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22. Mai 2021: Von Sven Walter an Alexander Callidus Bewertung: +3.00 [3]

Du hattest weiter oben sinngemäß geschrieben, Windenergie sei kein Problem, würde nur 2% der Fläche der BRD erfordern.

Nehmen wir an, Windräder wären zu Gruppen zusammengefasst in einem Park von 1 Km^2 Fläche. Dann würde in einer Flaeche von 51km^2 kein weiteres Windrad stehen. Also alle [2x sqrt(51:3,1428)] 8km ein Windradpark. Nimm eine typische Sichtweite von 20km an, dann hast Du von jedem beliebigen Ort der Bundesrepublik aus 8-10 Windradparks im Blick.

Die Zahlen kommen nicht von mir, sondern den ganzen Institutionen, die das durchgerechnet haben. MPI, Fraunhofer, diverse andere Institute. Kommt auf eine Verdoppelung der Anlagen raus, ungefähr, weil das Repowering der alten Anlagen halt wegen der geringeren Bodenreibung mehr Ertrag bringt bei größerer Nabenhöhe. Dann wirst du wegen der Turbulenzen größere Anlagen zwischen sagen wir 4 neu statt 10 alten Anlagen haben. .

Das kann es nicht sein.

Im Sinne von "das will ich nicht"? Wenn man VFR recht flach über Deutschland fliegt, sieht man überall Dörfer, Höfe, Stromleitungen. Wir sind dicht besiedelt. Wo ist das Problem? Dagegen sein ist einfach, Braunkohle ist total ineffizient da nie KWK dabei, Steinkohle wird importiert aus anteilig dubiosen Gegenden mit riesigen Eingriffen, und stößt den Dreck auch jenseits des CO2 bei uns aus. Ach ja, das Leerpumpen der Steinkohleschächte bei Rhein und Ruhr kostet 150 mio €/ Jahr.

Hast Du Zahlen über die realen Kosten/kwh incl Infrastruktur von Offshore-Anlagen ggü solchen an Land? Dann würden wenigstens nur bestimmte Meeresregionen verschandelt, wie halt der Horizont vor den Ostfriesiscjen Inseln.

Tja ich würde dich ja mal ganz dreist auf Google verweisen... denn: möchtest du eine Meinung mitteilen, der Verschandelung? Sehe ich anders, ich sehe Autarkie von Kleptokratien und lokalen High Tech. Im Übrigen sind bei uns die WKAs deutlich weiter draußen als in England, wo es mich auch nicht stört. Was die Zahlen angeht, wir brauchen es, wir können es, die Differenzkontrakte haben sich als das Günstigste herauskristallisiert, sogar besser als Negativauktionen.

Die Fakten sind offenkundig, Windpark für Windpark, die Volllaststunden auch. Ich empfehle dringend, selbst zu gucken. Nur eigene Erkenntnisse prägen die Gedächtnisstruktur.

22. Mai 2021: Von Alexander Callidus an Sven Walter Bewertung: +1.00 [1]
Es gibt einen ästhetischen Unterschied zwischen einem Dorf und einen Windrad. Und die Prägung der Gegend ist, von den 2% ausgehend, nochmal eine ganz andere Dimension als die aktuelle Zersiedelung der Landschaft. Diese ästhetischen Kosten musst Du mit einpreisen - unabhängig von den Vor- und Nachteilen anderer Energieformen.

Mit einfachem Googlen ist es bei den Energievollkosten ja nicht getan. Da würde zugegebenermaßen von Vorarbeiten profitieren.
22. Mai 2021: Von Dominic L_________ an Alexander Callidus Bewertung: +2.00 [2]

Ich würde das Solarpotenzial jedenfalls lieber mal ausgebaut sehen als das Windpotenzial. Es mag zwar Stimmen geben, die sagen, dass es nicht ausreichen würde, selbst wenn jedes Dach des Landes belegt wäre, aber ich bin mir nicht so sicher, von welchen Prämissen das ausgeht. Mir scheint es so, als würde man nach dem Fehler, Solardächer nicht schon vor 20 Jahren vorzuschreiben, nun den zweiten Fehler geben: Wenn heute mit Solarenergie gebaut wird, dann wird diese dem Design des Hauses gnadenlos untergeordnet. Das resultiert in Dächern mit allem möglichen Schnickschnack dran und dann 10qm Photovoltaik. Stattdessen sollte es längst Vorschrift sein, dass erstens ein Dach immer so viel Überstand haben muss, dass die Fassade trocken bleibt und auf gewässerschödigende Gifte in Farben und Putzen verzichtet werden kann und zweitens das Dach komplett belegt wird. Das wird dann entweder ein Pultdach, oder noch besser ein Ost/West-Satteldach mit geringer Neigung und ein paar Panels an der Südseite des Hauses. Das tut keinem weh und jedes dieser Häuser würde über das Jahr gerechnet jedenfalls mehr erzeugen als verbrauchen.

