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IFR & ATC | FAA CPL /IR nach Deutschland
30. Mai 2018 09:50 Uhr: Von Roland E. 

Hallo zusammen,

ich habe schon mal geschaut aber nix (zumindest nix aktuelles) gefunden. Vielleicht hat jemand eine Idee.

Was müsste man denn aktuell machen um einen FAA CPL (SEP) (A) mit IR nach EASA Land zu bringen ?

Und : Wo könnte man das am vernünftigsten machen ?

Es ist auch noch ein EASA CPL (H) vorhanden und ein PPL (A) mit Lehrberechtigung - wird aber wohl nicht so viel bringen oder ?

Was meinen denn die Spezialisten

VG Roland

30. Mai 2018 16:08 Uhr: Von Mich.ael Brün.ing an Roland E.

Das sind zwei verschiedene, von einander getrennte Aspekte:

  1. FAA IR nach EASA IR
  2. EASA CPL(H) nach EASA CPL(A)

Zu 1. gibt es schon mindestens einen Thread, zu 2. hilft ein Blick in EASA Part FCL bezüglich Cross Credit. Der Part FCL sollte Dir als CPL(H)-Inhaber ja weitgehend geläufig sein.

Michael

30. Mai 2018 20:58 Uhr: Von Tobias Schnell an Roland E.

Was müsste man denn aktuell machen um einen FAA CPL (SEP) (A) mit IR nach EASA Land zu bringen ?

Wir schon von Michael geschrieben, sind das zwei verschiedene Dinge. FAA IR nach EASA IR ist einfach, wenn Du mindestens 50 Stunden PIC IFR hast: Praktische Prüfung mit einem EASA-Examiner, der dabei mündlich Deine Kenntnisse in Air Law, Met und Flugplanung prüft --> fertig.

Für den CPL wird Dir von der Theorie nichts erlassen, Du musst also das volle CPL- oder ATPL-Programm absolvieren. Für die praktische Ausbildung gibt es meiner Kenntnis nach keine Festlegung, da könnte eine ATO höchstens was auf case-by-case-Basis beantragen. Wenn Du aber einen PPL mit IR + Erfahrung hast, ist die Praxis zum CPL ja überschaubar, so dass sich dieser Aufwand ggf. nicht lohnt.

30. Mai 2018 23:12 Uhr: Von Roland E. an Mich.ael Brün.ing

Hallo

klar gibts dazu etwas .. .aber das von 2008 und 2013 hat halt net sehr viel Nährwert bei der Halbwertszeit von den Bestimmungen in der Lizenzierung ..

die Frage war ja auch ob jemand was "aktuelles" dazu beitragen kann gell ;-)

lg Roland

30. Mai 2018 23:14 Uhr: Von Roland E. an Tobias Schnell

Scheint mir wohl der sinnvollste Weg zu sein .. eins nach dem anderen ....

gibts denn Erfahrungen dahingehend ?

lg Roland

6. Juni 2018 17:17 Uhr: Von Rolf Adam an Roland E.

Hallo Roland,

ich bin letztes Jahr durch den Prozess gelaufen, hier meine Erfahrungen:

Hallo zusammen,

vielen Dank an alle für die Infos und Beiträge. Ich wollte abschließend nach erfolgreicher PPL IR Umschreibung meine Erfahrungen teilen:

Sprechfunk:

  • BZF war vorhanden, hier wird das AZF unkompliziert durch die Bundesnetzagentur ausgestellt (http://www.bundesnetzagentur.de/Flugfunkzeugnisse)
  • Auffrischen des Europäischen Sprechfunk (BZF war 25 Jahre alt) hat mit dem online AZF Kurs www.fluglehrerteam.de gut funktioniert, dazu noch die CD aus dem Dieter Franzen Verlag (Kompaktlernprogramm AZF - wäre nur schön, wenn sie den Fehler in Buch / CD zum Erstanruf von Bremen Radar endlich beheben würden...)

