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37 Beiträge Seite 1 von 2

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Wartung | Ödruck nach Filterwechsel am Anschlag  
29. Februar 2016: Von Eustach Rundl 
Habe gestern im O360 das Öl gewechselt und den "Steinschlagfilter" mit dem Drucksensor gereinigt. Danach zeigte der Öldruck vollen Anschlag rechts. Bin dann trotzdem geflogen, weil sich alles normal angehört und angefühlt hat. Nach 20 Min war der Spuk vorbei, alles wieder im grünen Bereich. Weiss jemand woran das gelegen haben kann?
29. Februar 2016: Von Mark J. an Eustach Rundl Bewertung: +2.00 [2]
wo ist denn der Öldrucksensor befestigt? Üblicherweise ist er ja irgendwo am Brandschott montiert und über eine Ölleitung an den Ölkreislauf angeschlossen.

Der Beschreibung nach hört es sich so an, als ob eine Unterbrechung im elektrischen Anschluss vorlag. Die Sensoren haben einen kleinen Widerstand (ca. 10 Ohm) wenn kein Druck anliegt. Bei maximalem Druck (z.B. 10 Bar) ist der Widerstand in der Regel 184 Ohm.

Wenn die Verbindung vom Geber zum Messgerät unterbrochen ist (= hoher Widerstand), dann würde die Anzeige den maximalen Druckwert (Anschlag) anzeigen.

viele Grüße
Mark
29. Februar 2016: Von Lutz D. an Mark J.

Das wäre die "billigste" Erklärung. Ein einfacher Geberfehler.

Grundsätzlich ist zu hoher Öldruck nach Ölwechsel aber schon eine Anzeige, die auf große Probleme hindeuten lkann, zumal, wenn es draußen Arschkalt ist. Gut möglich nämlich, dass die Ölpumpe das Öl zwar bis in die Pumpe und zum Sensor bekommt, aber nicht weiter, einfach weil die Fließfähigkeit nicht gegeben ist. Auch ein verstopfter Filter könnte die Ursache sein - was unwahrscheinlich ist, wenn man ihn gerade gewechselt (oder gereinigt hat9 (jedenfalls, wenn man es richtig gemacht hat).

29. Februar 2016: Von Mark J. an Lutz D.
Hallo Lutz,

da hast Du völlig Recht und daher auch die Frage nach dem Ort, wo der Geber montiert ist. Wenn er am Brandschott sitzt, dann ist die Wahrscheinlichkeit für einen elektrischen Fehler (Wackelkontakt) eher gering. Sitzt der Geber jedoch an einer Stelle, wo man bei Ölwechsel "ran" muss, da ist ein Wackelkontakt zumindest wahrscheinlicher.

VG Mark
29. Februar 2016: Von Lutz D. an Eustach Rundl

Fragen wir doch mal so rum: Welches Öl war drin und welches Öl ist drin?

29. Februar 2016: Von Eustach Rundl an Lutz D.
Der Geber sitzt IM Ölfilter. Der Ölfilter sitzt zwischen Brandschott und Lichtmaschine, zwíschen den Magneten mit vier Schrauben. Das ist eine Fummelei sage ich Euch.. Das Öl ist angewärmtes D200 gewesen.. daran liegt es nicht. Aber es ist ohnehin nur eine "nice-to-know"-Frage, weil alles wieder normal ist. Was mich nur wundert, warum bring Lycoming genau da den Ölfilter an? Blöder geht´s nimmer.
29. Februar 2016: Von Mark J. an Eustach Rundl Bewertung: +1.00 [1]
Hallo Hubert,

die Position des Öldurckgebers ist ungewöhnlich. Üblicherweise ist er über eine Ölleitung zwischen dem rechten Magneten und der Vakuumpumpe angeschlossen, siehe Abbildungen unten.




Im Gehäuse des Ölfilters (Pressure screen) ist meist der Öltemperaturgeber eingeschraubt, siehe hier:

29. Februar 2016: Von Eustach Rundl an Mark J.
Danke Mark.. Kann jetzt kein Bild senden, da ich nicht am Hangar bin.. Aber gibt es wirklich so viele Varianten im Lycoming O360? Ich habe die Zusatzbuchstaben nicht im Kopf. Es ist die Variante mit Verstellprop, Primer, ein merkwürdiger Vierkant als Ölablassschraube und sonst auch recht unübersichtlich, zumindest im Vergleich mit dem sehr vertrauten O200 A.
29. Februar 2016: Von Reinhard Thormeyer an Eustach Rundl
Die BO 207 hat einen O-360 A 1 A, rechtsdrehend...

