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Das neue Heft erscheint am 1. Dezember
Streichung von IFR-Verfahren: Bürokratie in Höchstform
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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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30. Januar 2009 Jan Brill

Magazin: Ausgabe 2009-02


Heute erscheint das neue Heft, Ausgabe 2009/02

Die Cessna 210, neue EASA-Entwürfe und Flugausbildung in den USA sind die wesentlichen Schwerpunkte der aktuellen Ausgabe von Pilot und Flugzeug. Im neuen Heft müssen wir uns zunächst mit den EASA-Entwürfen (NPA 2008-22) für die "Organisation Requirements" beschäftigen. Diese Bestimmungen bilden die Grundlage für Betriebsgenehmigungen und Handbücher in Ausbildungs- und Flugbetrieben. Um die grundlegenden Weichenstellungen die mit diesem NPA vorgenommen werden besser ins Verhältnis zu setzen, schauen wir über den Tellerrand und betrachten anhand eines Praxisbeispiels auch ausführlich die rechtlichen Grundlagen und Vorgaben bei der Flugausbildung in den USA.


Ab heute in Ihrem Briefkasten oder bei ausgewählten Zeitschriftenhändlern – die neue Ausgabe von Pilot und Flugzeug.
Dabei versuchen wir am Beispiel einer normalen PPL-Schulung in Amerika herauszuarbeiten, wie eine standardisierte und qualitativ hochwertige Flugausbildung mit minimalem bürokratischen Überbau auch ohne zwingende Bindung an Ausbildungsbetriebe (ATOs) ablaufen kann.


Im Test: Der IFR-Truck

Im Praxistest geht es dann um den Renn-LKW unter den IFR-Singles: Die Cessna 210. Unübertroffene Zuladung, gute Wettertauglichkeit und eine solide Performance machen das Flugzeug zu einer optimalen Wahl, wenn man mit drei oder mehr Personen nach IFR unterwegs sein möchte. Dabei hat die Cessna 210 eine bemerkenswerte Pro­dukt­evo­lution hinter sich. War die im Jahr 1960 erstmals angebotene originale „Two-Ten“ kaum mehr als eine C182 mit Einziehfahrwerk, ent­wickelte sich die Centurion bis zu ihrem letzten Pro­duktionsjahr 1986 zu einer pressurized All­wetter-High-Performance Single, die zumindest in Pay­load, Range und Speed sogar mit der PA-46 Malibu mithalten konnte.
Wir stellen in diesem Artikel die verschiedenen Ent­wick­lungsstufen der C210 vor und geben einen Über­blick über Vorteile und Probleme unterschiedlicher Baureihen im Gebrauchtmarkt.


Heathrow 777-Crash

In der Rubrik Unfallanalyse stellt Klaus Schulte die aktuellen Erkenntnisse zum doppelten Triebwerksausfall einer Boeing 777 im Landeanflug auf Heathrow vor. Das Unglück, das für Passagiere und Besatzung vergleichsweise glimpflich ausging, erregte vor einem Jahr nicht nur in der Presse großes Aufsehen, Faktoren und Zusammenhänge die zum gleichzeitigen Ausfall beider Turbinen der Triple-Seven führten, geben Unfallermittlern und Fachleuten nach wie vor einige Rätsel auf.


Technik

In der Rubrik Technik zeigen wir dann die aktuellen Stand bei den elektronischen Motorsteuerungen im Kolbenflugsegment (FADEC). Die Hersteller Lycoming und Continental haben in der Vergangenheit immer wieder Entwicklungen in diesem Bereich angekündigt. Wir versuchen durch den Marketing-Hype hindurchzublicken und zu zeigen, welche Lösungen wirklich verfügbar oder wenigstens aussichtsreich sind.


Flugbetrieb: Blaue Briefe vom Slotkoordinator

Piloten, die nach IFR bestimmte deutsche Ver­kehrs­flughäfen anfliegen, flatterten in den letzten Monaten verstärkt Mahnbriefe des Slot­­­ko­ordi­na­tors Claus Ulrich ins Haus. Im scharfen Ton wird den Betroffenen darin ein „vorsätzlicher Verstoß gegen geltendes Recht“ vorgeworfen und ein Ord­nungs­geld bis zu 50.000 Euro angedroht.
Was dabei vor lauter juristischer Droh­gebärde lei­der untergeht, ist die Frage, welches schweren Ver­­gehens sich die Piloten denn schuldig gemacht haben und was sie zukünftig anders machen sollten.


