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11. Oktober 2014 Jan Brill

Leserflugzeug-Lisa: Lisa Berlin zieht nach Frankfurt


Beide Lisas wieder einsatzbereit – Änderungen im Projekt – Kalender für 2015 offen

Nachdem unsere N9920U bereits am 3. Oktober nach umfangreichen Motorenarbeiten "auf Bewährung" wieder zur Vercharterung freigegeben wurde ist seit heute auch Lisa Frankfurt N26292 wieder im Dienst. Mit genau vier Wochen hat die Firma Röder damit die Shock-Loading-Inspection in Rekordzeit durchgeführt und unterwegs noch ein paar kleinere Schäden behoben.

In den Wochen des Doppel-Groundings unserer beiden Leserflugzeuge hatten wir reichlich Zeit zum Nachdenken. Im Ergebnis gibt es eine wesentliche Änderung im Projekt. Die N9920U wird nicht mehr nach Berlin zurückkehren, sondern wird ab sofort zusätzlich zur N26292 in Egelsbach eingesetzt. Ich möchte an dieser Stelle kurz die Gründe für diese Änderung erläutern.


Nach einem gründlichen Review, vor allem der kleineren Probleme und Problemchen die unsere Kunden mit Lisa Berlin in den letzten zweieinhalb Jahren hatten, sind wir zu der Erkenntnis gelangt, dass es uns nicht gelungen ist in Berlin Strukturen für eine ausreichende Unterstützung der Kunden und eine hinreichende technische Überwachung des Flugzeugs zu schaffen.

Oder um es einfacher auszudrücken: Viele Probleme die wir mit Lisa Berlin erfahren haben und die dieses Flugzeug sehr viel teurer machten (in Form von Wartungskosten und/oder Nutzungsausfall) als die Frankfurter Schwester, traten bei Lisa Frankfurt ganz einfach deshalb nie auf weil:

- der Kunde schnell ins Verlagsbüro gehen und sein Anliegen dort besprechen konnte;
- wir Kleinigkeiten (Öl, Lappen, Putzen) direkt erledigen konnten und diese nicht erst beauftragen mussten;
- wir einfach zu Lisa hingehen und das Problemchen begutachten oder beheben konnten;
- wir direkten und persönlichen Kontakt mit der Werft hielten.

Kurzum: Eine Vercharterung als Fernbeziehung haben wir weder für die Kunden noch in Bezug auf das Flugzeug zufriedenstellend hingekriegt.


Zwei Lisas stehen ab sofort in Egelsbach zur Verfügung. Ein neuer Übersichtskalender gibt auf einen Blick Auskunft wann welches Flugzeug frei ist. Auch technisch wurde der Kalender überholt. Mann kann nun schnell durch das ganze folgende Jahr scrollen. Der Kalender für 2015 ist ab sofort offen.
Ganz ausdrücklich und herzlich bedanken möchte ich mich bei Klaus Jürgen Schwahn und seinem gesamten Team in Schönhagen. EDAZ ist ein unter deutschen Rahmenbedingungen wirklich idealer GA-Platz, an dem die fliegenden Kunden optimal bedient und versorgt werden, und das zu sehr fairen Preisen.

Klaus Jürgen Schwahn hat den Löwenanteil der Checkouts in Berlin flexibel, kompetent und zur vollen Zufriedenheit der Kunden erledigt. Und sein Team hat uns – soweit dies ein Flugplatz kann – immer freundlich und wirksam unterstützt. DANKE!

Schade ist der Abzug von Lisa Berlin auch deshalb, weil gerade die Nutzung in diesem Jahr deutlich angezogen hatte. Ich muss aber klar erkennen, dass nicht jede schöne Idee in der täglichen Praxis auch gut funktioniert. Fern-Vercharterung haben wir jedenfalls nicht hinbekommen.

Wir hoffen sehr, dass unsere Berliner Lisa-Piloten Alternativen finden oder eine von beiden Lisas ab Egelsbach nutzen werden. Checkouts gelten ja sowieso immer für beide Flugzeuge.

Und vielleicht klaut ja jemand der vor Ort sitzt einfach die Idee und macht mit einem günstigen Mogas-Schönwetter-IFR-Viersitzer (genannt: GÜMSIV;-) weiter. Einige Lisa-Kunden, denen wir aufgrund der Motorprobleme absagen mussten, haben gute Erfahrungen mit gaviators.com in Schönhagen gemacht.


