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Avionik | Ab wann ist in-flight weather sinnvoll?  
2. März 2021 14:19 Uhr: Von Udo Rauch  Bewertung: +1.00 [1]

Jetzt habe ich auch mal wieder eine Frage, die mich umtreibt. Man kann sich ja alles wünschen, aber für mich muss es auch den Aufwand rechtfertigen. daher hätte ich gerne eine Einschätzung, falls mir da jemand weiterhelfen mag.

Am Boden habe ich alle aktuellen Wetterdaten vorhanden und kann mir auf's Tablet per LTE die Daten noch einen Moment lang übertragen lassen, zumindest mal bis ich in der Luft bin. Die Daten sind also im Abflug aktuell, und bieten eine einigermaßen brauchbare Vorhersage für die nächsten ein bis zwei Stunden - oder nicht? Die letzten 25 Jahre habe ich so meine Flugvorbereitung gemacht und bin damit quer und kreuz durch Europa geflogen, allerdings alles VFR. Das ändert sich jetzt.

Ab welcher Flugzeit, oder wovon kann man es abhängig machen, dass man über einen in-flight Empfänger nachdenken sollte? Kann man sagen z.B.: ab 2h erwartbar in IMC oder ab 4h Flugzeit sollte man einen Wetterempfänger an Bord haben? Ich habe eigentlich vor, dem Wetter soweit es geht auszuweichen; Aber wenn mal mitten auf dem Weg CBs aufbauen UND man vorher in IMC fliegen muss, man also nichts sieht, kann man auch nicht mehr ausweichen, soweit klar.

Preislich sind die Golze Empfänger ja nicht mehr das Problem - zumal wenn man Trip Kits nimmt, das ist ja im Gebrauch dann praktisch vernachlässigbar günstig, wenn ich die Preispolitik richtig verstehe. Aber es ist wieder ein Gerät mehr im Cockpit, was integriert werden muss. Ich mag es simpel, wenn es geht.(Gibt es eigentlich Alternativen zu den Empfängern von Golze?)

Einen der größten Vorteile am in-flight Wetter sehe ich darin, dass ggf. eine höhere Situational Awareness im Cockpit ist, dass ich z.B. vor dem Approach bereits sehen kann, wie das Wetter am Alternate ist, wenn mal die Minima knapp sind.

Ich plane Strecken zwischen 700-1000nm.

Hat jemand einen Rat?

Grüße, Udo

P.S. Habe gerade gesehen, dass es darum am Rande auch in der neuen PuF geht. Muss ich mal reinschauen.

2. März 2021 15:36 Uhr: Von Dominic L_________ an Udo Rauch Bewertung: +1.00 [1]

Man kann sich von Garmin das GSR56 holen. Das kostet monatlich das Doppelte, dafür kann man damit auch telefonieren. Dann hat man eine integrierte Lösung im GTN750 oder so. Allerdings hat man meines Wissens dann keinen "Trend" in Form von aufeinander folgenden Bildern.

Ich nehme mal an, die Aktualität der Bilder ist ähnlich - so in etwa eine Viertelstunde alt.

Inwiefern man sich damit dann näher an Wetter rantraut, muss wohl jeder selber wissen. Ein Wetterradar ersetzt es nicht, alleridngs denke ich, in zwei Stunden kann je nach Wetterlage durchaus etwas mehr oder weniger aus dem Nicht auf der Strecke auftauchen. Das kann man dann immerhin sehen. Näheres muss ich aber selber noch testen.

2. März 2021 15:45 Uhr: Von Joachim P. an Udo Rauch Bewertung: +3.00 [3]

Ich würde es nicht von der Flugzeit abhängig machen, sondern vom Vorhandensein von Eis oder Gewitter. Über den Aufwand würde ich nicht nachdenken, ein Golze Empfänger kostet nur 2 Flugstunden. Bei den von dir genannten Legs würde ich gar maximal eine Sekunde über die Anschaffung nachdenken. ;)

Und wenn du dann durch eine Kaltfront fliegst und die 15 Minuten Aktualisierungsintervall sich wie Jahre anfühlen, stellst du dir dieselbe Nutzen-Aufwandsfrage nichtmehr für die Golze-Box, sondern für einen Flieger mit Wetterradar.. Wobei ich denke, dass Golze-Wetter und Bordradar nicht Alternativen sind, sondern zwei Systeme, die sich gegenseitig ergänzen (strategisch und taktisch).