Daneben haben wir noch Texte zum gescheiterten "Hahn-Taler", den für einige Piloten ab März fälligen neuen FAA-Pilotenlizenzen sowie zahlreichen anderen Themen im aktuellen Heft.

Die Ausgabe 2009/02 sollte am Freitag oder Samstag bei den Abonnenten in Deutschland im Briefkasten liegen und ab Samstag auch bei ausgesuchten Zeitschriftenhändlern verfügbar sein.


  
 
 




30. Januar 2009: Von Andreas Heinzgen an Jan Brill
Lieber Herr Brill,

wir wissen ja, daß Sie einige Jahre in den USA gelebt haben. Dennoch wäre es schön, wenn Sie sich bemühten, PuF weitgehend frei von überflüssigen Anglizismen zu halten.

Ein Satz wie "(...) ent­wickelte sich die Centurion bis zu ihrem letzten Pro­duktionsjahr 1986 zu einer pressurized Allwetter-High-Performance Single, die zumindest in Pay­load, Range und Speed sogar mit der PA-46 Malibu mithalten konnte" ist auch für Leser, die des Englischen sehr gut mächtig sind, schlicht eine Zumutung.

Besser wäre "(...) ent­wickelte sich die Centurion bis zu ihrem letzten Pro­duktionsjahr 1986 zu einer All­wetter-Hochleistungs-Einmot mit Druckkabine, die zumindest in Zuladung, Reichweite und Geschwindigkeit sogar mit der PA-46 Malibu mithalten konnte". Das ist nur unwesentlich länger, aber erheblich verständlicher und zudem stilistisch ungleich besser.

Besten Dank!
30. Januar 2009: Von Mathias Göschl an Andreas Heinzgen
Hallo Herr Heinzgen,

also wirklich ... PuF kandidiert nicht für den Deutschen Buchpreis und als Pilot muss ich auch damit rechnen, dass Dokumentation rund um meinen Flieger in Englisch gedruck ist.

Ich kann Ihren Einwand persönlich nicht nachvollziehen und bin eigentlich nur dankbar, dass Herr Brill nicht müde wird auch Sichtweisen aus der GA (= AL) jenseits des grossen Teiches zu publiziere - von mir aus mit Anglizismen, Deutsch mit Österreichischer oder Schweizer Wortfärbung, whatsoever - mir vollkommen Wurscht !

Hauptsache, objektiv und aktuell.
30. Januar 2009: Von Harald Schröter an Mathias Göschl
Wer die Sprache beherrscht, beherrscht das Denken. Deshalb halt ich Anglizismen für vollkommen unnötige Gehirnwäsche.
30. Januar 2009: Von Mathias Göschl an Harald Schröter
oder auch so:

Wer Sprachen beherrscht, beherrscht das Denken.
31. Januar 2009: Von Walter Pohl an Jan Brill
Ja, und für die Bayern bitte auf schwäbisch, bairisch und fränggisch. Was tun Sie eigentlich für die Nord-, Ost- und Südtiroler? Mehrsprachige Ausgaben sind ja wohl das Mindeste, was man von einem Pilotenblett erwarten kann. Inhalt ist Nebensache.

An scheena Sunnda, schönes Wochenende, bonne weekend und
have a nice weekend!
31. Januar 2009: Von Wolff Ehrhardt an Walter Pohl
Un mier Hesse hädden des gern in unnser Landesgebabbel...

Sonst raff isch des nett...

