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9. Mai 2021 08:45 Uhr: Von Sven Walter an Stefan Jaudas

Wieso?

Hätten wir alle Durchlauferhitzer und Kochplatten mit Erdgas, keine Nachtspeicherheizungen, keine Standbyschaltungen, bräuchten wir ein deutlich wenig tüchtigeres Netz, seit Jahrzehnten.
Durchlauferhitzer mit Strom sind ja doch relativ selten im Land der Zentralheizung. Nachspeicherheizungen haben ja traditionell nur die "slack times" des Stromverbrauchs genutzt. Deswegen ja Nachtspeicher. Die Standbyschaltungen mögen zwar Strom verschwenden, aber gar so viel ist das dann doch nicht.

Standby zieht rund um die Uhr, daher quasi "Grundlast". Kommt also immer zum Mindestsockel dazu. Würden alle Erdgas direkt thermisch in Kochplattenwärme verwandeln, hätten die Energieversorger in Bayern nicht jeden Sonntagmorgen massiv Regelenergie beim Anwerfen des elektrischen Ofens für den Sonntagsbraten einkalkulieren müssen. Frag mal die EVUs, das war und so mit das singulär krasseste an Lastregelung, die man in Privathaushalten einplanen muss. Durchlauferhitzer sind meist nicht elektrisch, ja, bei Altbauten aus wirtschaftlichen Gründen auch zu recht ab und an nicht. Aber es verdeutlich exakt die Frage der Effizienz: Was rechnet sich wann warum?

Heute rechnen sich halt volkswirtschaftlich Wärmepumpen, wirtschaftlich für den Einzelnen noch nicht immer. Zeigt aber die Physik dahinter auf, und wo wir hinmüssen. Einem Achim Beck werde ich das wohl nie erklären können, bei dir hab ich die Hoffnung noch nicht vollkommen aufgegeben. Wenn ich Stromverbraucher abwerfen muss im Flugzeug, weil der Alternator defekt ist und die Notbatterie beim Diesel noch für das Zünden benötigt wird, ist ein TKS im Eis sowie ein Flugflächenwechsel ja auch sinnvoller als eine elektrische Vorderkantenheizung.

Aber kleine Frage, wenn wir denn das hier von Ihnen idealisierte "deutlich wenig tüchtigeres Netz, seit Jahrzehnten" hätten, das würde dann bei der Elektrifizierung des Straßenverkehrs wie genau helfen? Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Es hätte Verschwendung in der Vergangenheit wie Gegenwart minimiert, aber würde nichts daran ändern, dass man das Netz weiterhin ertüchtigen muss. Dafür hat man weniger Lungenkrebstote, Lärm in Ballungsräumen und Import von Kohlenwasserstoffen aus einem Land, was ein Killerkommando zu uns schickt gegen Dissidenten, oder einem Land, was einen Dissidenten der Vierten Gewalt im Konsulalt mit Knochensägen koffergerecht zerlegt. Und würde mehr Kohlenwasserstoffe für die Luftfahrt überlassen, wo die Substitution offenkundig am anspruchsvollsten ist.

Ich kenne eigentlich das Flieger-Du, aber wenn der Herr Jaudas lieber gesiezt werden will...

Zur Größenordnung, Standby-Verbrauch Deutshcland ca. 9 TWh. Exakte Zahlen sind schwierig zu finden. Gesamtstromverbrauch 512 TWh. Wir machen uns da den mega Kopf um und wegen 1,8%?

Keinen Megakopf: Eine Verdeutlichung des Problems. Die 1,8% kannst du mal multiplizieren um den Anteil, den diese durchlaufende Standbyfunktion auf die Grundlast hat, und nicht auf den Gesamtverbrauch. Und, auf welchen Faktor kommst du jetzt? Trittin kam im Jahresmittel auf knapp 2 AKW, und aufgrund der Lastkurve hat er (im Gegensatz zu seinem Eiskugelbeispiel) einfach recht. Was andererseits deutlich macht, wie klein der Anteil der Kernkraft schon in den Nullerjahren war, andererseits auch zeigt, mit was für überflüssigem Tand wir Geld und Unabhängigkeit verschleudern.

