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112 Beiträge Seite 1 von 5

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8. Juli 2019 18:40 Uhr: Von Christof Edel an Alexis von Croy Bewertung: +1.00 [1]

Warum versenkt dann die holländische Polizei brennende e-Autos in Wassertanks?

Zur Kühlung derjeningen Teile, die noch nicht brennen, und zum Schutz der näheren Umgebung.

Die einzelne brennende Zelle ist praktisch unlöschbar, da unter anderem die Bestandteile der Zelle miteinander reagieren. Die ganze Batterie besteht aus tausenden Zellen, und durch Kühlung hofft man, das Übergreifen des Brandes auf die anderen Zellen zu mindest zu Verzögern. Auch verhindert es, dass der Rest des Wagens in Brand gerät.

Und bei intensivem Feuer können auch Gegenstände in der Nähe durch Strahlungshitze entzündet werden.

Klar könnte man das Ding einfach ausbrennen lassen (hin ist der Wagen eh'), aber nur dann wenn nix in der Nähe ist.

8. Juli 2019 18:57 Uhr: Von Alexis von Croy an Christof Edel
Beitrag vom Autor gelöscht
8. Juli 2019 18:59 Uhr: Von Christof Edel an Alexis von Croy Bewertung: +4.00 [4]

Eher weniger. Halon (und luftdichte Verpackung) entziehen der Verbrennung den Sauerstoff, bei einem Batteriebrand ist aber nur ein Teil der Wärmeentwicklung Verbrennung an der Luft.

Beim Verbrennen der Batterie finden zwei Reaktionen statt:

1. Lithium wird mit dem in der Batterie vorhandenen (gebundenen) Sauerstoff oxidiert (dieselbe Reaktion wie bei einer Tiefstendladung)

2. Der Kohlenstoff der Anode verbrennt mit Luftsauerstoff.

Die zweite Reaktion kann man mit Halon oder Abdeckung verhindern, die erste nicht. Und die alleine ist heiss genug.

8. Juli 2019 19:50 Uhr: Von Alexis von Croy an Christof Edel
Beitrag vom Autor gelöscht
8. Juli 2019 20:29 Uhr: Von Matthias F. an Alexis von Croy

Nur zur Info: Je öfter und weiter Du den Lithium Akku komplett entlädst, desto geringer wird seine Kapazität. Als goldene Regel sollte man immer nur bis zu 80% entladen und Temperaturen über 40 Grad vermeiden, um den Akku zu schonen und die Kapazität zu erhalten.

Im übrigen weiß ich nicht, ob der Ladestatus des Akkus relevant ist. Wenn der Thermal Runaway erstmal in Gang gekommen ist, läuft der Prozess chemisch ab.

https://www.youtube.com/results?search_query=faa+lithium+battery+video+

8. Juli 2019 20:42 Uhr: Von Christof Edel an Alexis von Croy Bewertung: +1.00 [1]

Egal ob das Ding kurz oder lang brennt, der Rauch alleine kann Dir den Tag verderben... am besten Notabstieg und dann Fallschirm so spät es geht.

Aber glücklicherweise gehen Batterien nicht einfach so in Flammen auf, sondern aufgrund einer Überhitzung, entweder durch zu schnelles Entladen / Kurzschluss hervorgerufen, oder durch mechanische Beschädigung.

Bei Kleinteilen bis iPad-grösse mache ich mir keine Gedanken - die allgemeine Lebenserfahrung sagt, dass die nicht wirlich feuergefährlich sind, und wenn doch, dann wird das recht schnell bekannt (siehe Galaxy Note 7).

Bei so einem E-Fahrrad kann ich mir durchaus vorstellen, dass durch Ungeschick im Flug das Ding eingeschaltet wird, und dann evtentuell mit blockiertem Rad überhitzt. Dahere würde ich Persönlich das nur mitnehmen, wenn ich die Batterie komplett isolieren könnte. Wenn die Batterie abgeklemmt ist und nicht beschädigt wird, ist dass erheblish sicherer als das Allgemeinrisiko des PPL-Einmot-Fliegens.

