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Flugzeugbau | Baffles - "Cowl saver"; taugt das was ?  
3. Februar 2021 13:13 Uhr: Von Nicolas Nickisch 

Ich bin druch Zufall auf der McFarlane-Seite über ein mir unbekanntes Baffling-Material gestolpert:

Cowl-Saver soll weniger Reibung haben und damit weniger Vibration an der oberen Cwoling erzeugen (hätte nicht gedacht, daß dieser Effekt relevant wäre) und damit wohl indirekt auch die Abdichtung selber verbessern.

Kennt jemand dieses Material? Lohnt sich das?

Bei meinen Recherchen bin ich natürlich auf das Webinar von Mike Busch gestossen und habe nicht schlecht gestaunt, daß der Druckunterschied zwischen High-Pressure und low-Pressure nur sehr gering ist.

Ich war der Auffassung, daß bei den hohen Geschwindigkeiten ein extrem hoher Druckunterschied besteht und die Baffles mit grosser Kraft angepresst werden. Daher hat mit auch das eher dicke, wenig geschmeidige Material nicht gewundert. Aber Pustekuchen! Da müsste doch eigentlich ein weiches, extra anschmiegsames Material besser sein, oder? Dem starren Material würde ich zutrauen sich nur mit hohem Druck überhaupt dicht anzulegen, wenn nicht irgendwelche Falten den Effekt unmöglich machen - bei niedrigem Druck kann da eigentlich nichts dichten.

Anyway. Was mir in dem Video komplett fehlte, sind praktische Anweisungen wie man seine Baffles am besten montiert und vor allem auf unschöne Einschnitte verzichten kann.

Hat jemand da Tips/Erfahrungen?

Nico

3. Februar 2021 13:29 Uhr: Von Thomas Dietrich an Nicolas Nickisch

Nico,

Ich kenne zwar das Material nicht, nur den ganzen anderen Amischrott der zum Dichten der Baffles benützt wird. Sehr gut eignet sich das hier. Hab es schon über 10 Jahre im Einsatz und keinerlei Spuren an der Cowling. Je nach Bedarf suchst Du das passende Profil raus und steckst es auf das Baffle.

https://www.hug-technik.com/shop/?filter=CategoryPath%3APROFILE%2FKANTENSCHUTZ-DICHTPROFILE&cat=c9915_KANTENSCHUTZ-DICHTPROFILE-klemmdichtprofile.html

3. Februar 2021 13:45 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Thomas Dietrich

Die Profile sind ja der Hammer! Da weiss man überhaupt nicht was man nehmen soll

3. Februar 2021 13:57 Uhr: Von Wolff E. an Nicolas Nickisch

Ging mir genauso, wo fange ich da an.....

3. Februar 2021 14:03 Uhr: Von Thomas Dietrich an Wolff E. Bewertung: +2.00 [5]

So gings den Ossis nach der Grenzöffnung im Supermarkt auch. Ist aber ein handelbares Problem.

3. Februar 2021 15:24 Uhr: Von Carmine B. an Thomas Dietrich
Die HUG Profile sind spannend. Wie sieht es mit der Haltbarkeit (geklemmt vs geschraubt/genietet) und der Temperaturbeständigkeit aus?
4. Februar 2021 00:01 Uhr: Von Ernst-Peter Nawothnig an Carmine B.

Mit so einem Profil, bezogen über meinen Motorhersteller Limbach, habe ich gute Erfahrungen gemacht. Man nehme ein paar Meter mehr, reibe das Zeug dünn mit Silikonöl zur Konservierung ein, und verpacke es lichtgeschützt bis die erste Garnitur verbraucht ist. Wichtig ist eine hohe nach vorne gebogene Lippe, jedenfalls auf dem langen Querblech über die Motorspannweite, weil eine Cowling im Flug mittig ziemlich weit hochgesaugt werden kann.

4. Februar 2021 09:40 Uhr: Von Hubert Eckl an Thomas Dietrich

Thomas, welches Profil - denkst Du - würde sich für eine Gfk-Flügeltür eignen? Ich habe überall nach genau sowas gesucht, schön.

