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Avionik | GTN. 750 „Sofort“-Holding  
21. Juni 2021 19:06 Uhr: Von Michael Huber 

Hallo zusammen,

mit meinem GTN 750 und dem Autopilot kann ich an einem Wegpunkt ein Holding in allen möglichen Varianten (inbound, outbound, Kurs, links und rechts) fliegen.

Gibt es auch irgendwie die Möglichkeit ein Holding an der aktuellen Position einzuleiten? Klar kann man schnell einen Wegpunkt setzen, aber geht es ggf. schneller?

Wenn jemand dann noch einen Tipp hat wie man einen Vollkreis mit dem Autopilot macht und vom aktuellen Kurs 90 Grad nach links oder rechts fliegt. Geht es nur über Heading-Knopf und Kopfrechnen :-) ?

UND BEVOR FRAGEN KOMMEN:

Ja von Hand kann man das natürlich alles auch machen :-)

Viele Grüße...

21. Juni 2021 20:50 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Michael Huber Bewertung: +2.00 [2]
Ganz wertfrei gefragt: wie oft musstest Du das schon fliegen, Holding at present position, 90 degrees left/right,..? Ist das nicht etwas zuviel an zusätzlichen Funktionen verlangt die ja irgendwo auch bedient werden müssen?
21. Juni 2021 22:52 Uhr: Von Michael Huber an Flieger Max L.oitfelder

Hallo Max,

das ist die Frage, ich könnte es mir in (für mich noch) stressigen Situationen gut vorstellen:

In einer Kontrollzone:

- Vollkreis links / rechts zum Warten drehen mit eventuellem gleichzeitigen Suchen nach gemeldeten Verkehr

- eindrehen in Platzrunde, Höhe halten und ebenfalls noch Suche nach Verkehr

- am großen Verkehrsflughafen den Gegenanflug entspannt fliegen um ggf. noch kurz auf der Rollkarte zu schauen wo man besten die Piste verlassen sollte

Als Alleinflieger für mich (noch) stressige Situationen, zu zweit kann man das natürlich aufteilen oder delegieren.

Ich weiß dass alles von Hand geht aber ich genieße es teilweise ungemein wenn ich einfach mal nach dem Abflug am Autopilot VS und HDG drücken kann und mich gleichzeitig bei Zürich Information anmelde, QNH eindrehe und den Squak setze, nebenher noch raussehe und hinten die Kinder am diskutieren sind.

Mir persönlich reduziert das den Workload deutlich.

Deshalb interessieren mich weitere Möglichkeiten die der AP hergibt.

21. Juni 2021 23:44 Uhr: Von Dominic L_________ an Michael Huber Bewertung: +1.00 [1]

Also ich dachte, ich sei AP-verliebt, aber die Platzrunde per AP zu fliegen, erscheint mir doch etwas merkwürdig. Von wo bis wo soll das schon Nutzen bringen? In der einen Hälfte scheint es mir ohnehin wegen zu geringer Höhe unzulässig oder unmöglich zu sein.

Und was Vollkreise betrifft: Man kann mit moderner Avionik schon ziemlich weit im Voraus das Herading drehen (weiter als 180°). Wenn man 4 Vollkreise fliegen müsste, wäre da vermutlich ein gewisser Vorteil drin, aber in aller Regel ist doch ohnehin nach einem Schluss.

22. Juni 2021 06:28 Uhr: Von Michael Huber an Dominic L_________

danke auch dir Dominic,

wie oben geschrieben geht es natürlich nicht um die übliche Platzrunde, sondern nur einen Teil davon und nur in Ausnahmeszenarien mit besonders hohem Workload :-)

22. Juni 2021 09:00 Uhr: Von Wolfgang Lamminger an Michael Huber

Zum Verständnis solte man vielleicht in Betracht ziehen, dass ein Holding-Verfahren unter IFR etwas anders gestaltet ist, als ein VFR-Holding.

Ein IFR-Holding wird an einem bestimmten Holding-Fix - meist nach fest definierten Kursen (inbound course), Zeiten oder Distanzen (outbound time oder distance) und Kurven (Left or Right, Standard = right) geflogen. I. d. R. kommt das nie "spontan", sondern immer mit einer gewissen Vorankündigung durch ATC. (In realer Umgebung bin ich das letzte Mal ein Holding vor über 10 Jahren geflogen.)

Ein VFR-Holding sieht anders aus: vermutlich ausschließlich in oder an der Kontrollzone eines Verkehrsflughafens, augrund der Verkehrslage angewiesen durch ATC ("Tower"). Der erwartet dann meist unmittelbare Ausführung, und da geht es nicht um Kurse oder Outbound Zeiten, sondern einfach über einer, mehr oder weniger definierten, Position (beispielsweise Pflichtmeldepunkt) zu warten, und das werden im Normalfall Vollkreise sein. (So etwas hatte ich zuletzt in der vergangenen Woche: "hold over Echo - I call you").

