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Hallo zusammen
ich befinde mich aktuell in der PPL Ausbildung und ertappe mich dabei, nach einem eigenen Flieger zu schauen. Ich hab ein bisschen gerechnet und dann festgestellt - ich weiß gar nicht, wie viel ich später fliegen werde und ab wann sich das tatsächlich rein monetär rechnen würde. Was ich aber weiß: Ich würde mit Sicherheit mehr fliegen, wenn der Flieger ständig verfügbar wäre und ich auch bei einem mehrtägigem Ausflug keine vorherigen Diskussionen mit dem Vercharterer führen müsste. Ich hab keine Lust zwei Wochen vorher zu reservieren, um dann am Tag X zu schlechtes Wetter vorzufinden, während X+1 sehr gut gewesen wäre...
Also werde ich womöglich höhere Kosten pro Stunde haben - das ist dann eben so.
Nun aber zum eigentlichen Thema: Das Anforderungsprofil ist... unklar. Ich möchte aber auch nix kaufen und nach wenigen Monaten merken, dass es mir an irgendwas fehlt - zB Reisegeschwindigkeit. So ein Flieger verkauft sich offensichtlich schwieriger als ein Wohnmobil - also möchte ich nicht zu schnell das Gefühl haben, dass ich lieber was anderes hätte.
In der Ausbildung fliege ich Piper PA 28 - 161 und 181. Letzterer merkt man schon an, dass ein bisschen mehr Leistung vorhanden ist, aber so richtige Strecke machen?! In der Reisegeschwindigkeit tun die sich ja nix. Etwas, dass ein bisschen schneller ist, wäre auch ok. Ich hätte eine (offensichtlich gute) -151 in Aussicht und wenn man den Handbüchern trauen kann, unterscheiden sich 161 und 151 leistungstechnisch so ziemlich gar nicht. Generell fliege ich die -161 gerne und für Ausbildungszwecke ist das natürlich ideal. Reichweite und Zuladung sind sicherlich gut - meine Flüge würden tendenziell eher mit zwei Personen (zusammen 160-170 kg) und Hund (20 kg) und wenig Gepäck stattfinden.
Aber reicht mir da ne -151? Wird das zu schnell langweilig, weil Strecke dann doch eher gemächlich ist? Schon zu einschränkend, an sehr warmen Sommertagen und möglicher Startstrecke?
Und jetzt konkret: Was fallen Euch so für Modelle ein, die im Budget um die 100.000 Euro liegen, notfalls 150.000 Euro - nur sehr ungerne mehr und wenn dann nicht sehr viel?
Ne Mooney M20 zum Beispiel? Verbrauch nicht wesentlich höher als ne Piper mit 180 PS, dafür deutlich schneller...
Als Anfänger fehlt mir ein bisschen die Übersicht der Optionen und Modelle - was bietet sich noch an und ist für einen Anfänger auch "machbar". Unterhaltskosten rechne ich grob 15.000 im Jahr, lebe aber auch damit, wenn es mehr wird und Rücklagen für größere Geschichten wären drin...
Also, was wäre Eure Wahl für (manchmal) zwei Personen, (manchmal) Hund, (manchmal) klein bisschen Gepäck und trotzdem akzeptabler Reichweite, Startperformance und Geschwindigkeit vielleicht irgendwas um und bei 130-150 KIAS.
Ist das die eierlegende Wollmilchsau, die es nicht gibt?
Danke Sascha
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Doch die gibt es...Was Dir klar sein muss, der wirklich einzige Vorteil gegenüber Verein/Charter ist die Verfügbarkeit. Simpel und grundsätzlich, Geld sollte keine oder kaum eine Rolle spielen. Je "flüssiger" Du bist, desto mehr Optionen hast Du frei, ( Das gilt ohnehin für alle Lebensbereiche.)
- PA28 o.ä. plus gutmütig, minus nur eine Tür für Vier
- C172, aufwärts, solide, Ersatzteile problemlos. Beides uraltes Gerümpel.