4. Februar 2021 11:42 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Thomas Dietrich

Wie werden die befestigt? Nur gesteckt oder zusätzlich geklebt?

Für mich sehen die Profile meist aus, asl würden sie auf eine Kante druafgesteckt werden (heissen ja auch Kantenschutzprofile.

Hast Du die zusätzlich zu den Baffles montiert?

Die Baffles-Streifen sind ja eigentlich immer von vorne auf ein Blech/SPant aufgeniertet.

4. Februar 2021 12:13 Uhr: Von Carmine B. an Nicolas Nickisch

Für mein Verständnis sind die Baffles die Bleche und die Baffle Seals die flexiblen Streifen aus Silikon oder whatever.

Ich vermute mal, dass Profile auf die Blechkanten aufgesteckt werden und dadurch halten, dass ja im Betrieb die Cowling von oben dagegendrückt. Daher meine Frage zur Halbarkeit gegenüber den geschraubten/ genieteten Baffleseals.

Minimale Änderungen am Baffling bringen wirklich spannende Effekte im Betrieb. Ich logge seit einiger Zeit alle Daten zu EGT und CHT mit und bin immer wieder beeindruckt, was kleine Gaps und Knicke im flexiblen Material ausmachen können.

4. Februar 2021 12:44 Uhr: Von Mark J. an Nicolas Nickisch Bewertung: +1.00 [1]

ich schwöre auf das T-8071 Baffling-Material, siehe Bilder. Extrem "flexibel" und behält dennoch die Form und schmiegt sich super an = macht sehr dicht.




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20200613_153113.jpg

 T-8071


4. Februar 2021 18:37 Uhr: Von Thomas Dietrich an Carmine B.

Nach 10 Jahren und 2500h noch wie neu.

4. Februar 2021 23:10 Uhr: Von Thomas Dietrich an Hubert Eckl Bewertung: +2.00 [2]

Hubert,

ich weiss doch gar nicht wie die GfK-Türe, die Du abdichten willst aussieht. Somit kann ich Dir auch keine Dichtung empfehlen. Vom Material her gehen die alle.

5. Februar 2021 08:42 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Mark J.

Schöne Aufnahme aus der Cowling.

Bis zum Genuss des Webinars von Mike Busch hätte ich sofort behauptet, der Druck innerhalb der Cowling presst die bei Dir sichtbare kleine Falte locker an und dichtet damit ab.

Mittlerweile bin ich da anderer Auffassung. Bei uns sind die Falten sicherlich zahlreicher und es gibt eindeutig einige Problemzonen, in denen mit Sicherheit der kühlende Fahrtwind wirkungslos woanders hin zieht.

Daher nochmal die Frage an alle: Gibt es irgendwo einschlägige Videos und Tips zur praktischen Anwendung der Baffle(-Seals), wie man die am besten anbringt etc?

Die bei uns fachgerecht gemachten Seals scheinen jedenfalls suboptimal zu funktionieren.

EDIT: Dies hier habe ich gefunden. https://www.kitplanes.com/replacing-baffle-seals/

5. Februar 2021 09:20 Uhr: Von Hubert Eckl an Thomas Dietrich

stimmt, war dumm.. sobald ich wieder an den Platz kann, werde ich Fotos machen, messen und mir die Sache näher ansehen. Aktuell, nur schauderhaft. Wir stehen wohl vor einem gigantischen Schneesturm...

5. Februar 2021 09:33 Uhr: Von Thomas Dietrich an Hubert Eckl Bewertung: +2.00 [2]

Hier ein Tip zur Bafflesealbemessung.

Altes Dichtmaterial entfernen

Große Büroklammern auf die Bleche im 10 cm Abstand senkrecht aufstecken. Nach den Aufstecken sicherstellen daß sich die Büroklammer be Druck sich auf dem Blech bewegen kann.

Cowling , am besten zu Zweit aufsetzen, ohne Kippbewegung.

Nun drückt die Cowling die Büroklammern runter.

Cowling entfernen und Höhe der Klammern über dem Blech messen.

Je nach verwendetem Material zu diesem Wert eine Zugabe geben, damit sich das Profil schön anlegt.

