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Flugzeugkauf | Kaufberatung - SilverEagle vs JetProp vs Meridian  
8. Februar 2021 19:21 Uhr: Von Stefan Eichenseher 

Liebe PuF Experten,

ich bin nun schon seit Jahren stiller Mitleser in diesem Forum, in dem sich extrem viel Fachwissen versammelt hat, aber es leider auch ab und an ein wenig eklig wird ;-) (Ich hoffe hier niemanden zu Nahe zu treten)

Ich hätte gerne euren Input zu einer Flugzeugbeschaffung:

Ich bin auf der Suche nach einer Maschine mit folgenden Eigenschaften:

- Druckkabine

- TurboProp (oder Diesel SEP/MEP - wobei mir keine mit Druckkabine bekannt ist)

- (momentan) vordergründiges Streckenprofil ist innerhalb Europa, wobei ich mir mit der Maschine auch den Traum von einem Worldrounding in den nächsten Jahren erfüllen möchte.

- 1-4 Pax mit Flugdauer etwa 3h

- neue (digitale) Avionik (Ich bin IT-ler - ich stehe leider auf viel Technik SchnickSchnack ;-) )

- angedachtes Budget 0,5 - 1 Mio

- vernünftige Kosten in Wartung und Betrieb

- idealerweise unter 2to MTOW

- idealerweise Gras/STOL (600-700m Bahnlänge)

Da ich schon eine ganze Weile mit dem Thema schwanger gehe und auch schon ein wenig recherchiert habe, passt meiner Meinung nach vom Profil her am besten die C10T Silver Eagle. Da O&N wohl mittlerweile keine SE mehr produziert und die Firma die das STC übernommen hat meiner Kenntnis nach auch kein neuen SE mehr auf den Markt wirft , gibt es nur einen begrenzten Pool an verfügbaren SE die auch schon alle ein paar Jahre auf dem Buckel haben.

Kann man im Jahr 2021 noch guten Gewissens eine SE kaufen? Ist der Kerosingestank in der Kabine wirklich so penetrant und die Druckkabine wirklich so schlecht? Bekommt man Sie im Falle des Falles überhaupt wiederverkauft? Wie sieht es mit der Wartung in D aus? (Angepeilt ist N-Reg, US Lizenz vorhanden) Gibt es im Forum jemanden der eine SE besitzt?

Die JetProp würde dann wahrscheinlich als nächstes Folgen, hier ist das Problem wohl definitiv die MTOW (FullFuel 60 KG?)

Die Meridian säuft im Vergleich zu SE und JetProp eine ganze Menge mehr Sprit und EuroControl möchte dann auch ein Stück vom Kuchen haben...

Veilleicht gibt es ja auch eine Maschine, die ich bis jetzt noch gar nicht auf dem Radar hatte? Von den klassischen AvGas Fliegern möchte ich eigentlich abstand nehmen daher würden die aus meiner Betrachtung erstmal rausfallen.

Herzliche Dank für euren Input

8. Februar 2021 21:00 Uhr: Von Bernhard Tenzler an Stefan Eichenseher

Mit Gras/STOL ist das Thema eigentlich schon durch und es bleibt nur die SE. Schau mal ins Euroga Forum da würde kürzlich ein ähnlicher Usecase durchdekliniert.

8. Februar 2021 21:06 Uhr: Von Thomas Dietrich an Bernhard Tenzler

Schau Dir mal unsere auf Youtube an, hat erst 420h seit Enhancement mit neuer HS. Ist zum Verkauf.https://youtu.be/CDHWAm3AYTg

8. Februar 2021 21:14 Uhr: Von Matthias Reinacher an Stefan Eichenseher

Vernünftiges IFR, Druckkabine, Gras und kurze Pisten geht auch mit der King Air ;-)

Für STOL bleibt denke ich wirklich nur die Silver Eagle, die Kabine ist mit 3.35 psi halt bei 10'000 Fuss in FL 200.

Jetprop: Es gibt Exemplare mit ~160 kg Zuladung bei Full Fuel, zB.
https://www.planecheck.com?ent=da&id=49344

...da kann man zumindest je nach Körperumfang noch zu zweit legal fliegen mit vollen Tanks.