- 300k > Gibts Gutes. Meine persönlichen Favoriten, Die Diesel der Österreicher
- Finger weg von der Familie Cirrus, wenn Du nicht reich bist. Absurde Ersatzteilpreise. ABER: state of the art.
- Geil zu fliegen mit fast 360° Rundumsicht, aber Holz: Die Familien Robin DR253/300/400. Zuladewunder. Für mich persönlich der EcoFlyer Diesel von Robin. perfekt.
- Spornradoldtimer? Eine völlig andere, aufregende Welt.. fällt aus der Aufzählung.
- Dann wären da noch die RRRROTAX-Zweisitzer, allen voran die Aquila. Sparsam zuverlässig, bequem..
- Unter letzter Kategorie sind last not least die modernen UL zu sehen. Mittlerweile echte Alternativen.
Darüberhinaus? Puuuh.. je jünger und größer desto teuerer. PC12, Piper Meridien, TBM sind nix für Anfänger.. Die Phantasie ist vermutlich unbegrenzter wie das Budget.
Zusammengefasst: Was willst Du? Was kannst Du ?
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Hallo Sascha,
ich fliege auch erst seit etwa 3 Jahren und habe in der Zeit ca. 300h geschafft. Deine Fragen kannte ich gut und habe ich mir auch immer wieder gestellt.
Mein fliegerischer Werdegang ging über einen Segelflugverein, der eine 172 hatte, die recht wenig geflogen wurde. Das war für mich perfekt da das Flugzeug fast immer verfügbar war. Für die ersten Ausritte allein war auch die Leistung des Fliegers gut. War eine lehreiche und schöne Zeit. Dann bin ich in einen reinen Motorflug Verein gewechselt (und bis heute Mitglied) und konnte Leistungsstärkere und modernere Maschinen kennenlernen. War auch super und sehr lehrreich.
Vor ca. einem Jahr habe ich mir dann eine SR22 gekauft. Nach Probeflug war recht schnell klar, dass es das werden soll. Geiler Flieger aber wie Du ja selbst schon sagst finanziell halt schon deutlich teurer. Zurzeit ist die Cirrus für mich perfekt, aber klar schielt man schon wieder auf ein Upgrade aber so weit ist es noch nicht. Für meine Missionen ist die super. Und das ist dann auch die Frage, die Du Dir stellen musst: Was genau hast Du vor. Diese Frage kann niemand außer Dir selbst beantworten und ich würde schätzen in der jetzigen Phase der Ausbildung kannst Du das auch noch nicht. Der Weg über den Verein halte ich für ziemlich gut, auch um noch andere Piloten kennen zu lernen. Das ist sehr inspirierend und lehrreich.
Wenn Du noch mehr wissen willst, schreib gerne. Viel Spaß weiter und Beste Grüße
Stephan
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Speed ist nicht so sehr wichtig. Das macht bei mittleren Strecken nur ein paar Minuten aus. Bei wirklich langen Strecken wichtiger ist die Range. Range ist der beste Speed Kit, weil Tankstopps so viel Zeit (und Nerven) fressen. Beispiel: die TB20 fliegt 150kt, kann aber so 1200NM fliegen. Ältere SR22 (NA) sind zwar 170 Knoten schnell, fliegen aber trotzdem "nur" 1000NM.
Die Frage der Kosten Chartern vs. Eignen ist in der Tat zweitrangig. Sondern entscheidender ist, wie du schon vermutest, die Verfügbarkeit. Rein kostenmäßig bist du wahrscheinlich selbst bei 150 Stunden (was für ein privates Flugzeug schon recht viel ist) immer noch günstiger beim Chartern. Aber das ist alles irrelevant, denn erstens würdest du nicht die selbe Verfügbarkeit haben und zweitens gibt es "schöne" Reiseflugzeuge sowieso nur an wenigen Stellen zu chartern.
