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3. August 2019: Von Ernst-Peter Nawothnig an ingo.fuhrmeister@freenet.de fuhrmeister Bewertung: +1.00 [1]

Eine Schnapsidee. Aber zig Millionen schlichte Gemüter in Amerika sind von ihr angetan, also lässt sich das Programm "verkaufen", also wird es gestartet. Bis der überüberübernächste Präsident den Blödsinn stoppt, weil das Geld für Waffen fehlt. Oder so ähnlich. Die Welt hat wirklich andere Sorgen, wenn ein Kilogramm Material zum Mond - nicht zum Mars - zu transportieren aktuell mit 750.000 Dollar kalkuliert wird. Und dann faseln "Fachleute" von Bergbau auf dem Mars!

Es erinnert mich an die Städte auf dem Meeresboden. Die waren in den 1960er Jahren total angesagt und standen kurz vor der Realisierung.

3. August 2019: Von Erik N. an Ernst-Peter Nawothnig Bewertung: +2.00 [2]

Ohne den Weltraum wird es nicht gehen. Natürlicher Lauf der Dinge: Expansion.

3. August 2019: Von Christoph S. an Erik N.

Passend zum Stichwort Expansion empfehle ich die Serie „The Expanse“. Behandelt das Leben in der Zukunft (u.a. im All und auf dem Mars) und setzt ganz gut auf den aktuellen Marsfantasien von Elon Musk und Co auf. Hat bei IMDB 8,4/10 Punkte, wird also auch abseits meiner Meinung für sehr gut befunden... (angeblich ist Jeff Bezos großer Fan und hat dafür gesorgt, dass das nach Staffel 1 zu Amazon Prime kam und dort fortgeführt wird).

4. August 2019: Von Stefan Jaudas an Ernst-Peter Nawothnig Bewertung: +2.67 [3]

Naja, Millionen schlichter Gemüter hier glauben ja dafür, dass sie mit einer alleingermanischen CO2-Steuer das Sozialsystem bedingungslos zukunftsfähig machen und mit einer Respektrente das Klima retten ... oder so ähnlich ...

Da ist ein Marsflug schon wahrscheinlicher.

4. August 2019: Von Ernst-Peter Nawothnig an Stefan Jaudas Bewertung: +1.00 [1]

... da ist ein Marsflug schon wahrscheinlicher ...

Stimmt! Aber wirtschaftlich höchstgradig sinnlos bleibt er trotzdem, egal was man dabei "lernt".

Außerdem ist nicht zu erwarten, dass die Marspiloten zur Erde zurückkommen, schon gar nicht vollzählig. Man lasse sich mal alle Stationen dieser Odyssee hin und zurück auf der Zunge zergehen. Die Fehlerquoten, die nicht Null sein können, multiplzieren sich ja im Gesamtablauf. Ich kann mir keine realistischen Zeitachsen für Entwicklung, Testflüge, Stationsbauten auf dem Mond, Shuttleverkehr zum Mond, Hinflug zum Mars usw. usw. vorstellen. Das soll ohne fatale Pannen klappen? Und über viele Jahrzehnte konstant finanziert werden?

Als erfolgreich abgeschlossenes Projekt mit "Ziel erreicht" schlicht nicht vorstellbar.

4. August 2019: Von Sven Walter an Stefan Jaudas Bewertung: +1.00 [1]

Die Einpreisung externer Kosten ist schlicht sachgerecht und in einem demokratischen Rechtsstaat äußerst sinnvoll, oder kippst du dein Quecksilber auf die Allmende?

Die Frage ist alleine, wie sachgerecht & sinnvoll es ist, in welcher Geschwindigkeit umzumodellieren. Arbeit künstlich teurer zu machen, Erwerbsarbeit sehr hoch zu besteuern, aber Naturverbrauch nicht einzupreisen ist nicht furchtbar clever. Aber bitte mit passablen Übergangsfristen, da hängen wir Jahrzehnte hinterher, und ideologiefrei, ergebnisoffen. Alternativlosigkeitsgefasel ist genauso intellektuell beleidigend wie es dämlich ist, den Sand in den Kopf (Loddar) oder Kopf in den Sand zu stecken. Nüchtern, sachlich, langfristig denkend und planend.

