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Wartung | Motor startet nicht auf "START", sondern "BOTH"  
9. Dezember 2019 21:00 Uhr: Von Nicolas Nickisch 

Bereits vor längerer Zeit wurde im Bekanntenkreis davon berichtet, daß ein Flieger ums Verplatzen nicht startet, solange der Zündschlüssel auf START steht. Der Motor würde aber problemlos zünden, sobald man den Schlüssel loslässt und auf BOTH geht. Ich habe es aber selber nicht probiert.

Meine erste Idee, der linke Magnet müsse ein Problem haben wurde kommentiert, daß der Mag-Check in Ordnung sei.

Das Problem scheint aber zu persistieren, daher jetzt nochmal der Denkansatz woran das liegen könnte.

Das Zündschloss schaltet meines Wissens den rechten Magnet (den ohne Schnapper) in der Stellung START ab, sodaß nur der linke Magnet arbeitet. Der Schnapper verlegt den Zündzeitpunkt auf spät. Wenn der Motor zündet, dann verliert der Schnapper seine Wirkung. Alles gut.

Wenn ich mich recht erinnere, dann starten die LISAs überhaupt nicht wenn man es falsch anpackt und den Zündschlüssel in BOTH hat (Es gibt kein START, sondern einen Button).

Aber zurück zu meiner Theorie. Linker Magnet kaputt = kein Zündfunke in START, da rechts abgeschlatet ist - richtig?

Zündschlüssel zurück auf BOTH = rechter Magnet an, linker weiter kaputt, Motor zündet auf dem rechten Magnet. Dummerweise aber mit der normalen eher frühen Zündung. Und genau das soll ja mit dem Schnapper vermieden werden.

AUßerdem müsste der Mag-Check dann doch ein Probelem links ergeben-

Irgendjemand Ideen? Meine Theorie kann eigentlich nicht richtig sein.

9. Dezember 2019 21:42 Uhr: Von Justus SJ an Nicolas Nickisch

Ist sicher ein schnapper installiert oder evtl ein Starter Vibrator?

9. Dezember 2019 22:16 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Justus SJ

Da muss ich passen.

Starter vibrator = shower of sparks ?

9. Dezember 2019 22:52 Uhr: Von Tobias Schnell an Nicolas Nickisch Bewertung: +3.00 [3]

Klingt schwer nach Vibrator. Da wird beim Starten wie bei einer konventionellen Installation der rechte Magnet abgeschaltet, aber die Hochspannung auf dem linken Magnet wird nicht durch eine Schnappkupplung erzeugt, sondern kommt als pulsierender Strom vom Vibrator, der von der Batterie gespeist wird. Ein zweiter Satz Kontakte (Retard Contacts) sorgt für die Spätzündung.

Wenn der Vibrator kaputt ist, kommt kein Zündfunke vom linken Magnet beim Anlassen, aber beim Magnetcheck ist dann wieder alles fein.

Normalerweise haben Flugzeuge mit Vibrator solche Dreh-Drück-Zündschalter. Dann kann man das Summen des Vibrators hören, wenn man den Schalter in die Start-Stellung dreht, aber nicht reindrückt. Das würde ich mal als erstes prüfen. Den Zündfunken selber kann man auch prüfen, wenn man den Motor auf einen OT dreht , die entsprechende Kerze (oben oder unten, je nach Zylinder) gegen Masse hält und den Vibrator einschaltet. Aber VORSICHT: Vorher den Anlasser stilllegen! (Relais oder Zuleitung).

Wenn kein Zündfunke kommt, sind es die Retard Contacts, der Zündschalter oder der Vibrator selbst.

