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6. März 2012 Jan Brill

Flugbetrieb: Flugunfall Egelsbach Medienreplik


Fasanenbrust im Brotmantel: Nicolai Kwasniewski vom Spiegel Online erhält unseren Preis für das abscheulichste Stück Luftfahrtjournalismus

Qualitativ verbesserungswürdige Zeitungsartikel in der allgemeinen Presse zum Thema Flugunfälle sind wir bei Pilot und Flugzeug gewohnt. Sätze wie “die Experten des LBA rätseln noch über die Unfallursache [2 Stunden nach dem Ereignis]” scheinen zu den unausrottbaren Textbausteinen in den Schreibstuben von Zeitungen und Presseagenturen zu gehören. Da muss man durch. Pessimisten werden angesichts solcher Texte zu allgemeinen Medienskeptikern, Optimisten hoffen, dass die Ressourcen für die Recherche dann eben in wichtigere Themen fließen. Ab und an wird es aber auch der Redaktion von Pilot und Flugzeug zu bunt. Im Jahr 2006 wiesen wir SZ-Journalist Lenz Jacobsen und sein “gefährliches Gewusel” in die Schranken, im Jahr 2010 intervenierten wir bei mehreren TV-Redaktionen wegen der teils abstrusen Berichterstattung zur Aschewolke (der Bayrische Rundfunk schaltete beim A320 im Sichtflug nämlich die “Instrumente ab”, und da bekommen selbst wir es mit der Angst).

Bei schlimmen Flugunfällen hielt womöglich ein gewisser Respekt vor den Toten und deren Angehörigen die Affekt-Schreiber bislang wenigstens halbwegs auf Abstand. Es überwog uninformiertes aber harmloses Gebabbel von Kleinflugzeugen, Rätseln und “möglichen Pilotenfehlern”.
Nicolai Kwasniewski vom Spiegel Online hat nun auch diese Barriere gerissen. Ausgerechnet die Wirtschaftsredaktion veröffentlichte anlässlich des Unfalls einer CE750 in Egelsbach am 1. März 2012 einen Text, bei dessen Lektüre man sich unwillkürlich fragt: “Was rauchen die eigentlich?”



Die Wirtschaftsredaktion des Spiegel Online hat zugeschlagen.
Der Text legt dem interessierten Leser nicht nur nahe warum der Unfall passierte (würde die BFU sicher interessieren!), sondern nutzt das so flott erklärte Unfallgeschehen auch als Hintergrund zu einem Parforceritt durch beinahe sämtliche Klischees der Geschäftsfliegerei.

Ein Sprachbild aus dem Artikel aufgreifend möchten wir dem Autor daher die “Goldene Fasanenbrust im Brotmantel” verleihen. Ein Jury-Preis, den wir in unregelmäßigen Abständen und aus gegebenem Anlass für besondere Verdienste im Kampf gegen Logik, intellektuelle Aufrichtigkeit und sprachliche Genauigkeit verleihen.

Lesen Sie hier unser Anschreiben an den Preisträger:


Sehr geehrter Herr Kwasniewski,

Ihr Artikel “Der Todesflughafen von Warren Buffett”, erschienen im Spiegel Online vom 5. März 2012, enthält mehrere sprachliche und fachliche Widersprüche und Fehler, die wir als Fachmagazin für die Privat- und Geschäftsfliegerei in Deutschland nicht ohne Gegenrede stehen lassen können.

Zunächst einmal der Titel: Mit der Bezeichnung “Todesflughafen” suggerieren Sie dem Leser eine gewisse Unausweichlichkeit des Schreckens. Etwa wie ein Todesritt oder eine Todesfahrt. Um dies zu belegen, müssten Sie anführen, dass Egelsbach eine gemessen an den Verkehrszahlen höhere Unfallrate aufweist als andere Verkehrsanlagen dieser Kategorie und dass diese erhöhte Rate in einem kausalen Zusammenhang mit dem Flugplatz oder dem Platzverkehr steht. Diesen Nachweis bleiben Sie schuldig.

Auch der Zusatz “von Warren Buffet” ist zumindest irreführend. Eine Investmentgesellschaft, an der Mr. Buffett zu rund einem Viertel beteiligt ist (Berkshire Hathaway), besitzt ein Unternehmen (Net Jets Inc.), dessen Tochtergesellschaft (NetJets Transportes Aéreos, S.A.), Mehrheitsgesellschafter einer deutschen Flugplatzbetriebsgesellschaft (HFG) ist. Die Vorstellung Mr. Buffett hätte direkt irgendetwas mit dem Flugplatz Egelsbach zu tun, würde von Omaha aus die Geschicke am Flugplatz in Südhessen lenken, ist – das wissen Sie – absurd.

Über den Anriss wollen wir hier nicht weiter Zeit verlieren, als erfahrener Journalist wissen Sie so gut wie wir, was dieser ist und bezwecken soll.

Im ersten Absatz des Artikeltexts rekapitulieren Sie die wesentlichen Agentur- und Pressemeldungen zu diesem Unfall. Auch wenn Sie diese sprachlich nach unserer Auffassung in unzulässiger Weise aufpeppen, gelingt Ihnen die Reproduktion doch ohne größere sachliche Fehler. Den Allgemeinplatz “Ein Unglück, das möglicherweise hätte verhindert werden können” können Sie sich jedoch nicht verkneifen. Mir ist übrigens kein Unfall in der Geschichte der zivilen Luftfahrt bekannt, welcher unausweichlich oder schicksalhaft gewesen wäre.

