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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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Luftrecht und Behörden | Wieviel Blödheit verträgt dieser Planet?  
13. November 2020 15:08 Uhr: Von Nicolas Nickisch  Bewertung: +1.00 [1]

Vor wenigen Tagen bekam ich beim Medical einen "Mental Health test" oder sowas ähnliches präsentiert mit dem Hinweis, das sei jetzt das Neueste und das LBA wolle damit rausfinden ob ich alkohol- und/oder drogenkrank und/oder einfach nur irre bin.

Schön. Das LBA braucht so etwa 15 bis 20 Fragen auf 2 Seiten um das rauszufinden.

Eine der Fragen wollte glaube ich wissen ob ich leicht die Beherrschung verliere. Am Ende war ich soweit, die Frage habe ich also nicht wahrheitgemäss benatwortet. Bin ich jetzt raus?

Anyway, der Fragebogen ist so derart dilettantisch konzipiert, daß man einfach nur die Fassung verlieren kann. Der Fragebogen kann einfach gar nicht das prüfen was er soll.

Ich bin weiß Gott nicht vom Fach (ich musste im Studium in allen Fächern mit Psy... in die Nachklausur); aber das ist hängengeblieben:

Auf Fragebögen basierende Untersuchungstechniken sind nur sehr bedingt geeignet EIgenschaften nachzuweisen oder auszuschliessen.

Und wenn, dann gelingt es meist nur über eine Vielzahl von Fragen, eingestrut in andere und in Kombination. Das Validieren hat schon so manchen universitären Geist zum Verzweifeln gebracht. Und so manche Studie zu Fall gebracht.

Und eine Ethikkommision hat das LBA mit Sicherheit nicht konsultiert. Brauchen die überhaupt sowas wie Evidenz, daß ihr Tun tatsächlich die gewünschte Wirkung hat? Wahrscheinlich nicht. Gibt es eigentlich beim LBA ein peer review-Verfahren ?

WIe man aus dem Bauch heraus agiert sehen wir ja grossflächig seit März diesen Jahres. Unserem Gesundheitsminister reicht es jedenfalls völlig aus, überzeugt zu sein, daß das gut ist, was er da von sich gibt. Wenn Du hingegen als Pharmafirma gerne Geld von den Kassen für deine Pillen willst, musst du genau nachweisen, dass sie wirken.

Mit ein bis 2 Dutzend offen formulierten Fragen leuchtet das LBA in alle Winkel der morbiden Seelen hinein. Die meist mit einer Verneinung formulierten AUssagen soll man dann einer von fünf Kategorien zwischen "stimme ich zu", "stimme ich eher zu" bis "stimme ich nicht zu" zuordnen. Glaube ich jedenfalls. Die graue Schrift auf grauem Grund habe ich nach einigen Kopiergenerationen zumindest so interpretiert. Und gemeckert hat auch keiner.

Die Aussagen drehen sich eben auch gerne mal zum den Alkohol am Abend oder zum Runterkommen und sind eigentlich viel zu offensichtlich was man da ankreuzen soll. Wenn da nicht die vertrackten Verneinungen wären. Ich grüble ja immer noch.

Aber vielleicht ist das ja alles doch wissenschaftlich total ausgefuchst, seit Jahren sauber validiert und weltweit in puncto Sinnhaftigkeit weltweit von allen Fachgesellschaften anerkannt. Und bloss ich hab's nicht geschnallt. Dann müsste ich aber wirklich raus.

Gerade kommt mir noch eine Idee: Das muss man bestimmt jetzt jedes Mal machen und beim LBA machen sich dann spezielle KI-Prozessoren über die FRagebögen her. Und in 5 oder 10 Jahren sortiert mich ein Algorithmus aus, weil ich inzwischen ankreuze, daß ich Alkohol zum Runterkommen am Feierabend total normal finde.

Schönen Abend noch!

Habe noch was zuhause allein vor bis die Kneipen wieder aufmachen

13. November 2020 17:29 Uhr: Von Hubert Eckl an Nicolas Nickisch

Da ist nix wissenschaftlich ausgefuchst. Das ist Bologna1995 pur! Irgendein Möchtegernakademiker macht seine Masterthesis. Diese Bögen von "stimme voll zu" bis "trifft gar nicht zu" sind die Miasmen, welche seit 25 Jahren aus den Hochschulen strömen und sich über die call center, Tagesnachrichten und Spammail ins Land ergießen. "Sind Sie für Unfallprävention schon im Vorschulalter oder dagegen?