PPL:

  • Theorievorbereitung mit Peters Software und Aircademy (hard copy) und EXAM Mentor (ipad)
  • SERA Änderungen bei DFS, AOPA u. Aerokurier nachlesen
  • Praktische Prüfung war wie in den USA
  • Bestätigung der Unterschiedsschulung durch Fluglehrer ausstellen lassen (Klassenberechtigungsschulung gemäß FCL.725 EU(VO) 1178/2011 zu absolvieren ( vergleichbar mit AMC1 FCL.740 Buchstabe b) Nr.1 EU(VO) 1178/2011 -bei Erneuerung einer Klassenberechtigung-); Anhang III Buchstabe B der EU(VO) 1178/2011: „…die Anforderungen für die Erteilung der entsprechenden Klassen- oder Musterberechtigung gemäß Abschnitt H erfüllen…“
  • English Proficiency Prüfung ablegen (L6 ist für den durchschnittlichen Non-Native absolut machbar - wers fürs Ego braucht - und durchaus interessant, es reichen natürlich auch L4 und L5, man muss eben auch zukünftig Zeit für die Nachprüfungen aufbringen)
  • Anträge laufen alle über die Landesluftfahrtbehörde (siehe vorige Beiträge)

IR:

  • 50h durch einen Fluglehrer bestätigen lassen (alle Flüge als PIC auf IR Flugplan zählen, nicht nur hard IR Zeiten)
  • Die Theorie ist in den meisten Bücherreihen in Europa unerträglich, oft wird nur der Gesetzestext kopiert. Peters Software, Jeppesen / Peters Bücher (sind ok), ipad CATeBooks und Aviation Exam (EASA Professional Pilot Studies u. EASA Test Prep) fand ich deutlich besser. Wer die US Literatur kennt, wird die Jeppesen Bücher in ihrem Unterhaltungsgrad schmerzlich vermissen. Am nächsten kommt hier die EASA Reihe CBIR und EIR ran (mein Favorit). Man braucht natürlich nicht alle verschiedenen Reihen. Am Ende wollte ich einfach wissen, ob es einen Anbieter gibt, der das Thema halbwegs verträglich aufbereitet hat (EASA CBIR und EIR)
  • Für die praktische Prüfung ist Pooley's A Guide to the EASA IR Flight Test gut. Den braucht man aber nicht unbedingt, die praktische Prüfung ist nicht so viel anders als in den USA
  • Größte Umstellung als US Pilot mit Erfahrung in CA / FL ist das wache Auge auf Icing hier in Europa (und natürlich die "request start-up" Meldung ;) , ansonsten war die Praxis nicht sonderlich anders
  • Für die praktische Prüfung einen Prüfer aussuchen (bei mir Dr. Timm Preusser, kennt FAA u. EASA gut), Prüfungsflug absolvieren, dann den Antrag auf Umschreibung mit dem FAA Letter of Verification (d.h., FAA Lizenz wird bestätigt), dem 50h Nachweis und dem Prüfungsprotokoll an die Abteilung L4 des LBA schicken (den eigentlichen Antrag hatte bei mir bereits die Landesluftfahrtbehörde gestellt)
  • nach nur 3 Tagen war die EASA Lizenz im Briefkasten - super schnelle Bearbeitung, danke hierfür an das LBA!

Der ganze Threat findet sich unter https://www.pilotundflugzeug.de/forum/2016,08,27,09,5414964/page3.

Bei Fragen, melde Dich gerne direkt an mich.

Grüße aus EDMA

Rolf

8. Juni 2018 17:07 Uhr: Von Roland E. an Rolf Adam

Hallo Rolf,

danke für deine ausführlichen Schilderungen.

bei mir ist es ja etwas anders .. deswegen hab ich ja angefragt.

PPL Deutsch hab ich ja schon

IR Stunden FAA auch ..

mir ging es primär drum den CPL (und das IR) rüber zu holen

lg Roland

11. Juni 2018 06:48 Uhr: Von Rolf Adam an Roland E.

Hallo Roland,

IR ist oben beschrieben - das war hinreichend einfach.

CPL: Ich habe mich auch noch nicht an die Umschreibung des FAA CPL gemacht. Falls Du da einen einfach Weg findest, würde ich mich über die Rückmeldung freuen. Gerüchteweise soll die gegenseitige Anerkennung (der Theorie) analog CB-IR möglich werden, aber das sind bisher wohl nur Gerüchte.