2. März 2021 15:47 Uhr: Von T. Magin an Udo Rauch Bewertung: +1.00 [1]

"Preislich sind die Golze Empfänger ja nicht mehr das Problem - zumal wenn man Trip Kits nimmt, das ist ja im Gebrauch dann praktisch vernachlässigbar günstig, wenn ich die Preispolitik richtig verstehe."

Da verstehst Du die Preispolitik richtig - das ist vernachlaessigbar. Der Golze ADL ist mein wichtigstes Gadget im Cockpit. Nicht zum taktischen Fliegen, nicht zum Herantasten an gefaehrliches Wetter. Sondern zum fruehzeitig Scannen, ob sich da was auf meinem Weg zusammenbraut, dem ich weitraeumig ausweichen will. Z.B. die METARs auf der Strecke, Infrared + Niederschlag (tuermt da was?). Das ist auch VFR eine grosse Hilfe.

2. März 2021 15:48 Uhr: Von Achim H. an Udo Rauch Bewertung: +2.00 [2]

Wenn Du IFR fliegst, wirst Du die Anschaffung nicht bereuen. Es geht natürlich ohne (wie die letzten 80 Jahre auch) aber mit so einem Gerät ist es einfach besser.

Ich habe das GSR 56, ist eine andere Preisklasse als Golze und kann außer telefonieren nicht mehr.

2. März 2021 16:01 Uhr: Von Udo Rauch an Joachim P.

Genau das trifft es im Kern: Fliegt man damit durch die Front, durch die man ohne Wetterempfänger nicht durchfliegen würde? Trotz 15 Minuten Verzögerungszeit in der Übertragung?

Oder anders gefragt: ist es "nice to have", ändert aber doch nichts an der fliegerischen Entscheidung, oder ist es ein "must have"?

Und das andere stimmt auch: Wenn es nur ein einziges Mal 2 Stunden Flugzeit spart (obwohl ich wirklich sehr gerne und lange fliege, nur die Family hat keine so unendliche Geduld, wenn aus 5 Stunden 7 werden sollen), dann hat es sich schon bezahlt gemacht. Aber macht es das auch?

2. März 2021 16:09 Uhr: Von T. Magin an Udo Rauch Bewertung: +1.00 [1]

"Fliegt man damit durch die Front, durch die man ohne Wetterempfänger nicht durchfliegen würde"

Noe, ich nicht. Aber es gibt genug andere dynamische Wetterlagen. Ganz typisch im Sommer, wo ab der Mittagszeit schwer vorherzusagend isolierte CBs und Ihre Freunde marodieren koennen. Eine feine Sache, wenn ich das 100nm vorher schon weiss! Draussen sehen kann ich sie da naemlich beim besten Willen noch nicht. Oder wenn mir eine Front entgegen kommt und man wie so haeufig nicht weiss, wie schnell die denn nun wirklich ist. Die METARs auf der Strecke sagen es Dir in regelmaessigen Abstaenden. Meine Exits (also Ausweichplaetze) habe ich immer vorbereitet. Der ADL sagt mir nicht, ob ich durch dem Mist durchfliege. Er sagt mir wann ich welche Option ziehe. Oder ob ich doch durchkomme.