4. August 2019: Von Erik N. an Ernst-Peter Nawothnig

Hauptproblem ist eine für solche Entfernungen immer noch fehlende geeignete Antriebsmethode, sowie die nachhaltige Erzeugung von Schwerkraft, die ohne rotierende Wohnbereiche nicht zur Verfügung steht, und auch dann nicht wie auf der Erde ist.

Ich selbst glaube, dass der Weg zum Mars erst mal über den nachhaltigen Bau von Raumstationen um die Erde, Flüge zum Mond und Abbau von Erzen dort erfolgen wird. Raumschiffe zu bauen, die gross genug sind, um den Weg zu Planeten wie den Mars zu erlauben, wird man einfacher komplett im Weltraum bauen können, als die Materialien von der Erde zu schicken oder gar solche Schiffe von der Erde starten zu lassen.

Ist aber nur my two cent.

4. August 2019: Von Gerald Heinig an Ernst-Peter Nawothnig Bewertung: +2.00 [2]

Eine Schnapsidee. Aber zig Millionen schlichte Gemüter in Amerika sind von ihr angetan,

Schlichte Gemüter gibt's nicht nur in Amerika. Just sayin'.

Aber ich stimme Dir 100% zu, daß es eine Schnapsidee ist. Und das sagt ein ex-Raumfahrtjunkie. Die bemannte Raumfahrt ist m.E. ein Überbleibsel aus dem Pinkelwettbewerb mit der Sowjetunion. Wenn man wirklich das All erforschen will, kann man es in absehbarer Zukunft realistischerweise nur mit Robotern tun.

Meinen jugendlichen Idealismus habe ich im Maschinenbaustudium nach Durchdenken der Vielzahl von Problemen der bemannten Raumfahrt zu 80% abgestreift. Die restlichen 20% hat dann der Professor für Luft- und Raumfahrzeugbau entsorgt, indem er meine Vermutungen bestätigt hat.

Wenn man wirklich an der Erforschung des Weltraums interessiert ist, und keine billionenteure Technik-Soap Opera in Form einer bemannten Marsmission sucht, dann kann man heute schon absolut geniale Fortschritte bestaunen.

Ich kann mich noch an meine Gänsehaut erinnern, als die Huygens-Probe auf Titan gelandet ist und ein paar Stunden später die Bilder auf einer Nasa-Webseite herunterzuladen waren. Ich habe in der Unterhose vor meinem Rechner gesessen und gebetsmühlenartig wiederholt "Hey, wie geil!".

So macht man gescheite Forschung. (Nicht unbedingt nur in der Unterhose sitzend :) )

4. August 2019: Von Mich.ael Brün.ing an Erik N. Bewertung: +1.00 [1]

(nicht direkt an den letzten)

Vorab: Ich bin fasziniert von Raumfahrttechnik und träumte früher auch davon, Astronaut zu werden. Ich liebe Science-Fiction-Filme und würde es gerne sehen, wenn wir zu anderen Planeten in anderen Sonnensystemen fliegen und uns dort mit außerirdischen Zivilisationen zu einer Föderation der Planten verbinden, aber trotzdem....

Was soll eine Reise zum Mars bringen? Was soll überhaupt die (EDIT:) bemannte Raumfahrt außerhalb des Erdorbits bringen?

Bodenschätze?

Es kann mir garantiert keiner vorrechnen, dass das mit allen Entwicklungs- und Transportkosten wirtschaftlicher ist, als auf der Erde zu schürfen oder stattdessen alternative Materialen einzusetzen.

Neuer Lebensraum?

Terraforming auf dem Mars ist nie, nie, niemals günstiger als Terraforming (Umweltschutz!) auf der Erde. Mal abgesehen davon, dass das ohnehin eine Generationenaufgabe wäre für das die Technologien erst noch entwickelt werden müssten.