Mangels eigener Recherche zum Thema müssen Sie im nächsten Absatz die Bildzeitung zitieren. Sie tun dies geschickt, indem Sie den Inhalt der Bild-Meldung vom 3.3.2012 infrage stellen, jedoch nur, um diese inhaltlich vollständig zu zitieren. Dass Sie sich auf die Bild stützen lässt den Leser hoffen, der Rest des Artikels hält das versprochene Niveau jedoch leider nicht.


Im nächsten Absatz erklären Sie:

Sicher ist dagegen, dass Egelsbach, der größte regionale Flughafen Deutschlands, [...] vor allem bei Managern und Prominenten sehr beliebt ist. So beliebt, dass mittlerweile 80.000 Starts und Landungen stattfinden und die wohlhabenden Kunden das Risiko in Kauf nehmen, auf einem Flugplatz zu landen, der als einer der gefährlichsten in Europa gilt, auch weil ihm ein sogenanntes Instrumentenlandesystem (ILS) fehlt.

Damit verdrehen Sie die Tatsachen in unzulässiger Weise. Tatsächlich haben die Gesamt-Verkehrszahlen in Egelsbach seit dem Einstieg von NetJets abgenommen. Dass Egelsbach als einer der gefährlichsten Flugplätze Deutschlands “gilt” ist mir übrigens neu. Wer sagt das?
Bei wem gilt Egelsbach als gefährlich? Dieser Satz ist eine klassische Kolportage, der Nebensatz “auch weil ihm ein sogenanntes Instrumentenlandesystem (ILS) fehlt” hingegen ist ein Angriff auf die Logik und die Arithmetik. Sind die angeblich erhöhten Unfallzahlen in Egelsbach auf das Fehlen eines ILS zurückzuführen? Und könnten Sie mir die entsprechende Sicherheitsempfehlung der BFU angeben?

Niemand hat in der Vergangenheit lautstärker für die Einführung eines Instrumenten- Ab- und Anflugverfahrens in Egelsbach gekämpft als dieses Magazin. Aber bitte auf der Basis von Fakten. Ja, ein Instrumentenanflugverfahren erhöht die Sicherheit und die Nutzbarkeit unzweifelhaft. Aber ob es am Unfallgeschehen seit 2003 etwas geändert hätte, diesen Beweis bleiben Sie schuldig. Sie liefern noch nicht einmal Hinweise.
Unfälle zu instrumentalisieren ist nicht nur schäbig – das wäre noch zu verschmerzen. Unfälle zu instrumentalisieren verstellt vor allem den Blick auf die tatsächlichen Ursachen. Und das ist unsafe.

Ihr nun folgender Schwank von Mr. Buffett, der in Egelsbach zwischengelandet ist und dem der Flugplatz so gut gefiel, dass er ihn sich gleich gekauft hat, entzieht sich leider jeglicher inhaltlichen Auseinandersetzung, denn er ist zumindest nach unseren Informationen frei erfunden. Laut Pressestelle der HFG war Herr Buffett noch nie in Egelsbach. Und selbst wenn – glauben Sie ernsthaft, der Chef einer knapp 170 Milliarden Dollar schweren Investmentfirma micro-managed die Akquisitionen einer Tochtergesellschaft auf diesem Level?


Sie fahren fort:

Erst im Juni 2010 starb beim Absturz eines Sportflugzeugs in der Nähe des Flugplatzes ein 54-Jähriger, im Dezember 2009 stürzten drei Geschäftsleute mit einem zweimotorigen Kleinflugzeug ab - unweit der jetzigen Unfallstelle und ebenfalls im Nebel. Insgesamt stürzten seit 2003 fünf Flugzeuge ab - zehn Menschen kamen ums Leben, weit mehr als an Verkehrsflughäfen vergleichbarer Größe.

Der Unfall im Jahr 2010 kann selbst mit Ihrer journalistischen Gabe zur Erzählung nicht auf ein fehlendes ILS zurückgeführt werden. Er hat mit dem Artikel und dem Unfallgeschehen am 1. März schlicht nichts zu tun. Wenn Sie sich damit befasst hätten, dann wäre Ihnen das auch klar: Komplett andere Flugzeugklasse, andere Flugphase, andere Sicht-, Licht- und Wetterbedingungen.

Auch beim Unfall 2009 sind m.E. zumindest Zweifel angebracht ob dieser durch ein Instrumentenanflugverfahren hätte verhindert werden können. Über diese Differenzierungen und Unsicherheiten lassen Sie Ihre Leser aber leider im Unklaren. Das ist unredlich.

Dann aber vergleichen Sie die Unfallzahlen ab 2003 (fünf) am Verkehrslandeplatz Egelsbach mit denen anderer Verkehrsflughäfen. Dieser Vergleich ist unsinnig, da sich die Verkehrsarten an den von Ihnen zum Vergleich herangezogenen Infrastrukturanlagen maßgeblich voneinander unterscheiden.
Um es etwas einfacher auszudrücken: Die vergleichen in klassischer Weise Äpfel mit Birnen. Und jeder, der den Grundkurs Luftrecht besucht hat, erkennt das sofort und lacht sich über Ihren Vergleich kaputt.

