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Flugzeugbau | TT62-Desaster  
16. Mai 2004: Von  
Es ist auf diesem Forum zum Thema schon eifrig geschrieben worden und der überwiegende Teil der Beiträge ist auch absolut ernstzunehmen. Nun, ich möchte doch zusammenfassen, warum dieses Flugzeugprojekt nicht im geringsten realistisch ist - sondern schlicht eben eine peinliche Luftnummer darstellt.

Nicht zu vergessen: Es geht ja auch um die Ehre der deutschen Innovationsfähigkeit, welche nicht noch weiter der Lächerlichkeit preisgegeben werden sollte. Die legendären Blamagen von Cargolifter, Fantrainer, Hansajet und so weiter müssen sich ja nicht ewig wiederholen. Natürlich ist es typisch deutsch, alles zwanghaft anders als die andere machen zu müssen, aber im Fall TT62 bleibt den Experten weltweit die Sprache weg. Das Vorhaben ist hochgradig unseriös und desaströs für den Standort Deutschland.


DIE KREATION TT62, Objekt der Empörung:


Schon das laienhafte Ansinnen, ein Flugzeug nach 'Kundenwünschen' und 'rund um die Motoren zu bauen' bauen zu wollen, ist unbeschreiblich. Dann die Propeller-Anordnung: Dies ist schlicht ein Witz und eine unverantwortliche Bastelei. Nebst den zu erwartenden Weight&Balance-Problemen, zusätzlichem Gewicht durch nötige Verstärkungen und dem unnötigen Leistungsverlust durch Winkelgetriebe, sind auch die Enteisungsmassnahmen mit einem unüblichem Aufwand verbunden. Schon ein Hersteller für nicht zertifizierte Kitplanes wäre bestimmt mit diesen Scherz-Vorgaben überfordert. Aber dieses Flugzeug sollte ja in Serie produziert und auch verkauft werden. Bei HPA spricht man schon ernsthaft von Zulassung - und nimmt sogar Anzahlungen entgegen. Weiter: Thielert will sich von HPA zurückziehen...


Zur Erinnerung: Die Entwicklung eines ganz konventionellen Flugzeuges geht in die Dutzenden von Millionen und nimmt auch Jahre in Anspruch. Das nötige Kapital ist bei HPA nicht vorhanden. Es geht hier um ein Unternehmen, dass in einer sensiblen, sehr reglementierten Sparte, eben der Fliegerei, produzieren soll und für ein mindestens sehr zweifelhaftes Produkt schon tüchtig auf die Pauke haut, obwohl klar sein muss, dass in der Form nichts daraus wird.


Diamond und Cirrus repräsentieren mit Erfolg die modernen Technologien. Dies jedoch ausschliesslich in Verbindung mit konventioneller, bewährter Konstellation. Aber bei HPA will man es offensichtlich anders als alle andern machen. Die Motoren hinter dem Fahrgastraum anordnen zu wollen ist mindestens unbedarft amateurhaft. Um mich anständig auszudrücken. Es ist so chancenlos auf Erfolg, wie wenn VW wieder den Heckmotor-Käfer bauen und als sensationelle Konstruktion verkaufen wollte.

...

HPA heisst doch wohl:

Ein Hauptgesellschafter im Rentenalter, ehemaliger Allround-Berater, ohne jede aviatische Erfahrung - in Not. Help!
Ein 30-jähriger Chefkonstrukteur mit 20-jähriger Praxis, er hat als Kind ja auch Papierflugzeuge gebaut.
Unser Puf-Chefredakteur, anständig, dilettantisch und gutgläubig. Zuweilen cholerisch. HT wird sich im Grab umdrehen.

Ja, sicher, ich war an der ILA und habe einige Male gehört: Es ist höchste Zeit, den Murks abzubrechen!
16. Mai 2004: Von Jan Brill an 
Information an die Teilnehmer des Forums:

Die folgenden Logins sind heute aus dem Forum entfernt worden, da es sich nach Informationen unseres ISPs um, eine einzige Ausgangsidentitaet handelt: (gleicher Einwahlknoten, OS-Serial, Browser-Personalisierung, oder eine Kombination daraus)


- obago
- jetprop
- nein
- Yankee_Delta
- fischair


Wir möchten alle Teilnehmer des Forums bitten, auf die entsprechenden Beiträge nicht mehr zu antworten.