10. Dezember 2019 08:05 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Tobias Schnell
Vielen Dank!
Ob dieses Feature eingebaut ist, kann ich derzeit leider nicht mal bestätigen oder dementieren.
Der Effekt von shower of sparks ist ja wohl der gleiche wie der Schnapper.
Wenn Deine Theorie zutrifft, dann müsste bei dem beschriebenen Problem der Motor gerade KEINEN shower of sparks bekommen.
Stattdessen würde der Motor erst zünden wenn der rechte Magnet ins Spiel kommt. Der zündet aber doch wesentlich früher. Das müsste ein schlechtes Anspringverhalten verursachen oder sogar das Zurückschlagen was ja vom Schnapper oder anderen techniken durch späte Zündung verhindert werden soll.
Oder denke ich da falsch?
10. Dezember 2019 09:14 Uhr: Von Andreas Ni an Nicolas Nickisch Bewertung: +1.00 [1]

Trouble shooting sollte man immer dort beginnen, wo es am einfachsten ist und/oder am günstigsten.

Das wäre der Drehschalter: den kann man einfach mit einem Prüflämpchen durchmessen, natürlich am einfachsten, wenn man ihn ausgebaut auf dem Schreibtisch vor sich hat, alternativ, indem man an dem zweiten Kurzschlusskabelsatz der zweiten Kontakte (einer der beiden Magnete hat ein weiteres Terminal) das Kabel abschraubt und in Starterstellung prüft, ob das Lämpchen ausbleibt. GANZ WICHTIG: Zuvor aber den Anlasser ausser Betrieb setzen, indem man am Anlasser-Relais das Erregerkabel abschraubt!

Ist der Drehschalter ok (bei Beech haben die eine AD!), zu Tobias' Empfehlungen umschwenken und abarbeiten. Wenn der Schnurrer oder Schnarrer vom "Shower of Sparks" funktioniert: Magnete raus und einschicken zum Prüfen/Überholen! Nur bei unter 100 Betriebsstunden würde ich lediglich den Magnet mit zusätzlichen Starter-Unterbrecherkontakten überholen lassen, ansonsten gleich Beide. Ich empfehle LOMA: TOPP-Preis und perfekte Arbeit.

P.S.: Was für ein Flieger ists denn? Ich hatte mal das Gleiche, Fehler war schlussendlich auch der Magnet selber. Was es genau war weiss ich nicht -> LOMA hats gerichtet....

10. Dezember 2019 09:34 Uhr: Von Thomas Dietrich an Nicolas Nickisch Bewertung: +2.00 [2]

Nickolas,

was ist denn für ein Zündschloss verbaut. Wenn Du den Typ nicht kennst, beschreibe es mal- Wenn es ein TCM Schloss ist, ist hinten eine Brücke ( 1-23 Lug- Terminal) installiert. Nur dann wird der Rechte Mag bei "Start" auf Masse gelegt. Ist der 1-23 nicht eingebaut, zünden auf Start beide Mags.

Wenn Du eine schlechte Zündspule am Linken Mag hast, bringt die auch mit Schnapper keinen gscheiten Funken. - Motor läuft mangels Funken nicht an. Erst bei höheren. Wenn dann der Starter recht schnell dreht und Du gehst vom Start Position auf Beide, weil er nicht anläuft, zündet eventuell der Rechte und der Motor läuft an. Zünder der rechte früh und der Starter ist noch " enbgaged" ist er das nicht lange. Wenn Du Glück hast gbleibt er innerhalb der Cowling liegen.

Bei höheren Drehzahlen für einen Magcheck, merkt man die schlppe Zündspule im Linken Mag nicht unbedingt.

My2 Cents

10. Dezember 2019 21:39 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Thomas Dietrich

Vielen Dank für die vielen kompetenten Kommentare!

Ich muss gestehen: ich kenne den Flieger nicht. Es ist nicht meiner und an sich kann es mir egal sein ob die Möhre anspringt oder nicht.

Seit Monaten wird dieses Phänomen beschrieben ohne das wohl jemand eine Lösung gefunden hätte. Bis eben auf die Methode, der Motor springe an wenn man den ZZündschlüssel loslässt.

Finde ich ulkig und umso interessanter wenn die Zündung ansonsten gut läuft.

Aber ich habe wieder einiges gelernt. Danke


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