Soll dazu dienen, entweder im Moment nicht in die Kontrollzone einzufliegen oder den Endanflug einer Piste frei zu halten für anderen anfliegenden Verkehr.

Wenn man dabei zunächst anfangen würde, das Garmin zu programmieren, wäre man vermutlich bis zur Ausführung weit über die angewiesene Position hinaus geflogen. Ggf. ist in solch einem Fall sogar ein Standard-Rate-Turn zu weit.

Nichtsdestotrotz kann man so etwas ggf. auch mit Autopilot und HDG-Bug fliegen, wenn man möchte, und es passt...

22. Juni 2021 09:05 Uhr: Von Dominic L_________ an Michael Huber

Und was soll hoher Workload in der Platzrunde sein? Was willst Du denn da so alles machen? Geistig gibt es in der Platzrunde ja eigentlich nichts zu leisten. Wenn, sind die Finger mit Gas, Prop, Mixture, Fahrwerk, Klappen, Lichter und diesem ganzen Klimbim beschäftigt, was einen schon davon abhält, nach draußen zu schauen. Ob man da noch das Spielen am Heading, IAS usw hinzufügen sollte?

Wenn man so eine Automatik einbaut für 90°-Turns, sollte dabei auch gleich der Wind mitberechnet werden, sonst wird das nämlich auch nichts.Oder man macht das auch noch manuell. Die Platzrunde ist nun einmal ein visuelles Verfahren und aus gutem Grund sind dafür keine Tracks veröffentlicht, nach denen ein Autopilot fliegen könnte, obwohl das vermutlich die sauberste Lösung wäre anstatt Headings.

Der Autopilot ist außerdem ja irgendwie dafür da, dass man die Hand gar nicht am Yoke hat. Wenn man bedenkt, wie dicht der Verkehr in Platznähe ist, ist mir ehrlich gesagt die Zeit, die man mit dem roten Knöpflein braucht, um den Autopiloten abzuschalten, schon zu viel, geschweige denn, erst zum Yoke zu greifen.

22. Juni 2021 09:20 Uhr: Von Michael Huber an Dominic L_________

Hallo Dominik,

wie oben in meinen Beispielen rede ich nicht von der Standard-Platzrunde am Heimatort sondern um (für mich noch) stressige Situationen.

Unsere Automatisierungs-Levels sind da einfach nicht identisch.

Bei mir geht es alles noch nicht automatisch und ich muss einfach noch zu viel denken und mich mit Checklisten absichern.

MIr ging es auch überhaupt nicht dazu darüber zu diskutieren wer was wann automatisch kann und ob es sinnvoll ist den AP zu aktivieren sondern einfach darum zu fragen ob es diese beiden Möglichkeiten gibt. Vollkreis sofort und Heading links rechts ohne zu drehen.

22. Juni 2021 09:29 Uhr: Von Wolfgang Lamminger an Michael Huber Bewertung: +3.00 [3]

wenn Du das schon mit dem Autopiloten fliegen willst, dann wäre die einfachste Methode:

  • ALT- Hold
  • HDG-Mode
  • HDG-Bug drehen (links/rechts) bis max. 179 Grad vom aktuellen Kurs, ggf. später dann weiterdrehen

Das ist der schnellste Weg für den von Dir beschriebenen Fall. Nix Garmin, nix irgendwas im GPS rumfummeln...!!

Ich rate aber ausdrücklich davonab, das als "Methode" zu etablieren! Besser: arbeite an Deinen mentalen Kapazitäten, spiele solche Situationen im Trockentraining durch, überlege, welche Punkte auf der Checkliste Du in dem Moment tatsächlich brauchst, oder die Du ggf. später (zB im Queranflug oder Endanflug) brauchst.

Halte Deine Kapazitäten in erster Linie für das manuelle Fliegen und die Luftraumbeobachtung frei, das Abarbeiten einer Checkliste ist wichtig (!), muss aber ggf. nicht gerade in DEM Moment stattfinden.

Fliege ggf. den Verkehrsflughafen dann an, wenn nicht gerade erhöhtes Verkehrsaufkommen vorliegt; rufe ggf. sogar vorher beim Tower an und erkundige Dich. Die Leute dort sind meist sehr hilfsbereit!

22. Juni 2021 09:44 Uhr: Von Michael Huber an Wolfgang Lamminger Bewertung: +2.00 [2]

Hallo Wolfgang, danke für deinen konstruktiven Beitrag.

Die ALT und HDG "manuell Methode" wende ich an, keine Frage. Ich hatte nur gehofft es noch etwas einfacher zu haben.

An meinen mentalen Fähigkeiten zu arbeiten ist aktuell Schwerpunkt.

Auch die Gelassenheit in stressigen Situatronen zu haben alles STEP bei STEP abzuarbeiten und nicht in Hektik zu verfallen fehlt noch.

Das ich da noch Defizite habe ist mir absolut bewusst und so wird aktuell kräftig "trainiert" :-)

Ich weiss das da noch absolut Luft nach oben ist...

Vielen Dank für deinen Input und viele Grüße...