Dann folgen Stimmen der Anwohner und eine Zustandsbeschreibung des Verkehrs während der IAA. Letztere kann ich aus eigener Erfahrung (wir betreiben ein Unternehmen mit Flugbetrieb in Egelsbach) nicht bestätigen.


Auf der Suche nach der "Wirtschaftselite"

Im folgenden Absatz beschreiben Sie zutreffend einen Vorteil des Flugplatzes. Einfache Infrastruktur und vergleichsweise günstige Kosten. Die von Ihnen bemühte “Wirtschaftselite” treffe ich in Egelsbach aber selten an. Eher kleine und mittelständische Unternehmer und ganz normale Bürger, deren Leidenschaft das Fliegen ist.

Dass es im Schuhbeck’s (das übrigens vor Ort kaum jemand “Check-Inn” nennt), “Fasanenbrust im Brotmantel” gibt, erfahre ich nach zwei Jahrzehnten Flugpraxis in Egelsbach und bestimmt Hunderten von Essen mit Freunden, Kunden und Kollegen im Schuhbeck’s übrigens erst von Ihnen.
Ich denke vielen meiner Kollegen Flugplatznutzer wird es da ähnlich gehen. Üblich sind Pizza und Salat. Und die Gäste dort sind neben den wartenden Crews zumindest am Wochenende vor allem Familien, die sich am Flugbetrieb mit – vornehmlich – einmotorigen Propellermaschinen gar nicht sattsehen können.

Ihre Beschreibung kann ich nur als eine Karikatur lesen, offensichtlich brauchen Sie aber die Fasanenbrust als Einstimmung des Lesers auf die nun folgende Kaffeefahrt durch die Klassenkampf-Klischees.


In Ihrem Absatz “Stützpunkt für Buffetts fliegende Büros” beschreiben Sie dann einen Zustand, der vielleicht den kühnsten Wunschträumen der Geschäftsleitung in Egelsbach entspricht. Von einer Stationierung der NetJets-Flotte in Egelsbach kann nämlich wirklich und wahrhaftig keine Rede sein. Dies zu behaupten ist ganz einfach unwahr.


Im Abschnitt “Business-Piloten unter Druck” stellen Sie dann eine Reihe von Behauptungen auf, ohne auch nur den Versuch zu unternehmen diese durch Belege, Untersuchungen oder wenigstens Zitate zu untermauern.

Dass es beim Sichtanflug keine klaren und hinterher nachvollziehbaren Abbruchkriterien gibt, auf die sich eine Flugbesatzung berufen könnte, ist der einzige Aspekt in Ihrem Artikel, der fachlich zumindest nicht von der Hand zu weisen ist.
Ähnlich wie in Samedan sehen sich hier Besatzungen, die sonst “by the numbers” landen (oder eben nicht landen) mit unklaren Kriterien und Bedingungen konfrontiert, die letztlich nur aus dem Cockpit heraus zu beurteilen sind. Der Druck entsteht jedoch nach meiner Erfahrung nicht durch J. Bruce Ismay, der zur Eile mahnt, sondern ganz automatisch durch die Praxis: “Vor uns und hinter uns sind doch auch Maschinen gelandet.” Das sagt man sich natürlich auch als Pilot. Klare No-Go-Kriterien, auf die sich eine Besatzung berufen kann und muss, wären hier vermutlich hilfreich. Leider führen Sie diesen thematisch vielversprechenden Ansatz jedoch nicht weiter. Stattdessen schreiben Sie:

Sicher ist aber, dass die Landung mit einem Instrumentenlandesystem (ILS) auch bei schlechtem Wetter möglich gewesen wäre.

Darf ich fragen: Woher wissen Sie das? Ein ILS, oder ein anderes Instrumentenanflugverfahren, wie es in Egelsbach möglich wäre, senkt die Wetterminima nur. Ein Allwetter-Landesystem sucht die Branche nach wie vor vergebens (nein, auch CAT-IIIc geht nicht immer!).


Im letzten Abschnitt kehren Sie dann zum eigentlichen Tenor Ihres Artikels zurück:

Wann der defizitäre Airport das plant, ist allerdings vollkommen unklar. Und so werden wohl auch künftig die verwöhnten Elitepassagiere in ihren Privatjets in Egelsbach größere Risiken eingehen als jeder Economy-Class-Passagier im nahen Frankfurt am Main. Aber die bekommen dafür ja auch keine Fasanenbrust im Brotmantel.

Dieser Satz streift die Grenze zur Schadenfreude. Was veranlasst Sie solche Sätze zu verfassen? Unsere Redaktion steht im Kontakt mit der Familie eines Besatzungsmitglieds. Glauben Sie, der Mann, der eine junge Familie in den USA hinterlässt, hat sich einen Dreck um die “Fasanenbrust im Brotmantel” geschert?

Am 1. März 2012 kurz vor 19 Uhr Ortszeit sind in der Gemarkung Egelsbach fünf Menschen ums Leben gekommen. Ich habe in meiner Arbeit erlebt, wie Menschen in den USA oder Kanada bei einem Flugunfall in ihrer Umgebung Anteil am Tod wildfremder Personen nehmen. Gehen Sie mal nach Halifax oder nach Sioux City. Glauben Sie dort fragt auch nur ein Mensch ob die zu Tode gekommenen wildfremden Unfallopfer nun Hamburger oder Kaviar gegessen haben?

