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109 Beiträge Seite 1 von 5

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Luftrecht und Behörden | Windräder  
14. Februar 2020 18:01 Uhr: Von Willi Fundermann 

Ein weiterer guter Grund, den Transponder einzuschalten. Windräder sollen künftig nur noch "blinken", wenn sie ein Transpondersignal empfangen. Und die Nachtruhe der zahlreichen gestörten Bürger wird endlich wiederhergestellt! Man kann sich problemlos vorstellen, wie viele Bürger sich nächtens schlaflos im Bett hin und hergewälzt haben, weil Windräder ständig "nervige Signale" in ihr Schlafzimmer sandten. Und: "Eine Gefahr für Fluggeräte besteht laut Bundesregierung nicht". Na dann!

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/das-blinken-der-windraeder-hat-bald-ein-ende-a-7d8c7c04-68c8-45a6-8ec3-5fcb8628f95e

14. Februar 2020 18:31 Uhr: Von Wolfgang Winkler an Willi Fundermann Bewertung: +3.00 [3]

Im Umkehrschluss bedeutet das:

Wenn zukünftig die Windräder dann doch wieder zu blinken anfangen, geht mal wieder ein VFR Nachtflieger seiner nachtruhestörenden Betätigung nach und terrorisiert ganze Landstriche. Das hat zwar bisher kaum einer überhaupt mitgekriegt, aber mit den blinkenden Windmühlen wird das natürlich jetzt alles ganz anders //sarcasm off//

Machen wir mal eine FMEA:

1. VFR-Nachtflieger im Anflug - Windrad blinkt - VFR-Nachtflieger weicht aus => OK

2. Kein VFR-Nachtflieger im Anflug - Windrad blinkt nicht => OK

3. Kein VFR-Nachtflieger im Anflug - Windrad blinkt trotzdem (warum auch immer) => Technik spinnt halt manchmal...

4. VFR-Nachtflieger im Anflug - Windrad blinkt nicht - Kollision => Suche nach dem Schuldigen

Um hier "fail safe" zu werden, bräuchte es also zwingend eine Art RAIM für alle Windrad-SSR-Empfänger sowie die sofortige Aktivierung des Blinklichts, wenn diese ein negatives Ergebnis liefert. Weiß jemand, ob man darüber bereits nachgedacht hat und wie so etwas technisch aussehen könnte?

An der Kreuzung vor meinem Büro hat "Sabine" diese Woche den Peitschenmast der Lichtsignalanlage um 90 Grad von der Fahrtrichtung weggedreht, so dass deren Signale aus der Hauptverkehrsrichtung nicht mehr erkennbar waren. Somit sind alle Fahrzeuge natürlich ungerührt da durchgebrettert, während die Signale der Nebenstraße (auf einem anderen Mast) trotzdem alle 60 Sekunden brav auf "grün" gingen. Notabschaltung wegen offensichtlich lebensgefährlicher Fehlerbedingung? Fehlanzeige. Hat wohl noch keiner dran gedacht. Aber bestimmt ist der Ampelhersteller ISO-zertifiziert. Zum Glück hat es keine Toten gegeben.

Zurück zu den Windrädern: Würde mich also nicht wundern, wenn da noch keiner an RAIM gedacht hat.

14. Februar 2020 19:26 Uhr: Von Papa Fox an Wolfgang Winkler

habe auch kurz überlegt, wie wollen die das technisch lösen? und soll nun jedes windrad nachgerüstet werden? welcher lobbyist für welches unternehmen hat sich da sein fleissbienchen mit diesem saudummen vorschlag verdient?

jeder depp mit 1090 Mhz transmitter und einem 30,- eur raspi kann demnächst die lampen ein und ausschalten? na prima...

14. Februar 2020 19:47 Uhr: Von Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu an Papa Fox Bewertung: +1.00 [1]

Der Mensch mit dem Raspi dürfte mehr Befriedigung daran finden, Dich mittels TCAS in den Go-Around zu schicken, als Windradlämpchen zu schalten. Das Strafrecht muss da ausreichen.

