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51 Beiträge Seite 1 von 3

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Unfälle und Zwischenfälle | Kleiner Reminder. Checklisten retten leben
19. April 2017 14:29 Uhr: Von Lutz D. 

...nicht nur in der Fliegerei, wie man angehängtem Artikel entnehmen kann.

So als kleiner Reminder und kick für den nächsten Flug.

https://www.washingtonpost.com/news/to-your-health/wp/2017/04/18/checklists-appear-to-reduce-deaths-after-surgery-a-large-study-finds/?utm_term=.4d7f8dd54258

19. April 2017 14:42 Uhr: Von Karpa Lothar an Lutz D.

Stimmt....

Nur haben sich die Götter in weiß lange dagegen gewehrt. ..

Und irgendwann lernen sie vielleicht noch MCC

24. April 2017 03:30 Uhr: Von Guido Warnecke an Lutz D. Bewertung: +2.00 [2]

The checkist manifesto

Diese Buch kann ich nur sehr empfehlen.
Auch die Annwendung voch Checklisten im Medizinbereich wird beschrieben, auch in der Luftfahrt.
Happy Landings,
Guido

24. April 2017 08:34 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Guido Warnecke Bewertung: +3.00 [3]

In der Tat ist es in der Medizin nicht so weit her mit Checklisten.

Es reisen einige Berufspiloten durch die Lande und halten Vorträge(zu astronomischen Honoraren) "was die Chirurgie von der Fliegerei lernen kann". Das sind hochinteressante Aussagen, die per se logisch sind.

Ich halte aber den Glauben an Checklisten für etwas überbewertet (für die Medizin wohlgemerkt). Das Produkt Chirurgie ist einfach wesentlich weniger standardisierbar als die Fliegerei. Für viele Standard-OPs sind Checklisten (hier eher als "Clinical pathways" bezeichnet) auch etabliert und definieren/standardisieren den gesamten Ablauf von der Aufnahme über die OP bis zur Entlassung. Das nennt man dann Fliessbandmedizin.

Vermeiden von Komplikationen ist dabei aber nur EIN Teil der Idee und wird vor allem nach außen kommuniziert. Mindestens ebenso wichtig ist aber, die Abläufe zu optimieren um resourcen zu sparen.

Ausserhalb der Standard-OPs ist man aber sofort in einem Bereich in dem Checklisten nur noch ansatzweise weiterhelfen. Da wäre es beispielsweise schon sehr hilfreich die Nomenklatur ( in der Fliegerei aka Callouts) zu vereinheitlichen. Es hilft auch schon gewaltig wenn man das meist über jahre gewachsene Equipment radikal reduziert und für eine Anwendung nur noch 1 technologie bereit hält. Damit muss das Personal nicht -zig Geräte beherrschen. Das ist ungefähr so wie wenn man morgens einen Flieger mit Garmin fliegt und mittags einen mit Avidyne bedienen soll. Die nächste Forderung jemanden nur eine kleines Spektrum an Operationen machen zu lassen ist in der Fläche schlicht nicht umsetzbar.

Außerdem hat die Fliegerei einen starken Partner: den Gesetzgeber.

Für die profi-Fliegerei sind viele Dinge vorgeschrieben, z.B ein Co-Pilot, der formal auch den Flieger bedienen kann. Das ist im OP selten der Fall. Wenn ich die Augen verdrehe und umfalle, dann kann der Co-Pilot (aka Assistenzarzt) in den meisten Fällen nicht die OP weiterführen und erfolgreich beenden.

Wie oft müssen OPs mit verringertem Personal gemacht werden weil einer krank ist. in der profi-Fliegerei belibt der Vogel (hoffentlich) am Boden!

Eine Episode am Rande: Der Klassiker für Checklisten sind Strategien zur Vermeidung von Identitätsverwechslungen. Und das kommt recht häufig vor! gerade weil wir im KH viele menschen haben mit denen man nur mäßig kommunizieren kann ( und damit meine ich Patienten wie Personal!). Ob das nun die demente Oma, der Flüchtling, die russiche Krankenschwester oder der jemenitische AA ist.

Kurzum sollte für Patienten so ein Barcode-Armband eingeführt werden. Im ersten Anlauf wurde das von der Verwaltung blockiert, man habe anspruchsvolle Patienten, die besonderen Wert auf individuelle Behandlung legen. Okay

Im zweiten Anlauf wurde so ein Armband als Teil einer zertifzierung von aussen gefordert und demnach auch eingeführt.

Resultat: 40% der Patienten entfernen diese Armbänder. Man bekommt auch Kommentare, das sei ja wie im KZ und ob wir die Aufnahemnummer auch noch auf den Unterarm tätowieren wollen. Kein Kommentar.