Jetprop und Gras geht wohl nur mit guten Nerven und tiefen Taschen. Gefühlt hatte mindestens jede zweite Jetprop schon einen Prop Strike...

8. Februar 2021 22:12 Uhr: Von Dominic L_________ an Stefan Eichenseher Bewertung: +1.67 [2]

Genau die Frage hab ich mir auch im Grunde JAHRE gestellt. Letztlich hat mich keines der Flugzeuge überzeugt.

Ich zähle mal für mich entscheidende Punkte auf, entscheide Du, ob es Dir was ausmacht:

Silver Eagle:

- Dreipunktgurte nur auf den vorderen Sitzplätzen

- Kein Gang in der Mitte. Ein Umsetzen im Flug ist also zumindest Akrobatik

- Bisweilen mit Kerosingestank, ist aber ein behebbares Problem angeblich

- Geringes Druckdifferenzial limitiert Höhe

- In der Höhe schwache Turbine macht einen Clmb bis dahin ohnehin eher nervig

- Leckagen in der Kabine letztlich nie vernünftig und dauerhaft zu beheben

- einige teure Upgrades nötig, um kleine Zipperlein abzustellen

- Nur Hotplate, genau genommen ist die SE soweit ich mich erinnern kann ohnehin nicht FIKI

- Bei Full Fuel kaum Zuladung.

- 5 Tanks zu managen

+ Kein HPA erforderlich

+ In geringer Höhe tolle Steigleistung

+ kurze Start-/LandeStrecken

= Ob wirklich besser auf Gras als Jetprop ist mir unklar. Es wird häufiger gemacht, aber ich bin nicht sicher, ob es wirklich objektive Gründe gibt. Es gibt auch Leute, die das Fahrwerk genauso unzureichend halten und die einen Propstrike für genauso wahrscheinlich halten.

Jetprop:

- Zuladung einfach nur lächerlich

- Redline @ ca. 170 KIAS

- HPA nötig

- -21 und -34 Turbinen letztlich vor allem bei warmen Wetter keine Steigweltmeister, wirklich cool ist nur die -35-Variante, zumal sie ironischerweise auch noch am wenigsten verbraucht

+ Nur zwei Tanks

+ gute Druckkabine

+ Cabin Class

+ Epische Performance (Start/Landung, Steigflug)

Ich habe das mal eben so aus dem Kopf geschrieben, also nicht zu hart damit ins Gericht gehen.

Mein Fazit war am Ende, dass ich mich zu meiner eigenen Verblüffung für die ganze normale Kolbenmalibu entschieden habe. Da habe ich jetzt deutlch mehr Zuladung, da der Sprit nun einmal leichter ist und es sind nur 140 Gallonen. Und wenn man 60 Gallonen aus den Tank frei lässt, kann man mit den verbleibenden 80 immer noch durch ganz Europa fliegen. Mit den Turbinen wird man doch arg in der Reichweite limitiert. Es mag für einen einzigen Flug nicht unbedingt so schlimm sein, aber man muss eben ÜBERALL tanken können.

Ich habe jetzt für 500K ein top aktualisiertes Flugzeug. Nach meinem Empfinden hätte ich für eine entsprechende SE mindestens 800K und für eine Jetprop 1M ausgeben müssen. Das wäre absolut ok gewesen, wenn damit dann nicht so erhebliche Negativpunkte einhergegangen wären. Jetzt bleibe ich entweder bei der Malibu oder, wenn ich noch mal upgrade, dann führt wohl nichts an einer TBM oder M600 vorbei. Die Meridian ist einfach nur eine Enttäuschung. Zwar kann man mehr rein laden, aber die Performance ist nicht einmal in der Nähe einer Jetprop. Ich glaube, die Start/Landestrecken sind schlechter als bei der Kolbenversion - jedenfalls nicht besser.

