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IFR & ATC | CB-IR Ausbildung - Tips?  
11. Januar 2022 15:20 Uhr: Von Andy W ✈️ 

Hallo!

Ich habe im vergangenen Jahr die ATPL Theorie abgeschlossen und hoffe nun auf den spannenden Part: Praxisausbildung CB-IR

Dazu habe ich mich für Frühjahr 2022 an einer DE ATO angemeldet :-)

Nun würde mich über Tips freuen: gibt es etwas, das ihr gerne vorher gewusst hättet? Welche Fehler kann man vermeiden?

Schonmal Danke für eure Ideen.

11. Januar 2022 16:21 Uhr: Von Dominic L_________ an Andy W ✈️ Bewertung: +1.00 [1]

Wenn mit Glasscockpit geflogen wird, vorher damit vertraut machen. Das kostet in der Luft nur Zeit.

Und wenn man selber von einem VFR-Platz fliegt, sollte man selber mal darauf hinwirken, ein paar vernünftige Departures mit allem drum und dran am Boden zu machen, denn der Prüfer will das nachher auch sehen. Ich bin nämlich quasi nur die verkürzte Variante Approach und dann SID statt Missed Approach geflogen. Dabei wird dann aufgrund der knappen Zeit auf ein vernünftiges Briefing verzichtet und so lernt man Dinge, die nachher keiner braucht.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass mir CB-IR viel mehr Spaß als die PPL-Ausbildung gemacht hat, also gutes Gelingen :)

11. Januar 2022 16:23 Uhr: Von Michael Weyrauch an Andy W ✈️ Bewertung: +1.00 [1]

Der Hauptteil der Ausbildung wird (kann) beim CB/IR ja ausserhalb einer ATO durchgeführt werden. Das ist aus meiner Sicht ein enormer Vorteil, insbesondere wenn es gelingt dafür einen/zwei IFR Fluglehrer zu gewinnen, die dafür Zeit haben und am Lehren echt Spass haben. Innerhalb der ATO haben die Lehrer of nicht allzu viel Zeit für Briefings/Debriefings. Das fand ich nicht so gut. Der Lehrer sollte viel IFR Erfahrung haben, und ist deshalb möglicherweise nicht einfach zu finden. Also diese Wahl des Fluglehrers ist von großer Bedeutung, der Lehrer muss auch zu Dir passen. Die IR Ausbildung ist ein kleines Abenteuer und man muss sich verstehen.

Innerhalb der ATO müssen nur 10 h geflogen werden. Je nach Vorbereitung klappt das dann auch, wenn sich die Fluglehrer ausserhalb der ATO gut vorher informiert über den Syllabus der ATO, bei der Du die Ausbildung abschliesst. Der Prüfer wird üblicherweise aus dem "Pool" dieser ATO genommen, und prüft dann gemäss deren "System". Bei der ATO sollte man darauf achten, dass IFR Anflüge in der Nähe zur Verfügung stehen, sonst verfliegt man zuviel Zeit auf Strecke.

Mir scheint es sinnvoll die Theorie frühzeitig aus dem Weg zu räumen, am besten bevor man mit der Praxis anfängt. Ist wirklich nicht besonders schwierig, aber nervt wann man sich auf die Praxis konzentrieren will.

12. Januar 2022 09:58 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Andy W ✈️ Bewertung: +1.00 [1]

Aus meiner Sicht ganz eklatant wichtig: lerne deine Avionik vorher kennen. Ich konnte vorher auf dem GNS430 lediglich ein Direct-To anwählen. Das musste ich dann während der Praxis lernen

Ich wurde damals gewarnt, die Praxis hier im Schlechtwetter-Deutschland zu machen; die Ausbildung würde häufig am Wetter scheitern.

Faktisch hat weder das Wetter noch der "eigene" Fluglehrer Probleme gemacht. Rund 1/2 der Zeit waren tatsächlich IFR-Bedingungen, aber das willst du ja schliesslich lernen.

