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Wartung | Einteisung Kleinflugzeug  
23. Januar 2026 11:59 Uhr: Von Rolf Andreas  Bewertung: +2.00 [2]

Hallo, neulich 2 Nächte in Norderney gestanden und am Mittwoch dann vor Abflug: Tragflächen und Höhenleitwerk komplett mit Eis überzogen. Also erstmal befreien. Dauer = 45 Minuten Schrubberei in der Kälte mit Lappen und Handschuhen bei Einsatz von 2 Personen.

Gibt es für einen Metallflieger ein Enteisungsspray, welches effektiv ist, aber nicht Korrosion fördert sowie die Acyrylglas-Scheiben nicht angreift?

Hat jemand Erfahrungen mit ensprechenden Produkten, wohlgemerkt für ein Kleinflugzeug?

Sowas wie draufsprühen, Kaffeetrinken, losfliegen :-)

Grüße

Rolf

23. Januar 2026 12:51 Uhr: Von Alexis von Croy an Rolf Andreas Bewertung: +4.00 [4]

Wir haben vor zwei Wochen unsere Warrior, mit der der Charterer wegen plötzlichen Nebells in EDME gestrandet ist geholt ..... umd sie war komplett mit 2 cm Eis überzogen.

- Das Eis von den Flächen haben wir mit einer Kombination aus mind. 3 Liter Auto-Enteiser plus leichtem Klopen auf die Alu-Flächen entfernt (worauf es springt und leichter abgeht.

- Für die Scheiben hatten wir eine Pumpflasche (Bauhaus, Gartenabteilung) mit TKS von der Cirrus dabei. Das ging ganz gut, hat aber gedauert ....

1,5 Stunden für die ganze Aktion .... und zum Anlassen brauchten wir den Auto-Starthilfe-Booster nachdem die Mschine zwei Wochen lang tief gefroren war ...

23. Januar 2026 19:14 Uhr: Von Pat Lean hard an Alexis von Croy
24. Januar 2026 08:47 Uhr: Von Bernd M___ an Rolf Andreas Bewertung: +1.00 [1]

Ich kenne jetzt auch nur TKS als "sicher" verwendbar. So auch in den US Foren.

24. Januar 2026 08:57 Uhr: Von Pat Lean hard an Bernd M___

Oft wird dafür altes TKS verwendet. Angeblich ist aber genau altes TKS korrosiv. Stimmt das?

24. Januar 2026 09:12 Uhr: Von Chris _____ an Pat Lean hard

Ich habe das schon länger nicht mehr gebraucht, aber habe immer noch einen Unkraut-Drucksprüher gefüllt mit Propylenglygol (oder ist es Ethylengykol? nicht sicher) und einen tragbaren Akku-Reifenkompressor. Im Bedarfsfall mit dem Reifenkompressor den Drucksprüher unter Druck setzen und dann Recht bequem den Flieger einsprühen, vor allem natürlich Flächen, Scheibe und Prop.

24. Januar 2026 09:18 Uhr: Von Stefan W. an Pat Lean hard Bewertung: +2.00 [2]

Es verliert über die Zeit Säureinhibitoren (es wird saurer) und damit erhöht sich die Korrosionsneigung. Üblicherweise hat es ein Ablaufdatum. Also bei TKS Systemen (bei Metallflugzeugen) auf frisches Fluid achten.

Ich bezweifel jedoch, dass bei vermutlich geringfügiger Nutzung zur manuellen Enteisung ein Schaden mit abgelaufenem Fluid entsteht.

24. Januar 2026 09:29 Uhr: Von Frank Schmitz an Alexis von Croy Bewertung: +1.00 [1]

Wir hatten das Problem kürzlich mit einem fremden UL welches aus Wettergründen über nacht bleiben musste. Am Morgen war der Flieger dick vereist und Themperaturen deutlich unter Null.
Lösung war den Halleninhalt etwas zu verdichten und den Flieger reinzuschieben. Nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei.
Manchmal ggf. auch eine Option ...

24. Januar 2026 10:28 Uhr: Von Alexis von Croy an Pat Lean hard

Ja, wenn TKS zu alt wird, dann wird es korrosiv. Um den PH-Wert festustellen vewende ich Teststreifen (amazon).

Für die Scheiben der Piper habe ich tatsächlich altes TKS verwendet, das aber noch "ok" war.

Bei der Cirrus verwnde ich kein altes TKS. Diese ist zwar aus Kunststoff, aber natürlich sind Ruder, Klappen, Beschläge, Mechaniken, Klappenpylonen (die oft bei alten Cirren korrodiert sind) aus Metall.

24. Januar 2026 10:42 Uhr: Von Rolf Andreas an Alexis von Croy Bewertung: +1.00 [1]

Werde mich jetzt mal nach TKS in kleineren Mengen umschauen.