8. Februar 2021 22:20 Uhr: Von Andreas KuNovemberZi an Matthias Reinacher

"Jetprop: Es gibt Exemplare mit ~160 kg Zuladung bei Full Fuel, zB.

https://www.planecheck.com?ent=da&id=49344"

Der Anbieter hat sich verrechnet: 1309 lbs - (151 GAL * 6,72 lbs/GAL) = 294 lbs = 133 kg

8. Februar 2021 22:28 Uhr: Von Matthias Reinacher an Andreas KuNovemberZi
Danke für den Hinweis, ich hatte mich auch schon gewundert, zumal es ja auch Exemplare mit 30 kg Full Fuel Payload gibt.
8. Februar 2021 22:37 Uhr: Von Dominic L_________ an Andreas KuNovemberZi

Vorsicht mit den Zuladungen. Ich habe die jahrelang beobachtet, wo genannt, verglichen und gegrübelt. Da wird sich geirrt, optimistisch gerechnet und oft auch glatt gelogen. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass kein Flugzeug von selber leichter wird. Irgendetwas an Ausstattung fehlt dann auch, beispielsweise ein oder zwei Sitze oder die Klimaanlage oder es ist noch kein Glaswindshield drin und so weiter.

8. Februar 2021 23:24 Uhr: Von Sven Walter an Stefan Eichenseher

Hi, wegen deiner Parameter hab ich mal bei Controller aus Neugier nachgeguckt, was eine gebrauchte PC-12 so kostet. Ohne Naivität, einfach weil ich das Segment nie angucke. Und erwartungsgemäß waren die natürlich deutlich überm Budget. Aber in der Liste war noch eine andere: Ohne Druckkabine, anderes Einsatzprofil, aber definitiv tauglich für einen Flug um die Welt stieß ich dann auf die hier:

https://www.controller.com/listing/for-sale/22857335/1976-pilatus-pc-6-slash-b2-h2-turbo-porter-turboprop-aircraft

Ja, langsam, aber von den rein formalen Kriterien deinerseits passte alles außer Druckkabine. Warum nicht direkt nach Corona die Weltumrundung vorziehen und dann später was anderes kaufen, wenn du robuste Plätze und Abenteuer ausgereizt hast? Zwischendurch Deppenwerfen machen, so dass sich ein Teil noch anteilig selbst finanziert. Sprit gibt's überall, du kommst auf jedem Handtuch runter, robuster geht's nimmer, günstigere Versicherung später dank deutlich mehr Turbinenerfahrung, wenn es dann später eine Jetprop oder SE wird.High Performance Endorsement haste bestimmt bereits, Spornrad? Keine Ahnung.

Nur eine Idee ;-) (P.S.: Über 2 to MTOM diese Version ohne Kolbenschüttler... aber mit der würde man ja erstmal seltener IFR fliegen als mit normalen SET, was Airway-Gebühren angeht)

9. Februar 2021 08:41 Uhr: Von Frank H . an Stefan Eichenseher

Hallo,

bitte PM freischalten, wir fliegen eine JetPROP und ich kann mit etwas Erfahrung dienen.

Grüße

Frank

9. Februar 2021 10:15 Uhr: Von Bernhard Tenzler an Frank H . Bewertung: +4.00 [4]

über diese Erfahrungen würden sich auch andere Foristi freuen, also gerne auch hier teilen :-)

9. Februar 2021 11:11 Uhr: Von Hubert Eckl an Sven Walter

Sven, ich sehe wie Du interessante Zielkonflikte:

Turbine ---> in unteren Sphären ineffizient---> weiter oben IFR fast schon Pflicht. Was soll ich da oben just for fun, ausser Fallis fallen lassen?

D.h. zum "Spazierenfliegen" aus dem Vereinsacker raus um den Kirchturm rum oder zum 500,-€-Hamburger ist mehr Kerosin als Freunde mitzunehmen.