Die PA28-181 (v.a. ab Bj. 1979) halte ich übrigens nach wie vor für das allerbeste Allrounder-Flugzeug, das es gibt. Und ja, man kann damit gut reisen in Europa (und totzdem auch um den Kirchturm fliegen). Echte 120 Knoten, 4,5 Stunden Endurance, gute Zuladung, ordentliche short field Eigenschaften, unverwüstbar und simpel in der Wartung. Mein Vater ist mit einer quer durch Europa vor 30 Jahren. Heute kann man vielleicht argumentieren, dass die DA40 die 181 als bester solcher Allrounder abgelöst hat - Geschmackssache. Klar ist aber: mit einer Dieselmaschine wärst du auf jeden Fall fast alle Headaches bzgl. Treibstoffverfügbarkeit los. Kostet eben deutlich mehr in der Anschafffung als eine 40 Jahre alte 181. Wenn es etwas schneller und weiter gehen soll, dann ist die TB20 objektiv gesehen schon gut. Gefallen muss einem der Hobel bloß noch.
Grundsätzlich solltest du nie mehr Zuladung brauchen, als du bei vollem Tank noch hast. Dass man regelmäßig mit "half-tanks" losfliegt ist, gerade in Europa, nicht realistisch. An vielen Zielen gibt es kein Avgas (mehr), man muss also sehr oft "bunkern". Aber ca. 240 kg haben bei vollen Tanks eigentlich alle Viersitzer, das sollte also kein Problem sein. Für 15000 Euro wird es aber sicher nicht gehen.
Für wichtig halte ich auch die short field / grass runway capability. Jetzt, wo an den meisten größeren Flughäfen die Gebühren sehr hoch geworden sind und - vor allem - man dort oft keine Parkgenehmigungen mehr bekommt, "muss" man eben immer öfter auf kleine Plätze in der Nähe ausweichen. Aber das hängt von der Bedeutung her etwas davon ab, welche Flugziele du primär im Auge hast für die Zukunft.
Und dann gibt es ja noch die "neueren" Typen... Gogetair 750, Pioneer 400, Sling TSI/HW, Vans RVx... die sind alle nicht Part-23-zugelassen, unterliegen also u.U. gewissen Einschränkungen bei internationalen Flügen. Dafür bieten sie bei den laufenden Betriebskosten mehr bang-for-the-buck als die althergebrachten schwereren Maschinen. Einige davon werden aber in der Anschaffung zu teuer sein.
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nur zur Einordnung bei 150kt IAS reden wir von der obersten SEP-Liga oder Turboprops. Oder war das ein TTT (Terrible TAS Typo)?
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"Piper PA 28 - 161 und 181. Letzterer merkt man schon an, dass ein bisschen mehr Leistung vorhanden ist, aber so richtige Strecke machen?! "
Also, meine Eltern waren mit letzterer von Süddeutschland aus an's Nordkapp geflogen ... und würden das wieder machen, wenn sie inzwischen nicht zu alt wären.
Ich kam bisher nur zu den Lofoten, aber in einer C182. Klar, Dampf hilft. Koscht aber auch.
Es gibt aber sooo viele Parameter, die Du erst im Laufe der Zeit kennenlernen wirst: in manchen Ländern ist AvGas schwierig zu erhalten - da helfen die 350 Liter, welche unsere Vereins-C182 aufnehmen kann. Bei sparsamer Leistungseinstellung kommst Du weit. Ja, andere Flieger kommen noch weiter oder haben ein besseres Verhältnis zwischen eingesetztem Knallwasser zur erzielten Milage.
Ich meine, dass meine Eltern ihre Klappräder in der PA28 durch die Kofferraumtür eingeladen haben - ich muss sie in der C182 auf die Rücksitzbank hieven.
Früher flog ich viel Piper Cub, 65 PS, kein Anlasser, 60 Knoten Cruise, Tandemsitzer. Wenn Du was sehen willst, ist das super, denn Du bist langsam unterwegs und kannst links UND rechts rauschauen - nur siehst Du Deinen Co nicht bzw. nur von hinten, siehst also seine Befindlichkeit nicht (gehts ihr gut, reichts ihm vielleicht).
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Hi,
ich habe neben der SR22 noch die 50 Jahre alte PA-28-151 Cherokee Warrior meines Vaters .... Das ist nach wie vor ein tolles Flugzeug, Unsere hat einen neuen Motor und neue IFR-Avionik (Aspen, Traffic, zweiachsiger Autpilot, Traffic etc.) .... und man kann, zB zu zweit, mit diesem Flugzeug gut ganz Europa erkunden ....