Kalender für 2015 offen


Auf Bewährung: Wir fliegen nach den Motorarbeiten an der N9920U knappe 20 Stunden zu unterschiedlichen Terminen mit dem Flugzeug, bis wir sicher sind, dass das Triebwerk keine neuen Späne mehr produziert.
Für unsere Frankfurter Lisa-Piloten ist das natürlich Good-News. Zwei Lisas stehen ab sofort in Egelsbach zur Verfügung. Nachdem Lisa-Frankfurt im letzten Jahr bis zum Prop-Strike praktisch dauer-gebucht war, und sich Kunden z.B. für IFR-Checkflüge schon Halb- und Vierteltage geteilt haben, sind wir gespannt auf die Nutzung beider Flugzeuge im nächsten Jahr.

Damit geht natürlich auch ein Namenswechsel einher, denn beide Leserflugzeuge sind ja nun "Frankfurter". Lisa Frankfurt wird also auf den Namen "Lisa Alpha" hören und unsere ehemalige Lisa Berlin auf den Namen "Lisa Bravo".

Und es gibt weitere gute Nachrichten: Es bleibt 2015 beim günstigen Preis von 129 Euro pro Stunde nass mit Mogas, weshalb wir auch jetzt schon den Kalender für 2015 öffnen konnten.

Der Kalender hat auch eine Überarbeitung erfahren. Es gibt nun einen Übersichtskalender, in dem die Verfügbarkeit beider Flugzeuge mit einem Blick schnell geprüft werden kann und darunter die vertrauten Reservierungskalender jeweils für Lisa Alpha und Lisa Bravo.

Beide Kalender sind jetzt technisch etwas moderner aufgebaut als die Version aus dem Jahr 2009. Durch einfaches Scrollen nach rechts kann man sofort bis zu zehn Monate nach vorne schauen und mit den Pfeiltasten links und rechts auch noch weitere Monate in die Ansicht hinzuladen.
Ein kleines grünes Kästchen im Reservierungskalender zeigt zudem an ob am gewünschten Tag vielleicht noch eine andere Lisa frei ist.


Zum Abschluss wollen wir noch kurz über den aktuellen technischen Stand beider Flugzeuge berichten. In Pilot und Flugzeug Ausgabe 2014/10 hatten wir ja ausführlich über die technischen Hintergründe der Motorprobleme bei Lisa Bravo und den Wechsel weg von CD-Maintenance berichtet, sowie den bisherigen Erkenntnisstand über den Landeunfall von Lisa Alpha und den Stand der Shock-Loading-Inspection zusammengefasst. Seitdem ist folgendes passiert:


Lisa Alpha

Die Shock-Loading-Inspection ist abgeschlossen, die sonstigen Befunde am Motor erledigt. Insgesamt war der Motor in recht gutem Zustand nach über 1.300 Stunden Laufzeit. Aufgrund minimaler Gebrauchsspuren an einem Tappet haben wir eine neue Nockenwelle samt Tappets einrüsten lassen. Außerdem haben wir vorsichtshalber den Anlasser gewechselt, sowie ein paar Kleinigkeiten im Motor erneuern lassen. Sonst war am Triebwerk nach mehr als der halben TBO nix dran, was durchaus auch für den Überholer LOMA spricht.

Sehr zufrieden sind wir mit Röder. Exakt vier Wochen hat die Sache gedauert, inklusive kleinerer Reparaturen an Fahrwerk und Cowling. Den Zeitplan hat Röder damit nicht nur gehalten, sondern sogar leicht unterboten!

Gesamtkosten des Versicherungsschadens: Rund 16.000 Euro. Nicht von der Versicherung getragen werden:

2.000 Euro Selbstbeteiligung
380 Euro Schadensfreiheitsrabatt
1.274 Euro Nutzungsausfall (zurückerstattete bereits gebuchte Lisa-Tage)

Der Pilot lehnt eine wie auch immer geartete finanzielle Beteiligung an diesem Schaden leider ab, da er sich dazu nicht in der Lage sieht, bietet aber eine Gegenleistung in Form von Arbeit an. Wie wir mit diesem Problem nun weiter verfahren, müssen wir genau überlegen.


