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10. Mai 2021 22:02 Uhr: Von Sven Walter an Stefan Jaudas

Immerhin, das ist ja u.A. mein Argument, dass das Netz das eben nicht kann, was da in Zukunft von ihm verlangt werden soll. Und das wird auch sehr lange noch so bleiben. Zudem "Alle" angeblich "Elektromobilität" und "erneuerbaren" Strom "wollen", und das "sofort" - aber immer nur so lange bis da irgendwo eine (Frei-) Leitung (aus-) gebaut oder die Straße in der Nachbarschaft aufgebuddelt werden muss. Ab da kommt dann der NIMBY raus. Mit Macht.

Das Netz muss kontinuierlich über gut anderthalb Jahrzehnte ertüchtigt und cleverer gemacht werden, das macht gem. der Studien so 20% aus. Ist unbestritten und nichts Neues. Bringt aber auch einiges an Redundanz, Preisstabilität, und ist nix anderes, was wir früher mit den Großkraftwerken gemacht haben, die ja massive Hochspannungsleitungen gebraucht haben. Aber: Der ganze PV-Kram wird ja auch dezentral in der Mittelspannung abgenommen. NImm die PKWs, die dann beim Arbeitgeber geladen werden. Tagesspeicher sorgen dafür, dass das in die Nacht (zwoter Lastbuckel) reingenommen wird. Dafür musst du aber kaum was ertüchtigen, da wurde ja schon vorher viel von den Großkraftwerken in die Fläche geleitet.

Danke, dass das doch noch offen ist, das mit dem, was das Netz jetzt kann und was nicht. Würde allerdings ganz Bayern mit Gas den Sonntagsbraten brutzeln anstatt mit Strom, dann wäre das zwar vielleicht gut fürs Stromnetz, aber dafür hätte evtl. das Gasnetz ein Problem.

Nein. Guck dir mal an, wieviel an Puffer im Netz ist. Kleiner Tipp: Russland pumpt auch im Sommer viel zu uns, damit wir es im Winter mollig warm haben.

Das gleiche gilt übrigends auch für die diversen "Ziele" im Wahlprogramm der Grünen. Viel mehr Zug? Auf welchen Schienen denn? Und von was subventionieren wir dann die Nachtzüge, die denen da so vorschweben? Wieso haben wir nochmal die letzten Nachtzüge eingestellt? Ach so, weil nicht mal die besonders Grünen damit gefahren sind.

Statt Stuggi 21 und so hätte man auch den Halbstundentakt wie die SBB anvisieren können, das machen die Eidgenossen deutlich besser und effizienter (wie fast alles). Nachtzüge haben die ÖBBler von der DB übernommen, weil die es nicht gebacken bekam. Bin dafür sehr dankbar - dank der ÖBB konnte ich günstiger als mit Easyjet die letzten drei Monate des Lebens meiner Mutter meinen Vater in der Pflege entlasten, bin bis zu zweimal die Wochen von Basel nach Kiel per Nachtsprung hoch. Übrigens auch toll als Abenteuer für Kinder. Gibt auch Leute, die das für den Urlaub machen. Man muss es aber immer realistisch sehen. War eher ein PR-Ding für den Scheuer Andi, mE. Auch so ein Grüner ;-).

Dass es die Staaten trotz 75 Jahren Frieden nicht geschafft haben, ihre Bahnsysteme auch nur halbwegs kompatibel zu machen, hift da auch nicht. Der Nachtruhe im Nachtzug von Warschau nach Sevilla tun die 3 Systemwechsel untwergs sicher nicht gut. Und dauert in einem Greeurotopia immer noch locker anderthalb Tage, selbst unter optimalen Bedingungen. Keine Ahnung, warum da jemand das Flugzeug würde benutzen wollen.

Das spanische Schnellspurnetz hat Normalspur. Bei den Russen lohnt das nicht, wenn die das mal bis 2026 hinbekommen. Die neuen Loks werden ja schon standardisiert von der Herstellerseite. Aber ja, Warschaun nach Sevilla mit dem Zug ist so exoktisch wie Köln nach Düsseldorf mit der C172 ;-).

Wärmepumpen gut und schön, aber auch für die braucht man den Platz.

Mecker mecker mecker. Wir haben 18 mio EFH. Mit deiner Einstellung wären die Wright Brothers Fahrradproduzenten geblieben. Vermutlich sehr gute.

Die Energie würde ja dann weiterhin aus Ländern kommen, welche Killerkommandos gegen Dissidenten losschicken. Nur halt aus anderen Ländern. Oder vielleicht sogar den selben. Weil da ja vielen vorschwebt, dafür die Wüsten anderer Leute zu verwenden. Dass das fürs lokale Klima nicht 100%ig gut ist, und man für Wasserstoffsynthese - nunja, Wasser braucht (soll knapp sein in einer Wüste) - geschenkt. Also nicht viel gewonnen.