Klar, nach Kreta hat das 11 Stunden gedauert, und mit der Cirrus 6,5 ... aber ich war in ganz Europa mit dem Teil: Schweden, Griechenland, Spanien ... und überall dazwischen. Ein leicht zu fliegende, sehr sicheres Flugzeug, zu akzeptablen Kosten.Meine hat sogar MoGAS (ohne Ethanol) ...
Ob Cherokee Warrior (150 PS), Warrior II/III (160 PS) oder Archer (180 PS), das gibt sich nicht mehr viel, aber natürlich hat eine Archer mehr Reserven. Es gibt sogar eine Sechszylinder-Version mit 235 PS, die alles schleppt was durch die Tür geht.
Eine gute Archer II (tapered Wing!) mit guter Avionik (selten) wäre sehr gut. Wäre mir auch lieber als eine 200-PS-Mooney, die zwar sehr viel schneller ist, aber nicht so vielseitig. Aber auch die M20J ist ein sehr gutes Flugzeug, oder die 252 bzw. TSL.
Sehr gut finde ich auch die Gruman Tiger mit 180 PS. Super Handling, Schiebehaube (darg man sogar eine Spalt offen lassen im Flug) und bessere Performance als die Archer.
Die "TB"s liegen mir persönlich nicht so, Robin DR400 ist auch nicht mein Ding ... aber auch das sind alles brauchbare Flugzeuge (DR400 mit der Einschränkung, dass sie wegen der Holkzbauweise hangariert sein sollte).
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... da haben wir annährend zeitgleich annähernd das gleiche geschrieben :-)
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Mooney M20 wäre meine Wahl "any day", solange vier Sitze ausreichen.
Die relevanten M20-Modelle im Überblick (Modelle vor J wären mir zu alt):
J = non-turbo Lycoming IO-360, 200 PS, in jeder Hinsicht vergleichbar mit PA28R-201, aber 15kt schneller.
K = turbo Continental TSIO-360, 210 PS, hier unbedingt nach der M20K-252 schauen (mit Intercooler)
M "Bravo" = turbo Lycoming TIO-540, 270 PS
R "Ovation" = non-turbo Continental IO-550-G, 280 PS
V "Acclaim" = turbo Continental TSIO-550-G, 280 PS
Ich habe eine J und bin sehr happy damit. Würde Geld keine Rolle spielen, würde ich in der obigen Liste etwas weiter nach unten gehen.
Die Ersatzteilsituation ist bisher okay, allerdings werden aktuell keine neuen Maschinen mehr hergestellt, was irgendwann mittelfristig auch die Ersatzteilsituation treffen wird. Da aber aktuell immer noch Tausende der verschiedenen Mooney M20-Modelle weltweit fliegen (Grobschätzung 6000-7000 immer noch aktiver Flieger), ist die Ersatzteilsituation jedenfalls sehr viel entspannter als bei so manchem "Exoten".
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Die "TB"s liegen mir persönlich nicht so, Robin DR400 ist auch nicht mein Ding ... aber auch das sind alles brauchbare Flugzeuge (DR400 mit der Einschränkung, dass sie wegen der Holkzbauweise hangariert sein sollte).
Leider sind die Robins auch eine Upgrade-Katastrophe, wie ich aus leidlicher eigener Erfahrung lernen musste, da das FAA TC nicht vorhanden ist. Mit diverser Avionik, Autopiloten usw. wird das nichts. Es gibt nur wenige Optionen mit STCs.
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Du sagst es selber: Das Problem ist, dass Deine Anforderungen nicht klar sind. Und es ist halt was ganz anderes, ob man einen Flieger sucht, mit dem man ab und zu mal Pizza essen fliegt, einen, mit dem man regelmäßig und zuverlässig auf ne Nordseeinsel oder nach Italien kommt oder einen für Langstrecken-Urlaubstrips.
