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8. Mai 2021 12:52 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Matthias S. Bewertung: +1.00 [1]
Ich bin auch ein Grüner obwohl ich Airbus fliege und das ist kein Widerspruch.
9. Mai 2021 22:16 Uhr: Von Lui ____ an Flieger Max L.oitfelder Bewertung: +2.00 [2]
“Ich bin auch ein Grüner obwohl ich Airbus fliege und das ist kein Widerspruch.”

Könntest Du erklären wie Du das meinst? Ist das ein “ich wähle Grün und daher muss ich mir keine Sorgen machen und habe meinen Beitrag geleistet”? Oder eher das “die grünen Abgeordneten fliegen mehr als alle Anderen - aber die tun was fürs Klima, das muss sein”?

Ich will nicht in das Zynische Verfallen - aber der Luftverkehr ist schon ein Problemkind im Klimawandel: https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2020/03/20200903_der-globale-luftverkehr-traegt-3-5-prozent-zur-klimaerwaermung-bei.html

Wenn ich einen Vergleich ziehen darf: das ist für mich in etwa so, als würde ein Investmentbanker “Die Linke” wählen. Oder ein Unternehmenserbe.

Ich bin ja aber für Erläuterungen offen. Wie passt das zusammen bzw: wie leistest Du einen Beitrag der über “Grün wählen” hinausgeht?
10. Mai 2021 06:22 Uhr: Von Stefan Jaudas an Lui ____

Letzte Endes ist das Problem fürs Klima das Reisen an sich. Die Wahl des Verkehrsmittels ist bestenfalls sekundär.

Analog bei der Behausung, bei den Arbeitsplätzen und was es sonst so gibt an "Klimakillern".

Nur muss man sich halt auch klar sein, dass da die "Klimarettung" jede Menge (mindestens) Komfortverluste mit sich bringen wird, und deultiche Einschränkungen in den Wahlmöglichkeiten. Oder, mit anderen Worten, Austerität in allen Bereichen.

Und dass wir alleine, so ganz unilateral, da rein gar nichts reißen werden. Auch wenn das gegen die grünen Allmachtsphantasien geht.

Nur, das wird kein einziger der selbsternannten Klimaretter zugeben (wollen).

10. Mai 2021 08:00 Uhr: Von Michael Söchtig an Stefan Jaudas
Und genau das zweifle ich an. Das Ziel muss Klimaschutz ohne Verzicht sein, wo immer möglich.

Mit " if it ain't broken don't fix it" kommt man da aber nicht weiter. Wie schon geschildert wird mein Haus aber auch mit Wärmepumpe warm, mein E Auto fährt genauso gut (eigentlich deutlich besser) als ein Verbrenner, und Kühlschränke von 2020 kühlen genauso gut wie die von 1970 aber brauchen viel weniger Strom. Glühbirnen hat am Ende auch keiner vermisst.

Diesen Fortschritt sieht man zum Glück in allen Bereichen, nur in der General Aviation meint man ernsthaft Flugzeuge aus Blech vom technischen Stand 1960 für 450.000 Euro zu verkaufen, die immer noch verbleiten Sprit verlangen.

Nur weil es dafür (unbestritten) auch Argumente gibt ist das kein zukunftsweisendes Setting.

Eigentlich könnten andere Parteien die Grünen bei ihrem Verzichtsdogma wunderbar angreifen. Da kommt nur leider nichts. Das ist das eigentliche Versagen der Politik. Wir brauchen mehr Macher.
10. Mai 2021 08:23 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Lui ____ Bewertung: +1.00 [1]
Nein, damit ist gemeint "wenn ICH nicht fliege findet deswegen kein einziger Flug weniger statt".
Aber solange ich selbst den Flug durchführe kann ich sicherstellen dass er so umweltverträglich durchgeführt wird wie nur irgendwie möglich. Und da gibt es viele Möglichkeiten, habe schon oft pro Flug hunderte Kilo Treibstoff eingespart, das erfordert nur ein wenig Initiative.
10. Mai 2021 09:47 Uhr: Von Lui ____ an Flieger Max L.oitfelder Bewertung: +1.00 [2]

"Nein, damit ist gemeint "wenn ICH nicht fliege findet deswegen kein einziger Flug weniger statt".
Aber solange ich selbst den Flug durchführe kann ich sicherstellen dass er so umweltverträglich durchgeführt wird wie nur irgendwie möglich. Und da gibt es viele Möglichkeiten, habe schon oft pro Flug hunderte Kilo Treibstoff eingespart, das erfordert nur ein wenig Initiative."

Tut mir Leid, ich kann dieser Argumentation persönlich nichts abgewinnen. Das sagt jeder Passagier im Flieger genauso. Und dann sind wir jetzt irgendwo da wo wir sind. Ein Pilot der rund 900h im Jahr fliegt "verbraucht" rund 24t Kerosin (450km/h im Schnitt; 6l/100km) und erzeugt so rund 75t CO2. Kommerzielle Luftfahrt in der heutigen Zeit und Umweltschutz sind einfach nicht wirklich vereinbar im Grunde. Steh doch dazu.