Problem bei mir als Einzelbetreiber ist die geringe Menge, die ich vermutlich nur benötige, dennoch traue ich dem Zeug aus dem Kfz Bereich nicht unbedingt. Auf Acrylscheiben erst Recht nicht. Daher vermutlich keine schlechte Investition.

Grundsätzlich halte ich das vollständige Enteisen der Flächen für eine lebensverlängernde Maßnahme. Es gab ja doch einige Unfälle, ich denke hierbei immer sofort an die BN-2 Islander, Bremerhaven 2001. Zwar größeres Fluggerät aber die Gesetze der Aerodynamik sind die selben.

Viele Grüße und kommt gut durch den Winter

Rolf

24. Januar 2026 11:51 Uhr: Von Wolfgang Lamminger an Rolf Andreas Bewertung: +3.00 [3]

das Problem bei den Mitteln aus dem KfZ-Bereich ist, dass es da keine definierte Hold-Over-Time gibt, dh. wie lange das Zeug tatsächlich eisfrei bleibt. Zudem fließt es ggf. in Klappen- Quer oder Höhenruderscharniere und könnte da wieder festfrieren.

Ich hab das zwar - Gardenna-Gartenspritze - auch schon verwendet, aber wenn sich der Abflug dann ggf verzögert, weiß man nicht, wann es wieder festfriert.

Zudem haben die verschiedenen De-Ice-Fluids im kommerziellen Bereich eine definierte Airspeed, ab der das Zeug die Auftriebsflächen im Luftstrom "verlässt", und nicht das Profil verändert. Diese muss unterhalb der Vr liegen.

24. Januar 2026 20:10 Uhr: Von Rolf Andreas an Wolfgang Lamminger

Interessante Fakten ...

24. Januar 2026 20:18 Uhr: Von Gottfried Sodeck an Rolf Andreas Bewertung: +1.00 [1]

Servus zusammen,

Waschen, waschen, waschen nach TKS/ Wachsen,wachsen, wachsen (Waschwachs aus dem Automobilbereich ausreichend) .und Schmieren, schmieren, schmieren.. ich habe eine Non-Fiki-Anlage verbaut, verbrauche ca.10-20 gal/ Jahr - das Zeug zieht Schmutz an wie ein Magnet und klebt überall ... Korrosion kein Thema bis dato, Bj 2008 ...

Und ja, Polyalkohole wie in der TKS-Flüssigkeit, ziehen Wasser, angebrochene Gebinde zeitnahe verbrauchen, sonst verlieren sie ihre Wirkung.

;-) Gottfried

24. Januar 2026 22:46 Uhr: Von Chris _____ an Gottfried Sodeck

Mein angebrochenes Gykol im verschlossenen Kanister verliert nix Wirkung.... Und auch mit 10% Wasser drin wäre es fürs Enteisen am Boden noch gut.

24. Januar 2026 22:59 Uhr: Von Sven Walter an Chris _____ Bewertung: +2.00 [2]

Und ich dachte immer, sowas packen sich nur Österreicher in den Weißwein...

25. Januar 2026 10:18 Uhr: Von Alexis von Croy an Rolf Andreas

>>>> das Bild ist etwas uneindeutig, was zu erwarten war. :-)
Groningen liegt natürlich nicht gerade ideal für Flugzeuge aus ES, IT, AT, CH etc., sodass ich mir vorstellen kann, dass nicht alle Halter bereit sind, die eigene Cirrus mehrere 100NM durch Europa zu schaukeln.

Gibt es in 5-Liter-Kanistern

25. Januar 2026 10:26 Uhr: Von Reinhard Haselwanter an Alexis von Croy

Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna ???

25. Januar 2026 12:59 Uhr: Von Ralph Heidrich an Rolf Andreas Bewertung: +2.00 [2]

Die alte Feld-Lösung war Aeroshell Compound 07; die Bestandteile sind Standardchemikalien im Versandhandel. Die verdünnte Variante ist ein preiswertes DIY Rezept in den USA ("10 parts water,10 parts ethylene glycol, 1 part isopropyl alcohol"). Funktioniert gut im Gartensprayer (aber wie die meisten Deicer nicht unbedingt umweltfreundlich, da ist Flieger in die Sonne schieben vorzuziehen wenn man die Zeit hat).

"AeroShell Compound 07 is used for in-flight de-icing of windscreens, propellers, wings, tailplanes, etc. on suitably equipped aircraft. AeroShell Compound 07 is also recommended for removing hoar frost and light snow/ice from parked aircraft. AeroShell Compound 07 can be sprayed undiluted or mixed with up to 50% volume of water, depending upon the severity of the icing conditions, the efficiency of the spraying technique and whether it is applied hot or cold. The DTD406B specification requires the product to have the following approximate composition: Ethanediol (BS.2537) 85% volume, Isopropanol (BS.1595) 5% volume Distilled water 10% volume"


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