Mit freundlichen Grüßen,
Jan Brill


Zur Info: One man, once voice. Posten unter verschiedenen Logins, mit Bezug auf einander (Selbstgespraech) stellt eine klare Verletzung der Netiquette sowie der allgemeinen Nutzungsbedingungen da.
28. August 2004: Von Wolfgang Schlegel an Jan Brill
Schade, dass es hier nicht weiter geht. Man könnte doch auch konstruktiv verstanden werden. Vieles hat man ja bereits gehört und gesagt, manches gewiss nicht in diplomatischsten Tonfall. Vieles war richtig, einiges gewiss übertrieben. Dennoch könnte man es ja nochmal versuchen das Thema sachlich zu vertiefen.
Ich schlage daher vor umgehend den 310PS-Thielert-Diesel überhaupt erst mal in einer geeigneten (bewährten) Zelle ausführlich zu testen. Weshalb man das bisher unterlassen hat, wundert mich! Die Aviabellanca Skyrocket z.B. wäre als Kit erhältlich und sicher fix zu montieren. Den Typ gibts seit fast 40 Jahren und er könnte mit dem großen Thielert-Diesel manchen Rekord einfliegen. Auch ein Sechssitzer von Piper oder Cessna ließe sich rekrutieren.
Inzwischen sollte man die TT62 als TT92 auf das Design der Adams 500 umrüsten und als Ein-, wie Zweimot entwickeln (das wäre durchaus kein Plagiat, denn das Design ist alt und bewährt). Beide Varianten würden technisch keine relevanten Probleme mit sich bringen. Die Einmot-Version der TT62 hingegen wird ein völlig neues Getriebe benötigen, welches hinsichtlich Zulassung nicht geringe Schwierigkeiten generieren könnte, um es mit den Worten von Heiko Teegen zu apostrophieren. Daraus resultieren enorme und überflüssige Kosten. Warum einfach, wenns kompliziert auch (vielleicht)geht. Die Ur-TT62 bleibt als Erprobungsträger erhalten, wird, je nach Stand der Entwicklung, in einer Kleinserie (für den harten Kern der verbliebenen "Optionisten)gebaut, oder als know how-Tranfer nach Fernost verschoben bzw. dem Deutschen Museum als Leihgabe überlassen. Ein Weg, den man umgehend einleiten muss!
Es grüßt!
Henning
29. August 2004: Von Gerhard Uhlhorn an Wolfgang Schlegel
"Jetprop" ist vermutlich dumm. Warum fängt er nun wieder mit diesem Thema an? Das ist doch privat finanziert. Und das ist doch okay, oder?

Herr Schlegel, auch ein bewährtes Design war mal früher revolutionär und ist trotzdem gebaut worden. Solange das Design der TT-62 nicht gebaut und getestet wurde, werden wir auch nicht wissen ob es sich nicht vielleicht auch bewährt, oder? Also lasst die mal bauen. Die werden sich schon was dabei gedacht haben.
Aber Sie dürfen auch gerne ein LFZ bauen, wenn Sie möchten ;-) Machen Sie es besser!

Gerhard Uhlhorn
30. August 2004: Von Wolfgang Schlegel an Gerhard Uhlhorn
entschuldigen sie bitte, mein Vorschlag mit dem Museum war zugegebenermassen nicht sonderlich konstruktiv. Obago ist hier gewiss nicht im Spiel! Mir liegt selbst am Gelingen der TT62! Andererseits möchte ich daran erinnern, dass die erfolgreichen Konzepte in der Entwicklungsgeschichte der Luftfahrt überwiegend keine Revolutionen darstellten, vom Jet-Antrieb einmal abgesehen. Sie waren eher konventionell ausgelegt, solide, einfach und nützlich. Das gilt auch für die Neuzeit. Cirrus z.B. ist ein absolut konventioneller Entwurf, allerdings aus FVW, das ist gewiss nicht neu, aber das Gerät wurde mit einem außergewöhnlichen Detail ausgestattet, nämlich dem CAPS. Als ich diese "Revolution" 1990 hierzulande vorschlug, hieß es, "das geht nicht, zu schwer, zu teuer"! Wer mir dies entgegnete, war ein nicht unbekannter Ingenieur, Designer eines nicht wenig verbreiteten Motorseglers. Dass man nun bei HPA versucht ein neues Triebwerk in einer völlig neuen Zelle, mit mehrfach gescheitertem Fernwellen und Winkelgetrieben, zu entwickeln, lässt mich einfach nicht ruhen zu warnen. Man bricht ein ungeschriebens Gesetz (ich habe mich an anderer Stelle in diesem Forum dazu geäußert). Wenn hier kein "Plan B" entwickelt wird, ist der Verlauf vorgegeben. Man möge mir gestatten wenigsten darauf zu verweisen. Ob die TT62 fliegt oder nicht (und sie wird es), ist dabei kaum von Bedeutung. Es geht um die Marktakzeptanz und dabei sind ein paar Dutzend Optionen eher bedeutungslos. "Meine" Flieger baue ich mir übrigens selbst, im Kopf, das kostet nichts und schadet niemanden.
Herzliche Grüße
Henning
30. August 2004: Von Stefan Jaudas an Wolfgang Schlegel
Hallo,

wenn ich mir die OMF Symphony als "evolutionären" Entwurf ansehe, dann sehe ich nicht, wo da der Fortschritt sein soll.

Wenn ich mir die ganzen anderen "evolutionären" Entwürfe der allgemeinen Luftfahrt ansehe (Cessna, Piper, Beech, Mooney), dann muß ich feststellen, daß sich da während der letzten 40 und mehr Jahre überhaupt nichts getan hat. So ziemlich das einzige, was eine C-172:2004 von einer C-172:1964 unterscheidet, ist die Avionik. Und bei den anderen Herstellern siehts nicht besser aus.

Entschuldigen Sie bitte, aber "Papierflieger" machen ist leicht. Der wirkliche Test ist die Umsetzung in ein real existierendes Flugzeug. Und das macht HPA gerade. Zudem mit meines Wissens privatem Geld. Also lassen wir sie machen, OK?