2. März 2021 16:35 Uhr: Von Joachim P. an Udo Rauch Bewertung: +1.00 [1]

Ja, das mit dem Verschieben der Limits muss jeder für sich rausfinden, ist ja dasselbe bei jeder Technologie: Entweisung, Radar, CAPS, Twin usw. (aus jedem dieser Punkte könnte hier eine vorzügliche Abschweifung entstehen ;))

Und wegen dem Gegenwert von 2h: Da gings mir nicht ums Umwege fliegen, sondern um den geringen Preis fürs Überleben. ;)

2. März 2021 20:53 Uhr: Von Bernhard Tenzler an Udo Rauch Bewertung: +1.00 [1]

Es gibt Dir eben u.U. „Peace of Mind“ wenn Du unterwegs einschätzen kannst, wie sich die Front hundert Meilen voraus, die Du vor dem Abflug kritisch beäugt hast, weiterbewegt hat und ob Du Deinen geplanten Flugweg einhalten kannst oder ob du rechtzeitig um 5 Grad korrigierst.

2. März 2021 22:51 Uhr: Von B. Quax F. an Udo Rauch Bewertung: +1.00 [1]

Das ADL ist meiner Meinung nach wichtiger und besser als ein OnBord Radar. Ich erinnere mich an einen Flug im Sommer nach Barcelona. Wir waren schon ZickZack durch den Franzöischen Luftraum gefolgen (da war die Daten vom Start schon lange nutzlos). Als sich auf dem ADL abzeichnete das gerade eine "Falle" zu schnappt. CB´s zogen vor und hinter uns Richtung Osten durch, oder auf uns zu. Im Westen standen auch welche. Das war dann eine viereckige Box die sich gerade zu schob. Aufgrund dieses sich extrem dynamisch entwickelten Wetters landeteten wir 10 Minute später in Grenoble und haben den nächsten drei Stunden einem Gewitter nach den anderen durchziehen sehen. Diese Entwicklung hätte man nicht mit dem Onbord Radar sehen können, außer man fliegt hin und wieder einen wilden IVAN.

Zum Punkt, man braucht es selten, aber wenn man es braucht ist es unbezahlbar!

3. März 2021 10:47 Uhr: Von Udo Rauch an B. Quax F.

Danke für die Einsichten! Werde mir dann früher oder später eins zulegen.

So wie es aussieht, habe ich wohl die Möglichkeit bekommen, ein tragbares ADL zu testen. Dann kann ich mir ein eigenes Bild machen, bevor ich anfange, das bei mir einzubauen.

Grüße, Udo

3. März 2021 11:24 Uhr: Von Matthias Reinacher an Udo Rauch

Die App kannst du, solange "normales" Internet vorhanden ist, auch so gratis testen.

3. März 2021 12:48 Uhr: Von Udo Rauch an Matthias Reinacher

Hallo Matthias,

das stimmt, aber darum geht es im Grunde nicht. Am Boden ist das (für mich jedenfalls) was anderes als in der Luft. Die Frage ist ja: bindet man diese zusätzliche Information in Entscheidungsabläufe im Cockpit ein oder nicht. Das kann ich wohl für mich inzwischen bejahen.

Grüße, Udo

3. März 2021 13:17 Uhr: Von Matthias Reinacher an Udo Rauch Bewertung: +1.00 [1]
Gut, wenn du zu dem Schluss gekommen bist :-)

Ist ja auch schon von vielen einiges gesagt worden dazu. Ich kann das für mich auch bejahen, nicht um durch eine Front zu fliegen, sondern um im Sommer bei labiler Schichtung sehen zu können „dieser Quello hat vor einer halben Stunde noch nicht geregnet, jetzt aber schon“ und „weiche ich lieber grossflächig nach links oder nach rechts aus“.

Wie vorher schon geschrieben: Die 15 min. können dir sehr lang vorkommen. Ohne diese Information würde ich bei solchem Wetter nicht IFR fliegen wollen, zumal sie so einfach und (relativ) günstig verfügbar ist.

Noch ein Datenpunkt: Alle Leute, die ich kenne, die „ernsthaft“ IFR mit kleinen Flugzeugen ohne Radar fliegen haben ein ADL.
3. März 2021 15:34 Uhr: Von Marco Schwan an Matthias Reinacher Bewertung: +1.00 [1]

Die App habe ich über das Internet auch schon mal genutzt.
2019 auf der Strecke Belgrad nach Wiener Neustadt in einer PA38 mit Gegenwind waren das 3,5 Stunden VFR.