Probleme machten sowohl technisch bedingte Ausfälle des "eigenen" flugzeugs wie auch in der ATO. Man sollte also wenn möglich Ausweichmöglichkeiten haben.

Und dann natürlich die ATO: Die Ausbildung war gut, Probleme machten die Technik und vor allem Terminabsprachen für das Fliegen.

Auch da: Plane Enttäuschungserfahrungen ein und Zeit! und Geld!

12. Januar 2022 10:17 Uhr: Von Charlie_ 22 an Nicolas Nickisch Bewertung: +3.00 [3]

Das kann man nur unterstreichen! Tatsächlich ist es unglaublich stressig die Avionik erst während des Ausbildung und im Flug zu lernen. Und v.a. beim 430/530/W dauert es eine Zeit bis man wirklich flüssig damit umgehen kann.

NOCH wichtiger ist es, die Zusammenhänge zwischen GPS/Navigator und Autopilot wirklich zu verstehen. Nach dem, was ich bei Einweisungen und bei Scheinverlängerungs-Übungsflügen erlebt habe würde ich sagen, dass von den nicht-Eignern die verschiedene Typen chartern kaum einer die Feinheiten der Autopiloten versteht. Das halte ich auch für praktisch unvermeidbar, so unübersichtlich wie die Thematik ist – und so fehlerhaft und unvollständig die Avionik-Manuals teilweise sind.

Eigentlich wäre es nur seriös auf Equipment zu schulen/einzuweisen, das man selbst perfekt beherrscht. In der Praxis lernt der Fluglehrer oft parallel mit dem Schüler weil er die Avionik nicht gut kennt.

Fluglehrer können meist nur bei Standard-Equipment wirklich helfen. Bei G1000/Perspective wird es dank Masse langsam besser. Aber frag' mal einen CFI (der nicht zufällig so ein Flugzeug hat) welchen Modus am DFC90 oder STEC55X-Autopiloten du für welche Flugsituation nutzen sollst– und vor allem nach den Unterschieden. Da die Informationen oft widersprüchlich sind ist es der beste Weg einem Typenclub beizutreten und dort die Spezialisten zu löchern ... so lange bis man selbst einer ist. Bei COPA, MMPA, Piper Owners etc. gibt es überall Piloten, die die Details kennen.

Eine sehr gute Quelle ist auch das (online abonnierbare) "IFR Magazine".

12. Januar 2022 11:06 Uhr: Von Thomas R. an Charlie_ 22 Bewertung: +2.00 [2]

Fluglehrer können meist nur bei Standard-Equipment wirklich helfen. Bei G1000/Perspective wird es dank Masse langsam besser. Aber frag' mal einen CFI (der nicht zufällig so ein Flugzeug hat) welchen Modus am DFC90 oder STEC55X-Autopiloten du für welche Flugsituation nutzen sollst– und vor allem nach den Unterschieden. Da die Informationen oft widersprüchlich sind ist es der beste Weg einem Typenclub beizutreten und dort die Spezialisten zu löchern ... so lange bis man selbst einer ist. Bei COPA, MMPA, Piper Owners etc. gibt es überall Piloten, die die Details kennen.

Eine sehr gute Quelle ist auch das (online abonnierbare) "IFR Magazine".

Ich sehe da eine Marktlücke. Könnte man all dieses über dunkle & geheime Kanäle in Erfahrung gebrachte Geheimwissen nicht bündeln und in so eine Art Bedienungsanleitung schreiben...so ähnlich wie ein Handbuch? Oh, wait...

