registered in Germany in 2008 totaled 21.327 (Source: LBA). A factor of 17,7!



Looking at the number of licensed pilots yields a similar picture. Excluding the glider pilots (due to a national particularity, they make almost 50% of German airmen), Germany had issued 50.973 pilot-certificates of all levels in 2008 (Source: LBA). The US comes up with 613.746 active certificates in 2008 (Source: FAA Pilot Statistics Tables 1 and 8). Subtracting 29.214 American glider-pilots, we get 584.532 US pilots to compare them to 50.973 German aviators [Note 1]. A factor of 11,5!

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The stringent deduction is alarming. Rounding all numbers in favor of the Europeans, 11 times as many pilots and 17 times as many airplanes in the US only produce 7 times as many fatal accidents compared to the German system under common european JAR-rules, which will be implemented and even tightened by EASA.



No amount of statistical rectification, adjustment or clearing up will be able to overcome this enormous gap.



Assuming for a moment, that german pilots are nowhere more suicidal or lightheaded than their american colleges, the inescapable conclusion is:

There is a lot of room for improvement in the European system!




The interesting question is: Where?



The author does not claim to know the exact reasons for the increased lethality of General Aviation under european rules. The hardware (airplanes, engines, navigation-instruments) used in both systems is almost identical.



Looking at the two systems from the point of view of decades of first hand flying- and training-experience in both worlds amongst our research-staff, some striking differences come to light. Holding pilot- and instructor-certificates in both systems, we feel competent to at least relate some observations.

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###-MYBR-###I. Instrument Rated Pilots



The first and most obvious difference is the minuscule number of instrument rated pilots under european JAR-rules. An instrument rating is an add-on license, that a pilot obtains to fly safely in clouds and in bad weather under the guidance of Air Traffic Control. If the pilot does not hold this rating, he has to stay in visual conditions, outside clouds and in good visibility. If he inadvertently gets into a cloud he simply lacks experience and training to safely fly through or out again. The fact, that 99,9% of commercial passenger transport is done under instrument-rules by instrument-rated pilots, speaks to the utility of this add-on-qualification.



Flying "VFR into IMC" means a non-instrument-rated pilot get’s into adverse weather conditions. These accidents are frequent and the resulting collision with earth is almost always deadly. 14,1 percent (2008) of fatal accidents fall into that category, forming the single biggest primary cause of death in european General Aviation.



Of 31.219 private airplane pilots in Germany only 1.667 held this qualification. That’s 5,5%. The number is an embarrassment, plain and simple. You could easily summon all german "PPL/IR" pilots in a Bierzelt and probably even afford to buy them a drink.



Paying for the 57.422 US instrument-rated private pilots (27%) to have a good time would be a much larger investment. The number gets even starker, if you take into account the US commercial- and ATP-rated pilots holding only a private medical certificate, hence only exercising private pilot privileges (something very common in the US, but legally not possible in the EU).

113.212 airline- and commercial-pilots with instrument-ratings fall into that category, bringing the number of instrument-rated pilots engaged solely in General Aviation up to 172.634. That translates to 48,1% of all US airplane pilots holding a private-pilot-medical certificate!



It follows, the comparison between GA-pilots holding the vital instrument qualification in the US and pilots of the same skill- and experience-level in Germany is 48 percent against 5,5 percent!



The main reason is not cost. Though flying in Europe is clearly more expensive than in the US, the amount of practical training required and the content of that training is almost identical and expenditures for travel and lodging in America quickly offset any savings from lower flying-costs.
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###-MYBR-###The main reason is access. Three major administrative barriers stand between an normal General Aviation pilot and his instrument rating:
  1. An overly inflated theory syllabus. A private pilot wishing to obtain an instrument rating to safer conduct his flights has to learn a multitude of subject-matters far beyond the capabilities of his airplane or the application of his license: Turbine-engines, electrical-systems of airliners and aeromedical-content stuffed into the european instrument rating not only are applicable mostly to commercial operations, they're also redundant, because if the pilot ever wishes to fly any larger and faster aircraft where this knowledge would be useful, he has to undergo additional training and examinations anyway.

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  2. Classroom-Lessons: The overinflated theory has - by law - to be thought mostly in classroom lessons. Hundreds of it and they're available at a handful of schools only. This is hardly compatible with the daily life of a professional employee or businessman able to muster the funds required for the training. There has to be a way to study the required content in a time-flexible manner. The FAA allows this, and it’s common in many other professional fields here in Europe.

    While classroom lessons might well be effective for straight-through-training of airline pilots, it’s rigid schedule proofs prohibitive for anyone trying to get a job, a business, a family and maybe additional pilot-qualifications into just one life.

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  3. Aircraft: Under the current system, training for the instrument rating in one’s own aircraft is next to impossible. That not only increases cost, it’s also counterproductive, because in most cases training in one’s own airplane with the familiar navigation-instruments and systems is not only faster, but yields a much safer pilot in the end.