Wir waren da immer sehr tief (<2000ft AGL) weil der Wind sonst zu stark wurde. Über den Alpen hat sich schon Langsam etwas zusammen gebraut und die ganz Zeit war die frage ist LOAN noch offen. Das hat super geklappt und wir wusten beim Landen schon das wir über Nacht bleiben und erst am nächsten Tag den weiterflug nach EDFM wagen können. Weil wir schon das Wetter von der nächsten Strecke hatten.

3. März 2021 18:11 Uhr: Von Udo Rauch an Marco Schwan

Ah na klar, das ist ja auch interessant. Dann kann das iPad (mit eingesteckter SIM-Karte bzw. Internetverbindung) am Boden also selbst die Wetterdaten abrufen, ohne dass die Daten von einem ADL-Gerät kommen müssen. Das ist für die schönere Darstellung ja durchaus nett, weil man dann mehr Bilder als Wetterverlauf sehen kann (denn vom Abflugzeitpunkt hat man dann auch schon ein Wetterbild in der App).

Ich verstehe das also so, dass die App die verschiedenen Datenquellen (Internet via GSM vom iPad und Iridium in der Luft über das ADL) verbindet und man einen größeren zeitlichen Verlauf des Wetters erhält. Mit anderen Worten braucht man nicht unbedingt ein ADL mit eingebautem GSM-Empfänger, sondern kann den Datentarif vom Handy nutzen, solange man am Boden ist, richtig?

Grüße, Udo

3. März 2021 22:00 Uhr: Von Wolfgang Lamminger an Udo Rauch

Mit anderen Worten braucht man nicht unbedingt ein ADL mit eingebautem GSM-Empfänger, sondern kann den Datentarif vom Handy nutzen, solange man am Boden ist, richtig?

Leider falsch...;-)

  • Das ADL hat einen eingebauten IRIDIUM-Empfänger *)
  • den Datentarif „vom Handy“ (iPad) nutzt man so lange bis kein GSM/LTE-Signal mehr empfangen werden können **)
  • im Flug (und zwar in IFR-Level) ist kaum noch ein GSM/LTE-Signal brauchbar vorhanden, dann nutzt der ADL-Empfänger Iridium, und zwar in einer datenmäßig optimierten/komprimierten Übertragung um das Volumen und die Übertragungszeit kurz zu halten.
  • IFR wirst Du einfach in Leveln fliegen, wo das Satelitensignal das einzig empfangbare ist, zudem auch vielleicht das aktuelle METAR des Zielplatzes von Interesse ist, aber eine ATIS über VHF aufgrund zu großer Distanz auch nicht zu empfangen ist...

Edit:
Formatierung

nach Tobias Reply:
*) OK, die Erweiterung derProduktpalette zum ADL200 hatte ich nicht im Fokus. Ohne den integrierten GSM-Empfänger im ADL muss man dafür, sobald das ADL Spannung hat, also ein WLAN aufgebaut hat, das WLAN im iPad abschalten, anschließend WLAN natürlich wieder einschalten.
**) Auch wenn die Kosten f. d. Abruf nicht so gravierend sind, geht der Abruf am Boden via GSM/LTE oder gar vorhandenem WLAN deutlich schneller, als über die Iridium-Verbindung

3. März 2021 22:17 Uhr: Von Tobias Schnell an Wolfgang Lamminger

Leider falsch...

Ich glaube eher "falsch verstanden", oder? Udo sprach ja explizit von einem ADL mit GSM-Empfänger (ADL 200). Man kann bei den anderen ADL's natürlich schon am Boden GSM-Signale vom Tablet für den Wetterempfang per App nutzen, aber man muss dann eben immer die WLAN-Verbindung zum ADL trennen, da ein Iridium-only-ADL bei "Internet Download" keine Daten liefern wird.

