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IFR & ATC | IFR im unkontrollierten Luftraum (am Beispiel Frankreich)  
14. April 2019 07:04 Uhr: Von robin fan 

Hallo,

als eher stiller Mitleser und vergleichsweise IFR-Wenig-Flieger habe ich bezüglich des IFR Fliegens im unkontrollierten Luftraum ein paar Fragen und hoffe, hier die eine oder andere Antwort zu erhalten.

Nehmen wir an, ich möchte in Frankreich von einem A/A Platz mit I-Plan starten, also vom Start weg IFR. Über dem Platz beginnt in 2.000 ft ein Luftbeschränkungsgebiet, ab ebenfalls 2.000 ft Luftraum C.
Nach dem Start fliege ich direkt auf meinen ersten Wegpunkt auf einem Airway zu, der zum Befliegen mindestens FL65 erfordert.
Konkret stelle ich mir die Frage, wie ich nun vom unkontrollierten Luftraum auf FL65 komme?

Vorab jedoch die vergleichsweise einfach Frage:
woher bekomme ich die Radar-Frequenz, die nach dem Start zu rufen wäre?
Im Notfall würde ich zunächst FIS rufen, die würden mir sicher helfen, aber stringent erscheint mir das nicht.

AIP ENR 6.1. enthält die Karte für den Lower Airspace. Dort sind die FIS Frequenzen aufgeführt, ebenso die ACC Frequenzen. Aber welche Frequenz wäre z.B. nach dem Start auf dem Flugplatz Bordeaux Leognan (LFCS) zu rufen?

Ich würde mir den nächstgelegenen IFR Platz suchen, z.B. Biscarrosse, dort informiert die Karte, dass Aquitaine APP die 129,875 hat – wie würdet ihr vorgehen, gibt es einen schnelleren Weg?

Zurück zur eigentlichen Frage:
wie komme ich nun vom unkontrollierten LR in den kontrollierten? Ich bin ja IFR unkontrolliert unterhalb 2.000 ft unterwegs.

Beispielweise möchte ich am Wegpunkt Velin in FL70 den Airway R10 befliegen.
Zunächst würde ich nach dem Start unter 2000ft bleiben, mich bei Aquitaine APP melden… und… dann?
Aktiv „request FL70“?

Funktioniert das? Oder ist zu erwarten, dass die mich unten halten, bis ich weitestgehend aus der Bordeaux TMA raus bin?!
Sollte ich mir den Stress gar nicht geben und selbständig unterhalb der TMA bleiben und dann eigenständig auf FL70 steigen, sobald das ohne separate Freigabe möglich ist (was in diesem Fall nicht geht, da bei Velin in FL65 bereits wieder C beginnt)?

Würde dann der Wechsel vom unkontrollierten in den kontrollierten LR irgendwie bemerkbar sein?!

Ich frage mich, wie die Phraseologie hier in der Praxis vom Start bis zum ersten Wegpunkt Velin bis auf Reiseflughöhe wohl aussähe?

Bin gespannt und danke!!

14. April 2019 08:06 Uhr: Von Achim H. an robin fan Bewertung: +1.00 [1]

Du hast ja eigentlich alle Deine Fragen bereits selbst beantwortet.

Nach dem Start fliege ich direkt auf meinen ersten Wegpunkt auf einem Airway zu, der zum Befliegen mindestens FL65 erfordert.

Konkret stelle ich mir die Frage, wie ich nun vom unkontrollierten Luftraum auf FL65 komme?

Ob Airway oder nicht und welche Mindesthöhe dieser Airway hat ist ja erst einmal egal. IFR ist nicht auf Airways beschränkt. Auf jeden Fall kommst Du vom unkontrollierten Luftraum in den kontrollierten Luftraum nur mit einer expliziten Freigabe.

woher bekomme ich die Radar-Frequenz, die nach dem Start zu rufen wäre?

Im Notfall würde ich zunächst FIS rufen, die würden mir sicher helfen, aber stringent erscheint mir das nicht.

AIP ENR 6.1. enthält die Karte für den Lower Airspace. Dort sind die FIS Frequenzen aufgeführt, ebenso die ACC Frequenzen. Aber welche Frequenz wäre z.B. nach dem Start auf dem Flugplatz Bordeaux Leognan (LFCS) zu rufen?

Ich würde mir den nächstgelegenen IFR Platz suchen, z.B. Biscarrosse, dort informiert die Karte, dass Aquitaine APP die 129,875 hat – wie würdet ihr vorgehen, gibt es einen schnelleren Weg?

Alles vollkommen richtig. Man sucht sich die am besten erscheinende Frequenz und hangelt sich dann durch. Flugplan sollte natürlich vorhanden sein.

wie komme ich nun vom unkontrollierten LR in den kontrollierten? Ich bin ja IFR unkontrolliert unterhalb 2.000 ft unterwegs.

