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3. März 2026 09:20 Uhr Jan Brill

Behörden: LBA Software


Gegendarstellung des LBA zum Bericht in Ausgabe 2026/02

Im Beitrag „MEDICAL-WAHNSINN GEHT WEITER – 10 Mio. Euro Steuergeld für deutsche Sonderwege“ behauptet das Magazin Pilot und Flugzeug in der Ausgabe 2026/02, Seite 4 und Seite 5 und veröffentlicht im Inhaltsverzeichnis im Internet:

1.
„Wer sich wundert, warum die Bundesrepublik Deutschland in Form des LBA Referats L6 das Thema „Flugmedizinische Tauglichkeit“ nicht in den Griff bekommt, der mag in einer kleinen Behördenposse Hinweise finden. Nichts Dramatisches im Großen und Ganzen – es geht nur um 10 Mio. Euro Steuergeld, die wirklich vollkommen sinnlos durch das Referat verbrannt werden.“

2.
„Und was macht das LBA? Es durchforstet die nationalen Regularien, passt die Verfahren auf die gemeinsamen und rechtsverbindlichen EU-Vorschriften an und verwendet wie fast jedes andere EASA-Land zukünftig – die Standard EMPIC-Software, die dann bei den Arzten auch stabil läuft. Nein – kleiner Scherz! Das macht das Referat L6 natürlich nicht. Stattdessen entwickelt Deutschland für sage und schreibe 10 Mio. Euro eine komplett eigene neue Software zur Verwaltung der Medicals.“

Diese Behauptungen sind unzutreffend. Richtig ist:

Das Luftfahrt-Bundesamt hat 2024 die Beschaffung einer integrierten Fachanwendung für sämtliche Genehmigungs-, Überwachungs- und Aufsichtsaufgaben des LBA im Rahmen eines erforderlichen europaweiten Vergabeverfahrens erfolgreich abgeschlossen. Die neue integrierte Fachanwendung für das LBA wird schrittweise die bislang genutzten Software-Anwendungen in allen Abteilungen ablösen (u.a. auch EMPIC im Referat L6), vereinheitlichen oder zusammenführen. Sie trägt damit zur weiteren Digitalisierung und Standardisierung von hausweiten Abläufen, einer Reduzierung von Schnittstellen und somit zur Entbürokratisierung bei.

i.V.
Der Vizepräsident des LBA
Thomas Burlage



  
 
 




3. März 2026 11:53 Uhr: Von Rolf _PA46 an Jan Brill Bewertung: +5.00 [5]

Die Standardantwort kann nur sein, man hätte Kafkas Prozess niemals aus der gymnasialen Pflichtlektüre der Oberstufe entfernen dürfen. Diesen Hinweis verdienen leider allzu viele unserer staatsdienenden Mitbürger (heißt ja schließlich auch Staatsdiener, nicht Bürgerdiener).

3. März 2026 12:04 Uhr: Von Wotan Haux an Jan Brill

Na, der Satz ist immerhin ehrlich:

"Sie trägt damit zur weiteren Digitalisierung und Standardisierung von hausweiten Abläufen, einer Reduzierung von Schnittstellen und somit zur Entbürokratisierung bei."


Es geht ja eigentlich nichts über gut definierte und funktionierende Schnittstellen. Aber wenn man sich auf hausweite Abläufe beschränkt, die nicht über die Hermann-Blenk-Strasse hinaus funktionieren müssen (die Fliegerärzte sind alle *im* Haus, oder wie?), dann kann man auch getrost auf Schnittstellen verzichten...

3. März 2026 13:22 Uhr: Von Sven Walter an Jan Brill Bewertung: +1.00 [1]

Etwas feinsinniger analysiert heißt das also, dass diese behördlichen Maximalversager sich primär an Wortwahl und Bewertung stören. Nicht an Leistungsprinzip bei den Bediensteten oder sorgfältige, standardisierte Mittelverwendung zur Erreichung größerer Effizienz. Denn wenn man etwas Eigenes aufwändig neu aufsetzt, statt einen europaweiten Standard einfach so zu integrieren, war man ja "innovativ und um Effizienz bemüht". Also nach unserer Anwenderbewertung "nach allen Kräften bemüht".

3. März 2026 15:48 Uhr: Von Robert S. an Jan Brill Bewertung: +6.00 [6]

Hallo Herr Brill

Das ist die witzigste Gegendarstellung die ich seit langem gelesen habe. Der Kern des PuF-Berichts wird bestätigt (10 Mio. Kosten für ein eigenes System das bestehende Funktionalität ersetzt). Die Behörde ist lediglich der Ansicht es würde alles viel besser und toller werden als von PuF befürchtet.

Das ist Meinung kein Fakt. Wundert mich, dass Sie die Gegendarstellung überhaupt zur Veröffentlichung akzeptiert haben.

Wenigstens wissen wir jetzt dass das LBA nicht viel Geld für Rechts- oder PR-Beratung ausgibt. Kein PR-Berater der sein Geld wert ist hätte den Text veröffentlicht.

Mit freundlichen Grüßen
Robert S.

3. März 2026 16:16 Uhr: Von Klaus Papst an Jan Brill

Was verdient man als Vize beim LBA so?

4. März 2026 16:52 Uhr: Von Stefan Jaudas an Rolf _PA46 Bewertung: +1.00 [1]

So manches, was als Posse, Satire oder Komödie gedacht war, wird leider als Gebrauchsanweisung verstanden ...

4. März 2026 18:29 Uhr: Von ch ess an Klaus Papst

Was er verdient, da haben wir vermutlich unterschiedliche Vorstellungen, aber die dürften alle deutlich unterhalb von dem liegen, was er überwiesen bekommt...