Das schmälert aber keinesfalls die Sinnhaftigkeit von Standards und Checklisten in bereichen wie der Fliegerei

So, Ende meines Lieblingsthemas :-)

24. April 2017 09:45 Uhr: Von Tee Jay an Nicolas Nickisch

...hat nix mit Fliegerei zu tun aber bei Deinem Beispiel geht mir sofort das Stichwort Digitalisierung und unsere Rückständigkeit durch den Kopf. Warum bekommt bei Aufnahme nicht jeder Patient seinen eigenen WLAN Zugang mit Dashboard zu seiner privaten Krankenakte zur Verfügung, wo er tranparent alles zu seinem "Fall" nachlesen kann. Dort könnte man wunderbar auch den Weg - was war und was wird - nachhalten.

Hat jemand kein Smartphone oder Rechner dabei (oder die Krankenhauseigene App/VPN Software nicht installieren will) so kriegt er automatisch und kostenlos sein persönliches iPad ausgehändigt, welches er nicht nur zum berührungslosen Bezahlen an Kiosk und Restaurant, sondern auch zum berührungslosen Einchecken/ Zugang z.B. zu Toiletten, Bad oder Behandlungsräumen nutzen kann (nutzen muß!).

Selbstverständlich kann der Patient sein Device während seines Aufenthaltes auch zum surfen, daddeln, Podcasts oder Audible Hörbücher hören oder zum streamen von Video und Fernsehen nutzen. Bei größeren Gebäudekomplexen könnte ein digitaler Wegweiser Orientierung geben. Dem Patienten und umgekehrt auch den Gästen oder dem Personal zum Widerauffinden. Wie oft musste ich als Besucher in einem mir unbekannten Krankenhaus mir den Weg bei entnervten Personal erfragen? Für ein Krankenhaus dürfte es mehr wie interessant sein zu erfahren, ob bestimmte Angebote genutzt werden oder nicht. Ärzte könnten die Genese besser avaluieren und ganz nebenbei wird eine Verwechslung von Patienten ausgeschlossen. Das Scannen von Armbändchen wird überflüssig...

Bei dem letzten Krankenhausaufenthalt meiner Freundin habe ich mich gefragt in welchem digitalen Entwicklungsland wir hier in Deutschland leben, wo der Internetzugang noch nach MB abgerechnet wird und das LTE für die eigenen Geräte nur außerhalb des Gebäudes einigermaßen nutzbar war.

24. April 2017 09:51 Uhr: Von Florian Barth an Nicolas Nickisch

Genau so ist es. Es wird gerne verkauft und damit Sicherheit suggeriert. Fliegerei und Medizin sind aber in und von der Strucktur diametral verschieden.

Seit wir vermehrt mit Checklisten Arbeiten wird häufig wieder grudlegendes vergessen. Checklisten führen dazu, dass das Hirn ausgeschaltet wird und das ist in der Medizin fatal. Checklisten sind keine to do Listen!

Hypothese: Prozeduren aus dem Bahnverkehr würde nie jemand implementieren, auch wenn es Sinn machen würde. Hat halt nicht die "Strahlwirkung" wie die Fliegerei. Am sichersten wäre es, alle Prozeduren direkt von der NASA zu übernehmen. Dann versteht auch der letzte was ein schicksaalhafter Verlauf ist: Obwohl wir alles wie bei der NASA gehandhabt haben ist die Komplikation aufgetreten.

Der Mensch ist keine Maschine die sich wie eine solche standardisiert reparieren lässt

24. April 2017 10:49 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Tee Jay Bewertung: +1.00 [1]

In der Tat ein guter Punkt. Das Daddeln auf MB-Abrechnung abzuschaffen wäre ein echtes Komfort-Feature wie auch viele andere Dinge. z.B. ordentliches Essen im KH. Für mich aber eher unwichtig. Das die Patienten selber in ihrer Patientenakte rumstöbern und einen anschliessend mit Fragen über Dinge bombardieren die sie nicht verstehen - mit verlaub, das wäre für mich eine Katastrophe. So viele Stunden hat einfach kein Tag für all die Erklärungen.

Bitte nicht vergessen: Gesundheit und KH als Teil des Systems sind stark von sozialistischen Prinzipien geprägt. Spätestens der MDK (=medizinischer Dienst der Krankenkassen) pflegt einen Sprachduktus bei dem beispielsweise "Fälle" in der einen oder anderen Form "abgebildet" werden. Diese Kommunikation würde ich beispielsweise liebend gern den Patienten zugänglich machen. Dann würde sicherlich mancher MDK-Gutachter auf offener Strasse erschossen werden. Auch kein Verlust :-)

In diesem bereich wird einfach sehr viel mit Statistiken gearbeitet - anders als in der Luftfahrt. Bei bestimmten Knochenbrüchen am Schultergelenk hat man statistisch verbrieft Fehlschläge in rund 20% der Fälle - auch wenn man ordentlich arbeitet. Stell Dir vor, in z.B. Innsbruck gingen 20% der Anflüge schief! Das ist es was es so schwierig macht, prinzipien aus der Luftfahrt auf die Medizin zu übetragen. Im übrigen können wir nicht einfach nach 50 Betriebsjahren sagen, die Nieren müssen raus und überholt werden wie ein Motor oder die Gurte im Flieger.

