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Das neue Heft erscheint am 22. Dezember
Die Allgemeine Luftfahrt und das schlechte Gewissen
International fliegen in COVID-Zeiten
Ausflug an die Alpensüdseite - Locarno (LSZL)
Mit dem Elektroflugmoped zum Bäcker?
Unfallstatistiken und Risiken in der Luftfahrt
Unfall: Alle Sicherheitssysteme gerissen
Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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25. Juli 2005: Von Klaus-P. Sternemann an Jan Brill
Möglichst viele Protest-Briefe sind schön und gut, werden aber
erfahrungsgemäß von den Empfängern gleich gelöscht - vor allem E-Mails.
Es gibt keine Information darüber, wieviele wirklich
versandt, gelesen und verstanden wurden.

Um wenigstens etwas Medienpräsenz zu erreichen,
sollten Proteste aller Art jeweils zusätzlich
gesammelt und öffentlich bei eingeladenen Medienvertetern
dem/den Empfänger(n) zugestellt werden.
Darüber hinaus könnte man einen Preis für den hyperaktivsten
Politker ausschreiben und öffentlich verleihen.

Wie war das doch? Ein kleines Mädchen erkannte, dass der
Kaiser keine Kleider hatte und traute sich, es laut öffentlich
zu sagen. Dann merken alle...

Hätte es eine E-Mail geschrieben, wäre nichts geschehen.


###-MYBR-###
25. Juli 2005: Von Thomas Schmidt an Klaus-P. Sternemann
Weitere Meldung vom Tagesspiegel-Online von heute:

(25.07.2005 )
KOMMENTAR:

Schutz des Luftraumes

Himmel über Berlin

Der Absturz eines Selbstmordpiloten vor dem Reichstagsgebäude hat gezeigt: Das Parlaments- und Regierungsviertel in Berlin ist verwundbar. Der Luftraum ist ungeschützt, wenn jemand beabsichtigt, ein kleines Flugzeug im Sturzflug auf das Kanzleramt oder den Bundestag niedergehen zu lassen. Die Bundesregierung und der Senat haben nach dem spaktakulären Vorfall reagiert: Privatflieger dürfen künftig nicht mehr über der Berliner City kreisen. Das Verbot ist richtig – warum kommt es erst jetzt? Zumindest die gefühlte Sicherheit wird dadurch erhöht. Vielleicht erschwert es Terroristen sogar das Geschäft. Mehr wohl nicht. Ist ein Kleinflugzeug erst einmal in der Luft, und für den Start reicht ein Feldweg in Brandenburg, kann es zur schwer bekämpfbaren Waffe werden. Deutsche Sportpiloten haben schon im Mai dieses Jahres, als eine Cessna versehentlich auf das Kapitol in Washington zusteuerte, über die Möglichkeiten diskutiert, mit einer solchen Maschine Sprengstoff zu transportieren. 350 Kilogramm passen rein, wenn der Pilot schlank ist. Man muss der Wahrheit ins Auge sehen: Einen Terroranschlag auf das Berliner Regierungsviertel kann niemand hundertprozentig ausschließen. Die Anschläge in London haben gezeigt, dass dem Rucksack-Terrorismus nur schwer Paroli zu bieten ist. Jedenfalls in einem Rechtsstaat, der den Bürgern nicht alles verbieten kann. Damit müssen wir leben.
- za -
============================================================


Was bezweckt der Auotr mit folgender Aussage?
Zitat
"Deutsche Sportpiloten haben schon im Mai dieses Jahres, als eine Cessna versehentlich auf das Kapitol in Washington zusteuerte, über die Möglichkeiten diskutiert, mit einer solchen Maschine Sprengstoff zu transportieren. 350 Kilogramm passen rein, wenn der Pilot schlank ist."
Zitat Ende

WEil er damit unterstellen, die (alle?) deutschen Privatpiloten arbeiten gemeinsam an Möglichkeiten, mit Kleinflugzeugen Anschläge zu planen???????

