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96 Beiträge Seite 1 von 4

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Flugzeugbau | Feuer bei Lilium  
28. Februar 2020 18:16 Uhr: Von Klaus-P. Sternemann 
28. Februar 2020 18:20 Uhr: Von Sven Walter an Klaus-P. Sternemann Bewertung: +1.00 [1]

Wie bei Eviation. Zufall? Oder liegt's an der neuen Technik?

Versicherungsbetrug kann man wohl ausschließen in der Konstellation.

29. Februar 2020 09:36 Uhr: Von Hubert Eckl an Klaus-P. Sternemann

Vielleicht befiel den Machern ja große Ernüchterung, begriffen, daß Enttäuschung auch immer das Ende einer Täuschung ist. Wenn dieser Täuschung Schadensersatzforderungen auf dem Fuß folgen, ist es besser alles in Schall und Rauch aufgehen zu lassen. Das bekannte Ende mit Schrecken bevorzugt dem Schrecken ohne Ende.

29. Februar 2020 09:50 Uhr: Von ingo.fuhrmeister@freenet.de fuhrmeister an Hubert Eckl Bewertung: +1.00 [1]

mensch huber....daran hab ich auch gedacht...besser am boden als in der luft...

wie ging der altbayrische witz:

hey huaba baua...dei hof brennt!

da huaba baua: wos - heit scho?

darüber sollten wir nachdenken....

29. Februar 2020 17:15 Uhr: Von Mich.ael Brün.ing an Hubert Eckl Bewertung: +6.00 [6]

Ich bin auch eher auf der Seite der Kritiker bei diesem Projekt, aber eine solche Vermutung ist schon harter Tobak. Wenn man den Artikel gelesen hat, sollte klar sein, dass es ein rein punktueller Brand war und es kein großflächig zerstörerisches Feuer gab. Damit sind jegliche Absichts-Vermutungen bezüglich einer "Warm-Sanierung" ohnehin Unsinn.

Experimentelle Batterietechnik hat nunmal Risiken für Kurzschlüsse und damit Wärme-/Brandentwicklung. Das ist also nicht sehr überraschend. Ein zweiter Prototyp ist außerdem auch noch einsatzbereit.

29. Februar 2020 19:53 Uhr: Von Hubert Eckl an Mich.ael Brün.ing

So irrational wie an die Sache rangegangen wurde so irrational kann sie auch beendet werden. Wer alles was er über das Projekt in die Hände kriegt studiert und halbwegs auf Machbarkeit recherchiert, ob arrivierter Laie, Experte oder gar Spezialist, im Kaufmännischen wie im Technischen, staunt. Die wollen die Gesetze der Physik überwinden.

Aber aus Vorsicht haben wir uns alle vor Augen zu halten, daß Pioniere in der Regel angegriffen und diffamiert werden. Nur werden wir nie restlos entschlüsseln wie das Verhältnis der Scharlatane und der Erfolgreichen zueinander am Ende war. Die Vergessenen, Gescheiterten sind aus dem Gedächtnis der Menschheit gelöscht, verstauben allenfalls in Archiven.

Wieviele Christoph Columbus sind vor ihm vergessen und ersoffen? Wieviel Nikolaus Kopernikus hat die Inquisition und der Mob verbrannt? Wieviele Leonardo da Vinci gab es wirklich?

Doch in Sachen Lilium spricht mehr für den Blender als für des Genie. Wir werden es erleben so oder so.

29. Februar 2020 22:39 Uhr: Von Lui ____ an Hubert Eckl Bewertung: +5.00 [5]

Naja, die Spekulationen die hier von Dir in den Raum gestellt werden diffamieren die Beteiligten ja mindestens genauso sehr die die Beteiligten die Luftfahrt oder Physik (wenn es nach Dir geht).

Es geht hier auch um 350 Arbeitsplätze. Die Versicherungen werden alles nötige klären.

Freut uns wirklich nichts mehr als "das Scheitern anderer, dass wir kommen sehen haben"?!