Dieser Tenor Ihres Artikels widert mich an.

Herr Kwasniewski, Sie nehmen den Unfalltod von fünf Menschen als Anlass und Hintergrund für ein tagespolitisches Rührstück und versäumen es vor lauter Weltanschauung Ihre Leser über den Unfall oder dessen Hintergründe zu informieren.

Aber das wissen Sie natürlich. Sie sind ja lange genug im Geschäft.

Ihr Auftrag und ihre Absicht war es ja nicht über den Flugunfall zu informieren. Dann hätten Sie Hintergründe zum Werksflugbetrieb und zur CE750 liefern oder drei Jahre warten müssen, bis wir durch die bewundernswerte Arbeit der Unfallermittler von BFU und NTSB die Ursache und die beitragende Faktoren kennen.

Ihr Auftrag und Ihre Absicht war es auch nicht, über die Verhältnisse in Egelsbach zu berichten. Dann hätten Sie gefragt, wieso ein Flugplatz mit so vielen Starts und Landungen defizitär ist. Dann hätten Sie herausgefunden, dass ein Instrumenten-Abflug als Allererstes für das wirtschaftliche Überleben des Platzes wichtig ist. Dann hätten Sie herausgefunden wie, wann und in welchen Grenzen ein Instrumenten-Anflug die Sicherheit und die Nutzbarkeit erhöht. Dann hätten Sie in Erfahrung bringen können, wieso in Deutschland die Genehmigungen selbst für einfachste Instrumentenanflüge oft Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern.

Ihr Auftrag und Ihre Absicht war es noch viel weniger, das Verhältnis zwischen den Flugplätzen Egelsbach und Frankfurt zu untersuchen. Dann hätten Sie Ihren Lesern etwas von Slot-Zeiten, FHKD und den Zuständen am Frankfurter GAT berichten können.

All das erfordert mühsame Recherche, das Einarbeiten in fremde Themen, in kryptische Abkürzungen und viele Gespräche, bei denen man herausfinden muss, wen man zitiert, wen man als Background nutzt und wen man lieber gar nicht verwendet.


Aber all das konnten Sie sich sparen. Ihr Auftrag und Ihre Absicht war es, eine weltanschauliche Räuberpistole zu verfassen. Und das ist Ihnen gelungen.


Daher verleiht Ihnen die Redaktion der Zeitschrift Pilot und Flugzeug die Goldene Fasanenbrust im Brotmantel.
Sie haben sich nach unserer Auffassung durch diesen Artikel nachhaltige Verdienste im Kampf gegen Logik, intellektuelle Aufrichtigkeit und sprachliche Genauigkeit erworben. Zudem haben Sie das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit zum Privat-, Werks- und Bedarfsluftverkehr um Längen zurückgeworfen. Auch dies möchten wir mit unserer Preisverleihung würdigen.


Herzliche Grüße,

Jan Brill
Berufspilot
Chefredakteur Pilot und Flugzeug


  
 




6. März 2012: Von Jens-Albert Schenk an Jan Brill
Danke Herr Brill! Auch wenn Ihr äußerst lesenswerter Artikel solche Pamphlete wohl auch zukünftig nicht vermeiden kann.
6. März 2012: Von Kai-Olav Roscher an Jan Brill
Sehr schön geschrieben Herr Brill,

vielleicht hätten Sie sich in einem Nebensatz noch bei Herrn Handwerg von der VC bedanken können, der unzweifelhaft zu den Ideengebern dieses Artikels gehörte, Unfälle wie diesen auch sehr gerne zur Ausübung seiner LH-Klientelpolitik nutzt und GA-Bashing betreibt.
6. März 2012: Von Ralf Kahl an Jan Brill
... manchmal fehlt wirklich der "Gefällt mir"-Button.
6. März 2012: Von Norbert S. an Kai-Olav Roscher
Noch ein Verschwörungstheoretiker - als ob einer nicht genug wäre.
6. März 2012: Von Olaf Bernhardt an Kai-Olav Roscher
Wie wahr. Schade nur, dass dieses Schreiben nur eine Aufmerksamkeit im kleinen Kreis erfährt.
6. März 2012: Von Guido Warnecke an Jan Brill
Sehr schoen geschrieben! Ich moechte gar nicht wissen, was die Presse so verzapft in anderen Gebieten, von denen der "Normalbuerger" keine Ahnung hat.
6. März 2012: Von Armin Mueller an Kai-Olav Roscher

Hallo Herr Roscher,

hiermit möchte ich anmerken, daß sich neben mir, diverse LH-Kollegen für den Pressesprecher der VC und seine unfundierten Aussagen zur GA fremdschämen. Beileibe nicht alles, was aus dieser Quelle stammt, ist die Meinung der LH-Pilotenschaft.

MfG Armin Müller Kapitän A320 LH

6. März 2012: Von Sabine Behrle an Armin Mueller

>Beileibe nicht alles was aus dieser Quelle stimmt, ist die Meinung der LH-Pilotenschaft.

One captain, one vote - oder nicht? Wählen Sie die Kerle ab!

Gut gebrüllt, Herr Brill!