Ich finde den Vorschlag eigentlich ganz sinnvoll.

14. Februar 2020 21:31 Uhr: Von Sebastian G an Willi Fundermann

Mich würde interessieren wie das technisch gehen soll:

ADS-B Empfanger wäre billig und einfach. Aber da es keine ADS-B Pflicht gibt dürfte das nicht gehen.

Also braucht das Windrad ein aktives TCAD/TCAS bzw. ein volles Sekundärradar. Das sollte funktionieren, ist aber um den Faktor 100 teurer und man braucht die RegTP etc.

Ich bin leider in Luftrecht nicht gut genug aber gibt es im Luftraum Golf, da dürften die Windräder ja typischerweise stehen, nachts Transponderpflicht? Oder hat jemand ohne Transponder einfach Pech, natürliche Hindernisse haben ja auch keine roten Lampen...

VFR Flugzeuge dürfte das am Ende auch nur selten betreffen, wer fliegt schon nachts so tief. Eigentlich geht es vermutlich um die ganzen Hubschrauber.

14. Februar 2020 22:28 Uhr: Von Jan Brill an Sebastian G

Ich bin leider in Luftrecht nicht gut genug aber gibt es im Luftraum Golf, da dürften die Windräder ja typischerweise stehen, nachts Transponderpflicht?


Ja, nachts besteht im dt. Luftraum auch für VFR eine gernerelle Transponderpflicht. Die Behörden denken eben an alles.

Jan

15. Februar 2020 00:18 Uhr: Von Andreas Ni an Jan Brill Bewertung: +2.00 [2]

Transponder hin Transponder her - Windräder schaffen auch tagsüber Schlagzeilen:

https://www.bea.aero/fileadmin/documents/docspa/2008/n-te080404/pdf/n-te080404.pdf

die Baron wurde übrigens repariert und fliegt wieder ... zu bemerken sei vielleicht noch, im Gegensatz zu Mickeys, die sich bereits in Wäschespinnen verheddern, fliegt eine Baron einfach weiter, selbst wenn die Windmühle die Tips der Tragflächen beidseitig kappte. Don Quijote würde somit heutzutage Baron fliegen.

15. Februar 2020 06:07 Uhr: Von Stefan Jaudas an Andreas Ni Bewertung: +8.00 [8]

Nee,bei einem UL würden hier manche behaupten, so dumm können nur Mickeys sein, wegen der angeblich miesen Ausbildung, dem falschen Risikobewußtsein, wegen der Mondphasen, usw. Einem per Definition echten und richtigen top ausgebildeten immer alles richtig machenden Piloten mit amtlichem Schein und vier Streifen auf dem Hemd würdes sowas blödes gar nie nicht passieren.

Muss ein Franzose gewesen sein bei diesem Unfall. Einer mit ULM-Schein ... ach so, war ein Tommy ...

https://www.bfu-web.de/DE/Publikationen/Statistiken/Jahresberichte/BFU%20Jahresstatistik%202018.pdf?__blob=publicationFile

15. Februar 2020 08:29 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Stefan Jaudas Bewertung: +4.00 [4]

Bei diesem VFR Flug in einer Höhe von stellenweise nur ca 200 Fuss über Grund, bei lokal ovc 100', und Sicht unter 800m hatte der emotional abgelenkte (und womöglich daher nicht flugtaugliche) Pilot und sein Passagier wohl das gesamte Glück seines Lebens ausgeschöpft.

Ach ja: kein UL. Natürlich. Sowas macht man besser mit höherwertiger Lizenz und Ausbildung. Ironie aus.

15. Februar 2020 09:55 Uhr: Von Andreas Ni an Stefan Jaudas

Gar nicht so schlecht, gar nicht so verkehrt, was Du da so schreibst, Stefan. Sieht man ja bereits an all Deinen grünen Einsen(die werden ganz sicher noch zunehmen :-) .