Deswegen sehe ich 2 Möglichkeiten: Entweder, Du wartest mit dem Flieger-Kauf bis 2-3 Jahre nach dem Schein. Dann ist man typischerweise aus der "Neu-Phase" raus, man ist mit allen Freunden (die das dann wirklich wollen) mal ne Runde geflogen und für sich selbst und möglicher PartnerInnen hat man rausgefunden, wie viel seiner Freizeit man wirklich mit Fliegen, und mit welcher Art von Fliegen, verbringen will. Oder, Du kaufst Dir ne "Stundensammelmöhre" mit dem Plan, die nach ebenjenen 2-3 Jahren wieder zu verkaufen.
Wenn Du Dir unmittelbar nach dem PPL ein Flugzeug kaufst, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass Du auch nach 2-3 Jahren dann denkst "das ist genau das richtige für mich".
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>>> Beispiel: die TB20 fliegt 150kt, kann aber so 1200NM fliegen. Ältere SR22 (NA) sind zwar 170 Knoten schnell, fliegen aber trotzdem "nur" 1000NM.
Ja, stimmt ... aber wie oft will man 1000 NM am Stück fliegen? Ich eigentliich nie. In 13 Jahren waren meine längsten Legs Dubrovnik-Kreta, 4 Stunden ... perfekt für die SR22.
Ich weiß natürlich, dass es Leute gibt, die sowas gern machen ... ich habe nie dazu gehört. Und für Passagiere sind 5-6 Stunden in so einer Kiste sowieso eine Tortur.
Zu allem Überfluss habe ich auch noch eine Blase :-)
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Hallo Sascha,
ein eigener Flieger ist eine tolle Sache - aber dazu gehört mehr als das Flugzeug selbst. Natürlich kann man grundsätzlich nach Scheinerwerb einen Flieger kaufen und darf sogar gleich ans obere Ende der SEP Skala gehen, wenn es der Geldbeutel hergibt.
In einem Fliegerclub, einer guten Charterbasis oder auch in einer Eignergemeinschaft lernt man viel über den Betrieb und die Instandhaltung eines Fliegers. Fliegen kannst du nach Scheinerhalt, den Betrieb würde ich mir aber auch aneignen, bevor ich selbst x00k EUR ausgeben würde. Das kann sonst schnell unnötig teuer werden. Viel Erfolg!
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Ich glaube an der Stelle im Fliegerleben ist fast jeder mal vorbei gekommen ... Das kann ganz unterschiedlich ausschauen und vielleicht kannst du dir jemanden suchen, der aus einer ähnlichen Situation gestartet ist? Mindestsens ein langes Gespräch und einmal rauf und runter Lebenssituation gegen Flugwunsch abwägen kann Wunder helfen! Wo bist du ansässig, genug Fliegererfahrung um dich herum?
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Die Kennzahl "Reichweite bei MTOW" ist meines Erachtens keine sinnvolle Größe. Genauso wenig "Zuladung bei vollen Tanks".
Eher sowas wie "Für welche Flugstrecke kann ich tanken, wenn ich meine Familie plus 30kg Gepäck einlade".
Und da ist mehr besser - denn das gibt einem die Flexilibilität, dass man an teuren Flugplätzen nicht tanken muss.
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Chris, als "vintage" Mooniac werfe ich da doch mal die ersten Baureihen in den Ring. Eine M20C, E oder F kann schon was. Vor allem sin diese meist auch preiswerter zu haben. Und sie sind gewichtsmäßig leichter. Vergleich einfach mal die Startstrecke (m)einer M20E (meiner Meinung nach ein sehr günstiger Reiseflieger für 2 Personen) mit der einer M20J. Vergleiche die climb performance. Ich bin mittlerweile mit meiner auch schon öfter auf Gras gelandet, und vor allem die im Verhältnis zur J kürzere Startrollstrecke ist da schon ein Thema. Wichtiger ist m.E. eher der Wartungszustand etc. Wartungsstau ? Lieber eine schön gepflegte E oder F aus Ende Sechziger als eine schlecht gepflegte J aus 1977 .... Aber ich gebe Dir recht: Mooneys können schon viel vereinen. Nur "load-hauler" sind sie nicht (meine hat z.B. 360 kg Zuladung. Bei ca. 200 kg für 2 Personen mit Hund und Gepäck bleiben da aber noch immer noch 220 Liter Avgas - da fliegt sie fast 6 Stunden, bei 150 KTAS also fast 900 NM).
