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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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146 Beiträge Seite 1 von 6

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13. Dezember 2015: Von C. B. an Tobias Schnell
Schlimm!

Der METAR in Köln sah gar nicht so schlecht aus, aber beim LOC-DME gab es einen Go-around mangels Sicht auf die Lichter und eine SR22 ist vom ILS 32R nicht nach Hangelar abgebogen, weil es das Wetter einfach nicht hergab.

Selbst, wenn das Wetter gerade eben ausgereicht hätte, ist dieser Mast schlecht zu erkennen, vor allem wenn man nur ganz knapp unterhalb der Spitze fliegt und bei hereinbrechender Dunkelheit.
14. Dezember 2015: Von Lutz D. an C. B.
Er ist befeuert und auf jeder verdammten Karte / moving map eingezeichnet.
14. Dezember 2015: Von Tee Jay an Lutz D.
Es werden wohl (mal wieder) mehrere Faktoren eine Rolle gespielt haben (Flugvorbereitung?, Termindruck?, am Montag wieder zur Arbeit? etc.). Das definitiv nicht fliegbare Wetter gab dem Ganzen den Rest. Persönlich kann ich mir nur vorstellen, daß er vielleicht zielfixiert "an der Autobahn" entlang so weit wie möglich nach Norden kommen wollte...

From the Couch...

Mir tut das Mädel leid... denn das Kind kann nichts dafür...
14. Dezember 2015: Von Carsten G. an Tee Jay Bewertung: +1.00 [1]
Es bleiben mal wieder so viele Fragen offen:


Warum führt das Routing vom Schwarzwald nach Trier (siehe Polizeimeldung) über Koblenz? Selbst wenn man eine Front umfliegen möchte, muss man den Plan bei offensichtlicher Unmöglichkeit doch irgendwann aufgeben...

Warum plant man so knapp, dass man bei SS noch immer in der Luft ist?

Warum fliegt man überhaupt bei scheinbar nicht fliegbarem Wetter?

Wo war der Punkt, an dem man noch hätte umkehren/abbrechen können? Was waren die Indizien und warum wurden die in dieser Situation ignoriert?

Aber die wichtigste Frage: Warum begibt man sich mit Menschen, die einem völlig vertrauen und (noch) nicht in der Lage sind, die Risiken abzuschätzen und "Nein" zu sagen, in ein solches Risiko?

Mich macht die Meldung sehr betroffen, denn ich bin 47 und fliege häufig mit meiner neunjährigen Tochter. Und ich kann mir im Moment kaum vorstellen, bald wieder unbeschwert mit der Familie zu fliegen.

R.I.P. und viel Kraft für die Hinterbliebenen.
14. Dezember 2015: Von Peter Oltmann an Carsten G. Bewertung: +2.00 [2]

Hi,

ich schließe mich ebenfalls den Ausführungen an. Ich bin 49 Jahre alt und meine Jungs sind 6 und 8 Jahre.

Ich versehe es auch nicht, warum man bei SS und schlechter Sicht noch irgendwo rumeiert.

Führt leider auch zu unsäglichen Kommentaren wie gefährlich doch das Fliegen sei und wie man nur mit seinen Kindern in so einer kleinen Maschine durch die Gegend fliegen kann.

Mein Beileid der Mutter und dem Rest der Familie.

Peter

14. Dezember 2015: Von Roland Schmidt an C. B.
Ich nehme mal an, er war nicht bei FIS auf der Welle? Könnte mir vorstellen, dass das einen psychologischen Unterschied macht, wenn er z. B. die Informationen von den Kölner (Fehl)Anflügen gehabt hätte (um ihn vielleicht wachzurütteln). Klar natürlich auch, dass nur der Pilot den Blick aus dem Cockpit hat und beurteilen muss. Traurig....
14. Dezember 2015: Von Markus Doerr an Lutz D. Bewertung: +7.67 [8]
Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein.
nur meine 2 ct
14. Dezember 2015: Von Eustach Rundl an Markus Doerr
..ob wir es wahr haben wollen oder nicht: Solche Unfälle wird es immer geben.
14. Dezember 2015: Von Peter Oltmann an Markus Doerr
Natürlich, jeder von uns macht Fehler und ohne Sünde wird niemand hier sein.

