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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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29. Juli 2008: Von  an Gregor FISCHER
>Teure Korrosion: Die Ansaugkammer der Turbine aus Magnesium ist sehr korrosionsempfindlich, andere Modelle haben dann Alu-Gehäuse, was weit sicherer ist<

Weder das eine noch das andere stimmt.

Daran erkennt man den Fachmann - nämlich den zero Fachmann.
Magnesium ist ein Mineralstoff und kein Metall.
Magnesium wird also im Tage-oder Untertagebau abgebaut.
Das da jemand jemals Magnesium als Metall gefunden hat - ist mir neu.

Rein-Alluminium im Flugzeugbau gibt es nicht.
Alluminium, wie jedes kleine Kind heute weiß, ist weich.
Alluminium alleine taugt noch nicht einmal um Kochtöpfe herzustellen - es sei denn, es wird hochgradig eloxiert - d.h. mit einer galvanischen Schutzschicht versehen - weil
sonst der in unserer Luft enthaltene Sauerstoff das Alluminium zu Pulver zerfrisst.

Alluminium kann man allerdings hart machen - durch einen
Zusatz von 5% Magnesium Pulver während der Schmelze/Herstellung. Durch Zugabe von 1,5% Kupfer-Pulver
und 1% Silizium-Pulver und 0,5% Mangan-Pulver erhält man schließlich Flugzeug - Alluminium-Blech, hochgradig fest
und wetterbeständig. Automobil-Motorblöcke aus Alluminium enthalten diese Zusatzstoffe/Zuschlagstoffe, genannt ALCUMSI (Alluminium,Kupfer,Magnesium, Silizium)

Gibt man dieser Legierung nun noch ca. 0,8% Plumbum/Blei
hinzu, dann erhalten wir ein knallhartes Alluminium, daß für
die Beschläge in unseren Flugzeugen verwandt wird - fast so hart wie Stahl, aber leichter als Stahl. An solchen Beschlägen sind also unsere Flügel aufgehängt, auch beim
Jumbo - weil sie locker, je nach Dimensionierung, das 6-fache des Bruchlastvielfachen aufnehmen.

Für die absoluten Schrauber an Flugzeugen:
Selbst dieses Flugzeugalluminium ist noch hochgradig eloxiert - also mit einer Schutzschicht versehen.
Ist man nun mit der Restaurierung eines Oldtimer beschäftigt,
darf man alte Lackreste an diesen Alluminiumteilen und Blechen nur mit einer halben Wallnußschale entfernen.
Diese verletzt dann nicht das Eloxat. Jeder Eingriff
auf die Oberfläche mit z. B. eines Schraubenziehers o.ä.
verletzt die Eloxatschicht und ermöglicht dem Sauerstoff in unserer Luft die Zerstörung unseres Flugzeuges.

Wenn wir also US-Oldtimer im blitzenden Alu-Kleid sehen,
dann heißt das, daß diese Jungs in unsäglicher Kleinarbeit mit viel Nitro-Verdünnung den Lack entfernt haben und dann mit der halben Wallnußschale um eine jede Niete herum den Restlack entfernt haben.
Für die Wallnußschale gibt es bis heute keinen Ersatz.

Ihre Eingabe erklärt mir nun - warum Sie kein Vertrauen
in die Dieseltechnik haben - weil Sie nichts davon verstehen.

Sie haben ja eine Flasche verwettet - und eine Wettschuld ist eine Bringeschuld. Stilgerecht werden Sie also hier mit einem Diesel aufschlagen.
29. Juli 2008: Von Christian Kamp an 
Magnesium ist kein Metall? Hilfe!!! - Eloxieren ist ein galvanisches Verfahren? Vielleicht bei "Alluminium", bei Aluminium jedenfalls nicht. Und wer AlCuMgSi statt "ALCUMSI" schreibt, wird einfach besser verstanden.
Gruß
Christian Kamp
29. Juli 2008: Von Max Sutter an 
Daran erkennt man den Fachmann - nämlich den zero Fachmann.
Magnesium ist ein Mineralstoff und kein Metall.
Magnesium wird also im Tage-oder Untertagebau abgebaut.
Das da jemand jemals Magnesium als Metall gefunden hat - ist mir neu.