12. Januar 2022 11:10 Uhr: Von Wolfgang Lamminger an Nicolas Nickisch Bewertung: +3.00 [3]

Aus meiner Sicht ganz eklatant wichtig: lerne deine Avionik vorher kennen. Ich konnte vorher auf dem GNS430 lediglich ein Direct-To anwählen. Das musste ich dann während der Praxis lernen

definitiv! es gibt gute und weniger gute Videos und auch den Garmin Trainer (für GNS430/530 allerdings nur - soweit ich mich erinnere auf Windows-Basis verfügbar).

die Zusammenhänge zwischen Flugplan - Departure-Procedure - Arrival-Procedure - Approach (und Transition) sollte man kennen und entsprechendes eingeben können, dto. für "SBAS" ("W"AAS) Systeme und - sofern vorhanden - diese "ohne" SBAS.

Ich wurde damals gewarnt, die Praxis hier im Schlechtwetter-Deutschland zu machen; die Ausbildung würde häufig am Wetter scheitern.

Gerade das lehrt einem aber das "wahre" IFR fliegen - wann kann ich, wann nicht? wie ist's denn wirklich im "Dreck"?

Ich hatte (vor 20 Jahren :-o) meine IFR-Ausbildung bewusst im Winterhalbjahr, um Schlechtwetter-Bedingungen möglichst MIT Lehrer kennenzulernen. Eine Erfahrung daraus, in einer der ersten Sessions: es kann besser sein, VFR in 2.500 ft zu fliegen und erst dann den IFR Pickup zu machen, wenn's sein muss (hier: zum IAF für den ILS-Approach), als in 5.000 ft in der Wolke oberhalb des freezing-levels und unnötig Eis einzusammeln ;-)

(...)
Und dann natürlich die ATO: Die Ausbildung war gut, Probleme machten die Technik und vor allem Terminabsprachen für das Fliegen.

Auch da: Plane Enttäuschungserfahrungen ein und Zeit! und Geld!

EIn gutes mentales Training, "no-go" Entscheidungen zu treffen und zu akzeptieren! Auch das kommt später in der IFR-Fliegerei ggf. häufiger vor, als man anfangs vermutet...

12. Januar 2022 11:15 Uhr: Von Charlie_ 22 an Thomas R.

Tatsächlich habe ich genau darüber schon oft nachgedacht. ABER: Ich beherrsche eben auch nur das wirkich, was ich selbst fliege (Entegra, DFC90, IFD440 ... GNS kannn ich auch, noch, ganz gut).

Bei G1000, GTN, Dynon etc etc bin ich aber selbst schwach.

Und Dir ALLE diese Systeme so zu erarbeiten, dass Du eloquent darüber schreiben kannst – ohne ein weiteres sinnloses Buch auf den Markt zu bringen – das ist echt sehr viel Arbeit. HINZU kommen die ständigen SW. und FW-Updates der Systeme ... Ehrlich ... ich könnte das nicht stemmen, und natürlich bezahlt Dir diese Arbeit NIEMAND. Ich kenne auch niemanden, der es könnte ...

Eine Idee wäre: Auf (m)einer Website Seiten zu den verschiedenen Systemem einzurichten und immer up-to-date zu halten. Das wären aber für IFR mindestens:

1. "Six Pack" mit King Avionik (immer noch häufig)

2. Garmin G1000 mit KAP140 Autopilot (zB in der DA40, 42), G1000 mit GFC700, G1000 Perspective, Perspective+

3. Avidyne Entegra R8.x mit GNS430/530, 430W/530W, IFD440/540 oder GTN650/750 ... mit S-TEC55X oder DFC90

4. Avidyne R9

5. Dynon (darüber weiß ich fast nix)

6. Andere: Chelton, Meggitt, etc,

Wer das alles fehlerfrei beschrieben kann ... keine Ahnung. John D. Collins von IFR Magazine fällt mir ein, als vielleicht kompetentester Spezialist.

12. Januar 2022 11:38 Uhr: Von Joachim P. an Charlie_ 22 Bewertung: +5.00 [5]

nachdem, wie du richtig sagst, nicht alles Wissen aus einem Kopf kommen kann, wäre hier ein von der Community gepflegtes WIKI vielleicht der bessere Ansatz, sonst musst du alles zusammentragen und veröffentlichen.