Mit einer per Funk erhaltenen Flugverkehrsfreigabe. Frankreich macht m.W. keine Vorabfreigaben per Telefon. Deutschland tut dies übrigens, wissen die wenigsten.

Zunächst würde ich nach dem Start unter 2000ft bleiben, mich bei Aquitaine APP melden… und… dann?

Aktiv „request FL70“?

Aquitaine approach, DEXXX, departed LFXX IFR to LFYY, 1500ft direct ABCD, request IFR clearance for FL070. Es funktioniert eigentlich wie Z in Deutschland, nur muss man eben in G bleiben bis eine Freigabe da ist und darf nicht selbst in E einfliegen.

Sollte ich mir den Stress gar nicht geben und selbständig unterhalb der TMA bleiben und dann eigenständig auf FL70 steigen, sobald das ohne separate Freigabe möglich ist (was in diesem Fall nicht geht, da bei Velin in FL65 bereits wieder C beginnt)?

Wie soll das gehen? In E ist VFR ohne Freigabe möglich, aber nicht IFR.

14. April 2019 09:06 Uhr: Von Guido Frey an Achim H.

Mit einer per Funk erhaltenen Flugverkehrsfreigabe. Frankreicht macht m.W. keine Vorabfreigaben per Telefon. Deutschland tut dies übrigens, wissen die wenigsten.

Das ist jetzt etwas off-Topic: Aber ich muss gestehen, das wusste ich auch noch nicht (abgesehen von einigen unkontrollierten Plätzen, die oft den IFR-Pickup vorher per Telefon mit Radar koordniniert haben, z. B. EDAZ als es noch keine SID gab.).

Gibt es das bundesweit für jeden Platz oder sind das lokale Betriebsabsprachen?

14. April 2019 09:34 Uhr: Von B. Quax F. an robin fan Bewertung: +1.00 [1]

Du und Achim habe es sehr gut beantwortet. Wichtig ist noch dass der Pickup in der Nähe seinen sollte und wenn nicht sollte man darauf vorbereitet sein die Strecke bis dorthin in G IFR oder VFR fliegen zu können. Es könnte sein dass der Pickup in einem anderen Sektor liegt (dann hat ATC den FLP nicht) oder man vor erreichen des Pickups keine clearance bekommt.

14. April 2019 10:24 Uhr: Von Florian S. an Achim H.

In E ist VFR ohne Freigabe möglich, aber nicht IFR.

Ich habe in den Ländern in denen das relevant ist den Eindruck, dass dies von einigen Piloten genauso ernst genommen wird, wie bei uns der Einflug in IMC vor Pickup auf einem Z-Flugplan...

14. April 2019 13:46 Uhr: Von Achim H. an Florian S.

Nur wäre in diesem Fall ein I-Flugplan im System und die Position in E ohne Freigabe wäre eindeutig nachweisbar.

Man kann es auch als Z machen, muss dann jedoch die Sichtflugminima für G haben, während mit I-Plan letzlich ein 0/0 Departure vom Grasplatz möglich wäre.

Die französische AIP beinhaltet die Regeln für IFR ohne ATC/Prozedur.

15. April 2019 12:10 Uhr: Von Wolfgang Kaiser an Achim H.

Hier eine ähnliche Frage an Alle, die ich per Mail auch der DFS gestellt habe, aber leider keine Antwort erhielt.

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ich betreibe eine Beech Bonanza in EDKB Bonn-Hangelar und habe eine Enroute-IR Lizenz.

Der Platz liegt ja direkt neben der Köln/Bonn Kontrollzone und unterhalb Airspace C.

Normalerweise erreicht man den VFR Pflichtmeldepunkt Sierra innerhalb von einer Minute nach Verlassen der Platzrunde von Hangelar.

Leider ist mir unklar wie ich nun einen sicheren und regelkonformen Abflug bzw. IFR Pickup in Richtung der Kontrollzone durchführen kann.

Rufe ich direkt nach dem Start Radar und quere die Kontrollzone dann mit deren Hilfe oder quere ich die Kontrollzone VFR in Koordination mit dem Tower und kann erst danach Radar kontaktieren?

Vielen Dank im Voraus

Nach dem weiter oben gesagten, würde ich mir die Freigabe von Radar dann schon vor dem Start holen?

15. April 2019 12:22 Uhr: Von Roland Schmidt an Wolfgang Kaiser
Hallo Wolfgang, aus der Praxis kann ich noch nix berichten, aber vielleicht hilft der thread hier: https://www.pilotundflugzeug.de/forum/2018,03,29,10,2142415
15. April 2019 12:31 Uhr: Von Wolfgang Kaiser an Roland Schmidt

Vielen Dank.

Thema habe ich komischerweise übersehen und kam gar nicht auf die Idee zu suchen, aber so wie mir geht es wohl doch einigen.


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