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7. November 2022 16:34 Uhr: Von Charlie_ 22 an Lui ____ Bewertung: +7.00 [7]

Der Grund wäre einfach nur, dass ich es will und für sinnvoll halte. Mir gefällt, dass der Verwendungszweck des Geldes eindeutig ist.

Noch besser würde mir ein zeitgemäßer, moderner Antrieb gefallen – aber das erlebe ich nicht mehr.

7. November 2022 16:59 Uhr: Von Peter S an Charlie_ 22 Bewertung: +2.00 [2]

Ich suche ebenfalls seit längerer Zeit eine Möglichkeit zu kompensieren - und zwar Kompensieren im Sinne von "präventiv den negativen Klimaeffekt ausgleichen". Das Thema wird allerdings leider komplexer je näher man hinschaut und die Kompensationsprojekt scheinen mir durch die Bank nicht unterstützenswert.

Das Problem liegt unter anderem darin, dass alle Anbieter von Klimaprojekten Annahmen über die Zukunft treffen, die in aller Regel viel zu optimistisch sind. Bei Baumpflanzprojekten sieht man gerne, dass die Bäume in einer idealen Welt ohne Waldbrände und Schädlinge aufwachsen sollen und niemals verbrannt werden können. So kommt es, dass die tatsächliche CO2-Ersparnis in aller Regel nur einen sehr kleinen Teil der "geplanten" Ersparnis ausmachen dürfte und sie zudem auch noch über eine sehr lange Laufzeit realisiert werden muss.

Der Wettbewerbsdruck auf den Kompensationpsrodukten führt ausserdem zu Auswüchsen, die sich möglicherweise rechnerisch begründen lassen, aber völlig haarsträubend sind. Hier mal ein Beispiel:

https://www.myclimate.org/information/carbon-offset-projects/detail-carbon-offset-projects/switzerland-energy-efficiency-7815/

Bei diesem Projekt greift der Anbieter notleidenden Schweizern unter die Arme, die Ihre Zweit- und Dritthäuser in den Alpen ganzjährig heizen müssen, weil Ihnen die Möglichkeit fehlt, ihre Heizungen sinnvoll zu regeln. Den Armen wir nun geholfen, indem der Anbieter eine App-basierte Heizungssteuerung installiert, mit der die Heizungen dann aus der Ferne geregelt werden können. Die durch die Runterregelung gesparten Emissionen rechnet sich der Anbieter zu und verkauft diese weiter. Recht bizarr, finde ich.

Die konsequenteste Lösung wäre daher in meinen Augen, dort CO2 zu kompensieren, wo es entsteht - nämlich im Flieger und _bevor_ es emittiert wird.

Direkt SAF (Sustainable Aviation Fuel) zu tanken ist leider keine Möglichkeit. Insbesondere bei kleinen Mengen würde ein erheblicher Mehrverbrauch durch den Transport entstehen. Die Gemische lassen bei Jet-A scheinbar nur 50% SAF-Anteil zu und für Avgas ist mir überhaupt keine Lösung bekannt. Schlauer wäre es daher wohl an Stellen, an denen anderweitig fossiler Sprit verbrannt werden würde, diesen durch SAF zu ersetzen (und dann die Carbon-Credits anstelle des Sprits zu bewegen aka "Book & Claim"). Ich habe mir mit einem Anbieter in Norwegen einmal angesehen, ob dort die Möglichkeit besteht. In Norwegen ist seit Beginn des Jahres ein 0,5%-Anteil an SAF im Jetfuel vorgeschrieben. Diesen könnte man innerhalb des Jet-A-Standards erhöhen und den Käufern des Sprits die Credits für den erhöhten Anteil nicht gutschreiben. Leider kam das Projekt letztlich nicht zustande.

Eine Alternative hätte Compensaid sein können (ein CO2-Ausgleichsprodut der LH-Gruppe), aber die Lufthansa bietet das Produkt nicht extern an. Wenn man mal überschlägt, welchen Preis die Lufthansa für den SAF-Anteil bei der Kompensatio zugrunde legt, dann liegt man derzeit bei ca. 500,- Euro pro Tonne. Damit hat man immerhin mal eine Hausnummer.

BP bietet angeblich auch SAF an, aber der Vertrieb stellt sich tot. Das scheint es nicht zu geben.

Im Ergebnis fehlt mir derzeit ebenfalls eine Lösung und bin für jeden Tipp dankbar!