12. Januar 2022 11:51 Uhr: Von Charlie_ 22 an Joachim P.

Bist Du dabei?

12. Januar 2022 12:58 Uhr: Von Joachim P. an Charlie_ 22

ja, ich arbeite bei so einem Projekt gerne mit. Könnte es bei Bedarf auch hosten. Wir müssten noch den Scope festlegen: Nur APs, APs und Navigatoren, oder alle Avionik? Da würd ich aber dann den Schlusstrich ziehen bevor wir alle POHs der Welt da drin haben ;)

12. Januar 2022 13:27 Uhr: Von Charlie_ 22 an Joachim P. Bewertung: +1.00 [1]

Wir können das auf meiner Website hosten.

Idee Wir fangen mit dem an, was wir kennen - und holen uns für andere Systeme Spezialisten an Bord!

PM!

12. Januar 2022 14:22 Uhr: Von Dominic L_________ an Charlie_ 22

Interessant fände ich vor allem, wenn jeder etwas aus den Nähkästchen plaudert, über welchen Faden er schon mal gestolpert ist. Denn wie immer sind die Grundfunktionen ja recht einfach und intuitiv. Genau wie das Handbuch zu studieren lernt man dadurch aber nicht, was schief gehen kann. Das merkt man erst in der Praxis. Manche Sachen stehen auch durchaus im Handbuch drin, aber es fehlt die Einordnung, worauf man wirklich aufpassen muss.

Spontan fällt mir ein, dass ein ILS-Approach "immer" läuft, egal wie nah man dran ist oder wie weit weg. Verpasst man dagegen beim RNP-Approach den FAF, funktioniert er nicht. Mit Fluglehrer passiert das aber in der Praxis nie. Er muss also von sich aus darauf hinweisen, und das nicht mal in einem Nebensatz in der ersten Stunde, sondern sicherstellen, dass der Schüler das auch wirklich verstanden hat.

Interessant finde ich auch, dass man im GTN750 einen RNP-Approach laden (und aktivieren, wenn man Lust hat) kann und trotzdem ein Autoswitching auf das ILS stattfindet, wenn man denn die Frequenz zufällig oder absichtlich eingedreht und Autoswitching aktiviert hat. Eigentlich eine interessante Backup-Funktion, wenn man denn versteht, was da passiert. Damit muss ich auch noch rumexperimentieren.

Ich bin sicher, da könnte man einen lesenswerten Erfahrungsschatz zusammentragen. Ich bin jedenfalls immer gespannt, was ich als nächstes herausfinde.

12. Januar 2022 15:01 Uhr: Von Michael Weyrauch an Dominic L_________ Bewertung: +1.00 [1]

Interessant: Es wird jetzt hier viel über fortgeschrittene Avionik und deren Beherrschung geredet, der Faden handelte aber eigentlich von der CB/IR Ausbildung. Und ich muss sagen dass während meiner Ausbildung z.B. Autopilot-coupled IFR approaches gar nicht geschult wurden. Der Hauptteil der Ausbildung liegt erstmal auf elementarem Instrumentenflug (Sixpack oder basic PFD), und dann handgeflogene IFR procedures, gutes Cockpit Management etc. Natürlich ist der kompetente Umgang mit einem GNS430W oder einem entsprechenden Avidyne auch wichtig, aber das kann man sich vorher (und parallel zur Ausbildung) mit den bekannten im Internet verfügbaren Simulatoren beibringen. Echtes Verständnis für die fortgeschrittenen Funktionen (sowie die Bedienungsphilosophie der Geräte) wächst aber erst wenn man die verschiedenen Procedures in der Praxis kennenlernt und mal geflogen ist.

Die fliegerische Praxis mit forgeschrittener Avionik unterscheidet sich doch heftig von dem was üblicherweise geschult und geprüft wird (nach meiner Erfahrung).