Das erinnert mich dann an die Vorstadt-Münchner in den Villenvierteln, die Grün wählen - weil "man ja was nachhaltiges für die Natur tun muss". Klar, den dritten SUV legt man sich trotzdem zu - "weil man hat ja ein reines Gewissen wegen den hohen Spritpreisen". Das sind mir (persönlich) etwas zuviel selbsgerechte Lifestyle-Grüne.

Und es geht auch anders: schau nach Asien; in China und Japan ist das elektrische Ubahn, Nah- und Fernverkehrs-Schienennetz 1a. Shanghai-Beijing in etwa 4.5h. Und bei uns wollte rot-grün dann die Bahn privatisieren, hat tausende Kilometer Schiene abgerissen und alles ist in einem desolaten Zustand.

10. Mai 2021 10:25 Uhr: Von Wolff E. an Lui ____ Bewertung: +11.00 [11]

Wenn ich das hier lese, bekomme ich ganz merkwürdige Gedankengänge. Es wird hier über Umweltschutz und was man noch alles tun muss geredet. Allerdings von Leuten, die zu über 90 % deutlich mehr verdienen als der Durchschnitt, in Häuser/Wohnungen wohnen die sehr vermutlich 130qm plus groß sind, auf Grundstücken, ab ca 4-500 qm oder mehr, die sich Elektro Autos leisten können (vermutlich auch noch weitere Verbrenner), die sich das Selber-Fliegen leisten können (zum Teil mit eigenem Flieger für 100.00 Euro oder mehr), sehr vermutlich mehrmals pro Jahr das Linienflugzeug für Arbeit und/oder Urlaub nutzen, die (überspitzt) mit dem SUV in den Bio-Markt fahren, sich für viel Geld (zum Teil gefördert) eine PV Anlage aufs Dach bauen lassen, Wärmeüumpen installieren und ggf sogar grün wählen (fürs Gewissen?). Das diesen Leuten eine energetsiche Preissteigerung nicht wirklich "weh tut" ist offentsichtlich. Wenn dann allerdings bei einer grünen Kanzlerin mit ihrem 50 Milliarden Wahlprogramm (jährlich) die Preise deutlich für alles steigen, der normale Bürger sich vieles nicht mehr leisten kann, weil durch Steuern (direkt und indirekt) vieles unbezahlbar wird, wird das Geschrei scho größer sein. Und zur Info, 72 % der Bürger wollen NICHT die Grünen wählen, das wird gern unter den Teppich gekehrt. Das man den energetischen Fortschritt weiter verfolgen soll bzw ausbauen, ist ausser Frage, aber die Pläne der Grünen, die übrigens die Vielflieger im Bundestag sind und "kompensieren" (hat schon was von Ablasshandel), ist ausser Frage, aber deswegen "Grün" wählen? Nein! das ist dumm und kurzsichtig. Wenn Baerbock ihre grünen ideologsichen Böcke nach der Wahl schießen wird, wird vieles sehr viel teuerer, Firmen werden ihre Produktion auslagern in Länder, die weniger Umwltschutz haben. Damit wäre der Welt nicht geholfen. Deutschland ist mit ca 2,3 % am Geamtausstoß von CO2 verantwortlich, wenn wir (theoretisch) von heute auf Morgen co2 neutral wären (Eselkarre ist nicht CO2 neutral, da ein Esel Metah "abbläst), wird das der Welt zu 0,0 % helfen. China plant ca 400 Kohlkraftwerke, Indien ist industrieetechnisch auf Expansionskurs. Warum?, weil dort die Arbeitsplätze billiger sind und weniger Umweltauflagen und die Logistik billiger ist. Der normale Durchschnittsbürger wird durch die Umweltauflagen die grün plant unter dem Strich deutlich eingeschränkt und wird vieles nicht mehr bezahlen können. Es wird vermutlich die MWST angehoben, CO2 Preis/Tonne steigt usw. Wo der Strom herkommen soll, wenn immer mehr E-Autos fahren bzw wo sollen diese ihren Akku laden, wenn diese in einem20-30 Parteien Mehrfamileinhaus wohnen, ist ungeklärt bzw. geht so einfach nicht. Ganz abgesehen davon, das die Akkuproduktion bzw. die "seltenen Erden" sehr oft unter aus deutscher Sicht menschunwürdigen Umständen abgebaut werden werden. Von der Enerigie, die zu eigentlichen Produktion benötigt wird, reden wir gar nicht erst. Und was noch dazu kommt, der Strom für die E-Mobilität ist noch gar nicht so besteuert, wie Benzin/Diesel. Wer meint, das Strom "zum Fahren" preiswert bleibt, der irrt sich. Die Regierung (egal wer) wird den Verlust der "Mineralölsteuer" nicht einfach "verbuchen" sondern neue "Einnahmequellen" ergründen. Vermutlich ähnlich nach dem Prinzip des Heizöls und Diesel. Mit HGrün wählen bedeutet erstmal, dass Ideologen das Sagen haben werden und Ideologie ist im Gegensatz zur Wissenschaft nicht ergebnisoffen.

10. Mai 2021 11:10 Uhr: Von Carsten G. an Wolff E. Bewertung: +3.00 [3]

... ich denke, dass man mit dem "Weiter-So" spätestens nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts nicht weiterkommt. Das Aufzählen von Kritik an bereits passierenden Veränderungen ist nicht mehr ausreichend - das sollte nun auch den Hard-Core-Fuel-Burnern klar sein.