Über die Gründe, warum es nicht mehr reale Projekte gibt, brauchen wir hier nicht unbedingt diskutieren, wahrscheinlich liegts am Geld (bzw. an dessen Mangel), sowie am Markt, der auch nicht mehr das ist, was er vor 40 Jahren war. Umso wichtiger ist es, endlich mal die technischen Fortschritte der letzten 40 Jahre umzusetzen. Und da kann dann eben kein "evolutionärer" Entwurf herauskommen, sonst wäre das nämlich ein Entwurf mit der Technik von vor 30 Jahren.

Und so fürchterlich revolutionär ist der HPA- Entwurf auch nicht. Faserverbund ist seit 30 Jahren Stand der Technik, auch wenn es manche Mitglieder der Blech-Fraktion nicht wahrhaben wollen. Fernwellen und Getriebe haben sich im Zeppelin NT inzwischen eigentlich auch bewährt (und in Millionen von Fahrzeugen und zehntausenden von Hubschraubern).

Gruß###-MYBR-###
StefanJ###-MYBR-###
30. August 2004: Von Wolfgang Schlegel an Stefan Jaudas
wir wollens nicht nochmal vertiefen, aber soviel muss sein: Wellen und Getriebe am Fahrzeug, bei dem in der Regel am Ende der (Gummi-)Reifen auf dem Asphalt steht, ist etwas gänzlich Anderes als am Flugzeug mit Prop. Und: Jedes Projekt beginnt auf dem Papier und da sollte es schon passen. Hätte ich gewusst, dass ich 1970, als junger Studend an der TU mit dem "Ausleger-Antrieb" das Ei des Kolumbus zu Papier gebracht hatte und damit Anleger begeistern könnte, hätte ich die Unterlagen nicht entsorgt. Wessen Gelder verbraten werden ist ja auch völlig wurscht, mir gehts ums Prinzip. Wie würde der Kaiser sagen? "Schau mer mal".
Gruß
Henning
14. September 2004: Von Wolfgang Schlegel an Gerhard Uhlhorn
Ach übrigens Herr Uhlhorn,

Wenn ich mich nicht irre, war Herr Teegen redlich um öffentliche Mittel bemüht! Warum sei die TT62 nur privat finanziert, wie sie erwähnen? Weshalb sitzt HPA dann an der Ostsee (ehemalige Russenzone) und nicht in Bayern? Also, ich glaube dass schon einiges an Steuergeldern an HPA beteiligt ist. Um Missverständnissen vorzubeugen, ich find es völlig in Ordnung! Wollte das nur klarstellen!

Beste Grüße

Henning
16. September 2004: Von Eustach Rundl an Wolfgang Schlegel
guten Tag,

dieses "posting" ( gibts da ein deutsches wort dafür?) geht ganz allgein ins forum ein:
die diskussion um das alekto-projekt ist wirklich sehr lehrreich und interessant. habe auch in technischer hinsicht viel gelernt. ich habe vor drei jahren mit heiko teegen länger darüber korrespondiert und telefoniert. er war sooo begeistert bei der sache und hat wirklich überzeugend mitgerissen. ab gesehen davon, dass ich mir so einen flieger nie leisten werden kann ( und will), hätte es mich für ihn post mortem sehr sehr gefreut, wenn sein traum in erfüllung gegangen werden. unser land bräuchte mehr solche "träumer".
aaaber beklemmend ist es nun schon, dass sich mit dem erstflug nun gar nix tut und auch sonst. der herbst ist voll im gange.. funkstille.
irgendwann müssen sich die freude aus heringsdorf schon auch auskäsen...so oder so..ich habe einen wohlhabenden fliegerfreund quasi dazu überredet zu zeichnen. der hats noch nicht getan, stänkert mir aber schon mal am flugplätz freundlich vor die hufe..
17. September 2004: Von Wolfgang Schlegel an Eustach Rundl
Geehrter Polarius,
An Heiko Teegen habe ich vor Jahren geschrieben, dass mir seine Flugzeugbau-Ambitionen so erscheinen wie die Geschichte vom kleinen Fritz, als der sich eine Bergbahn vorstellte. Obwohl ich bemüht war, konnten wir von diesem Tag an keine Freunde mehr werden. Für ihn war seine Idee das Licht am Ende des Tunnels, leider sind es, wie sich langsam abzeichnet, eher die Scheinwerfer des Gegenzuges auf dem gleichen Gleis. Auch wenn ich die Vorfreude jener, die mit Verbalinjurien wie Stinkstiefel und Schwachsinn nicht sparten, aufs neue dämpfen muß, aber das Projekt TT62 wird in der Geschichte des bundesdeutschen Leicht-Flugzeugbaues keine Wende markieren. Zu stark ist die Kraft der Blendung, zu dominant die Macht der Eitelkeiten und letztlich leider auch die der Unfähigkeit im Allgemeinen und im Besonderen der zum Umdenken. Bevor ich Obagos Schicksal teile, will ich mich daher verabschieden!
Mit besten Grüßen
Henning
18. September 2004: Von hovorka an Wolfgang Schlegel
Lieber Henning,
(wobei mir bei einigen Postern hier die Wortwahl der Anrede eher Sarkasmus denn Wertschätzung wiederzuspiegeln scheint...)