Die Begründung warum keinen " Benziner" ist.. hm.. "strange"? Andererseits den Globus umrunden mit sicher verfügbarem Treibstoff macht schon wieder Sinn. ( Was für einen Sinn ist philosophisch)

9. Februar 2021 11:59 Uhr: Von Dominic L_________ an Hubert Eckl

Die Flugzeuge "ähnlich Caravan" sind meines Erachtens für ganz bestimmte Missionen ausgelegt und dafür unschlagbar. Da geht es hauptsächlich um relativ kurze Graspisten in schwierigem Gelände, wo die Leistung und Zuverlässigkeit einer Turbine natürlich sehr nützlich ist. Es geht aber nicht um das hohe oder schnelle Fliegen.

Zielgruppe ist meines Erachtens ganz klar der kommerzielle Transport, denn zurückgelegte Meilen / Euro ist nicht deren Stärke. Multipliziert man aber die Nutzlast mit dazu, dann macht es wieder Sinn. So viel zu transportieren hat der Privatmensch aber wohl seltenst. Da die Rechweite auch sehr eingeschränkt ist, sind im Grunde fast alle negativen Aspekte der JP/SE ebenfalls implizit vorhanden.

Aber wenn man um die Erde fliegen will und es sich grundsätzlich leisten kann, kann man natürlich auch mal über sowas wie eine Kodiak nachdenken. Landen kann man überall und Platz für einen Ferrytank hat man auch mehr als genug. Allerdings kann man mit einer normalen Malibu letztlich auch um die Welt fliegen und braucht dafür absolut nichts umzurüsten. 1600 Meilen + Reserve sind laut Handbuch kein Problem. Ausprobiert habe ich es aber noch nicht ;-)

Ich finde Turbinen zwar auch toll und würde ggf auch auf eine umsteigen, aber es gibt schon gute Gründe, warum die Notfall-Regeln für einmotorige Flugzeuge zusammenfassend formuliert sind und nicht zwischen Turbine und Kolbenschüttler trennen. Es gibt viele Möglichkeiten, warum auch eine Turbine transatlantisch mal den Geist aufgeben kann - zum Beispiel, wenn ein Stück des inertial separators reinfliegt: https://www.youtube.com/watch?v=RHC0mmd1IDY

9. Februar 2021 12:26 Uhr: Von Wolff E. an Dominic L_________ Bewertung: +4.00 [4]

Aber im Gegensatz zum Kolbenschüttler sind Turbinen-Ein-Mots für den kommerziellen IFR-Verkehr und IFR-Nacht zugelassen. Da ist dann schon ein Unterschied!

9. Februar 2021 12:28 Uhr: Von Sven Walter an Hubert Eckl

Ich kann dir sagen, Hubert, Avgas-Verfügbarkeit außerhalb der Ersten Welt ist logistisch gesehen eine ganz schöne Einschränkung... da kannst du für 600 l mal 8.000 US$ ausgeben.

Was den Langsamflug und die Reichweite angeht, 21600 nm durch 110 ktas sind auch gut 200 Flugstunden, man muss ja nicht alles schnell machen. Wenn du die Bahamas mitnimmst, um auch einen Wendekreis zu tangieren (sonst zählt's nicht), wohl noch ein paar Seemeilen mehr. Da hast du von einer Porter mit 66 Gallonen-Blase im Verhältnis zu einer Kodiak oder Meridian noch ganz, ganz viel Geld über, auch wenn du nur halb so schnell fliegst. Dafür guckt man auch vielleicht noch interessantere Ziele an, nimmt ein Monkeybike oder Falträder mit etc. Oder genießt langsamere Approaches in Dreckswetter wie Kaiserwetter. Ersteres evtl. für die Sicherheit, Letzteres fürs Panorama.

Aber wie gesagt, war nur eine Inspiration beim Betrachten der Gebrauchtpreisliste für PC-12.

9. Februar 2021 12:33 Uhr: Von Andreas KuNovemberZi an Dominic L_________ Bewertung: +1.00 [1]

"warum auch eine Turbine transatlantisch mal den Geist aufgeben kann - zum Beispiel, wenn ein Stück des inertial separators reinfliegt:"
Klugscheißmodus an: bei der Meridian hast Du gar keinen steuerbaren Inertial Separator (der ist per Default on).

MTBF einer Turbine ist mindestens Faktor 10 besser als bei einem gut gewarteten Kolbentriebwerk.
Bei einer PT6 in einem dafür von vorne herein entwickelten Flugzeug dürfte der Faktor noch größer sein.