1 = bin ich dagegen, 10= stimme voll zu..

Das ist die Dialektik des Oberflächlichen. Es gibt keine echten Interviews und face to face Erhebungen, nur noch "multiple Scheiß". Dann kommt sowas raus.. Das geht weiter. " Beabsichtigen Sie einen Suizid? 1. Die nächsten 24h, 2. das nächste Monat, 3. Nie 4. weiß nicht"

13. November 2020 17:33 Uhr: Von Matthias Reinacher an Nicolas Nickisch Bewertung: +2.00 [2]

Hier https://www.pilotundflugzeug.de/forum/2020,08,19,18,2419546 gabs schon mal eine Diskussion zu diesem fantastischen Formular.

13. November 2020 18:22 Uhr: Von Tobias Schnell an Nicolas Nickisch

Mit ein bis 2 Dutzend offen formulierten Fragen leuchtet das LBA in alle Winkel der morbiden Seelen hinein

Mein Fliegerarzt sagt, dass der Bogen zwar ausgefüllt werden muss, aber nicht ans LBA übermittelt wird.

13. November 2020 18:56 Uhr: Von airworx Aviation an Nicolas Nickisch Bewertung: +1.00 [1]

Hahahaha.

Vorsicht Fangfrage !

da musst aufpassen ... soweit ich mich erinnern kann (hab es nämlich sogar durchgelesen) ist eine Frage dabei die man mit JA beantworten muss ...

man ist ja immer geneigt alles mit nein anzukreuzen, so wie sich das gehört :-)

lg

13. November 2020 20:22 Uhr: Von Dominic L_________ an Nicolas Nickisch

Ja, das Formular ist schon wirklich SEHR schlecht. Du hast ja schon eine Menge geschreben hier im Forum und vielleicht sollte ich es besser wissen, tu ich aber leider nicht, daher die Frage: Bist Du denn Berufspilot? Der Fragebogen macht ja nur bei Berufspiloten Sinn. Frage mich, ob die das gute Stück mittlerweile auch Privatpiloten vorlegen. Irgednwie muss schließlich immer eine Schippe drauf gelegt werden.

13. November 2020 20:53 Uhr: Von Erik N. an Dominic L_________ Bewertung: +1.00 [1]

kann das mal jemand fotografieren und ins Netz stellen ? Am besten mit Lösungen ;) ?

13. November 2020 20:57 Uhr: Von Tobias Schnell an Erik N.
13. November 2020 21:09 Uhr: Von Thomas Magin an Tobias Schnell Bewertung: +4.00 [4]

Voellig egal ob fuer Berufs- oder Privatpiloten: den Autor dieses Fragebogens und alle, die ihn (den Fragebogen) fuer geeignet halten daraus Schluesse ueber den psychologischen Status des Probanden ableiten zu koennen, sollte man zu allererst eingehend auf geistige Tauglichkeit diagnostizieren.

14. November 2020 09:55 Uhr: Von Mich.ael Brün.ing an Thomas Magin Bewertung: +3.00 [3]

Ich denke, ihr habt das falsch verstanden. Es geht gar nicht um den Ausfüller oder Antwortenden auf die Fragen. Auch die Antworten sind komplett irrelevant. Es geht nur darum, dass irgendjemand sagen kann, er hätte danach gefragt und damit sichergestellt, alles getan zu haben, was möglich ist.

CYA - Cover Your A..

Dasselbe Prinzip sieht man auch bei den Einreisefragebögen USA. "Haben Sie die Absicht einen Terroranschlag zu begehen oder haben Sie in der Vergangenheit schon einen Anschlag begangen?" (oder so ähnlich) Klar antwortet keiner darauf mit "Ja", aber der Grenzpolizist muss zumindest nicht "Nein" sagen, wenn er gefragt wird: "Ja, haben Sie denn nicht wenigstens nach einer bösen Absicht gefragt?"

14. November 2020 10:09 Uhr: Von Stefan Jaudas an Tobias Schnell

Alleine schon

" weiß nicht - neither agree nor disagree "

Ist nicht unbedingt das Gleiche.

