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Reise | Chaos an den Flughäfen  
28. Juni 2022 12:48 Uhr: Von Erik N. 

Moin, mal eine Frage in die Runde: woran liegt es ?

Wo ist das Bottleneck ?

  • Die Airlines, die ihre Buchungsdaten nicht ausreichend mit den Flughäfen geteilt haben ?
  • Die Dienstleister, die nicht rechtzeitig vorher gewarnt wurden, dass sie Leute einstellen müssen ?
  • Die (edit) Luftfahrtbehörden, die nicht hinterherkommen mit der Ausstellung der ZÜP für die Security Mitarbeiter ?
  • Oder keiner dieser Gründe ?
  • Oder von allem etwas ?

Das ist ja kein rein deutsches Problem, sondern an vielen Flughäfen in Europa geht es so zu.

28. Juni 2022 12:56 Uhr: Von Wolfgang Lamminger an Erik N.
nach meinem Dafürhalten: von allem etwas. Vor allem aber geht es wohl bei der ZÜP um Mitarbeiter, die im Sicherheitsbereich arbeiten müssen (Flugzeuge beladen, Boarding, etc) und die auf eine ZÜP aktuell wohl bis zu 14 Wochen warten müssen…
28. Juni 2022 13:28 Uhr: Von F. S. an Wolfgang Lamminger

Natürlich versuchen die Flughafenbetreiber gerade, der ZÜP den schwarzen Peter zuzuschieben. Aber das ist unfair.

Nach Allem, was bekannt ist, ist es nicht so, dass es bei der ZÜP irgendwelche besonderen Verzögerungen gäbe. Nur, wenn sich die Flughäfen erst am Freitag überlegen, dass sie hunderte Leute mehr brauchen, dann sind die halt morgen nicht alle gezüpt - zumal sehr viele der potentiellen Mitarbeiter auch nicht (nur) deutsche Staatsangehörigkeiten haben, so dass oft auch ausländische Behörden eingebunden werden müssen, um die Fakten zu bekommen.
Und im Gegensatz zur ZÜP bei Privatpiloten reden wir hier von Menschen in Funktionen, die wirklich Sprengstoff und Waffen an Bord von Linienflugzeugen bringen kötnnen, wenn sie wollen...

28. Juni 2022 13:51 Uhr: Von T. Magin an Erik N. Bewertung: +1.00 [1]
„woran liegt es ?“

Immer und immer wieder am wirtschaftlichen Schweinezyklus und überhasteter Entlassungen in der Krise. Siehe Automobil- und eng verbunden damit der Elektronikindustrie. Siehe Photovoltaik, aber auch „unsere“ Ersatzteilversorgung im Nachbarthread. Siehe Tourismus usw usf. Wer kann denn den Menschen böse sein, dass sie sich während Corona nen neuen Job gesucht haben, da sie am Airport nicht mehr gebraucht wurden? Da sind ZÜP et al doch nur kleine Nebenkriegsschauplätze.
28. Juni 2022 14:20 Uhr: Von Udo R. an Erik N. Bewertung: +3.00 [3]

Jedenfalls ist meine Familie mehr als zufrieden, dass wir einfach einsteigen und losfliegen. Selbst wenn es dann mal länger als 6 Stunden nach Spanien dauern sollte ist es immer noch angenehmer und dazu noch viel bequemer.

28. Juni 2022 14:20 Uhr: Von Rolf A. an T. Magin

für wahrscheinlich halte ich es, dass alle Menschen in der Serviceindustrie von Außerirdischen entführt worden sind ;)

Restaurants, Hotels, Fluglinien, Tanstellen etc., alle finden keine Mitarbeiter. Da fragt man sich, wo sind die denn alle hin und was machen sie heute? Der Umsatz dieser Industrien liegt deutlich unter Vor-C19 Niveau, die Einwohnerzahlen haben sich nicht geändert, die C19 Testcenter stellen Mitarbeiter aus. Da müsste es einen Arbeitnehmerüberhang in diesen Bereichen geben.