Vorbereitung auf eine notwendige Expansion ins All?

Im Umkreis von 20 Lichtjahren gibt es ca. 100 Sonnen, wovon nur eine Handvoll mit geringer Wahrscheinlichkeit auch Planeten hat, die nur mit sehr viel Glück (1 zu 10 hoch irgendwas großes) auch in einem biologisch nutzbaren Zustand wären. Macht es also Sinn dorthin aufzubrechen, wenn wir mit den aktuellen Antriebsmöglichkeiten mehrere hundert Jahre dahin unterwegs wären? Vollkommen unabhängig davon, dass unsere Organismen ja eine Marsreise von einem Jahr schon kaum verkraften.

Wir sollten uns lieber um unseren Lebenraum auf der Erde kümmern, als Milliarden in eine Marsexpedition zu investieren, die einzig und alleine dazu dienen würde, dass irgendwer sagen kann: Ja, wir haben es geschafft! Und dann sein Fähnchen in den Boden stecken kann.

4. August 2019: Von Alexis von Croy an Gerald Heinig Bewertung: +1.00 [1]

Ich glaube, Du unterschätzt den Drang des Menschen, seine Umgebung zu erforschen. Ob wir das jetzt, in 50 oder in 1000 Jahren tun – die Menschheit (wenn sie denn überlebt!) wird eines Tages ins All aufbrechen, da bin ich sicher.

Ich würde dieses Thema davon trennen, ob das JETZT oder in naher Zukunft sinnvoll ist.

Mich stören Investitionen in Militär und Kriege deutlich mehr als diejenigen in die bemannte Raumfahrt.

4. August 2019: Von Gerald Heinig an Alexis von Croy

Ich glaube, Du unterschätzt den Drang des Menschen, seine Umgebung zu erforschen. Ob wir das jetzt, in 50 oder in 1000 Jahren tun – die Menschheit (wenn sie denn überlebt!) wird eines Tages ins All aufbrechen, da bin ich sicher.

Ich glaube nicht, daß ich den Forschungsdrang des Menschen unterschätze. Ich stimme Dir zu, daß wir irgendwann mal tatsächlich ernsthaft bemannte Raumfahrt betreiben werden. Aber ich sehe das erst in 50 bis 100 Jahren als wirklich sinnvoll und praktikabel.

Wenn man sich die Entfernungen von selbst "nahen" Sternen realistisch (!) zu Augen führt, dann haben wir derzeit nichts, was ansatzweise technisch geeignet wäre.

Wenn die Leute von 10% Lichtgeschwindigkeit, oder gar 1% Lichtgeschwindigkeit reden, ist das in mittelfristiger Zukunft (50 Jahre) nicht machbar. Ich rede von Raumschiffen, die wirklich fertig entwickelt sind und tatsächlich ein spezifisches Ziel haben, keine Proof-of-Concept Spielzeuge, um zu zeigen, was geht.

Ich würde dieses Thema davon trennen, ob das JETZT oder in naher Zukunft sinnvoll ist.

Auf jeden Fall. Nur ich sage nicht nahe Zukunft, sondern bestenfalls mittelfristige (50), eher langfristige (100+ Jahre) Zukunft. Ich glaube nicht, daß ich (52 Jahre alt) das noch erleben werde.

Mich stören Investitionen in Militär und Kriege deutlich mehr als diejenigen in die bemannte Raumfahrt.

Das ist verständlich, aber es ist leider der Preis den wir zahlen müssen, um Idioten in Schach halten zu können. Ohne Waffen geht's nicht.

Die bemannte Raumfahrt hat sicherlich ihren Platz und Berechtigung, aber seriöse Wissenschaft ist in absehbarer Zukunft unbemannt weitaus billiger und effizienter.

4. August 2019: Von Alexis von Croy an Gerald Heinig

Ja, größtenteils stimme ich Dir zu. Ich habe sogar mal überschlagsmäßig ausgerechnet, dass wir mit heutger Technologie schon mindestens 80.000 Jahre zu unserem Nachbarstern Alpha Centauri zu gelangen ... irgendwie unpraktikabel :-)

Trotzdem glaube ich, dass bemannte Flüge etwa zum Mars ein erster Schritt sein werden.