Zu China: ja, China plant Kohlekraft-Zubau und hat bei CO2-Ausstoß pro Person gerade Deutschland überholt. Aber China hat auch die höchsten Ziele eines Umbaus zu Erneuerbaren Energie. China wird länger brauchen - ggf. bis 2060, also hätten wir einen Umsetzungsvorsprung - den sollten wir nicht mit einem "Weiter-So" verspielen.

"Deutschland ist mit ca 2,3 % am Geamtausstoß von CO2 verantwortlich"

... so what? 80 Mio Deutsche zu 8 Mrd Weltbevölkerung - eigentlich dürfte es nur 1% sein.

Also - dann bin ich gespannt auf konkrete alternative Empfehlungen, Wolff E.!

10. Mai 2021 11:43 Uhr: Von Wolff E. an Carsten G. Bewertung: +7.00 [7]

@Carsten, etwas falsch verstanden. Es geht mit um den normalen Bürger, der weder selbst fliegen kann noch sich ein E-Auto usw leisten kann. Es soll Familien geben, die haben 3000 Euro netto zum Leben. Pro Monat, nicht pro Woche :-) Der normale Bürger wird bei dieser Sache, sofern Baerbock das Wahlprogramm durchsetzt der sehr größe Verlierer sein, weil er sich sehr vieles nicht mehr leisten kann. Und wenn wir mit den "grün-gewünschten" Änderungen Arbeitsplätze verlieren (und das wird passieren), ist der Welt nicht geholfen, weil diese in ein Land gehen werden (da reicht Ost-Europa jenseits der EU-Grenze), die mit Umweltschutz wenig am Hut haben. Die EU hat inzwischen mit EURO 7 die härtesten Abgasregelung für den Straßenverkehr, Deutschland schafft seine Kohle- und Atomkraft ab. Das dann andere Länder uns dann Strom aus "unsauberer" Quelle verkaufen werden müssen, wird erst mal "verschwiegen" bzw. wird genau so der Fall sein. Das "grüne" Norwegen z.B. mit seiner Wasserkraft exportiert sehr viel Erdöl und Gas, das bekanntlich viel CO2 erzeugt und ist dann in der Summe gar nicht mehr so "grün". Worauf ich raus will, man muss sich Umweltschutz auch leisten können, sonst wird das nichts. Wenn auf Kosten der normalen Bürger viele Sachen nicht mehr gehen, werden diese mit Sicherheit ihr "grün-Denken" überdenken. Spätestens, wenn die FFF Kinder merken, dass das Geld nicht aus Muttis Geldbeutel kommt und man für Geld und Wohnen richtig arbeiten muss, relativiert sich vieles. Nennt sich auch erarbeiteter Wohlstand. China will erst mal weiter immer mehr CO2 in die Luft pusten, bevor es 2060 klimaneutral sein "will". Ich würde dagegen wetten, aber 2060 bin ich mit Sicherheit nicht mehr am Leben.Und nochmal, Umweltschutz bringt nur was in absoluten Zahlen und nicht in Prozenten am Weltanteil. Es macht keinen Sinn, eine teilweise (tendenz steigend (Stahl mit Wasserstoff verarbeitet)) umweltfreundliche Industrie mit Umweltauflagen zu zerstören, damit genau diese Industrie an einem anderem Standort eröffnet wird mit deutlich schlechteren Umweltauflagen. An China kommt keiner mehr ran, dass sollte jedem klar sein, die machen ihr Ding und alle, die China wegen irgendwas anprangern, werden wirtschaftlich "ausgehebelt". Bei den Chinesen schlägt im Herz ein Taschenrechner. China wächst in allen Bereichen rasant, da kann der Rest der westlichen Welt nicht mithalten. VW z.B. verkauft ca 30 % allein in China. Das social Profiling der Chinesen macht jeden Querdenker in China "mundtot". Menschenrechte sind dort nicht erst sei 1989 am "Platz des himmlischen Friedens" eher ein schöner Traum. Der Mensch in China ist austauschbar und ein nachwachsender Rohstoff, allerdings kippt das. China bekommt ein ähnliches Problem wie Japan oder Europa, wir werden zu alt und haben zu wenig Nachwuchs. Ich würde versuchen, in Indien & Co Umweltschutz zu ermöglichen, da dort die Wirtschaft noch im Ausbau ist und dort mehr bewegen kann. Das geht aber nur, wenn die westlichen Staaten noch genug Geld zur Verfügung haben, das aber ist mit immer härteren Umweltauflagen nicht gesichert. Wenn alle Industrienationen europäische Umweltstandards hätten, wäre unser jetzigen Problem vermutlich nicht so groß. Deutschland hat 1990 ca 1050 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen, heute, bei deutlich höheren Wohlstand und Bürger sind es 739 Millionen Tonnen. Rund 30 % weniger. Die USA haben 5,1 Miiliarden Tonnen CO2 2019 ausgestoßen, also ähnlich viel wie in 1990 bei einem Zuwachs von ca 30 % Bevölkerung. Deutschland hatte 1990 knapp 63 Mio Einwohner 1990, bekam 1991 dann die DDR dazu und wuchs weiter auf 83 Mio, also auch um ca 30 % seit 1990, hat aber seinen CO2 Ausstoß um ca 30 % gesenkt. Das meine ich mich "Indistrienationen" weltweiit auf europäischen Standard anheben. Nicht unsere Industrie zerstören, sondern andere so aufbauen, das diese weniger schädlich sind. Ist auch einfacher und hat schnell viel Erfolg. Eine Anlage gleich "sauberer" zu planen ist besser ale eine vorhandene teuer umzurüsten. Aber das alles sind ja nur die Worte eines alten weißen Mannes....