1. März 2020 07:55 Uhr: Von ingo.fuhrmeister@freenet.de fuhrmeister an Lui ____ Bewertung: +2.00 [2]

lui - es geht hier nicht ums freuen wenn andre scheitern, vielmehr um einen wirtschaftlich nicht zu vertretbaren cashburn, der wo anders wertgenerierender eingesetzt werden könnte. so toll die idee auch ist, aber 2025 das ding zertifiziert zu haben, autonom fliegend etc und schon landeplätze....ich bin auf die gegenwehr der grünen ortsstreitkräfte etc gespannt.

wenn du ca 20 jahre zurückblickst...die ACM allianc capital management...hat dornier/fairchild 120 mio DM gegeben, um 3 flugzeugtypen zu entwickeln, gestartet mit 328jet und ich glaube 728, weil 428 gecancelt wurde....monatlich einen cashburn ohne ROI von ca 8 mio DM...der gott der lüfte habe sie seelig...

die grünen würden sagen, was sind 350 arbeitsplätze - die verloren gehen, wenn die natur geschont wird...aber auch der etwas blauäugige onkel thelen hätte sich lieber auf komprimierten gänseblümchenextract stürzen sollen...

mfg

ingo fuhrmeister

1. März 2020 08:29 Uhr: Von Hubert Eckl an Lui ____

Naja, die Spekulationen die hier von Dir in den Raum gestellt werden.....

...eben nicht. Es spekulieren Leute, welche glauben ( = nicht wissen), daß die Physik durch universelle Gesetze bestimmt ist. Die Energiedichte und der Wirkungsgrad momentaner Akkus sprechen dem Anforderungsprofil Hohn. Es spekulieren - mit sehr viel Geld und Risiko - Gläubige(r) mit der Hoffnung bis 2025 könne sich das ändern. Das Argument der Arbeitsplätze ist das Asterisk eines jeden Subventionsschwindlers.

1. März 2020 08:51 Uhr: Von Lui ____ an Hubert Eckl Bewertung: +1.00 [1]

Ich habe mich auf die Spekulationen um das Feuer und den Grund des Feuers bezogen. Außer einem Zeitungsartikel gibt es hierzu nichts - auch keine "outside-in" Analyse des Aerokuriers. Das hat jetzt vielleicht weniger etwas mit dem Thema Lilium zu tun als mehr mit meiner Aversion bei "Unfallberichten" gleich die Antwort zu haben noch bevor ein Sachverständiger vor Ort ist.

Bezogen auf die Förderungen: keine Ahnung was die bekommen. Der aerokurier Artikel (https://www.google.com/amp/s/www.aerokurier.de/elektroflug/lilium-foerdermittel-fuer-lufttaxis/amp/) wirft hier mit einigen Zahlen um sich; die Förderung im Rahmen der Hightech Innovationsgutscheine kommt für Lilium nicht in Frage, da die Firmen in Baden-Württemberg ansässig sein müssen. Ich kann dem Artikel auch "nur" 50k entnehmen die Lilium scheinbar bekommen - sonst wird hier nur immer generalisiert und es werden andere Unternehmen aufgeführt... Jeder der sich um Fördermittel bemühen musste wird zustimmen: da sind Investorengelder mit weniger Aufwand zu bekommen und zu verwalten. Und: in einer freien Marktwirtschaft darf jeder mit seinem Geld machen was er will.

Ich halte das physikalische Konzept für wenig tragfähig. Aber deswegen spekuliere ich jetzt nicht rum warum der Prototyp abgebrannt ist... Oder stelle in den Raum, dass sie öffentliche Gelder verschwenden die sie nicht haben.

Wenn wir über Verschwendung öffentlicher Mittel im Verkehr reden wollen - dann sollten wir doch vielleicht mit der Bahn anfangen.

1. März 2020 08:52 Uhr: Von Achim H. an Hubert Eckl Bewertung: +1.00 [1]

Ich bin froh, dass Du Rentner bist und kein Teilnehmer am Wirtschaftsleben.

1. März 2020 09:47 Uhr: Von Stefan Jaudas an Lui ____

... 350 Arbeitsplätze? Wo kommt dese Zahl her?