> An Heiko Teegen habe ich vor Jahren geschrieben, dass mir
> seine Flugzeugbau-Ambitionen so erscheinen wie die
> Geschichte vom kleinen Fritz, als der sich eine Bergbahn
> vorstellte. Obwohl ich bemüht war, konnten wir von diesem
> Tag an keine Freunde mehr werden.

Vermutlich weil dieser Hinweis auf ähnlich selbstverliebte Weise kam wie die Postings hier im Forum? Ich kannte Herrn Teegen nicht persönlich, kann mir aber vorstellen dass jemand mit einer Idee - und mit einer echten Motivation diese Idee umzusetzen - sich von den bisher von Ihnen hier nieder geschriebenen Argumenten eher belästigt denn belehrt fühlte...

> Für ihn war seine Idee das Licht am Ende des Tunnels, leider
> sind es, wie sich langsam abzeichnet, eher die Scheinwerfer > des Gegenzuges auf dem gleichen Gleis.

Wer oder was zeichnet das ab? Ihre Phantasie?

Ich sehe nur einen verbitterten Menschen dessen Entwürfe einst verlacht und deshalb heute von ihm als grober Unfug angesehen werden. Ich sehe Entwürfe von Phantasieflugzeugen auf einer Webseite die ich so ins Jahr 1994 datieren würde, nicht ins Jahr 2004.

Werter Henning, dies soll kein direkter Affront sein - nur die Bitte persönliche Animositäten hier heraus zu lassen. Keiner von uns weiß wie es um dieses Projekt steht. Wir wissen alle nur, dass eine Idee mit großem Potential in einem Ideenfeindlichen und Entwicklungsfeindlichen Land in die Tat umgesetzt werden soll. Das immer gleiche Geplapper, ein Winkeltreib sei böhse[tm], mehrere Winkeltreibe gar unhaltbar, scheinen einzig Ihre Meinung zu sein.

Warum lassen Sie sich hinreissen aufgrund persönlicher Zurückweisungen der Vergangenheit in einer Art Missionarseifer in diesem Forum die TT-62 zerpflücken zu wollen? Falls Sie es noch nicht gemerkt haben: Es geht nicht darum, wer 'recht' hat - aus diesem Alter sollten wir alle raus sein. Es geht vielmehr darum, nicht in den allgemein üblichen Deutschen Trott zu verfallen und alles und jeden Madig zu machen der aus dem Bismarckschen Grau heraus auffällt.

Lassen Sie die Mannschaft in Heringsdorf doch einfach machen. Druck, Sarkasmus und 'Ich habs doch immer gesagt' ist da völlig fehl am Platze - ebenso die immer wiederkehrenden Hinweise von Ihrer Seite, sie hätten doch damals zum konventionellen Flugzeugbau geraten! Und überhaupt...

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben sollten: Die TT-62 hat nur deshalb eine Chance auf dem Markt, WEIL sie anders ist. Nicht trotzdem.

> Auch wenn ich die Vorfreude jener, die mit Verbalinjurien
> wie Stinkstiefel und Schwachsinn nicht sparten, aufs neue
> dämpfen muß,

Häh? Ich schlage vor die eigenen Postings durch zu lesen und dann mit Steinen zu werfen.

> aber das Projekt TT62 wird in der Geschichte
> des bundesdeutschen Leicht-Flugzeugbaues keine Wende
> markieren. Zu stark ist die Kraft der Blendung, zu dominant
> die Macht der Eitelkeiten und letztlich leider auch die der
> Unfähigkeit im Allgemeinen und im Besonderen der zum
> Umdenken.

Da haben Sie RECHT!

Solange sich in .de immer einige berufen fühlen alles zu zerreden und bei der kleinsten Schwierigkeit laut 'ALLES MÜLL! HAB ICH IMMER SCHON GESAGT! WIR BRAUCHEN LUUUUUUFTSCHIFFE!' (Das war Sarkasmus!) rufen, werden immer genau dann dringend benötigte Mittel gestrichen, Investoren verschreckt und letztendlich Projekte vernichtet wenn es 'um die Wurst' geht.

Leute wie Sie tragen erhebliche Mitschuld an Projekten die eigentlich alles andere als todgeweiht sind.

Wie ich oben schon erwähnte: Keiner von uns weiß, wie es um die TT-62 beschert ist, da der Informationsfluß via www eher gering ist. Ich bin begeistert von der Idee - wenngleich ich die technische Problematik auch als Nicht-Ingenieur gut nachvollziehen kann. Hätte indes jeder Projektingenieur gedacht 'Das wird NIE gehen' - hätten wir heute vermutlich nicht mal das Wagenrad ...

> Bevor ich Obagos Schicksal teile, will ich mich daher
> verabschieden!

Dieses pervertierte Internet-Märtyrertum ist mir in den letzten Jahren im Netz immer wieder aufgefallen. Komischerweise immer in .de! Obago war ein Troll. Ein Quer-Arbeiter der heftigsten Sorte mit einem enormen Hang zur Demagogie und zur Egomanie. Wenn Sie sich per Definition zu ihm gesellen wollen, nur zu - verjagen will Sie indes keiner.

Was mich ernsthaft interessieren würde ist Ihr Antrieb. IHR Antrieb - aus welchem Grunde sie sich über das Projekt so echauffieren. Bisher konnte ich noch von keiner Seite eine nennenswerte Bestätigung Ihrer Bedenken hören. Alle Sorge lief darauf hinaus ob die Finanzierung trotz der Verzögerung(en) Bestand hat und ob der Thielert 'taugt'.