Lisa Bravo


Filter-Tarot: Ca. alle fünf Stunden zogen wir in der ersten Bewährungsphase den Ölfilter. Hier der letzte Filter vom 2. Oktober. Der Motor hustete noch verbliebene Alu-Späne aus. Diese wurden zum Glück weniger und weniger. Das wichtigste aber: Es ist nur restliches Alu vom aufgeriebenen Piston-Pin-Plug. Kein Stahl (magnetisch). Auch in nächster Zeit werden wir bei Lisa Bravo außerplanmäßig Filter ziehen und den Zustand überwachen.
Unsere N9920U flog nach den umfangreichen Motorarbeiten Ende September (4 neue Zylinder, ein gerichteter Pleuel) erstmal auf Bewährung. Wir nutzten das Flugzeug knappe 20 Stunden selber für Flüge zu geschäftlichen Terminen, flogen dabei mehrmals über die Alpen und auch reichlich IFR. Dabei zogen wir ca. alle fünf Stunden den Ölfilter.

Neue Späne haben sich nicht gezeigt, es dauerte aber eine Weile bis sich Lisa der schwer-verdaulichen Reste des Aluminium Piston-Pin-Plugs entledigt hatte. Am 2. Oktober waren wir nach dem vierten Filter soweit zufrieden, dass wir das Flugzeug in Absprache mit FAA-Prüfer Mike Wacker auch wieder zur Vercharterung freigaben.

Dass Lisa Bravo jetzt in Egelsbach stationiert ist hilft uns bei der weiteren Überwachung des Triebwerks natürlich ganz enorm. Denn ausgestanden ist das Thema noch nicht. Eine Weile lang werden wir noch außerhalb der regulären Inspektions-Intervalle Filter ziehen und hoffen ...

Dabei ist durchaus zu erwarten noch Reste von Aluminium vorzufinden. Das Auftauchen magnetischer (Stahl-) Späne wäre aber ein sicheres Anzeichen für weitere Motorschäden, was dann doch die Rücksendung des "Texas-Motors" an den Überholbetrieb erforderlich machen würde.

Wichtig für Lisa Bravo ist: Das Triebwerk ist aufgrund der neuen Zylinder wieder in der Einlauf-Phase. Bedeutet: Möglichst hohe Leistung (75%) setzten und nur unlegiertes Öl für die nächsten Stunden einfüllen.


Fazit


Familienausflug nach Graz in der Probezeit nach den Triebwerksarbeiten an der N9920U. Ein günstiger Mogas Viersitzer, der voll IFR-zugelassen ist und mit dem man zu günstigen und transparenten Preisen ganz Europa bereisen kann, ist aus unserer Sicht eine notwendige Gegenthese zu einer Entwicklung, die mehr und mehr dazu führt, dass wir uns selber aus der GA auspreisen. IFR-Fliegen im Glascockpit fängt nicht bei Cirrus, Malibu oder C210 an. Auch für 129 Euro pro Stunde kann man entspannt kreuz und quer durch Europa reisen.
Einen doppelten Ausfall beider Leserflugzeuge in einem Monat bei weiterlaufenden Fixkosten und sofort anfallenden Reparaturkosten für beide Maschinen brauchen wir sobald nicht mehr. Vor allem auch nicht finanziell.

Zum Glück geht wenigstens Max im Moment ohne Probleme im Rahmen der ausverkauften Karibik-Flüge arbeiten.

Wir wollen das Projekt jedoch nicht einstampfen, müssen es aber so modifizieren, dass wir den erforderlichen Kundenkontakt halten und das Flugzeug technisch besser überwachen können. Daher haben wir beide Flugzeuge in Egelsbach zusammengezogen. Eine Lisa "away from home" möchten wir für die Zukunft nicht komplett ausschließen, müssen aber andere Verfahren schaffen und brauchen in jedem Fall einen Adoptiv-Papa für das Flugzeug vor Ort.

Ein günstiger Mogas-Schönwetter-IFR-Viersitzer (GÜMSIV), mit dem man zudem auch noch zu erträglichen und transparenten Kosten ohne Mindestcharter oder andere Sonderregeln wochenlang quer durch Europa auf Tour gehen kann, ist für viele Piloten nicht nur eine, sondern die Möglichkeit den eigenen Traum vom Fliegen zu verwirklichen. Das hören wir von den Lisa-Piloten immer wieder.