Zur eigentlichen Frage:
Wenn es das Budget erlaubt, würde ich eine Meridian bevorzugen. Moderner, brauchbare Zuladung (think: Ramp Check), höhere VMO, halbwegs brauchbarer Differenzdruck, von vorneherein für Turbine gebaut, sichere Ersatzteilversorgung, geringere Gefahr tödlicher ADs (da kein Umbau).

Natürlich sind auch JetProp und Silver Eagle tolle Flugzeuge, keine Frage. Persönlich mag ich den tiefgreifenden Umbau komplexer Systeme mit reduziertem Einsatz von Kapital und Engineering nicht und auch nicht die Abhängigkeit vom wirtschaftlichen Fortbestand eines (relativ kleinen) umbauenden Unternehmens. YMMV.

9. Februar 2021 12:38 Uhr: Von Sven Walter an Dominic L_________

Die Frage ist halt auch, was will man unterwegs sehen. Herumjagen ohne Tourismus kann man in 17 Tagen. Aber dann kann man ja auch kommerziell fliegen...

Hoch und mit Druckkabine macht es klar planbarer, einerseits. Andererseits, wenn man sich ganz viel nervige Bürokratie sparen will, scheint Russland/ Alaska/ Kanada/ USA/ Bahamas/ Kanada/ Grönland etc. die wenigsten Länder mit den geringsten Kosten zu vereinigen. Und dann kann man auch deutlich kürzere Legs fliegen. Hawaii ist aufgrund der Winde ganz schön grenzwertig (je nach Muster, und kleinere Turbinenflugzeuge sind halt keine Reichweitenwunder...), die Südroute ist unfassbar teuer und hat mindestens ein extremes Leg dabei. Wenn man also eh schon auf Spuren der Leserreise fliegt, wird die Reichweite oben herum deutlich kalkulierbarer.

Hat schließlich auch schon wer mit der C150 gemacht. Und mit einer Porter kann man deutlich besser auf einer Sandbank oder Straße landen als mit den meisten anderen Mustern.

Spricht 'ne Menge dafür, auf Druckkabine zu verzichten, und dann eine Diesel-DA42, Apache/ Twinco mit Mogas mit toller Avionik zu nehmen. Wenn es keine Kolben-Einmot sein soll und in dem Budgetrahmen, ohne Avgas. Mit Avgas gibt's sonst ja deutlich mehr Wahlmöglichkeiten.

(Nachtrag: Mein Favorit wäre ja die 182er-Konversion King Katmai, hat aber keine Druckkabine und Avgas. DA40 und DA50 auch ohne Druckkabine. Sind immerhin auch rasenfreundlich.)

9. Februar 2021 12:59 Uhr: Von Dominic L_________ an Andreas KuNovemberZi

Das stimmt. Es war auch nur ein Beispiel. Ich habe ja nur meine Überlegungen dargelegt, die mich beeinflusst haben. Dass man auch zu ganz anderen Schlüssen kommen kann, ist klar, sonst gäbe es nicht so viele Flugzeuge und jeder hat halt andere Präferenzen. Vielleicht war mein Kommentar zur Meridian etwas zu negativ: Man kann sagen, dass sie nichts wirklich super kann, allerdings auch nichts wirklich schlecht, das stimmt. Es ist wohl vor allem die M600, die die M500 so schlecht aussehen lässt ;-)

Genau die Anmerkung, dass man nicht nur hoch und schnell fliegen will, hat mich wiederum zur Malibu gebracht. Es ist tatsächlich komplett egal, ob man hoch oder niedrig fliegt: Sowohl was den Treibstoffverbrauch angeht als auch die Flugzeit, ändert sich fast nichts - außer bei sehr kurzen und sehr langen Strecken natürlich. Für mich hat das den Turbinenvorteil eigentlich genau kompensiert - ärgerlicherweise. Daher hab ich dann einfach mal gekauft, bevor ich noch einen Drehwurm im Kopf bekomme. Eines kann ich jedenfalls garantieren: Man muss IMMER erhebliche Kompromisse eingehen, das sollte man sich direkt klar machen. Die Suche nach dem perfekten Flugzeug für alles ist sinnlos.

