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32 Beiträge Seite 1 von 2

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Luftrecht und Behörden | ATPL IFR SEP und so ...  
28. Juni 2020 18:19 Uhr: Von Thomas Magin 

Ein Freund von mir ist mit ATPL, Musterberechtigung und natuerlich IFR als Linieflieger unterwegs. Ausserdem hat er die Klassenberechtigung SEP eingetragen. IFR ist unter der Musterberechtigung eingetragen. Das IFR hat er im Rahmen seiner Verkehrsfliegerausbildung auf MEP erworben, MEP ist aber mittlerweile verfallen.

Und nun die Frage: darf er ohne weiteres IFR auf SEP fliegen? Oder braucht's dafuer einen Checkflug? Muss Letzterer fuer SEP jaehrlich mit einem Checkride bestaetigt werden? Oder ist das mit den Checks der Musterberechtigung abgefruehstueckt?

Danke fuer Eure Hilfe.

28. Juni 2020 18:28 Uhr: Von Holger Kutz an Thomas Magin Bewertung: +2.00 [2]

Nein, darf er nicht.

Er muss die Berechtigung für singel engine IFR erwerben.

28. Juni 2020 18:32 Uhr: Von Thomas Magin an Holger Kutz

Wenn die IFR-Ausbildung weniger als 7 Jahre zurueckliegt, gibt's dann erleichterte Bedingungen dafuer? Oder muss er das etwa "from scratch" machen?

28. Juni 2020 22:30 Uhr: Von Patrick Lean hard an Thomas Magin

<7 Jahre gilt die Theorie noch!

Schnell zu einer ATO und SE IR Skill Test machen.

28. Juni 2020 23:18 Uhr: Von Tobias Schnell an Thomas Magin Bewertung: +1.00 [1]

Die Theorie gilt 7 Jahre nach der letzten Verlängerung/Erneuerung eines IR(A) - so lange der Kamerad also ein TR mit IR-Rechten hat, brennt da erst mal nichts an. Aber er braucht Training an einer ATO auf einer SEP und einen Prüfungsflug, um IR-Rechte auf SEP zu bekommen.

Später kann er dann auch sein SEP-IR mit seinen Typerating-Checks mitverlängern, vorausgesetzt er hat in den vergangenen 12 Monaten jeweils 3 Ab- und Anflüge nach IFR auf einem SPA geflogen (siehe Appendix 8 zu Part-FCL).

29. Juni 2020 00:13 Uhr: Von Patrick Lean hard an Tobias Schnell

Bei den 7 Jahren für die Theorie wird nicht zwischen SE / ME IR unterschieden?! Macht Sinn! Gut zu wissen.

29. Juni 2020 00:15 Uhr: Von Patrick Lean hard an Thomas Magin

FCL.620. d)

Ein IR erworben auf Single Pilot Multi Engine gilt auch auf Single Pilot Single Engine Class Ratings.

Also ein IR erworben auf MEP gibt auch IR SEP.

Hatte er je ein IR für SE? Hat er es verfallen lassen?

Nur aus Interesse.

29. Juni 2020 00:44 Uhr: Von Tobias Schnell an Patrick Lean hard

Also ein IR erworben auf MEP gibt auch IR SEP

Diese Regelung ist brandneu - gilt erst seit März 2020.

29. Juni 2020 07:43 Uhr: Von Daniel Mayr an Tobias Schnell

Diese Regelung gilt schon viel länger..

29. Juni 2020 08:26 Uhr: Von Tobias Schnell an Daniel Mayr Bewertung: +2.00 [2]

Alt:
FCL.620
IR — Skill test

(b) For a multi-engine IR, the skill test shall be taken in a multi-engine aircraft. For a single-engine IR, the test shall be taken in a single-engine aircraft.

Änderung:

COMMISSION IMPLEMENTING REGULATION (EU) 2020/359

of 4 March 2020

in point FCL.620, the following point (c) is added:

‘(c)

Applicants who have completed a skill test for a multi-engine IR in a single-pilot multi-engine aeroplane for which a class rating is required shall also be issued with a single-engine IR for the single-engine aeroplane class or type ratings that they hold.’;

29. Juni 2020 11:25 Uhr: Von Mich.ael Brün.ing an Tobias Schnell Bewertung: +1.00 [1]

Aber er braucht Training an einer ATO auf einer SEP und einen Prüfungsflug, um IR-Rechte auf SEP zu bekommen.