@digitale Steinzeit: korrekte Sichtweise. Wir haben ein KIS (=Krankenhausinformationssystem) auf SAP-Basis und Oberfläche. Andere Systeme haben eigene Oberflächen und auch SAP-Unterbau. Entstanden ist das wohl aus der Philosophie, dass das Verwalten von Hochregallagern und ausliefern von Stossdämpfern nebst Rechnungserstellung problemlos auf die Abläufe in Krankenhäusern übetragbar ist - mitnichten !

Alle diese System haben gemeinsam, dass sie von der BWL-Seite ausgehen und in erster Linie den Patienten verwalten. Der eigentliche Mehrwert mit Dokumentation zur Behandlung ist meist mehr oder minder lieblos hintendran gestrickt. Richtig spannend wird es dann wenn inhomogene Systeme, möglichst noch von externen Dienstleistern in das KIS einspeisen sollen. Paradebeispiel ist eine outgesourcte Radiologie, die die befunde im KIS ablegen soll. Oder die externe Pathologie.

Und da kann wohl SAP wieder punkten wenn es an das Ankoppeln geht. Aber auch das kostet unendlich. Und unterbleibt deswegn häufig.

Merkt man , dass ich SAP hasse? Hoffentlich. Ich leide jedenfalls 24/7 darunter.

Noch spassiger wird es für den ambulanten Bereich eines KH: Die Verzahnung von stationär und ambulant wird zwar gewünscht, aber auch gelichzeitig vom Gesetzgeber blockiert. Zwei völlig unterschiedliche Welten prallen da aufeinander. Und dann käme da noch der Datenschutz. In naher Zukunft wird es so sein müssen, dass nicht einmal im KH ALLE auf die Daten eines Patienten zugreifen dürfen, sondern nur derjenige der behandelt.

Aber das hat natürlich mit dem ursprünglichen Thema nur wenig zu tun.

24. April 2017 10:53 Uhr: Von Olaf Musch an Tee Jay Bewertung: +3.00 [3]

Hat jemand kein Smartphone oder Rechner dabei (oder die Krankenhauseigene App/VPN Software nicht installieren will) so kriegt er automatisch und kostenlos sein persönliches iPad ausgehändigt, welches er nicht nur zum berührungslosen Bezahlen an Kiosk und Restaurant, sondern auch zum berührungslosen Einchecken/ Zugang z.B. zu Toiletten, Bad oder Behandlungsräumen nutzen kann (nutzen muß!).

Selbstverständlich kann der Patient sein Device während seines Aufenthaltes auch zum surfen, daddeln, Podcasts oder Audible Hörbücher hören oder zum streamen von Video und Fernsehen nutzen. Bei größeren Gebäudekomplexen könnte ein digitaler Wegweiser Orientierung geben. Dem Patienten und umgekehrt auch den Gästen oder dem Personal zum Widerauffinden. Wie oft musste ich als Besucher in einem mir unbekannten Krankenhaus mir den Weg bei entnervten Personal erfragen? Für ein Krankenhaus dürfte es mehr wie interessant sein zu erfahren, ob bestimmte Angebote genutzt werden oder nicht. Ärzte könnten die Genese besser avaluieren und ganz nebenbei wird eine Verwechslung von Patienten ausgeschlossen. Das Scannen von Armbändchen wird überflüssig...

Ich weiß ja nicht, was Du beruflich in/mit IT zu tun hast, aber nachdem ich u.a. auch mal ein paar Jahre IT-Leiter in einer kleineren Firma war und derzeit IT Operations in einer Bank in Spanien manage, kommt mir Dein Gedanke ein wenig (aka erheblich) zu kurz gesprungen vor.

Als IT-Leiter des betroffenen Krankenhauses hätte ich folgende Fragen:

  • Wer zahlt die Tablets (müssen ja nicht zwangsläufig iPads sein), der Patient soll es ja nicht sein?
  • Wer zahlt die erforderliche WLAN-AP-Infrastruktur, wenn sie im KH noch nicht etabliert ist?
  • Wieviel Bandbreite brauche ich mehr, wenn abends alle Patienten ZDF in HD streamen wollen, weil das Herbstfest der Volksmusik läuft?
  • Welches Personal kümmert sich um Installation, Aushändigung, Reklamationen, vergessene Passwörter/Pincodes, Rückgabe, Bearbeitung von Verlustmeldungen ("Herr Doktor, ich habe keine Ahnung, wo nach dem Besuch meiner Familie das KH-iPad hin ist") oder beschädigte Tablets?
  • Wie ist das mit dem Datenschutz? Was ist bei Updates, wer spielt die regelmäßig ein?
  • (Falls es noch keine "Self Service Anwendung" mit Patienten-Dashboard gibt) Wer entwickelt, testet und betreibt diese Anwendung? Wie ist da der Datenschutz und die Datensicherheit gewährleistet? Zu welchen Kosten?