Und gerade in Zeiten des vereinfachten IFRs ist ein Glascockpit-Flugzeug auf dem man für 129 Euro pro Stunde IFR schulen, üben und auch Prüfung machen kann sicher nicht uninteressant.


Wir wünschen allen unseren Lisa-Piloten weiterhin viel Spass und sichere Flüge mit den Leserflugzeugen. Und bitte daran denken:

Bugrad bei der Landung wenigstens ein bisschen hoch halten!
Und wenn das Flugzeug springt: Gas rein!


Bei einer 172er verbiegt man bei zu hartem Aufsetzen auf dem Bugrad den Spant. Bei einer Grumman gibt der Bugrad-Arm einfach weiter nach und man verbiegt den Propeller. There is no free lunch!


Bewertung: +6.00 [6]  
 
 




11. Oktober 2014: Von Friedhelm Stille an Jan Brill
Gute Nachrichten für die Piloten aus der Rhein Main Region.

Frage:Ist die Bravo auch in der Halle 15 auf dem Drehteller untergebracht?
Die Utensilien im Spint sind auch für die Bravo nutzbar?

Lassen sich bestehende Buchungen im Tool bzgl. des verwendeten Flugzeugs ändern?

Gruss

Friedhelm Stille
11. Oktober 2014: Von Carmine B. an Jan Brill
Hallo Jan,

das ist natürlich für mich als LISAS Berlin Lover sehr schade, ich kann die Entscheidung jedoch nachvollziehen. Leider ist Egelsbach für mich definitiv zu weit entfernt, so dass LISA für mich damit nicht mehr in Frage kommt.
Trotzdem vielen Dank für die vielen schönen Stunden, die ich LISA nutzen durfte und viel Erfolg weiterhin mit dem Projekt.

Gruß,
Carmine
11. Oktober 2014: Von Jan Brill an Friedhelm Stille
Frage:Ist die Bravo auch in der Halle 15 auf dem Drehteller untergebracht?

Ja. Beide Flugzeuge stehen in der selben Halle.


Die Utensilien im Spint sind auch für die Bravo nutzbar?

Ja.


Lassen sich bestehende Buchungen im Tool bzgl. des verwendeten Flugzeugs ändern?

Nicht automatisch im Webshop, aber wenn das gewünscht wird einfach im Verlagsbüro anrufen, dann ändern wir die Reservierung im System um.


viele Grüße
Jan Brill
11. Oktober 2014: Von Roland Schmidt an Jan Brill Bewertung: +4.00 [4]

Der Pilot lehnt eine wie auch immer geartete finanzielle Beteiligung an diesem Schaden leider ab, da er sich dazu nicht in der Lage sieht

Das finde ich immer wieder erstaunlich (immer wieder, weil wir solche Kandidaten leider auch im Verein haben). Man fliegt und müsste (sollte) sich des Risikos und der Kosten eigentlich bewusst sein. Wenn dann die Abrechnung kommt heißt es "sorry, aber die Kohle habe ich leider nicht". Wenn wenigstens Raten angeboten (und gezahlt) würden (z. B. in der Höhe, die man auch an Charterkosten gehabt hätte), könnte man zumindest einen ZahlungsWILLEN erkennen.

Da das auf dem Rücken aller anderen LISA-Charterer stattfindet, fällt mir bei der kompletten Ablehnung der Kostenübernahme dafür nur ein Wort ein: asozial.

Umso mehr: super, dass ihr euch das (trotzdem) antut und vielen damit eine günstige Möglichkeit bietet, sogar nach IFR in die Luft zu kommen.

11. Oktober 2014: Von Michael Münch an Roland Schmidt Bewertung: +4.00 [4]
Ja, das ist super: da fliegt einer das Flugzeug kaputt aufgrund - naja lassen wir das lieber - und dann hat er angeblich nicht mal die 2.000,- Selbstbehalt... sorry: warum unterschreibt er dann den Chartervertrag. Die Leute werden ja wirklich immer unzurechnungsfähiger. Unterschreiben Verträge die sie nicht einhalten können/wollen, fliegen in der Gegend herum und schrotten Flugzeuge aufgrund eigener Inkompetenz und sind dann nicht mal bereit und/oder in der Lage die Konsequenzen zu tragen?!