Davon abgesehen muss an vielen Stellen etwas gegen Verschwendung getan werden. Es muss Schluss sein mit Produkten, die minimalste Nutzungsdauern haben und im Prinzip direkt von der ebenfalls überflüssigen Plastikverpackung in den Mülleimer wandern. Wie man ja so langsam auch mal zu verstehen beginnt, braucht kein Mensch Einwegbesteck / -geschirr. Kein Mensch braucht all diese Versandkataloge, die ständig ungefragt zugesandt werden. Was für eine Verschwendung von Papier und somit Energie und vor allem Wasser und Holz. Kein normaler Mensch kann verstehen, warum sich jemand tagtäglich Farbe ins Gesicht schmieren sollte, um sie ein paar Stunden später wieder in den Abfluss zu kippen.

Es ist schwierig zu definieren, was nun überflüssiger Quatsch ist und was noch persönlich vertretbare Freiheit zum Spielen mit Plastikmüll, aber Fakt ist, dass es absolut Überhand genommen hat. Diese ganzen Verpackungen, die in Verpackungen stecken, die wiederum in einem viel zu großen Karton stecken - offenbar kommen die Menschen nicht von selber darauf, mal ein bisschen von sich aus sparsam zu sein. Der Gesetzgeber muss mal wieder ran. Ob das am Ende genug Energie spart, weiß ich nicht, aber wenn demnächst hoffentlich mal mehr mit Holz gebaut wird, wird dafür weniger mit Zement gebaut und das spart definitiv viel Energie. Ich frage mich, wie viel Prozent der Papierproduktion eigentlich Werbung und somit überflüssig ist. Aus einem Teil könnte man vielleicht noch Bauholz machen.

Bottom Line: Es kann auch nicht immer nur darum geht, dass alles weiter so geht wie bisher und man muss halt so viele Windräder bauen, wie man braucht. Ein bisschen muss man auch mal schauen, ob auf der "Bedarfs"seite auch wirklich so ein Bedarf ist.

22. Mai 2021: Von Robert Hartmann an Alexander Callidus Bewertung: +1.00 [1]
„Diese ästhetischen Kosten musst Du mit einpreisen - unabhängig von den Vor- und Nachteilen anderer Energieformen.“

Das ist ein unästhetisches Argument. Haus schön. Windrad unschön. Oder doch umgekehrt? Und was wenn es beides braucht?
22. Mai 2021: Von Sven Walter an Alexander Callidus

Naja du hast mich nach den Kosten gefragt, dabei liegen wir im Informationszeitalter mit allen Fakten schnell zur Hand. Real ist, wenige Cent pro kWh, Speicher muss man realistisch mit einkalkulieren, aber das sind dann auch die ganz nüchternen Fakten. Mir sind Jobs bei Enercon, SiemensGamesa et al lieber als bei Esso, Saudi Aramco etc.

Meinungen und Geschmack, den kann jeder selbst haben. Gibt genug hässliche Straßendörfer im Saarland, die durch Windräder noch hübscher würden, und natürlich baut man kein Windrad auf die Wartburg oder 300 m neben "Crazy King Louis Castle". Ansonsten ist es dringend angezeigt, dass unser ländlicher Raum mehr Verdienst und bessere IT-Anbindung erhält. In den 80ern hatten wir noch den "Preis der Freiheit" durch militärische Tief- und Tiefstflüge, der wurde auch nicht über den Großstädten ausgeübt. Jetzt sollten die Gemeinden und umliegenden Anwohner gerne ordentlich partizipieren. Das ist einer der wenigen Ursprungsfehler im EEG, den Rest haben sie anfangs sehr gut hinbekommen, bis die EVU-Lobby aufgewacht ist.