Ob sich aber der Mehrpreis von einem GSM-ADL jemals rechnet, wage ich bei normaler Privatnutzung zu bezweifeln. Die Verbindungskosten fallen echt kaum ins Gewicht...

3. März 2021 23:02 Uhr: Von Jochen Wilhelm an Udo Rauch

In flight weather hilft trotz der Zeitverzögerung auch bei erheblich kürzeren Strecken 100-500 nM enorm, insbesondere bei konvektiven Wetterlagen mit CBs die sich dynamisch ändern. Und zwar nicht, um durch Gewitterfronten durchzufliegen, sondern eher um in der Luft mit sicherem Abstand die Dynamik der Veränderungen mitzuverfolgen und mit Abstand im relativ sicheren Bereich zu bleiben.

3. März 2021 23:26 Uhr: Von Timm H. an Udo Rauch Bewertung: +2.00 [2]

Als IFR-Flieger in Europa stellt sich m.M. nach die Frage gar nicht, ob ein ADL sinnvoll ist.

Wir reden hier über IFR mit Motorflugzeugen. Wenn die Euros für DEN gegenwert nicht drin sind, dann ist irgendetwas schief. Sorry!

Ein iPad braucht man sowieso, die Verbindung zum ADL läuft drahtlos, die App kostet nix - einfach aufspielen und auf geht die wilde Fahrt. Bedienung ist sehr einfach und Support absolut Topp.

Wie schon erwähnt: man braucht es sicher nicht immer, aber wenn, ist man sehr froh.

4. März 2021 10:08 Uhr: Von Udo Rauch an Timm H. Bewertung: +1.00 [1]

Wenn man als Hintergrund sieht, dass ich persönlich bislang niemanden kannte, der ein ADL eingebaut hat bzw. überhaupt benutzt (mal abgesehen von Flugzeugen "aufwärts", die ohnehin on-board Wetterradar haben und FIKI zertifiziert sind), und dass ich auf Nachfrage auch von Fluglehrerseite kein "oh ja brauchst Du unbedingt" zu hören bekommen habe, finde ich die Nachfrage hier im Forum durchaus richtig. Wo anders als hier kann man denn darauf bauen, unabhängigen Input zu bekommen? Ich finde das ja auch sinnvoll, sonst hätte ich ja nicht gefragt.

Es geht in dem Fall zum Glück nicht darum, ob man das Geld dafür ausgeben kann, was schon selten genug ist in der Luftfahrt. Aber was in den Flieger einzubauen, ggf. mit dem nötigen Papierkram und der Verkabelung und entsprechend ein weiteres Gerät im Cockpit zu bedienen, nur um dann hinterher zu sehen, dass es keine entscheidungsrelevanten Daten liefert, das wäre doch zweckfrei. Zumal jedes zusätzliche Bauteil im Cockpit auch selbst wieder Fehler und Ablenkungen einführen kann, die man erkennen und zuordnen können muss. Dabei ist es auch egal ob es dann fest eingebaut ist oder "frei fliegend", beides kann eigene Fehlerarten provozieren.

Deswegen muss für mich eine Änderung im System auch sinnvoll sein bzw. einen entsprechenden Nutzen haben. Und damit schließt sich der Regelkreis wieder, denn bislang hatte ich dazu nicht so ausschließlich positive Rückmeldungen gehört wie hier, was Ausgangspunkt meiner Frage war.

Für mich hat sich da jetzt eine "Mischmeinung" daraus gebildet. Ich will es auf alle Fälle ausprobieren und an Bord haben. Ob es mir persönlich mal wirklich weiterhelfen wird, kann ich noch nicht zweifelsfrei sagen, werde aber dann dazu berichten, sobald es soweit ist. Tendentiell nutze ich aber immer möglichst alle Informationen, die ich bekommen kann, daher gehe ich doch davon aus, so dass es das wert ist.

Somit bedanke ich mich hiermit bei allen für den Input zur Entscheidungsfindung!