Klierd vor riedof, wie der Hesse sagen würde....
31. Januar 2009: Von Alexander Stöhr an Mathias Göschl
Herr Göschl,

in der Lage mich in fünf verschiedenen Sprachen verständlich zu machen, in dreien davon entweder als oder wie ein Muttersprachler, meine ich etwas über die Praxis mehrerer Sprachen zu verstehen: Solange es in der jeweils gesprochenen Sprache Begriffe und Fachbegriffe gibt, die die zu vermittelnden Inhalte abdecken, sind diese zu verwenden. Alles andere ist entweder mangelnde Sprachbegabung oder schlechter Sprachstil. Leider haben zuviele Marketing-Personen zuvielen anderen Menschen vorgegaukelt, wenn man nicht "Denglisch" spreche, sei man einfach nicht in, oder möglicherweise kein Fachmann.

Die Argumentation, keinen Buchpreis gewinnen zu wollen ist - bitte verzeihen Sie mir meine Direktheit - mehr als armselig. Es kommt aus derselben Ecke wie: "Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!" Gerade eine Publikation, die den Anspruch erhebt, leitende Fachlektüre zu sein, muß zwingend auch die Sprache selbst berücksichtigen und diese Pflegen.
31. Januar 2009: Von Mathias Göschl an Alexander Stöhr
kann mir nicht helfen, irgendetwas verstöhrt mich an solch einer Antwort.

Hab meine Sicht kundgetan, ihre möchte ich nicht weiter kommentieren.

@others: mal Kleinstaaterei, Schutz sprachlicher Minderheiten und intellektuelle Finesse beiseite gestellt, was spräche eigentlich gegen eine Aviation-Fachzeitschrift auf Europäischer Basis - in Englisch. PuF think big ;-)

Hoffe Herr Brill, Sie schlagen ob meinem Vorschlag nicht die Hände über dem Kopf zusammen, denn Arbeit gibt es wohl in D auch bereits mehr als genug. Aber für das Abo eines EU-PuFs dürften Sie gerne auf mich zählen. Und über das Englisch mache ich mir wirklich keine Sorgen.


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1. Februar 2009: Von Harald Schröter an Mathias Göschl
Was spricht gegen eine europäische Ausgabe von PuF in deutscher Sprache, immerhin die am meisten gesprochen Sprache in der EU. Man muss ja dem angloamerikanischen Kulturimperialismus im eigenen Lande noch Vorschub leisten.
1. Februar 2009: Von M Schnell an Mathias Göschl
Warum eigendlich immer Englisch??es ist nachgewiesen das DEUTSCH die Prozentual am häufigsten gesprochene Muttersprache in Europa ist.Was also um Gottes willen sollen wir mit einer in "Angelsächsisch"Verfassten Zeitschrift in "Germanisch"Sprechenden Landen??
Was kommt als nächste tolle Idee?? Flugzeuge Umflaggen auf "EU" oder im Forum nur noch Englisch Babbeln??
Nee nee...das schickt sich net.Ein Volk das seine Eigene Sprache nicht Pflegt ist im Begriff seine Kultur und Identität aufzugeben.Das sieht man an unserer Jugend,die Teilweise nicht in der Lage ist sich "Fliesend" in ihrer eigenen Muttersprache zu unterhalten.Etwas wie "Dennis hat Gestern von sein Bike Gefliecht,die Nose gebrecht und Hose zerreist.Sein Bike hat kein Air mehr im Tire vorn und Paint auch abgefallt ist."

Klingt zwar ulkig wenn mans hört,aber wenn man dann Feststellt das die Person nicht in der Lage ist selbiges auch in "reinem" Deutsch für "Gruftis" Verständlich wiederzugeben muß ich annehmen das wir Erwachsenen unserer Jugend (zumindest was die Sprache angeht)Teilweise ein Schlechtes Vorbild sind.
1. Februar 2009: Von Mathias Göschl an Harald Schröter
Hallo Herr Schröter und Herr Scheuerlein,

muss mich kurz outen, was das sprachliche angeht. Beruflich eigentlich zu 100% in Englisch unterwegs, ansonsten mal einige
Jahre in Frankreich gelebt, dort Dissertation in Französisch verfasst, viel Südamerika & Spanisch... Bin also selbst nicht ganz sprachlos.