Als Arzt oder Pfleger fielen mir noch ein

  • Wie ist das mit der Hygiene auf den Geräten, wenn die Patienten das sogar mit aufs Klo nehmen sollen? Wer sorgt für regelmäßige Desinfektion? Geht das überhaupt mit Tablets (die haben Lautsprecheröffnungen und Anschlussbuchse(n))?
  • Wohin mit den Dingern während der Behandlungen/Operationen? Vertragen die Röntgenstrahlung/MRT/CRT, ...?
  • Wie stellt man fest, ob zwei Patienten ihre iPads nicht einfach untereinander tauschen und damit Verwechslung in der Therapie provozieren?

Ein Tablet kostet ein paar hundert Euro. Die Infrastruktur und das Personal, um dieses iPad in einem Unternehmen (und nichts anderes ist ein Krankenhaus auch) rechtssicher und stabil zu betreiben, sehr schnell ein mehrfaches davon pro Jahr! Und das zahlen die ohnehin klammen Krankenkassen natürlich gerne, und die überlastete und unterbesetzte IT nimmt sich dieser Mehrarbeit natürlich auch gerne an? Oder kannst Du da sogar noch einen Business Case aufmachen, nach dem die Krankenhäuser sogar noch Geld sparen könnten, wenn sie Tablets betrieben? Der wäre allerdings interessant.

Olaf

24. April 2017 11:02 Uhr: Von Chris T an Florian Barth Bewertung: +0.33 [1]

Ja, der Mensch ist keine Maschine. Aber die Medizin (die meisten denken ja gleich an Chirurgie - warum auch immer) ist wie die Fliegerei ein sehr menschliches und gewinnorientiertes Unterfangen.

Von nicht-Insidern werden Mediziner/Flieger gern bewundert, bzw. letztere möchten das gern so sehen. Sowohl die Medizin wird als "Heilkunst" angesehen, als auch der Kapitän, der eine Maschine in Not noch landen kann (warum denke ich gerade an Hapag-Lloyd 3378?). Gesund ist das nicht. Besser wäre es, man würde beides ein wenig nüchterner betrachten, Innovationen ermöglichen, Standardisierung vorantreiben, usw.

Die Produkte haben auch viel gemeinsam: man tut immer so, als sei in der Medizin/Fliegerei ein höherer Sicherheitsstandard vonnöten. Objektiv ist das Quatsch: ein Serienfehler in Bremse oder Lenkung eines Autos wäre genauso tödlich wie entsprechende Produktfehler in Medizin/Fliegerei.

Fazit: das ganze Bohei und der Exzeptionalismus sollten endlich mal einer rationalen Betrachtung weichen.

Vielleicht würden dann auch mehr Leute fliegen, die Regularien würden sich am gesunden Menschenverstand orientieren, und es würde erschwinglicher.

PS. Alles von der NASA übernehmen hieße, den einzigen Flieger den wir haben zu grounden...

24. April 2017 11:19 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Florian Barth

Ein bisschen ist das schon übetragbar. Auch in einer Fertigung gibt es Schwankungsbreiten, Ausschuss und Statiistiken über die Qualität. Aber der normale BIAS ist verglichen mit der Medizin extrem klein.

Ansonsten muss man leider bekennen, dass der Zettelkram in der Medizin in vielen Fällen 50% und mehr der anfallenden Arbeit ausmacht. Endoprothetik wird in manchen Fällen doppelt oder gar dreifach in unterschiedlichen Systemen qualitätsgesichert. Dabie geht u.U. das wesentliche verloren. Hauptsache alle Zettel sind ausgefüllt. Wird das Ergebnis dadurch besser? Parallel wird alles mögliche gebenchmarkt und Patientenzufriednheit "gemonitort" - nur zieht keiner Konsequenzen daraus wenn isch die Leute übers Essen beschweren :-)

Letztens kam ein Fleiger aus dem Annual zurück und man wunderte sich, dass das ELT nicht ging. Spass - es war gar nicht da. Immerhin war der Austausch der Batterie abgerechnet worden und auch ordnungsgemäss dokumentiert.

Damit wäre der Bogen zurück zur Fliegerei geschafft.

24. April 2017 11:29 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Chris T Bewertung: +2.00 [2]

Ich denke gerade Chrirugie und Fliegerei haben dennoch viel gemeinsam. Für andere Bereiche kann ich es nicht ausreichend beurteilen aber es dürfte ähnlich sein.

in beiden Branchen kann man sich durch sorgfältige Vorbereitung/Planung (im weitesten Sinne wären das Checklisten) viele unliebsame Überraschungen ersparen.

In der Fliegerei wäre das z.B. die Frage habe ich genug Sprit ode rkriege ich Sprit am Zielort, in der Medizin wären das die Fragen habe ich alle notwendigen Untersuchungen gemacht um Überraschungen zu vermeiden? Habe ich das richtige Verfahren vorrätig oder vielleicht gerade die Instrumenet verballert und unsteril? Sind veilleicht meine Standardplatten zu kurz oder ungeeignet?

Ob Sprit oder Platte. in beiden Fällen sollte man am Boden bleiben oder Alternativen parat haben..

In beiden Fällen tut man Dinge (oder macht sich zumindest Gedanken drum), die auf den ersten Blick nicht zwingend erforderlich sind/scheinen.