4. März 2026 19:07 Uhr: Von Kain Kirchhof an Wotan Haux

Welche Schnittstellen???

das und mehr gibt es dazu nicht zu sagen...

5. März 2026 13:22 Uhr: Von Willi Fundermann an Klaus Papst Bewertung: +2.00 [2]

Das lässt sich für jedermann relativ einfach nachlesen. Der Vizepräsident des LBA ist (laut Internet) in die Besoldungsgruppe "B3" eingestuft. Das bedeutet nach dem aktuellen BBesG ein Grundgehalt von 9.603,10 €.

6. März 2026 07:56 Uhr: Von F. S. an Wotan Haux Bewertung: +2.00 [2]

Der Grundsätzliche Ansatz, eine Fachanwendung für alle Verfahren im Haus zu haben, ist ja nicht verkehrt - wir würden uns zu Recht genqauso beschweren, wenn wir beim Umzug dem LBA die neue Adresse 3 mal mitteilen müssten, weil die Systeme für Lizenz, Medical und Fliugzeug-Halterschaft jeweils separate Stammdaten führen.

Prinzipiell spricht das aber nicht gegen EMPIC, da diese Software eigentlich alles können müsste, was das LBA braucht.
Aber: Natürlich kann das LBA ,selbst wenn sie wollten, nicht einfach sagen "wir nehmen EMPIC", sondern sie müssen die Beschaffung europaweit Ausschreiben.

Jeder, der in solchen Prozessen beteiligt war, weiss, dass es ein sehr breites Spektrum an Gründen geben kann, weswegen EMPIC diese Ausschreibung überraschenderweise nicht gewonnen hat:
Von "das LBA hat die Ausschreibung absichtlich so gestaltet, dass EMPIC gar nicht gewinnen konnte" bis "EMPIC war sich so sicher, dass sie eh der einzig mögliche Provider sind und hat deswegen gedacht, sie können mal richtig zulangen" kann da sehr viel passiert sein...

10. März 2026 11:35 Uhr: Von Jürgen Vad an Jan Brill Bewertung: +2.00 [2]

Selbst wenn die neue Datenbank viel besser wäre als alles andere, die Daten die darin abgelegt werden sollen sind es noch lange nicht!!
Der Lizenstranfer nach Östereich dauert auf Seiten von Autrocontrol max 2 Tage. Das LBA braucht dann 2-3 Monate zum Transfer von Daten die eigentlich in einer Datenbank stehen müssten. Warum dauert das so lange?

Das LBA hat zur Digitalisierung der hochsensiblen medizinischen Daten aller deutschen Piloten ein externes Unternehmen beauftragt. (Medizinische Schweigepflicht? was ist das?) Dieses Unternehmen hat so gewissenhaft gearbeitet, dass die medizinischen Daten vor dem Transfer nach Wien "erst zusammen gesucht werden müssen, danach von einem Mediziner gesichtet werden, evtl. müssen noch Daten nachgefordert werden und dann für den Transfer frei gegeben werden können."
Man möchte halt vermeiden sich zu sehr zu blamieren. Wegen der Größe des Saustalls beschränkt man sich aber wohl notgedrungen auf die Daten, die außer Haus gehen und von anderen begutachtet werden.
Bei dieser Datenlage ist es nicht verwunderlich, dass der flugmedizinische Ausschuss fehlerhafte Daten vorgelegt bekommt, um das im Vorhinein festgelegte Urteil zu bestätigen.

Da wird auch eine 10 Mio Investiton sei sie auch noch so gut, nicht wirklich das eigentliche Problem beseitigen können, sitzt es doch meist vor dem Bildschirm.

Vorgestern 12:22 Uhr: Von Horst Metzig an Jan Brill

Ich habe einen Artikel gefunden, wo ich denke, auch bei dem Luftfahrtbundesamt trifft das zu. Es geht um lustlose Mitarbeiter, welche innerlich gekündigt haben.

Hier der Artikel: https://www.n-tv.de/wirtschaft/Lustlose-Arbeitnehmer-kosten-Milliarden-id30462297.html

Könnte es von Vorteil sein, dem Luftfahrtbundesamt einen Betriebspsychologen/Amtspsychologen zukommen zu lassen?

Dessen Aufgabe könnte sein, kognitive Motivationstraining für Mitarbeiter des Luftfahrtbundesamt anzubieten. Denen muss man einen Lebenssinn für ihre staatlichen Aufgaben vermitteln.

Ich habe die Flugmedizin als betroffener Kunde ausserhalb des Geltungsbereich des deutschen Grundgesetz ( Bewerber um eine Fliegertauglichkeit ) am Körper und dem Geist hautnah durchlaufen. Das hat bei mir wunderbar funktioniert. Ich habe dort nur hochmotivierte Mitarbeiter vorgefunden. Das habe ich auch den betreffenden Fliegerärzten ( Direktorium ) mitgeteilt. Die haben sich dafür auch besonders wohl gefühlt.

Gestern 06:53 Uhr: Von Chris _____ an Horst Metzig

Es gibt einen wunderbaren Sketch der Gruppe "Eure Mütter", in dem scherzhaft gefordert wird, "Kein Bock" sollte doch als Krankheit anerkannt werden.

Wie so oft werden die Comedians in unserer absurden Welt von der Wirklichkeit eingeholt.

Gestern 08:06 Uhr: Von ingo fuhrmeister an Chris _____

Nein...sie sind die wirklichkeit...bemerkt nur niemand...wie alles zum lachen ist...


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