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27 Beiträge Seite 1 von 2

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Unfälle und Zwischenfälle | wie geht das?
8. Januar 2018 20:59 Uhr: Von Hendrik Hoppe 
8. Januar 2018 21:45 Uhr: Von Achim H. an Hendrik Hoppe

Versehentlich bedruckte Kabine.

8. Januar 2018 22:03 Uhr: Von Erik N. an Achim H.

die gehen doch nur nach innen auf und dafür muss Druckausgleich herrschen ?

8. Januar 2018 22:12 Uhr: Von Wolff E. an Erik N.

Nicht bei jedem Flieger...

8. Januar 2018 23:09 Uhr: Von Mich.ael Brün.ing an Erik N. Bewertung: +2.00 [2]

Bei den "kleineren" Jets wird die Tür meist nur durch starke Bolzen gehalten, die bei vielen auch rein mechanisch geöffnet werden, also keine Sicherung bei Unter-/Überdruck in der Kabine. Dafür gibt es aber Mechanismen, die ein Ausgleichsventil öffnen, wenn das Fahrwerk am Boden ist, erkannt mittels Squad-Switch.

Allerdings ist ein Überdruck eher ungewöhnlich, denn normalerweise ist der Luftdruck am Boden ja höher als während des Reiseflugs in der Kabine.

Was ich mir vorstellen kann, ist ein Druckkabinentest, der auf vielen Checklisten vor dem Abflug steht und dabei wird ein wenig Überdruck erzeugt. Vielleicht lief die API oder eine Engine, es sollte alles schnell gehen, einer machte schon die Checks und der andere hatte draußen noch zu tun. Im ungünstigsten Moment wollte dann der Pilot in die Maschine und selbst ein halbes PSI sind schon gewaltige Kräfte.

Aber das ist reine Spekulation!

9. Januar 2018 08:51 Uhr: Von Markus 'Mog Commander' Doerr an Mich.ael Brün.ing

Der G150 hat eine Airstairs door, die ist unten angeschlagen. Wenn man drunter steht und die Halswirbelsäule durch den Anprall der Tür verletzt wird ist eine schwere Verletzung bis zum Tod durchaus denkbar. dafür müssen ja nur 2 Fehler auftreten: Dämpfer defekt und Überdruck.

9. Januar 2018 08:59 Uhr: Von Achim H. an Mich.ael Brün.ing

Laut Bericht wurden Teile der Türe in 10m Entfernung gefunden. Das lässt nicht allzu viele Erklärungen zu.

9. Januar 2018 09:55 Uhr: Von Erik N. an Achim H.

Gibt es eigentlich irgendeinen business jet, bei dem man im Flug - nach Druckausgleich - die Türen öffnen und wieder schließen könnte ? Oder ist das aufgrund des Strömungssogs schon unmöglich ?

9. Januar 2018 13:17 Uhr: Von Pascal H. an Erik N.

Das Hauptproblem dürte eher sein, dass du an den Griff gar nicht mehr herankommst, weil der mit der Tür weit draußen hängt.

Zum Vorfall: Das wird die Druckkabine gewesen sein. Mir ist ein Fall aus Deutschland bekannt, allerdings schon lange her, bei dem der eifrig herbeigeeilte Owner einer King Air die Tür öffnen wollte und den Schädel vom Türgriff gespalten bekam. Daraufhin hat man uns auch im Typretaring getrimmt...

Seitdem weise ich meine Paxe auch etwas energischer daraufhin, dass die Tür NUR von der Cockpitcrew bedient wird...

9. Januar 2018 13:43 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Pascal H.

Das Ganze hört isch ja so an, als ob der Flieger aufgepumpt gewesen wäre wie eine Selters-Flasche.

Ich kenne die genaue Technik nicht, erlaube mir daher die Frage:

Ist es denkbar/realistisch, daß einem die Tür schon um die Ohren fliegt - auch ohne laufende aktive Bedruckung, wenn z.B. der Flieger über Nacht steht und das QNH merh oder weniger stark sinkt? Gibt es da einen automatischen Druckausgleich? Andersrum müsste man u.U. vor verschlossener Tür stehen, wenn der Druck außen steigt. ich kann mir aber kaum vorstellen, daß ein Flieger so gut dicht ist und von allein über längere Zeit Druck/Unterdruck hält.