7. November 2022 22:01 Uhr: Von Gottfried S....k an Charlie_ 22 Bewertung: +1.00 [1]

Servus!

Ich will ja nicht ketzerisch sein: aber die Motorentechnologie für alternative Treibstoffe hatten wir schon >100 Jahren, und Mercedes Maybach Flugmotoren waren bereits flüssigkeitsgekühlt, Direkteinspritzung, ohne Blei und Co. ...technisch wäre viel möglich, aber machen die CAAs und Lobbyisten mit? Warum in den Staaten von Ethanol zu Blei für die Oktanerhöhung geschwenkt wurde, erklärt ebenfalls die Geschichte ... eine Bioethanol-Treibstoffanlage in Utah ist bis heute undenkbar ...

VG,

Gottfried

8. November 2022 10:48 Uhr: Von Peter S an Peter S

Weil jetzt Atmosfair hier ein paarmal gefallen ist...

Atmosfair ist ohne Zweifel top seriös, vorangetrieben von schlauen Köpfen und in der Lage eine Veränderung herbeizuführen. Gerade im Luftfahrtbereich hat Atmosfair sich sehr engagiert und sogar eine Versuchsanlage errichtet, die 350t Jet-A pro Jahr produzieren kann - und das aus nicht fossilem CO2 und _zusätzlichem_ Ökostrom. Hut ab!

Aber: Atmosfair zielt auf die kommerzielle Luftfahrt und macht es sich vergleichsweise einfach mit der GA. Bislang war der Standpunkt der Organisation immer "Das braucht kein Mensch - das kann weg!"

Das macht es eventuell etwas kontraproduktiv ausgerechnet über Atmosfair zu kompensieren...

8. November 2022 11:15 Uhr: Von Charlie_ 22 an Peter S

Das ist eigentlich gut! Danke für den Tipp.

Bei atmosfair kann man einfach zB 1 Tonne CO2 pro Monat auswählen und per Dauerauftrag bezahlen. Kostet günstige € 23 pro Monat.

8. November 2022 12:10 Uhr: Von Peter S an Charlie_ 22 Bewertung: +1.00 [1]

Das ist eigentlich gut! Danke für den Tipp.

Ich hatte geschrieben, dass Atmosfair die Abschaffung der GA zum Ziel hat. Was genau ist denn daran _gut_?

EDIT: Tippfehler.

8. November 2022 16:24 Uhr: Von Charlie_ 22 an Peter S Bewertung: +1.00 [1]

Woraus schließt Du das? Wo steht das?

Und: wenn ich trotzdem über atmosfair kompensiere, worin könnte der Nachteil liegen?

8. November 2022 22:10 Uhr: Von Peter S an Charlie_ 22

Woraus schließt Du das? Wo steht das?

Das schließe ich aus persönlichen Gesprächen und Unterlagen, die Atmosfair im Sommer noch auf der Webseite hatte. Interessanterweise finden sich diese Unterlagen derzeit nicht mehr (bzw. ich finde Sie nicht). Das von Atmosfair verfolgte Ziel lässt sich aber nach wie vor mittelbar aus den vorhandenen Unterlagen ableiten.

Atmosfair möchte zu diesem frühen Zeitpunkt Zertifizierungskriterien für Power-to-Liquid-Fuels (aka e-Fuels) festlegen und so Einfluß auf den entstehenden Markt nehmen. Die Kriterien finden sich hier:

https://fairfuel.atmosfair.de/wp-content/uploads/2021/10/atmosfair_fairfuel-Standard_30092021.pdf

Die Kriterien kann ich in jeder Hinsicht von der Motivation nachvollziehen - wobei man über einzelne Aspekte sicherlich trefflich diskutieren kann. Das Besondere an diesen Kriterien ist in meinen Augen, dass ein e-Fuel-Hersteller demnach nicht nur die Herstellung zertifizieren soll, sondern auch die Nutzung des hergestellten Produktes bei den Endkunden kontrollieren soll. Konkret heisst es unter II.1.1:

"Der Betreiber verpflichtet sich bei der Validierung in einer atmosfair fairfuel Vermarktungsverpflichtung, das atmosfair fairfuel nur an Kunden aus der zivilen, kommerziellen Luftfahrt zu veräußern."

Atmosfair versucht also der GA und Cargo den Zugriff auf e-Fuels zu entziehen. Zumindest in meinem Sinne ist das nicht. Ich finde das sehr bedauerlich, da ich ansonsten sehr angetan von Atmosfair bin.