Ich bin 59 ... und ich jedenfalls spekuliere schon darauf, dass ich die erste Landung auf dem Mars erleben könnte. Könnte aber knapp werden ... :-)

4. August 2019: Von Gerald Heinig an Alexis von Croy

Ja, größtenteils stimme ich Dir zu. Ich habe sogar mal überschlagsmäßig ausgerechnet, dass wir mit heutger Technologie schon mindestens 80.000 Jahre zu unserem Nachbarstern Alpha Centauri zu gelangen ... irgendwie unpraktikabel :-)

Genau. Und da ist ja nix interessantes da (so weit wir wissen...). Bis zum nächsten Stern mit bewohnbarem Planeten ist's nochmal doppelt so weit (Pi mal Daumen). Vergiß es.

Trotzdem glaube ich, dass bemannte Flüge etwa zum Mars ein erster Schritt sein werden.

Das mag sein. Aber ist das sinnvoll? Was kann ein Astronaut herausfinden, was eine KI-unterstützte Probe nicht zum fünfzigstel des Preises herausfinden könnte? Meine These: garnix.

Ich bin 59 ... und ich jedenfalls spekuliere schon darauf, dass ich die erste Landung auf dem Mars erleben könnte. Könnte aber knapp werden ... :-)

So abwegig ist das nicht, Du könntest Recht haben. Aber ob es die Technik und die Menschheit wirklich weiter bringt, halte ich für ausgeschlossen. Eher das Gegenteil: es wird viel Geld für Befriedigung von Emotionen ausgegeben, nicht für das Erlangen von Wissen.

4. August 2019: Von Alexis von Croy an Gerald Heinig

Wahrscheinlich stehe ich total auf diese Emotionen :-) Und, das meine ich jetzt ernst, ist es gar nicht grundleged verkehrt darauf zu setzen. Apollo jedenfalls hat in vielerlei Hinsicht auch zu einem Umdenken - und zu einem größeren Gemeinschaftsgefühl geführt (das PuF-Forum nehme ich mal aus :-))

Rein SACHLICH gesehen, hast Du sicher recht. Aber vielleicht ist das nicht die einzige Ebene ..

4. August 2019: Von Chris _____ an Gerald Heinig

Es gibt ja nicht mal "proof-of-concept-Spielzeuge". Eher überzeugende Argumente für die Nicht-Machbarkeit (erst recht innerhalb eines Menschenlebens).

4. August 2019: Von Gerald Heinig an Alexis von Croy Bewertung: +1.00 [1]

Wahrscheinlich stehe ich total auf diese Emotionen :-) Und, das meine ich jetzt ernst, ist es gar nicht grundleged verkehrt darauf zu setzen. Apollo jedenfalls hat in vielerlei Hinsicht auch zu einem Udenken - und zu einem größeren Gemeinschaftsgefühl geführt (das PuF-Forum nehme ich mal aus :-))

Es ist auf keinen Fall falsch darauf zu setzen, da stimme ich Dir zu. Apollo war schon ein absolut grandioses Meisterstück, keine Frage. Die Theatralik sollte aber nicht zu sehr im Vordergrund stehen, ähnlich wie in der Politik: wir wollen ja schließlich weiterkommen, und nicht nur uns toll fühlen.

Rein SACHLICH gesehen, hast Du sicher recht. Aber vielleicht ist das nicht die einzige Ebene ..

Völlig richtig. Ich war schließlich selbst zunächst nur an der bemannten Raumfahrt interessiert; die unbemannte war langweiliger Bullshit. Die Kids kriegt man eher durch Gemini oder Apollo zur Raumfahrt, nicht durch Mariner oder Voyager. (Nicht daß es nur um Nachwuchsförderung geht, aber Du verstehst schon).