Und ansonsten, sogar als völliger Laie kann ich erkennen, dass das Formular von vorne bis hinten, sagen wir mal, suboptimal ist.

14. November 2020 13:38 Uhr: Von Tim Schäfer an Nicolas Nickisch Bewertung: +1.00 [1]

Erinnert mich ein wenig an das hier:
https://www.youtube.com/watch?v=iaPbUvPOkD8

14. November 2020 17:21 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Dominic L_________

Reiner Freizeitkutscher.

Wenn ich mich recht erinnere, war es ein Berufspilot, der den Airbus vor die Wand setzte. Mit erwiesen erheblichen psychiatrischen Problemen, die obendrein auch bekannt waren. Nur nicht denen, die dafür zuständig wären so jemanden auszusortieren.

Das Tückische ( auch bei diesem Fall) ist. daß der Proband/Patient ernsthaft krank sein kann und sich zum Zeitpunkt einer UNtersuchung - hier: Medical - völlig unauffällig präsentieren kann. Fragebogen als Momentaufnahme? Völlig ungeeignet.

Ähnliches für Alkoholkinsum. Da ist wohl das Umfeld eines Erkrankten das sensiblere Instrument.

Den besoffenen Chirurg von dem immer wieder berichtet wird, habe ich bisher nicht erlebt. Zumindest nicht solange man sich auf allein und eigenverantwortlich Operierende fokussiert. Wohl aber eine Reihe von Kollegen auf unteren EBenen mit langjährig durchaus bekannten Alkoholprobelemen.

Vielleicht wären Drogenschnelltests und Alkoholtests bei Flugantritt das probatere Mittel als solche idiotischen Fragebögen - zumindest für Berufspiloten.

14. November 2020 17:52 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Mich.ael Brün.ing

Stimmt. Und vor Jahren waren auch noch andere Fragen dabei:

"Haben Sie am Holocaust teilgenommen?" - das ließ sich problemlos und wahrheitsgenäß beantworten.

Aber jetzt noch einer :

Die Frage, ob ich jemals einen US-Staatsbürger an der Ausübung des Sorgerechts für ein uneheliches Kind gehindert hätte

Ich rätsele noch immer, warum gerade so eine bescheuerte FRage gestellt wird. Amerikaner umbringen wollen oder Holocaust - gekauft.

Aber das?

Noch einer:

Vor Jahren habe ich elktronische Bauteile bei Digi-Key in USA bestellt. Die Bestellung wurde innerhalb von Stunden an den US-Zoll übergeben.

Nach 3 Tagen kam eine Mail, in der ich explizit versichern musste, daß ich mit den bestellten 100nF-Kondensatoren keinen US-Staatsbürger umbrinngen will.

Zugegeben, es waren 500 STück als Gurt, aber das der ganze andere Kram uninteressant war ...

14. November 2020 20:24 Uhr: Von Dominic L_________ an Stefan Jaudas Bewertung: +5.00 [5]

Da ich immer gut einschlafe, aber so gut wie nie durch, muss ich wohl "weiß nicht" ankreuzen. Ich weiß nicht, wie ich schlafe... wenn das mal nicht unzurechnungsfähig ist!

Aber gleich die erste Frage ist auch köstlich. Natürlich haben sich meine Schlafgewohnheiten geändert. Ich lebe doch nicht mehr wie als Teenager! Heute bin ich diszipliniert und versuche immer, 8 Stunden zu schlafen. Kann ich das? Nein, ich habe nämlich ein kleines gravierendes Schlafproblem. Es ist drei Jahre alt und liebt es, mir nachts einen Fuß ins Gesicht zu stemmen. Ich kann es kaum erwarten, dass sich meine Schlafgewohnheiten mal wieder ändern!

Wenn ich tatsächlich mal Alkohol trinken würde, bin ich nicht sicher, ob "Schuldgefühle" der richtige Ausdruck wären für etwas, was man 41 Jahre lang vermieden hat!

Hier fehlt ganz klar eine Spalte mit "Die Frage ist zu schlecht gestellt, als dass man sie vernünftig beantworten könnte". Aber der Ersteller des Formulars war sich wohl zu sicher, dass das niemals eintreten könnte.