Vielleicht artet diese verbitterte Selbstdarstellung einmal zu einer echten technischen Diskussion aus? Zumindest mich würde es sehr interessieren, was andere 'Experten' zur TT-62 sagen.

Viele Grüße,
Peter Hovorka
19. September 2004: Von Wolfgang Schlegel an hovorka
Lieber Herr Howorka,

wenn ich die Anrede so wähle, ist durchaus kein Sarkasmus im Spiel. Ich schätze sie gewiss nicht geringer als ich mich selbst liebe, wobei ich letzteres nicht derart übertreibe wie sie es mir unterstellen. Sogar zustimmen kann ich ihnen unter einigen Aspekten! Ich werfe jedoch keine Steine, auch wenn ich nicht im Glashaus sitze. In meinen Beiträgen finden sie nichts anstößiges, keine beleidigenden Formulierungen oder gar Schimpfworte. Nennen sie mir nur eine(s) und ich gebe klein bei! Wenn ich durch meine Meinungsäußerungen eine Mitschuld am Untergang von Projekten trage, ist es wohl mit dem Innovations- und Breitenwirkungspotential dieser Unterfangen nicht aufs Beste bestellt. Was mich bewegt, will ich ihnen gerne vermitteln. Ich ziehe nämlich durchaus am gleichen Strang wie sie, nur möchte ich über den Horizont von "gehts oder gehts nicht" hinweg gehen, denn selbst wenn es geht, ist damit noch beiweiten nichts gewonnen. Und gehts nicht, muss man zügig Alternativen parat haben, sonst stehen in Heringsdorf die Räder still. Eine technische Diskussion ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt eher eine interne Angelegenheit. Bedenken sie nur einmal nüchtern, wie sie etablierten und anerkannten Firmen mit einer Revolution mittels zweier Winkelwellen (von deren Schwingungen man anfänglich garnichts wissen wollte) Paroli bieten wollen. Oder glauben sie ernsthaft, dass man bei Cessna, Piper, e.a. nicht längst eine derartige Sache andachte und verwarf, wie ich selbst diese, in meiner, von ihnen so fürsorglich dargelegten Verbitterung, verwerfen musste. Wenn man sich als Flugzeughersteller langfristig und das dürfte gewiss ein erklärtes Ziel von HPA sein, auf dem Weltmarkt etablieren will, muß man sich mit überzeugenden Produkten und entsprechender Servicebereitschaft hoch dienen und nicht darauf bauen mit einer vermeintlich spektakulären technischen Variante einen Hallo-Effekt zu erzielen. Wie z.B. soll es mit der versprochenen einmotorigen Version der TT62 denn weitergehen? Die benötigt ein zentrales Getriebe für zwei Propeller! Wie steht es dabei um die Zulassungsfähigkeit? Stoff genug für weitere hitzige Diskussionen in diesem Forum.
Alles Gute
Henning
19. September 2004: Von Florian Guthardt an Wolfgang Schlegel
Hallo,

hier wird immer über diese Winkelgetriebe selbst diskutiert, die meines erachtens aber wirklich nicht kritisch sind! Viel schwieriger erscheint mir die Verbindung dieser mittels Kardanwellen und Hardyscheiben. Wenn man sich die fertige Antriebseinheit von Thielert ansieht so erkennt man dass das ganze aufgrund seines Eigengewichts durchhängt. Dies sollte beim Starten und abstellen des Triebwerks für ordentliche Trägheitsmomente sorgen....bleibt abzuwarten ob es da bis zur Serie nicht noch ein Stützlager auf der Welle geben wird.

Den Punkt bezüglich Piper/Cessna kann ich so nicht ganz nachvollziehen, warum sollten die die luftgekühlten Motoren nach innen verbauen? Ich glaube auch dass Cessna oder Piper weder Interesse noch Geld (zumindest Piper) haben um noch irgend etwas neues zu machen. Auch scheint es bei denen im Management einige blinde zu geben sonst würde man längst die 172 / PA 28 mit Diesel ab Werk anbieten und nicht Diamond 80% des Neuflugzeugmarkts in Europa überlassen.

...aber zurück zum Thema....
Auf die TT62 als einmotorige bin ich auch gespannt. Zunächst dachte ich der Rumpf wird vorne so viel Platz haben dass man halt einen Thielert vorne montiert und den Flügel entsprechend weiter nach vorne rückt. Doch bei der "Hochzeit" in Usedom konnte man sehen, dass unter der Nase nicht annähernd genug Platz ist. Das wird sicherlich recht interessant wie das konstruktiv gelöst werden soll.....