Beim Fliegen wäre das beispielsweise das Einschalten einer Zusatzpumpe, in der Medizin die grundsätzliche Durchführung einer CT bei all den Leuten, die irgendwas zur Blutverdünnung einnehmen (also alle wenn es nach den Kardiologen ginge) und auf den Kopf gefallen sind.

Wenn dir die Zusatzpumpe den Motor gerettet hat weisst Du warum du das Ding anschaltest. Daseleb über Routine-CTs wenn es jemandem das Leben rettet. Mach das 100x/Jahr und du kannst schonmal einen termin für eine Sondersitzung mit der Verwaltung freimachen. Und glaube mir: die wollen nicht mal wissen wie man "leitlinie" schreibt! Und denen ist es egal wenn du damit argumentierst du hättest in den letzten 6 Monaten damit 2 Blutungen gefunden (nicht verhindert!)

Und in beiden Fällen muss man die OP oder den Flug zu Ende bringen! Der Richter kann meistens vertagen und sich beim Tässchen Kaffee oder auf der nächsten Golfrunde Gedanken machen wie es weitergeht.

Oder das verfahren mit der Anforderung eines Gutachtens auf Monate ins Holding schicken. Wenn's sein muss bis zur eigenen Pensionierung.

um noch einen draufzusetzen: Die gegenbewegung zu Checklisten und SOPs (Standard oeprating procedures) heisst übrigens "Choosing wisely" - und ich spreche hier gerade von Medizin :-).

Bei "choosing wisely" bin ich mir aber nicht sicher ob da nicht die BWLer versuchen was unterzujubeln.

24. April 2017 11:34 Uhr: Von Tee Jay an Olaf Musch

(wenn ich den Bogen ganz kurz nur wieder zur IT spinnen darf)

Man sollte in einer Kalkulation aber auch den Wegfall von TV-, Radio und Telefonen mitsamt Miet-Kopfhörer, Fernbedienungen und Infrastruktur für Verkabelung in den Wänden in jedem Krankenzimmer miteinbeziehen. Hinzu kommt der Wegfall des aufwändigen Billings. Allein wieviel Medienbrüche, manuelles Neu-/Nacherfassen oder sprichwörtliche Zettelwirtschaft wird da immer noch betrieben? In "unserem Stadtkrankenhaus" werkelt noch Uralt-Siemens Technik, wo ich kaum nach Sicherheit, Datenschutz und Operations-Kosten zu fragen wage.

Man kann sich natürlich in Details verzetteln und sich mit Fragen wie "was passiert wenn ein solches Gerät ins WC plumst" fragen. Aber fragt das jemand bei den Fernbedienungen der Fernseh-und Telefongeräte in jedem Krankenzimmer? Hygienisch betrachtet finde ich das berührungslose und vielleicht auch noch automatische Öffnen von Türen sobald man in der Nähe steht deutlich besser, wie das Antatschen von Hand- und Türgriffen. Zumal moderne Touch-Geräte meist spritzwassergeschützt und deutlich leichter zu reinigen sind als alles, was noch Tasten hat.

Ich hab letztens für ein Bauunternehmen ein Webcam-System auf einer Großbaustelle eingerichtet. Dort war alles voller Dreck und Staub. Dort lief gefühlt jeder Arbeiter mit einem Smartphone in der Hand herum, hat ge-wahtsappt und ge-facebooked, Bilder gemacht und telefoniert. Und das soll in einer klinischen sauberen Umgebung nicht funktionieren?

Wenn unsere Politiker 1Mbit schon als Breitband deklarieren wird die Bandbreite in der Tat zum Problem gerade im Ländlichen Bereich. Wir sind halt digitales Entwicklungsland das lieber über Maut und Flüchtlinge diskutiert als die wirklichen Zukunftsfragen anzupacken.

Wie stellt man fest, ob zwei Patienten ihre iPads nicht einfach untereinander tauschen und damit Verwechslung in der Therapie provozieren?

Gegenfrage: Wie stellt man fest, wenn zwei Patienten mutwillig und absichtlich Ihre Bändchen tauschen? Würdest Du das machen? Ich nicht...

Ein Tablet kostet ein paar hundert Euro. Die Infrastruktur und das Personal, um dieses iPad in einem Unternehmen (und nichts anderes ist ein Krankenhaus auch) rechtssicher und stabil zu betreiben, sehr schnell ein mehrfaches davon pro Jahr! Und das zahlen die ohnehin klammen Krankenkassen natürlich gerne, und die überlastete und unterbesetzte IT nimmt sich dieser Mehrarbeit natürlich auch gerne an?

Jepp, lass uns die Digitalisierung einstampfen. Unsere Souveränität in den Bereichen Datenschutz, Gesundheit und Fürsorge an irgendein Unternehmen aus dem Silicon Valley abgeben. Sagt Dir der Name Raymond Kurzweil etwas? Seines Zeichens hochranginger Google-Manager und umstrittener Futurist mit besorgniserregenden Vorstellungen. Stichwort "Singularity" wenn Dir das was sagt.