PV? Sehr gerne - gerade auf allen Gewerbedächern mit direkter Abnahme tagsüber. Privathäuser? Auch gerne, komplett zupflastern. Ohne Wind an Land und auf Hoher See geht's aber nicht.

23. Mai 2021: Von Stefan Jaudas an Dominic L_________ Bewertung: +1.00 [1]

Ich bin da immer etwas gespalten ... ja, aber ...

Über "moderne Architektur" lasse ich mich lieber erst gar nicht aus ... ;-) ... bei uns hat man halt seit der Jungsteinzeit mit Satteldächern mit einer gewissen Mindestneigung gebaut. Und mit einem entsprechenden Traufüberhang. Das hat(te) schon seine guten Gründe. Aber alle Dächer nach Süden auszurichten, das geht halt auch nicht. Es gibt auch jeweils gute Gründe (ästhetische wie praktische) für Trauf- oder Giebelständigkeit. Und den Bestand kann man eh nicht nach Belieben drehen.

Was das Verpackungs- und Werbezeugs* angeht, sorry, offensichtlich ist das genau das was die verbraucher wollen. Auch wenn die gleichen Verbraucher immer was Anderes sagen (ja, ich weiß - ich bin da halt bekennender Zyniker). Auch der Trend, unnötige Umverpackung gleich im Laden zu lassen, ist schon lange wieder abgeflaut.

* Und ja, an meinem Briefkasten hängt groß "keine Werbung" - da hält sich nur keine Sau dran.

Ich kann mich nur wiedeholen, die Leute bekommen das, was sie wollen. Selbst wenn sie in Sonntagsreden was Anderes sagen. Man muss sich nur anschauen, dass immer mehr Grünzeug in Pappe und Plastik vverpackt verkauft wird. Ist halt praktisch - man legt die Äpfel mit der Macke nach unten in die Schale ... ;-)

Und "der Gesetzgeber" hat ja auch das duale System verbrochen. Und hält bedingungslos daran fest. Und das absurde Pfandsystem, bei dem sich die Einwegverwender per extra 10 Cent Pfand freikaufen können. Ich würde da also keine große Hoffnung drauf setzen.

Nur, was den Bau von Windrädern angeht, auch da tobt das NIMBY-Tum. Komisch, dass das bei den Freiland-PV-Anlagen nicht ähnlich ist. Nicht falsch verstehen, ich gönne es jedem Landwirt, solannge die Leute das Kilo Schnitzel für 2,99 und den Laib Brot für 99 Cent beim Discounter kaufen. Aber das muss jetzt wirklich nicht sein. Dazu gibt es zu viele freie große Dachflächen. Lieber eine WKA wie so ein Solarfeld.

@ Sven Walter, ist ja schön, dass das alles nur ein paar Cent pro kWh exttra kostet (angeblich). Nur, das kostet halt am Anfang eben auch mal schnell ein paar zehntausend Euro oder noch mehr. Die muss man auch erst mal haben. Plus den Platz dafür. Und die Möglichkeit dazu - von der sonnenbeschienenen Dachfläche über entsprechenden Keller oder Schuppen bis hin zur Übergangsunterkunft. Ich kenne auch einige Häuser, da würde eine entsprechende Dachsanierung bedeuten, dass die DG-Wohnung komplett herausgerissen und dann komplett neu gemacht werden müsste. Da reden wir dann nicht mehr über ein paar zehntausend Euro.

23. Mai 2021: Von Dominic L_________ an Stefan Jaudas Bewertung: +2.00 [2]

Ich finde, entweder ein Pultdach nach Süden zu bauen, oder ein Satteldach in etwa Ost-West sind genug Optionen. Schließlich macht es nichts, wenn die auch noch ein bisschen gedreht werden. Letztlich ist am wichtigsten die Fläche. Ob man Freiflächen überhaupt braucht, wird sich zeigen, denn man die im Moment ungenutzten 95% erst einmal genutzt hat. Vorher würde ich da keine Genehmigungen für erteilen, außer bei Flächen, die ohnehin belastet sind und nicht so einfach weiter genutzt werden können.

Den Bestand kann man nicht drehen, aber es werden häufig auch im Bestand neue Dächer gebaut. Das kann verschiedene Gründe haben. Oft will man halt aufstocken oder zumindest sonstwie mehr Raum im Dachgeschoss schaffen. Da könnte man wunderbar vorschreiben, dass das ein solaroptimiertes Dach werden soll. Ich finde nicht, dass das jemandem weh tut. Und selbst wenn - seinem Geldbeutel tut es gut und das wird ihn besänftigen.