Ehrlich: wer keine 2 TEUR Selbstbehalt zahlen kann, sollte lieber häkeln oder wandern gehen - aber nicht fliegen! Auch wenn das jetzt arrogant klingt; ist mir egal. Das war schon im Verein früher so: die Vereinsmaschine mit durchgebremsten Reifen klammheimlich wieder in die Halle stellen und hoffen, dass der nächste dann den Ärger abbekommt. Einfach nur ätzend, so ein Verhalten.

Aus Prinzip sollte solchen Leuten mit der vollen juristischen Härte begegnet werden, damit sie endlich mal lernen, was es heißt ein Wort zu geben und einen Vertrag zu unterschreiben. Die Verfahrenskosten trägt er ja dann sowieso und die sind schnell viel höher als der Selbstbehalt. Der Schadensverursacher sollte mit allen Mitteln zur Rechenschaft gezogen werden, alles andere wäre inakzeptabel!!!!
11. Oktober 2014: Von Thore L. an Roland Schmidt
>> Da das auf dem Rücken aller anderen LISA-Charterer stattfindet, fällt mir bei der kompletten Ablehnung der Kostenübernahme dafür nur ein Wort ein: asozial.

Immerhin bietet er Arbeitseinsatz als Kompensation an. Weiss ja nicht, was er kann und was PuF braucht, aber mit 412 Stunden (3500 / Mindestlohn) kann man ja evtl. schon was anfangen...
11. Oktober 2014: Von Achim H. an Thore L.
Ich hatte in meinem Charterkreis auch so den ein oder anderen, bei dem mir um den Selbstbehalt der Versicherung bange war. Ich kann es Menschen mit wenig Geld nicht verübeln, wenn sie auch ab und zu mal fliegen wollen. Glücklicherweise hat dann der, der mein Flugzeug zerdeppert hat, einigermaßen anständig gezahlt.

Ich kann nur jeden bewundern der günstig verchartert. Man hat Ärger ohne Ende und man bekommt noch Undank dafür. Die bei denen ich die Flüge am meisten subventioniert habe (zu blöd für den roten Hebel und immer Vollbremsung machen) haben mir noch vorgehalten, dass ich mich bereichern würde. Aus und vorbei.
11. Oktober 2014: Von Daniel Krippner an Michael Münch
Wusste gar nicht dass so etwas verhandelbar ist, wenn man einen Vertrag unterschrieben hat - man lebt und lernt.

Würde auch gerne mal eine Grumman fliegen, aber Egelsbach ist so weit weg...
11. Oktober 2014: Von Roland Schmidt an Thore L.
Okay Thore, es ist (moralisch) besser als nichts. Aber wahrscheinlich bringt es dem Vercharterer auch de facto nichts. Warum sollte das hier anders sein, als bei allen anderen Vercharterern auch? Bei denen wirst du auch kaum mit Arbeitsstunden ankommen können und hättest wahrscheinlich sofort ein Anwaltsschreiben im Briefkasten mit einer Zahlungsaufforderung, wenn du keinerlei Zahlungswillen an den Tag legst, und so hatte es Jan ja geschrieben. Selbst in einem Verein läuft es so, dass ich die Kosten über Versicherung hinaus tragen muss, punkt.

Ich verstehe es ebenfalls nicht, wie Leute so einen (oder irgendeinen anderen) Vertrag eingehen, wenn sie wissen, dass sie ihn nicht erfüllen können. Das ist einfach nur total enttäuschend und ärgerlich.

11. Oktober 2014: Von Sebastian Grimm an Jan Brill
Hallo Herr Brill,

durchaus nachvollziehbare Entscheidung, und tolle Initiative generell!

Ich habe allerdings bisher meinen Checkout nicht gemacht weil 1. selten Termin auf Lisa EDFE frei sind, das sollte sich nun ändern, und 2. mit meiner EU (JAR) Lizenz das Flugzeug nur innerhalb deutscher Landesgrenzen nutzbar ist.

Wäre es nicht eine Idee eine der beiden auf Echo, Golf oder was auch immer (OE?) umzuflaggen um EU Piloten die Nutzung europaweit zu ermöglichen und zum zweiten das Experiment EU-reg. vs. N-reg. zu starten?