Ihren Einwand mit der angloamerikanischem Flut kann ich ein wenig nachvollziehen, trage seit meiner Zeit in Frankreich selbst eine gewisse Abneigung gegen allzu oberflächlichen Lebensstil und Begriffsarmut in mir. Hab mich wohl damals (unbemerkt) bei gutem Wein, Essen und Literatur einer freiwilligen 'Gehirnwäsche' unterzogen...

Aber, ich meine Sprache ist ein dynamisches und heterogenes Gebilde. Will heissen, dass Sie sich in unterschiedlichen Lebensbereichen in unterschiedlicher Ausprägung weiterentwickelt. In den Bildungseinrichtungen eines Landes wird Sprache als eine Norm gelehrt und geprüft. Das ist auch gut so. Ebenfalls will ich nicht kritisieren, dass es Gruppen gibt, die sich besonders um die Sprachpflege verdient machen und von denen Korrekturimpulse ausgehen.

Nicht aber alles was gelehrt wird, dient immer zum Wohle des Volkes (milde ausgedrückt...) auf Lebenszeit und in allen Lagen (für die von Ihnen angesprochenen Jugendlichen ist es durchaus dienlich). Es mag eine Deutsche Eigenart sein, Normen zu verehren, möglichst viel danach zu regulieren und sich in der Gewissheit zu baden, die Menschen vor Übel bewahrt zu haben. Ich empfinde das allerdings persönlich als Bevormundung - auch (oder gerade) bei Sprache.

Die Luftfahrt (und die findet nicht nur im D-sprachigen Raum statt...) ist weitgehnd auf das Englische als internationale, leicht erlernbare Sprache ausgerichtet. Zudem wird diese operationell (und nicht aus irgendwelchen imperial-kulturellen Motiven) noch von den USA dominiert. Dies mag sich irgendwann ändern. Vielleicht werden NOTAMS in 30 Jahre nur noch auf Chinesisch veröffentlicht :-). Aber heute ist es nun mal Englisch.

Deutsch ist wohl die am meisten gesprochene Sprache in der EU, da haben Sie schon recht. Und wenn es realistisch wäre unsere Französischen, Polnischen, etc... Nachbarn davon zu überzeugen, dass es sinnvoll wäre eine Fachzeitschrift (und kein nationales Luftfahrt-Unterhaltungsblatt - hiermit ist PuF ausdrücklich nicht gemeint !) EU-weit in Deutsch zu verlegen, dann wüde ich Ihnen auch zustimmen.

Aber ich halte es zum einen nicht für realistisch, zum anderen für übertrieben einen kleinen Fachbereich mit einer Kontrolle der Sprachnorm (ich zitiere Herrn Stöhr: "muß zwingend auch die Sprache selbst berücksichtigen und diese Pflegen.") zu überladen.

Halte es gewissermassen für die künstlerische Freiheit der Redaktion eines Fachverlages fachlich-korrekt und objektiv so zu berichten wie ihnen der sprachliche "Schnabel" gewachsen ist.

zuletzt: Meinen 'Vorschlag' mit dem Englischen EU-PuF würde ich derzeit auch nicht als realistisch bewerten. War als Denkanstoss gedacht.

alla gut (auf gut Badisch) & schönen Sonntag
1. Februar 2009: Von Lothar R. Kötter an Andreas Heinzgen
Gehen wir zum Ursprung zurück. heinzgen wünscht sich höflich: "wäre es schön, wenn Sie sich bemühten, PuF weitgehend frei von überflüssigen Anglizismen zu halten."
Dann folgt ein Beispiel mit seiner Übersetzung, die mir überzeugend und wenig aufwendig für z.B. Herrn Brill scheint, der zwar kein gelernter Journalist ist (?), aber viel und m.E. ganz flott schreibt. Ich lese bei heinzgen nicht, dass er den Untergang des Abendlands, vulgo Deutschlands, am Horizont dräuen sieht. Er findet diese Sprache eine Zumutung, soweit würde ich nicht gehen. Ich habe für mich eine einfache Regel gefunden: Wenn es eine eindeutige 1 zu 1 Übersetzung gibt, benutze ich das deutsche Wort, z.B. speed=Geschwindigkeit. Bei payload schwingt z.B. ein Bedeutungsmehrwert mit. (Anmerkung: Ich hatte schon semantisch geschrieben! Leider kann man hier nicht durchstreichen.)
2. Februar 2009: Von Andreas Heinzgen an Jan Brill
Um einem hier offenbar entstandenen Irrtum entgegenzuwirken: Ich habe nichts gegen Englisch und ich maße mir die Behauptung an, daß ich diese Sprache weitaus besser beherrsche, als es die Mehrzahl der Deutschen tut.