Nur das mit den Mondphasen, irgendwie mag das nicht zur Baumarktkultur passen, vielleicht sollten wir Fliegermax um Rat bitten, er kennt sich schließlich mit Mickeys sehr gut aus. (Wie wird man eigentlich "Mickey-Sachverständiger"?)

15. Februar 2020 10:11 Uhr: Von Olaf Musch an Sebastian G Bewertung: +2.00 [2]

VFR Flugzeuge dürfte das am Ende auch nur selten betreffen, wer fliegt schon nachts so tief. Eigentlich geht es vermutlich um die ganzen Hubschrauber.

Hoffentlich willst Du damit nicht zum Ausdruck bringen, dass Hubschrauber nicht so wichtig sind...

Wer von Euch mal nachts auf RTH/ITH/SAR angewiesen sein sollte (was ich niemandem wünsche), wird für jeden Heli dankbar sein, der nachts fliegen darf und dabei nicht in ein Windrad gerät.

Grundsätzlich halte ich von der Idee des "Blinkens nur bei SSR-Signal" nicht sehr viel. Wie bei vielen "tollen Ideen" für die Luftfahrt wird auch hier das Thema Sicherheit und Zulassung sehr klein gedacht (s. Post bzgl. "VFR-Flug kommt, Windrad blinkt aber nicht").

Davon habe ich auch weitere Beispiele:

Ich habe in einem Forum (zum Thema Ausweichen von autonomen Drohnen) schon mal gelesen "dann kommt da halt ein kleiner Kasten in den Heli, und dann klappt das schon". Auf die Fragen, was der Kasten denn genau alles können müsse, wer den bezahlen solle und wie man den luftfahrtmässig zulassen könne, habe ich dann "och, mach Dir mal keine sorgen, das wird sich schon regeln" bekommen. Sehr schlau.

Woanders liest man: Einfach mal moderne Triebwerke einsetzen, dann spart man CO2. Jo, stimmt, aber die Zulassung und den Umbau (bei teilweise erheblichen Längenunterschieden) will dann irgendwie auch keiner bezahlen...
Und ob es soviel sparsamer ist, die neueste Version einer PT6 in alle Lfz einzubauen, die mit einer beliebigen alten PT6 ausgestattet sind...

Oder zum Thema Passagier-Drohnen: "Dann baut man halt so Plätze, wo die starten und landen können" - "Könnte das ein Flugplatz sein?". "Ne Flugplätze sind doch böse. Ich meine eher so - eh - warte mal ...".

Experten...

Olaf

15. Februar 2020 10:12 Uhr: Von Andreas Ni an Flieger Max L.oitfelder

".....Pilot und sein Passagier wohl das gesamte Glück seines Lebens ausgeschöpft......"
Baron-Piloten haben 7 Leben. Genau wie Mickeys. Nur verzocken die Mickeys schneller mal das Eine oder Andere.

15. Februar 2020 10:25 Uhr: Von Papa Fox an Andreas Ni Bewertung: +2.00 [2]

nein sie verzocken die nicht. sie reinigen die verbrauchten leben und hängen sie vor gebrauch auf eine wäschespinne zum trocknen auf... recycling ist in

15. Februar 2020 10:56 Uhr: Von Andreas Ni an Papa Fox

Lass mich raten: Baumarkt(!)-Wäschespinne???
10% auf alles außer Tiernahrung :-)))))

15. Februar 2020 11:21 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Andreas Ni Bewertung: +3.00 [3]

Wie man Sachverständiger für "Mickeys" wird weiß ich nicht, bin keiner. Wie man Experte für infantilen Humor wird der sich auf ein einziges Thema beschränkt kannst Du uns dagegen sicher beantworten. Der Don Quijote in der Baron hat ja nur deswegen überlebt weil er mit einer richtigen Ausbildung in einem richtigen Flugzeug saß, nicht wahr?

15. Februar 2020 11:25 Uhr: Von Eric Frenken an Andreas Ni

Das waren mal 20%. Noch nicht mal das weißt Du ;-)

15. Februar 2020 11:46 Uhr: Von Andreas Ni an Eric Frenken

Wie auch. Bin ja lediglich selbsternannter Mickey-Experte ...