Wenn ich Leute auf Verpackungen und Werbung anspreche, will die eigentlich keiner haben. Sie im Laden zu lassen ist übrigens keine wirkliche Lösung. Dadurch entsteht genau der gleiche Müll, nur jemand anderes wirft ihn in die Tonne. Da muss schon ein schlüssigeres Konzept her, bei dem auch WIRKLICH wiederverwendet und gespart wird. Da würden schon viele mit machen, es kann nur keiner alleine initiieren, also muss der Staat ein Angebot und Vorgaben machen.

An meinem Briefkasten steht auch "keine Werbung". Am Anfang meinte die Post wohl, ich sei auch nur so ein Honk, der viel labert, aber nichts macht. Die erste Zeit wanderte das ganze Zeug konsequent wieder in deren Postkästen zurück und siehe da: Jetzt bin ich von zumindest dem meisten Spam befreit. Da landet wirklich kaum noch Werbung drin. Vorgestern war allerdings wieder was da "An alle, die sparen wollen". Ging am gleichen Tag wieder zurück.

Ich nehme übrigens auch immer leicht beschädigte Ware mit.

Schon lustig im Baumarkt: Wollen Sie den Schraubenkasten wirklich haben, der ist ja schon offen! Und ich: Ich habe es gesehen, aber tatsächlich reichen mir 997 Schrauben für mein Projekt aus. Die drei fehlenden schenke ich großmütig dem, der meinte, sie nehmen zu dürfen.

Oder im Bioladen: Verkäuferin (guckt lieb): Den Apfel nehme ich raus, da ist eine braune Stelle dran. Ich: Der Apfel bleibt drin, wir haben in der Küche Messer, mit denen schneidet man das einfach raus und isst den Apfel dann ganz normal.

Ja, ich bin schon ein komischer Typ. Aber wenn man sich dran gewöhnt hat, kommt man eigentlich ganz gut aus mit mir.

23. Mai 2021: Von Markus S. an Sven Walter

Ach ja, die Frage ist jetzt eh schon entschieden, ob Wasserstoff oder BEV:

"Der Papst ist unfehlbar. Die Frage "Wasserstoff oder Batterie" ist damit endgültig entschieden.
Amen."

Gratulation! Gerade nochmal in die Ironie-Allee abgebogen. Dafür bekommst Du von mir einen grünen Punkt! :-)

23. Mai 2021: Von Sven Walter an Stefan Jaudas

@ Sven Walter, ist ja schön, dass das alles nur ein paar Cent pro kWh exttra kostet (angeblich). Nur, das kostet halt am Anfang eben auch mal schnell ein paar zehntausend Euro oder noch mehr. Die muss man auch erst mal haben. Plus den Platz dafür. Und die Möglichkeit dazu - von der sonnenbeschienenen Dachfläche über entsprechenden Keller oder Schuppen bis hin zur Übergangsunterkunft. Ich kenne auch einige Häuser, da würde eine entsprechende Dachsanierung bedeuten, dass die DG-Wohnung komplett herausgerissen und dann komplett neu gemacht werden müsste. Da reden wir dann nicht mehr über ein paar zehntausend Euro.

Auch Braunkohle ist "hochsubventioniert", wenn du die externen Kosten einpreist. Realistische Vollkostenrechnungen (Gesundheitskosten, Umweltschäden, CO2-Ausstoß) ordnen sie schon lange jenseits der 20 cent/ kWh ein. Nur tragen eben 16 Cent davon die Steuerzahler, Versicherungsnehmer und zukünftige Generationen.

Kurz - bei Preisen, die die Wahrheit sagen, bekommst du dann auch ganz reale Zahlen.

Und nein, du musst gar nicht jeden zu PV auf dem eigenen Dach zwingen. Macht beim derzeitigen Zinsniveau, den zu erwartenden steigenden Energiekosten, der Wertentwicklung bei Immobilien zwar sehr oft Sinn, aber entscheidend wäre erstmal, diese künstlichen Schwellenwerte im EEG massiv raufzusetzen. Wenn man Angst vor zuviel Einspeisung zur Unzeit hat, halt zur Anschaffung Speicherung mit dazu für alles jenseits der Doppelhaushälfte vorgeben. Das sind dann halt die Tagesspeicher, deren Restbedarf man durch Wind und Erdgas, später "Windgas", ergänzt.