10. Mai 2021 12:22 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Lui ____ Bewertung: +1.00 [1]
Was ist denn, ich "steh doch dazu" :-)

Privat fliege ich seit 9 Jahren gar nicht, nur beruflich.
Aber schon der erste Flug den ich beruflich ablehne wird genauso durchgeführt werde, eventuell mit 15 Minuten Verspätung weil der Kollege von Standby geholt werden muss. Dann aber mit Highspeed Cruise und ohne Rücksicht auf den Verbrauch, um die Verspätung aufzuholen.
War das so kompliziert erklärt?
10. Mai 2021 12:42 Uhr: Von Lui ____ an Flieger Max L.oitfelder

Ok - ich glaube ich verstehe Dich. Für mich mental gibt es gewisse Widersprüche, die einfach nicht so einfach vereinbar sind. Als Investmentbanker arbeiten und sich "eigentlich als bekennender Linker sehen", "Kohlebagger fahren und sich für einen Grünen halten", etc.

Ich verstehe, dass es in Deutschland viele Leute gibt die das so sehen. Im Süden Limousinen bauen und schönes gutes Geld verdienen - und dann aber was anderes wählen "weil es für das Gewissen sein muss".

Aber darüber hat sich ja bereits schon eine deutsche Spitzenpolitikerin in einem Buch aufgeregt. Ich selbst kann da mental und ethisch nicht so hin- und herspringen wie ich es mir einreden will.

10. Mai 2021 13:10 Uhr: Von Carsten G. an Wolff E.

"Aber das alles sind ja nur die Worte eines alten weißen Mannes...."

zu diesem Satz gibts volle Zustimmung ;-)

10. Mai 2021 14:19 Uhr: Von Sven Walter an Wolff E.

Gut, du bist Kanzler ab September für 29 Jahre, was konkret machst du wann, um uns komplett CO2 neutral zu machen?

10. Mai 2021 14:41 Uhr: Von Friedhelm Stille an Lui ____ Bewertung: +1.00 [1]
Deutschland verfügt über Spitzenpolitiker*innen?
10. Mai 2021 14:47 Uhr: Von Lui ____ an Friedhelm Stille

Wenngleich Frau Wagenknecht und ich wohl unterschiedliche politische Zielbilder haben - ein Kamingespräch mit ihr fände ich wertvoll.

10. Mai 2021 15:57 Uhr: Von Wolff E. an Sven Walter Bewertung: +2.00 [2]

@Sven, das du wieder alles anders siehst, war mir klar und habe darauf gewartet. Aber es ist wohl auch so, dass du es nicht verstehen willst oder kannst. Umweltschutz ist kein nationales Problem. Wenn Deutschland seinen CO2 Ausstoss auf 0 % senkt, bringt das der Welt so gut wie gar nichts, sofern die Welt nicht ähnlich mitzieht. Siehe Zahlen von den USA. Die sind bevökerungsmässig ahnlich gewachsen wie Deutschland. Haben Ihren CO2 Verbrauch aber nicht gesenkt gegenüber 1990. Deutschland aber um 30 % gegenüber 1990. Wenn die USA 30 % weniger CO2 produziert, sind das ca 1560 Millionen Tonnen weniger co2 ( bei ca 5200 Millionen Tonnen pro Jahr), wenn Deutschland 30 % senkt sind das 221 Millioen Tonnen weniger CO2. Also sind die USA Faktor 7 mal mehr am verschmutzen. Der Gesamt CO2 Ausstoss betrug 2019 ca 36.441 Millionen Tonnen. Davon kommen rund 10.000 Millionen Tonnen von China, also ca 27 % Anteil am weltweiten CO2 Ausstoss. Gefolgt von der USA mit 5200 Millionen Tonnen, also ca 14 %. Wenn allein China und die USA um 30 % reduzieren würden, wären das ca 4560 Millionen Tonnen weniger Co2 pro Jahr bzw ca 12 % vom gesamten CO2 weltweiten Ausstoss. Da Deutschland nachweislich die letzten Jahre seinen Co2 Ausstoss deutlich gesenkt hat, wäre es doch auch gerecht, wenn andere gleich ziehen würden. Parallel wird durch die EU z.B. mit EURO7 deutlich weniger Co2 mittelfristig ausgestossen, was in der Gesamt-Bilanz auch was bringen wird. Aber das wirst du natürlich wieder anders sehen und ähnlich der "Grünen" weiter stur auf "Wir Deustchen müssen so schnell wie möglich co2 neutral werden, koste es was es wolle" pochen, was sehr viel Geld und Arbeitsplätze kosten würd, die dann woanders mit schlechteren Umweltstandards neu entstehen und so der Welt überhaupt nicht helfen. Das grenzt schon sehr stark an ideologisch getriebener Denkensweise. Ich bin da mehr für Zahlen, die sind objektiver und gut vergleichbar.

