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Wartung | Flieger draußen - vollgetankt oder leer?  
10. August 2022 12:02 Uhr: Von Andreas Ruth 

Hi,

wie lautet die Empfehlung, um das Dichtmaterial in den Tanks beim längeren Parken draußen (in der Hitze) zu schützen?

Vollgetankt oder leer?

10. August 2022 16:21 Uhr: Von Tom Tom an Andreas Ruth

Servus Andreas,

sehr schwierig zu beantworten - zumindest aus meiner Sicht.

  • Für die Dichtungen, den Tank und mögliche Kondensate - ist es besser den Flieger relativ voll betankt zu parkieren.
  • Für Deine Beladung beim nächsten Flug kann das eher schlecht sein.
  • Für die Alterung des Sprits ebenso eher schlecht. Für Sprit gibt es "garantiere Qualitätszeiten" von X Monate ab....

Grundsätzlich vertrete ich die Meinung dass ein Luftfahrzeug nicht permanent draussen abgestellt werden sollte. Das sieht natürlich aus den verschiedensten Gründen jeder anders. Aber Kunststoffe, Lacke und all unser "olles Flieger-Zeug" mag UV Strahlung nicht so sehr. Vögel finden wiederum Motorräume sehr attraktiv....

VG,

Tom

10. August 2022 17:56 Uhr: Von Udo R. an Andreas Ruth

Zum draußen Parken vollgetankt, und zwar mit AVGAS. Das altert nicht so wie Benzin. Irgendwo hatte ich gelesen dass es da quasi gar keine Alterungs(zersetzungs)effekte gibt bei AVGAS.

Vollgetankt auch schon deswegen, weil dann kein Kondenswasser im Tank auftritt. So ein Tank ist ja ventiliert, da tritt also bei Erhitzung Luft aus und kommt beim Abkühlen wieder rein.

10. August 2022 18:56 Uhr: Von Alex Stoeldt an Udo R.

Vollgetankt auch schon deswegen, weil dann kein Kondenswasser im Tank auftritt. So ein Tank ist ja ventiliert, da tritt also bei Erhitzung Luft aus und kommt beim Abkühlen wieder rein.

So sehe ich es auch so und hab es auch mal so gelernt: immer volltanken, wenn der Flieger draussen steht. Ein Fluglehrer von mir hatte mal vor x Jahren so ein Erlebnis- im "völlig dichten Tank" war plötzlich Wasser, nachdem der Flieger mal 3 Wochen draussen stehen musste..

10. August 2022 22:19 Uhr: Von Wolfgang Winkler an Andreas Ruth Bewertung: +2.00 [2]
Aus technischer Sicht besser „voll“. Siehe vorherige Antworten.

Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die aktuellen Kraftstoffpreise einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Dampfdruck des getankten Treibstoffs haben können. Dies kann aus eigener Erfahrung einen erheblichen Einfluss auf den Restkraftstoff haben; selbst bei nur einer Nacht Standzeit…
11. August 2022 07:42 Uhr: Von ch.ess an Wolfgang Winkler
In DE ?
Ich habe bisher mehr Sorge gehabt, dass ein Spassvogel da was hineinbekommt, was ich nicht brauche. - und daher Einwegsiegel zum Check...
Socata haben keine verschliessbaren Deckel :-(
11. August 2022 08:36 Uhr: Von Chris _____ an ch.ess
Ein "Spaßvogel", der dir Wasser in den Tank schüttet?
11. August 2022 09:17 Uhr: Von Hubert Eckl an ch.ess

im Ernst, hatte mir nie vorstellen können über ein Tankschloss nachzudenken, würde mir nicht ein Freund berichtet haben, daß sein mit AvGas vollgetanktes Flugzeug vorm nächsten Flug nur noch halb voll war trotz Shelterplatz. " Das glaubr mir doch keiner." resignierte er. Er will "elektronische Maßnahmen" ergreifen, bevor er laut wird.

11. August 2022 09:26 Uhr: Von Patrick Leanhard an ch.ess
Darf ich fragen welche Siegel du nutzt und um die Bezugsquelle bitten?
11. August 2022 09:57 Uhr: Von Wolff E. an Hubert Eckl

So außergewühnlich ist das mit dem "plötzlich ist der Sprit weg" nicht. Auf bei mir gab es Fälle, wo das Abstellen Sprit verbrauchte. Frei nach dem Motto, große 2-Mot, der merkt doch gar nicht, wenn da mal 50 Liter fehlen. So stelle ich mir die "Denke" der Selbstumfüller vor. Aber es bleibt Diebstahl.

11. August 2022 10:02 Uhr: Von Hubert Eckl an Wolff E.

Ja klar ist das Diebstahl! Wenn ich mir vorstelle, WER das sein könnte, fehlt mir die Fantasie. Der piekfeine Chirurg mit seiner Bonanza? Oder der Flugzeugmechaniker mit seiner leidenschaftlich gepflegten PA18? Dabei kann man froh sein, daß der Ganove das Fehlende nicht mit Wasser aufgefüllt hat.