50 EUR für denjenigen, der mir die echte Statistik dazu zeigen kann!

28. Juni 2022 15:33 Uhr: Von Friedhelm Stille an Rolf A. Bewertung: +4.00 [4]
Kein echte Staristik, eher Bauchgefühk: Jene (ehemaligen) Beschäftigten aus yem Niedriglohnbeteich haben wohl entdeckt, das dass deutsche Sozialsystem auch ohne geregelte Arbeit ein vergleichbares Einkomnen bieten kann.
28. Juni 2022 15:52 Uhr: Von Holger Kutz an Erik N.
Es ist nicht die Luftaufsicht die die ZÜP bearbeitet.
28. Juni 2022 15:52 Uhr: Von _D_J_PA D. an Rolf A. Bewertung: +1.00 [1]

Aus Die Zeit:

Fragt man Weber, warum die Leute weggelaufen sind und wohin, dann holt er tief Luft und sagt, da müsse er einen in der eigenen Annahme leider enttäuschen. Die Leute seien nicht weggelaufen und auch nicht im großen Stil rausgeworfen worden: »In der CoronaKrise hat es deutlich weniger beendete Arbeitsverhältnisse gegeben als zuvor«, sagt er. Das bestätigen auch Zahlen des IAB, die die ZEIT vorab einsehen durfte. Das IAB untersuchte, wie viele Entlassungen es gab, und verglich das Jahr ab dem ersten CoronaFrühling mit dem Jahr vor Corona.
[...]
Vielleicht hätten wir gar kein Problem, wenn nur weiter eingestellt worden wäre. Webers Argument geht so: Die Gastronomie und andere Branchen mit vielen Ungelernten seien schon immer Umschlagplätze des Arbeitsmarkts gewesen. Mit Corona stellten die von der Krise betroffenen Branchen ihre Aktivität aber weitgehend ein. Es gingen teils weniger Leute als zuvor – aber vor allem kamen keine neuen hinzu. Weber kann das an einer Kurve zeigen: Ab Ende 2019 brechen die Neueinstellungen massiv ein.
[...]
Das heißt, viele derjenigen, die heute so händeringend nach Personal suchen, reagierten damals auf Corona, indem sie nicht mehr einstellten. Jetzt wollen sie das nachholen, finden aber niemanden.
[...]
Das IAB hat noch eine Untersuchung veröffentlicht. Sie zeigt, wohin die Angestellten der Corona-Krisen-Branchen gewechselt sind, am Beispiel des Gastgewerbes in der Region Berlin-Brandenburg. Zu den »pandemiebedingten Ausweichbranchen« gehörten demnach der Einzelhandel, Test- und Impfzentren, ebenso Callcenter. Und eben: Post- und Kurierdienste.

Es ist, als hätten die Figuren auf dem Wimmelbild Deutschland sich verselbständigt und würden auf einmal umherlaufen. Statt der great resignation, der großen Kündigungswelle, sieht man in Deutschland ein verwandtes Phänomen, das amerikanische Wissenschaftler great reshuffle nennen, das große Neuordnen.

Die Neuordnung stellt die Verlierer-Branchen vor Probleme. Gerade weil der Wechsel so abrupt kam. Bei einer Rezession haben Arbeitgeber über Wochen Zeit, sich anzupassen. Bei Corona setzte die Veränderung durch die Lockdowns sofort ein.

Kein Wunder also, dass fast alle Experten davon ausgehen, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis die Nachwirkungen vorbei sind. Zumal sich nun alle um die wenigen verbliebenen Leute reißen.