Da er nach dem Ausgangspost ein gültiges SEP hat, sollte ein Checkflug genügen.

29. Juni 2020 11:36 Uhr: Von Jochen Dimpfelmoser an Thomas Magin Bewertung: +1.00 [1]

Und nun die Frage: darf er ohne weiteres IFR auf SEP fliegen? Oder braucht's dafuer einen Checkflug? Muss Letzterer fuer SEP jaehrlich mit einem Checkride bestaetigt werden? Oder ist das mit den Checks der Musterberechtigung abgefruehstueckt?

Ist bei mir ähnlich. Ich verlänge jedes mal mein SEP IR im Rahmen meines LPC/OPC bei meiner Firma im SIM. Man muss aber 3 IFR Apr. nachweisen mit dem Flugbuch

29. Juni 2020 11:56 Uhr: Von Sven Walter an Jochen Dimpfelmoser

Das lässt sich ja recht kompakt machen.

29. Juni 2020 12:53 Uhr: Von Patrick Lean hard an Mich.ael Brün.ing

Interessant, kannst Du das bitte genauer erläutern?

vielen Dank

29. Juni 2020 13:01 Uhr: Von Mich.ael Brün.ing an Patrick Lean hard

Um SEP IR zu fliegen, braucht man den Eintrag SEP PIC IR in der Lizenz.

Mein letzter Stand - vor einem oben erwähnten Update der FCL - ist, dass man einen License Skill Test (LST) für IR auf SEP benötigt, um diesen Eintrag beim LBA beantragen zu können. Hat man bereits SEP PIC in der Lizenz stehen, ist vorher auch keine Ausbildung in der ATO/DTO nötig. Falls nicht, braucht man natürlich eine Ausbildung zur Klassenberechtigung, die nur an einer ATO/DTO erfolgen kann.

Evtl. hat sich das dann wohl mit einem Update im März vereinfacht, dass man nur einen Nachweis einer gültigen IR sowie den Eintrag SEP PIC benötigt, um die Erweiterung des Eintrags auf SEP PIC IR beim LBA beantragen zu können.

29. Juni 2020 13:07 Uhr: Von Mich.ael Brün.ing an Tobias Schnell

Wenn das die neue Fassung ist:

(c)

Applicants who have completed a skill test for a multi-engine IR in a single-pilot multi-engine aeroplane for which a class rating is required shall also be issued with a single-engine IR for the single-engine aeroplane class or type ratings that they hold.’;

Dann würde das aber nur gelten, wenn es ein IR auf MEP ist, denn MEP ist ein Class Rating. Ein IR in einem Typerating hilft dann nur als Cross Credit bei der Verlängerung, aber nicht beim Ersterwerb.

29. Juni 2020 14:47 Uhr: Von Patrick Lean hard an Mich.ael Brün.ing

Laut Erstbeitrag:

Vorhanden:

1) MP ME Typerating

2) ME IR

(LBA Eintrag: zB A320 PIC IR)

3) SEP

Wird das IR zwischen SE und ME getrennt behandelt? Oder ist "IR" gleich "IR", egal ob auf SE oder ME? Weiß das jemand?

Laut FCL gilt das IR ein Jahr. Für ein Renewal ist eine ATO erforderlich. Die kann auch feststellen dass keine Schulung nötig ist und direkt den (SE IR) Skill Test freigeben. Wie das in dem Fall konkret ist weiß ich nicht (bezogen darauf dass zB bei einem gültigen ME IR ein SE IR Skill Test ohne ATO genügt, denke aber nicht.)


29. Juni 2020 18:55 Uhr: Von Tobias Schnell an Mich.ael Brün.ing

Da er nach dem Ausgangspost ein gültiges SEP hat, sollte ein Checkflug genügen

Meiner Meinung nach handelt es sich hier tatsächlich um einen CR-Skill Test (weil kein SPA-IR vorhanden ist), vor dem lt. Appendix 9 Training in der speziellen Klasse notwendig ist:

Applicants for a skill test shall have received instruction in the same class or type of aircraft to be used in the test.

Das glänzende BAZL-Examiner-Guidance-Dokument covert diesen Fall auch nicht direkt, sagt aber:

To extend IR SP(A) privileges to further classes or types, holders of a valid SP IR(A) may apply IR revalidation procedure

Also wenn das MEP-IR gültig wäre, würde ein FCL.740.A + FCL.625 reichen, um die Rechte auf SEP-IR zu erweitern. Leider liegt ja hier aber kein gültiges SPA-IR vor.