Guck einfach mal die nächste Kleinstadt bei dir an auf Google Maps in der Satellitenansicht. Zoome rein auf die Gewerbegebiete. Guck dir die geteerten Flachdächer an, die Supermärkte, die Parkplätze davor, auf denen keine LKWs rangieren müssen, die Firmenparkplätze, wo ein Großteil des Stroms tagsüber abgenommen werden kann. Die Schulen, Rathäuser, Turnhallen. Da reicht noch lange die Freiwilligkeit der Eigner von Privathäuser, bevor man da Zwang bräuchte. Dass eine Dacherneuerung deutlich teurer ist als ein neuer Brennwertkessel, eine neue PV, geschenkt. Immer noch eine freie Entscheidung.

Wäre es unkompliziert, unbürokratisch, mit echtem "net metering", hättest du eine Amortisationszeit von meist wenigen Jahren, je nach Standort. Macht keinen Sinn bei einer tollen Gründerzeitvilla mit riesigem Baumbestand, aber unsere heutigen Backsteinghettos? Sehr gerne.

24. Mai 2021: Von Sven Walter an Sven Walter
24. Mai 2021: Von Matthias Rembold an Sven Walter Bewertung: +1.00 [1]
Servus!
Ich antworte mal dem letzten.
Um ein Gefühl für die ganze Sache zu bekommen, möchte ich folgende Gedanken in den Ring werfen:
Wir sprechen ja schlussendlich von einer Energiewende, nicht von einer Stromwende.
Der Jahresenergiebedarf in Deutschland lag 2018 über alle Sektoren bei 2.499 TWh.
Bei 83 Mio Einwohner ergibt dies einen Bedarf von ca. 30.000 kWh je Pudenäschen. Da der Wind nicht immer weht, die Sonne nicht immer scheint, könnten man als Ansatz wählen: wir installieren doppelt so viel Leistung je Kopf als wir benötigen: 60.000 kWh/Einwohner. Schlussendlich werden Speicher benötigt, welche aber noch nicht verfügbar sind.
Ich hab dies für ein paar Gemeinden und zwei Landkreise in Bayern gerechnet, die Ergebnisse decken sich ziemlich, aber je nach Struktur und Flächengröße schwankt dies natürlich etwas.
Ländliche Gemeinde in Bayern, ca. 5000 EW, ca. 6.000 ha groß:
Um komplett die Energiewende nach obigen Ansatz zu erledigen:
Entweder: 50 Windräder oder 240 ha Freiflächen-PV oder ca. das doppelte der Gemeindefläche mit Mais für Biogas. Die Freiflächen-PV benötigt dabei ca. 8 % der landwirtschaftlichen Flächen.
PV auf Dach: Bitte jeder gerne, unbedingt mit Speicher im Keller. Aber ein signifikanter Anteil lässt sich damit nicht erreichen, da viele Dächer falsch ausgerichtet, bei großen Dächer oft die Statik nicht geeignet. Ein genauer Wert ist hier schwer abzuschätzen, aber bei max. 10 % zum kompletten Ziel sollte Schluss sein.

VG, Matthias
24. Mai 2021: Von Sven Walter an Matthias Rembold Bewertung: +3.00 [3]

Funktioniert natürlich nicht, wenn du die Primärenergie nimmst. Bzw geht nur mit perversem Ausmaß des Imports von "grünem" H2. Aber die Effizienzgewinne sind ja gewaltig, wenn du bei der Wärmepumpe das Dreifache der Strommenge als Heizenergie rausholst aus Luft oder Boden, du für den Vortrieb nicht 25% sondern 80% der Primär(-elektrischen-)energie einsetzt. Es ist gleichzeitig eine Effizienzrevolution, weil wir für die Evolution nicht schon vor 30 Jahren wider besseren Wissens nicht die Weichen gestellt haben. Wobei diese Revolution jetzt immer noch knapp 3 Jahrzehnte sind.