Und lt. dem mir vorliegenden Wartungshandbuch, Ausgabe 1961, heißt es in Teil V:

" Bei sehr kalter Witterung deuten Schmierstoffdruckanzeigen bis zu ungefähr 4 kg / cm² (100 psi ) nicht unbedingt auf eine Funktionsstörung hin "

Frage: Hast Du ein WARTUNGS-HANDBUCH für die 207 ?
29. Februar 2016: Von Eustach Rundl an Reinhard Thormeyer
Ja, habe ich. Aber in die BO wurde 1992 ein O360 mit Primer ganz offiziell eingebaut. Das ist nicht der ursprüngliche Motor, trotzdem werde ich mal den Tipp beherzigen.. danke.
2. März 2016: Von Thomas Dietrich an Eustach Rundl
Hubert,

die Illustrationen von J.M müssten zu deiner Bo passen, jedoch kann der Öldruckgeber irgendwo an der Ölgallerie angeschlossen sein. Neuere Lcy Motoren haben ihn vorne angeschlossen. Denk mal darüber nach einen Spin on Filter einzubauen, dann hast Du nur noch alle 50h Ölwechsel, mit dem Screenfilter sind es 25h.

Adapter dafür müsste ich haben. Kommt auf den Platz zwischen Brandspant und Filter an.
2. März 2016: Von Wolfgang Lamminger an Thomas Dietrich
Denk mal darüber nach einen Spin on Filter einzubauen, dann hast Du nur noch alle 50h Ölwechsel, mit dem Screenfilter sind es 25h.

Kann ich dringend empfehlen - hatten wir in DR400 und PA16 - erleichtert den Ölwechsel erheblich!
2. März 2016: Von Eustach Rundl an Wolfgang Lamminger

Da wird vermutlich kein Platz sein.. aber gibt es so was nicht auch einfach auf die Ölablasschraube zu schrauben?Das andere ist übelste Fummelei.. Du brauchst eine Gynäkologenausbildung um an den Adern, Organen und Knochen vorbei an den Filter zu kommen, den abzuschrauben, rauszuzirkeln und das Ganze retour.. Wenn die vier Schrauben greifen..

2. März 2016: Von Mark J. an Eustach Rundl
wir haben den Adapter von B&C (BC-700) in unserer DR400. Bei der DR400 geht es schon sehr eng zwischen Motor und Brandschott zu und trotzdem passt der Adapter rein. Er wird anstelle des "Oil pressure screen housings" montiert. Das vernatherm valve (Ölkühler By-pass-Ventil) wird im Adapter montiert. Einen Anschluss für einen eventuellen Temperatur- oder Drucksensor gibt es auch.

Für den Ölablass haben wir so ein Schnellventil, siehe Bilder:



viele Grüße
Mark



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2. März 2016: Von Eustach Rundl an Mark J.
um in der Sprache der Jugend zu bleiben: geil! Bleibt nur die Frage, wer macht das? Was kostet das? Danke Euch allen für die wertvollen Hinweise
2. März 2016: Von Mark J. an Eustach Rundl
Hallo Hubert,

den BC 700 haben wir bei Aircraft Spruce gekauft (~€415): https://www.aircraftspruce.eu/b-c-oil-filter-adapter-kit-w--stc.htm

Der Einbau erfolgte bei Gomolzig (Koblenz) im Rahmen einer MOGAS-Umrüstung unserer DR400. Daher habe ich keine Kosten parat, da die paar Stunden für den Einbau "im Rauschen" der MOGAS-Umrüstung (~10K€) untergegangen sind.

Man muss den Ölkühler übrigens an anderen Stellen am Motor anschließen. Infos dazu kann ich bei Bedarf per Mail senden.

Viele Grüße
Mark
2. März 2016: Von Eustach Rundl an Mark J.
Danke Mark.. 10K = ein Ausschlusskriterium.. no way.. Das sind ja unglaubliche Preise! Dafür bekommst Du einen nagelneuen Dacia. :-) langsamer, häßlicher, aber mit weniger Hangarkosten.. :-) :-)
2. März 2016: Von Malte Höltken an Eustach Rundl Bewertung: +1.00 [1]
Wenn es da ein Platzproblem gibt, kann man auch einen durch Schlauchleitungen versetzten Ölfilter einbauen. Ob es den für die 207 gibt bzw. für Deinen Motor weiß ich allerdings gerade nicht.

https://www.airwolf.com/aw/products/remote-mount-oil-filter-kits

@Mark: Was kostet denn an der Mogas-Zulassung der DR400 10k€?
2. März 2016: Von Mark J. an Eustach Rundl
die MOGAS-Umrüstung lohnt sich nur wenn man auch reichlich fliegt. Bei 150 Stunden im Jahr spart man schon ganz ordentlich: 150h x 35l/h = 5250 Liter. Bei einer Preisdifferenz zw. 100LL und Super-Plus von ca. 1 Euro sind die 10K€ für den Umbau nach zwei Jahren wieder drinnen. Ein weiterer Vorteil für meinen Verein war es, dass wir jetzt für alle Motorflieger den gleichen Sprit kaufen.