Was Ihnen neu ist, ist andern vielleicht alt bekannt. Herr Duske, an den eigenen Maßstäben gemessen sind Sie für dieses Mal ein zero Fachmann.

Magnesium ist tatsächlich ein Metall, nämlich ein Erdalkalimetall, mit der Atomzahl 12. Es liegt bei den Erdalkalimetallen zwischen Beryllium (Atomzahl 4) und Calcium (Atomzahl 20). Diese Metalle werden aber stets legiert oder als Legierungsbestandteil verwendet, wenn sie in einer technischen Anwendung vorkommen sollen.

das 6-fache des Bruchlastvielfachen

Doppelt gemoppelt

Stilgerecht werden Sie also hier mit einem Diesel aufschlagen

Ist sowieso nur noch eine Frage der Zeit, bis eine Flasche Diesel teurer zu stehen kommt als eine Flasche Champagner.
29. Juli 2008: Von  an Max Sutter
>Magnesium ist tatsächlich ein Metall, nämlich ein Erdalkalimetall, mit der Atomzahl 12. Es liegt bei den Erdalkalimetallen zwischen Beryllium (Atomzahl 4) und Calcium (Atomzahl 20). Diese Metalle werden aber stets legiert oder als Legierungsbestandteil verwendet, wenn sie in einer technischen Anwendung vorkommen sollen<

In der Fachliteratur wird Magnesium als Mineralstoff bezeichnet - it`s a fact. Richtiger wäre gewesen: Dieser Mineralstoff kann nur als Legierungsbestandteil verwendet werden- als Zuschlagstoff bei der Herstellung von Flugzeug-Aluminium - also ein Turbinenlufteinlass aus Magnesium allein kann es nicht geben - lt. Gregor.

Aber wen interessiert es schon, wenn Sie es von google abschreiben. Selber schrauben, das isses.
29. Juli 2008: Von Max Sutter an 
wenn Sie es von google abschreiben

Herr Duske, es gab schon ein Wissen vor dem Internet und vor Google. Ich gebe mir Mühe, Dinge in angemessener Art richtig zu stellen. Statt sich für die Klarstellung zu bedanken, verteidigen Sie die ungenaue Ausdrucksweise als die einzig Richtige und versuchen, mich anzumachen. Muss das wirklich sein? Mal ganz abgesehen davon, dass ich mich Studien- und Praxishalber (ich war GF eines LTB) mit der Materie auskenne und auch schon selbst an Flugzeugen geschraubt habe. Von denen sind jedenfalls alle wieder herunter gekommen.

Dieser Mineralstoff kann nur als Legierungsbestandteil verwendet werden- als Zuschlagstoff bei der Herstellung von Flugzeug-Aluminium - also ein Turbinenlufteinlass aus Magnesium allein kann es nicht geben

Mit Verlaub, das stimmt einfach absolut nicht und kann so nicht stehen bleiben. Es gibt sehr wohl Magnesiumlegierungen, bei denen Magnesium der überwiegende Hauptbestandteil ist, und wenn es Magnesium-Felgen gibt, warum soll man keine Lufteinlässe aus dem sehr leichten Metall bauen können? Magnesium schützt sich - wie auch Reinaluminium - mit einer Oxidschicht gegen Korrosion.
29. Juli 2008: Von  an Max Sutter
Mir ging es darum, dem weniger technisch beschlagenen
Leser - und das dürfte die Mehrzahl sein - in einfachster Darstellung etwas rüber zu bringen. Es macht doch keinen
Sinn, sich dann an Kleinigkeiten aufzuhängen und den Verfasser - der sich ja nun wirklich Mühe gegeben hat - als zero zu bezeichnen. Ich meine ich bin doch kein Gregor Fischer mit dem Sie so umgehen können.
29. Juli 2008: Von  an Max Sutter
Dann nennen Sie mir doch einmal den Magnesiumanteil
in einer Magnesiumfelge. Ich weiß definitiv, daß ein VW-Käfer- und Porsche 911 Motorblock über einen Magnesiumanteil in Höhe von lediglich 5% verfügt.
29. Juli 2008: Von Max Sutter an 
Herr Duske, Sie haben damit angefangen, Leute hier im Forum als zero zu bezeichnen, und da wird es doch gestattet sein, ihr eigenes Kompliment an Sie weiter zu reichen, wenn es berechtigt ist.