6. März 2012: Von Max Sutter an Armin Mueller
Also nichts Neues unter der Sonne. Ich mag mich nur erinnern, dass sich Heiko Teegen schon seinerzeit mit einer gewissen Regelmäßigkeit über gewisse Stellungnahmen eines Herrn Fongern (zu Recht) aufgeregt hat. Der Stil der Exponenten dieses Berufsverbandes hält offenbar nicht immer den Anforderungen stand, die man an ihn stellen können sollte.
6. März 2012: Von Jan Brill an Kai-Olav Roscher
Lieber Herr Roscher,

danke für den Hinweis auf die VC.

Ich wäre allerdings vorsichtig damit, jemandem eine vorsätzliche, fahrlässige oder grob-fahrlässige Mittäterschaft an diesem sagenhaften Spiegel-Artikel zu unterstellen.

Ich habe für die Gegenrede oben einige Quellen des Herrn Kwasniewski debrieft (ist ja recht leicht zu erkennen mit wem er gesprochen hat). Diese, darunter auch wirkliche Presse-Profis, haben einhellig und entsetzt darüber berichtet im Gespräch mit dem Journalisten Dinge ganz anders bzw. exakt gegenteilig dargestellt zu haben.

Es ist also zumindest möglich, dass auch Herr Handwerg hier quasi Kwasniewski'd wurde.

MfG
Jan Brill


UPDATE 13.3.2012, 09:05 Uhr:

Der Autor des o.g. Artikels, Nicolai Kwasniewski, hat sich in Telefonaten und E-Mails intensiv mit unserer Kritik befasst und dem Vorwurf der Quellenverfälschung vehement widersprochen. Der Vorwurf der unrichtigen Quellenwiedergabe scheint den Spiegel-Journalisten dabei deutlich mehr zu treffen als die fachlichen Fehler des Artikels oder die flächige Abneigung unter den Fachleuten gegen den hämischen Unterton des Texts.

Zumindest für die VC konnte der Autor dabei die gemachten Zitate belegen. Den Vorwurf diese Quelle verfälscht zu haben möchten wir daher nicht mehr erheben und haben ihn aus dem Post oben gestrichen. Wir müssen vielmehr mit Bedauern festhalten, dass die VC offenbar hinter den im Artikel zitierten Aussagen steht.

Ein anberaumtes klärendes Gespräch zwischen dem Spiegel-Autor und der Pressestelle der HFG zur Frage der Quellentreue kam indes nicht zustande. Spiegel-Autor Kwasniewski behauptet auch diese Quelle unverfälscht verwendet zu haben. Die Pressestelle sieht das anders. Dieser Widerspruch muss also vorerst unaufgeklärt bleiben.

Jan Brill
6. März 2012: Von  an Sabine Behrle

deswegen heißt ja HB auch auf französisch: monsiör brüll...

mfg

ingo fuhrmeister

6. März 2012: Von Urs Wildermuth an Jan Brill
Danke für die Bemühung, diesem Artikel zu widersprechen. Ehrlich gesagt, mich erstaunt sowas überhaupt nicht mehr. Hier geht es, wie richtig bemerkt, nicht um den Unfall, nicht um Egelsbach per se, nicht darum, dass es dort kein ILS gibt sondern es ist schlicht und ergreifend wieder mal ein typisches Hass und Neid Stück gegen die "Wirtschaftselite", die ja heute bequem für alles Böse der Welt verantwortlich gemacht wird.

Leider leben wir in einer Zeit, wo es schicklich ist, solche Leute zur Hölle zu wünschen. Dabei sind speziell wir Piloten oft genug Äusserungen ausgesetzt, die in anderem Zusammenhang als völlig unakzeptabel gelten würden.

Ich erinnere mich nur zu gut an die Debatten, die nach einigen Unfällen hier in Samedan als auch anderswo immer wieder hervorgehen. Wenn ein Businessjet abstürzt heutezutage, kommen immer die selben Kommentare: Bravo, wieder ein Geldsack weniger. Geschieht den Kapitalistenschweinen recht. Und in diesem Tenor weiter.

Das die Presse darauf aufsitzt ist nicht weiter erstaunlich. Wie auch hier. Die Bild spricht von einem "Textilmillionär". Pfui, ein Millionär, der die Arbeiterklasse ausbeutet. Die Aussage dass eine junge Frau aus der Ukraine an Bord war bringt sofort hässlichste Gerüchte hoch. Denn dort gibt's ja wohl nur Prostituierte? Pfui Teufel kann ich da nur sagen, nur was nützt es. Schliesslich haben wir ja selbst in diesem Forum Leute, die die GA ständig und mit scheusslicher Häme angreifen, siehe den Thread über den eigentlichen Unfall.

Dass auch Airliner Piloten sich sehr oft mieserabel über die GA äussern, auch das ist leider eine Tatsache. Ich habe auch in ZRH schon Leute erlebt, die sich kaum mehr kennen vor Wut und Misgunst und ultimativ die totale Verbannung der GA von allen Flugplätzen wo Linienverkehr herrscht fordern. Oder gleich sogar aus dem gleichen Luftraum. Wenn mir da jemand mit der Meinung daher kommt, das damalige System der Sovietunion, wo eine Flugesellschaft alles beherrschte, es nichts ausser Aeroflot gab und alles super geregelt war sei seine persönliche Wunschvorstellung für die Europäische Luftfahrt, sagt das alles. Vor allem dann, wenn solche Leute in oberen Rängen tätig sind.