4. August 2019: Von Gerald Heinig an Chris _____

Es gab doch letztens ein Experiment mit Solarsegeln und einem fetten Laser. Habe ich auf der Arbeit gelesen und konnte daher nicht länger reinschauen, aber das klang ziemlich interessant. Ich versuch's mal herauszufischen, vielleicht war's doch nur eine Idee und kein richtiges programm.

Dann gab's doch vor ein paar Jahren (oder immer wieder) Experimente mit Ionentriebwerken, die auch meines (begrenzten) Wissens nach ganz gut funktioniert haben. Übrigens die einzige halbwegs ernst zu nehmende Technik für einen Antrieb: chemische Raketen kannst Du knicken...

[EDIT] Ich glaube, das hier war's: da war aber noch eine Idee mit oben genanntem fetten Laser...

4. August 2019: Von Alexis von Croy an Gerald Heinig

>>> Es ist auf keinen Fall falsch darauf zu setzen, da stimme ich Dir zu. Apollo war schon ein absolut grandioses Meisterstück, keine Frage.

Mich hat Apollo 1969 mit 10 Jahren so infiziert, dass ich das ganze Leben süchtig danach blieb – und schließlich sogar ein Buch über die Thematik geschrieben habe. Immer noch könnte ich mich jeden Tag damit beschäftigen ... und manchmal mache ich es auch.

Natürlich glaube ich auch nicht die Mär von der "Teflonpfanne" als Resultat der Mondlandungen ... aber tatsächlich hat Apollo für einen großen Aufschwung der Computerindustrie geführt (viele führen sogar die Entstehung des Silicon Valley darauf zurück).

Für mich war das wichtigste Ergebnis der Mondflüge, dass Menschen die Erde zum ersten Mal als ganzes Objekt gesehen haben - ein Anfang auf dem langen Weg dahin, den Planeten als unsere zerbrechliche Heimat zu begreufen, die es zu bewahren gilt.

Das "Marble"-Bild von Apollo 10 ist bis heute eine Ikone ... Und der Dokumentarfilm "In the Shadow of the Moon" zeigt auf eindringliche Weise, welchen Impact das auf die Astronauten hatte.

4. August 2019: Von Erik N. an Gerald Heinig Bewertung: +1.00 [1]

De facto fehlen uns Menschen für die nachhaltige Erforschung des Weltalls, sowohl im zunächst interplanetaren Raum, geschweige denn im interstellaren Raum, die nötigen Erkenntnisse auf dem Gebiet der theoretischen Physik.

Herkömmliche Treibstoffe sind für diese Entfernungen ungeeignet, da zu schwer und zu langsam. Ansätze wie Ionenantrieb, EM Drive, Wasserstoffantrieb sind besser, aber immer noch zu langsam und sehr weit entfernt von ihrer Realisierung.

Der LHC hat uns das Higgs Boson gebracht, das war aber Jahre zuvor theoretisch errechnet worden. Seither - Flaute. Ob ein zweiter grösserer LHC uns Erkenntnisse bringen kann, das Standardmodell der Physik zu erweitern, die Relativitätstheorie mit der Quantenphysik in Einklang zu bringen, oder dunkle Energie und Materie zu erklären, ist sehr zweifelhaft. Solange wir Zeit, Raum, Gravitation, Quantengravitation, und andere Dinge nicht fundamental erklären und erzeugen können, werden wir keine interstellaren Reisen unternehmen können.

Es gibt bereits Ansätze - etwa bei der NASA mit dem Alcubierre Drive (kein Witz, ist dort eine Forschungsgruppe), oder bei der NAVY, die gerade etwas wie einen EM Drive patentiert hat (ohne diesen jedoch gebaut zu haben - aber diese sind im Moment alle science fiction.

Klar kann man ein paar Menschen zum Mars schicken. So wie damals bei der Mondmission werden erhebliche Forschungergebnisse dabei herauskommen, die vielen auch auf der Erde helfen.

Aber, wenn ich sehe, wie lange es jeweils dauert, im Vergleich zu den hochtrabenden Voraussagen, würde ich sagen, die Menschen brauchen noch 100 bis 200 Jahre, den Weltraum nachhaltig zu erforschen (und das ist nur der interplanetare Raum, Mond, Mars, Asteroidengürtel...