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Debonair mit Mogas ist bekannt? Paging MR.
PA28-180/181 ist super, wie auch C172, aber ist Dir schon jetzt zu langsam. Arrow kann kein Mogas.
@Philipp T. ist die Archer mehr allrounder als die 172er? Was war genau ab Bj. 79?
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Wir kommen dem "es kommt drauf" von verschiedenen Seiten immer näher ... Mooney ist nett, die 252/Encore fand ich zB super bis genial, nur habe ich nie eine wirklich komfortable Sitzposition drin gefunden (Beine eher kurz mit langem Oberkörper ist Mist für Mooney) und der Verkaufsgrund: EKKI mit 390m Gras und Slope - vergiss mit der Mooney. Wichtig auch das Alter und der Beziehungsstatus des Piloten ... Piper oder Cessna, Tiefdecker oder Hochdecker, lieber Kurzstart oder lange Asphaltbahn - sind alles wichtige Aspekte, die man mit x00 Stunden noch gar nicht wirklich beurteilen kann und die im Zweifelsfall jeweils wichtig werden ...
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Richtig, und hier auch noch ein wichtiger Punkt:
Meine Maschine hatte beim Kauf 1600 Stunden auf dem Motor (von 2000 TBO). Diese waren in ca. 10 Jahren geflogen worden. Das ist WESENTLICH besser als eine Maschine mit nur 300 Stunden auf dem Motor, die in 8 Jahren geflogen wurden (und manche Jahre davon nur 5 Stunden).
Mein Motor hat jetzt 2200h drauf und bei der letzten 100h-Kontrolle eine wirklich gute Ölanalyse, sehr gute Kompression, startet leicht, fliegt kühl und ruhig lean of peak und lässt sich ohne jegliches Stottern abmagern, bis er ausgeht.
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"Arrow kann kein Mogas."
Also bei uns im Hangar steht ne Arrow 2, die fliegt (fast) nur mit Sprit von der Tanke.
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Für das Triebwerk der PA-28-200 Arrow II (Lycoming IO-360-C1C or -C1C6) gibt es kein MoGAS STC.
Es gibt das STC nur für die Warrior und die Archer, diverse Versionen.
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So wie Flugzeuge (überraschend) ohne Funkverbindung zum "Turm" landen können,
Können Sie auch mit nicht zertifiziertem Knallwasser fliegen...
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Danke Dir! Klar, mehr Geld hilft immer - und theoretisch wäre es auch möglich, dass ich mir nen >300k Flieger in den Hangar stelle, aber realistisch betrachtet ist das zu früh. Damit würde ich mich nicht wohl fühlen. Meine Wohlfühlspanne liegt aktuell eben bei diesen 100-200k. Wie gesagt, ich bin in der Ausbildung und kann natürlich die Anforderungen noch gar nicht kennen - aber ich weiß, dass die Charter-Situation an dem Flugplatz, der 10 Min. von meinem Zuhause entfernt ist, eher überschaubar gut ist. Ich bin jemand, der genau das nicht mag - wie gesagt, ich will nicht zwei Wochen vorher buchen müssen und keinerlei Option darauf haben, mal ne Woche mit dem Flieger unterwegs zu sein. Also wird es wohl was eigenes werden - ob jetzt, direkt nach der Ausbildung oder nen halbes Jahr später - das wird sich zeigen.
Auf dem Weg dorthin brauche ich natürlich viel an Infos - was gibt es eigentlich so für Altenativen und wie unterscheiden die sich - daher der Beitrag hier. Ich lerne in jedem Fall etwas, egal wann ich dann wirklich kaufe. Die PA28 ist halt gerade in der Verlosung weil ich sie A) in der Ausbildung fliege und B) in der Nähe eine zum Verkauf steht, die früher viele Jahre in der hiesigen Werft gewartet wurde und und laut Inhaber "sehr gut" sein soll. Da kommt man halt auf Ideen.