Den Nichtfachleuten hier sollte man nicht mit ungenauer Ausdrucksweise das Leben noch schwerer machen. Ein BMW-Fahrer, der sich einen Satz teuerster Magnesiumfelgen zulegt, der fährt Leichtmetallfelgen und keine Mineralstofffelgen. Letzteres hört sich komisch an, und mit den drei f (korrekt nach neuer Rechtschreibung) schaut es auch komisch aus. Das Wort Mineralstoff wird mehrheitlich in der Ernährungslehre gebraucht, meist im Zusammenhang mit Metalloxiden, nicht mit Metallen. Im Maschinenbau und den verwandten Branchen ist Magnesium ein Metall und weniger ein Mineralstoff - sollten Sie als fact akzeptieren.
29. Juli 2008: Von  an Max Sutter
Auszug aus meinem Tabellenbuch:

Magnesium: Ausgangsstoffe Magnesit, Dolomit, Karnalit, auch Meerwasser. Auf chemischem Weg wird zuerst Magnesiumchlorid, dann durch Elektrolyse Magnesium gewonnen.

Geringe Festigkeit, deshalb wird Mg nur legiert verwendet. Magnesium brennt.

Also, ein Flugzeugbauteil als Magnesium zu bezeichnen ist falsch. Genauso falsch ist es ein Flugzeugbauteil als Aluminium zu bezeichnen - weil Rein-Aluminium weich ist
und nur durch die bereits genannten Zuschlagstoffe an Härte und Zugfestigkeit gewinnt.

Sicherlich gibt es Magnesium-Knet-Gußlegierungen, die einen
höheren Mg-Anteil aufweisen.

Aber wollen wir den Leser damit konfrontieren !

Es reicht, daß das was Gregor Fischer aufgeführt hat, nicht
richtig ist.
29. Juli 2008: Von Max Sutter an 
Dann nennen Sie mir doch einmal den Magnesiumanteil
in einer Magnesiumfelge


Eine der für Felgen verwendeten Legierungen ist AZ91, die besteht aus 90 % Magnesium, 9 % Aluminium und 1 % Zink. Früher wurde diese Legierung auch für Motoren gebraucht, das hat sich inzwischen geändert.

Im Übrigen ist die beste Zusammenfassung, die ich mir auf die Schnelle ergoogeln konnte, bei der ETH Zürich zu finden (wer sagt's denn, der Laden ist in allen Rankings stets weit vor der besten deutschen TH). Der Artikel (Achtung, .pdf, dauert etwas)

https://www.empa.ch/plugin/template/empa/*/22831/---/l=1
30. Juli 2008: Von  an Max Sutter
Ja, doch, sehr gut recherchiert !
Mein Tabellenbuch gibt Bauteile aus Leichtmetall (Aluminium)
mit mehr oder weniger hohem Mg Anteil an - von 5 - 90%.

Na denn 0:1

Aber am Diesel verliert er trotzdem die Pulle
30. Juli 2008: Von Gregor FISCHER an 
Lieber Duske,

Der Plumbumanteil im Alu ist mir egal, wichtiger wäre der Gripsanteil in den Aussagen hier. Erzählen sie uns doch von ihren praktischen Erfahrungen mit Turbinen und wie man Schäden verhindern kann, oder sonst was nützliches. Danke.
4. August 2008: Von Gregor FISCHER an 
ja, okay - aber zum Thema:

Was ist faul an der Merdian?

Faul ist nicht. Ziemlichen Aerger gibts mit eingen Service Bulletins. Ansonsten: Lahme Ente, wie immer , wenn man aus einer Kolbenmaschine ein Turboprop machen will.

Immerhin: Netter Privatflugzeug, aber zweite Wahl.
11. August 2008: Von Oliver Giles an Max Sutter
>AZ91<
Hieß das Zeug auf WK2-Deutsch nicht "Elektron"?
Getriebegehäuse an den BMW-Sternmotoren waren doch daraus,wenn ich nicht irre....

mfG OLVIS

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