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Luftrecht und Behörden | FI auf Basis von FAA CFI, CFII, MEI  
25. November 2021 17:56 Uhr: Von Harry ***** 

ich wüsste gerne ob jemand Erfahrung damit hat eine Fluglehrerberechtigung (FI) auf Basis einer FAA Fluglehrerlizenz zu erhalten. Meine Situation ist folgende: ich bin Kapitän auf einer A320 bei einer großen Fluggesellschaft in den USA, habe ATPL von der FAA und auch in Japan (JCAB). Ich habe CFI, CFII, MEI Lizenzen von der FAA und ca. 1600 Flugstunden als Fluglehrer in den USA. Total time ist ca. 14800 Flugstunden. Mehrere Type Ratings (A320, A330, B747, B767, CE-500).
Ich habe auch eine EASA PPL(A) mit IR in Deutschland. Doppelter Staatsbürger (Deutschland, USA).
Ich hätte gerne die Möglichkeit in Deutschland als Fluglehrer zu unterrichten. Piston single engine und piston multi engine und möglichst auch IR. Gibt es einen relativ unkomplizierten Weg Fluglehrerberechtigungen auf Basis meiner FAA Lizenzen zu erhalten? Hat irgendjemand diesen Weg schon mal probiert?
Danke für alle Tips und Hinweise.

25. November 2021 19:04 Uhr: Von Tobias Schnell an Harry ***** Bewertung: +5.00 [5]

Die europäischen Regelungen in Part-FCL zur Konvertierung von ICAO-Lizenzen (und auch das neue "TIP-L"-Abkommen) sehen keine Erleichterungen für die Umschreibung einer Lehrberechtigung vor. Prinzipiell möchte man wohl, dass Lehrer in dem System ausgebildet werden, in dem sie dann auch unterrichten.

Grundsätzlich eröffnet die EU-VO 2020/723 (Artikel 3b) allerdings jedem Mitgliedsstaat individuell die Möglichkeit, jedwede Lizenz oder Berechtigung eines Drittstaats (also auch Lehrberechtigungen) umzuschreiben. Als Basis dient dann die Empfehlung einer ATO für ein reduziertes Trainingsprogramm, das diese der Behörde vorlegt. Nach meiner Kenntnis war zumindest das LBA hier in der Vergangenheit sehr restriktiv bzw. hatte in einem mir bekannten ähnlichen Fall keiner Reduzierung zugestimmt (ist allerdings schon Jahre her).

Da hilft wohl nur, mal bei den großen Flugschulen herumzufragen, ggf. auch im Ausland (was dann aber vmtl. einen Lizenztransfer bedeuten würde). UK war wohl immer recht großzügig, aber: Brexit...

Der schnellste "normale" Weg zumindest mal zu einem CRI SEP/MEP wären 25+10 Stunden Theorie und 5 h MEP- bzw. 3 h. SEP-Training an einer ATO. Für den IRI sind dann nochmal 10 h Theorie + 5 h Training + Kompetenzbeurteilung nötig.

Um Anfänger schulen zu dürfen, müsstest Du aber einen vollen FI(A) machen.

25. November 2021 20:42 Uhr: Von Sven Walter an Harry ***** Bewertung: +1.00 [1]
Wie Tobias, IRI ist bei 800 h PIC IR auf jeden Fall das Schnellste.

Wer weiß, was du bei vernünftigen CAAs rausholen kannst, wenn du darauf viel geschult hast...
25. November 2021 23:23 Uhr: Von Patrick „Lean-Hard!“ an Sven Walter Bewertung: +1.00 [1]
Ich würde mich an AustroControl wenden und fragen was bei denen nach EU-VO 2020/723 (Artikel 3b) möglich wäre. Wenn die grundsätzlich nicht abgeneigt sind, mit einer ATO (zB Punitzflug) ein Programm ausarbeiten und dann damit zur Behörde zurückkommen.
26. November 2021 18:06 Uhr: Von Jan Brill an Harry ***** Bewertung: +3.00 [3]

Moin,

die Anerkennung von Lehrberechtigungen ist leider weder von der ICAO noch sonst wo vorgesehen. Daher gibt's das nur in ganz wenigen Ausnahmefällen. Das gilt übrigens auch in die andere Richtung FCL -> FAA.

Theoretisch geht da gar nix ... theoretisch.

Es gibt aber immer wieder Fälle wo's dann doch geht. Ich kenne solche Fälle aus direkter Anschauung. Dabei ist weniger die Qualifikation entscheidend als die Frage was auf dem Briefkopf des Antrags steht. Wenn da das richtige Firmenlogo drauf ist, dann gab es zumindest noch vor 5-6 Jahren Sondergenehmigungen zur Ausübung einer Lehrberechtigung auf Zeit.

Mir hat das übrigens nix genutzt, ich durfte mit CFII/ME den FI(A) nochmal komplett neu machen, allerdings noch zu nationalen Regeln, was deutlich erträglicher war.

viele Grüße,
Jan Brill

Gestern 22:00 Uhr: Von Harry ***** an Tobias Schnell

Danke für alle Antworten die ich bis jetzt erhalten habe, Es sieht wohl so als ob das LBA wenig flexibel ist einem reduzieren Programm wohl kaum zustimmen wird. Ich habe Kontakt zu einer ATO in Stuttgart, aber es ist wohl aussichtsreicher, das Ganze in einem anderen EU Land anzugehen. Österreich wurde mehrfach erwähnt. Das wäre in jedem Fall eine Alternative. Hat jemand Erfahrungen mit weiteren EU Ländern und deren Flexibilität bei verkürzten Programmen zum Erhalt eines FI(A)?
CRI / IRI wären wohl auch Alternativen. Selbst ein "normales" Programm wäre hier zu verkraften. Das volle 25+100+30 Stunden Programm für den FI(A) werde ich jedenfalls nicht machen. ich habe zunächst höchstens vor in Teilzeit gelegentlich zu unterrichten. Im wesentliche aus Freude am Unterrichten. Ich habe ja einen Vollzeitjob auf der A321.
Danke für alle Tips.
Aloha
Harry

Gestern 23:53 Uhr: Von Oliver Bucher an Harry ***** Bewertung: +2.00 [2]

Hallo Harry,

eigentlich geht der CRI relativ schnell zu machen. Dies wäre der einfachste Einstieg.

PS: Die 25 Stunden Lehren- und Lernen kannst Du von Deiner US Lehrlizenz angerechnet bekommen wenn Du einen CRI(A) machst. Lt. FCL.930.CRI ist dies anzuzrechen, wenn man eine Lehrbrechtigung besittz (es steht dort nicht welche Lehrberechtigung). Dann kannst Du anschließend bei einer FI(A) Lehrberechtigung das Lehren und Lernen durch Deinen CRI(A) anrechnen, da beim FI(A) das Lehren- und Lernen nur angerechnet werden kann wenn man eine FCL Lehrberechtigung besitzt.

Freue mich Dich wieder in Deutschland zu treffen :-) Du hast ja noch einen Ausflug mit der DA40 gut :-)

Gruß Oliver



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