8. Juli 2019 20:49 Uhr: Von Alexis von Croy an Matthias F.
Beitrag vom Autor gelöscht
8. Juli 2019 20:54 Uhr: Von Christof Edel an Alexis von Croy Bewertung: +2.00 [2]

Hängt alles von der Chemie ab.

Ein Lithium-Ionen-Akku funktioniert so, dass die Lithium-Ionen durch das Elektrolyt von der Anode zur Kathode wandern, und deren Elektronen den Umweg durch die Stromeitung nehmen und dabei Arbeit verrichten.

Auf der Kathodenseite bilden sie ein Oxid in Verbindung mit einem anderen Metall, z.B. Nickel, Cobalt, Magan, oder auch Eisenphosphat, also z.B. Mn2-O2 + Li --> Li-Mn2-O2. Der Trick ist, dass diese Reaktion durch Anlegen des Ladestroms umkehrbar ist, also Li-Mn2-O2 --> Li + Mn2-O2, und die genaue Kombination von Metallen an der Kathodenseite ist das Geheimnis der spezifischen Kapazität...

Wenn man die Entladung übertreibt, dann geht es leider weiter, und es bildet sich Lithiumoxid (Li + Li-Mn2-O2 --> Li2-O + Mn2-O), und das ist nicht so einfach umkehrbar, und die Kapazität geht runter.

In der Praxis verhindert die Elektronik eine solche Entladung, allerdings bildet sich bei jedem Entladezyklus ein bischen vom unerwünschten Lithiumoxid, daher nimmt die Batteriekapazität mit der anzahl der Entladezyklen ab. Dass ist auch der Grund dafür, dass Batterien, die nicht oft weit entladen werde (also solche im typischen Nachts-An-Der-Steckdose-Tesla), recht lange halten.

8. Juli 2019 21:15 Uhr: Von Christof Edel an Alexis von Croy Bewertung: +1.00 [1]

Am Ende werde ich beim Klapprad enden :-) Oder mir wieder ein Firmenauto an den Flugplatz stellen ...

Ich empfehle das Klapprad. Hilft dann auch beim Medical...

8. Juli 2019 21:17 Uhr: Von Alexis von Croy an Christof Edel
Beitrag vom Autor gelöscht
8. Juli 2019 21:24 Uhr: Von Erik N. an Alexis von Croy

Kannst du dich nicht von einem euerer Angestellten abholen lassen, oder ne alte gebrauchte Mühle / Moped an den Flugplatz stellen ?

8. Juli 2019 21:36 Uhr: Von Alexis von Croy an Erik N.
Beitrag vom Autor gelöscht
8. Juli 2019 21:53 Uhr: Von Jürgen Scheiwe an Alexis von Croy Bewertung: +2.00 [2]

Wenn du mit dem eScooter mit entladener Batterie in CZ oder Kroatien am Flugplatz ankommst ist das auch nur bedingt hilfreich.

8. Juli 2019 21:53 Uhr: Von Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu an Christof Edel

Chirstof: Danke für die Erläuterungen! Warum geht angeblich permanent bei 100% Ladung halten auf die Lebensdauer? Warum heißt es, dass der mittlere Bereich am besten für die Lebensdauer wäre?

8. Juli 2019 22:02 Uhr: Von Matthias F. an Alexis von Croy Bewertung: +1.00 [1]

Schau mal das Video hier an:

https://www.youtube.com/watch?v=vS6KA_Si-m8

Im Prinzip kannst Du einen Akkubrand nicht löschen (egal ob mit Halon, CO2, Schaum oder Pulver), da bei der Reaktion Sauerstoff freigesetzt wird.

Durch eine Kühlung mit Wasser, Eis oder CO2 kannst Du nur einen weiteren Thermal Runaway von den umliegenden Zellen (hoffentlich) verhindern. Allerdings hast Du in einer kleinen GA Maschine kaum eine Möglichkeit kaum eine Möglichkeit zu kühlen und zudem keine so gute Belüftung.

Ich würde tatsächlich eine LiPo-Tasche für den Transport verwenden und versuchen keine leicht brennenden Materialien auf/unter/neben die Tasche zu legen. Die LiPo-Tasche wäre mir wichtig, da diese die Rauchentwicklung stark reduziert und somit hoffentlich die Zeit bis zur Notlandung verschafft.