Und bevor da ein falscher Eindruck entsteht, PC, Stereoanlage, usw. hängen bei mir an schaltbaren Stromleisten, und sind ganz aus wenn aus. Dort wo es möglich ist, nutze ich solche Möglichkeiten. Handy & Co. werden gezielt geladen wenn leer.

Machen indes nicht alle unserer 82 mio EW so, und es ist auch nur ein Beispiel unter ganz ganz vielen, wo wir Verschwendung betreiben, weil die realen Kosten nicht sauber eingepreist sind.

Und den Leuten, die heute noch Nachtspeicheröfen benutzen, kann man auch keinen Vorwurf machen. Die haben das in den 60ern und 70ern auf Treu und Glauben eingebaut - und fast immer sind das Häuser, wo ein Umbau auf was Anderes extrem teuer oder erst gar nicht möglich wäre. Ich habe da auch so einen Fall in der Bekanntschaft. Ein nicht unterkellertes Haus aus 1785 - wo baut man da eine Zentralheizung ein? Egal, mit was die dann betrieben wird? So teuer kann der Strom noch lange nicht werden, dass sich das unterm Strich "lohnt". Schon gar nicht, wenn die Bewohner Rentner sind.

Kein Vorwurf, es war zur Verdeutlichmachung. Aber auch den Gebäudebestand müssen wir sanieren, ob 1% des Bestandes pro Jahr oder 5%, muss diskutiert werden. Was bei "Ihnen" offenbar nicht funktoniert.

Wir können auch KFZ-Steuer, Pendlerpauschale, Mehrwertsteuerfreiheit vom Flugticket FRA-BRX statt Mehrwertsteuerfreiheit FRA Hbf bis Bruxelles Midi debatterien, die Liste ist lang: Denn lieber hätte ich einen Preis auf CO2 und schaffte diese ab. Spart Beamte, Papier, ist gerechter.

Oder fliegerisch: Wir brauchen Preise, die die Wahrheit sagen. Wenn eine Betonbahn im Kalten Krieg in Spangdahlem oder Peenemünde gegossen wurde, möchte ich nicht den Landepreis von EDDF und EDDM zahlen. Lieber pauschal 100 € pro Jahr für eine VFR und IFR Vignette, und Flugleiter abschaffen, weil einfach einfach einfach ist. Noch besser - dort gebührenfrei, wir zahlen ja Mineralösteuer, ist teuer genug. Und viel effizienter. Ach ja, Elektroflieger, solar aufgetankt, zahlen dann gar nüscht. Was nur fair ist.

Fast alle Plätze des Kalten Krieges, die aufgelassen wurden, sind wegen der nuklearen Bedrohung damals abseits der Ballungsgebiete. Sind dort die Landungen pauschal abgegolten über die Steuer, fliegen die meisten ihre Platzrunde dort und wir haben weniger Streit mit NIMBYs und Plätze, die daher dicht machen. Wer profitiert? Die Leute mit Fernglas in Hangelar, die Zivilgerichtsbarkeit, wir Flieger durch ein besseres Netz an Landeplätzen.

Daher: Das CO2 braucht einen Preis, Monat für Monat anwachsend, über die nächsten 12/ 19/ 27/ was auch immer Jahre. Was als Steuervorteil sofort weitergereicht wird durch Abschaffung von KFZ-Steuer, Stromsteuer, Abschaffung der Pendlerpauschale, Erhöhung des steuerfreien Existenzminimus etc. Die Umlage für EE kann dann übrigens auch wegfallen.

So wird es einfach. Dann fliegen ein paar Nachspeicherheizungen früher raus, wir haben gerade Negativzins. Dann zieht irgendwer einen Pullover mehr an, ein anderer kauft neue Fenster, ein Dritter saniert Dach und Außenwand oder kauft sich PV und Hausbatterie. Und lädt seinen Dienstwagen mittags beim Arbeitgeber, ohne CO2-Steuer. Und jeder kann noch seinen Ford Bronco fahren mit großem Hubraum, aber zahlt dann halt mehr als Fahrer von Twizy und Tesla.