Was müssen wir uns denn noch alles gefallen (unterstellen) lassen?

Grüße,
TS
25. Juli 2005: Von Holger Klemt an Thomas Schmidt
350 Kilogramm also?

seltsam, ich erinnere mich das die Maschine dort eine Cessna 150 war (siehe auch hier:https://www.stern.de/politik/ausland/540267.html?nv=ct_mt)

Wenn man die also mit 350 Kilogramm Sprengstoff belädt, und meinetwegen auch einen sehr schlanken Piloten, 50kg vielleicht, und zumindest 10kg Sprit, dann wird das sicher ein lustiger Start. Der wird höchstens den Flugplatz in die Luft sprengen oder muss unauffällig auf einer sehr breiten Strasse zu seinem Anchlagsziel rollen. Da fällt ein VW Polo sicher weniger auf.

Wahrscheinlich meinte man ja auch gar keine C150, sondern eine C182 (da kommt man auch noch fliegend zum Ziel), oder vielleicht eine Cessna Caravan(da passen schon fast 2 Tonnen Sprengstoff rein).

Der gewissenhafte Journalist legt aber nur dann Wert auf eine sachlich fundierte Recherche, wenn er nicht eh schon eine vorgefasste Meinung hat. Ist das dann überhaupt Journalismus?

Überall wird behauptet, das der Pilot seine Maschine erst vor kurzem gekauft hat, teilweise sogar vor 2 Wochen erst. In google findet man aber komischerweise mit genau diesem Namen und der Kennung eine 2 Jahre altes Verkaufsangebot und relativ alte Bilder auf kiebitzflieger.de
Schreibt da wieder jeder von jedem ab? wahrscheinlich ....

Aus meiner Sicht lässt sich das nicht als Journalismus bezeichnen, sondern lässt sich nur mit einem Zitat von Dieter Nuhr beschreiben: Wenn man mal keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!


Holger


p.s.: Wenn die übliche Journalistenschar die Themen schon nicht sachlich fundiert hinterfragen und so einen Bockmist schreiben, was will man dann von denen erwarten bei der Beobachtung unserer Politiker.
25. Juli 2005: Von Markus Engelmoser an Holger Klemt
Es wird noch besser:

>>"Geprüft werden muss der Einsatz von Luftabwehrraketen und Kampfhubschraubern. Wir müssen die Fähigkeit haben, mit jedem Flugobjekt fertig zu werden", sagte Bayerns Innenminister Günther Beckstein<<.

Bald kommt der finale Abschuss der Freizeitpiloten aus purer Lust, sich politisch zu profilieren. Sie spinnen, die Römer... Die Dummheit (oder Bosheit?) dieser Politiker ist kaum mehr zu verstehen.

Seit Jahren fliege ich seit Jahren nur noch IFR, in weiser Voraussicht der kommenden Umstände! Das Reise-Fliegen ueber die Platzrunde hinaus nach VFR ist bald nicht mehr zu verantworten. Die Räume Paris, Zürich, London, Hamburg etc. sind auf einem normalen Level nicht mehr zu überfliegen.

Fly for fun - forget it!
26. Juli 2005: Von Norbert V.H. Lange an Thomas Schmidt
Spiegel-Bericht

Hallo ACTler,

jetzt verlieren Sie nicht auch noch den Durchblick.

So war das sicher nicht gemeint. Es ging bei der seinerzeitigen Diskussion um die Frage, ob es überhaupt grundsätzlich möglich sei, in einem UL oder E-Klasse-Flieger soviel Sprengstoff mitzunehmen, daß dadurch ein relevanter Schaden angerichtet werden könne.

Ich war erst auch er Meinung, dies sei nicht der Fall, mußte mich dann belehren lassen, daß schon einige Liter Benzin auf dem Rücksitz, im Sturzflug auf ein vollbesetztes Fußballstadion, in Selbstmort-Täter-Absicht, Tausende Tote bedeuten könne.