Auch mir wurde schon ins Gesicht gesagt, gut dass ich wieder fliege, dann würde ich hoffentlich bald mal endlich runterfallen und dann sei endlich Ruhe mit diesem idiotischen pro GA Gerede auf diesem Flugplatz....

Tja, so ist die Situation. Eigentlich war der Satz, der in P&F anlässlich der Vulkanstory fiel wohl die Quintessenz aus all dem Hass, der uns entgegen schlägt: Man kann eigentlich nur noch resignieren und auswandern. Nur wohin... denn auch in den Staaten, wo die GA bisher noch sehr stark war wird heute von sozialistischen Kräften bis hin zum US Präsidenten massive Opposition betrieben.

Schade. Wenn ich von Kollegen hören, die sich das Auswandern nach Afrika überlegen um dieser Situation zu entkommen, sieht man den Grad der Verzweiflung die hier herrscht, vor allem wenn Destinationen wie Brazzaville oder Douala angesprochen werden....
6. März 2012: Von Wolfgang Lamminger an Jan Brill

Jan,

hervorragender Artikel! Trifft den Nagel auf den Kopf.

Habe dem netten Herren eine Email nachgereicht, die ich hier reinkopiere:


Ihr Bericht "Flugzeugabsturz in Egelsbach: Der Todesflughafen von Warren Buffet" auf Spiegel-online vom 05.03.2012.

Herr Kwasniewski,

mit Ihrem o. g. Artikel zeigen Sie in vielfältiger Weise auf, wie abscheulich Journalismus in Deutschland heute geworden ist.

Recherche, sachliche Berichterstattung, neutrale Beurteilug des Sachverhaltes: für Sie offensichtlich Fremdworte.

Ihrer Vita auf der Seite von Spiegel online folgend, sind Sie offensichtlich fachlich im Wirtschaftsbereich zu Hause.

Kaum vorstellbar, aber offensichtlich Realität, dass trotz vorgeblicher fachlicher Eignung, zumindest im Bereich 'Wirtschaft', ein Redakteur mit derartiger Inkompetenz einen Artikel zusammenschreiben und dann auch noch veröffentlichen darf.

Ich gratuliere Ihnen zur Verleihung der "goldenen Fasanenbrust" durch das Magazin Pilot und Flugzeug (http://www.pilotundflugzeug.de/artikel/2012-03-06/Flugunfall_Egelsbach_Medienreplik).

Das Beispiel Ihres Artikels zeigt wieder einmal auf, wie Journalismus heute betrieben wird: Hauptsache die Leserquote, Klickzahlen oder was auch immer stimmt; die Wahrheit spielt dabei keine Rolle. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie ich Artikel in Ihrem Magazin zu beurteilen habe, zu Themen, bei denen ich mich, mangels meiner eigenen Fachkompetenz, tatsächlich auf den Inhalt verlassen muss.

Ich finde es abscheulich, was Sie da geschrieben haben! Dass bei dem Unfall, aufgrund welcher Umstände auch immer er geschehen sein mag, fünf Menschen ums Leben kamen, die Familienangehörige zurücklassen, reflektieren Sie in keiner Weise!

Wolfgang Lamminger

_________________

Betriebswirt

Berufspilot (JAR, FAA)

...

7. März 2012: Von Gerhard Uhlhorn an Jan Brill
Darf ich daran erinnern, dass wenn eine Zeitung derartige „Artikel“ veröffentlicht, dass man nicht davon ausgehen kann, dass andere Artikel zu anderen Themen irgendwie besser sind? Und ich habe praktisch in allen Zeitungen und Nachrichtensendungen „Informationen“ in dieser Qualität gelesen. Und wenn ich andere „Artikel“ zu anderen Themen lese, in denen ich mindestens ebenso „vom Fach“ bin wie hier, dann bestätigt sich meine Aussage auch. Dort sind Artikel meist noch schlimmer!

Das Radio wurde für die Propaganda erfunden (Goebbelsschnauze). Es wird noch heute genau dafür genutzt! Der Fernseher ist eine Weiterentwicklung des Radios und wird ebenso genutzt. Und vermutlich wurde auch die Zeitung mal dafür erfunden.