Mit freundlichen Fliegergrüßen
Florian Guthardt
25. September 2004: Von Friedrich Klinkert an hovorka
Hallo Herr Hovorka,

als einer, der den Glauben an die TT62 nicht verloren hat (trotz der vielen Fachleute die genau wissen, dass es nie was wird), möchte ich Ihnen danken für die Mühe die Sie sich machen für das Projekt TT62 "guten Wind" zu erzeugen.
Sie sind sicher nicht alleine mit Ihrem Glauben und der Hoffnung, dass uns aus der fliegerischen Steinzeit (seit nunmehr 30 Jahren bin ich Eigner diverser SENECA's) mittels eines modernen Gerätes "herausgeholfen" wird. Ich hoffe, dass ich noch mal ein Flugzeug fliegen darf was dem heute technisch Machbaren entspricht und nicht permanent an die Gebrüder Wright erinnert.
Von Usedom sollten die Kunden in Kürze was hören, wie mir Herr Majunke in dieser Woche schrieb, nachdem ich die lange Zeit der Ruhe und mangelnden Information monierte.
In diesem Sinne sollten wir den Glauben nicht verlieren und hoffen, dass der Zeitplan in etwa eingehalten wird.

Gruß
F. Klinkert
25. September 2004: Von hovorka an Friedrich Klinkert
Lieber Herr Klinkert,
(wobei ich mich mit diesen Anreden ja nur dem erzeugten Tenor anderer Leute anpasse, ich neige ja eher zu einem freudig-freundlichen-simplen 'Hi')

> als einer, der den Glauben an die TT62 nicht verloren hat
> (trotz der vielen Fachleute die genau wissen, dass es nie
> was wird), möchte ich Ihnen danken für die Mühe die Sie sich
> machen für das Projekt TT62 "guten Wind" zu erzeugen.

Ich glaube vor allem daran, dass an der TT62 nichts ist, was wirklich ein zwingendes 'Aus' erzeugt. Wenn ich mir die ILA Bilder anschaue hat der Antrieb genug Stützmöglichkeit um sehr solide, vibrationsarm und vor allem verwindungssteif montiert zu sein. Die 'Expertenmeinungen' haben auch die Titanic absaufen lassen, salopp gesagt...

Ich bin ja leider nicht näher am Projekt als alle hier - insofern kann ich auch nichts verbindliches dazu sagen. Es geht mir nur nicht ein, dass in .de fast immer irgendwo einer oder mehrere sitzt die aus persönlichen Animositäten heraus anderer Leute Projekte kaputt reden wollen.

Ich hoffe sehr (!) dass aus der TT-62 was wird - nicht für mich, der ich sonst 'umsonst' hier in die Bresche schlagen würde - sondern weil es einfach schade um all die Energie, das Geld und die Ideen wäre. Abgesehen davon freue ich mich (fast) immer neidfrei über Erfolge Anderer. Wenn es dabei noch um die Fliegerei geht: umso besser.

Vielen Dank auf jeden Fall für Ihre lieben Worte! Ich war schon versucht zu denken, ich sei der einzige der lieber 'warten wir doch einfach ab wie es weitergeht' denkt als muffig 'Das wird eh nix!' zu rufen.

> Sie sind sicher nicht alleine mit Ihrem Glauben und der
> Hoffnung, dass uns aus der fliegerischen Steinzeit (seit
> nunmehr 30 Jahren bin ich Eigner diverser SENECA's) mittels
> eines modernen Gerätes "herausgeholfen" wird. Ich hoffe,
> dass ich noch mal ein Flugzeug fliegen darf was dem heute
> technisch Machbaren entspricht und nicht permanent an die
> Gebrüder Wright erinnert.

Es gibt in jedem Markt starke und schwache Zeiten - da mittlerweile der gesamte (Twin-) Markt der GA völlig überaltert ist, ist es eine Frage der Zeit bis darauf reagiert wird. Wenn jetzt keine neuen Twins kommen fliegen wir schon in wenigen Jahren Fluggerät, das mehr als 30 (!) Jahre alt ist. Als ich zur Fliegerei kam blieb mir der Mund offen stehen als die 'top end' Cessna 421 vor der Tür des PPL-Schulungsraum in einer schwarzen Wolke verschwand mit dem Kommentar des Lehrers: 'Naja, unter 10 Grad will sie halt nicht so'... drum herum gut beanzugte Menschen die alle ein 'Was tu ich hier eigentlich'-Fragezeichen über ihren Häuptern hatten.

Die neue Flugzeuggeneration wird kommen - es ist nur die Frage ob wenigstens ein paar Typen aus .de kommen, oder ob wir wieder mal mit unserer miesmuffigen Art alles zerreden und nachher jammern, dass die Amis ja eh Gangster sind...

> Von Usedom sollten die Kunden in Kürze was hören, wie mir
> Herr Majunke in dieser Woche schrieb, nachdem ich die lange
> Zeit der Ruhe und mangelnden Information monierte.
> In diesem Sinne sollten wir den Glauben nicht verlieren und
> hoffen, dass der Zeitplan in etwa eingehalten wird.

Der Zeitplan kümmert mich nur in Hinsicht auf diejenigen die auf ihre gezeichneten Flugzeuge warten - ansonsten sehe ich Verzögerungen um einige Monate viel weniger schwarz als so mancher 'Rufer im Walde' hier. Solche Projekte sterben ja nicht an 3, 6 oder 12 Monaten Verzögerung sondern an den Panikreaktionen der Anleger - in direkter Folge gewisser Unkenrufe.

Entschuldigen Sie, dass ich Sie zu so viel zu lesenden Zeilen nötige - im Wissen, dass in diesem Forum viel mehr stille Mitleser als Akteure sind ist es mir aber ein Bedürfnis gewissen 'Herrschaften' den Wind aus den Segeln zu nehmen und Ihnen einen Spiegel vor die Nase zu halten.

