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Reise | GA nach USA ohne Visum  
4. Februar 2016: Von Achim H. 
Wer als EU-Bürger mit dem Privatflugzeug in die USA fliegt, benötigt vorab ein Visum, denn das Visa Waiver Program gilt nur für Linienflüge.

Wer als EU-Bürger in Kanada ist und mit dem Auto in die USA fährt, benötigt dafür kein Visum.

Was ist wenn man mit dem GA-Flugzeug nach Kanada fliegt, kurz vor der US-Grenze landet, mit einem Auto rüberfährt, Pässe stempeln lässt und dann wieder zurück nach Kanada? Darf man dann mit dem GA-Flugzeug in die USA fliegen?

Soweit ich weiß, darf ich beim USA-Urlaub (mit Linie) auch nach Kanada fahren und dort ein Flugzeug chartern und in die USA fliegen.

Kann man mit obiger Methode das Visum umgehen? Nach meinem Verständnis gilt die Visumpflicht deswegen, da die Airlines verpflichtet sind, abgelehnte Passagiere auf deren Kosten wieder nach Europa zu verschicken, während man bei Privatpiloten diese Garantie nicht hat und somit die Leute vorab checken möchte.
4. Februar 2016: Von Jan Brill an Achim H.
... wir haben das Thema bei den Oshkosh-Flügen häufiger. Angenommen einer der Insassen hat kein Visum.


Was geht: In Kanada landen, mit dem Auto rüberfahren, jemand mit Visum fliegt das Flugzeug rüber und der Insasse ohne Visum steigt in den USA ein. Orte, die sich aufgrund der geringen räumlichen Entfernung zweier geeigneter Flugplätze gut für dieses Manöver eignen sind: Niagara Falls und Sault Ste Marie.


Zur Idee sich über eine Landgrenze einen Admittance-Stempel zu holen, zurück nach Kanada zu fahren und dann ohne Visum mit der GA rüber zu fliegen: BAD, BAD IDEA.

Wir haben es ab und zu mal erlebt, dass, wenn ein Insasse einen noch gültigen Admittance-Stempel im Pass hatte er nicht mehr nach dem Visum gefragt wurde und dieses "Verfahren" somit eventuell funktioniert hätte.

Das kommt ab und an mal vor (ca. 20% der Einreisen, meist an Mini-Plätzen wo eh keine Fingerprints genommen werden).

In der Regel wird aber auch dann ein neuer Admittance-Stempel gesetzt und damit wäre die Idee futsch. Was dann passieren würde? Weiss ich nicht. Aber ein Insasse, der ein Visum hatte (nur eben zuhause in der Schublade) durfte 2012 mal $ 1.200 abdrücken. Go figure...

Wichtiger aber noch:

1) Bei diesem "Verfahren" müsste der PIC im eAPIS lügen -> Bad idea

2) Bei der telefonischen Bestätigung der Ankunft mit dem CBP Beamten fragen diese fast immer: "Does everyone on board have a visa?" Man müsste also den CBP-Beamten anlügen -> REALLY BAD IDEA!

Ich würde davon die Finger lassen... wirklich.

viele Grüße
Jan Brill
4. Februar 2016: Von Achim H. an Jan Brill
Herzlichen Dank! Ich weiß aus dem näheren Bekanntenkreis, dass man niemals anderer Auffassung als der US-Immigration-Officer sein sollte, sonst sitzt man mit kleinem Kind und schwangerer Frau bei Drogendealern und anderen Verbrechern in der gemeinsamen Abschiebezelle.

Wie sieht es aus wenn man in den USA in eine GA-Maschine steigt (z.B. Max Oshkosh-Rückflug) und damit zurückfliegt? Kann man dann zuvor mittels Linie und Visa Waiver Program einreisen? Normalerweise interessiert sich ein Staat ja für die Ausreise herzlich wenig aber vermutlich sollte man seinen Pass gestempelt bekommen. Gibt es da Erfahrung?
4. Februar 2016: Von Holger Kutz an Achim H.
Wie sieht es aus wenn man in den USA in eine GA-Maschine steigt (z.B. Max Oshkosh-Rückflug) und damit zurückfliegt? Kann man dann zuvor mittels Linie und Visa Waiver Program einreisen? Normalerweise interessiert sich ein Staat ja für die Ausreise herzlich wenig aber vermutlich sollte man seinen Pass gestempelt bekommen. Gibt es da Erfahrung?