Weiterhin wäre es vielleicht eine gute Idee, wie es bereits in Vereinen Usus ist, den Stundenpreis, oder die Tagespauschale um 1-2€ zu erhöhen, und eine Bruchkasse aufzubauen, die solidarisch für alle Piloten den Selbstbehalt in Schadensfällen erst einmal zu decken (ob der Pilot sich dann entsprechend beteiligt oder nicht kann man dann sehen)...Das zumindest reduziert das finanzielle Risiko und immerhin würde sich so vielleicht der ein oder andere öfter trauen ins "Abenteuer Motorflug" einzusteigen. Im Grunde ist es ja Luftsport der durch Mitglieder und Aktive lebt. Ich persönlich bin immer dafür mehr Menschen die Möglichkeit zu öffnen Luftsport zu betreiben und dieser kleine Beitrag wäre mir persönlich egal - leider gibt es aber immer und überall Piloten die sich selbst am nächsten sind und so etwas schamlos ausnutzen - schade! Dennoch , der Glaube an das Gute im Menschen sollte erhalten bleiben...

Ich werde dennoch gerne meinen Checkout demnächst vornehmen.

Viele Grüße
11. Oktober 2014: Von Alexander Köthe an Jan Brill Bewertung: +1.00 [1]
Guten Abend zusammen,

also ich kann die Argumentation für den Standortwechsel auch verstehen, aber ganz so einwandfrei finde ich die Tatsache, dass Lisa Berlin ab sofort nach Egelsbach geht, nicht. Berücksichtigt man die Kosten für den Checkout (über 130 Euro plus die Gebühr für den Fluglehrer) und den Fakt, dass dieser für ein Jahr gelten sollte, um günstig in und um Berlin fliegen zu können, ist es den Piloten unfair gegenüber, deren Check out nicht mal drei Monate her ist (ja ich gehöre dazu). Es rechnet sich leider nicht nach Egelsbach zu fahren. Sicher, weil hier alle auf Vertrag usw. pochen, gab es keine Garantie für Schönhagen, aber eine Übergangszeit wäre fair gewesen. So muss ich sagen, dass ich ganz schön enttäuscht bin.

Trotzdem schönes Projekt und viel Spaß den Egelsbacher Piloten.
11. Oktober 2014: Von Wolff E. an Alexander Köthe Bewertung: +2.00 [2]
Es ist immer einfach sich über was zu beschweren (pilotencheckout) da es nichts kostet. Wenn man als Halter dann die Reparaturrechnungen sieht und dann sowas liest, denkt man anders. Und es ist ja nicht so, das man für den check nichts bekam.es wurde geflogen und eingewiesen. Das war Flugzeit und nicht nur eine "Eintrittsgebuehr". Kauft und unterhaltet mal Flugzeug selber und verchartert es. Dann reden wir weiter...
Ich kann die Enttäuschung verstehen. Noch besser kann ich das Resume verstehen: Es geht einfach nicht, ohne vor Ort zu sein.

Allerdings hat Jan Brill das Projekt quasi als "Open-Source-Projekt" geführt: Von den Gründen, warum die Grumman, über alle Kosten und über die Auslastung. Und immer wieder die Hoffnung ausgedrückt, für das Projekt "CopyCats" zu finden, die anderswo ihre Lisas aufmachen.

Ich vermute, wenn *irgendjemand* jetzt aufstehen würde und sagen würde, "ich versuche zumindest eine Haltergemeinschaft in Berlin aufzumachen", würde ein entsprechender Thread im Forum als nicht "geschäftsschädigend" gelöscht werden, sondern Jan Brill sich eher freuen, Enttäuschte aktiv auf diese Optionen hinzuweisen.
12. Oktober 2014: Von reiner jäger an Michael Münch Bewertung: +1.00 [1]
Die Verfahrenskosten trägt er, ja, aber wenn bei dem nichts zu holen ist, dann bleibt der Kläger auch auf denen sitzen.
Allerdings bezweifele ich, daß das im Endeffekt so ist. Solche billigen Figuren wollen sich in der Regel nur drücken, weil es ja sonst den Urlaub oder die Kosten für die Zigaretten kosten würde. Dann doch lieber mal andere dafür bluten lassen........
Allerdings hat der Kerl ja einen Vertrag unterschrieben. Die Selbstbehaltkosten stehen da drin. Wenn der also was unterschreibt was er nicht erfüllen kann, dann hat er ganz klar Eingehungsbetrug begangen. Strafrechtlich relevant. Die Strafanzeige kostet nichts, also Risiko bei dem. Wenn, dann ist auch dem seine ZÜP gefährdet. Wäre ein Sinn der ZÜP die Welt vor solchen Kotzbrocken zu schützen.
Hat bei mir bisher 2 mal Funktioniert den Schuldnern die drohende Vorstrafe unter die Nase zu reiben. Dann auf einmal konnten sie zahlen.
12. Oktober 2014: Von Jan Brill an Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu Bewertung: +2.00 [2]
@ Georg