9. Januar 2018 14:22 Uhr: Von Peter Paul an Erik N.

ohne von eigentlichen Titel abzuwechen

Erik falls dir bei deiner Beech (also auch ohne Druckkabine) durch nicht korekte Verriegelung der Tür, sie dir im Flug aufgeht (ca 10-15cm) wirst du sie nicht im Flug verschliessen können da langen die Kräfte nicht es sei irgendein Bodbuilder an Bord lol und das ist keine Leckerbissen für die Scharniere

9. Januar 2018 14:49 Uhr: Von Markus 'Mog Commander' Doerr an Peter Paul

Vielleicht bei der Beech nicht, aber bei der Commander hab ich das schon geschafft und ich bin kein bodybuilder.

9. Januar 2018 14:55 Uhr: Von Erik N. an Peter Paul

Die Frage habe ich gestellt, weil man immer wieder in Thrillern liest, daß Leute aus solchen Jets geworfen werden, z.B. über dem Ural oder dem Eismeer. Wenn ich die Aussagen hier richtig interpretiere, ist das schlechte Recherche des Autors, nicht wahr ? Und es ist traurige Geschichte, daß Pinochets Generäle immer wieder Befragungskandidaten aus dem Flieger warfen. Dann aber wohl eher aus Springermaschinen oder Heckladeklappen, nicht aus Jets. Wäre jetzt meine Interpretation.

In der Beech hatte ich mal das Vergnügen, Pax kommt an die nicht ganz verriegelte Tür, zack, offen. Keine Chance, die zuzuziehen. Jedenfalls nicht bei 100kts Steigflug, langsamer wollte ich nicht probieren, also zurück, gelandet, Tür zu, weiter. Ist kein Problem, nur ungewohnt laut auf einmal :)

9. Januar 2018 15:43 Uhr: Von Alexander Callidus an Markus 'Mog Commander' Doerr

Bei der Emeraude geht's auch :)

9. Januar 2018 16:36 Uhr: Von Alexis von Croy an Peter Paul

Bei der Cirrus (Flügeltüren) habe ich das nicht probiert, ich bin sicher die Tür würde davon fliegen – aber bei PA-28 und Cessnas habe ich oft Türen im Flug geschlossen, und dazu auch gelegentlich erst mal etwas geöffnet.

Wenn man in Richtung der offenen Tür slippt wird sie meistens sogar zugedrückt, oder zumeist so weit, dass man sie zuziehen und verriegeln kann.

9. Januar 2018 17:57 Uhr: Von Dr. Thomas Kretzschmar an Alexis von Croy

Bei Cirrus ist es ein altes Problem, dass die Türen häufig aufspringen. Da die aber mehr vorne angelenkt sind, also keine klassischen Flügeltüren sind, wirds nur laut. Zu bekommen im Flug geht garnicht. Es wird laut und kalt.

9. Januar 2018 18:03 Uhr: Von Alexis von Croy an Dr. Thomas Kretzschmar

Also, WENN sie mal zu sind - mir ging noch keine auf! Zwei, drei mal habe ich es im Startlauf "zwitschern" gehört, angehalten und die Tür noch mal zu gemacht - aber im Flug war noch keine offen.

9. Januar 2018 18:23 Uhr: Von Dr. Thomas Kretzschmar an Alexis von Croy

WENN sie zu ist, dann bleibt sie zu. Aber ich hatte noch nie soviel Ärger mit Türen, wie in der Cirrus. Sowohl alte SR20 als auch SR22 G5. Wenn man schon hundert Tipps bekommt, wie die Tür am besten zu schließen ist, dann ist wohl was faul. Mir ist es 3x passiert. Seit Generation 6 soll das Problem endlich gelöst sein.

Außerdem: 2-3x hat es beim Startlauf gezwitschert? Dann war die Tür wohl auch nicht zu.

9. Januar 2018 19:01 Uhr: Von Alexis von Croy an Dr. Thomas Kretzschmar

Dann müssen die Türen neu eingestellt werden - was aber eine ziemliche Wissenschaft ist! Beide Schlösser müssen völlig synchron schließen, und nur erfahrene Cirrus-Mechaniker können das richtig justieren.

Die 2-3 mal hatte ich sie einfach nicht fest genug zugeschlagen. Wenn ich das aber tue sind sie immer zu geblieben, nie aufgesprungen.