Wer wirklich wissen will was in der Welt geschieht, der sollte sich die heute-Show ansehen oder dem Volker Pispers lauschen. Dort wird eher die Wahrheit verbreitet. ;-)
7. März 2012: Von Othmar Crepaz an Jan Brill
Ich "bombardiere" Redaktionen seit Jahrzehnten mit geharnischten Richtigstellungen derer haarsträubenden Räubergeschichten zum Thema "Flugzeugunfälle". Da werden veritable King-Airs als "Sportflugzeuge" bezeichnet, Notlandungen als "Absturz", und auch beim gegenständlichen Fall eine C750 durch die Bank als "Kleinflugzeug" (na, ja, zum Glück einmal nicht als Sportflugzeug) bezeichnet. Warum kommt in einer Zeit unvermeidlicher Anglizismen keinem das Wort "Business-Jet" oder "Geschäftsreiseflugzeug".
Auffällig: Bei den (gleichlautenden!) Berichten wurden brav die Quellen genannt - DPA z.B. Der Fisch beginnt also bereits am Kopf zu stinken - nicht der Redakteur oder Ferialpraktikant einer kleinen Provinzredaktion trägt die Schuld an der Verbreitung solcher Unsinnsmeldungen, sondern jene, die sich berufen fühlen, die Redaktionen des ganzen Landes mit Informationen zu füttern.
Es ist wie ein Kampf mit der Hydra: Kaum hat man sich die Redaktion einer Regionalzeitung "hergerichtet", kommen neue Redakteure hinzu, und wieder beginnt der Kampf gegen sprachliche Unsitten wie "Sportflugzeuge".
Am einfachsten macht man es sich mit den "Symbolbildern". Obwohl die Flugzeugtype im Bericht korrekt wiedergegeben wird, macht sich keiner die Mühe, nach passenden Bildern zu "googeln". Weil es eine "Cessna" Citation war, zeigt man halt, was im Volksmund unter einer "Cessna" verstanden wird - ein filigraner Viersitzer. Oder zum Unfall einer Navajo kürzlich ein "Symbolfoto" einer MD11 (Quelle: DPA). Ist ja kaum ein Unterschied.

Es ist ja nicht so, dass es so furchtbar wichtig ist, ob ein Geschäftsreiseflugzeug korrekt als solches, oder als "Sportflugzeug" bezeichnet wird. Ich schließe aus solcher Pressearbeit freilich auf die sonstige Qualität dieser Blätter: Es ist zu befürchten, dass bei Berichten aus Wirtschaft, Finanz, Politik und Umwelt genau so schludrig (nicht!) recherchiert wird und einfache Stehsätze verabreicht werden. Deshalb: Stellt diese Amateurschreiber bloß, wo immer Ihr es könnt. Mailt an den Chefredakteur und sagt ihm, was für Flaschen er beschäftigt. Nur so kann es besser werden.
7. März 2012: Von Christian R. an Jan Brill
Lieber Herr Brill,

danke für die Richtigstellung, da schwillt der geschwollene Kamm langsam wieder ab.

kann man das nicht bei FB online stellen, um es einer breiten Masse zugänglich zu machen? Und noch gleich mit SPON verbinden? Sowas gehört an den Pranger! Früher, zugegebenermaßen vor sehr langer Zeit wurde Dieben die stehlende Hand abgehackt und bei Lügen gab es zumindest Stockhiebe. Heute gibt´s Gott sei Dank andere Möglichkeiten, o.g. wäre eine davon. Aber ja, sowas wirbelt Staub auf...
7. März 2012: Von Sabine Behrle an Gerhard Uhlhorn

>Darf ich daran erinnern, dass wenn eine Zeitung derartige „Artikel“ veröffentlicht, dass man nicht davon ausgehen kann, dass andere Artikel zu anderen Themen irgendwie besser sind?

Darf ich daran erinnern, dass es sich nicht um eine Zeitung handelt, sondern um eine Website? Das ist im Zusammenhang mit der hier ja auch schon mal geführten "Print ist tot"-Diskussion dann wohl doch bemerkenswert. You get what you pay for - das kommt einem schon in den Sinn.

Und: Darf ich daran erinnern, dass SPON ebenso wie dessen gedrucktes Pendant (die Bild, nicht der Spiegel) höchst erfolgreich sind, obwohl niemand zum Konsum gezwungen wird? Es bleibt nur ein deprimierender Schluss: Das Volk will mehrheitlich diesen Mist. Und Mehrheiten sind in einer Demokratie nun mal der Gewinner.

7. März 2012: Von Dirk Beerbohm an Jan Brill
Toller Artikel!!!

Er hat inhaltlich leider nur einen klitzekleinen Fehler - Ich wage zu bezweifeln, dass Herr Kwasniewski weiss, wer
J. Bruce Ismay ist und daher auch nicht verstehen kann, worauf angespielt wird. Recherche scheint ja nicht die
gerade die erste Begabung zu sein.

Jan, wenn nix dagegen spricht, dann würde ich gerne den Artikel auf meinem FB Account zitieren, mit Bitte um "Teilen". OK???
7. März 2012: Von Lutz D. an Dirk Beerbohm
Dazu ist die bei PuF nun eingebaute Facebookversion da, oder? Ist urheberrechtlich in jedem Fall für den Facebook-Nutzer unproblematisch.
7. März 2012: Von Mueller Manfred an Jan Brill

Guten Tag Herr Brill, eine "Kollegenschelte" war sicher angebracht, aber es scheint mir viel zu emotionell geraten und klare sachliche Entgegnungen fehlen. Wie z.B. "vor allem bei Managern und Prominenten sehr beliebt ist. So beliebt, dass mittlerweile 80.000 Starts und Landungen stattfinden", hätten man darlegen können, daß die sog. Manager nur einen Bruchteil davon ausmachen.

Ihre Feststellung, dass "ein Instrumentenverfahren als Allererstes für das wirtschaftliche Überleben des Platzes wichtig ist" ist sicher für Erhalt und Steigerung der "Manager-Anflüge" essentiell, aber Sie müssten es doch selbst wissen, dass solch ein Verfahren wegen der MissedAppProcedure gemäß ICAO mit der EDDF RYW 18 kollidieren würde und somit eine Realisierung nicht möglich ist. Dann müsste man schon ein von ICAO abweichendes Verfahren einführen - wer würde das aber verantworten wollen. Im ICAO konformen Layout müsste der Verkehr auf der 18 bei jedem EDFE IFR-App. wegen potentiellem MissedApp angehalten werden. Es würden sicher die "ManagerJets" den FRA Verkehr weniger stören, wenn sie gleich auf das EDDF ILS eingereiht würden und auf FRA landen.