Sind halt viele kleine Maßnahmen bis 2040/ 2045/ 2050, wann auch immer.

9. Mai 2021 11:58 Uhr: Von Wolfgang Winkler an Sven Walter

und die Notbatterie beim Diesel noch für das Zünden benötigt wird,

Ach so, alles klar.

9. Mai 2021 12:09 Uhr: Von Stefan Jaudas an Sven Walter Bewertung: +1.00 [1]

Immerhin, das ist ja u.A. mein Argument, dass das Netz das eben nicht kann, was da in Zukunft von ihm verlangt werden soll. Und das wird auch sehr lange noch so bleiben. Zudem "Alle" angeblich "Elektromobilität" und "erneuerbaren" Strom "wollen", und das "sofort" - aber immer nur so lange bis da irgendwo eine (Frei-) Leitung (aus-) gebaut oder die Straße in der Nachbarschaft aufgebuddelt werden muss. Ab da kommt dann der NIMBY raus. Mit Macht.

Danke, dass das doch noch offen ist, das mit dem, was das Netz jetzt kann und was nicht. Würde allerdings ganz Bayern mit Gas den Sonntagsbraten brutzeln anstatt mit Strom, dann wäre das zwar vielleicht gut fürs Stromnetz, aber dafür hätte evtl. das Gasnetz ein Problem.

Das gleiche gilt übrigends auch für die diversen "Ziele" im Wahlprogramm der Grünen. Viel mehr Zug? Auf welchen Schienen denn? Und von was subventionieren wir dann die Nachtzüge, die denen da so vorschweben? Wieso haben wir nochmal die letzten Nachtzüge eingestellt? Ach so, weil nicht mal die besonders Grünen damit gefahren sind. Dass es die Staaten trotz 75 Jahren Frieden nicht geschafft haben, ihre Bahnsysteme auch nur halbwegs kompatibel zu machen, hift da auch nicht. Der Nachtruhe im Nachtzug von Warschau nach Sevilla tun die 3 Systemwechsel untwergs sicher nicht gut. Und dauert in einem Greeurotopia immer noch locker anderthalb Tage, selbst unter optimalen Bedingungen. Keine Ahnung, warum da jemand das Flugzeug würde benutzen wollen.

Wärmepumpen gut und schön, aber auch für die braucht man den Platz.

Die Energie würde ja dann weiterhin aus Ländern kommen, welche Killerkommandos gegen Dissidenten losschicken. Nur halt aus anderen Ländern. Oder vielleicht sogar den selben. Weil da ja vielen vorschwebt, dafür die Wüsten anderer Leute zu verwenden. Dass das fürs lokale Klima nicht 100%ig gut ist, und man für Wasserstoffsynthese - nunja, Wasser braucht (soll knapp sein in einer Wüste) - geschenkt. Also nicht viel gewonnen.

Und es gibt auch keine "vierte Gewalt" - auch wenn sich diese immer gerne als solche geriert. Diese "vierte Gewalt" hat weder ein Mandat, noch eine demokratische Kontrolle.

Aber da spricht vielleicht auch nur der kleine Zyniker in mir.

Zwangssanierung des Immobilienbestandes heißt dann schlicht kalte Enteignung von all jenen, die sich das nicht leisten können.

Wieso sollte da jemand eine VFR- oder auch IFR-Vignette bezahlen müssen? Nur damit jemand weiterhin billig auf einer im kalten Krieg gegossenen Landebahn fliegen kann? Das widerspricht dann aber ganz gewaltig dem Verursacherprinzip, das Sie beim CO2-Preis so toll finden.

Und Sie glauben wirklich, dass im Zuge einer progressiven CO2-Besteuerung die entsprechenden anderen Steuern tatsächlich und sinngemäß abgeschafft werden würden? Wenn dem so wäre, dann wäre ich vielleicht sogar mit dabei. Vorausgesetzt, das wäre stringend, durchgehend und ohne jede Ausnahme - nur, ich vermute, dass das Ergebnis nicht so wäre, wie sich das viele wünschen oder vorstellen.