12. Januar 2022 15:32 Uhr: Von Charlie_ 22 an Michael Weyrauch Bewertung: +1.00 [1]

Ja, so läuft das in der Praxis. Bei mir (2002) der A/P während der gesamten IFR-Ausbildung defekt ...

Man soll also das Ohmsche Geaetz noch mal lernen, sowie Reihen- und Parallelschaltung - aber niocht wie man einen Autopiloten bedient?

Dabei ist ein guter A/P doch das relevanteste Equipment, das man als Single Pilot-IFR-Pilot hat.

(Edit: Falsche Jahreszahl korrigiert, mein IFR Rating fand im Jahr 2002 statt)

12. Januar 2022 15:51 Uhr: Von Joachim P. an Charlie_ 22

So ist es... die IR Ausbiildung ist lediglich darauf ausgelegt, den Checkride zu bestehen. IFR Fliegen muss man sich dann selbst oder mit Unterstützung beibringen. Das finde ich auch gut so, denn dann hab ich die Wahl, wie/wann/wo ich mich weiterbilde und bin nicht im Syllabus der ATO verhaftet.

12. Januar 2022 16:03 Uhr: Von Charlie_ 22 an Joachim P.

Dass man sich selbst weiter bildet, das ist ohenhin klar. Ich habe 90 Prozent allein gelernt ... .Ich bin aber schon der Meinung, dass solche Basics in die Ausbildung gehören. Du willst ja vielleicht nach bestandenem Rating auch schon sicher fliegen ...

Wie man den AP für ein ILS, Missed Approach, Holding und auch für LPV, LNAV etc benutzt ... das sollte schon inder Ausbildung enthalten sein.

12. Januar 2022 16:35 Uhr: Von Dominic L_________ an Michael Weyrauch

Das, was ich geschrieben habe, gilt doch, egal ob Autopilot oder nicht. Wenn man am FAF vorbei ist, geht der Autpilot nicht in den Approach Mode, richtig, es wird aber auch kein Glidepath angezeigt, dem man manuell folgen könnte. Es ist dann so wie ich das sehe allenfalls noch ein 2D-Anflug, bei dem Dir der Final Approach Path angezeigt wird. Dem kann man dann folgen.

Und die Sache mit dem Autoswitching ist auch AP-unabhägig. Ich kann es nicht testen, gehe aber davon aus, dass das mit dem GTN750 und einem Uhrenladen auch so läuft. Vielleicht kann jemand berichten.

12. Januar 2022 16:53 Uhr: Von Charlie_ 22 an Dominic L_________

Autoswitchiung von GPS auf VLOC funktioniert meistens .. aber eben nicht in allen Situationen und auch nicht immer. Darum mache ich das immer von Hand – dann WEISS ich, dass es umgeschalten hat. Am Anfang bin ich wegen soclher Sachen 2x durch einen LOC geflogen, 1 x sogar in IMC, was doof ist, v.a. wenn man noch ungeübst ist.

BEi einem RNP-Approach, der etwa mit dem DFC90 im NAV.Modus geflogen wird, gibt es nichts umzuschalten. In der Regel bekommt man ja bei einem RNP ein DIRECT zu einem WP des Approaches. Wenn man mit 430W, IFD oder GTN bei geladenem Approach einen dieser WPs ansteuert dann aktiviet sich der Approach komplett automatisch, Flugzeug interceptet Final Track und das den Virtual Glidepath automatisch.

Was man bei RNPs NICHT machen darf (und ATC bietet das aus Unkenntnis oft an) ist ein DIRECT zum FAF zu akzeptieren. Das Flugzeug muss vor dem FAF mindestens 2 NM auf einem geraden Leg fliegen – sonst aktiviert sich (bei den MIR bekannten Systemen) der GP nicht.