    Any aircraft approved for instrument flying can also be used for instrument training. There are no modifications as in driving school vehicles or the like. The barrier is purely administrative, maybe also protectionist.
Very simple and cost-effective rule changes would go a long way towards addressing these three barriers. EASA is attempting this task in FCL.008, but the proposals discussed therein are meek and and fall even short of the three simple and most urgent steps stated above.


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II. Air Traffic Control Infrastructure



Air Traffic Control in Europe is geared towards airline-operations. Small local airfields rarely provide instrument takeoff- and landing procedures which would allow General Aviation pilots to fly in and out in less than perfect weather. That’s in spite of the fact that since the approval and introduction of GPS-instrument-approaches 15 years ago, the cost of establishing an instrument takeoff or landing is mostly paperwork (no ground installations required).

That Europe neglects this paperwork whereas in the US an instrument-approach is available to almost any tiny airstrip, is a shameful shortcoming of our infrastructure.
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In Germany, it is due to a multitude of administrative requirements, that airfield-operators can not afford to provide such a safe procedure. Some of these requirements make sense for commercial aviation, most are utterly over the top for personal and business-flights and nowhere required by international standards set through ICAO.

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Moreover, properly licensed pilots flying visually en-route and wishing to change to an instrument-flight due to deteriorating weather-conditions are actually prosecuted and punished by the Civil Aviation Authority whereas this safety-decision is exactly what the FAA expects of any responsible airman.

The kookiness of that particular twist defies the imagination. It’s like outlawing brakes on the Autobahn, because you weren’t supposed to go that fast in the first place.


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III. Inconsistencies



Also, flying on instruments in uncontrolled airspace not managed by Air Traffic Control is not allowed in many european countries, whereas others such as Great Britain specifically encourage it and have even created a license to allow just that.

The ramifications of this ban are directly related to the lack of instrument takeoff- and landing-procedures, because most smaller airports used by General Aviation pilots are located in uncontrolled airspace that is not managed by anyone.


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###-MYBR-###IV. Flight Instructors and their abilities



In the FAA-system, a flight instructor is required to hold at least a commercial pilots license and an instrument rating, thus insuring the instructor is not one, but two steps ahead of his student. The european regulator only requires theoretical commercial-pilot knowledge and does not mandate an instrument rating at all from it’s primary disseminators of knowledge and experience.
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We're not proposing to simply raise the requirement over night, because that would effectively cease pilot training in the EU, we’re proposing to reduce administrative barriers to the instrument-qualification so that future european flight instructors at least stand a fair chance to obtain the same qualifications and skills as their american counterparts.
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Also, every US certified flight instructor, all 93.202 of them, can take their students all the way to the certificate or rating sought. The US flight instructor is licensed to teach theory and practical flying and also authorized to recommend his student for examination and the practical check-flight.

The european instructor can do none of this. He can only act as part of an approved and highly bureaucratic Training Organization, where the student has to be formally registered, approved and put into a curriculum – thus further limiting the accessibility of training and knowledge.
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Finally, the US system requires the applicant for any certificate or rating to undergo a thorough oral examination of aeronautical knowledge, that – even in the case of a lowly private pilots license – can take 5 to 8 hours of questioning, testing and demonstrating theoretical knowledge and understanding. This is – by all accounts – a grueling, but a necessary experience.

The european regulator requires none of that and rather relies on a written multiple-choice examination only, thus allowing the aeronautical knowledge examination to be degraded into an exercise in rote-learning.


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Summary



EASA addresses none of these issues in it’s regulatory opinion that will be before the Comission on October 14th. To the contrary, EASA, in what can only be described as a fit of administrative rage, proposes to effectively ban US licensed pilots and US registered aircraft from the continent.
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The common european JAR-system of licenses, in place now for 10 years, has failed to even come close to the US-system in terms of safety delivered for General Aviation.



The main reasons for Europe’s dismal safety-record are not higher costs or ineptness of the actors, but mostly bureaucratic barriers to advanced pilot qualifications and continuative training.
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EASA is now proposing to fight this very problem with yet more bureaucracy. We do not believe this to be successful.




There are other issues such as the legitimate fears of Flight Schools facing competition from their clearly predominant US counterparts or from suddenly freed free-roaming flight instructors making training available on a personal and flexible basis. These fears are justified and need to be addressed.

The more far sighted amongst the schools however, have long since realized that the medium and long term solution to the industries problems has to lie in the expansion of the pilot population and not in the ever more vicious battle over the last two or three instrument students standing.

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In the interest of safety we therefor call on EASA to:
  1. Short-Term: Immediately lower the administrative barriers for private pilot instrument qualification by:



    • Reducing the theoretical syllabus to the required breadth for General Aviation pilots and putting advanced content into the requirements for advanced licenses where it belongs.



    • Permitting self-study of the theoretical subject matters, checked by a pre-exam that can be administered by any qualified flight instructor. Upon successful completion of the pre-exam the flight instructor can recommend the student for the actual written exam.



    • Permitting training – at least for the instrument rating – in any properly certified aircraft, irrespective of where it’s registered or owned.