Viele Grüße,
Peter Hovorka
27. September 2004: Von Frank Lauter an Friedrich Klinkert
Hallo!
Ich kann mich dem nur anschließen.

Ich kann den Tag kaum noch abwarten wo die Meldung durch das Internet heult und ein Aufschrei die Branche wachrüttelt:

DIE TT62 ist geflogen und die Daten sind noch besser als errechnet.

Mich kotzt es einfach nur noch an und ich kann die postings nicht mehr lesen. Last die Jungs doch mal in Ruhe arbeiten. Ob es noch ein paar Monate dauert oder nicht ist doch egal. Die anderen Hersteller werden noch früh genug das fürchten lernen.

CU Iceman

PS.: Sicherlich wird dann auch der Gebrauchtflugzeugmarkt zahlreiche günstige Seneca’s hergeben, sodass sich viele dann auch ein eigenes Flugzeug leisten können. lol
27. September 2004: Von Dirk Schmidt-Enzmann an Frank Lauter
Hallo liebe Leute im Forum

Ich kann mich den positiven Wortmeldungen nur anschließen.
Endlich stehen immer mehr Leute zu dem TT 62 Projekt. In den letzten Monaten hatte man fast den Eindruck es gäbe kaum jemanden der an dieses Projekt glaubt. Gebt Majunke und Co noch was Zeit und das wird bestimmt ein tolles Flugzeug.

Schmidt-Enzmann
28. September 2004: Von Wolfgang Schlegel an Dirk Schmidt-Enzmann
Liebe "Normalgesinnte"!
Keine Panik,
mit dieser Anrede zitiere ich lediglich einen Teilnehmer dieses Forums. Gefällt mir! Hat so etwas uniformes, klingt nach Gleichschaltung, Abgrenzung, ideologischer Ausrichtung! Außer solchen Normalgesinnten finden wir hier leider auch, es sei mir abermals gestattet zu zitieren, miesepetrige Stinkstiefel die sich erdreisten jenen Normalgesinnten durch wiederkäuen schwachsinniger Blähungen das Kotzen zu lehren, sogenannte "Nicht-Normalgesinnte".
Aus diesem Umfeld erwächst natürlich nichts konstruktives. Kritische Äußerungen sind höchst unerwünscht, als könnten die Kritiker eine Schuld am Scheitern tragen. Auch das Niveau leidet, um es dezent auszudrücken. Vor kurzem monierte ich den bisweilen schlechten Stil, allerdings erfolglos, wie sich zeigt.
Ich verordne mir, sozusagen dem letzten "Abnormo" in dieser virtuellen Arena, daher zur Freude aller "Normalos" erst einmal Funkstille! Der Worte sind ohnehin genug gewechselt und es ist ja auch alles noch nachzulesen, sogar Obagos alte Schriften!
Mehr sag I ned!
Gruß
Henning
28. September 2004: Von Hubert Kristen an Dirk Schmidt-Enzmann
Hallo Dirk, und alle anderen die wie ich schon gespannt (oder leicht genervt) auf neue Infos warten ;-)) Nun gibt es Sie!!.
Zwar noch kein Erstflug, aber zumindest ein Erst(Motor)lauf in der TT62. Wie auf der HPA Homepage nachzulesen auch mit dem erwarteten Ergebnis. Allem hier im Forum nachzulesenden zum Trotz "scheinen" die Getriebe,Ausleger ect. wohl sehr laufruhig Ihrer Arbeit nachzugehen. Aber lesen Sie doch einfach selber nach.

MFG H.Kristen
30. September 2004: Von Friedrich Klinkert an Wolfgang Schlegel
>...ich verordne mir, sozusagen dem letzten "Abnormo" in
> dieser virtuellen Arena, daher zur Freude aller "Normalos"
> erst einmal Funkstille!


Besten Dank!

F. Klinkert
1. Oktober 2004: Von Eustach Rundl an Hubert Kristen
Hallo Herr Kirsten,

eine möglichst neutrale "trockene" Feststellung:
Nun läuft also EIN Motor "angeflanscht" ans künftige Flugzeug.
Der Erstflug sollte längst sein. Normalerweise - aber was ist schon normal - sind zwischen dem ersten Bodenlauf und dem Erstflug eine Zeitspanne von mindestens 6 Monaten einzurechnen. Was kostet nun ein Monat im Entwicklungsbetrieb?
Behaupten wir doch einfach mal 250Tsd €, billigsten Falles.
Behaupten wie doch weiter dass die Erstauslieferung sich mindestens um ein Jahr, ausgehend vom businessplan mit einer Entwicklungskostenkalkulation lt. Teegen selig von 20 Mio €, verzögert.
So gesehen müssten monatlich mindesten drei Bestellungen, ausgehend von angeblich 40 anbezahlten Exemplaren, eingehen um diese Verzögerung abzufedern und um den ursprünglichen Preis, den wichtigesten Wettbewerbsvorteil, zu halten.
Ich möchte nicht in der Haut des Fianzchefes von HP-aiscraft stecken..
1. Oktober 2004: Von roland wagner an Eustach Rundl
ich hoffe nicht das die 40+ angezahlten flugzeuge die einzigen "volksflieger" der hpa sein werden.ich hatte den heiko teegen noch auf der aero 03 in fdh kennengelernt, seine tt62 war ein flugzeug mit den bekannten performencedata und einem vkp fuer das "volk" von deutlich unter einer million-dm. wenn sich der finanzchef der hpa jetzt und in wenigen jahren immer noch an die vorgaben des ht (auch resultierend aus der bekannten leserumfrage) erinnern wird, kann ich vielleicht mein ganzes taschengeld locker machen um mit 2-3 kollegen eine hg zu gruenden und einen kaufvertrag unterzeichnen. schliessend moechte ich der hpa-manschaft fuer den juengsten erfolg gratulieren und euch zurufen "macht es gut aber nicht zu teuer" servus.
2. Oktober 2004: Von Wolfgang Schlegel an Friedrich Klinkert
Keine Ursache!
H.
9. Oktober 2004: Von Holger Klemt an Wolfgang Schlegel
Das Konzept der TT62 finde ich persönlich sehr interessant, was ich aber wirklich vermisse, ist eine offene Informationspolitik des Herstellers.