28. Juni 2022 16:56 Uhr: Von Lui ____ an Friedhelm Stille Bewertung: +3.00 [3]
Ich bin mit nicht sicher ob das richtig ist:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/242062/umfrage/leistungsempfaenger-von-arbeitslosengeld-ii-und-sozialgeld/

Ich kann mir vorstellen, dass es viele EU-Bürger waren, die dann zurück in die Heimat sind und viele freigewordene Stellen dann “mit Deutschen” ausgeglichen wurden im Servicebereich aber einfach eine Lücke entstand die nicht gefüllt wurde…
28. Juni 2022 16:59 Uhr: Von Bernd S. an Rolf A. Bewertung: +1.00 [1]

Wir haben in vielen Branchen stabile Arbeitsplätze, die aber vor Corona eher unsexy ausgeschaut haben. Als die Corona-Politik zuschlug haben sich viele aus Gastronomie und eben auch Luftfahrt verabschiedet und sind auf diese vorher unattraktiv erschienenen Arbeitsplätze, aber eben stabilen, Arbeitsplätze gewechselt. Da hocken sie nun, verdienen teils auch noch mehr als auf den sexy Plätzen, verschnarchen aber im deutschen Zerwaltungsdschungel und werden auch nicht wiederkommen. Dies nur mal aus der Beobachtung meines unmittelbaren nicht repräsentativen Bekanntenkreises.

28. Juni 2022 17:01 Uhr: Von Markus S. an Lui ____ Bewertung: +1.00 [1]

Zumindest was die Lufthansa betrifft, habe ich gehört, hat man in Corna Zeiten massiv Stellen durch frühzeitigen Ruhestand und Abfindung abgebaut. Corona war plötzlich vorbei, es kam der Sommer und die Reiselust. Die Fachkräfte mit ZÜP welche die Arbeit bewältigt haben fehlen jetzt plötzlich. ;-)

29. Juni 2022 12:26 Uhr: Von Guido Frey an Rolf A.
Eine Statistik kann ich nicht liefern, sondern lediglich einen kleinen Datenpunkt:

In München auf dem Vorfeld unterhielt ich mich mit einem Tankwagenfahrer. Er wechsele zum 1. Juli als Dreher zu einem Raumfahrtzulieferer nach Ottobrunn. Dies erspare ihm 40 km Fahrt zur Arbeit (Er wohne in Ottobrunn.) und unregelmäßige Schichtarbeit.

Daraufhin kam ein Ramp Agent hinzu und berichtete, dass viele seiner Kollegen zu Amazon gewechselt wären, da auch dort ein geregeltes Schichtsystem herrsche und in den Hallen dort niemand ständig dem Wetter ausgesetzt sei.

Vom Wechsel in das Sozialsystem habe ich von keiner Seite etwas gehört.

Alles nur meine Froschperspektive…
29. Juni 2022 12:35 Uhr: Von Guido Frey an Erik N.
Das Bottleneck bei den Airlines war das Management:

Als es in den USA wieder bergauf mit der Fliegerei ging, wollte keiner diese Entwicklung auf Europa übertragen.

Es wurde also weiter gekündigt, abgefunden und auf dauerhafte Lohnzugeständnisse gepocht, statt z. B. durch Ausleihungen oder sinnvolle Teilzeitregelungen o. ä. die Personalkosten zu reduzieren ohne das Personal loszuwerden…
29. Juni 2022 12:49 Uhr: Von Erik N. an Guido Frey

Es ist extrem schwer, fast unmöglich, die modernen Buchungssysteme zu verstehen und mit den Flughäfen abzugleichen. Die Flughäfen haben keine Holschuld, die voraussichtliche Belastung heruaszufinden. Es sind ja alles Last Minute Buchungen. Und die Ferien fangen jedes Jahr an unterschiedlichen Tagen an. Das konnte keiner wissen. Dass Corona vorbei ist, war nicht klar. Kündigungen und Personalmangel waren nicht bekannt. Outsourcing ist professionell, man wandelt Personal- in Sachkosten im Sinne der atmenden Organisation.

Das schafft Flexibilität.

29. Juni 2022 13:09 Uhr: Von Achim H. an Erik N. Bewertung: +1.00 [1]

Ich habe nicht den Eindruck, dass die Luftfahrt aktuell eine schlechtere Figur als andere Branchen macht.