  2. Medium-Term: Mandate and fund a unified Air Traffic Control infrastructure and regulatory environment, that allows for the cost effective creation of GPS based instrument takeoff- and landing-procedures (called IFR departures and approaches) to the most commonly used General Aviation airfields within the Community.

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  3. Long-Term: Mandate new flight instructors to hold at least a commercial pilots license and an instrument rating, and allow them to give training within the limits of their own instructor-qualifications independently from training organizations or solely bureaucratic umbrella organizations.

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  4. While these changes are implemented, accept as equal FAA private pilot licenses and FAA instrument ratings, to allow pilots to quickly and cost-effectively improve their qualifications and skills while Europe catches up.








Get involved!



If you feel your elected representative in the Transportation Subcommittee of the European Parliament, which will have a say about the new EASA-rules discussed on October 14th, should learn about these issues, feel free to contact them directly:





Brian Simpson,Chair, brian.simpson@europarl.europa.eu, +32 2 28 45510

Peter van Dalen, Vice-Chair, peter.vandalen@europarl.europa.eu, +32 2 28 45719

Silvia-Adriana Ţicau, Vice-Chair, silviaadriana.ticau@europarl.europa.eu, +32 2 28 45838

Dieter-Lebrecht Koch, Vice-Chair, dieter-lebrecht.koch@europarl.europa.eu, +32 2 28 45761

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Download this article as PDF-Document or RTF-Text



Link to this article: http://www.pilotundflugzeug.de/artikel/2010-10-07/FAA_and_Europe_Safety_Record











Note 1: This approach contains two significant sources of uncertainty: First, due to different jurisdictions pilots in Germany often hold two licenses, one for recreational purposes the other for professional use. This would reduce the number of pilots, thus tilting the result in favor of the US system. The other is the fact, that the US-number contains roughly 80.000 student-pilots and the german number doesn't. We feel it’s legitimate though to leave the student-pilots in, because they can fly much longer and much more independently on their US student-pilot certificates than a german flight-student could. Both totals do not contain pilots of microlights.


  
 
 






Pilot und Flugzeug Artikel
6. Oktober 2010 Jan Brill

Magazin: Seminare im Herbst


Seminare: VFR-Flüge ins Europäische Ausland und Fliegen in Amerika - es sind noch Plätze frei!

Am 23. Oktober findet in Egelsbach unser eintägiges Seminar VFR-Flüge ins Europäische Ausland statt. In diesem Seminar werden wir Sie methodisch an die Planung von VFR-Flügen in ganz Europa heranführen. Sie lernen, wie Sie die wichtigen Punkte aus den Publikationen (Jeppesen) herauslesen, und wie Sie anhand einer Checkliste sichergehen, alle vorgeschriebenen Informationen berücksichtigt zu haben. Anhand von praktischen Beispielen in Frankreich, England und an der Adria erläutern wir Besonderheiten bei den Flugverfahren und Spezialfälle in der Luftraumstruktur. Für Kurzentschlossene sind auch noch Plätze im zweitägigen Seminar "Fliegen in den USA" am 9. und 10. Oktober in Egelsbach frei. Dort werden wir auch auf die aktuellen Entwicklungen bei der EASA und der N-reg.-Fliegerei in Deutschland eingehen.

Seminar Fliegen in den USA: 9. und 10. Oktober 2010, Egelsbach

Dieses Seminar werden wir thematisch weitgehend unverändert über zwei Tage abhalten. Behandelt werden:
  • Kartenmaterial und Luftraumstruktur in den USA
  • ATC: Sprechgruppen und Unterschiede zu Europa
  • Interessante Fluggebiete und Destinationen
  • Lizenzwesen: Validierung, BFR, Medical und Currency-Bestimmungen
  • Ausbildung in USA: Einstiegspunkte, TSA und Nutzungsmöglichkeiten von US-Lizenzen
  • N-registrierte Flugzeuge: Bestimmungen und Praxis für Trust und Instandhaltung
Zum Seminar anmelden


VFR-Flüge ins europäische Ausland: 23. Oktober 2010, Egelsbach

Dieses Seminar haben wir thematisch nochmals überarbeitet und inhaltlich gekürzt, sodass wir es in einem Tag abhalten können. Gekürzt wurden im Wesentlichen die meteorologischen Inhalte, und die Vorstellung der verschiedenen Flugvorbereitungsprodukte wurde in den Hauptvortrag integriert. Behandelt werden:
  • Methodik der Flugvorbereitung Checkliste: Was muss ich lesen/beachten?
  • Informationsquellen Jeppesen Bottlang und VFR GPS Karten
  • Flugplanaufgabe im Ausland
  • Praxisbeispiele: Flugvorbereitung in die Nachbarländer
  • Ausrüstungsbestimmungen im Ausland
  • Infrastruktur und Tipps zur Kostenreduzierung
  • ATC-Besonderheiten in Frankreich, Spanien, Skandinavien und der Adria
Zum Seminar anmelden


  
 
 





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