8. Juli 2019 22:04 Uhr: Von Christof Edel an Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu Bewertung: +2.00 [2]

Warum geht angeblich permanent bei 100% Ladung halten auf die Lebensdauer?

Am oberen Ende gibt es auch eine "zerstörende" Reaktion, wo sich ebenfals irreversibel unerwünschte Oxide bilden, es ist nur einfacher zu vermeiden - der Ladevorgang wird praktisch immer elektronisch gesteuert. Niemand legt einfach Spannung an den Lithium-Ionen-Akku an.

Am unteren Ende dagegen kann die Selbstenladung bei Lagerung nicht verhindert werden.

8. Juli 2019 22:06 Uhr: Von Jürgen Scheiwe an Alexis von Croy Bewertung: +1.00 [1]

Hast du mal das Gocycle getestet? Davon bekommst du problemlos auch zwei in den Gepäckraum der Cirrus. Und damit kommst du, wenn‘s drauf ankommt, im Sport Modus auch mit leerem Akku noch weiter.

8. Juli 2019 22:19 Uhr: Von Alexis von Croy an Jürgen Scheiwe
Beitrag vom Autor gelöscht
9. Juli 2019 18:15 Uhr: Von Alexander Callidus an Alexis von Croy Bewertung: +2.00 [2]

Ich habe auch einen alten MB Wolf Bundeswehr-Jeep. Aber den will ich nicht dauerhaft am Flugplatz parken.
Ja, altes Moped wäre eine Lösung. Aber der Scooter wäre halt toll wenn ich mal nach Kroatien auf eine Insel fliege. etc.

Offensichtlich bist Du da unten gut integriert. Dann wird doch niemand was dagegen haben, wenn Du eine Schüssel dort am Platz stationierst.

Für die Ausflüge auf die Inseln, wenn das Schwitzen nicht so stört, schließe ich mich den anderen an: Faltrad. Vor zwei Wochen bin ich als nicht Sport treibender BMI 29.8 mit dem Brompton bei über 30 Grad von Gruyères nach Gstaad geradelt. 40km, 1000 Höhenmeter. Das dauerte zwar, machte aber Spaß und ging vom Rad her problemlos. Sehr entspannend, wenn Du jederzeit das Rad zusammenklappen und in ein anderes Verkehrsmittel umsteigen kannst/könntest.

9. Juli 2019 19:19 Uhr: Von F. M. an Alexander Callidus

...vielen Dank an alle für die zahlreichen Antworten auf die Fragen, die ich vergessen habe zu stellen. Ihr kommt bloß ne Woche zu spät, werde also meinen voller Stolz erworbenen legalen Scooter dann wohl nicht mehr illegal in den Flieger packen und mir jetzt ein Klapprad kaufen, wäre auf jeden Fall günstiger gegangen —-Augen auf oder Portemonnaie auf, war schon immer so (;-)

9. Juli 2019 19:42 Uhr: Von Alexis von Croy an F. M.

Es ist NICHT illegal den Scooter im Privatflugzeug mitzunehmen! Und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit würde auch nie etwas passieren. Ich mache mir oft Sorgen um Dinge, die in der Realität nie eintreten ...

9. Juli 2019 19:54 Uhr: Von F. M. an Alexis von Croy

Danke für die Erläuterung, ich hab zwar keine Ahnung, aber aus der Flugschule irgendwie die Info in Hinterkopf, dass man gerade mal ein paar Quarts Öl mitnehmen darf...

9. Juli 2019 20:16 Uhr: Von Alexis von Croy an F. M.
Beitrag vom Autor gelöscht
9. Juli 2019 20:39 Uhr: Von Wolfgang Lamminger an Alexis von Croy

Antwort liefert die ICAO (da man im AOC-Flugbetrieb alle zwei Jahre sich mit "Dangerous Goods" auseinandersetzen darf...)

BTW: beliebte Frage - wieviele iPads darf man im Flugzeug mitnehmen?

9. Juli 2019 20:41 Uhr: Von Alexis von Croy an Wolfgang Lamminger
Beitrag vom Autor gelöscht

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