22. Juni 2021 09:49 Uhr: Von Joachim P. an Michael Huber Bewertung: +2.00 [2]

Meine Beobachtung ist, dass weniger erfahrene Piloten von der Automatisierung nicht zwangsläufig profitieren. Automatisierung aufzusetzen und zu monitoren kann je nach Trainingsstand auch mehr Be- als Entlastung bedeuten. Insbesondere unter Zeitdruck (An-/Abflug) kann ein Denk- oder Bedienfehler bei der Automatisierung die Workload explodieren lassen.

22. Juni 2021 09:49 Uhr: Von Michael Huber an Wolfgang Lamminger

Und noch zum Thema Verkehrsflughafen.

Genau so mache ich es aktuell.

Es wurden bisher die mit sehr wenig Verkehr angeflogen, Friedrichshafen und Karlsruhe Baden und so wird sich in der Schwierigkeit nach oben gearbeitet :-)

Auf die Idee den Tower anzurufen kam ich noch nicht, danke für den Tipp...

22. Juni 2021 11:32 Uhr: Von Flieger Max L.oitfelder an Michael Huber Bewertung: +1.00 [1]
Ich denke auch dass es Dir mehr bringt, bestimmte Standardaktionen sofort abrufen zu können ohne extra die Automation manipulieren zu müssen. Wenn Du dem Flugzeug geistig immer voraus bist kannst Du ja sehr viel Unterstützung haben und programmieren, aber in einer VFR-Platzrunde halte ich Rausschauen und die paar Kurse im Kopf auszurechnen für praktikabler.
22. Juni 2021 12:37 Uhr: Von Michael Huber an Flieger Max L.oitfelder

Danke auch für deinen Beitrag... ich werde (weiterhin) daran arbeiten und euren Rat beherzigen:-)

22. Juni 2021 12:47 Uhr: Von Laro Kreuznach an Michael Huber Bewertung: +1.00 [1]

Noch ein Tip für die 90°-Kurven in der Platzrunde:

Headingbug auf Runwayheading einstellen und da lassen.

Du siehst dann am genau rechts oder links stehenden Bug, wo Du korrekt im Queranflug/abflug bist, und genau unten im Gegenanflug.

Viele Gyros und HSIs haben rechts und links Markierungen genau zu dem Zweck; das Auge schafft das aber auch so recht präzise.

Ich wünsche weiter viel Freude und Erfolg beim Üben!

22. Juni 2021 12:52 Uhr: Von Joachim P. an Laro Kreuznach

Ich verwende in der Platzrunde lieber den Course-Zeiger vom HSI um die 90° Segmente zu visualisieren. Der ist besser sichtbar und der Bug bleibt frei für andere Dinge. Ob man dann auch die Ablage verwenden kann, hängt von Quelle und lokalen Gegebenheiten (ARP) ab, würde ich nicht machen. Bei Glas und GPS-Quelle muss man halt in OBS gehen, damit der Zeiger gedreht werden kann.

22. Juni 2021 13:06 Uhr: Von Michael Huber an Laro Kreuznach

Danke auch für den Tipp von euch beiden werde ich versuchen:-)

22. Juni 2021 19:33 Uhr: Von T Rund an Joachim P.
Beim GTN750 würde ich einfach den Visual auf die entsprechende Piste aktivieren, dann stellt sich der CRS automatisch auf die richtige Richtung und man muss weder Sorge haben der ARP passt nicht, noch am OBS rumfummeln. Den Glideslope gibt es dann gratis dazu.
22. Juni 2021 19:42 Uhr: Von Sebastian S. an T Rund
Das passt so überhaupt nicht mit dem, was der Fragende sich wünscht.
Das gibt es beim GTN auch nicht, aber Wolfgang L. hat alles Wichtige schon beantwortet.
22. Juni 2021 21:21 Uhr: Von T Rund an Sebastian S.
Ich habe ja auch Joachim P geantwortet.
Was es beim GTN750 nicht geben soll lässt du leider offen.
22. Juni 2021 22:25 Uhr: Von Sebastian S. an T Rund

Ein kpl. Holding au point

mit Aktivierungen des Visual kannst Du in der Platzunde überhaupt nichts anfangen und der Glidepath bringt auch nichts, da er bei einem 3 oder 5 nm fiktiven Punkt auf dem Final liegt und auch nur bei dessen Passieren aktiviert wird. Alles weit außerhalb der Platzrunde oder visual approach eines kontrollierten Platzes über den Gegenanflug.

22. Juni 2021 22:38 Uhr: Von Florian B. an Sebastian S.
Beitrag vom Autor gelöscht
22. Juni 2021 22:50 Uhr: Von Florian B. an Michael Huber
Beitrag vom Autor gelöscht
23. Juni 2021 09:05 Uhr: Von Joachim P. an T Rund Bewertung: +1.00 [1]

Cool, wusste ich nicht, mangels GTN-Praxis. Kenne nur GN430, G1000 und FMS3000 ;)


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