24. Mai 2021: Von Michael Stock an Matthias Rembold Bewertung: +5.00 [5]

Servus,

genauso ist das. Hier werden jetzt schon 14 Seiten lang Luftschlösser gebaut, die alle auf isolierten Betrachtungsweisen basieren. Zum Thema "CO2-Vermeidung" Batterieautos ist in diesem Artikel alles gut abgewogen:

https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2020/heft/11/beitrag/elektroautos-und-das-klima-die-grosse-verwirrung.html

Und was Windmühlen und Solarzellen betrifft - damit lassen sich zwar die höchsten Strompreise der Welt erzeugen, aber kein Stromversorgungsnetz aufbauen. Und Weltrettung durch Deutschland bei einem Anteil von 2% am CO2-Ausstoß ist ohnehin unrealistisch. Die Chinesen machen das allein durch ihre Steigerungsraten in 2 Jahren wieder wett, und die Inder auch ...

Schönes Pfingsfest.

24. Mai 2021: Von Sven Walter an Michael Stock Bewertung: +4.00 [4]

Das "Luftschloss" erzeugt gerade 20 GW mit PV und 15 GW mit Windstrom. Und dass trotz Verhinderern wie Altmaier.

SiemensGamesa hat reale Chancen, Nr. 1 auf dem Weltmarkt zu werden, größte Konkurrenten sind mehrere chinesische Firmen, die alle ganz viel im eigenen Heimatmarkt absetzten. Na, klingelt's, kommt der pfingstliche heilige Geist über dich? Ein autokratisches Regime läuft hier westlichen Demokratien die Weltherrschaft ab, weil sie naturwissenschaftlich sauberer planen...

Die 14 Seiten zeigen primär, wie bei manchen Zeitgenossen Propaganda gewirkt hat, ein süßes, schleichendes Gift über Jahre eingeträufelt war. Die anderen rechnen einfach. Und kommen zum Ergebnis, geht, sollte man machen, gleichmäßig über lange Jahre.

24. Mai 2021: Von Robert Hartmann an Michael Stock Bewertung: +1.00 [1]

Und Weltrettung durch Deutschland bei einem Anteil von 2% am CO2-Ausstoß ist ohnehin unrealistisch. Die Chinesen machen das allein durch ihre Steigerungsraten in 2 Jahren wieder wett, und die Inder auch ...

Sag ich auch immer: "Einfach dumm anstellen dann machen andere die Arbeit ..."

24. Mai 2021: Von Michael Söchtig an Robert Hartmann Bewertung: +5.00 [5]
Das ewige Märchen dass Inder und Chinesen nichts tun wird nicht besser wenn man es dauerhaft wiederholt. Und erst Recht ist es keine Ausrede für uns nichts zu tun. Es müssen a l l e was tun.

Man kann es natürlich auch machen wie Altmeier und die FDP: erst die Solarindustrie zerstören, danach die Axt an die Windenergie anlegen. Dann sterben halt nicht nur Siemens in Duisburg mit den Gasturbinen sondern auch noch Enercon in Aurich und wir überlassen alles den Chinesen. Die haben es nämlich begriffen.

In Sachen für den Weltmarkt marktreif machen und den Gewinn dann anderen überlassen waren wir in Deutschland ja schon immer gut.
24. Mai 2021: Von Sven Walter an Michael Stock

Im übrigen, den Verkehrssektor in den Emissionshandel mit ein zu beziehen wäre natürlich perfekt! Das ist unstrittig! Es ist effizient nur schwer darstellbar, und dazu schweigt sich dieser im übrigen ziemlich schwache Artikel aus.

24. Mai 2021: Von Carsten G. an Michael Stock Bewertung: +2.00 [2]

Und was Windmühlen und Solarzellen betrifft - damit lassen sich zwar die höchsten Strompreise der Welt erzeugen, aber kein Stromversorgungsnetz aufbauen.

Keine Ahnung, woher diese Märchen sich immer wieder speisen:

  • Solar-Auktion in der Wüste von Dubai - Ergebnis: 1,5 US$Cent / kWh
  • Freiland-PV in Deutschland - aktuelle Vergütung bei Bau im Juni: 5,12 EURCent / kWh
  • Windstrom-Auktionen liegen bei 3-4 EURCent / kWh

Konventionelle Energie-Erzeugung:

  • Atom: Hinkley-Point - siehe weiter oben 10,7 EURCent / kWh (=9,25 GBPPence / kWh)
  • Stein-/Braun-Kohle: bei 50 EUR/to CO2 gerade noch wirtschaftlich, bei weiterer Internalisierung externer Kosten "aus dem Geld"
  • Gas - das funktioniert noch, da extrem billig und Umweltschäden nicht ausreichend bepreist

Und wo wird behauptet, dass Dekarbonisierung einhergehen muss mit deutscher Autarkie? Das ist ein Denkfehler! Wir brauchen Strom-Verbindungen nach Norwegen und Spanien, Italien und Marokko. Irgendwo weht IMMER Wind oder scheint die Sonne. Und Norwegen ist mit seiner Wasserkraft die künftige Batterie Europas.