15. November 2020 16:45 Uhr: Von Dr. Thomas Kretzschmar an airworx Aviation Bewertung: +2.00 [2]

Drei Fragen sind als Falle eingebaut um zu erkennen, ob man sein Gehirn eingeschaltet hat. Und jeder fünfte muss es bei mir korrigieren, weil er drauf reingefallen ist. Doppelte Verneinung ist eben schwierig zu durchschauen. Wohl auch für airworx_aviation

15. November 2020 18:13 Uhr: Von Erik N. an Dr. Thomas Kretzschmar Bewertung: +1.00 [1]

Die meisten dieser Bögen, sofern sie im Management Assessment angewendet werden (mit anderen Fragen), testen auch, wie weit sich jemand positioniert - also links und rechts, aber nicht in der Mitte ankreuzt.

Soll das bei diesem Bogen auch so sein ?

Und wer beantwortet die Frage nach Schuldgefühlen nach Alkoholkonsum ernsthaft ?

Ja - bin ex Alki,
nein - bin verantwortungslos ?

15. November 2020 19:19 Uhr: Von airworx Aviation an Dr. Thomas Kretzschmar Bewertung: +1.00 [1]

Hahahaha

dann bin ich wohl durchgefallen ..mir war nur eine "nein" Frage erinnerlich... oder ich hatte mein Gehirn nur zu 30 % eingeschaltet.

lg

16. November 2020 07:30 Uhr: Von Stefan Jaudas an Dr. Thomas Kretzschmar

Welche drei Fragen sollen das sein?

Ich kann, ehrlich gesagt, mit praktisch keiner Frage was anfangen.

Beispiel: Habe ich Schuldgefühle, wenn ich Alkohol trinke? Ähm, diese Frage ist schlicht irrelevant, weil ich gar keinen Alkohol trinke. Also kann ich weder Schuldgefühle haben deswegen, noch kann ich keine haben.

16. November 2020 10:05 Uhr: Von Dr. Thomas Kretzschmar an Stefan Jaudas Bewertung: +1.00 [1]

Dann schreibt man eben in die Spalte: ich trinke keinen Alkohol. Ist das so schwierig, dass man dafür sich soviel Gedanken machen muss? Zumal im Normalfall der Fragebogen beim Fliegerarzt im Stapel verstaubt.

Jeder beantwortet doch die Fragen, die bei der Einreise in die USA gestellt werden. Wenn die EASA (nicht das LBA) auch merkwürdige Fragen stellen möchte, dann ist das doch verständlich. Schließlich machen wir doch alles mit, was die Amis machen, nur mit 10-20 Jahren Verzögerung. Also haben wir vielleicht in 20 Jahren einen USA-stämmigen Deutschen als Bundeskanzler mit dem IQ des jetzigen POTUS

16. November 2020 10:18 Uhr: Von Olaf Musch an Dr. Thomas Kretzschmar

Dann schreibt man eben in die Spalte: ich trinke keinen Alkohol. Ist das so schwierig, dass man dafür sich soviel Gedanken machen muss?

Was schreibt man denn, wenn man zwar hin und wieder ein Glas trinkt, aber erstens nicht viel, zweitens selten, drittens NIE vor Flügen?

Eigentlich sollte die Frage ja eher um "...unmittelbar vor Flügen..." ergänzt werden, oder?

Und wenn man als normalsterblicher PPLer nicht weiß, was mit der Auswertung des Fragebogens passiert, macht man sich schon so seine Gedanken. Eine falsche Antwort, und das Medical ist weg? Wo ist das Limit? Wie ist das Bewertungsverfahren?

Olaf

16. November 2020 14:05 Uhr: Von Friedhelm Stille an Dr. Thomas Kretzschmar

Deutschland hatte schon einmal einen Kanzler mit Migrationshintergrund.

16. November 2020 14:15 Uhr: Von Hubert Eckl an Friedhelm Stille Bewertung: +1.00 [1]

...und Österreich ist seither glücklich darüber, daß die Welt Beethoven für einen Österreicher und Hitler für einen Deutschen hält..

16. November 2020 14:15 Uhr: Von Wolff E. an Friedhelm Stille

Bös....

16. November 2020 15:06 Uhr: Von Sven Walter an Hubert Eckl Bewertung: +1.00 [1]

Hab noch nie gehört, dass ein Ausländer Ludwig van Beethoven für einen Ösi hielt...


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