Mit Gruß Manfred Müller

7. März 2012: Von Klaus Leiner an Jan Brill
Hallo Herr Brill,
Albert Einstein hat einmal gesagt :
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Nun, da kannte er die "Husch Husch ich schreib mal schnell etwas Journalisten" noch nicht. Sonst wäre ihm sicher noch diese dritte Kategorie eingefallen.

Nicht dieser einzelne Journalist ist das Problem.

Was mir dabei wirklich Angst macht, ist nicht dass jemand dummes Zeug schreibt. Es ist auch nicht das jemand der auf der Reeperbahn einen Teil seines Lebens verbringt direkt an Brüste denkt. Es ist auch nicht, das Journalisten preisgekrönt werden (allerdings im Bereich Hörfunk gemeinsam mit anderen) und dann die einfachsten Recherchegrundsätze nicht beachten können, nein das alles macht mir keine Angst, denn das haben wir auch in jedem anderen Lebensbereich auch.

Angst macht mir, das solche Menschen ihre unfundierten, ahungslosen und auch unsozialen gewissenlosen Meinungen in einem Massenmedium verbreiten können, ohne das irgendjemand ohne Fachwissen erkennen kann, was für ein Schwachsinn da abgesondert wird und es dazu kein Regulativ mehr gibt.

Früher hat man gesteinigt, heute schreibt man.

Die Leser, Zuhörer, Zuseher sollten sich sicher sein, dass sie in sich selbst als seriös ansehenden Medien wenigstens eine minimale Qualität an fachlicher Belastbarkeit vorgesetzt bekommen. Wenn man sieht, worüber dieser "Fachmann" so alles geschrieben hat in der letzten Zeit, dann stellt sich doch die Frage, welche Qualität haben denn die übrigen Beiträge ?
Wenn man sich bestimmte gross gedruckte Blätter kauft, wenn man in den einschlägigen bunten Postillen liest und bestimmte Sender und Formate anschaut, dann erwartet der halbwegs Gebildete nicht, dass er dort Wahrhaftiges findet.
Wer also ein bestimmtes Lese / Hör und Seh - Niveau hat, der darf nicht damit rechnen fundiert informiert zu werden.
Aber dem Spiegel - auch online - darf ich doch abverlangen dass seine angeblichen Top- Journalisten sich die Mühe machen, nicht einen solchen Müll auf die Leser abzukippen.

Aber vermutlich bin ich mal wieder zu naiv und blauäugig.

So ein Mist, jetzt wollte ich doch am Freitag von Egelsbach nach Berlin und zurück fliegen, aber das habe ich natürlich sofort abgesagt. Ich starte und lande doch nicht von einem solchen Todesflughafen eines kapitalistischen Milliardärs der mich trotz Defizites mit Brüsten bewirft. Im Brotmantel auch noch. Statt im Pelzmantel. Und ich mische meine bescheidene Existenz doch nicht unter die Ausbeuter und Bonzen auf der Terrasse bei Schuhbeck. So ein Sozialschmarotzer bin ich doch nicht.

Happy Landings All !
7. März 2012: Von Lutz D. an Jan Brill
...da fällt mir ein, forwarden Sie ihren Artikel doch auch mal an bildblog.de
Die sind für sowas immer dankbar.

Herzlichst

LD
7. März 2012: Von Mick Schnelle an Jan Brill
Sehr geehrter Herr Brill, Kritik ist ja immer was Feines. Was mich aber misstrauisch macht: Es gibt die Fasanenbrust im Brotmantel beim Schubecks in Egelsbach. http://www.schuhbecks-check-inn.de/files/sci_abendkarte.pdf Zu haben für 22,50 Euro Genauso heißt das Restaurant nun mal Schubecks Check Inn. Jetzt frage ich mich, wenn diese beiden Angaben schon nicht stimmen, wie sieht es dann mit dem Rest Ihrer Vorwürfe aus? Der Spiegelautor mag ja den einen oder anderen Begriff verwendet haben, der einem Flieger aufstößt. Aber Journalisten schreiben ja für die Allgemeinheit und müssen dabei verständlich bleiben. Generell klingt der Tonfall Ihrer Replik arg nach Betroffenheit von jemandem, der selber eben mit diesem Flughafen geschäftlich verbandelt ist. Egal ob nun als Kunde oder sonst wie. Dem Spiegelautor kann das wohl weniger unterstellt werden. Und wie gesagt, wenn Sie anderen vorwerfen frei erfundene Fakten zu verwenden, sollten die selbst verwendeten zumindest stimmen.
7. März 2012: Von Jan Brill an Mick Schnelle
Willkommen im Forum Herr Schnelle.

Was mich aber misstrauisch macht: Es gibt die Fasanenbrust im Brotmantel beim Schubecks in Egelsbach [...]. Zu haben für 22,50 Euro Genauso heißt das Restaurant nun mal Schubecks Check Inn.

Habe ich was anderes behauptet? Zitat bitte.


MfG
Jan Brill

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