Am besten am MOGAS finde ich jedoch die Wartung der Zündkerzen. Früher sah es in den Kerzen aus wie in einem Bleibergwerk. Jetzt ist alles schön sauber und das Reinigen der Kerzen ist schnell erledigt.

Um nochmal auf den Ölfilteradapter zurückzukommen. Den Einbauaufwand würde ich auf 2 bis 5 Stunden einschätzen, ja nach Zugänglichkeit es Motors von hinten.

viele Grüße
Mark
2. März 2016: Von Andreas Ni an Eustach Rundl Bewertung: +1.00 [1]
den BC 700 haben wir bei Aircraft Spruce gekauft (~€415): https://www.aircraftspruce.eu/b-c-oil-filter-adapter-kit-w--stc.htm


So ein Ding ist in maximal 2-3 Stunden eingebaut, bei manchen Flugzeugtypen, je nach Platz, auch in unter einer Stunde.
Die 10.000 schlossen doch andere Arbeiten ein?!

Manchmal erschreckt es mich, wie oberflächlich hier Beiträge gelesen werden, und wie wenig technisches Mitdenken Manche an den Tag legen.
Das Ersetzen des Ölsiebes durch die Option, das Öl zu filtern, ist allemal den Einsatz wert. Es sind nicht nur die längeren Ölwechselintervalle, sondern auch saubereres Öl und weniger Rückstände, die sich in allen möglichen Ecken innerhalb des Motors ansammeln; allein, was man beim Demontieren des Propellers aus der Bohrung in der Kurbelwelle für einen Schmanz und Schlurps rauswischen kann, je mehr davon im Filter gesammelt wird, desto besser.
Im übrigen gilt bei den Ölwechselintervallen auch die zeitliche Vorgabe zu berücksichtigen. Continental verlangt im Maintenance Manual dreimaliges Ersetzen des Öls jährlich, bei Lycoming bin ich mir nicht mehr so sicher, ich glaube aber, da wird von zweimal jährlich gesprochen. Der Grund ist das Oxydieren des Öls, bzw. die Schäden, die dadurch im Motor angerichtet werden können.
2. März 2016: Von Timm H. an Eustach Rundl
Huuuuubert,
mussu richtich lese! ;-))

Natürlich kostet der Einbau dieses Adapters KEINE 10.000€!! Das galt für den gesamten Umbau auf MOGAS.
Das dauert auch wirklich ein bisschen länger als 3h.

Rechne einfach mal 80€ pro Std. (brutto) mal 3h. Rest kannst du selbst.
Auch mal überlegen was du an Zeit und Schmerzen sparst. Nicht immer nur $$$$$!!

Ein Service-Techniker für einige unserer Spezial-Maschinen kostet gerne mal 200€ pro Stunde. Plus Anfahrt, Unterkunft, Verpflegung. Nur mal so...
Alles eine Sache der Perspektive.

T.
2. März 2016: Von Mark J. an Andreas Ni
Beitrag vom Autor gelöscht
2. März 2016: Von Andreas Ni an Mark J.
ICH(!) habe das ja auch genau so gelesen, Mark :-))
2. März 2016: Von Eustach Rundl an Timm H.

Ja Timm! ihr habt ja recht.. Bin auch mittlerweile der Meinung, ein Oldtimer wie die BO207 kann nur von einem zumindest mechanikaffinen Owner betrieben werden. Ich habe allerdings die letzten zwanzig Jahre ein unterkühltes Verhältnis zu den Profis entwickelt. Was ich verarscht worden bin passt auf keine Kuhhaut. Ich habe reelle Arbeit immer anstandslos und sofort bezahlt, nicht eine Mahnung. Aber in der Branche ist ein Kostenvoranschlag niemals einzuhalten. Schon die Forderung danach kommt einer Aufforderung zu einem Fellatio nahe.

Mittlerweile kann ich ganz schön viel sicher selbst erledigen. Ich habe von diesem Forum all die Jahre enorm profitiert. Danke allen dafür.

Witzig ist nur, daß mich - nicht nur hier - immer die Zunftgenossen der Knauserigkeit zeihen, welche selbst permanent auf der Flucht vor den Gläubigern sind. Aber das ist nun wirklich ein anderes Thema.

2. März 2016: Von Lutz D. an Eustach Rundl

Schon die Forderung danach kommt einer Aufforderung zu einem Fellatio nahe.

Wie war das mit dem von Enttäuschungen geprägtem Frauenbild? ;)


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