Wogegen ich jedoch ganz erheblich etwas habe und wogegen ich mich in meinem Kommentar ausschließlich gewandt habe, ist die wilde und in den meisten Fällen völlig unnötige Vermischung von Deutsch mit englischen Vokabeln.

Dabei geht es nota bene nicht um die Verwendung von längst eingedeutschten Begriffen wie "Team" oder "Trainer" oder, um in der Fliegerei zu bleiben, "Jet", und es komme mir bitte auch niemand mit dem Totschlagargument des "Zerknallvortrieblers", sondern um das vermutlich unbedachte Ersetzen von deutschen Begriffen durch englische, sei es, weil sie vermeintlich moderner klingen, sei es, weil sie jemandem, der lange in den USA gelebt hat, schneller einfallen.

Ein Satz wie der von mir gerügte, dabei bleibe ich, ist kein Zeichen von Internationalität und Weltläufigkeit, sondern nur (tut mir leid, lieber Jan Brill) von schlechtem Stil.
2. Februar 2009: Von Jan Brill an Andreas Heinzgen
Sehr geehrter Herr Heinzgen,

das Thema scheint Ihnen ja keine Ruhe zu lassen. Zunächst einmal: Ihr Formulierungsvorschlag zum Satz des Anstoßes gefällt mir auch besser. Liest sich einfach flüssiger.

Ob es jedoch angemessen ist aus einem Heft mit rund 70.000 Wörtern einen Satz herauszupicken und diesen dann zur "Zumutung" zu erklären und als Beispiel für "schlechten Stil" anzuführen sei dahingestellt.

Wer zu Fachthemen publiziert kommt um Fremd- und Lehnwörter nicht herum. Versuchen Sie mal einen medizinischen Text ohne Latein oder einen philosophischen Aufsatz ohne Griechisch zu verfassen.
Wie ich lese, kommen Sie an gewissen Zugeständnissen an das Englische ebenfalls nicht vorbei und schreiben im Lebenslauf Ihrer Netzseite, wo Sie Ihre Dienste als Textschaffender anbieten, von "Newslettern" und "Homepage".


Pilot und Flugzeug ist ein Magazin für die Praxis, daher lautet die Richtlinie für unser Lektorat auch Begriffe zu verwenden, die branchenüblich sind.

Wer mit dem Centurion-Artikel bewaffnet zu seinem LTB läuft und fragt, ob die 210 auch ein Schlauchfederbein hat, der drückt sich zwar korrekt aus, wird aber im allgemeinen nicht verstanden werden. Daher z.B. der Begriff "Tubular-Spring". Wo zweierlei Begriffe gebräuchlich sind, versuchen wir auch beide zu verwenden, damit der Leser sie zumindest einmal gehört hat, so z.B. bei der Frage von Fahrwerkslagern und Gear-Saddles.
Wo ausschließlich deutsche Begriffe üblich sind verwenden wir diese auch (z.B. beim "Instandhaltungsbetrieb"), selbst wenn uns viele JAR-145er "Maintenance Organisations" immer wieder darauf hinweisen, dass eine solche Maintenance-Organisation ja viel mehr darf als ein alter Instandhaltungsbetrieb und der Begriff daher ungenau sei.


Mit versuchter "Internationalität und Weltläufigkeit" hat das also nichts zu tun. Die Cessna P210 wird branchenüblich als "Pressurized Zwo Zehn" bezeichnet und da ich mir in besagtem Artikel, der eigentlich drei Flugzeuge behandelt, große Mühe gebe die Modelle C210, T210 und P210 auch auseinanderzuhalten, wird der Begriff "Pressurized" (als Eigenname) im Text konsequent für die P210 verwendet.
Der darüber hinaus beanstandete Begriff der "High-Performance Single" hat bestimmte rechtliche Auswirkungen nach FAR Part 61.31, die mit dem Begriff Hochleistungs-Einmot nicht unbedingt assoziiert werden.