11. Juni 2018 08:41 Uhr: Von Roland E. an Rolf Adam

Hallo

ja das hört man schon seit längerem das es ein bilaterales Abkommen geben soll irgendwann;

ich weiss jedoch nicht ob da nicht sogar Deutschland (LBA) mauert... zu vermuten wäre es fast.

Cui bono ? Ein Schelm wer böses dabei denkt ;-)

lg Roland

11. Juni 2018 12:51 Uhr: Von Tobias Schnell an Rolf Adam Bewertung: +1.00 [1]

Gerüchteweise soll die gegenseitige Anerkennung (der Theorie) analog CB-IR möglich werden

Das würde mich sehr wundern, denn die FAA-CPL-Theorie besteht größtenteils aus Regularien und Verfahren für Part135-Operationen, die in Europa keinerlei Relevanz haben. Das ist beim IR anders.

Und zum Thema „bilaterales Abkommen“: Die EASA kann anrechnen/anerkennen, was sie möchte - da braucht sie nicht mit der FAA drüber zu verhandeln :-).

12. Juni 2018 11:52 Uhr: Von Rolf Adam an Tobias Schnell

wahrscheinlich stoße ich mit der Aussage einen Glaubenskrieg an - aber mit dem Weggang der FAA von der Veröffentlichung standardisierter Multiple Choice Fragen ist die Vorbereitung nicht wesentlich anders als in der EU. Zumindest habe ich in den EASA / Peters Unterlagen keine großen Unterschiede zu dem Stoff in den USA feststellen können (mag an mir liegen und meiner "deutschen" Herangehensweise an die Theorie). Part 135 etc. stellen nur einen kleinen Teil der Fragen. Der größte Unterschied liegt in meiner Sicht in der Theorie in der vorsätzlich schlechten Aufbereitung des Stoffes. Die EASA fokussierten Bücher erwecken den Anschein, Lernen dürfe keinen Spaß machen. Vielleicht sollten wir mal bei King / MzeroA anfragen, ob sie sich nicht uns Europäern annehmen wollen ;)

Einstweilen lerne ich weiter fleißig für Braunschweig (mehr als für mich...)

12. Juni 2018 17:49 Uhr: Von Michael Becher an Rolf Adam Bewertung: +2.00 [2]

Ich habe den CPL / ATPL zwar noch vor mir, aber habe den EASA PPL und IR gemacht, als auch das FAA PPL und IR vollständig erworben.

Zumindest dabei ist die Theorie schon ein riesiger Unterschied. Für EASA habe ich Fragen ohne Ende geübt, bei CAT, Peters und AviationExam. Für den US Written Test reichten mir 1000 Fragen zu üben (und zu verstehen), gegenüber den knapp 45.000 Fragen der drei Anbieter zusammen (I know, da waren natürlich sehr ähnliche dabei). Das Oral habe ich dann vollständig mit MZeraA Videos, der Oral Vorbereitung davon und den Videos von King School erledigt. Es ist definitiv ein anderes Lernen, deutlich mehr an der Praxis.

So interessiert es zum Glück in den USA niemanden, wie hoch die GPS Satelitten fliegen, was auf L1 und L2 an Informationen in welcher Frequenz verschickt werden, usw.

Da ich mich in den USA erkundigt hatte, falls ich dort das CPL mache, was es für EASE bedeutet, hier die kurze Info die ich erhalten habe: Flugstunden kann man anrechnen (sind aber nach IR eh nicht mehr viele für CPL), Written ist beim LBA komplett abzulegen, und da liegt die meiste Arbeit/Zeit drin.

13. Juni 2018 06:20 Uhr: Von Rolf Adam an Michael Becher

touché - da hast Du Recht, EASA hat leider zu viel von den "muss man einfach lernen, auch wenn man es nie wieder braucht" Fragen

13. Juni 2018 07:58 Uhr: Von Reinhard Haselwanter an Rolf Adam

Dazu fällt mir immer wieder einer der "klassischen" Fragen ein - "Wieviele Hauptpleuel hat ein 18-Zylinder-Doppelsternmotor ?" ggg ! Ist die Frage auch heute noch Bestandteil des Fragenkatalogs ?


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