9. Februar 2021 13:53 Uhr: Von Sebastian G____ an Stefan Eichenseher

Eigentlich sollte man dem gesuchten Flugzeug endlich mal einen Namen geben so oft wie danach gesucht wird, vielleicht "Bonsai PC12" oder "Rugged Meridian" ;-) Vermutlich könnte man so etwas sogar bauen, es hat nur noch keiner gemacht.

Viele Infos genau zum Thema auch hier:

https://www.euroga.org/forums/aircraft/12545-is-the-jetprop-the-right-plane-for-my-mission-and-other-high-performance-types?page=1

9. Februar 2021 14:20 Uhr: Von Mich.ael Brün.ing an Dominic L_________ Bewertung: +4.00 [4]

Man muss IMMER erhebliche Kompromisse eingehen, das sollte man sich direkt klar machen. Die Suche nach dem perfekten Flugzeug für alles ist sinnlos.

Ja, es gibt nicht das EINE perfekte Flugzeug. Aber wenn man drei nimmt, kommt man schon ganz gut zurecht:

  • C182 oder Bonanza zum Kaffeefliegen und Luftwandern
  • TBM oder Mustang zum Geschäftsfliegen in Europa
  • 7X oder G650 für die weiteren Geschäftstermine und Urlaub

Spritpreis und Airwaygebühren spielen dann auch keine Rolle mehr.

9. Februar 2021 15:24 Uhr: Von Hubert Eckl an Mich.ael Brün.ing Bewertung: +9.00 [9]

Seid nicht böse, aber es passt einfach zu gut, Kurt Tucholsky 1927:

Ja, das möchste:
Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;
mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,
vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn
aber abends zum Kino hast dus nicht weit.
Das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit:

Neun Zimmer, - nein, doch lieber zehn!
Ein Dachgarten, wo die Eichen drauf stehn,
Radio, Zentralheizung, Vakuum,
eine Dienerschaft, gut gezogen und stumm,
eine süße Frau voller Rasse und Verve
(und eine fürs Wochenend, zur Reserve)
eine Bibliothek und drumherum
Einsamkeit und Hummelgesumm.

Im Stall: Zwei Ponies, vier Vollbluthengste,
acht Autos, Motorrad - alles lenkste
natürlich selber - das wär ja gelacht!
Und zwischendurch gehst du auf Hochwildjagd.

Ja, und das hab ich ganz vergessen:
Prima Küche - erstes Essen
alte Weine aus schönem Pokal
und egalweg bleibst du dünn wie ein Aal.
Und Geld. Und an Schmuck eine richtige Portion.
Und noch ne Million und noch ne Million.
Und Reisen. Und fröhliche Lebensbuntheit.
Und famose Kinder. Und ewige Gesundheit.

Ja, das möchste!

Aber, wie das so ist hienieden:
manchmal scheints so, als sei es beschieden
nur pöapö, das irdische Glück.
Immer fehlt dir irgendein Stück.
Hast du Geld, dann hast du nicht Käten;
hast du die Frau, dann fehln dir Moneten -
hast du die Geisha, dann stört dich der Fächer:
bald fehlt uns der Wein, bald fehlt uns der Becher.
Etwas ist immer.

Tröste dich
Jedes Glück hat einen kleinen Stich.
Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten.
Daß einer alles hat -
das ist selten.

9. Februar 2021 16:39 Uhr: Von Chris Schu an Mich.ael Brün.ing Bewertung: +1.67 [2]

auf der Liste fehlt noch was

  • zum Turnen (Pitts, Christen Eagle)
  • mit Floats (Beaver)
  • fuer Low&Slow (Piper Cub)
  • zum Posen (P-51 Mustang)
  • zum Segeln (Offene Klasse Doppelsitzer)

sorry, war nicht zielfuehrend, aber mein follow-up Gedanke um den Hangar voll zu machen wenn's eh nicht um Geld und Zeit geht...