29. Juni 2022 13:13 Uhr: Von Charlie_ 22 an Achim H.
So kann man es auch sagen …
29. Juni 2022 13:27 Uhr: Von _D_J_PA D. an Erik N.
"Dass Corona vorbei ist, konnte keiner wissen"

Da ist tatsächlich, was Deutschland betrifft, einiges an Wahrheit dran.
Sieh dir die Panikmacher Lauterbach, Dahmen und Co doch an - was meinst du wie die sich über jeden einzelnen Urlauber ärgern. Die in den letzten Wochen im deutschen TV vorgetragenen Reden haben nun wirklich nicht den Eindruck entstehen lassen, als könne man einigermaßen risikolos das Haus verlassen, geschweige denn an Urlaub denken (wenn selbst im Supermarkt die tödliche Gefahr lauert).

In anderen Ländern hat man derweil im Flugzeug seit einigen Monaten keine Maske mehr auf.
29. Juni 2022 13:36 Uhr: Von Erik N. an Achim H.

Diesen Satz werde ich mir ausschneiden und einrahmen und oben drüber schreiben: "Euphemismus 2022".
Lauterbach und Co sind völlig lost. Ich habe mir auf Vorrat Paxlovid verschreiben lassen, gibt es umsonst vom Steuerzahler, wird aber nicht beworben. Warum, weiss der Kuckuck.

29. Juni 2022 13:58 Uhr: Von Burkhardt Wunsch an Erik N. Bewertung: +2.00 [2]

Na da hoffe ich das dein Flieger - Doc nicht mitliest Zitat:"Entscheidungskriterien für die Anwendung von Paxlovid sind vor allem hohes Alter und das Vorliegen mehrerer Risikofaktoren wie Adipositas, Diabetes, Immundefizienz- oder -suppression, chronische Niereninsuffizienz, Krebs sowie Herz- und Lungenerkrankungen." :-) :-)

29. Juni 2022 14:11 Uhr: Von Alexander Callidus an Achim H.

"Ich habe nicht den Eindruck, dass die Luftfahrt aktuell eine schlechtere Figur als andere Branchen macht."

Nicht daß das Gesundheitswesen eine bessere Figur machen würde, aber daß man das Personal auf alle Fälle halten muß, ist hier jedem Personalchef bitter klar.

29. Juni 2022 14:12 Uhr: Von _D_J_PA D. an Burkhardt Wunsch
Eine gute Maßnahme wäre, die unsägliche Corona Quarantäne abzuschaffen.
Bei uns in der Familie wird seit ein paar Tagen im Garten wieder lustig Fußball gespielt, arbeiten gehen aber noch nicht möglich, weil Test noch positiv anzeigt.
Wie ist das in anderen Ländern? Orientieren die sich an den deutschen Quarantäne Vorschriften? England zb? ;)
29. Juni 2022 14:17 Uhr: Von Achim H. an _D_J_PA D. Bewertung: +12.33 [13]

Ich glaube es war schon immer gefordert und üblich, sich nicht wissentlich mit einer ansteckenden Krankheit unter Menschen zu begeben.

Seit die Verpflichtung der anderen Haushaltsbewohner zur Quarantäne entfallen ist, entspricht die aktuelle Rechtslage doch nur dem allgemeinen menschlichen Anstand. Da den anscheinend nicht jeder hat, gibt es eine explizite Regelung.

29. Juni 2022 14:24 Uhr: Von _D_J_PA D. an Achim H.

Genau das ist der Punkt - wissentlich. Früher wäre man die Tage zu Hause geblieben, an denen es einem schlecht geht, heute bleibt man drei Tage länger zu Hause. Das hat rein gar nichts mit Anstand zu tun.

Und wer diese Vorgehensweise richtig findet, darf sich über nicht funktionierende Prozesse an Flughäfen, in Verwaltung und Co, nicht beschweren.

29. Juni 2022 15:13 Uhr: Von Charlie_ 22 an _D_J_PA D. Bewertung: +2.00 [2]
Die vorgeschriebenen 5 Tage Quarantäne sind moderat.

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/fragen-und-antworten/ansteckung-und-uebertragung/#tab-4250-18

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