Das erscheint mir doch etwas viel für ein Projekt dieser Größe in dieser Phase.

1. März 2020 09:56 Uhr: Von Malte Höltken an Stefan Jaudas
1. März 2020 10:08 Uhr: Von Hubert Eckl an Achim H.

Kein Teilnehmer am Wirtschaftsleben? Da bist Du besser informierrt als ich.. aber ok. :-)

Damals waren es noch 90Mio:

https://t3n.de/news/90-millionen-dollar-lilium-853575/

Bei 350 Beschäftigten sind rasend schnelle eine halbe Mrd verbrannt. Auch Spekulation? Wer hat eigentlich von öffentlichen Geldern geschrieben? Aber das kommt noch. In der Regel gibt es vor der völligen Pleite noch ein Angstgeschrei um 350 Arbeitsplätze, das öffnet das Steuersäckel.

1. März 2020 11:07 Uhr: Von ingo.fuhrmeister@freenet.de fuhrmeister an Achim H. Bewertung: +1.00 [1]

achim...da egglhubsi geht regelmäßig in die wirtschaft....

1. März 2020 12:01 Uhr: Von Stefan Jaudas an Malte Höltken

Wow ...

1. März 2020 12:03 Uhr: Von Andreas Ni an ingo.fuhrmeister@freenet.de fuhrmeister

Ich auch ... :-)))

Nur nicht in unsere Flugplatzkneipe ...

1. März 2020 13:44 Uhr: Von Andreas Müller an Achim H.
1. März 2020 13:51 Uhr: Von Achim H. an Andreas Müller Bewertung: +9.00 [9]

Solange das Geld nicht mit einer "Volksaktie" eingesammelt wird oder sonstwie vom Verbraucher kommt, muss man da niemanden schützen. Diese Investoren wissen was sie tun und im Zweifel haben die mehr Ahnung als ein Hubert Stadler vom Renterbalkon.

Bei solchen VC-finanzierten Projekten kommt es gar nicht so drauf an, ob die claims erreicht werden. Es wird kräftig getrommelt und das Blaue vom Himmel versprochen um Medienpräsenz zu erreichen und Geld einzusammeln. Jeder Investor weiß, dass das alles nicht so erst gemeint ist.

Wenn man unterstellt, dass es einen Markt für eVTOLs geben soll (darauf wetten die Investoren) ist es nicht von Bedeutung, welche Leistungswerte das Konzept genau erreichen wird. Es ist vielmehr wichtig, dass es gegenüber den anderen Projekten gut dasteht. Dafür benötigt man schnell möglichst viel Geld und das geht mit Klappern, weniger mit seriöser wissenschaftlicher Publikationsarbeit.

Da überzogene Erwartungen geweckt werden, muss man dann irgendwann die Geschichte etwas anpassen und zwar geschickt. Das nennt sich in der Fachsprache "pivot". Hier passt z.B. ein Brand sehr gut ins Narrativ ("wäre das nicht passiert, hätten wir die Ziele erreicht, das war höhere Gewalt") oder Corona, Börsenkrise, regulatorische Probleme, etc. Man muss dafür keinen Prototypen in Brand setzen, solche Dinge passieren immer und ein gutes Management schafft es dann, die Story neu zu spinnen.

Ob das Ding am Ende 50km weit oder 300km fliegt ist m.E. nicht so wichtig, solange die Konkurrenzmodelle nicht doppelt so weit fliegen. Was der Markt genau sucht, weiß heute sowieso noch keiner. Vielleicht steht am Ende ein Verkauf an einen Landmschinenhersteller und eine weltweit erfolgreiche Drohne für die Feldarbeit?

1. März 2020 15:40 Uhr: Von Stefan Jaudas an Achim H.

... nur, bei uns wird dann irgendwann Staatsknete eingesammel. Gerne auch für Sachen, bei denen dann schon klar ist, dass das nix mehr wird. German Stupid Money - und nur wenige sind da dümmer ...

