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50 Beiträge Seite 1 von 2

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Flugzeugbau | Landescheinwerfer, die wirklich Licht geben/Dämmerung  
8. April 2019 22:50 Uhr: Von Alexander Callidus 

So, eben meine erste Landung SS+20 min, auf einem dunklen StoppelackerGrasplatz. Die Landung war ok, "definiert" oder wie man das nennt, weil ich die letzten 50cm nicht mehr abschätzen konnte.

Abhilfe wäre vielleicht, keinen Abfangbogen zu fliegen, sondern minimal oberhalb des Stalls mit Schleppgas und <100ft/min in den Boden zu fliegen ... das mache ich aber selbst mit meinem Flieger nicht im Dunkeln auf einem kurzen Grasplatz.

Deshalb die Frage; nützen da helle Landescheinwerfer was? Nicht meine Funzel, auch nicht so ein zertifiziertes GA-Relikt der 50er, aber der Wirkungsgrad von LEDs ist ja hoch genug, damit sollte sich doch ein sinnvoller 50W-Scheinwerfer bauen lassen. Gibt's das? Hilft das? Darf auch aus dem Baumarkt sein :-P

8. April 2019 23:45 Uhr: Von Timm H. an Alexander Callidus Bewertung: +2.00 [2]

Gute (!) Scheinwerfer helfen in der Tat! Müssen aber auch korrekt eingestellt sein. Meine Erfahrung: LED ist nur gut wenn teuer (>300$)zB Aero-Led Sun Beam. Man meint oft, LED sei heller, meint aber nur die Lichtfarbe. Die Leuchtweite ist oft sehr überschaubar. Dann lieber ne neue gute Halogen-Birne aus dem Luftfahrtbedarf. HID (zB LoPresti Boom-Beam) ist am Besten, aber auch noch teurer (>1000$).

Ich persönlich würde mir nichts aus dem Baumarkt an den Flieger bauen, was elektronisch ist. Sollte zumindest in irgendeiner Weise „Luftfahrtzugelassen“ sein. Aber das muss jeder selbst entscheiden.

Am besten mal im Vergleich zu Halogen im dunklen testen. Für Nachtflug soll es ja auch tatsächlich die Piste vor dem Flieger ausleuchten. Vielleicht findet sich ja tatsächlich eine günstige Alternative. Vorsicht nur vor möglicher elektr. Störung im Funk (bei LED)!

LED hat den Vorteil, wenig Strom zu ziehen. Habe meinen Scheinwerfer immer an.

9. April 2019 03:45 Uhr: Von ch.ess an Timm H.

Das mit dem falschen Eindruck der LED habe ich auch erfahren.

Eine Mooney am Platz hat auf LED umgestellt - wenn er landet ab Daemmerung sieht er aus wie ein Airbus im Anflug.

Er selber beklagt aber eher weniger zu sehen als vor der Umruestung...

9. April 2019 08:20 Uhr: Von Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu an Alexander Callidus

> So, eben meine erste Landung SS+20 min, auf einem dunklen StoppelackerGrasplatz.

Überlege Dir doch mal die These, dass es "an Dir" liegt! These:

SS+20: Deine Augen sind nicht an echte Dunkelheit adaptiert. Dafür guckst Du zu viel auf den noch nicht wirklich schwarzen Horizont.

Asphalt classic: Du siehst den Mittelstreifen klar, und kannst darüber die Höhe abschätzen

Gras: Du kannst die Struktur des Grases (im Funzellicht ohne hinreichend adaptierte Augen) möglicherweise nicht mehr erkennen, um eine Höhe einzuschätzen.

Falls meine These zutrifft, bleibt natürlich die Frage: "Wie lande ich dann besser bei SS+20 auf Gras?" :-)

9. April 2019 08:31 Uhr: Von Achim H. an Alexander Callidus Bewertung: +1.00 [1]

Ich bin durch ein paar Iterationen von Lande- und Taxischeinwerfern gegangen. Die Unterschiede sind massiv. Bei den LEDs sind die teuren Produkte gut, mein aktueller hat $600 gekostet und ist wirklich gut im Vergleich zum billigeren (Whelen).

Generell halte ich es für nicht einfach, auf einer Piste zu landen, die selbst nicht beleuchtet ist.

9. April 2019 08:35 Uhr: Von Thomas Nadenau an Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu Bewertung: +2.00 [2]

Falls meine These zutrifft, bleibt natürlich die Frage: "Wie lande ich dann besser bei SS+20 auf Gras?"

Eine Möglichkeit wäre, die Klappen nicht, oder zumindest nicht ganz auszufahren und den Flieger mit Schleppgas an den Boden zu fliegen.

Bei vielen Flugzeugen bleibt das Bugrad so "über" dem Hauptfahrwerk und es gelingen butterweiche Landungen. Ich durfte diese Technik ein paar Mal auf Schnee probieren. Da fehlt auch die Referenz.