Beim Flugleiter bin ich allerdings d'accord. Wenn es Amerikaner überleben, irgendwo im abgelegensten Corn Belt selbst nachts ganz alleine zu starten und zu landen, kann das bei uns auch nicht gefährlicher sein.

Also, was die Antriebstechnologien angeht, bleiben wir da doch bitte lösungs- und technologieoffen. Anstatt z.B. die Verbrenner aus reiner Ideologie zu verbieten. Ich würde die Stute erst erschießen, wenn ihr Fohlen geboren ist, aufgewachsen, eingeritten, und auch sonst keine weiteren Dienste und Fohlen mehr von der Stute zu erwarten sind ...

9. Mai 2021 13:50 Uhr: Von Michael Söchtig an Stefan Jaudas Bewertung: +1.00 [1]
Technologieoffenheit: Kann man machen, dann will halt der Markt in 3 Jahren keine deutschen Autos mehr kaufen.

Ich kann dieses Buzzword wirklich nicht mehr hören. Selbst der ADAC schreibt dazu:

"Von der im Prozess eingesetzten Energie bleiben in der "Well-to-Wheel"-Betrachtung am Ende nur 10 bis 15 Prozent übrig. Zum Vergleich: Im Elektroauto kommen 70 bis 80 Prozent der Ausgangs-Energie am Rad an. Und deshalb stellt sich natürlich die Frage nach der Sinnhaftigkeit, die wohl nur beim Einsatz von zusätzlich erzeugtem regenerativen Strom positiv zu beantworten ist."

Das mag ja für Langstreckenflüge noch ok sein. Für LKW schon nicht mehr und für PKW kann man das völlig vergessen. Das k a n n sich nicht rechnen.

Wer sowas fordert der muss auch sagen wie er den Strom erzeugen will und zu welchen Kosten. Machen dieselben Leute aber nicht. Bleibt also nur fossiler Sprit mit den bekannten Auswirkungen.

An sich wäre mir das egal. Wenn man sich aber ansieht wie Schwarz Gelb in den Jahren 2009 bis 2012 mit ihren Systembrüchen schon die ganze deutsche Solarindustrie vernichtet haben stellt sich die Frage was die Leute eigentlich wollen.

Wir können aber nicht noch weitere 20 Jahre für den Klimaschutz verlieren.

Und nochmal: ich bin nicht grün. Ich würde mir nur wünschen wenn von der FDP und Co mal zielgetriebenes Marktdesign käme statt Buzzwords. CO2 Bepreisung ist immerhin der richtige Schritt.
9. Mai 2021 23:10 Uhr: Von Juergen Baumgart an Michael Söchtig Bewertung: +1.00 [1]

Umwelt....:

Sehr schön auf den Punkt gebracht ab min. 22:40, besonders bei min.26:35....

https://www.daserste.de/unterhaltung/comedy-satire/satire-gipfel/videos/nuhr-im-ersten-video-364.html

9. Mai 2021 23:20 Uhr: Von Juergen Baumgart an Stefan Jaudas

...interessant wäre mal der zusätzl. Verlust der sich ergibt weil in U.S. 110V statt 220V gefahren werden...

10. Mai 2021 22:02 Uhr: Von Sven Walter an Stefan Jaudas

Immerhin, das ist ja u.A. mein Argument, dass das Netz das eben nicht kann, was da in Zukunft von ihm verlangt werden soll. Und das wird auch sehr lange noch so bleiben. Zudem "Alle" angeblich "Elektromobilität" und "erneuerbaren" Strom "wollen", und das "sofort" - aber immer nur so lange bis da irgendwo eine (Frei-) Leitung (aus-) gebaut oder die Straße in der Nachbarschaft aufgebuddelt werden muss. Ab da kommt dann der NIMBY raus. Mit Macht.

Das Netz muss kontinuierlich über gut anderthalb Jahrzehnte ertüchtigt und cleverer gemacht werden, das macht gem. der Studien so 20% aus. Ist unbestritten und nichts Neues. Bringt aber auch einiges an Redundanz, Preisstabilität, und ist nix anderes, was wir früher mit den Großkraftwerken gemacht haben, die ja massive Hochspannungsleitungen gebraucht haben. Aber: Der ganze PV-Kram wird ja auch dezentral in der Mittelspannung abgenommen. NImm die PKWs, die dann beim Arbeitgeber geladen werden. Tagesspeicher sorgen dafür, dass das in die Nacht (zwoter Lastbuckel) reingenommen wird. Dafür musst du aber kaum was ertüchtigen, da wurde ja schon vorher viel von den Großkraftwerken in die Fläche geleitet.