Digitalisierung als disruptives Instrument zu begreifen und sich und sein Unternehmen neu zu erfinden - da tun sich viele mit schwer. Oder hängen an Vertrautem oder Bewährtem, bis eines Tages der Letzte das Licht ausmacht. Branche für Branche...

24. April 2017 12:14 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Tee Jay

"Gegenfrage: Wie stellt man fest, wenn zwei Patienten mutwillig und absichtlich Ihre Bändchen tauschen? Würdest Du das machen? Ich nicht..."

Bitte beziehe die Blödheit der Menschen mit ein. Du könntest dem einen ein schwarzes iPad in dei Hand drücken und dem anderen eines in schreiend Pink: Sie würden verwechselt! Glaube mir!

Das gleiche gilt für die Ärzte: Wir haben wunderbare Notebooks für die Visite. Du kannst mit Abstrichen an die Geschwindigkeit und bedienkomfort eigentlich alles während der Visite abrufen. Glaubst du, die Hasen machen das ?Nöö. und abends sind die Laborwerte nicht angeschaut!

nicht alles was machbar ist, ist auch gut!

Ich habe mal in einer Klinik gearbeitet, in der die gesamte Anforderung (Labor, Physio, Röntgen) per PC lief. Katastrophe! Du konntest dich morgens erstmal für 2-3h zurückziehen und Masken ausfüllen. und jedes Mal benutzername und Passwort zum Validieren! 2-3 Arztstunen für Tätigkeiten, die old school in 30Minuten erledigt sind.

Aber im Controlling konnten bestimmt deswegen Stellen abgebaut werden! Die dann gelich wieder aufgebaut werden müssen, denn mit all den Daten im Computer lassen sich so tolle Reports machen.

24. April 2017 12:40 Uhr: Von Alexander Callidus an Nicolas Nickisch Bewertung: +5.00 [5]

Irrtum. Im Controlling werden nie Stellen abgebaut.

24. April 2017 12:46 Uhr: Von Olaf Musch an Tee Jay Bewertung: +1.00 [1]

Jepp, lass uns die Digitalisierung einstampfen. Unsere Souveränität in den Bereichen Datenschutz, Gesundheit und Fürsorge an irgendein Unternehmen aus dem Silicon Valley abgeben.

Ich habe überhaupt nix gegen Digitalisierung, aber Digitalisierung um der Digitalisierung Willen alleine führt erst einmal zu erheblichen Gewinnen der Unternehmen, die sowas anbieten. Sonst zu nix.
Manchmal erinnert mich die öffentliche Diskussion an den Film "Das Leben des Brian", speziell "Er hat eine Sandale verloren. Das ist ein Zeichen. Lasst uns auch alle eine Sandale ausziehen."...

Wenn die Ärzte und Pfleger die vorhandene IT besser nutzen, dann kann man anschließend auch über IT für Patienten nachdenken. Mir fielen vorher noch einige andere Bereiche ein, in denen Digitalisierung voran getrieben werden könnte (Hochschulen, interne Abläufe in vielen "alten" Betrieben, ...) und mehr echten Nutzen generieren würde.

Übrigens, die Kabel und das Billing für Fernseher/Telefon liegen schon. Das darfst Du nicht gegenrechnen, denn deren Entfernung kostet ja noch einmal Geld. Wenn Du ein neues Krankenhaus planst, sieht die Sache sicher anders aus.
Die Uralt-Technik von Siemens läuft unter anderem auch in extrem teuren Geräten, die vielleicht noch nicht einmal abgeschrieben sind. Die darfst Du integrieren, aber nicht einfach austauschen, sonst springt Dir der Buchhalter ins Gesicht.
Auf der Baustelle riskieren die Arbeiter die Haltbarkeit ihrer eigenen privaten Smartphones. Deren Problem. Wenn Du zentral Tablets an diese Arbeiter ausgeben wolltest, würde ich als IT Manager die gleichen Fragen, dann aber nicht in Bezug auf Hygiene, sondern auf Staubschutz stellen. Der Rest ändert sich kaum.
Klar lassen sich "spritzwassergeschützte Geräte nach IP..." leicht reinigen. Aber reinigen ist nicht gleich desinfizieren, erst recht nicht in Krankenhäusern, die bzgl. Multiresistenter Keime auch noch ein Extra-Thema haben.

Theoretisch alles irgendwie lösbar. Praktisch muss das jemand bezahlen und dann auch tun. Und in Krankenhäusern ist die IT meist die letzte Abteilung, die zusätzliches Budget oder gar neue Stellen bewilligt bekommt (obwohl alle User einheitlich über die IT dort meckern...).

Olaf

24. April 2017 13:37 Uhr: Von Lennart Mueller an Florian Barth

Prozeduren aus dem Bahnverkehr würde nie jemand implementieren

Doch, kommen auch der Fliegerei in manchen Punkten zu Gute. Gegen Runway Incursions nimmt man an großen Flughäfen mittlerweile ferngestellte StopBars, das Äquivalent zum Lichthauptsignal.