9. April 2019 08:36 Uhr: Von Andreas Ni an Achim H. Bewertung: +2.00 [2]

Whelen Prometheus Plus: es war schwierig mich zu überzeugen - schlussendlich habe ich sie geordert und der Unterschied ist „voll krass“ :-) Vorher zuckten die Ammeters bedenklich beim Einschalten, nun sieht man keinerlei Bewegung der Zeiger. Whelen gibt übrigens keinen Verbrauch an ... grundsätzlich ist das dann (halbwegs)akzeptabel, wenn man alte 250w-sealed beams rausschmeißt, dennoch hätte ich sehr gern gewusst, wieviel Strom nun noch fließt

9. April 2019 08:48 Uhr: Von Florian S. an Alexander Callidus Bewertung: +1.00 [1]

Ich habe noch nicht so viel durchprobiert wie Achim, finde aber die Whelen-LEDs die ich seit nem halben Jahr habe ein riesen Fortschrit im Vergleich zu den alten „Serien-Funzeln“. Insb. die LED-Taxi-Lights reichen weiter und breiter.

Grasplatz im Dunkeln liegt aber auch damit deutlich ausserhalb meiner persönlichen Comfort-Zone.

9. April 2019 08:57 Uhr: Von Thomas Nadenau an Andreas Ni

dennoch hätte ich sehr gern gewusst, wieviel Strom nun noch fließt

... Zangenamperemeter bei der nächsten Kontrolle? Dazu muss allerdings das Strom führende Kabel zugänglich sein.

9. April 2019 09:06 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Alexander Callidus

Am Airbus haben wir 2 x 1000W Landescheinwerfer plus 1 x 1000W "takeoff light", auf einem unbeleuchteten Platz ohne Markierung würde ich trotzdem höchstens als Helikopter landen wollen.

9. April 2019 09:08 Uhr: Von Reinhard Thormeyer an Florian S.

Ich habe seit Jahren eine TELEDYNE-LED unter der ( Flugzeug...) Nase und bin sehr zufrieden; soweit ich mich erinnere, hat sie 35 Watt, also unerheblich. Sie leuchtet vom Start bis zur Landung,....sehen... und vor allem gesehen werden....

9. April 2019 09:11 Uhr: Von Thomas Nadenau an Flieger Max L.oitfelder Bewertung: +2.00 [2]

Am Airbus haben wir 2 x 1000W Landescheinwerfer plus 1 x 1000W "takeoff light"

Allein die Wattage sagt aber nichts über die Lichtmenge aus. Eine alte Sealed-Beam liegt wahrscheinlich bei guten 12lm/W, eine Halogenlampe bei vielleicht guten 20lm/W. Xenon kommt dann schon auf gute 80, LED, ganz moderne, auf ca. 100lm/W.

Außerdem müssen die Photonen in deinem Airbus einen ganz anderen Weg zurücklegen, als in einer kleinen Cessna, bevor sie an einer sinnvollen Stelle auf den Boden treffen und ihn zum Leuchten bringen.

9. April 2019 09:23 Uhr: Von Timm H. an Andreas Ni
Andreas Ni,
Whelen Prospekt sagt folgendes:
PAR 36: 0,68A
PAR 46: 1,38A
Beides bei 28V
Ich gehe davon aus das dein Flieger (Duke?) die große PAR46 hat, oder? Wegen der 250W...

9. April 2019 09:35 Uhr: Von Andreas Ni an Florian S.

Da ist noch ein ganz anderer, wesentlicher Punkt, Florian: während die Sealed Beam den grössten Teil des Stromes in Wärme verwandelten und die Plexiglas-Lenses schier zum Schmelzen brachten, bleiben die LEDs eisekalt. Das ist auch der einzige Grund, warum in der/meiner Checkliste steht, dass die Landescheinwerfer aus sein müssen, sobald man am Boden ist.

9. April 2019 09:43 Uhr: Von Sebastian G an Alexander Callidus

Nach meiner Erfahrung muss man nachts damit leben den Boden öfter nicht erkennen zu können. Spätestens wenn es bedeckt ist und der Bodenbelag nass ist. Dann schau ich bewusst in die Lichterreihe nach vorne und lande etwas länger mit Restleistung. Ohne Beleuchtung kann man nachts wohl nur bei Vollmond und Trockenheit landen.

Und man sollte auf keinen Fall probieren links aus dem Fenster zu schauen, um irgendwie doch noch krampfhaft etwas vom Boden zu erkennen. Dann kann der Flieger ganz schnell nach links von der Bahn abkommen weil man unbewusst nach links steuert.

9. April 2019 09:50 Uhr: Von Thomas Nadenau an Andreas Ni

bleiben die LEDs eisekalt

Das ist sachlich falsch. Leistungs-LEDs müssen gekühlt werden.

Lediglich das abgestrahlte Licht ist „kalt“, da frei von langwelligen Anteilen.