Danke, dass das doch noch offen ist, das mit dem, was das Netz jetzt kann und was nicht. Würde allerdings ganz Bayern mit Gas den Sonntagsbraten brutzeln anstatt mit Strom, dann wäre das zwar vielleicht gut fürs Stromnetz, aber dafür hätte evtl. das Gasnetz ein Problem.

Nein. Guck dir mal an, wieviel an Puffer im Netz ist. Kleiner Tipp: Russland pumpt auch im Sommer viel zu uns, damit wir es im Winter mollig warm haben.

Das gleiche gilt übrigends auch für die diversen "Ziele" im Wahlprogramm der Grünen. Viel mehr Zug? Auf welchen Schienen denn? Und von was subventionieren wir dann die Nachtzüge, die denen da so vorschweben? Wieso haben wir nochmal die letzten Nachtzüge eingestellt? Ach so, weil nicht mal die besonders Grünen damit gefahren sind.

Statt Stuggi 21 und so hätte man auch den Halbstundentakt wie die SBB anvisieren können, das machen die Eidgenossen deutlich besser und effizienter (wie fast alles). Nachtzüge haben die ÖBBler von der DB übernommen, weil die es nicht gebacken bekam. Bin dafür sehr dankbar - dank der ÖBB konnte ich günstiger als mit Easyjet die letzten drei Monate des Lebens meiner Mutter meinen Vater in der Pflege entlasten, bin bis zu zweimal die Wochen von Basel nach Kiel per Nachtsprung hoch. Übrigens auch toll als Abenteuer für Kinder. Gibt auch Leute, die das für den Urlaub machen. Man muss es aber immer realistisch sehen. War eher ein PR-Ding für den Scheuer Andi, mE. Auch so ein Grüner ;-).

Dass es die Staaten trotz 75 Jahren Frieden nicht geschafft haben, ihre Bahnsysteme auch nur halbwegs kompatibel zu machen, hift da auch nicht. Der Nachtruhe im Nachtzug von Warschau nach Sevilla tun die 3 Systemwechsel untwergs sicher nicht gut. Und dauert in einem Greeurotopia immer noch locker anderthalb Tage, selbst unter optimalen Bedingungen. Keine Ahnung, warum da jemand das Flugzeug würde benutzen wollen.

Das spanische Schnellspurnetz hat Normalspur. Bei den Russen lohnt das nicht, wenn die das mal bis 2026 hinbekommen. Die neuen Loks werden ja schon standardisiert von der Herstellerseite. Aber ja, Warschaun nach Sevilla mit dem Zug ist so exoktisch wie Köln nach Düsseldorf mit der C172 ;-).

Wärmepumpen gut und schön, aber auch für die braucht man den Platz.

Mecker mecker mecker. Wir haben 18 mio EFH. Mit deiner Einstellung wären die Wright Brothers Fahrradproduzenten geblieben. Vermutlich sehr gute.

Die Energie würde ja dann weiterhin aus Ländern kommen, welche Killerkommandos gegen Dissidenten losschicken. Nur halt aus anderen Ländern. Oder vielleicht sogar den selben. Weil da ja vielen vorschwebt, dafür die Wüsten anderer Leute zu verwenden. Dass das fürs lokale Klima nicht 100%ig gut ist, und man für Wasserstoffsynthese - nunja, Wasser braucht (soll knapp sein in einer Wüste) - geschenkt. Also nicht viel gewonnen.

Nein, das meiste kommt von uns selbst. Einfach mal die Studien von Fraunhofer und MPI angucken, falls dir "Scientists for Future" zu Agenda-getrieben sind. Guck dir mal die Ertragslage bei Globalwindatlas.info und globalsolaratlas.info an. Nicht alle Wüsten und Windgebiete sind in Kleptokratien. Außerdem kann man das Risiko viel besser streuen, vor allen Dingen, wenn es dort die Entwicklung rasant fördert.