Wenn mich schon die horrenden AvGaspreise schmerzen, dann muss ich halt meine Flugzeiten einschränken. 20 statt 40h p.a. z.B. Keine 5x30 min mit dem Nachbarn für lau um den Kirchturm. Willst mitfliegen? 4,-€/min. Punkt.

11. August 2022 10:51 Uhr: Von Thomas Nadenau an Udo R. Bewertung: +1.00 [1]
Wie hoch schätzt du denn die Menge an Kondenswasser, die sich bei einer Restfüllmenge von, sagen wir 50l, bei einer Abkühlung um 10 Grad Celcius bilden wird?
Ich denke, dass das eine winzige Menge sein sollte. Wasser in Tanks hat meiner Meinung nach vor allem 2 Ursachen - undichte Tankdichtung und Wasser in der Tankstelle.
11. August 2022 10:51 Uhr: Von Joachim P. an ch.ess
Wie machst du das mit den Kleberesten? Handelsübliche Siegelaufkleber lassen ja immer die untere Schicht auf dem beklebten Objekt zurück.
11. August 2022 11:16 Uhr: Von Alexander Callidus an Wolff E.

So außergewühnlich ist das mit dem "plötzlich ist der Sprit weg" nicht. Auf bei mir gab es Fälle, wo das Abstellen Sprit verbrauchte. Frei nach dem Motto, große 2-Mot, der merkt doch gar nicht, wenn da mal 50 Liter fehlen. So stelle ich mir die "Denke" der Selbstumfüller vor.

Aber es bleibt Diebstahl.

Noch viel schlimmer finde ich, daß der Pilot sich bei der Flugplanung auf den Tankinhalt verlässt. Auf einmal werden aus "randvoll" dann "randvoll minus 30 Minuten".

11. August 2022 11:20 Uhr: Von Malte Höltken an Alexander Callidus Bewertung: +3.00 [3]

Welcher Pilot verlässt sich auf gestern getankte Mengen? Es gibt ja neben Diebstahl auch andere valide Gründe, Sprit zu verlieren, zum Beispiel undichte Fittinge, Drainventile, Leitungen, Dichtungen, Rückschlagventile, etc.

11. August 2022 11:56 Uhr: Von Andreas Nitsche an Thomas Nadenau Bewertung: +1.67 [2]

Es gibt Tabellen für sowas:

https://rechneronline.de/barometer/luftfeuchtigkeit.php

Kühle ich - mal Deinem Beispiel folgend und 30°c mit 30% Luftfeuchte heute und hier jene 50l um 10°c ab und denke mir, die Luftfeuchte würde gleich bleiben (in der Realität wird sie steigen), dann fallen bei Abkühlung jener 50l Luft 0,19 Gramm Wasser aus.

Wären es 90% Luftfeuchte, dann wären es 27,32 gr je m³ bei 30° abzüglich der bei 20° noch enthaltenen 15,55 gr ergeben sich 11,77 gr/m³ geteilt durch 20 sind dann 0,59 Gramm Wasser.....

Ich glaube mich zu erinnern: es war Physik achte Klasse :-))

Früher benutzte man Tabellen für sowas, um Sattdampf und die dazugehörige Temperatur und Druck zu bestimmen zum Beispiel .

Bei Beech sind es die O-Ringe im Tankdeckel, die jenes zu drainende Regenwasser reinlassen: jeder Tankdeckel hat 2 davon, einen kleinen inneren und einen grossen Äußeren - aber das Thema ist hier schon durch.

NACHTRAG:

Auch ein Gramm Wasser kann sehr viel sein, besonders wenn dieses Gramm unmittelbar nach dem Rotieren - egal, ob mit einem oder zwei Motoren - durch die Einspritzung irrt .......

11. August 2022 12:28 Uhr: Von Thomas Nadenau an Andreas Nitsche
Was wir in der 8. Klasse in Physik das Thema war, daran kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern :-)
Da ich aber zu ähnlichen Ergebnissen wie du gekommen war, interessierten mich evt. andere Ansätze (ventilieren?) … und sind die genannten Mengen relevant?
11. August 2022 12:35 Uhr: Von Andreas Nitsche an Thomas Nadenau

"Sind die Mengen relevant? "

Siehe meinen Nachtrag.... ich draine entsprechend gründlich: erstmal bevor ich am Flieger gewackelt habe, und nochmal, nachdem ich am Flieger gewackelt habe. Denn auf dem Boden der Tanks liegt die Gummihaut nie völlig eben, da sind immer mal Wellen und Falten, wo sich ein halbes Schnapsglas Wasser verfangen haben könnte, und das sollte dann nach weiteren 1-2 Minuten Ruhe am Drain angekommen sein.

In 40 Jahren des Fliegens eigener Flugzeuge hatte ich genau einmal Wasser vorgefunden: es war in meiner Cherokee, nach 2 Nächten im Freien, im dänischen Dauerregen. Vor knapp 35 Jahren. Es führte zu sehr regelmässigem Ersetzen der Ringe an den Piper-Deckeln.