24. Mai 2021: Von Dominic L_________ an Sven Walter Bewertung: +1.00 [1]

Was Sven gesagt hat, war enorm wichtig und wo er sonst so lange Beiträge schreibt, geht das bei der geringen Quantität dieser wichtigen Zeilen geradezu unter, deswegen muss ich das an dieser Stelle noch einmal aufgreifen, denn er antwortete damit auf eine wirklich komplett unqualifizierte Aussage:

Ich habe oben irgendwo geschrieben, dass ich mehr elektrische Energie einspeise, als Primärenergie verbrauche. Das habe ich extra groß geschrieben, weil das rechnerisch unnötig wäre. Aber um ganz sicher zu sein, habe ich es als Vergleichsmaßstab genommen. Normal sollte vermutlich ein Drittel der Primärenergie schon reichen.

Eine gute Wärmepumpe sollte eigentlich die vierfache Wärmemenge liefern, die man an elektrischer Energie hinein steckt. Wenn man bedenkt, wie groß der Wärmeanteil am Primärenergieverbrauch ist, ist das ein RIESIGER Unterschied. Falls das dem einen oder anderen noch nicht klar ist: 3/4 der Wärme werden der Außenluft entzogen und das klappt sehr gut. Ich habe selber hier eine tolle Klimaanlage, die auch sehr effizient heizen kann und kann das nur bestätigen. Das ist NICHT teurer als mit Erdgas heizen, weil die kWh halt das Vierfache kostet, aber auch das Vierfache bringt.

Natürlich kann man mit einer Wärmepumpe kein Stahlwerk betreiben, weil die Temperaturen zu hoch sind, aber an der Stelle ist die Frage, ob man nicht (zumindest wenn die Sonne scheint), für solche und ähnliche Zwecke direkt die Sonnenstrahlung nutzen könnte, also eben nicht die 200Wp, die ein Solarpanel aus einem Quadratmeter elektrisch raus holt, sondern (eher) die 1kW Gesamtenergie, die tatsächlich runter kommen. Das wäre ebenfalls eine Steigerung um Faktor 5. Natürlich wird es auch da wieder Verluste geben. Man wird sehen, wie weit diese Ansätze kommen, aber Potenzial sehe ich schon. Die Frage wäre beispielsweise, ob man solche Solarthermischen Anwendungen nicht auch in der Wasserstoffproduktion/-speicherung nutzen kann. Dann wäre die Produktion zwar immer noch ineffizient, aber wenigstens kann man die benötigte Wärme dann effizienter bereitstellen. Mir schien diese Pastenlösung beispielsweise viel Wärme zu benötigen zur Einlagerung.

24. Mai 2021: Von Michael Stock an Carsten G. Bewertung: +1.00 [1]

"Keine Ahnung, woher diese Märchen sich immer wieder speisen:

Solar-Auktion in der Wüste von Dubai - Ergebnis: 1,5 US$Cent / kWh
Freiland-PV in Deutschland - aktuelle Vergütung bei Bau im Juni: 5,12 EURCent / kWh
Windstrom-Auktionen liegen bei 3-4 EURCent / kWh"

Ein Stromversorgungssystem ist nicht durch Geldflüsse chararakterisiert, sondern durch Stromflüsse. Unschöne Dinge wie die Hauptsätze der Thermodynamik stellen, auch wenn sie keine Naturgesetze sind, seit über 150 Jahren eine unüberwindbare Schlucht für alle diejenigen dar, die Energie aus dem Nichts erschaffen, verlustfrei speichern, oder von Strom nach Wärme beliebig oft hin und her wandeln wollen.

"Und Norwegen ist mit seiner Wasserkraft die künftige Batterie Europas."

Schon mal die Norweger dazu befragt?