Ich vermute, wenn *irgendjemand* jetzt aufstehen würde und sagen würde, "ich versuche zumindest eine Haltergemeinschaft in Berlin aufzumachen", würde ein entsprechender Thread im Forum als nicht "geschäftsschädigend" gelöscht werden, sondern Jan Brill sich eher freuen, Enttäuschte aktiv auf diese Optionen hinzuweisen.

Ja genau. Die zwei- bis viertausend im Jahr, die bei Lisa hängen bleiben (ohne die eigene Arbeitsleistung anzusetzen!!), sind sicher kein Grund die Hand d'rauf zu halten.

Es gibt viele Möglichkeiten günstig IFR zu fliegen. Wir haben eine davon vorgestellt und praktizieren Sie seit 2009. Wenn jemand 50-60k hat und eine Lisa (AA5A) kaufen, aufbauen und in EDAZ oder sonstwo vor allem betreuen möchte, würde ich mich riesig freuen, diese sozusagen als Franchise in unser Angebot (Reservierungssystem, Tracker, Werbung etc.) aufzunehmen. Im Ernst! Die groben Rahmenbedingungen würde ich mir so vorstellen:

- Commitment: mind. ein Jahr

- Full IFR mit zweiachs A/P und zumindest ähnlicher Avionik (damit kein neuer Checkout erforderlich wird)

- Gleicher Preis aber getrenntes Risiko: Wir machen die Abrechnung, Gewinn oder Verlust verbleiben jedoch beim "Franchise Partner", der auch alle Maintenance-Entscheidungen als wirtschaftlich Verantwortlicher für den Betrieb treffen muss.

- Registrierung egal

- Keine "Vorzugs-Kunden". Wer den Flieger gebucht hat wird nicht rausgekickt, außer aus technischen Gründen oder wenn das Projekt beendet wird.

- Lisa-Pooling: Wenn eine Lisa ausfällt und das Franchise-Flugzeug verfügbar ist, muss sie einspringen. Kosten für Transfer trägt die Location mit der ausgefallenen Lisa. Tagespauschale und Chartergebühr werden natürlich der Ersatz-Lisa gutgeschrieben.

- Ausreichend Fis und/oder CFIs vor Ort vorhanden.


Für den Aufbau und die Konfiguration des Flugzeugs stehen wir natürlich gerne mit Rat zur Verfügung. Die Details muss man zusammen ausarbeiten, aber das wäre sozusagen unser "Term-Sheet" für ein Franchise.


Also. Welcher Flieger/Unternehmer/Betrieb hat Lust?


Ist natürlich nur eine Möglichkeit von vielen... eine selbständige HG wäre ja auch schonmal was...


viele Grüße
Jan Brill
12. Oktober 2014: Von Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu an Jan Brill
So ein Commitment habe ich mir erhofft!

Ich hätte mir bei der Frage "Eigenes Flugzeug oder Chartern?" eine "West-Lisa" gewünscht und wünsche mir nach wie vor eine, um eine Light-IFR-Option zu haben, denn meine DA40 will ich nicht aufrüsten.

Ich kann mir den finanziellen Teil einer "West-Lisa" (im Dreieck Dinslaken, Essen und Mönchengladbach) gut vorstellen, kann aber den FI-Anteil nicht abdecken und habe keine Erfahrung mit den älteren Schätzchen, womit ich fliegerisch und technisch nicht in Frage komme, sondern "nur" den finanziellen (Invest- und Risiko)-Teil schultern kann.
13. Oktober 2014: Von Christian R. an Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu

Shit....haben wir denn kein "Personenkonsortium", welches die notwendigen Eigenschaften abdeckt? Und dann noch für EDMA für einen kleinen Charterkreis, der das gute Stück auch wie sein eigenes behandelt und nicht nur runterrotzt?

