Login: 
Passwort: 
Neuanmeldung 
Passwort vergessen



Das neue Heft erscheint am 1. Juni
EASA-Produkte und verwaiste Flugzeuge
VFR-Tour durch den Osten Frankreichs
Dick Rutan 1938 - 2024
Cessna T303 Crusader
Tankdeckel-Restauration
Beinahe-Kollision trotz Fluginformationsdienst
Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
Antworten sortieren nach:  Datum - neue zuerst |  Datum - alte zuerst |  Bewertung

6. März 2012: Von Urs Wildermuth an Jan Brill
Danke für die Bemühung, diesem Artikel zu widersprechen. Ehrlich gesagt, mich erstaunt sowas überhaupt nicht mehr. Hier geht es, wie richtig bemerkt, nicht um den Unfall, nicht um Egelsbach per se, nicht darum, dass es dort kein ILS gibt sondern es ist schlicht und ergreifend wieder mal ein typisches Hass und Neid Stück gegen die "Wirtschaftselite", die ja heute bequem für alles Böse der Welt verantwortlich gemacht wird.

Leider leben wir in einer Zeit, wo es schicklich ist, solche Leute zur Hölle zu wünschen. Dabei sind speziell wir Piloten oft genug Äusserungen ausgesetzt, die in anderem Zusammenhang als völlig unakzeptabel gelten würden.

Ich erinnere mich nur zu gut an die Debatten, die nach einigen Unfällen hier in Samedan als auch anderswo immer wieder hervorgehen. Wenn ein Businessjet abstürzt heutezutage, kommen immer die selben Kommentare: Bravo, wieder ein Geldsack weniger. Geschieht den Kapitalistenschweinen recht. Und in diesem Tenor weiter.

Das die Presse darauf aufsitzt ist nicht weiter erstaunlich. Wie auch hier. Die Bild spricht von einem "Textilmillionär". Pfui, ein Millionär, der die Arbeiterklasse ausbeutet. Die Aussage dass eine junge Frau aus der Ukraine an Bord war bringt sofort hässlichste Gerüchte hoch. Denn dort gibt's ja wohl nur Prostituierte? Pfui Teufel kann ich da nur sagen, nur was nützt es. Schliesslich haben wir ja selbst in diesem Forum Leute, die die GA ständig und mit scheusslicher Häme angreifen, siehe den Thread über den eigentlichen Unfall.

Dass auch Airliner Piloten sich sehr oft mieserabel über die GA äussern, auch das ist leider eine Tatsache. Ich habe auch in ZRH schon Leute erlebt, die sich kaum mehr kennen vor Wut und Misgunst und ultimativ die totale Verbannung der GA von allen Flugplätzen wo Linienverkehr herrscht fordern. Oder gleich sogar aus dem gleichen Luftraum. Wenn mir da jemand mit der Meinung daher kommt, das damalige System der Sovietunion, wo eine Flugesellschaft alles beherrschte, es nichts ausser Aeroflot gab und alles super geregelt war sei seine persönliche Wunschvorstellung für die Europäische Luftfahrt, sagt das alles. Vor allem dann, wenn solche Leute in oberen Rängen tätig sind.

Auch mir wurde schon ins Gesicht gesagt, gut dass ich wieder fliege, dann würde ich hoffentlich bald mal endlich runterfallen und dann sei endlich Ruhe mit diesem idiotischen pro GA Gerede auf diesem Flugplatz....

Tja, so ist die Situation. Eigentlich war der Satz, der in P&F anlässlich der Vulkanstory fiel wohl die Quintessenz aus all dem Hass, der uns entgegen schlägt: Man kann eigentlich nur noch resignieren und auswandern. Nur wohin... denn auch in den Staaten, wo die GA bisher noch sehr stark war wird heute von sozialistischen Kräften bis hin zum US Präsidenten massive Opposition betrieben.

Schade. Wenn ich von Kollegen hören, die sich das Auswandern nach Afrika überlegen um dieser Situation zu entkommen, sieht man den Grad der Verzweiflung die hier herrscht, vor allem wenn Destinationen wie Brazzaville oder Douala angesprochen werden....

1 Beiträge Seite 1 von 1

 

Home
Impressum
© 2004-2024 Airwork Press GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Airwork Press GmbH. Die Nutzung des Pilot und Flugzeug Internet-Forums unterliegt den allgemeinen Nutzungsbedingungen (hier). Es gelten unsere Datenschutzerklärung unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (hier). Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap (CC-BY-SA) Hub Version 14.22.03
Zur mobilen Ansicht wechseln
Seitenanfang