Deine Liste hilft mir... natürlich sind mir ältere Cirrus auch schon ins Auge gesprungen, aber wenn der Unterhalt bei diesen deutlich teurer ist, dann lass ich da lieber die Finger weg. Aquila ist mir ebenfalls aufgefallen - aber das wird dann ja mit Hund schon wieder nix. Fliege ich später wirklich mit Hund? Fragen über Fragen. Da müsste ich auch erstmal testen, wie der Hund das so findet :)
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Hallo Stephan - danke für Deinen Beitrag. SR22 find ich richtig schick - aber als Einstieg ins Hobby erscheint mir das übertrieben. Ich werde den Flieger nicht beruflich nutzen und habe auch kein "Dauer-Szenario", bei dem ich einmal die Woche irgendwo damit hin will / muss. Es wird rein Hobby sein - also wahrscheinlich in 60% der Fälle alleine Tagesausflüge, in 30% Tagesauflüge mit Frau / Hund, oder Freunden... in 10% der Fälle tatsächliche Urlaubsreisen (in denen dann aber natürlich mehr Stunden zusammenkommen). Die meisten fliegen wahrscheinlich weniger später, als sie in der Ausbildung dachten. Ich kalkuliere mal grob mit 50 Std im Jahr - und dafür wäre mir die Investition zu hoch. Daher liegt mein Wohlfühlbereich bei 100-200k und 15-20k p.a.
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Hallo Philipp,
wahrscheinlich hast Du recht und der gemächlichere Speed einer PA28 151 würde mich in der Praxis gar nicht stören - wie oft fliegt man wirklich sehr lange Strecken, wenn man das Teil nicht wirklich (auch beruflich) als Transportmittel nutzt. Das man bei 150 Stunden beim Chartern noch immer günstiger ist, kann ich mir hingegen nicht vorstellen. Ganz grob über den Daumen kostet mich der Hangar 3.000 im Jahr, dazu 2.500 Jahresnachprüfung, 2.500 Versicherung, macht 8k fix... bei 35 Litern pro Stunde zu 2,80 der Liter sind das knapp 100 Euro, dazu 10 Euro pro Stunde für Kleinkram und nochmal 25 Euro pro Stunde Rücklage für größere Geschichten - macht pro Stunde 135 Euro. Bei 150 Stunden habe ich also 150 * 135 + die 8k fix = 28k... der Charterer nimmt 300 die Stunde = 45k... rein wirtschaftlich rechnet sich das schon irgendwann - aber ja, beim Chartern laufe ich auch nicht in die Versuchung hier und da nochmal neue Avionik zu installieren etc :)
"Die PA28-181 (v.a. ab Bj. 1979) halte ich übrigens nach wie vor für das allerbeste Allrounder-Flugzeug, das es gibt. Und ja, man kann damit gut reisen in Europa (und totzdem auch um den Kirchturm fliegen). Echte 120 Knoten, 4,5 Stunden Endurance, gute Zuladung, ordentliche short field Eigenschaften, unverwüstbar und simpel in der Wartung. "
Ich kenne ja den Vergleich nicht, fliege die PA28 aber gerne - und andere offensichtlich auch. Wäre natürlich kein Nachteil auf dem Muster weiter zu machen, das ich in der Ausbildung kennenlerne - da sitzen die Handgriffe immerhin schon einigermaßen ;) In der Nähe ist eine offensichtlich gute 151 verfügbar, die mir gut ins Budget passt - und wäre das ne 181 hätte ich wahrscheinlich schon zugeschlagen :D Ich kann als Anfänger nicht gut abschätzen, wie groß der Unterschied wirklich ist. In der Geschwindigkeit tun die sich nix, aber in Steigleistung dann schon eher... mehr Power ist dann ja auch irgendwann mehr Sicherheit, wenn es heiß ist, der Platz erhöht, die Bahn kürzer, Hund und Frau dabei usw... darüber mach ich mir Gedanken - will ja möglichst wenig eingeschränkt sein.
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