Ich muß Ihnen ja nicht die physikalischen Grundlagen von Masse, Geschwindigkeit, Energie usw. erläutern.

Eine Graugans im Fluge gegen einen startenden Jet bedeuten, wenn ich das noch richtig in Erninnerung habe, je nach VX so etwa 10- 20 Tonnen Aufschlagenergie. Selbst ein UL wiegt mehr als eine Graugans.

Wir sollten das Gefahrenpotential daher nicht verniedlichen.

Natürlich ist klar, daß kein Gesetz und kein Verbot der Welt einen vorsätzliches Selbstmord-Kommando, aus welcher Motivation auch immer, verhindern kann.

Wenn die Executive also völlig hysterisch und hilflos reagiert, dann gibt es doch nur eine einzige fachkompotente Gruppe in Deutschland die in der Lage ist realistische Vorschläge zu machen, wie man das real existierende Risiko minimieren kann, ohne die Bürgerrechte und die fliegerische Freihet noch weiter einzuschränken.

Diese Gruppe sind die Pilotinnen und Piloten der AL.
Wer sonst.

Wenn die Piloten ihren Schreck nun in vielen sachlichen, unsachlichen und polemischen Äusserungen verarbeitet haben, sollten sie sich mal wieder auf ihre Fachkompetenz besinnen und darüber nachdenken.

Ich selbst beschäftige mich zwar schon längere Zeit hteoretisch mit der Luftfahrt, habe aber noch zu wenige praktische Erfahrungen um das kompetent mitreden zu können.

Spontan fällt mir nur ein, daß man einen Fall, wie jetzt in Berlin, eigentlich überhaupt nicht verhindern kann.

Aber vielleicht gibt es ja Experten, denen dazu was einfällt, meint
der Henry
26. Juli 2005: Von Mark Pfeiffer an Norbert V.H. Lange
Lieber Henry!

Es geht hier nicht um eine Verharmlosung sondern nur um eine reele Einschätzung. Man kann auch mit wenig Masse viel Schaden anrichten: Eine Tomahawk Cruise Missile hat eine Masse von etwas weniger als 1400 kg und einen knapp 500 kg Sprengkopf, der eine Menge Schaden anrichten kann... das ist dann auch etwa die Masse von einem Mittelklassewagen und auch die ungefähre Sprengkraft, wenn man in Kauf nimmt das Auto zu überladen (ich denke das ist dann das geringste Problem).
Zum Glück sind Tomahawks nicht in den Händen von den Bösen Buben (Definition davon ist streitbar gebe ich zu!) Autos sehr wohl, Schiffe definitiv auch und Kleinflugzeuge vielleicht... Nun überlegen Sie mal welches der Mittel geeignet ist maximalen Schaden bei minimalen Einsatz zu bringen...
Das Auto braucht nur eine Person, die es steuern kann ... relativ billige Resource und die Fähigkeit relativ viel Sprengstoff zu liefern (bei LKW noch drastisch mehr). Weiterer Vorteil ist das die Sprengwirkung auf Grund der Höhe und der Teile am Fahrzeug (viel Metal drumrum ist gut) relativ effektiv ist.
Zweitinteressantestes Mittel sind Schiffe, die zwar komplex zu steuern sind aber dafür richtig viel Sprengstoff liefern können, allerdings gebunden an Wasserstassen.
Ein Flugzeug hat hohe Komplexität, braucht eine teure Resource zum lenken und SEHR wenig Sprengstoff zu transportieren der dazu auch noch in relativ hoher Höhe detoniert werden muß und daher viel von seiner Wirkung einbüßen wird!
Also..... was ist die wirkliche Gefahr?