9. Februar 2021 17:34 Uhr: Von Mario Adam an Stefan Eichenseher

Servus Stefan

Budget ist ordentlich, leider aber für ein vernünftiges wetterunabhängiges Streckenprofil durch Europa zu wenig. Ich würde versuchen eine TBM od. PC12NG in deiner Nähe zu finden. Kenne deine Flugerfahrung bzw. Geschicklichkeit nicht... ....aber Zeit/Geld wirst du wahrscheinlich sowieso auf jedem neuen Flugzeug investieren müssen... warum dann nicht auf einem moderenen wetterunabhängigen Gerät...?

Viel Glück!

PS: Unterschätze nicht die Wartungskosten, Versicherung,...

9. Februar 2021 19:37 Uhr: Von Stefan Eichenseher an Mario Adam

Guten Abend (ich antworte dem letzten)

erstmal dank an alle für die rege Teilhabe an meinem "Problem".

@Thomas Dietrich

Eure SE habe ich schon gesehen - aber leider keine Boots (auch wenn alle SE eigentlich kein FiKi sind)

Kannst du was zum Kerosingeruch in der Kabine sagen?

@ Dominic L

Ja eine normale Malibu wäre evtl eine Option - nur glaube ich wird ausserhalb der industrialisierten Welt eine AVGAS Versogung schwierig

Ausserdem ist die MTBF bei einem Kolbenschüttler eine ganze Ecke höher - Wolff glaub ich hatte mehr als einmal das "Vergnügen" mit stehendem MIxer in der Malibu - ich bin da ein wenig vorsichtig - gerade wenn es lange über Wasser geht.

@Sven Walter

interessante und kreative Idee - nur würde meine Lady wohl nicht ganz so begeistert sein über dies Wahl :-)

Einer Frau bringst du sowas nicht nahe...

Ich stelle mir auch den Wiederverkauf seeehr schwer vor

@Frank H. PM sind frei

@Sebastian G.

Ja eine rugged Bonsai PC12 wäre genau was ich suche - warum baut die denn keiner???

@ Mario Adam

Ich glaube jemanden mit einer TBM oder PC12 in meiner Nähe (Grob EDDN - EDMS - EDQM) zu finden ist schon schwierig.

Und dann darüber hinaus noch jemanden zu finden der bereit ist, sein Gerät zu Teilen,zu Verleihen oder HG angesichts der sauteuren Fehler die damit gemacht werden können, ist noch optimistischer als die bonsai rugged PC12NG zu finden gedacht.

Bezüglich Wartung / Versicherung usw : Ich hätte grob 20-25% des Anschaffungspreises als Rücklagen für ungeplante Ausgaben sowie etwa 5-8% als jährliche Fixkosten gedacht

Hmm ich denke den Faktor Gras/STOL sollte ich wohl aus meiner Wunschliste streichen - ehrlich gesagt hat dieser auch die kleinste Priorität - LIPV oder EDXH wäre nur ein nice to have gewesen.

Bezüglich meines world rounding plans:

eigentlich hatte ich eher vordergründig an eine äquatoriale Route gedacht - erstens ist es wohl abwechslunsgreicher und das Wasser ist auch deutlich wärmer als oben im Norden. Ich habe mich zwar für den AOPA Sea Survival im Mai angemeldet - in life möchte ich das aber dann trotzdem nicht erleben...

Die DA42/62 hatte ich ganz zu anfangs meine Selektion mal im Auge da ich aber schon sehr weit im Süden wohne und ein Großteil der Flüge die Alpen involvieren würde, wäre ich wohl häufig auf O2 angewiesen. Irgendwie geht mir das noch nicht so sehr in den Kopf eine ganze Stange Geld für ein Flugzeug auszugeben und dann wieder Luft durch Kanülen schnüffeln. (Vielleicht ist das aber auch nur ein Vorurteil mangels Erfahrung)

9. Februar 2021 19:51 Uhr: Von Patrick „Lean-Hard!“ an Hubert Eckl Bewertung: +1.00 [1]
Zum Ausdrucken und Aufhängen, danke!

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