Und China ist ein ganz anders Problem, die machen im Prinzip die selben Fehler wie Europa und USA in den 60 und 70 er Jahren. Und China sehe ich als echten Problem an, da diese erst mal weiter steigend verschmutzen wollen. https://www.dw.com/de/china-st%C3%B6%C3%9Ft-mehr-co2-aus-als-alle-industriestaaten-zusammen/a-57455965

Du kannst jetzt gern wieder ellenlange texte schreiben, die ich dann nicht kommentieren werde, da mehr auf Ideologie rumreitest und damit kann ich nichts anfangen, da ich es mehr mit Zahlen habe und die habe ich oben aufgeführt und sprechen für mich eine deutlich Sprache.

10. Mai 2021 16:39 Uhr: Von Carsten G. an Wolff E.
Das steht im von dir zitierten Artikel:

„Chinas Präsident wiederholte auch seine Zusage, dass sein Land den Höhepunkt seiner CO2-Emissionen vor 2030 anstrebe und Kohlendioxid-Neutralität vor 2060 erreichen wolle. Das bedeutet, dass kein Kohlendioxid ausgestoßen wird oder die CO2-Emissionen vollständig kompensiert werden.“

... und wenn die Chinesen etwas können, dann ist das Pläne einzuhalten.
10. Mai 2021 17:09 Uhr: Von Sven Walter an Wolff E. Bewertung: +3.00 [3]

a) Ich bin kein Grüner

b) Du hast keine Lösung präsentiert, sondern nur "erstmal die anderen". Also hast du

c) keinen Plan.

Sorry, das ist mir zu billig. Mit dem Argument kannst du sagen "Luxemburg und Qatar sind so klein, die müssen nix machen". Es gibt aber relative Zahlen. Verbindliche Abkommen. Und bei Schwarz-Gelb nix als Ausreden, die du dir dann zu eigen machst. Kann man ehrlich zu stehen, nach dem Motto "nach mir die Sinnflut", oder halt konstruktiv auf Lösungen gucken. PV, Wind, Erdgas. Effizienzen heben.

Ich hab noch keinmal ideologisch argumentiert, übrigens. Für mich ist das eine naturwissenschaftliche Fragestellung, die ingenieurstechnisch gelöst ist. Nur die Erkenntnis hat sich noch nicht so durchgesetzt. Und das ist eine regulatorisch-politische Frage.

Ich bin gegen Ideologien ganz schön allergisch. Die sollen nur das Denken sparen bei Menschen, die sich irgendwie die Identität von irgendeiner Zugehörigkeit ableiten müssen, statt von Vernunft. Da gibt es bei den Grünen so einige, die Binnensternchen, Familienpolitik und Verbotsorgien zelebrieren, dass ich das kalte Kotzen kriege. Fällt dir nur nicht auf, wenn du ohne Grund und Anlass Projektionen vornimmst.

Du willst ernsthaft Zahlen? Liefer ich andauernd. Speicherkapazität Erdgasnetz, Wirkungsgrad KWK, BHKW, Vorbilder wie Dänemark und Differenzkontrakte unter BoJo, Endenergie am Reifen, und ja, für das marktwirtschaftliche Instrument des Emissionshandels für die größten Verschmutzer, Importsteuern auf CO2 in Produkten etc. spreche ich mich da immer und immer wieder aus.

Also, kommt da noch konstruktiv was? Nein? Nur Finger auf China und USA? Guck dir mal deren Ausbauraten im Bereich EE an, wobei Erstere ansonsten eine furchtbare Diktatur sind und Letztere recht großen Nachholbedarf auf Europa haben.

"Die anderen sollen es machen" ist unredlich.

10. Mai 2021 18:52 Uhr: Von Dominic L_________ an Sven Walter Bewertung: +2.00 [2]

Also ganz ehrlich Sven und Wolff: Ich verstehe nicht so ganz, warum Ihr Euch so uneins seid. Ich habe den Eindruck, dass Ihr doch beide im Endeffekt das Gleiche wollt und auch beide irgendwie Recht habt. Einerseits ist Deutschland manchmal mehr, manchmal weniger Vorreiter. Es muss halt einer Vorreiten, das ist doch immer so. Außerdem finde ich, dass wir nun nicht gerade vorausreiten bis an den Horizont und den anderen sowas von überlegen sind, dass sie schon nicht mehr zu sehen sind. Ich finde, wir haben trotz vieler Widerstände etwas vorgelegt mit unserer "Energiewende". Auch andere haben schon etwas getan. Meiner Meinung nach alle zu wenig inklusive uns selber. Wer jetzt genau wie viel zu wenig getan hat, kann man kaum überblicken, aber ein Wettbremsen hat noch nie wirklich Innovation gebracht, würde ich sagen.