Ich weis nicht ob das legal ist, hat bei mir aber genau so funktioniert.
Einreise mit der Linie, Ausreise mit einem neuen Flugzeug von Cessna.

Grüße
Holger
4. Februar 2016: Von Richard Georg an Holger Kutz

Bei manchen Ländern war bei Einreise mit dem Flugzeug ein gültiger Rückflugticket erforderlich. Solches liegt bei eigenem Flugzeug bzw. GA nicht vor.

In Afrika mussten wir teilweise Bankbürgschaften vorlegen, damit wir im Falle eines Falles dem Staat nicht zur Last fallen.

4. Februar 2016: Von Rudolf Meier an Achim H.
Die Ausreise an sich ist wahrscheinlich nicht die Schwierigkeit. Bei einer späteren Wiedereinreise kann es aber zu Schwierigkeiten kommen, wenn man nicht korrekt in dem System der US Citizenship and Immigration Service ausgecheckt ist. Die Ausreise kann auch nachträglich angemeldet werden: Nachträglicher Ausreise-Nachweis.
4. Februar 2016: Von Holger Kutz an Richard Georg
Bei manchen Ländern war bei Einreise mit dem Flugzeug ein gültiger Rückflugticket erforderlich. Solches liegt bei eigenem Flugzeug bzw. GA nicht vor.



Rückflugticket hatte ich sogar, weil Hin und Rückflug zusammen billiger waren als nu der Hinflug.
In Gander habe ich explizit darauf bestehen müssen den grünen Zettel abzugeben da ich davon ausgegangen bin das es sonst später Probleme geben kann.

Grüße
Holger
4. Februar 2016: Von Jan Brill an Achim H.
Wie sieht es aus wenn man in den USA in eine GA-Maschine steigt (z.B. Max Oshkosh-Rückflug) und damit zurückfliegt?


Rückflug ist unproblematisch. Raus lassen die einen immer. Das Rückflug-eAPIS enthält auch keine Erfassung des Visa- oder Immigration-Status mehr.

viele Grüße
Jan Brill
4. Februar 2016: Von Richard Georg an Holger Kutz
Ist jetzt schon 20Jahre her. Bin bei meinen Amerikaflügen von Kanada kommend in Drummond Island KDRM 
eingeflogen.
Abfertigung kurz und schmerzlos auf der Motorhaube das Beamten, 20 $ Steuer bezahlt, Steueraufkleber
ans Flugzeug und weiter. Dann aber: Bin einmal über die Brücke bei den Niagara Falls nach Kanada, um sie auch von der kanadischen Seite
zu sehen. Die wollten mich trotz Pass und Visa nicht wider zurück nach Amerika lassen, da ich keine Emigration
hatte. Wenn nicht meine Frau dabei gewesen wäre, welche mit Linie nach USA geflogen ist und ihre
Emigration Papiere dabei gehabt hat und ich ihnen erklärt habe, dass mein Flugzeug in Buffalo steht,
wo die erforderlichen Papier sind, hätten die mich nicht wieder nach USA zurück lassen wollen. Nach einer längeren Diskussion und einer Strafe von 5 $ ging es aber dann doch.
4. Februar 2016: Von T. Magin an Jan Brill

Obacht: Kanada hat das dem eAPIS analoge Verfahren eingefuehrt, das sich eTa nennt. Ich denke damit ist es dann aus mit den Sonderloesungen, wie man eAPIS via Kanada umgehen koennte. Hier ein Zitat von

https://www.auswaertiges-amt.de/sid_5AFF30F44AC7EAA7A839101D4DDA3EB0/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/KanadaSicherheit.html?nn=344100#doc344046bodyText4

"Mit Wirkung vom 01.08.2015 wurde in Kanada das eTA-Verfahren (Electronic Travel Authorization) eingeführt. Deutsche Staatsangehörige, die von der Visapflicht für Kanada befreit sind, müssen spätestens ab dem 15.03.2016 im Vorfeld zwingend eine elektronische Einreisegenehmigung einholen, um auf dem Luftweg nach Kanada einreisen zu können. Für Einreisen auf dem Landweg ist dies nicht erforderlich. Einzelheiten zum Antragsverfahren siehe unten."