Aber ich kann dir versichern, dass ich mit meinen Kindern oder auch alleine um die Uhrzeit und bei schlechter Sicht nicht mehr in der Luft wäre. Das ist ein vorhersehbarer Fehler.

lg

14. Dezember 2015: Von Flieger Max L.oitfelder an Roland Schmidt Bewertung: +2.00 [2]
Ich wüßte jetzt nicht, weshalb man jemals auf einer FIS-Frequenz von einem go-around erfahren sollte; sehr traurig die Umstände.
Gerade wenn man so teure Mitflieger an Bord hat die Einem blind vertrauen sollte man lieber zu früh als sehr (zu) spät abbrechen: Auch dadurch lernen Kinder fürs Leben..
14. Dezember 2015: Von Markus Doerr an Peter Oltmann
Die Uhrzeit hat primär nix mit dem Unfall zu tun. Ich fliege wie andere hier auch nachts, da kann es ganz finster sein. Wo steht, das der Pilot nicht durfte, oder der MoSe nicht dafür ausgerüstet war?
14. Dezember 2015: Von Roland Schmidt an Flieger Max L.oitfelder
Ich wüßte jetzt nicht, weshalb man jemals auf einer FIS-Frequenz von einem go-around erfahren sollte

Da nicht anzunehmen ist, dass es besonders busy bei FIS war und es sich um den Sektor Langen handelt (der für super Service bekannt ist), kann ich mir sehr wohl vorstellen, dass man dort mit außerordentlicher Assistenz rechnen kann, auch damit, dass man solche eher unüblichen Informationen erhält.

Ich war gar nicht weit weg von der Unfallstelle auch mal wettermäßig am A.... - ATC wusste genau was los war, ich musste gar nichts sagen - obwohl ich das hätte tun sollen...

14. Dezember 2015: Von Peter Oltmann an Markus Doerr

ok, du hast recht. Ich bin jetzt von der Vermutung ausgegangen, dass es sich nicht um einen Nachtflug-VFR

Handelt, ohne es zu wissen.

Sorry

14. Dezember 2015: Von Lutz D. an Markus Doerr Bewertung: +0.67 [1]

Moin Markus,

es geht ja hier nicht um Schuld oder um Bezichtigung. In den vergangenen 12 Stunden haben mich einige PN erreicht mit dem Grundtenor "im Straßenverkehr passiert dauernd sowas", "warum lösen Flugunfälle mehr Betroffenheit aus", "Menschen sind halt blöd", "Lässt sich nicht ändern".

Gut, ja, letzteres wird mir langsam offensichtlich. Und ja, wir können jetzt wie in jedem Jahr 2-3 mal die Achseln zucken und weitermachen und feststellen: "Ist halt dumm gelaufen".

Es ist ja geradezu offensichtlich, dass niemand sicher vorhersagen kann, dass er ohne Sünde ist und niemals nicht VFR in IMC gegen eine Antenne fliegen wird. Oder glaubt hier jemand, die Heerscharen an so getöteten Piloten seien morgens aufgestanden mit der Absicht sich totzufliegen?

Wollen wir wirklich ob unserer eigenen Fehlbarkeit davon absehen, anderen ihre Fehlbarkeit aufzuzeigen? Dann können wir tatsächlich nur "shit happens" sagen und weitermachen. Aber im Umgang mit einem der bedeutendsten Killer in der deutschen GA halte ich das nicht für den richtigen Ansatz.

14. Dezember 2015: Von Alexander Callidus an Lutz D. Bewertung: +1.00 [1]
Der Mast ist abgespannt und das, wenn man den Fotos glauben darf, von der Spitze ab. Möglich wäre, daß er den Mast sah und ihn als Wendepunkt nehmen wollte. Ich war auch schon mal erschrocken, wie weit manche Masten abgespannt sind, definitiv weiträumig zu umfliegen. Wir haben so ein (aber nur sparsam abgespanntes) Exemplar von 1100ft am Anflugsektor stehen. ...

Davon abgesehen kann ich mir leider Konstellationen vorstellen, bei denen denen ein Vater sich unter existenziellem Druck fühlt, das Kind sonntags abends zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort abzuliefern. Solche Unfälle können vielleicht dazu dienen, gefährliche Muster im Ansatz zu erkennen,
14. Dezember 2015: Von Flieger Max L.oitfelder an Roland Schmidt
Dass man -am Besten früh/rechtzeitig- von FIS Informationen oder Unterstützung erfragt wenn es mal nicht mehr so rund läuft ist die eine Sache; aber was hätte die Info an ihn "übrigens in Köln startet einer durch" genau bewirken sollen? Wie (schlecht) die Sicht auf der eigenen Position war konnte der Pilot doch selbst erkennen, es sei denn er war dazu aus irgendeinem selbst auferlegten Druck nicht bereit, dann hätte auch gutes Zureden vermutlich nicht geholfen. Diese Verantwortung kann man ihm nicht abnehmen.
14. Dezember 2015: Von Carsten G. an Alexander Callidus
aufgrund der Bilder kann man wohl von einem Kontakt mit der Verspannung ausgehen, oder?

https://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/koblenz/vater-und-tochter-kommen-beim-absturz-eines-leichtlugzeuges-am-sender-nassheck-bei-dieblich-ums-lebe/-/id=1642/did=16647530/nid=1642/172rkal/index.html
14. Dezember 2015: Von Lutz D. an Alexander Callidus
Tja, nur die an der Mastspitze befestigten Pardunen tragen Isolatoren, wo und ob eine Pardune befestigt wurde lässt sich dadurch aber m.E. nicht mit Sicherheit sagen.
14. Dezember 2015: Von Lutz D. an Lutz D.