Ob das jetzt gegen eine Kompensation von GA-Emissionen über Atmosfair spricht... ¯\_ (ツ)_/¯

8. November 2022 22:38 Uhr: Von Charlie_ 22 an Peter S

Eben ... wenn Sie mich als Kunden akzeptieren und ich meinen monatlichen Beitrag bezahle, dann sehe ich kein Hindernis. Ich hab' sie aber mal angeschrieben.

10. November 2022 09:21 Uhr: Von Thomas Dietrich an Charlie_ 22 Bewertung: +1.00 [1]

Ich pflanze jedes Jahr 5-7 Bäume. Ein Jahr später fälle ich sie dann und ersetze sie durch Windräder. Da die aber keinen Strom liefern, werden sie samt Betonsockel ein Jahr säter rausgerissen und es werden wieder Bäume gepflanzt. Der Bagger braucht ca soviel Benzin wie 30 Flugstunder mit der Husky oder 3 h PC12.

10. November 2022 09:49 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Thomas Dietrich
Na wenn Du auch einen Turbinenbagger nimmst...
10. November 2022 09:52 Uhr: Von Charlie_ 22 an Thomas Dietrich

>>> Ich pflanze jedes Jahr 5-7 Bäume. Ein Jahr später fälle ich sie dann und ersetze sie durch Windräder. Da die aber keinen Strom liefern, werden sie samt Betonsockel ein Jahr säter rausgerissen und es werden wieder Bäume gepflanzt. Der Bagger braucht ca soviel Benzin wie 30 Flugstunder mit der Husky oder 3 h PC12.

Der Trick ist: Bäume pflanzen UND Windräder bauen.

Eine durchschnittliche Windkraftanlage mit einer Nennleistung von sechs Megawatt erzeugt in einem Jahr 15 Gigawattstunden Strom. Damit lassen sich bis zu 4000 Haushalte ganzjährig mit Energie versorgen.

Quelle: EnBW

https://www.enbw.com/unternehmen/eco-journal/windkraftanlagen.html#wieviel-strom-produziert-eine-windrad

10. November 2022 10:10 Uhr: Von Friedhelm Stille an Charlie_ 22

"Unter guten Bedingungen – also an einem windreichen Standort, zum Beispiel auf einem Hügel oder an der Küste – kann ein modernes Windrad durchschnittlich 15 Mio kWh Strom jährlich erzeugen. Damit können 4.000 Haushalte ein ganzes Jahr lang mit grünem Strom versorgt werden." Unter GUTEN Bedingungen wie an der Küste oder auf Bergen, stellt selbst EnBW klar. Nicht überall im Ländle sind die Bedingungen gleich. Kommt eben drauf an, wo man die Dinger hinstellt. Gleichmässig über's Land verteilen, wie zur Zeit gefordert, verschwendet nur monetäre Ressourcen

10. November 2022 10:14 Uhr: Von Hubert Eckl an Charlie_ 22

Da wird man Dir aber in Bayern schnell die Flausen aus dem Kopf södern. Fakten? PAH! CSU!

10. November 2022 10:24 Uhr: Von Charlie_ 22 an Friedhelm Stille

>>> Im Jahr 2020 betrug der Anteil der Windenergie an der Bruttostromerzeugung in Bayern 6,4 %, wobei 4,9 Mrd. kWh Strom erzeugt wurden.

Ja, Du hast recht.

Prinzipiell ist die Technik dennoch sinnvoll und trägt sogar in Bayern fast 6,5 Prozent zur Stromproduktion bei, und bekannterweise gibt es in Bayern eher wenig Wind.

10. November 2022 10:33 Uhr: Von Hubert Eckl an Charlie_ 22

Mittlerweile habe es sogar die Franzosen kapiert. Die Hälfte aller ihrer AKW ist defekt. Seit zwei Jahren importieren die schon "grünen" Strom aus BRD. In aller Stille.

10. November 2022 11:12 Uhr: Von ch.ess an Hubert Eckl Bewertung: +2.00 [2]

Na ja - Grünstromexporte DE-FR gibt es seit vielen (!) Jahren, nicht erst seit 2. Noch in 2021 hat Deutschland allerdings netto deutlich importiert aus FR. D

ie Kraftwerke dort haben Schweissnahtrisse soiwe Korrosionsrisiken. Defekt ist etwas platt - hat ausserdem mit bewusster Wartungsplanung zu tun.