(Dummerweise hat man das Verhalten im Störungsfall nicht definiert, weshalb eine Crew trotz mündlicher Freimeldung partout die rot ausgeleuchtete Stopbar nicht überrollen wollte).

24. April 2017 20:59 Uhr: Von Kai Rode an Lennart Mueller Bewertung: +2.00 [2]

Uhm...doch, das Verhalten ist definiert. Eine erleuchtete Stopbar darf niemals nie nicht überrollt werden, selbst wenn der Controller dir die Freigabe persönlich schriftlich in die Hand drückt. Soll er halt die Sicherung rausdrehen...

25. April 2017 02:20 Uhr: Von Lennart Mueller an Kai Rode

Uhm...doch, das Verhalten ist definiert. Eine erleuchtete Stopbar darf niemals nie nicht überrollt werden, selbst wenn der Controller dir die Freigabe persönlich schriftlich in die Hand drückt. Soll er halt die Sicherung rausdrehen...

Niemals nie nicht, also manchmal nicht? ;)

"Niemals" ist unheimlich weltfremd. Eine Stopbar wird durch den Towercontroller gesteuert, ergo ist seine Stimme gleichbedeutend mit seinem Tastendruck. Bei der Bahn ist man weniger absolutistisch und hat Ersatzsignale und (telefonisch übermittelbare) Befehle definiert, mit entsprechender Protokollierung.

Eine (absichtlich oder defekt) dunkle Stopbar darf also auf mündlichen Befehl überrollt werden, eine dauer-haltzeigende nicht? Äußerst merkwürdige Logik, zwischen dunklen und haltzeigenden Signalen zu unterscheiden - dunkle Signale ohne Kennlicht sind bei der Bahn gleichbedeutend mit Halt/Halt erwarten. Sicherheitstechnisch ist diese Regelung auch nicht zu begründen, da sowieso kein Interlockmechanismus wie bei Gleisfahrstraßen den Towercontroller am Erteilen von unbeabsichtigten Flankenfahrtfreigaben hindert (oder gibt es die Landeampel von Aachen-Merzbrück jetzt auch anderswo?). Er ist für die Fahrwegsteuerung verantwortlich, nicht der Elektriker, der die Stopbar dunkel schaltet.

Ein Satz wie "Die Stopbar ist defekt. Es hat auf Piste 14L derzeit keiner eine Start- oder Landefreigabe, wie Sie gehört haben. Die zuletzt gelandete Maschine ist gerade bei Ihnen vorbeigerollt. Sie dürfen die haltzeigende Stopbar an Taxiway E3 und Piste 14L überrollen" wäre für mich aussagekräftig genug, weiterrollen zu dürfen. Sonst müsste man grundlegende Zweifel an der Kompetenz seiner Controller hegen.

25. April 2017 07:04 Uhr: Von Tee Jay an Nicolas Nickisch

nicht alles was machbar ist, ist auch gut!

Da stimme Dir da zu und denke da genauso gebe gleichzeitig aber zu bedenken, daß US Tech-Unternehmen mit Venture Kapital im Rücken anders ticken. Lässt sich eine Idee digitalisieren, wird diese auch digitalisiert und irgendwann auch monetarisiert. Die Frage ist nicht ob sondern wann.

Theoretisch alles irgendwie lösbar. Praktisch muss das jemand bezahlen und dann auch tun. Und in Krankenhäusern ist die IT meist die letzte Abteilung, die zusätzliches Budget oder gar neue Stellen bewilligt bekommt (obwohl alle User einheitlich über die IT dort meckern...).

Und genau diese, die IT mehr als Kostenstelle wie als Chance nutzen, sind die ersten, die schliessen werden sobald die nächste Plattform um die Ecke kommt. Bezahlt wird dann mit Gesundheits- und Kundendaten.

Nachtrag: Gerade läuft über den Ticket, daß sich die Deutsche Bahn - 100 % bundeseigenes Unternehmen wohlgemerkt - bis 2022 sich in die Amazon Cloud auslagern will... ein Offenbarungseid der Verantwortlichen und der Politik was das THema Digitalisierung in Deutschland anbetrifft. Wir schaffen uns ab...

25. April 2017 08:51 Uhr: Von Wolfgang Lamminger an Lennart Mueller Bewertung: +3.00 [3]

was sagt ICAO dazu?

ICAO Standards and Recommended Practices

The requirement for a pilot or vehicle driver to stop at an illuminated Stop Bar is clearly given in various ICAO documents.

ICAO Annex 2, Rules of the Air

3.2.2.7.2 An aircraft taxiing on the manoeuvring area shall stop and hold at all runway-holding positions unless otherwise authorized by the aerodrome control tower.

3.2.2.7.3 An aircraft taxiing on the manoeuvring area shall stop and hold at all lighted Stop Bars and may proceed further when the lights are switched off.

ICAO Doc 4444, PANS ATM

(...)