Mir fehlen leider die finanziellen Rahmenbedingungen wie auch eine FI-Lizenz. Technische Schulungen und "Obacht geben auf.... ", das kann ich machen. BWL´ler bin ebenso.

13. Oktober 2014: Von Dr. Peter Oltmann an Jan Brill

Hallo zusammen,

würde zu gerne mal wieder eine Tiger fliegen; leider ist Egelsbach zu weit weg.

Wir hatten früher eine AG5B im Verein. Wirklich ein tolles Flugzeug.

Leider wurde sie geschrottet mit tödlichem Ausgang.

Allen Piloten guten Flug.

lg

13. Oktober 2014: Von Heiko L. an Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu
Als Kunde einer Lisa Berlin (und ggf als CRI) stehe ich gerne zur Verfügung. Wäre schön, wenn es wieder so ein Angebot gäbe. Hatte mich schon darauf gefreut.

Die Gründe der Entscheidung, Lisa Bravo "nach Hause" zu holen, kann ich nach sechsjähriger Erfahrung als Motorflugreferent in einem Verein allerdings gut nachvollziehen.
13. Oktober 2014: Von Ronald Pauliks an Jan Brill Bewertung: +1.00 [1]
Ich hatte vor einiger Zeit die Einweisung auf LISA gemacht. Meine Ziele in Polen konnte ich leider mit LISA nicht erreichen, da mir bisher die US-Validierung fehlte. Vor ein paar Tagen war nun endlich die amerikanische Lizenz im Briefkasten - und nun die Nachricht, daß Lisa nach Frankfurt kommt.

Schade, denn ich wäre nun ein Kanidat für die Auslastung von LISA-Berlin gewesen. So muß ich dann wohl weiterhin woanders chartern...

Kleiner Tipp für alle anderen LISA-Berlin-Piloten. Der HFC Berlin könnte vielleicht auch für andere eine kostengünstige Alternative in Schönhagen sein. ;-)

Happy Landings, Ronald
13. Oktober 2014: Von Johannes Mülmenstädt an Jan Brill
Die Nische, die Lisa für mich gefüllt hat, ist:
  • IFR
  • N-reg
  • < 1 h Entfernung von Berlin oder Leipzig

und war darin wohl einzigartig (oder kennt jemand jemanden, der so ein Flugzeug verchartert?)

Jetzt, wo ich den ersten Schmerz über den Lisa-Verlust überwunden habe, wüßte ich gerne mal, zu wievielt wir im Berliner Raum in diesem Boot sitzen. In eine Haltergemeinschaft für ein Lisa-ähnliches Flugzeug (oder meinetwegen auch eins mit RG oder CS-Prop) einzutreten oder eine mitzubegründen würde mich schon reizen. Muß natürlich gut überdacht sein -- aber wer von euch könnte sich denn vorstellen, da mitzumachen?

Auf jeden Fall vielen Dank an Jan Brill, daß wir in den Genuß von Lisa Berlin gekommen sind und daß er bereit ist, eine Nachfolgerin zu unterstützen.

13. Oktober 2014: Von Eustach Rundl an Jan Brill

Jan, ich könnte mir vorstellen so ein PRojekt in EDBF auf die Beine zu stellen! Verwaltung könnte ich sogar von Ffm aus orgnisieren, Werft wäre in Kyritz, Kundschaft ist genug da. 5Schultern a 15 Mille müssten doch zusammenfinden... Die Sache hat schon REiz ( zumal für Piloten bei denen die nächsten Jahre eine Pensionierung ;-) ins Haus steht...) Grosse Vermögen sind damit nicht zu verdienen, aber wenn die eigene Fliegerei damit bezahlt würder: gut!

13. Oktober 2014: Von Wolff E. an Eustach Rundl
@Hubert: Verwaltung könnte ich sogar von Ffm aus orgnisieren...

Genau das klappt leider in der regel nicht. Es muss vor Ort ein fester Ansprechpartner sein.
13. Oktober 2014: Von Eustach Rundl an Wolff E.

Wäre vorhanden. Bin mit der PErson seit 1977 in privilegierter Partnerschaft, seit 1987 im Ehevertrag, zusammen. ;-))) Meine Frau managt ganz andere Sachen...


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