Neubau ist keine sinnvolle Option, weiterlaufen lassen ist aber ganz was anderes

10. November 2022 13:22 Uhr: Von Dominic L_________ an ch.ess Bewertung: +1.00 [1]

Grundsätzlich besteht überhaupt kein Zweifel, dass Windenergie wichtig und ist und vermutlich auch die billigste Art, Energie zu gewinnen, ABER: Die Rotorblätter machen immer noch eine Riesenmenge unrecyclebaren Müll und ich muss sagen, dass ich das absolut nicht ok finde. Da müssen bessere Lösungen her, die möglicherweise weniger effizient Strom gewinnen, dafür aber immer wieder verwendet werden können. Das wird in Zukunft noch wichtiger werden. Aber schon jetzt gibt es Riesendeponien mit den Dingern. Nachhaltig ist was Anderes.

10. November 2022 13:58 Uhr: Von M Schumacher an Charlie_ 22
10. November 2022 14:19 Uhr: Von Malte Höltken an M Schumacher Bewertung: +6.00 [6]
10. November 2022 15:26 Uhr: Von M Schumacher an Malte Höltken

Danke Malte, den Artikel kenn ich auch.

Mir ging es nicht um die absoluten Zahlen des NZZ-Artikels, welche ich aufgrund fehlender Fachkenntnisse nicht verifizieren kann.
Nicht falsch verstehen, ich bin ein Befürworter der Windkraft.

Da Windkraftanlagen nicht nur positive Seiten haben (wie alles im Leben, hier z.B.: massiver Energiebedarf für Herstellung/Betrieb/Rückbau ink. entsprechender CO2-Emmissionen, nicht recyclebarer Abfall, Auswirkungen auf Tiere/Menschen/Natur) sollte man schon mal hinterfragen, ob der Bau in gewissen Gegenden verhältnismässig ist.
Ich sage nicht, dass er das nicht wäre.

Wenn aber in allen Bundesländern der gleiche Flächenanteil dafür reserviert werden soll, könnte man schon mal nachhaken.

Ob sich ein Beteiber findet, sei natürlich mal dahin gestellt...

10. November 2022 15:42 Uhr: Von Malte Höltken an M Schumacher Bewertung: +6.00 [6]

Warum postest Du so einen Artikel unkommentiert?

10. November 2022 16:05 Uhr: Von M Schumacher an Malte Höltken Bewertung: +1.00 [1]

War eine Ergänzung zu Alex Anmerkung hinsichtlich Wind in Bayern, daher Antwort auf seinen Post.

Die Frage gebe ich übrigens gerne an Dich zurück.

10. November 2022 18:54 Uhr: Von Dominic L_________ an M Schumacher Bewertung: +3.00 [3]

Naja, der eine Artikel ist Unsinn und wird unkommentiert gepostet und der andere stellt genau diesen einen Artikel richtig. Dazu hätte ich jetzt auch keinen Zusatzkommentar geschrieben. Ich wundere mich ehrlich gesagt, wieso man überhaupt davon ausgeht, dass 20% Auslastung wenig sind. Wenn man mal kapiert hat, dass die Energie nicht linear mit der Windgeschwindigkeit zusammenhängt, ist klar, dass nicht viel vom maximal Möglichen rumkommen kann. Um alle halbwegs plausibel vorkommenden Windgeschwindigkeiten nutzen und/oder überleben zu können, muss man in Kauf nehmen, dass der in der Regel wehende Wind eben nur einen Bruchteil dessen darstellt.

Letztlich sind doch nur zwei Fakten interessant und gegeben: Die kWh aus Wind ist sehr günstig (Effizienz) UND je nach Jahreszeit und Wetter kommt ja schon die Hälfte unserer Energie nur aus Windkraft (Effektivität) - mit großen Schwankungen natürlich.

Das reicht doch schon, um Windkraft sinnvoll zu machen. Auch wenn das bei nur 3% Auslastung der Fall wäre.

10. November 2022 19:52 Uhr: Von ch.ess an Dominic L_________ Bewertung: +1.00 [1]
Wollte gar nichts zur Windkraft sagen, sondern Daten/Fakten korrigieren.
Ich bin jobbedingt eher PV affin.
Man kann die Blätter geschreddert in Zementofen einsetzen, statt geschredderter Reifen, Kohle, etc.
Irgendwas ist immer, im Avgas sogar Blei ;-)
Wir müssen nur von anfang an konsequent in Kreisläufen denken...

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