Dinge, die man mit viel Aufwand entwickelt hat und die soweit funktionieren, werden dann dafür tot gemacht ... https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-das-ende-der-energiewende-102.html ...

1. März 2020 15:59 Uhr: Von Andreas Müller an Achim H.

Mein Eindruck ist ohnehin, dass bei VC-finanzierte Startups der Endkunde/Revenue Nebensache ist. Man kann sozusagen den Stecker (zu Kunden) rausziehen, das merken die gar nicht. Geht immer nur darum, die nächste Runde zu erreichen bzw den Exit, also der Verkauf an ein anderes Unternehmen. Das dann wiederum mit Shares bezahlt, deren Wert dann auf Bewertung (rein spekulativ auf die Zukunft) basiert. Also eigentlich Luftgeld (das man aber gegen reales Geld eintauschen kann). Und so dreht sich dort alles um sich selbst.

Man muss um die 350 MA keine Angst haben. Wer $100M eingesackt hat, der wird weiter einsacken.

1. März 2020 16:16 Uhr: Von Carsten G. an Andreas Müller Bewertung: +1.00 [1]

Gegenbeispiel: beim Streetscooter zieht die Deutsche Post gerade den Stecker, da die 100 Mio (plus) Verlust pro Jahr nicht akzeptiert werden. Bin mal gespannt, ob hier noch jemand das Konzept und den aktuellen Projektstatus übernimmt.

1. März 2020 16:25 Uhr: Von Chris _____ an Achim H.

Da überzogene Erwartungen geweckt werden, muss man dann irgendwann die Geschichte etwas anpassen und zwar geschickt. Das nennt sich in der Fachsprache "pivot". Hier passt z.B. ein Brand sehr gut ins Narrativ

Den "Fachbegriff" kannte ich noch nicht.

Aber ist ja gut, wenn so ein Brand kein Unglück ist, sondern im Gegenteil ganz gelegen kommt.

1. März 2020 17:02 Uhr: Von Achim H. an Andreas Müller Bewertung: +2.00 [2]

Am Ende muss schon etwas herauskommen, sonst würde das Geschäftsmodell der Investoren nicht funktionieren. Ein VC-Fonds sammelt Geld aus unterschiedlichen Quellen ein, auch vom Witwen- und Waisenfonds und investiert in aussichtsreiche aber auch risikoreiche Kandidaten. In einem gewissen Stadium versucht er rauszukommen, dann kann z.B. dummes Geld eines Konzerns eine Zitrone kaufen und das Geld abschreiben. Oder ein Konzern macht einen guten Deal. Oder das Unternehmen wird eigenständig erfolgreich. Vielleicht macht der Konzern auch einen guten Deal mit der Hälfte der investierten Summe und der VC schreibt 50% seines Engagements ab. Mit einem anderen Unternehmen macht sein Fonds aber 5000% und kompensiert den Verlust.

Ich bin selbst seit ca. 10 Jahren als VC-Partner in bescheidenem Rahmen unterwegs. Die Fonds haben so Faktor 2-3 vom eingesetzten Kapital eingebracht. Den größten Teil der Investitionen haben wir abgeschrieben und die Firmen sind eingegangen. Es war aber immer ein Unternehmen dabei, das durch die Decke ging und noch ein paar die ganz gut liefen. Beim letzten Mal war es eine türkische Klitsche, die sinnlose Primitivspiele in Facebook machte. Ich habe von der Investition nichts gehalten und mich getäuscht. Sie hat den Fonds gerettet.

1. März 2020 17:37 Uhr: Von Chris _____ an Achim H.

Da ist der Grat zwischen legalem Schneeballgeschäft und Anlagebetrug sehr schmal. Wenn Seed-Investoren früh ihren Einsatz wieder rausholen, mag das legal und smart sein, seriös finde ich es nicht.

That having said: natürlich braucht jedes Startup Startkapital, und natürlich kann nicht jedes erfolgreich sein.

Cargolifter fällt mir dazu wieder ein, war ja ein großer Spaß damals in der PuF mit Heiko Teegen.


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