Falls uns nicht vorher ein paar Idioten am falschen Knopf oder ein Asteorid erledigt.

4. August 2019: Von Mich.ael Brün.ing an Alexis von Croy

Das "Marble-Bild" hat mich zum Googlen gebracht, den Begriff kannte ich vorher noch nicht. Danke für den Hinweis! Es war aber lt. Google Apollo 17.

4. August 2019: Von Alexis von Croy an Mich.ael Brün.ing

Ja, sorry - natürlich Apollo 17! (Es gab schon davor ein paar ähnliche Bilder - aber v.a. dieses eine wurde berühmt).

Ein "Generationenschiff" ist momentan wohl die einzig vorstellbare Technologie, um etwas weiter ins All vorzudringen. Man muss sich mal die Mühe machen die wirklichen Dimensionen des Universums bildhaft zu machen (es gibt dazu einige sehr gute yt-Videos) ... und im Grunde ist es ja fast hoffnungslos. Momentan sind auch die 4.3 Lichtjahre nach Alphe Centauri eine unüberwindbare Entfernung. Und das Zentrum der Milchstraße ist 12.500 Lichtjahre entfernt, die Nachbargalaxie Andromeda 2,2 Millionen Lichtjahre ...

4. August 2019: Von Mich.ael Brün.ing an Alexis von Croy Bewertung: +1.00 [1]

Die Physik dahinter ist ziemlich erschütternd. Man braucht nicht nur ungeheure Mengen an Energie, sowohl für Antrieb, als auch die Lebenserhaltung der Besatzung, man braucht auch eine enorme "Masse zum Wegwerfen". Im All kann man sich nur mit einem Impuls fortbewegen, der von einer entgegen der Schubrichtung beschleunigten Masse kommt - zumindest solange man nicht künstlich Schwerkraft vor dem Schiff erzeugt, welche einen dann wundersam anzieht.

Wenn wir mal davon ausgehen, dass die Lichtgeschwindigkeit eine unüberwindliche Grenze darstellt und danach sieht es leider aus, dann ist es auch mit einer Beschleunigung auf halbe Lichtgeschwindigkeit eine Reise ohne Wiederkehr zu einem der wenigen Sterne in 10 bis 20 Lichtjahren Entfernung. Denn man hätte zum einen eine Gesamtreisezeit von 30 bis 40 Jahren (hin und zurück mit Beschleunigung und Abbremsen) und zum anderen wohl ohnehin nur soviel Energie, um den Trip einmal zu machen und nicht diesselbe Menge nochmal dabei.

Ich frage mich, wer sich auf ein Generationenraumschiff begibt in der Gewissheit, dass der Großteil der Reise in einem komplett leeren Raum stattfindet. Mindestens 20 Jahre keinerlei Abwechslung und auch keinerlei Materie um irgendetwas zu ergänzen. Niemand, der einem helfen kann, wenn irgendetwas nicht stimmt. Und in 20 Jahren können nicht nur viele kleine, sich immer mehr summierende Mängel auftreten, auch Verschleiß wird ein großes Thema sein. Und das Wichtigste: man hat keine Ahnung, was einen am Ziel erwartet. Es könnte einfach eine Sonne mit ein, zwei, drei kalten Gasriesen sein, nicht lebensfreundlicher als Saturn oder Neptun.

Generationsschiffe sind auch keine Lösung!

Die einzige Lösung ist das Trennen des menschlichen Geistes vom biologischen Körper. Nur als 100%ig elektronisch-mechnanische Maschine machen solche Reisen Sinn. In einer kleinen Kapsel ohne Schnickschnack losfliegen, ein bißchen beschleunigen, sich dann abschalten und kurz vor dem Eintreffen zum Abbremsen wieder einschalten. Und wenn es da nicht schön ist, dann kleine Kurskorrektur und wieder 150 Jahre schlafen. Und natürlich haben wir einen DNA-Sequenzer dabei, der dann wieder biologisches Leben erschaffen kann.