Nun gab es zwar wieder mal einen Bericht über den Motortestlauf, aber gerade mal alle 2 Monate mal eine Info über den Stand der Dinge finde ich unter anderem auch aufgrund der Diskussionen hier nicht wirklich ausreichend.

Sicher, die Maschine sollte erst dann den Erstflug machen, wenn die gesamte Technik dieses möglich macht.

Warum aber kann nicht HPA aufgrund des aktuellen Standes einen ungefähren zeitlichen Ablauf veröffentlichen?

Scheinbar weiss die Firma Thielert da schon mehr und veröffentlicht das auch:
https://www.centurion-engines.com/c40/c40_start.htm

"For reasons of existing confidentiality agreements with our customers, we can at present only publish the details relating to the TT62. This aircraft, made by our OEM partner, High Performance Aircraft GmbH, will be making its first flights with the CENTURION 4.0 in spring 2005. Our aim is to announce the certification of the CENTURION 4.0 very soon."

Bis zum Frühling 2005 sind noch ziemlich viele Tage.

Wenn ich mir den letzten Bericht auf der HPA Webseite ansehe, klingt das so, als ob man jeden Tag mit dem Erstflug rechnen dürfte. Das scheint die Firma Thielert anders zu sehen.

Vielleicht hat ja HPA derzeit einen anderen Projektplan als Thielert vor Augen, aber realistische Aussagen schaffen das sicher mehr Vertrauen. Und die kann nur HPA zusammenfassend veröffentlichen.

Obwohl ich nur PPL-A Hobbypilot bin, verbringe ich als Fluggast auf Linienfliegern einige hundert Stunden pro Jahr in der Luft und würde mich in vielen Fällen freuen, ein Lufttaxiunternehmen auf Basis der TT62 unterstützen zu können, insbesondere, wenn ich auch noch mit Mitarbeitern unterwegs bin.

Das darf auch gerne teurer sein als die meiner Meinung nach unverschämten Lufthansa Businessclass Tarife, die man immer wieder buchen darf, wenn sich kurzfristig Termine ergeben. Auf Basis der TT62 Daten lässt sich dabei sicher ein solches Modell kostengünstig realisieren.

Die aktuell verfügbaren Charterstundensätze zweimotoriger Maschinen mit Druckkabine und entsprechendem Geschwindigkeitspotential liegen im Vergleich sicher deutlich über dem, was eine TT62 möglich macht.

Aber solche Planungen für potentielle Lufttaxibetreiber sind sicher nur dann sinnvoll, wenn man sich auf die Informationspolitik des Herstellers verlassen kann.

Aber aus meiner Sicht besteht derzeit noch immer nicht die Notwendigkeit, von einem Desaster zu sprechen. Über die Nachricht eines erfolgreichen Erstflugs würde ich mich freuen und die würden sicher auch einige Kritiker zunächst verstummen lassen.

Holger
9. Oktober 2004: Von anke forstmann an Holger Klemt
So ist das also: man hat sich in der anfänglichen Euphorie die "gläserne Fabrik" auf die Fahnen geschrieben, eine gute Kommunikation angekündigt. Das ist daraus geworden. Genauso wie der Erstflug, der sich also um ein Jahr gegenüber der Ankündigung verzögert.
Was bitteschön kann man denn da noch glauben?
Stünde da nicht "HPA" auf dem Logo, sondern "Cargo-Lifter" oder "Zoche" oder "Ruschmeyer", dann würde angesichts der vollmundigen und nicht gehaltenen Zusagen sichr schon kübelweise Dreck in PuF über diese Firma ausgegossen worden sein, aber hier geht man ja lieber auf verständnisvollen Schmusekurs. Ob es daran liegt, daß PuF an Biss verloren hat, oder daran, daß man mit HPA zumindest freundschaftlich verbunden ist, ich weis es nicht. In der Vergangenheit hat PuF sehr wohl mit manchen Betrieben positive Beziehungen gepflegt, dennoch beinhart auch über deren Probleme berichtet ohne Rücksicht auf eigene Verluste. Ich hoffe, das bleibt auch so! Aerokurier und Fliegermagazin haben wir ja schon.

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