Und es gibt auch keine "vierte Gewalt" - auch wenn sich diese immer gerne als solche geriert. Diese "vierte Gewalt" hat weder ein Mandat, noch eine demokratische Kontrolle.

Und was macht Jan Brill hier? Richtig, Bürokraten auf die Flossen hauen. Gut so.

Zwangssanierung des Immobilienbestandes heißt dann schlicht kalte Enteignung von all jenen, die sich das nicht leisten können.

Nein, Fortschritt. Effizienz. Und es muss natürlich kostenneutral sein. Wenn du die CO2-Steuer unten aufs steuerfreie Existenzminimum raufgibest, erhöhst du den Konsum, bekämpfst sogar noch Schwarzarbeit etc, erhöhst Effizienz der Verwaltung. Wer verbraucht mehr CO2, die Villa oder das 40 qm-Apartment, was umbaut ist von anderen 40 qm - Apartments und vielleicht sogar ein BHKW dezentral vor Ort hat, was sich bei der Villa noch nicht rechnet? Man muss halt nur rechtzeitig anfangen.

Wieso sollte da jemand eine VFR- oder auch IFR-Vignette bezahlen müssen? Nur damit jemand weiterhin billig auf einer im kalten Krieg gegossenen Landebahn fliegen kann? Das widerspricht dann aber ganz gewaltig dem Verursacherprinzip, das Sie beim CO2-Preis so toll finden.

Und warum sagte ich im gleichen Absatz, dass das über die Mineralösteuer sogar noch effizienter ist? Lesen hilft.

Und Sie glauben wirklich, dass im Zuge einer progressiven CO2-Besteuerung die entsprechenden anderen Steuern tatsächlich und sinngemäß abgeschafft werden würden? Wenn dem so wäre, dann wäre ich vielleicht sogar mit dabei. Vorausgesetzt, das wäre stringend, durchgehend und ohne jede Ausnahme - nur, ich vermute, dass das Ergebnis nicht so wäre, wie sich das viele wünschen oder vorstellen.

Bei der Ökosteuer 1998 wurde es gemacht. Heftiger Widerstand aus dem Schwarz-Gelben Lager. Viel Krakeelen. Dabei war das für jeden planenden Ingenieur eine Wohltat im Vergleich zu diesen Flottenverbrauchsgrenzen bar jeder physikalischen Vernunft. Brüsseler Dummfug aus Ländern, die primär Kleinwagen bauen wie Italien und Fronkreisch. Feebates wären viel sinnvoller gewesen.

Ich kann nur sagen, was ich machen würde: Stromsteuer abschaffen. MWSt auf Strom weg. umlegen auf die CO2-Steuer, Kfz-Steuer abschaffen nebst Dieselprivileg und durch CO2-Steuer ersetzen, dafür die ESt unten entlasten. Ganz kontinuierlich, bis wir 180 €/ Tonne haben. Kann sich jeder langfristig nach richten. Spart übrigens enorm Beamtenstellen beim Zoll und in der Vollstreckung, das mit der KFZ-Steuer und so.

Beim Flugleiter bin ich allerdings d'accord. Wenn es Amerikaner überleben, irgendwo im abgelegensten Corn Belt selbst nachts ganz alleine zu starten und zu landen, kann das bei uns auch nicht gefährlicher sein.

Danke. Dann noch PCL dazu und RNAV auf VFR-Graspisten und ich bin sowas von glücklich :-).

Also, was die Antriebstechnologien angeht, bleiben wir da doch bitte lösungs- und technologieoffen. Anstatt z.B. die Verbrenner aus reiner Ideologie zu verbieten.

Sehe ich ganz genauso. Muss über den Preis gehen. Hätten wir mit Erdgasantrieb aus Strohresten auch schon lange machen können.... Der Preis muss die Wahrheit sagen, verursachergerecht und effizient gebildet sein. Dann kommt eh zu 90% BEV bei raus. Sprit ist viel zu wertvoll, um ihn nicht in Flugzeugen einzusetzen ;-).


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