Interessant finde ich aber den Punkt: Warum brauchen wir eigentlich China? Die Antwort scheint zu sein, dass wir natürlich alle gerne billige Produkte kaufen. Aber meines Erachtens ist das Unsinn, denn Geld, was man für ein Produkt bezahlt, ist nicht weg, sondern jetzt hat er der Mensch, der es Dir verkauft hat. Wenn etwas also teuer ist, könnte man schlussfolgern, dass damit eine Menge Leute in Lohn und Brot gebracht wurden - wenn es gerechtfertigterweise teuer war. Der einzige stichhaltige Grund, etwas aus China zu kaufen, ist also, dass es in Deutschland an Arbeitskraft fehlt. Ist das so? Meines Erachtens liegt eher eine Fehlverteilung vor.

Über die Verteilung von Kapital zwischen Ländern und die Notwendigkeit, einigermaßen dafür zu sorgen, dass Kapitalab- und zuflüsse einigermaßen ausgeglichen sind, damit ein Land nicht über kurz oder lang verarmt, haben sich ja schon viele kluge Köpfe vor über hundert Jahren schlau gemacht. Heute könnte man den Einfluss Chinas ganz einfach begrenzen, indem man aufhört, alles, aber auch ALLES in China herstellen zu lassen. China sollte ein normaler Marktteilnehmer sein wie jeder andere auch. Die enorme Macht Chinas fußt doch nur darauf, dass alle mit Scheinen wedeln und rufen "shut up and take my (bit of) money". Ein etwas weniger gigantisches Wachstum würde meines Erachtens allen Beteiligten inklusive der Umwelt gut tun. Und man würde das auch ganz gut hinkriegen, wenn man die Einfuhr(erlaubnis) von Waren in die EU auch an höhere Standards binden würde.

Natürlich geht es nicht nur um China. Wer mit tollen Standard für Arbeit, Umwelt und Menschenrechte prahlt, sollte diese auch bei seinen Handelspartnern voraussetzen. Da denkt man dann gleich an viele andere Länder, aber China ist nun einmal das bei weitem wichtigste Land.

10. Mai 2021 18:57 Uhr: Von Friedhelm Stille an Wolff E.

"Deutschland hat 1990 ca 1050 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen, heute, bei deutlich höheren Wohlstand und Bürger sind es 739 Millionen Tonnen. Rund 30 % weniger."

Laut Statista sind die CO2 Emissionen von 1052 Millionen Tonnen in 1990 auf 644 Millionen Tonnen in 2020 gesunken.

Leider ist aber unklar, welcher Anteil tatsächlich auf Reduktion zurückgeht und wieviel davon nur aufgrund einer Verlagerung in andere Länder (Auslagerung von industrie, Stromimporte) zurück zuführen ist.

10. Mai 2021 21:51 Uhr: Von Sven Walter an Friedhelm Stille

Ein Großteil ist der Zusammenbruch der ostdt. Industrie. Dann kommen noch diverse Effekte dazu wie Gebäudedämmung, technischer Fortschritt (Motorabschaltung im Stand) etc.

Export der Jobs und energieintensiven Betriebe liegt anteilig nahe, aber es ist ja nicht so, dass wir Zementwerke im großen Stil exportiert haben. EE im kontinuierlichen Zuwachs hat natürlich auch geholfen.

10. Mai 2021 21:53 Uhr: Von Sven Walter an Wolff E. Bewertung: +1.00 [1]

@Sven, das du wieder alles anders siehst, war mir klar und habe darauf gewartet. Aber es ist wohl auch so, dass du es nicht verstehen willst oder kannst.

Doch, alle von dir aufgeworfenen Fragen kenne ich seit MItte der 90er. Und beschäftige mich halt auch mit den Lösungen. Du auch? Nein?

Umweltschutz ist kein nationales Problem. Wenn Deutschland seinen CO2 Ausstoss auf 0 % senkt, bringt das der Welt so gut wie gar nichts, sofern die Welt nicht ähnlich mitzieht.

Genau. Und jetzt guck mal ins Pariser Abkommen mit rein. Aha.

Siehe Zahlen von den USA. Die sind bevökerungsmässig ahnlich gewachsen wie Deutschland. Haben Ihren CO2 Verbrauch aber nicht gesenkt gegenüber 1990. Deutschland aber um 30 % gegenüber 1990.

Zusammenbruch DDR-Industrie. Und - nur auf den Schlechtesten zeigen, bringt uns nicht weiter.

Wenn die USA 30 % weniger CO2 produziert, sind das ca 1560 Millionen Tonnen weniger co2 ( bei ca 5200 Millionen Tonnen pro Jahr), wenn Deutschland 30 % senkt sind das 221 Millioen Tonnen weniger CO2. Also sind die USA Faktor 7 mal mehr am verschmutzen.

Gibt eine elegante, kurze Zusammenfassung: Für den dt. Lebensstil bräuchten wir 3 Erden, für den amerikanischen 5. Tja dann müssten wir immer noch 2/3 einsparen.

Aber das wirst du natürlich wieder anders sehen und ähnlich der "Grünen" weiter stur auf "Wir Deustchen müssen so schnell wie möglich co2 neutral werden, koste es was es wolle" pochen, was sehr viel Geld und Arbeitsplätze kosten würd, die dann woanders mit schlechteren Umweltstandards neu entstehen und so der Welt überhaupt nicht helfen.

Nein, die Verantwortung trifft alle gleich, und ich hab noch nie was anderes gesagt. Ich werd 'nen Deibel tun, uns zu deindustrialisieren. Aber effizienter geht schon.