Ich mache es inzwischen in IMC fliegend meistens so, dass ich dem Lotsen sage, über wlchen WP ich in den Approach fliegen möchte. Meistens wird das sofort akzeptiert, manchmal nicht - aber so lange der WP auf dem Weg liegt und auf der RNP Chart zu sehen ist - ist das auch easy.

Da ich nicht gerade sehr viel in IMC IFR fliege und mein Übungsstand nicht auf professionellem Niveau ist, vesuche ich so standardisiert wie möglich zu fliegen - also immer wenn es geht LPV oder LNAV/VNAV und immer nach der selben Methodik.

Die größte Herausforderung ist oft, dass man keine Sinkflug-Clearance bekommt, was in IMC unangenehm sein kann, wenn man sich dann von oben auf den Approsch stürzen soll ... manchmal so nah am Platz, dass man nicht mal am FAF die Sollhöhe hat, trotz 1500 descent rate.

Inzwischen akzeptiere ich das so nicht mehr sondern frage dann nach einem "Delay Vector", um irgendwo am Anfang des App auf der richtigen Höhe zu sein. In Korfu haben sie mir mal 10 NM vom Platz "erlaubt" aus FL120 zu sinken ... also zu schnell und TCUs Würde ich heute nicht mehr akzeptieren.

All das hat mir nie ein Fluglehrer gezeigt – und darum hatte ich angansg nicht das Selbstvertrauen so was einzufordern. Inzwischen traue ich ich mich auch Forderungen zu stellen. Bezahle ja auch für den Service.

12. Januar 2022 16:57 Uhr: Von Wolfgang Lamminger an Dominic L_________ Bewertung: +1.00 [1]

ich kann es jetzt nicht tatsächlich bestätigen oder widerlegen, aber für den jeweils gewählten Approach muss man ja immer noch einmal "activate approach" oder "activate Vectors-to-final" am GNS drücken...

Wenn ich nun einen "RNPnn" selektiert habe und diesen aktiviere, wird wohl eher nicht das ILS aktiv, sondern der (magenta dargestellte) Final Course und GlidePath des RNP-Approaches...

Und btw.: der Autopilot ist auch nur 'n Mensch :-): das was die Funktionalität GTN/GNS/IFD in Richtung Autopilot betrifft, gilt analog für die Anzeige des Flight-Directors oder die Raw-Data-Anzeige, der der reale Pilot nachfliegt.

In meinem Verständnis und zumindest was analoge Autopiloten betrifft, korrigiert der Autopilot auch nur die Ablage voll Sollwert, und verarbeitet NICHT das Signal des GPS- oder NAV-/GP-Receivers...

12. Januar 2022 17:05 Uhr: Von Sven Walter an Dominic L_________ Bewertung: +4.00 [4]

Köpft und teert mich, aber ich finde eher, die Ausbildung sollte (fast) vollständig "raw data" sein. Das ist die Rückfalloption, well alles andere scheitert, wenn man beispielsweise eine Fehlbedienung oder Menüsuchen in noch nicht so vertrauter Avionik zu einem groben Fehler im wahren Leben führt.

Die Fehlerquellen, die ihr beschreibt, sind ja alle wirklich extrem wichtig, ja lebenswichtig im Wortsinne - aber halt individuell. Die Berechtigung gilt hingegen global.

"What is she doing now..." ist halt genauso wie complacency oder andere Automatisierungsfehler nicht generisch. Wenn man es generisch beherrscht, schießt man sich auf die eigene Praxis ein.

Die Basics müssen auch noch Jahrzehnte später sitzen, auch wenn ein Bildschirm kurz nach dem Start nachts aussteigt, man erst 8 h auf der neuen Avionik hat (aber 800 auf der alten), der Fluglehrer, der einwies, auch nur 20 h drauf hatte etc. Das Fundament ist dann aber immer noch vorhanden.