15. Februar 2020 11:48 Uhr: Von Andreas Ni an Flieger Max L.oitfelder

"Wie man Sachverständiger für "Mickeys" wird weiß ich nicht, bin keiner."

Fliegermax, ich erachte Dich sogar ob Deiner Mickey-Comments, Deiner Mickey-Kompetenz und Deiner "Promickey-Geisteshaltung" für eine fürwahr echte "Mickey-Koryphäe", sozusagen der heimliche Häuptling der Mickeywelten.

(Walt Disney würde sich im Grabe umdrehen, könnte er hier mitlesen)

Nachtrag: ob TeeJay neidisch auf Dich wird?? :-)

15. Februar 2020 11:54 Uhr: Von Eric Frenken an Andreas Ni

Wie auch. Bin ja lediglich selbsternannter Mickey-Experte ...

Selbstüberschätzung hat noch nie jemandem gut gestanden!

15. Februar 2020 12:23 Uhr: Von Andreas Ni an Eric Frenken

Na siehste :-)

Deshalb ja auch "selbsternannter Mickeyexperte", auf der Expertenskala von 1-10 kommen die Selbsternannten bei 3.7 - 4.3 in etwa ...

15. Februar 2020 12:40 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Willi Fundermann

Was mich viel mehr interessiert als unterirdisch monotoner Humor ist die Frage nach der Zuverlässigkeit des Systems, wenn Windräder in topographisch ungünstigen Gebieten liegen wo in tiefen Lagen keine SSR-Abfrage erfolgt? Generiert das Windrad dann selbst eine Abfrage damit der Transponder antwortet oder ist das eben Pech?

15. Februar 2020 13:47 Uhr: Von Olaf Musch an Flieger Max L.oitfelder

Die Frage ist ja, ob die Windräder aktiv anfragen sollen, oder die Antwort eines LfZ auf ein SSR-Signal als Startsignal nehmen sollen. Im ersten Fall brauchst Du auch aktives SSR-Radar, im zweiten lediglich einen 1090MHz-Empfänger.

Und in diesem zweiten Fall kommt ja die Antwort von oben, also auch in "abgeschattete" Gebiete.

Olaf

15. Februar 2020 14:49 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Olaf Musch

Das meinte ich ja: wenn das Lfz hoch genug ist um auf ein entferntes SSR-Abfrage zu antworten brauche ich die Hindernisbefeuerung wohl nicht. Die brauche ich erst wenn ich tief im womöglich abgeschalteten Gebiet fliege, dann empange ich aber die Abfrage des SSR nicht und sende keine Antwort aus die die Befeuerung aktiviert.

15. Februar 2020 17:09 Uhr: Von Tobias Schnell an Flieger Max L.oitfelder Bewertung: +2.00 [2]

Nun habe ich vom nächtlichen Hubschrauber-Tiefflug genau gar keine Ahnung. Aber wenn die Kollisionsvermeidung mit Windrädern dabei wesentlich auf der Erkennbarkeit einer Hindernis-Befeuerung basiert, halte ich dieses Konzept einer on-demand-Beleuchtung für eine ziemlich irrwitzige Idee, und zwar unabhängig davon, ob es sich um ein passives oder ein aktiv Transponder abfragendes System handelt.

15. Februar 2020 17:14 Uhr: Von Stefan Jaudas an Flieger Max L.oitfelder

... danke, danke, ...;-)

Mein Französisch ist praktisch nichtexistent (royeaux-unis kann ich aber noch ausmachen), aber 200ft GND? 100ft OVC? 800m Sicht? Ui. Der hätte wirklich kein Windrad gebraucht. Und einem UL hätte das Gesamtrettungsgerät bei 200 ft auch nichts mehr genutzt. Schon gar nicht in Windradnähe. Dabei sind die BRS in F gar nicht vorgeschrieben ...

Der muss aber zwischen Windrad und Landung aber ei n echtes Reno-Feeling gehabt haben. Race plane conversion leicht gemacht ...


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