24. Mai 2021: Von Dominic L_________ an Michael Stock Bewertung: +1.00 [1]

Irgendwie ist der Beitrag nicht falsch, aber ihn hier hin zu schreiben, suggeriert doch offenbar, dass er als Gegenargument zu bereits vorhandenen Beiträgen dienen soll. Wer hat noch gleich die Thermodynamik verleugnet oder behauptet, verlustfrei Energie speichern zu können? Es sind so viele Seiten und ich finde gerade die Textstelle nicht.

24. Mai 2021: Von Carsten G. an Dominic L_________ Bewertung: +1.00 [1]

"Ein Stromversorgungssystem ist nicht durch Geldflüsse chararakterisiert, sondern durch Stromflüsse."

... genau das wurde weiter oben behauptet, nämlich dass Wind und PV angeblich so teuer seien - was eben nicht den Tatsachen entspricht, bzw. schon lange überholt ist.

"Schon mal die Norweger dazu befragt?"

Einfach mal nach Nordlink suchen, da findet man die folgenden Aussagen:

"Speicherung“ von Windenergie
Die Verbindung der norwegischen Wasserkraft mit der deutschen Windenergie bietet Vorteile für beide Länder. Wenn beispielsweise in Deutschland ein Überschuss an Windenergie erzeugt wird, kann dieser über NordLink nach Norwegen übertragen werden. Die Wasserspeicher in Norwegen dienen dann als “natürliche Speicher” für die Windenergie, indem das Wasser in den Speichern verbleibt. Umgekehrt kann Deutschland bei hohem Bedarf Energie aus Wasserkraft aus Norwegen importieren.

Deutsch-norwegische Kooperation
Das NordLink-Projekt wurde von einem Konsortium realisiert, an dem zu jeweils 50% der norwegische Übertragungsnetzbetreiber Statnett sowie die DC Nordseekabel GmbH & Co.KG beteiligt sind. An DC Nordseekabel halten TenneT und die KfW jeweils 50 Prozent der Geschäftsanteile. DC Nordseekabel hat Bau und Genehmigungen auf deutscher Seite verantwortet.

Man kann also davon ausgehen, dass die Norweger befragt wurden und dem auch positiv gegenüber stehen.

Wenn man nun vergleichbare HGÜs quer durch Europa und idealerweise bis Asien und Afrika spannt (in den kommenden 20 Jahren), hätte man auch ein großes Maß an Versorgungssicherheit erreicht.

25. Mai 2021: Von ch ess an Carsten G. Bewertung: +1.00 [1]
Die Norweger wurden nicht befragt und stehen dem Ganzen sehr/eher kritisch gegenüber.

Sowohl der Ausbau von Wind über den eigenen Bedarf hinaus als auch der für diese, meist in Kontinentaleuropa enstehenden, Pläne notwendige inner-norwegische Netzausbau stösst auf wachsenden Widerstand.

Letzteres vor allem, weil norwegische Unternehmen diesen, für den Export notwendigen Netzausbau durh höhere Netzentgelte finanzieren, der Benefit bei ihnen aber kaum ankommt.
Die Norweger brauch aufgrund eigenere Wasserkraft unseren Strom eher selten und meist gäbe es dann auch genug aus Dänemark...

Damit die norwegischen mehrheitlich naturgespeisten Kraftwerke in grossem Umfang als "Batterie" agieren könnten, müssten sie zu Pumpspeichern umgebaut werden - das ist in Norwegen ebenfalls nicht populär.

Ist sicher ein Baustein, aber derzeit verkaufen uns die Norweger liefer Gas als Strom.
25. Mai 2021: Von Sven Walter an ch ess Bewertung: +1.00 [1]

Fakt ist aber, die erste Leitung haben wir. Ebenso baut Dänemark gerade seine Verteilerinsel in der Nordsee. Dort passiert also eine ganze Menge, um das Netz überregional zu stärken. Hätten wir die dänische Energiepolitik parallel zu Ihnen gemacht, wären wir übrigens schon 25 Jahre weiter bei dem Ausbau der Windkraft und der Kraft-Wärme-Kopplung. Von Dänemark lernen, heißt siegen lernen…

25. Mai 2021: Von Michael Stock an Sven Walter

"Von Dänemark lernen, heißt siegen lernen…"

Kann man so sehen. Dänemark ist der größte Ölexporteur der EU.


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