9. April 2019 09:54 Uhr: Von Timm H. an Sebastian G

Glassy water landing ;-)

9. April 2019 10:03 Uhr: Von Andreas Ni an Thomas Nadenau

Die Rückseite der kompletten Scheinwerfer-Einheit weist tatsächlich angedeutete Kühlrippen auf - ich denke dennoch, dass die abzuführende Wärmemenge im Vergleich zu den GE-irgendwas, die da zuvor vor sich hinbruzzelten, äusserst gering ist.




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9. April 2019 10:05 Uhr: Von Florian S. an Thomas Nadenau

Das ist sachlich falsch. Leistungs-LEDs müssen gekühlt werden.

Auch auf die Gefahr hin, dass es jetzt wieder Off-Topic wird, habt ihr in Wirklichkeit beide recht!

Wenn wir das Gesamt-Leuchtmittel anschauen, dann bleiben LED zwar nicht „Eiskalt“, aber deutlich kälter als konventionelle Lampen:
Für die gleiche Lichtausbeute (= „in Licht abgegebene Leistung“) brauchen real existierende LED-Leuchtmittel nur etwa ein fünftel bis ein viertel der Eingangsleistung. Also z.B. 35W statt 150 Watt.
Jetzt wird aber bei den hier diskutierten Leuchtmitteln ein Teil des Effizienzgewinns in helleres Licht investiert, so dass wir faktisch eher so 50Watt Eingangsleistung haben. Davon werden bei LED-Leuchtmitteln etwa 70% in Wärme umgewandelt (die restlichen 30% Lichtleistung entsprechen so 15Watt, was dann einer 300Watt konventionellen Lampe mit 5% Wirkungsgrad entspricht).
Es muss also eine Wärmeleistung von etwa 35 Watt abgeführt werden, was zwar nicht „eiskalt“ aber auch kein großes Problem ist.

Innerhalb des Leuchtmittels ist das Problem allerdings ein Anderes:
Die aktive Fläche bzw. das aktive Volumen ist bei LEDs deutlich kleiner als bei konventionellen Leuchtmitteln. Die hier entstehende Wärmestromdichte ist daher bei LEDs etwa gleich groß wenn nicht sogar größer als bei konventionellen Leuchtmitteln. Zudem entsteht die meiste Wärme nicht unmittelbar als Strahlung.
Der Wärmetransport von Hochleistungs-LEDs „vom Chip zu Gehäuse“ ist daher deutlich schwieriger.

9. April 2019 10:10 Uhr: Von Achim H. an Andreas Ni

Die Rückseite der kompletten Scheinwerfer-Einheit weist tatsächlich angedeutete Kühlrippen auf - ich denke dennoch, dass die abzuführende Wärmemenge im Vergleich zu den GE-irgendwas, die da zuvor vor sich hinbruzzelten, äusserst gering ist.

Dafür halten die LEDs nur einen sehr geringen Temperaturbereich aus. Die Elektronik regelt bei Erwärmung die Leistung runter, weswegen die meisten Produkte in der Praxis sehr viel weniger hell als auf dem Messestand sind. Insbesondere die Whelen sind m.E. in der Praxis sehr schwach.

Ein weiteres Problem ist, dass die GE sealed bulbs sehr hitzeunempfindlich sind, da aus Glas. In meiner TR182 schmolz die linke LED buchstäblich, da sie zu nah am Abgasrohr montiert ist. War keine billige Erkenntnis.

9. April 2019 10:36 Uhr: Von Thomas Nadenau an Florian S. Bewertung: +2.00 [2]

Es muss also eine Wärmeleistung von etwa 35 Watt abgeführt werden, was zwar nicht „eiskalt“ aber auch kein großes Problem ist.

... um eine Vorstellung von 35W Wärmeleistung zu erfahren, fasse man doch bitte an eine konventionelle 35W Glühlampe.

9. April 2019 12:30 Uhr: Von Thomas Dietrich an Thomas Nadenau Bewertung: +0.33 [1]

Alexis,

google mal "Baja Design LED Combo"

die machen die Nacht zum Tag, zum erschwinglichen Preis, und eine Einrüstung gem CS-STAN geht auch.

9. April 2019 12:59 Uhr: Von Alexis von Croy an Thomas Dietrich

Meinst Du wirklich mich?

9. April 2019 13:48 Uhr: Von Thomas Dietrich an Alexis von Croy Bewertung: +1.00 [1]

Sorry war für Alexander Callidus! Mea Culpa.

9. April 2019 14:17 Uhr: Von Andreas Ni an Timm H.

Hallo Timm, ich sehe eben erst Deinen Post: die 36er .... und Deinen Angaben folgend somit also ganze 19w. Drinnen waren 4596 mit 250w. Deshalb eben nun "eisekalt" :-) Ich habe noch nicht an die neue Birne direkt gefasst, aber zumindest an der "Lens" habe ich keinerlei Erwärmung feststellen können.

Nachtrag (eines Alleswissers, Groß-Ego-Habers, sowie Drachenblut-Schreibers :-) : die 36er Scheinwerfer haben 4 1/2" und die 46er 5 3/4" im Durchmesser - also leider nicht austauschbar


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