Beste Grüße von der Donau!
27. Juli 2005: Von Norbert V.H. Lange an Mark Pfeiffer
Folgende Befürchtung wurde von einem "Nichtflieger" geäussert, der sich im Internet schlau gemacht hat:

Skylane Specification & Description
www.skylane.cessna.com/spec_general

cessna 182

Total fuel capacity 92 gal 348 liters

zzgl. Payload ca. 300 kg Kfz-Benzin


in ein Fußballstaion oder sonst ein Großereignis im Sturzflug in selbstmörderischer Absicht,

das ist die Antwort auf Ihre Frage.

Die Ausmaße der möglichen Folgen zeigte seinerzeit Ramstein.

Dieses und anderes sind die Ängste der nichtfliegenden Bevölkerung!!!

Die hat keine Ahnung von Details. Kann sie auch nicht haben.
Kann man ihr auch nicht zum Vorwurf machen.

Wenn Flieger diese Ängste trotzdem nicht Ernst nehmen und die "Ahnungslosen" auch noch beschimpfen, beleidigen und reale Gefahrenpotentiale verharmlosen, dürfen sich Sportflieger nicht wundern, wenn bei der ächsten Veranstaltung die nächst beste Bürgerinitaive sagt "No go" und von der zuständigen Behörde auch noch Recht bekommt.

Denn hat man eine Behörde aufs gröbste beleidigt und beschimpft,sind die andern Behörden solidarisch und blocken ab.

Das gleiche gilt für Startbahnverlängerungen, Nachwuchsarbeit und und und.

Ein Politiker ist auch nur ein Mesch, er hat auch Verantwortung zu tragen.

Ich habe es schon einmal gesagt. Wir sollten die Hilflosigkeit der Politik sehen und es sollten die Fachleute, die Ahnung von den Details haben, konkrete Vorschläge machen, wie man, beispielsweise, unbefugtes Starten, also den Klau einer Sportmaschine verhindern kann.

Also wenn ds mit den Krallen nicht geht, was geht dann?

Sie sind auch ein Fachmann in Sachen Luftsport. Sie könnten konkrete Vorschläge machen, nicht nur um hilflosen Politikern zu helfen, sondern vor allem um die Nichtfliegende Bevölkerung zu beruhigen.

Folgende Schlagzeile würde sich doch in Ihrer Lokalzeitung gut machen:
Flugsportverein "Sicherheitshausen" trifft Maßnahmen gegen Flugzeugklau.
Der Vorsitzende sagt: ""Unsere Flugzeuge klaut keiner. Wir haben geeignete Maßnahmen getroffen. Details wollen wir nicht bekannt geben. Die Bevölkerung kannaber sicher sein, daß mit unserem Flugzeugen kein Attentat verübt werden kann.

Also: Ihr Vorschlag`?

Gruß###-MYBR-###henry
28. Juli 2005: Von Mark Pfeiffer an Norbert V.H. Lange
Lieber Henry!

Da ist wieder das Problem mit den Ideen von "Nichtfliegern"... Die Maschinen der Frecce tragen bis zu 2 Tonnen Fuel in sich, haben eine gesamt Masse von über 6 Tonnen und können wenn die wollen mit über 500kts über den Himmel gallopieren... Ich erinnere mich nicht mehr ganz genau aber in Ramstein waren meiner Erinnerung nach 3 Flieger beteiligt von denen einer in die Zuschauermenge gestürzt ist allerdings mit bereits brennenden Tanks und nicht mehr gegebener struktureller Integrität. Bei all diesen Daten hält die Cessna nicht mit.

Es gibt eben immer wieder Journalisten die sich nicht die Mühe machen richtig zu recherchieren... Schade und traurig!

Bezüglich des Vorschlages selber etwas zu tun gegen ein Problem das nicht existiert? Je mehr Gewicht man dem gibt desto schlimmer...

Grüße von der Donau,

M

PS: Der Sternflug ist eine gute Idee! Und am besten über den Reichstag so lange man noch darf und danach eine Pettition im Reichstag abgeben sich vernünftig in diesem Thema auseinander zu setzen mit vernünftigen Vorschlägen was man der AL Gutes tun kann...

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