7.15.7 Stop Bars: “Stop Bars shall be switched on to indicate that all traffic shall stop and switched off to indicate that traffic may proceed.”
Harmonised Use & Management of Stop Bars Page 9 of 27


ICAO Doc 9870

Rec 4.4 (Pilots): “Pilots should never cross illuminated Stop Bars when lining up on, or crossing, a runway...”

Appendix B - Best Practice for Flight Deck: “Red Stop Bars should never be crossed when lining up on or crossing a runway unless, in exceptional circumstances, the Stop Bars, lights or controls are reported to be unserviceable, and contingency measures, such as using Follow-Me Vehicles, are in force...”

Rec 4.5.5 (ATCOs): “Aircraft or vehicles should never be instructed to cross illuminated red Stop Bars when entering or crossing a runway.”

aber hier kommt nun tatsächlich die berühmte Ausnahme:

Stop Bar Contingencies

When a Stop-Bar becomes inoperable and is unable to be switched off, an aircraft may be instructed to cross a lighted Stop Bar. Formal contingency plans must be put in place and should be subject to various minimum conditions depending on the expected time of the failure.

Meines Wissens nach wird der kritische Bereich einer Piste (Anflugsektor, Piste) bei Cat II/III-operations sehr wohl elektronisch mit Mikrowellentechnik überwacht und die Schaltung der Stop-Bars erfolgt eben durch diesen Überwachungsmechanismus.

Die strikte Anwendung von Verfahrensregelungen, SOPs, der Gebrauch von Checklisten etc. bringt einen hohen Grad an Fehlervermeidung mit sich, Verfahren - insbesondere unter Beteiligung verschiedener Personenkreise (hier: Flightcrew, ATC) werden erst dann sicher, wenn sich alle ausnahmslos daran halten.

Am Ende darf davon nur abgewichen werden, wenn für alle Beteiligten klar ist, dass die Einhaltung der Verfahren nur um des Verfahrens willens keinen Sinn macht und dass nun abgewichen wird und welchen Grund und welche Konsequenz die Abweichung hat.

25. April 2017 09:52 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Tee Jay Bewertung: +1.00 [1]

"Und genau diese, die IT mehr als Kostenstelle wie als Chance nutzen, sind die ersten, die schliessen werden sobald die nächste Plattform um die Ecke kommt. Bezahlt wird dann mit Gesundheits- und Kundendaten."

Ich glaube, mit dieser Einschätzung liegst Du goldrichtig!

in USA gibt es bereits Überlegungen, dass Kostenträger(aka Krankenversicherungen) einen Anbieter von Gesundheitsleistungen kontinuierlich pauschaliert bezahlen wollen - unabhängig von möglicherweise wechselnden Aufwendungen. Dialyse wäre so ein Beispiel. Zahle eine Pauschale/pro Monat, da wäre dann die Dialyse drin, aber auch die Neu-Anlage eines Shunts oder anderweitige Behangdlungen. Ein Teil des Risikos eine Krankenversicherers würde dann auf den Dienstleister abgewälzt.

Dafür braucht man Tonnen von Daten um abschätzen zu können ob das machbar ist (ich vermeide ide Formulierung "ob sich das lohnt" :-))

25. April 2017 11:17 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Wolfgang Lamminger

In den zitierten Textstellen sieht man auch sehr schön den Unterschied zwischen "Shall" und "Should" der von Manchen nicht erkannt wird.

Wenn im OM-A einer Airline steht, dass nach Rückfrage mit dem Lotsen eine rote Stopbar überquert werden darf dann ist das auch so genehmigt, wenn das OM-A diesen Passus nicht aufweist wird es eben nicht gemacht.
Im Übrigen muss ein Stopbar nicht unbedingt defekt sein um kurzzeitig nicht abgeschaltet werden zu können sondern es gibt auch Logikschaltungen, bei denen zwei Stopbars an verschiedenen intersections nicht innerhalb eines bestimmten Zeitfensters geichzeitig deaktiviert werden können, ein gleichzeitiger Lineup aber trotzdem praktikabel sein kann und daher durchgeführt wird (idealerweise erklärt der Lotse das dann kurz)....

25. April 2017 11:31 Uhr: Von Alexis von Croy an Flieger Max L.oitfelder

Der Unterschied in der Bedeutung zwischen "shall" und "should" ist zu gering und m.E. irrelevant, vor allem in einem Text, bei dem es auf Eindeutigkeit ankommt. Tatsächlich ist der Unterschied in der Praxis nicht vorhanden – und auch praktisch keinem Muttersprachler überhaupt ein Begriff!.

Den Rest kann icht nicht beurteilen ;-)

25. April 2017 12:13 Uhr: Von Alexander Callidus an Alexis von Croy

Echt? Gerade in Texten zu Normen oder Standards wird shall (mandatory requirement, synonym zu "must") von should (requirement, deviation permissible) unterschieden. Ist das nur Rechtsanwälten des englischen Sprachraums geläufig?

25. April 2017 12:30 Uhr: Von Achim H. an Alexander Callidus Bewertung: +1.00 [1]

Shall/should ist absoluter Standard in englischsprachigen Regeltexten. Oft wird es zu Beginn auch noch explizit erklärt.


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