Dass diese Terminologie nun aus dem Artikel in den Anriss übergeschwappt ist und sich dort von mir unbemerkt zu einem Stück "angloamerikanischem Kulturimperialismus" verdichtet hat ist bedauerlich.

Wie gesagt: Ihre Formulierung ist in jedem Fall flüssiger und für den Anriss auch besser geeignet, hinter der in Pilot und Flugzeug gebräuchlichen Terminologie und Schreibweisenliste steht jedoch eine gewisse Überlegung und keine gedankenlose Anbiederung an das Englische.

MfG
Jan Brill
2. Februar 2009: Von Gregor FISCHER an Andreas Heinzgen
Für mich (als Pilot, der unabhängige Ausbildungen in den USA, der Schweiz und Frankreich absolviert hat) ist Englisch einfach die Basis der Aviatik im Allgemeinen. Sogar die Franzosen praktizieren seit zwei Jahren im kommerziellen Verkehr nur noch englischen Sprechfunk.

Dass sie als offensichtlicher 'Schlauchapfel-Gegenanflug-Sektierer' soviel Resonanz auf den 'Denglisch-Rüffel' gegenüber Brill erhalten haben, wundert mich aber nicht.

Persönlich finde ich, dass Mini-Equipe um Brill das Ding generell sehr gut macht - aber eben, allen gefallen kann keiner. PuF (und das Forum hier) leben ja nicht von ausgezeichneter Journalistik auf höchstem Niveau - sondern schlicht vom Interesse der Leser an der Fliegerei.

Oder habe ich was falsch verstanden?!
2. Februar 2009: Von Andreas Heinzgen an Jan Brill
Lieber Herr Brill,

doch, das Thema wäre für mich eigentlich erledigt gewesen, wenn nicht verschiedene Diskutanten mich in die Ecke eines deutschtümelnden Dumpfdödels zu stellen versucht hätten. Deshalb sah ich mich genötigt, noch einmal klarzustellen, daß ich mit der Verwendung des Englischen an sich keinerlei Probleme habe.

Auch mag es sein, daß meine Kritik ein wenig harscher klang als sie eigentlich gemeint war. Auch ich schätze PuF sehr, aber gerade dann, wenn man nämlich etwas (oder jemanden) sehr schätzt, stört man sich an dessen Fehlern um so mehr - vielleicht kennen Sie das ja auch aus dem Privatleben.

Danke auch für die Klarstellung Ihrer Motivation, eben so zu formulieren, wie Sie es getan haben. Ich verspreche daher, in Zukunft nachsichtiger zu sein in Bezug auf die Verwendung von Anglizismen bei PuF und würde mich freuen, wenn Sie im Gegenzug bei der einen oder anderen Formulierung nach, wie Sie selbst schreiben, "flüssigeren" und ggf. auch einheimischen Varianten suchen. :-)

@ FISCHER: Daß ausgerechnet Sie mich als "Sektierer" bezeichnen, darf ich wohl als Realsatire verbuchen. Im übrigen zeigt Ihr Beitrag, daß Sie meine beiden Wortmeldungen nicht mal im Ansatz verstanden haben.
3. Februar 2009: Von Gregor FISCHER an Andreas Heinzgen
Alle Fanatiker, die andere belehren wollen, sind für mich Sektierer. Das ist ja nicht so schlimm, man sollte nur dazu stehen.
3. Februar 2009: Von Gregor FISCHER an Lothar R. Kötter
Zitat: .....Bei payload schwingt z.B. ein Bedeutungsmehrwert mit....