4. August 2019: Von Erik N. an Alexis von Croy Bewertung: +1.00 [1]

Es gibt mittlerweile Forschung zuindest ernstzunehmender Institutionen in Richtung für Raumfahrt geeigneter Antriebssysteme:

Forschung bei der NASA in Richtung WARP Drive: https://youtu.be/Wokn7crjBbA

Dazugehöriges white paper: https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=12&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiMm839jerjAhUtx4UKHeoFBLkQFjALegQIARAC&url=https%3A%2F%2Fntrs.nasa.gov%2Farchive%2Fnasa%2Fcasi.ntrs.nasa.gov%2F20110015936.pdf&usg=AOvVaw214vpEClifvcvPQCaBLUTx

Jüngstes Patent der US Navy für ein "inertial mass reduction device": https://patents.google.com/patent/US10144532B2/en

Eines darf man aber generell nicht vergessen:

Wenn interstellare Raumfahrt wirklich möglich ist - warum wurden wir dann nicht längst besucht und erobert ?
Wir wären in dem Spiel ja die Eingeborenen, die "anderen" wären Columbus.

4. August 2019: Von Alexis von Croy an Erik N.

Eine Erklärung: Die technische Entwicklung dauert auch in anderen Teilen des Universums genau so lang.

Eine andere plausible Erklärung: Bei der unvorstellbaren Ausdehnung des Alls in der sich gleichzeitig (eine der Schätzungen von denen ich weiß!) bis zu 80 x so viele Sterne wie Sandkörner auf der Erde befinden - ist es für andere Zivilisationen ebenso schwierig UNS zu finden wie umgekehrt.

Persönlich glaube ich, dass es schon aus Gründen der Wahrscheinlichkeit Millionen anderer Zivilisationen geben müsste (Drake-Gleichung) wir aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nie Kontakt haben können ...

5. August 2019: Von Chris _____ an Erik N. Bewertung: +1.00 [1]

Die Frage ist übrigens als das "Fermi-Paradoxon" bekannt (googelt mal) und ist ein sehr starkes Argument dafür, dass interstellares Reisen wohl tatsächlich nicht möglich ist.

Wir wissen heute, dass wohl praktisch jeder Stern Planeten hat, und wir vermuten, dass es außer den richtigen Elementen (dafür braucht es einen Stern der zweiten Generation, sonst fehlt zB Eisen) und der richtigen Temperatur (flüssiges Wasser) eigentlich nur noch Zeit braucht, um eine Evolution des Lebens zu erzeugen. Es gibt Modellrechnungen, die zeigen, dass das Klima auch bei Planeten, die sehr kleine Sterne (10-100 Jupitermassen) umkreisen, stabil sein kann. Gerade solche Sterne gibt es sehr viele, und sie sind stabil für mehr als 100 Milliarden Jahre, im Gegensatz zu schweren Riesensternen, die nur wenige zig Millionen Jahre leben (zu kurz). Die Evolution des Lebens auf der Erde hat ca. eine Milliarde Jahre gedauert, bis der Mensch entstand.

Wobei intelligente Zivilisationen, auch das eine Annahme, sich und ihre Lebensgrundlage schnell vernichten, so dass sie nur in einem Zeitfenster überhaupt existieren.

Fazit: Einfache (vorsichtige) Abschätzungen es dürfte alleine in unserer Galaxie (Milchstraße) momentan Hunderte, wenn nicht deutlich mehr Zivilisationen auf unserem Niveau geben. Und es gibt 10^11 oder mehr Galaxien alleine im sichtbaren Teil des Universums! (Also ist die Chance groß, wenn man an den Nachthimmel schaut, dass gerade jemand zurückblickt.)

Und trotzdem besucht uns niemand. Dafür gibt es wieder einen Satz möglicher Erklärungen.... meines Erachtens ist die plausibelste, dass insterstellares Reisen tatsächlich unmöglich oder zumindest unpraktikabel ist.


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