9. Januar 2018 20:18 Uhr: Von Walter Adam an Nicolas Nickisch Bewertung: +1.00 [1]

Über einen squat-switch(elektrisch) beispielsweise am Bugrad der Aerostar, wird das Safety-Valve bei der Landung geöffnet. Das ist zwar für die Ohren sehr unangehm, aber es stellt im Normallfall sicher, dass die Druckkabine am Boden non-pressurized ist, falls die Piloten vergessen haben, die Kabine "mitzunehmen". Bei mordernen Fliegern wie die PC12NG regelt sich die Kabine selbstständig, da sie weiß, auf welchem Airport und damit auf welcher Elevation gelandet wird (APEX).

9. Januar 2018 22:34 Uhr: Von Erik N. an Alexis von Croy

Aus Cirren fliegen aber keine Leute. Wie ist das nun mit der Frage, ob man business jet Türen irgendwie im Flug auf- und wieder zubekommt :) ?

9. Januar 2018 22:44 Uhr: Von Thorsten Wolfshohl an Hendrik Hoppe Bewertung: +5.00 [5]

Kurz zu Druckkabinen in Business Jets.

Es ist bei bestimmten Flugzeugtypen möglich mit laufender APU und aufgeschalteter Zapfluft einen Überdruck in der Kabine zu erzeugen.

Es muß auch nicht viel Druck sein - Rechenbeispiel:

1 PSI Differenzdruck

Türmaße z.B. 80 x 140 cm = 32 x 56 inch = 1792 square inch

1792 Pounds die auf der Tür lasten = über 800 Kg !!!

Wir hatten einen Techniker der nach einem Kabinendrucktest einer Challenger am Boden bei eben diesem Differenzdruck die Türe von innen öffnete.

Augenzeugen zufolge ist er im Salto-Mortale aus dem Flieger geschleudert worden und ist mehrere Meter neben dem Flieger - zum Glück auf den Füßen - gelandet.

Angenommen die Gulf war technisch in Ordnung und die Kollegen hatten nur die Zapfluft an um den Flieger innen aufzuwärmen.

Bei 0,1 PSI wäre die Türe immer noch mit 80 Kg von oben gekommen!

Mein Beileid und Mitgefühl allen Beteiligten und den Angehörigen.

10. Januar 2018 10:16 Uhr: Von Peter Paul an Thorsten Wolfshohl
10. Januar 2018 11:13 Uhr: Von Chris T an Thorsten Wolfshohl

off-topic, aber mir fällt mal wieder auf, wie sehr die Fliegerei dem anachronistischen "imperial" Einheitensystem, das heute noch in den USA Standard ist, verhaftet ist. PSI, my ass.

In Russland soll das ja anders sein.

Und die deutsche Fliegerei macht einen Mix. VFR-Wolkenabstände in Metern, aber die Instrumente zeigen Fuß an. (oder "Füße", wie manche Spaßvögel im Funkverkehr sagen). Bei der Übersetzung von US-Flughandbüchern wird bisweilen in SI-Einheiten umgerechnet (und dann mit viel zu hoher Genauigkeit, um nur ja nichts zu verfälschen).

Zugegeben, NM und ft haben die schöne Eigenschaft dass 6000 ft = 1 NM und dadurch bspw. ein 3°-Anflugwinkel recht genau 300 ft pro NM ist (oder 300 fpm pro 60 kt). Das war's aber auch mit der Schönheit.

10. Januar 2018 14:36 Uhr: Von Viktor Molnar an Chris T

Tja, bis zum zweiten Weltkrieg war außer UK ganz Europa in der Fliegerei metrisch, die Segelfliegerei auch heute noch - und manche Angaben der Wetterkunde auch. Aus wenig mysteriösen Gründen wurde danach uns das vorsintflutliche zöllige System reingedrückt, auch durch Massenimporte aus USA, nachdem durch Kriegsfolgen kaum europäische Hersteller nennenswert produzierten. In jüngster Zeit hat auch noch Rußland Einiges auf zöllig umstellen müssen im internationalen Flugbetrieb, China ist noch nicht in der Rolle, gemeinsam mit ihnen dagegenzuhalten.

Und so sind die paar Hundert Millionen Amis gemeinsam mit Mianmar und Liberia (!!) die letzten unter vier Milliarden auf unserem Globus, die noch überwiegend zöllig arbeiten . . . .

Vic


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