Nur meine 2 cents (und die Wiki-Idee finde ich super)

12. Januar 2022 17:12 Uhr: Von Charlie_ 22 an Sven Walter Bewertung: +1.00 [1]

Dem könnte ich auch was abgewinnen ... aber DANN aben nicht mit 1 m Ordnern mit Fragen zu Theorie und Elektrotechnik. Abkommen von Chicago ... ja 1949, Gründung der ICAO ... seitdem fliege ich viel besser in IMC!

12. Januar 2022 17:22 Uhr: Von Dominic L_________ an Wolfgang Lamminger

Beim GTN750 muss der Approach nicht aktiviert werden. In der Ausbildung auf dem G1000 habe ich das immer gemacht, könnte jetzt aber nicht mehr sagen, was das eigentlich GENAU bewirkt hat. Beim GTN750 bewirkt das, dass man zum ersten Punkt fliegt, der im Approach angegeben ist. Wenn man eine Star fliegt, die ohnehin dort hin führt oder "direct" dort hin geschickt wird, kann man das aber auch machen und muss den Approach dann nicht mehr aktivieren.

Dass das Autoswitching verblüffenderweise den Approach auch umschaltet, wenn man RNP geladen hat, ist ja gerade das Verhalten, was ich hier als "unerwartet" darstellen wollte. Ich kann nur sagen, dass es bei mir so ist. Ich hätte auch gedacht, dass das Autoswitching nur geht, wenn man auch den ILS-Approach lädt. Dann muss er natürlich von Magenta nach Grün. Aber auch ohne wirft er den RNP-Approach bei mir raus und man fliegt ILS. Grundsätzlich hat man ja auch nicht versehentlich die Frequenz oben drin. Wir sind halt mehrfach Training geflogen und der RNP kam zufällig nach dem ILS-Anflug auf dieselbe Bahn und natürlich hab ich die Frequenz nicht weg gedreht, warum auch.

Die Frage ist, wie man das jetzt nutzt. Man könnte immer beides drin haben und dann meistens das ILS fliegen, aber wenn das ILS nicht funktionieren würde (was wohl ungekündigt eher selten ist), würde der RNP-Approach drin bleiben. Oder man sagt, man will eigentlich RNP-Approach, dann muss man die Frequenz ins Standby machen und wenn man dann mal Bock auf ILS hat, switcht man die Frequenz und er wechselt automatisch auf Grün - allerdings geht das nicht mehr beliebig nah vor der Schwelle. Ich habe das Fenster gerade nicht im Kopf. Steht im Handbuch. Und natürlich wie oben schon jemand sagte: Wenn Autoswitching nicht geht, kann man das natürlich auch manuell machen, indem man den CDI-Knopf drückt. Man sollte sich nur von der Automatik nicht überraschen lassen, die ansonsten ganz praktisch ist.

12. Januar 2022 17:26 Uhr: Von Charlie_ 22 an Wolfgang Lamminger

Was das GNS betrifft habe ich jetzt schon einiges vergessen aber ich bin mir sicher, dass es beim 430W auch so war: Wenn man bei GELADENEM Aproach ein Direct zu einen WP des Aproaches macht, etwa zum IAF, dann ist er automatisch aktiviert.

Ja, wenn der RNP-Approach geladen ist, dann schaltet die Avionik nicht auf VLOC.

12. Januar 2022 17:27 Uhr: Von Sven Walter an Charlie_ 22

Volle Zustimmung bei der didaktischen Reduktion auf das Wesentliche. Aber - leider hängen die Fragen nur etwas mittelbar miteinander zusammen ("was macht mein IRI/ FI-IR mit mir im Rahmen der Praxisausbildung").

Die Polen mussten vor Part FCL noch die Geschichte der polnischen Luffahrt für den PPL beherrschen, berichtete mir mal ein Kollege aus Polen vor über 10 Jahren. Als ob man mit Lilienthals Biographie, Elly Beinhorns Routenplanungen oder Dorniers Flugboothistorie besser navigieren würde...


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