Konkret würde ich das wirklich mal beim LBA anfragen. Wenn jemand aber aus Part-FCL klar herauslesen kann, was zu tun ist, würde mich das auch sehr interessieren. Ich bin leicht verwirrt.

29. Juni 2020 19:46 Uhr: Von Tobias Schnell an Mich.ael Brün.ing

Ein IR in einem Typerating hilft dann nur als Cross Credit bei der Verlängerung, aber nicht beim Ersterwerb

Das ist klar - Initial IR's auf einem Flugzeug, das ein Typerating benötigt, dürften aber auch eher selten sein.

29. Juni 2020 20:00 Uhr: Von Patrick Lean hard an Tobias Schnell

Wird somit nicht zwischen SE vs. ME IR sondern zwischen SP und MP IR differenziert?

Danke

30. Juni 2020 08:25 Uhr: Von Daniel Mayr an Tobias Schnell

In Österreich wird seit mind. 2019 nach MEP-IR Ausbildungen immer MEP/IR + SEP/IR in die Lizenz übertragen. Meine Flugschülerkollegen, die gleich den MEP-IR Weg gingen, wurden keine einzige Stunde SEP/IR geschult.

Für die Verlängerung war klassenübergreifend (SEP+MEP) auch nur ein Checkride notwendig.

Oder wir sind ein gallisches Dorf..

30. Juni 2020 10:16 Uhr: Von Willi Fundermann an Thomas Magin

"Ein Freund von mir ist mit ATPL, Musterberechtigung und natuerlich IFR als Linieflieger unterwegs. Ausserdem hat er die Klassenberechtigung SEP eingetragen. ... Und nun die Frage: darf er ohne weiteres IFR auf SEP fliegen?"

Nicht "ohne weiteres": Einen Checkflug braucht er zunächst in jedem Fall und dann den expliziten Eintrag "SEP IR" in der Lizenz. Ich habe aber gehört, dass das LBA, zumindest früher, in diesen Fällen auf den vorherigen Gang zur ATO / Auffrischungsschulung verzichtet hat, da der Kandidat ja ein gültiges IR hat. Die Verlängerung kann dann, wie bereits oben erklärt, ggf. mit der Verlängerung des IR zum TR erfolgen; ebenso die Verlängerung des CR SEP PIC, wenn bestimmte Flugstunden (auf SEP) nachgewiesen werden.

Ich würde einfach eine kurze Mail an L 4 schicken, ob das (noch) so geht. Das erspart u.U. Kosten und / oder Ärger.

30. Juni 2020 16:56 Uhr: Von Thomas Magin an Willi Fundermann

Antwort an den Letzten:

Erstmal vielen, lieben Dank an Eure kompetenten Antworten! Als "Hobby"-Flieger staune ich nicht schlecht, dass Piloten die taeglich bei Null Sicht hunderte von Tonnen auf den Pistenbeton ablegen nicht automatisch authorisiert sind, mit einem amerikanischen Joghurtbecher nen LPV runterzusegeln. Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich.

Aber so ist wohl die Lage. Kontakt zu einem IRE ist hergestellt. Den Rest bekommen wir auch noch hin.

30. Juni 2020 17:18 Uhr: Von Reinhard Haselwanter an Thomas Magin

Jene "Heavy Metal-Piloten", welche nicht regelmäßig in einer (schwachbrüstigen) SEP am Gouvernal sitzen, staunen dann auch oft ob der "entfesselten" Leistungsentfaltung bei z.B. Go-Arround, climb performance in high density altitudes etc. in z.B. einer C150 oder ähnlichem Fluggerät. In diesem Zusammenhang sei auch der sehr traurige Unfall der JU-52 am Piz Segnas erinnert. Diese Piloten waren sicher keine unerfahrenen "Newbies" beim Fliegen. Ich finde es schon richtig, dass auch - und gerade - ein Jet-Jockey ein bissl Praxis in einer SEP machen muss, wenn er länger nicht geflogen ist.

30. Juni 2020 18:16 Uhr: Von Sven Walter an Reinhard Haselwanter

Stimmt zwar alles, aber trotzdem sollte da ein vertraut machen reichen. Prinzip Eigenverantwortung. Denn der eine fliegt vielleicht erst mal bei schönem Wetter, der andere ist regelmäßig bei einem Freund mit eigener Kolbenmaschine mit dabei. In die Richtung ein regulatorischer Overkill.


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