D.h. Stand heute koennt ihr noch ohne Voranmeldung nach Kanada fliegen und auf dem Landweg in die USA einreisen. Ich hab's gerade via Vancouver nach Seattle ausprobiert. Aber ab 15.03. ist wohl Schluss damit. Dann muss man sich bei den Kanadiern elektronisch voranmelden.

Gruss

Thomas

5. Februar 2016: Von Sebastian G____ an T. Magin
Obacht: Kanada hat das dem eAPIS analoge Verfahren eingefuehrt, das sich eTa nennt. Ich denke damit ist es dann aus mit den Sonderloesungen, wie man eAPIS via Kanada umgehen koennte.

Eigentlich ändert sich damit doch nicht so viel. Bisher musste man mit einem GA Flugzeug CANPASS anrufen und man hat quasi telefonisch alle Angaben durchgegeben. Nun macht man das eben online.

Der Knackpunkt bei den USA ist ja das Visum nicht eAPIS. eAPIS kann jeder schnell eintippen aber das Visum zu beantragen ist kompliziert und es erfordert viele Wochen wenn nicht Monate Vorlauf.
5. Februar 2016: Von Gerd Wengler an T. Magin

Moment mal. Kanada hat eine Prozedur (eTA)eingeführt, die dem amerikanischen ESTA entspricht. Von eAPIS für Private Flyers ist keine Rede! Ich habe gehört, daß Kanada in der Zukunft eine der eAPIS ähnliche Prozedur einführen will, aber konkret ist das noch nicht der Fall. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Private Flyers, die nach Kanada fliegen wollen, ein eTA ausfüllen müssen. Nach wie vor gelten die bisherigen CANPASS Regeln. Ich soeben mit CANPASS gesprochen und dies bestätigt.

5. Februar 2016: Von Gerd Wengler an Sebastian G____
"Eigentlich ändert sich damit doch nicht so viel. Bisher musste man mit einem GA Flugzeug CANPASS anrufen und man hat quasi telefonisch alle Angaben durchgegeben. Nun macht man das eben online."

Das ist FALSCH! Es hat sich nichts geändert.
6. Februar 2016: Von T. Magin an Gerd Wengler
Du hast recht, ich hab ESTA mit eAPIS durcheinandergeworfen und hab da wohl die falsche Schlussfolgerung für Kanada gezogen.

Sorry, Thomas
6. Februar 2016: Von Michael Frank an Jan Brill
Die USA geben ja nicht so gerne Visum heraus. Deshalb haben die ja auch ESTA eingeführt.

Wenn ich das jetzt so lese, dann klingt das doch nach einem validen und driftigen Grund ein B2-Visum beantragen zu können, oder sehe ich das etwa falsch?
8. Februar 2016: Von Gerd Wengler an Michael Frank

dann klingt das doch nach einem validen und driftigen [sic] Grund ein B2-Visum beantragen zu können

So ist es. Viele meiner Verwandten oder Freunde deutscher Staatsangehörigkeit haben ein solches Visum, da sie mit mir von Kanada in die USA (OSH!) fliegen. Es erfordert einigen bürokratischen Aufwand (z.B. Interview in der Botschaft oder Konsulat), ist aber an sich sehr einfach zu bekommen. Verrückterweise ist aber die Grenzüberquerung per Landweg für Visa Inhaber etwas komplizierter. Ohne Visum wird man nach Überprüfung im Auto durchgewunken, mit Visum muß man aus dem Auto raus, in das Büro und dort eine kleine Gebühr bezahlen. Bizarr, aber letztlich meiner Mutter so geschehen.