11. August 2022 12:42 Uhr: Von Andreas Nitsche an Thomas Nadenau Bewertung: +1.00 [1]

Physik-Unterricht 8. Klasse:

Das machen wir andauernd mit unseren Spielzeugen: Energie umwandeln :-)

Wärme in potentielle und kinetische Energie, und potentielle in kinetische Energie, und wenn wir eine Vollbremsung mit unserem Porsche machen: in verdammt viel Wärmeenergie. Ists der Tesla, dann verwandeln wir die kinetische Energie -teilweise- in chemische Energie um. Naja, vielleicht war das neunte Klasse.

Ich verwandle dennoch lieber Avgas in Spass :-))

11. August 2022 13:06 Uhr: Von Wolfgang Winkler an Andreas Nitsche Bewertung: +2.00 [2]

NACHTRAG:

Auch ein Gramm Wasser kann sehr viel sein, besonders wenn dieses Gramm unmittelbar nach dem Rotieren - egal, ob mit einem oder zwei Motoren - durch die Einspritzung irrt .......

Deswegen gibt es ja die (auf den ersten Blick völlig nutzlose) "nicht ausfliegbare Kraftstoffmenge", die sich im sogenannten "Tanksumpf" befindet. Da passt zum Glück nicht nur "ein Gramm Wasser" rein.

11. August 2022 13:14 Uhr: Von Andreas Nitsche an Wolfgang Winkler

Man nehme ein Gurkenglas und fülle einen Liter Avgas + ein halbes Schnapsglas Wasser rein. Simuliere nun das Rollen zum Startpunkt sowie den Take-off, indem Du das Glas entsprechend schüttelst. Beobachte, was das Wasser macht. Und stelle Dir vor, wo der Kraftstoff angesaugt wird (ca. 3-5cm höher über dem Boden des Glases) und ob da wohl Wasser dabei sein könnte.....

11. August 2022 13:31 Uhr: Von Alexander Callidus an Malte Höltken

Malte, das kannst Du schon voraussetzen.

Aber: wie lange braucht man bei den notorisch unzuverlässigen Tankanzeigen in der GA, zu merken, daß "da was nicht stimmt"? Einen Mehrverauch/fehlender Sprit von 15% nach 2 Stunden Strecke? In einer Cessna?

Das mindeste ist, daß der Pilot im Flug umplanen muß. Je nach Flieger und Situation kann das auch bei alerten Piloten schnell mal eine ungeplante ÜBernachtung bedeuten, mindestens.

Und ja, ich kennne Piloten, die den Tankinhalt bei Z.n. "voll" nicht nochmal vor dem Start kontrollieren. Und die nach Zeit eine Hausstrecke fliegen ("passt immer").

11. August 2022 13:59 Uhr: Von Laro Kreuznach an Andreas Nitsche

Mir hat ein Fluglehrer und -prüfer mal gesagt, dass der Motor grundsätzlich die Menge Wasser vertragen kann, die sich in unseren Tanks so ansammelt, auch ohne großen Leistungsverlust. Es ginge bei dem Wasserlassen mehr darum, eine Vereisung des Wassers (und damit Verstopfung) in größerer Höhe zu vermeiden.

Ich habe immer gedraint, als gäbe es doch ein Leisungsverlustrisiko, und tue das auch weiterhin - mir war nie danach, die o.g. Aussage auf die Probe zu stellen. Trotzdem würde mich interessieren, ob einer der Motorkenner dazu etwas sagen kann.

11. August 2022 14:00 Uhr: Von Chris _____ an Andreas Nitsche Bewertung: +1.00 [1]
Für das Umrechnen von relativer Luftfeuchte in absolute Mengen (Gramm pro Kubikmeter) brauchst du die Dampfdruckkurve und die ideale Gasgleichung. Für die Dampfdruckkurve, falls
keine Näherungsformel bekannt, zusätzlich die Clausius-Clapeyron-Gleichung. Dazu noch ein paar Konstanten wie Verdampfungsenthalpie, Molekulargewichte, Avogadrozahl und Luftdruck. Nie im Leben ist eine solche Berechnung Stoff des Physikunterrichts in der achten Klasse. Vielleicht der zwölften, und dann im Leistungskurs.

(anders könnte ich mir auch die Zahl der Abiturienten mit recht geringer naturwissenschaftlicher Allgemeinbildung nicht erklären.)
11. August 2022 14:24 Uhr: Von Andreas Nitsche an Chris _____

Chris, erstens überforderst Du nun die "gemeinen PuF-Foristen" völlig, zweitens schrieb ich ja nicht, dass damals (im Physikunterricht) das Berechnen gelernt wurde, sondern die Zusammenhänge erklärt wurden, drittens verwies ich weiter oben auf jene Tabellen.

Die Tabellen sind ja nichts anderes als die Werte der von Dir erwähnten Dampfdruckkurve, Gasgleichung et cetera.

Siehe ansonsten die Überschrift meines Post von 11:56: "Es gibt Tabellen für sowas" :-)) - was das gründliche Lesen angeht, steckst auch Du in der Schublade der "gemeinen Foristen" - so scheint es ................

Was die rückläufige Bildung - insbesondere in technischen, physikalischen und praktischen Bereichen - angeht, das sehen wir ja tagtäglich und es macht nicht halt vor den "gemeinen PuF-Foristen".....


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