Nein, das meiste kommt von uns selbst. Einfach mal die Studien von Fraunhofer und MPI angucken, falls dir "Scientists for Future" zu Agenda-getrieben sind. Guck dir mal die Ertragslage bei Globalwindatlas.info und globalsolaratlas.info an. Nicht alle Wüsten und Windgebiete sind in Kleptokratien. Außerdem kann man das Risiko viel besser streuen, vor allen Dingen, wenn es dort die Entwicklung rasant fördert.

Und es gibt auch keine "vierte Gewalt" - auch wenn sich diese immer gerne als solche geriert. Diese "vierte Gewalt" hat weder ein Mandat, noch eine demokratische Kontrolle.

Und was macht Jan Brill hier? Richtig, Bürokraten auf die Flossen hauen. Gut so.

Zwangssanierung des Immobilienbestandes heißt dann schlicht kalte Enteignung von all jenen, die sich das nicht leisten können.

Nein, Fortschritt. Effizienz. Und es muss natürlich kostenneutral sein. Wenn du die CO2-Steuer unten aufs steuerfreie Existenzminimum raufgibest, erhöhst du den Konsum, bekämpfst sogar noch Schwarzarbeit etc, erhöhst Effizienz der Verwaltung. Wer verbraucht mehr CO2, die Villa oder das 40 qm-Apartment, was umbaut ist von anderen 40 qm - Apartments und vielleicht sogar ein BHKW dezentral vor Ort hat, was sich bei der Villa noch nicht rechnet? Man muss halt nur rechtzeitig anfangen.

Wieso sollte da jemand eine VFR- oder auch IFR-Vignette bezahlen müssen? Nur damit jemand weiterhin billig auf einer im kalten Krieg gegossenen Landebahn fliegen kann? Das widerspricht dann aber ganz gewaltig dem Verursacherprinzip, das Sie beim CO2-Preis so toll finden.

Und warum sagte ich im gleichen Absatz, dass das über die Mineralösteuer sogar noch effizienter ist? Lesen hilft.

Und Sie glauben wirklich, dass im Zuge einer progressiven CO2-Besteuerung die entsprechenden anderen Steuern tatsächlich und sinngemäß abgeschafft werden würden? Wenn dem so wäre, dann wäre ich vielleicht sogar mit dabei. Vorausgesetzt, das wäre stringend, durchgehend und ohne jede Ausnahme - nur, ich vermute, dass das Ergebnis nicht so wäre, wie sich das viele wünschen oder vorstellen.

Bei der Ökosteuer 1998 wurde es gemacht. Heftiger Widerstand aus dem Schwarz-Gelben Lager. Viel Krakeelen. Dabei war das für jeden planenden Ingenieur eine Wohltat im Vergleich zu diesen Flottenverbrauchsgrenzen bar jeder physikalischen Vernunft. Brüsseler Dummfug aus Ländern, die primär Kleinwagen bauen wie Italien und Fronkreisch. Feebates wären viel sinnvoller gewesen.

Ich kann nur sagen, was ich machen würde: Stromsteuer abschaffen. MWSt auf Strom weg. umlegen auf die CO2-Steuer, Kfz-Steuer abschaffen nebst Dieselprivileg und durch CO2-Steuer ersetzen, dafür die ESt unten entlasten. Ganz kontinuierlich, bis wir 180 €/ Tonne haben. Kann sich jeder langfristig nach richten. Spart übrigens enorm Beamtenstellen beim Zoll und in der Vollstreckung, das mit der KFZ-Steuer und so.

Beim Flugleiter bin ich allerdings d'accord. Wenn es Amerikaner überleben, irgendwo im abgelegensten Corn Belt selbst nachts ganz alleine zu starten und zu landen, kann das bei uns auch nicht gefährlicher sein.

Danke. Dann noch PCL dazu und RNAV auf VFR-Graspisten und ich bin sowas von glücklich :-).

Also, was die Antriebstechnologien angeht, bleiben wir da doch bitte lösungs- und technologieoffen. Anstatt z.B. die Verbrenner aus reiner Ideologie zu verbieten.

Sehe ich ganz genauso. Muss über den Preis gehen. Hätten wir mit Erdgasantrieb aus Strohresten auch schon lange machen können.... Der Preis muss die Wahrheit sagen, verursachergerecht und effizient gebildet sein. Dann kommt eh zu 90% BEV bei raus. Sprit ist viel zu wertvoll, um ihn nicht in Flugzeugen einzusetzen ;-).


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