Mein Posting hat einen technischen und einen psychologischen Hintergrund.
Als Background-info: Wir haben einen alten A/P Century21 für HDG/NAV/APR verbaut und einen STEC60-PSS für ALT/GS/VS. Dazu gibt's ein GNS430W
Der STEC lässt sich nur in Verbindung mit dem C21 aktivieren, der GS nur wenn man innerhalb von 1 Dot ist.
ATC bot mir für den ILS23 einen verkürzten 7nm-Final oder eben den normalen 10nm.
Das habe ich angenommen und wurde dann in 2000ft (anstatt 3000) erst mit 300, dann mit 260° auf den final ge-vectored.
Das ist vielleicht auch schon die Erklärung für das kommende techniche problem.
Der STEC kann nicht nur GS allein, sondern auch kombiniert ALT+GS fliegen. Dann wird eine Höhe gehalten bis der Gelitpfad eingefangen ist, ALT geht aus und es wird mit GS weitergeflogen. Man muss wie bei anderen A/Ps auch von unten an den GLeitpfad ranfliegen. Das kenne und nutze ich.
Ähnliches kann der C21: Du drückst HDG+APR gleichzeitig. Dann wird erst mit einem HDG geflogen, dann geht HDG aus, der Flieger kurvt auf den APR-Kurs und weiter gehts.
Das hatte ich bisher noch nie genutzt und es sollten jetzt also beide "armed" Varianten probiert werden.
Der C21 hat das auch so gemacht, am STEC liess sich aber der GS nicht aktivieren. Aha - zu früh, du bist noch mehr als 1 dot unter dem Gleitpfad und ausserdem hat sich APR auch noch nicht aktiviert.
Später dann kurvte der Flieger brav ein, HDG aus und trotzdem kein GS aktivierbar. Noch mehrfach probiert bis der Diamond praktisch in der Mitte war - aber nichts.
Irgendwann habe ich den A/P deaktiviert, bin von Hand geflogen und alles prima.
zuerst zur Psyche:
Ich habe mich nach der Landung geärgert wieviel Konzentration ich auf den verdammten A/P investiert habe. geschätzt 30-60s habe ich kaum was anderes gemacht als am STEC rumzuspielen und nachzudenken warum der Kollege nicht mitmachen will! Die Situation war jetzt keinewegs so, dass ich hätte durchstarten müssen. Aber es ist schon erstaunlich wie sehr man sich mit so etwas verrennen kann. An sich hat es zu lange gedauert bis ich akzeptiert habe, dass der A/P nicht mitspielt und einfach von Hand geflogen bin.
Jetzt zur Technik:
Ich rätsele warum der Modus ALT+GS nicht aktivierbar war. Das "Problem" zu weit unter dem Gleitpfad hat sich ja von alleine gelöst.
Könnte es sein, dass mir das das GNS einen Streich gespielt hat? Für die automatische Umschaltung auf VLOC muss man m.W. vorher durch eine imaginäre "Box" geflogen sein, an der das GNS erkennt wie es umschaltet.
Ich habe immer Angst, dass das nicht funktioniert und schlate immer manuell um - aktuell war definitiv VLOC aktiv.
Mit dem verkürzten Final bin ich mit Sicherheit NICHT durch die Box geflogen.
Hat jemand eine Idee?