Grüße, Udo

4. März 2021 11:35 Uhr: Von Constantin Droste zu Vischering an Udo Rauch Bewertung: +3.00 [3]

Hallo Udo,

ich fliege ca. 50-60h pro Jahr mit SEP (Turbo, aber ohne Enteisung) IFR durch Europa. Erfahrung aus ca. fünf Jahren: "Nie mehr ohne". Es gibt definitiv Peace of Mind (das gute Gefühl, nichts Wichtiges/Bedrohliches zu verpassen) und frühzeitig Hinweise auf strategische Optionen oder eventuell notwendige taktische Änderungen. Auch die SMS/E-Mail Funktion nutze ich häufig.

Ich habe ein "altes" ADL120. Das GSM-Modul vermisse ich nicht, da GSM/LTE in den IFR-Levels eh kaum noch funktioniert. Ich mache vor dem Losrollen noch ein Internet Download und aktiviere dann das WLAN. Im Flug dann sporadische Iridium Downloads, bei hochkonvektiven, dynamischen Lagen auch mal automatisch.

Gesamtkosten bei 50h ca. 200 Euro für Iridium-Abos und Downloads. Nicht materiell.

M.E. einer der wichtigsten Sicherheitsgewinne in der Light GA der letzten 10 Jahre neben RNP-Approaches. Aber nicht nur da: Ich habe kürzlich mit einem B737-Piloten bei einer Tier 2-Ferienfluggesellschaft gesprochen. Der hat ein privates ADL140 und nimmt es mit ins Cockpit...

4. März 2021 12:55 Uhr: Von Joachim P. an Udo Rauch

Mir hat es auch niemand empfohlen bzw. ich kannte vorher auch niemand der es nutzt. An das Forum hier hab ich da auch nicht gedacht. Allein die Kenntnis dass es das gibt, in Verbindung mit der vorhergehenden IFR Erfahrung in Europa, hat bei mir die Kaufentscheidung getriggert. Ich habe nicht eine Sekunde vor dem Kauf überlegt ob es ggf keinen Sinn machen könnte und danach keine Sekunde bereut. Aber jeder muss sein eigenes FORDEC bzgl ADL machen. Mir scheint F und O ist bei allen ähnlich, aber vielleicht unterscheiden sich die Meinungen im Forum hinsichtlich den Rs. ;)

4. März 2021 13:55 Uhr: Von Gerald Heinig an Udo Rauch Bewertung: +1.00 [1]

Hi Udo,

die meisten Antworten hier beziehen sich auf das IFR-Fliegen und dafür habe ich mein ADL-150 auch gekauft (und keine Sekunde bereut).

Aber zu Deiner Frage, ab wann es sinnvoll ist es einzusetzen: immer dann, wenn man als VFR-Pilot seine Wettervorbereitung macht und sich sagt: Hmm. Wage ich's oder bleibe ich am Boden? Sprich: anspruchsvolle VFR-Wetterbedingungen.

Mich hat mein ADL in mehreren VFR-Flügen vor unangenehmen und sogar gefährlichen Situationen bewahrt. Die Starkregengebiete, die angezeigt wurden, haben sich mehrmals als tatsächliche aktive CBs herausgestellt.

Warum Du niemanden oder kaum jemanden kennst, der eins hat? Ich vermute, weil die meisten Piloten reine VFR-Jockeys sind, die sich bei marginalem Wetter nicht ins Flugzeug setzen. Die brauchen so etwas wie ein ADL nicht.

Aber diejenigen, die die "Envelope pushen", sollten sich auf jeden Fall eins zulegen.

4. März 2021 15:13 Uhr: Von Udo Rauch an Gerald Heinig

Ich fühle mich ja bereits geläutert! Ich kläre im Moment, ob es ausreichenden Mehrwert bietet, einen Festeinbau mit "Minor Change" durchzuziehen bzw. was dafür gebraucht wird, oder ob ich mir einfach ein tragbares Gerät zulege und das Thema "Einbau" rechts überhole.

Grüße, Udo


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