SERA 5005 f) regelt übrigens den Abstand zum Hindernis.

14. Dezember 2015: Von Tee Jay an Flieger Max L.oitfelder
FIS sieht auch nicht alles... da sind meiner Erfahrung nach PIREPs auf der FIS Frequenz durchaus sinnvoller. Schon öfters passiert, als es drum ging zu entscheiden ob man z.B. westlich oder östlich um den Taunus herum kommt oder doch noch ein Loch in der Mitte bei Limburg ist. Da war guter Rat anderer Piloten präziser.

Hilft dem Piloten und dem Kind jetzt aber auch nichts mehr, denn augenscheinlich war weder in Trier noch en Route VFR gegeben.
14. Dezember 2015: Von Erik N. an Lutz D.
Berufspilot, Flugausbilder bei der Bundeswehr...Vielleicht hat er versucht der A61 zu folgen für die 24 in Koblenz.... die Autobahn fokussiert, sie versucht links unter sich zu sehen, dann ist der Mast kurz vor der BAT Mosel-West mit den Verspannungen eigentlich genau im Weg. Tragisch, furchtbar unnötig.
14. Dezember 2015: Von Lutz D. an Erik N. Bewertung: +2.00 [2]
Ein anderer Ansatz.

Es gibt im Grunde nur drei Möglichkeiten.

1) Der Pilot hat seine persönlichen Minima überschritten

2) Der Pilot hat seine persönlichen Minima zu tief gesetzt

3) Der Pilot hatte keine persönlichen Minima.

Fragen in die Runde:

Wer hat persönliche Minima, die er absolut einzuhalten gedenkt? Wer hat sich innerhalb dieser Minima schonmal unwohl gefühlt? Wer hat diese Minima überschritten? Das ein oder andere wird wohl auf uns alle zutreffen. Aber persönliche Minima haben, schadet jedenfalls nichts.

Die FAA hat dazu dieses sehr aufwändige Konzept herausgebracht:

https://www.faa.gov/training_testing/training/fits/guidance/media/personal%20minimums%20checklist.pdf

Mir persönlich zu komplex, wird dann eh nicht ausgefüllt.

Persönlich habe ich mir mal dieses Netz aus Sicht und geschlossener Wolkendecke ausgedruckt und ins Flugbuch gelegt (siehe Bild). Muss es auch noch mal verinnerlichen. Die Werte können natürlich für jeden anders sein.



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personalminima.JPG

14. Dezember 2015: Von Stefan K. an Roland Schmidt Bewertung: +3.00 [3]
Der Pilot war nicht bei FIS auf der Welle.
Zum betreffenden Zeitpunkt, hätte er dort mit wenigen anderen LFZ auf der Freq. bestimmt viel Aufmerksamkeit bekommen.
Erst kürzlich hatte ich dort einen E300 Piloten Richtung Süden Frankreich in ähnlichen Wetterverhältnissen.... mit gutem Zureden und den Hinweis, dass jedes Hindernis höher als seine Flughöhe ist, hat er umgedreht nach Koblenz. Hilfe bietet uns die ICAO Karte als Radar Hintergrund, allerdings ist auch dieses Hilfsmittel mit Vorsicht zu genießen. Nicht jedes Hindernis ist dort exakt eingezeichnet um laterale Ausweichempfehlungen zu geben, weil einfach nicht genug Platz auf der Karte zur Verfügung steht.
Das man sich als Berufspilot wieder einmal durch Termindruck in solche Situationen begibt ist sehr traurig.
14. Dezember 2015: Von Erik N. an Lutz D.
Vielleicht verschieben sich diese Limits ja mehr oder weniger unbemerkt mit den Flugstunden und Jahren hin zu einem Zustand, in dem die persönlichen Limits so niedrig sind, daß sie an der Grenze des Machbaren schaben. Wie kann man das denn verhindern ?
14. Dezember 2015: Von Roland Schmidt an Stefan K. Bewertung: +1.00 [1]

mit gutem Zureden und den Hinweis, dass jedes Hindernis höher als seine Flughöhe ist, hat er umgedreht

Genau das meinte ich, Stefan. Allein der Hinweis: "zu Ihrer Information, auf Ihrer Flugstrecke sieht es so oder so aus..../ist dies und jenes passiert" kann einen ja schon mal zum Nachdenken animieren, wenn sonst schon der Tunnelblick vorherrscht. Mitnichten meinte ich, irgendjemand könne dem Piloten seine Verantwortung abnehmen.


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