Das grenzt schon sehr stark an ideologisch getriebener Denkensweise. Ich bin da mehr für Zahlen, die sind objektiver und gut vergleichbar.

Na dann werd mal konkret, wie wir dekarbonisieren. Per anno, bis 2040/ 2045/ 2050. An den Worten messe ich dich gerne. Da kommt bislang nüscht.

Und China ist ein ganz anders Problem, die machen im Prinzip die selben Fehler wie Europa und USA in den 60 und 70 er Jahren.

Wobei sie absurd viel Wasserkraft, Atomkraft, PV und Wind dazunehmen. Das unterschlägst du ganz gerne. Die können nämlich auch rechnen, Kohle verliert rapide an Boden.

Du kannst jetzt gern wieder ellenlange texte schreiben, die ich dann nicht kommentieren werde, da mehr auf Ideologie rumreitest und damit kann ich nichts anfangen, da ich es mehr mit Zahlen habe und die habe ich oben aufgeführt und sprechen für mich eine deutlich Sprache.
Eben nicht, liefer mal Zahlen zur Dekarbonisierung und spare dir die Projektion von irgendwas, was du bei der Dieselfangruppe auf Fatzebook gelesen hast. Du triffst den Falschen. Ich messe und gucke. Bzw lese, was andere gemessen haben.

10. Mai 2021 22:29 Uhr: Von Sven Walter an Wolff E. Bewertung: +3.00 [3]

@Carsten, etwas falsch verstanden. Es geht mit um den normalen Bürger, der weder selbst fliegen kann noch sich ein E-Auto usw leisten kann. Es soll Familien geben, die haben 3000 Euro netto zum Leben. Pro Monat, nicht pro Woche :-) Der normale Bürger wird bei dieser Sache, sofern Baerbock das Wahlprogramm durchsetzt der sehr größe Verlierer sein, weil er sich sehr vieles nicht mehr leisten kann.

Der Normalbürger kann auch einen gebrauchten A2 fahren. Guck dir mal die Verbrauchswerte an. Und hat in den 80ern auch tolle Urlaube im Passat Kombi gemacht, bevor Ryanair et al mehr als Turbopropflüge von Dublin nach London anboten.

Und wenn wir mit den "grün-gewünschten" Änderungen Arbeitsplätze verlieren (und das wird passieren), ist der Welt nicht geholfen, weil diese in ein Land gehen werden (da reicht Ost-Europa jenseits der EU-Grenze), die mit Umweltschutz wenig am Hut haben.

Den Stellenabbau bei Solar und Wind haben Gabriel, Altmaier, Merkel und Rösler verzapft. Guck dir mal die Umsatzzahlen von GE und den 10 größten chinesischen WKA-Herstellern an. Wir subventionieren seit den 60ern bis vor ca. 3 Jahren Steinkohle, haben eine Strukturkrise an Saar und Ruhr, statt unsere Häuser besser zu isolieren. DAS war beknackt, jahrzehntelang, da nicht sehr marktwirtchaftlich.

Die EU hat inzwischen mit EURO 7 die härtesten Abgasregelung für den Straßenverkehr, Deutschland schafft seine Kohle- und Atomkraft ab.

Letztere hätte gerne Wasserstoff produzieren können, rund um die Uhr, aber die Mehrheit bei uns ist dagegen. Und günstig war die Kernenergie nie. Euro 7 hilft beim CO2 nix. Aber das weißt du ja.

Das dann andere Länder uns dann Strom aus "unsauberer" Quelle verkaufen werden müssen, wird erst mal "verschwiegen" bzw. wird genau so der Fall sein.

Nicht, wenn wir mit dreifachen Tempo PV und Wind ausbauen. Sind Schlüsselindustrien und Exportschlager, übrigens.

Das "grüne" Norwegen z.B. mit seiner Wasserkraft exportiert sehr viel Erdöl und Gas, das bekanntlich viel CO2 erzeugt und ist dann in der Summe gar nicht mehr so "grün".

Keiner zwingt uns, es zu kaufen. Wobei es mir sympathischer aus NL und Norwegen ist als aus Russland. Nur mal so nebenbei.

Worauf ich raus will, man muss sich Umweltschutz auch leisten können, sonst wird das nichts. Wenn auf Kosten der normalen Bürger viele Sachen nicht mehr gehen, werden diese mit Sicherheit ihr "grün-Denken" überdenken.

Die Auktionspreise und Contracts for Difference für PV und Wind hast du mitbekommen in den letzten 5 Jahren? AKWs und Kohle sind deutlich teurer. Wenn man sie jetzt neu baut.

Spätestens, wenn die FFF Kinder merken, dass das Geld nicht aus Muttis Geldbeutel kommt und man für Geld und Wohnen richtig arbeiten muss, relativiert sich vieles. Nennt sich auch erarbeiteter Wohlstand. China will erst mal weiter immer mehr CO2 in die Luft pusten, bevor es 2060 klimaneutral sein "will". Bei den Chinesen schlägt im Herz ein Taschenrechner.

https://www.windbranche.de/wirtschaft/unternehmen/hersteller-ranking

Guck mal in die Top 10 Hersteller der Welt rein, 2019 ist da erwähnt. Stimmt genau, die Chinesen können rechnen...