Wichtig wäre, dass die Hobbypiloten wüssten, was ein Flugzeug verträgt. Ob sie dem Zuladung oder Payload sagen wollen ist der Physik egal...
3. Februar 2009: Von Julian Koerpel an Gregor FISCHER
Können wir uns darauf einigen, den Begriff "Hobbypiloten" zukünftig hier nicht mehr lesen zu müssen und stattdessen von Piloten und/oder Berufspiloten zu sprechen ?
Wo machen Sie denn de Grenze ? Sie sind mit ner C182 dann wohl von Person aus Berufspilot, der andere mit der C172 aber Hobbypilot ?
Sorry, irgendwie vermittelt das sicher auch der ggfs. hier mitlesenden Presse einen völlig falschen Eindruck.
3. Februar 2009: Von reiner jäger an Julian Koerpel
Ich habe ünlängst bei dem Unfall einer Cheyenne was von Sportflugzeug und Sportflieger gelesen. Das ist genau so bescheuert. Und natürlich ist jedes "Sportflugzeug" auch immer eine Cessna........

Übrigens sehe ich mich eher als Hobby- als als Sportflieger. Das einzige sportliche ist die Kletterei in meinen Flieger, weil Hobby ist es schon. Das bedeutet aber nicht, daß man sich deshalb durch bewusst leichtsinniges Tun auszeichnet. So fährt fast jeder Motorradfahrer aus Hobby. Komischerweise ist das aber akzeptiert, obwohl ich in der Saison mehr offensichtlich bescheuerte Motorradfahrer erlebe, als Piloten.
3. Februar 2009: Von Florian Guthardt an reiner jäger
Es heisst ja auch nicht das es keine Piloten mit Berufspilotenschein gibt die dennoch nur zum Hobby fliegen....
3. Februar 2009: Von Gregor FISCHER an Julian Koerpel
Ja, ich sehe dass euch allen die Bezeichnung 'Hobbypilot' schon sehr weh tut...

Ich finde daran nichts eigentlich schlechtes - denn auf meiner Yacht bin ich ja auch Hobbykapitän - sogar als Halter des Offshore-Patents (mit B-Nav etc.) Im Prinzip kann ich damit auf einem Dampfer als erster Off anheuern. Aber eben - ist ja Hobby, weil ich damit nicht mein Geld verdienen muss.

Nun, ich habe mir überlegt wie ich den verhassten Begriff 'HOBBY' ersetzen kann und gelobe, in Zukunft nur noch 'Freizeitpilot' anzuwenden! Damit treffe ich den Nagel auf den Kopf, oder?

PS. Sportpilot übrigens ist ganz brutal ironisch - wenn ich jedes Mal die uebergewichtigen 'Sportpiloten' vor Augen habe, die ihren Sportflieger kaum entern können! Ich bleibe gerne beim Freizeitpilot...
4. Februar 2009: Von Peter Schmidt an Gregor FISCHER
In Österreich ist es noch viel schlimmer als in Deutschland.Wir bezeichnen die Mischung von mehreren Sprachen in einem Satz schlicht und einfach als Kauderwelsch. Gab es früher Treffen, so sind das heute dates und audits, handbücher wurden zu manuals,es gibt nur noch skilltest und prof-checks....Bei einem Vortrag der Austro Control im Oktober habe ich mich darüber mokiert, daß jedes dritte Wort des Vortrages ein Englisches war und das JAA Texte schon gar nicht mehr ins Deutsche übersetzt werden. Na, mehr habe ich nicht gebraucht, man hat mich mehr oder weniger als Steinzeitmenschen betrachtet. Jetzt habe ich einen neuen Trick. Ich sag immer ich verstehe kein Wort und frage was das bedeutet. Lustig wie die Vortragenden sich dann bemühen ihren eigenen Vortrag für mich ins Deutsche zu übersetzen. In Wirklichkeit ist unser Englischgetue nur einfach lächerlich. Am Funk spreche ich auch entweder Englisch oder Deutsch und kein komisches Mischmasch....und mir ist noch nie aufgefallen, daß in anderen Ländern die Einheimischen ihre Muttersprache mit dauernden Fremdwörtern durchmischen. Diese Unart ist im deutschsprachigen Raum bereits auffällig und ein Zeugnis von abnehmendem Kulturbewußtsein.

Hier ein lustiges Hörbeispiel:
PSR SINNLOS RADIO
5. Februar 2009: Von Guido Warnecke an Andreas Heinzgen
Die C210 ist in allen Baureihen die beste single engine (neben der A36), die je gebaut wurde.

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