BTW die HUG Profile lassen sich nicht gut convex biegen. Dazu muss man sie einschneiden und aus einem Reststück die Spalten rausschneiden und einkleben. Den nötigen Kleber hat HUG auch.

5. Februar 2021 09:37 Uhr: Von Norbert S. an Hubert Eckl Bewertung: +0.67 [1]

Vielleicht hat Thomas ja noch ein paar Ski für Deinen Flieger ...

5. Februar 2021 10:43 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Mark J.

Auf dem ersten Foto ist gut erkennbar wo ich die probleme sehe: Es sind diese rechtwinkligen Absätze im Baffle, die es schwierig machen die Seals überlappend dicht zu bekommen.

Die Rundungen bekommt man angeblich gnz gut hin wenn man das Seal-Material etwas unter Zug anbringt (leider keine eigenen Erfahrungen)

5. Februar 2021 11:39 Uhr: Von Thomas Dietrich an Nicolas Nickisch

Bei den Abbiegungen wird der Austeckkeder einseitig in der Kurveninnenseite eingeschnitten. Unter Umständen muss man dann die Gummifahnen oben verkleben.

Gute Baffleseals macht man nicht in 5 Minuten.

5. Februar 2021 13:08 Uhr: Von Ernst-Peter Nawothnig an Nicolas Nickisch Bewertung: +1.00 [1]

Ich habe einen "Abdruck" vom Sitz der Cowling gemacht, ähnlich der beschriebenen Büroklammermethode. Und dann an den Problem-Ecken Schaumstoff in die Cowling geklebt, der rückseitig am Gummiprofil anliegt und eventuelle Knicklöcher abdichtet. Und recht viele von den Durchgangslöchern in den Zylinderköpfen größer gefeilt. Da wo deren Gussform in Ober- und Unterteil geteilt ist, bilden sich quer im Luftstrom stehende Verengungen, die es am besten gar nicht geben sollte.

Alle diese Feinarbeiten zusammen brachten 30 Grad weniger Zylinderkopftemperatur.

5. Februar 2021 13:36 Uhr: Von Erik N. an Mark J. Bewertung: +1.00 [1]

Das sieht gut aus. Ich habe vor ca. 2 Jahren die Baffles bei der Bonanza erneuert, aber das Material biegt sich in die falsche Richtung (man bekommt das auch nicht besser "vorgebogen") und dichtet daher nicht vollständig ab, weil die einzelnen Lappen (oder wie man das nennt) in verschiedene Richtungen zeigen. Leider wird dadurch bei heissem Wetter der Zyl. #4 schnell zu heiss. Das Druckgefälle zwischen oben und unten ist nicht hoch genug. Wirklich befriedigend ist das nicht.

5. Februar 2021 16:17 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Ernst-Peter Nawothnig

Das klingt raffiniert. Hast Du ein Foto davon?

Gestern brachte mein Partner noch eine Problemzone ein: Der Öldeckel in der Cowling

Der steht ein winziges kleines Bisschen hoch. Den hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm.

Wie man den dicht kriegt habe ich keine Idee. Abkleben wird wohl eher nicht halten und nur den Lack ruinieren

8. Februar 2021 11:27 Uhr: Von Thomas Dietrich an Nicolas Nickisch

Nickolas,

um den Öldeckel dicht zu bekommen muss man einfach die Ursache beheben. Entweder den Öldecker etwas vorspannen, oder , wenn er einen Zentralverschluss hat, diesen durch unterlegen nachstellen oder oder oder....alles keine Raketentechnik

8. Februar 2021 12:21 Uhr: Von T. Magin an Nicolas Nickisch

"Wie man den dicht kriegt habe ich keine Idee."

Wenn man das Problem nicht mechanisch loesen kann (biegen, dengeln, nieten, loeten), wie waere es mit temperaturfestem Dichtband, welches man gerne bei Oefen nutzt (und ich am Grill)?

8. Februar 2021 13:52 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Thomas Dietrich

gerade gestern probiert: Der hat etwas Spiel. Hat so einen zentralen Button mit dem der seitliche Riegel dann betätig wird.

Die Idee mit dem Dichtband gefällt mir. Das müsste aber doch sehr dünn sein. Wie heisst das Zeug?


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