Das social Profiling der Chinesen macht jeden Querdenker in China "mundtot". Menschenrechte sind dort nicht erst sei 1989 am "Platz des himmlischen Friedens" eher ein schöner Traum.

...genau, und daher sollten wir eben nicht unsere Zukunftstechnologien PV und Wind killen, wie das bislang diverse Koalitionen der letzten 12 Jahre gemacht haben. Damit wir noch lange gegenanstinken können. Denn natürlich hast du recht, die sind brandgefährlich.

Ich würde versuchen, in Indien & Co Umweltschutz zu ermöglichen, da dort die Wirtschaft noch im Ausbau ist und dort mehr bewegen kann. Das geht aber nur, wenn die westlichen Staaten noch genug Geld zur Verfügung haben, das aber ist mit immer härteren Umweltauflagen nicht gesichert.

Ich würde lieber hier digitalisieren, die Infrastruktur und Bildung nachhaltig stärken. Wir bürokratisieren und verzwergen uns, aber nicht wegen der Energiewende.

Das meine ich mich "Indistrienationen" weltweiit auf europäischen Standard anheben. Nicht unsere Industrie zerstören, sondern andere so aufbauen, das diese weniger schädlich sind. Ist auch einfacher und hat schnell viel Erfolg. Eine Anlage gleich "sauberer" zu planen ist besser ale eine vorhandene teuer umzurüsten. Aber das alles sind ja nur die Worte eines alten weißen Mannes....

Jepp, und wenn wir in den letzten 25 Jahren mal so clever wie Dänemark gewesen wären mit BHKW und allgemeine KWK, hätten wir jetzt weniger Handlungsdruck. Aber die Leute der EVU haben mit Lobbies eben genauso argumentiert wie du hier, statt auf Physik und Ingenieurskunst zu achten. Es fehlt halt das langfristige Planen, die naturwissenschaftliche Bildung, die Parteien können Spenden auch in unbegrenzter Höhe auch von Kapitalgesellschaften annehmen, Wettbewerb in Gebietsmonopolen wurde lange verzögert, und wir bürokratisieren uns zu Tode.

Sah kürzlich eine Reportage, Mittelständler hatte das halbe Dach voll mit PV, wollte es daher verdoppeln: Aber bei der Ausschreibungspflicht lohnte es sich nicht. Dabei würden sie Montag bis Freitag 90% selbst im Betrieb verbrutzeln. Danke Altmaier.

11. Mai 2021 09:52 Uhr: Von Michael Söchtig an Sven Walter Bewertung: +4.00 [4]

Zumal die Behauptung die E-Autos wären ach so teuer auch nicht mehr lange stimmen wird. Zugegeben, noch sind die Autos auch mit Prämie etwas teurer als Verbrenner - aber der Preis sinkt, und irgendwann wird auch ein Gebrauchtmarkt etabliert sein. Mittelfristig wird das E-Auto billiger als der Verbrenner, weil es viel weniger Teile in der Produktion benötigt.

Es sagt ja auch niemand, dass im Jahr 2022 die Umstellung fertig sein muss. Man gucke nur mal als Beispiel die Bahn an: Die ersten Elektroloks kamen schon Anfang des 20. Jahrhunders, die letzte Dampflok bei der Bundesbahn fuhr 1977, in der DDR erst 1987. Ohne den Krieg wäre die Umstellung wahrscheinlich etwas schneller gegangen, aber dennoch ging das nicht über Nacht. Der Netzausbau hat da auch Jahrzehnte gebraucht.

Mich stört einfach dieses "Geht nicht" Mindset. Doch, es geht, und es lohnt sich. Ich würde mir da auch eine Politik wünschen, die aktiv für diese Zukunftsinvestitionen eintritt und sich zu einer fundamentalen Modernisierung des Landes bekennt.

Ich habe mal 5 Jahre in Dänemark gewohnt, und auch wenn mir das Land in einigen Bereichen nicht so zugesagt hat (bei Weltoffenheit und der Bereitschaft, über den Tellerrand zu gucken, ist da deutlich Luft nach oben), die m a c h e n da einfach mal und stehen sich nicht dauernd selbst im Weg, egal ob Energiewende, Digitale Verwaltung, Radverkehrsinfrastruktur.

Dass ich da mein Abi schon vor 20 Jahren am Computer schreiben konnte und man schon in den 90ern ein Eis mit DanKort (dänische EC Karte) bezahlen konnte, muss man gar nicht erst erwähnen.

12. Mai 2021 22:03 Uhr: Von Markus S. an Sven Walter

Die EU hat inzwischen mit EURO 7 die härtesten Abgasregelung für den Straßenverkehr, Deutschland schafft seine Kohle- und Atomkraft ab.

Letztere hätte gerne Wasserstoff produzieren können, rund um die Uhr, aber die Mehrheit bei uns ist dagegen. Und günstig war die Kernenergie nie.

Schön wenn Du langsam auch dem Wasserstoff offen bist. Ich meine LOHC Technik, der gehört m.E. die Zukunft. Da nachladbar in Minuten und über normale Tankstellen Infrastruktur in jedem (auch alten) Verbrenner (mit etwas Nachrüstung) und keine Batterie erforderlich ist!


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