14. September 2016: Von Gerd Wengler an Gerd Wengler

Kanada hat nun endgültig eTA eingeführt, was dem amerikanischen ESTA entspricht (nicht dem eAPIS, das ist etwas anderes). Guido machte mich darauf aufmerksam, es scheint so zu sein, daß nicht kanadische oder US Staatsbürger nun auch einen eTA Antrag stellen müssen, wenn sie mit einem nicht-kommerziellen Flugzeug nach Kanada fliegen. Ist aber ganz einfach zu machen.

Gerd

14. September 2016: Von Alexis von Croy an Gerd Wengler

Ich habe noch in einem uralten grünen Pass ein B-2-Visum. Gilt das noch wenn diesen Pass dabei habe?

14. September 2016: Von Achim H. an Alexis von Croy

Ein Visum das nach dem Ablaufdatum des Passes abläuft, gilt weiter, sofern ein aktueller Pass ebenfalls mitgeführt wird. Allerdings gilt ein B2 doch maximal 10 Jahre und den grünen Pass gibt es schon länger als 10 Jahre nicht mehr?

14. September 2016: Von Alexis von Croy an Achim H.

Ich habe damals, 1978 als Schüler, ein unbefristetes B-2-Visum bekommen. Dieses gibt es schon lange nicht mehr, wurde irgendwann abgeschafft. Muss ich mal bei der Botschaft fragen ...

14. September 2016: Von Alfred Obermaier an Alexis von Croy Bewertung: +1.00 [1]

Alexis, auch ich hatte ein lebenslanges B2 Visum im grünen Reisepass.

Es gibt kein lebenslanges Visum mehr für "Aliens". Auch der Waiver gilt nur für Einreise in Amiland mittels Airline oder per Seereise, nicht dagegen für die Einreise per Company Plane.

Per Auto von Toronto nach Detroit war nicht so einfach. Stop, Wartezeit, Interview, Fee 20 Dollari, schon einige Tage her.

14. September 2016: Von Gerd Wengler an Alfred Obermaier

Die Einreise als Deutscher in die USA per Auto geht problemlos. Außer – und das ist der Hohn – man hat ein Visum. Dann nämlich muß man aussteigen, zu einem Büro hingehen und dort $20 oder so abdrücken. Das erklär mir mal einer.

14. September 2016: Von Bernd Mann an Jan Brill

Ich muss zugeben, ich hab es seit eAPIS noch nicht gemacht.

Aber ich hatte in 2007 mal den Fall, dass meine Frau (damals noch Freundin) mit VisaWaiver über die USA auf die Bahamas geflogen ist und mit mir im Privatflugzeug zurück wollte.

Ich habe bei CBP nachgefragt und man hat mir bestätigt, dass das mit einem noch gültigen (<90 Tage) I94 ok sei. Ich selbst habe seit Ewigkeiten ein E2 Visum und somit kein Problem, aber wir wollten den Aufwand mit dem B2 für einen Flug vermeiden.

Ich würde so etwas aber nie ohne vorherige, schriftliche Anfrage bei CBP machen.

Bernd

14. September 2016: Von Alfred Obermaier an Bernd Mann

Ähnliche Erfahrung in 2009. Einreise USA mit Airline, also mit Waiver in MIA, dann Seereise mit Cruiseship und Entry in FLL. Ausreise mit PA28 auf die Bahamas, nach 2 Wochen zurück und Einreise über FLL. I-94 und gut war es, so einige Fragen zu "crazy Germans coming from the Bahamas?" und gut war es. Allerdings hatten wir eApis fur Aus- und Wiedereinreise gemacht.

Customs war anstrengend mit Tausenden verfänglichen Fragen.

15. September 2016: Von ingo fuhrmeister an Alfred Obermaier Bewertung: -1.00 [1]

als mein opa mütterlicherseitz flugblätter 1940 über NY abgeworfen hat, brauchte er auch kein visum - ging alles glatt mit einflug und ausflug - kein hahn hat gekräht....

mfg

ingo fuhrmeister


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