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45 Beiträge Seite 1 von 2

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Sonstiges | Gutes engine monitoring system  
19. Mai 2020 09:00 Uhr: Von bernhard faul 

Hallo Leute!

Könnt ihr ein gutes und günstiges EMS für einen Rotax 912 empfehlen welches in Sachen Abfragerate und Überblick über ALLE Zylinder top ist in Preis und Leistung? Es geht also nicht darum dass die Visualisierung des user-interface schön ist und einen eingebauten Motorprüfstand vorgaukelt, sondern dass es echt die Sicherheit erhöht. Kann also auch ein etwas älteres aber bewährtes System sein welches Design-technisch nicht mehr auf Höhe der Zeit ist. Hier gibts sicher einige Erfahrungen... .

Vielen Dank im Voraus.

19. Mai 2020 11:03 Uhr: Von Hubert Eckl an bernhard faul

Zufälligerweise habe ich mich die letzten Monate auch damit beschäftigt: Ergebnis gut und billig gibt es nicht. Das Solideste und Bewährteste scheint EDM700 zu sein. Wenn Du die Einbaukosten noch rechnen musst, sind 3 Mille eine realistische Größe.

Evtl. das hier:

https://www.aircraftspruce.eu/instruments/mgl-avionics/engine-monitoring-systems/mgl-avionics-e1-engine-management-system.html

Ein Schrauber meines Vertrauens knurrte hier: "Spielzeug. Das baust Dir mal schön selbst ein!"

19. Mai 2020 11:54 Uhr: Von Bernhard Tenzler an bernhard faul

Welchem Ziel soll denn das Monitoring dienen? Einhalten von Grenzwerten? Langzeit monitoring? Überwachung von Charterern? Gemisch vom Rotax kannst Du ja ohnehin nicht selber einstellen....

19. Mai 2020 12:45 Uhr: Von bernhard faul an Bernhard Tenzler

Naja Ziel sollte auf jeden Fall ein Langzeitmonitoring sein um schleichende Trends zu erkennen. Vieles kommt ja nicht plötzlich, aber trotzdem unerwartet wenns grad nicht auf dem Zylinder ist der am EGT bzw. CHT Analogsensor hängt. Logischerweise gibts einen kritischen Zylinder, aber wer sagt dass Probleme immer an diesem Zylinder ihren Anfang nehmen? Es wäre halt nur eine schöne Sache einen generellen Überblick zu haben... . Wobei man schon sagen muss dass dieser Motor wirklich gut daherkommt in Sachen Zuverlässigkeit.

19. Mai 2020 12:52 Uhr: Von bernhard faul an bernhard faul

Achso: Nein, nun zum reinen Selbstzweck. Kein Charterbetrieb oder dgl.

19. Mai 2020 13:06 Uhr: Von Achim JulietBravo an bernhard faul

...über alle Zylinder top ist ...

Abgastemperatur für alle 4 Zylinder einzeln ist kein Problem. Aber wenn Du u. a. die Zylinderkopf- bzw. -Wassertemperatur meinst, wirst Du das für 'nen Rotax wahrscheinlich nicht bekommen. Der hat nur an zwei Zylindern eine Geberaufnahme dafür. Oder hast Du da etwas Spezielles verbaut?

19. Mai 2020 14:30 Uhr: Von Alexander Callidus an bernhard faul Bewertung: +1.00 [1]

Wie schon gesagt wurde, Du hast nur zwei Geberaufnahmen => zwei Zylinder. Mit je einem CHT und Öltemp denke ich, daß Du bei einem Rotax auf der sicheren Seite bist. Wenn z.B. die Öltemperatur über die Jahre steigt, hilft oft ein Durchspülen es Ölkühlers (actually being there, done that)

19. Mai 2020 14:56 Uhr: Von Bernhard Tenzler an bernhard faul

Ich denke, dass Du in diesem Fall mit 4xEGT +Standardinstrumentierung schon genügend Infos hast, EGT ist ohnehin nur ein Relativwert, insofern würde ich eher zu etwas Einfacherem, evtl. mit Datenspeicherung, raten.

19. Mai 2020 15:56 Uhr: Von Achim JulietBravo an Alexander Callidus

Mit der Zeit steigende Öltemperatur kann auch von erhöhter Reibung der Kurbelwelle kommen. Die alten Gehäuse haben sich mit der Zeit verzogen, so daß die Kurbelwelle nicht mehr sauber in den Lagerschalen lag.

Spülen hilft vor allem bei innen krümelnden Schläuchen. Manche (Nicht-Original-)Schläuche halten leider den von Rotax im zertifizierten Bereich vorgeschriebenen (für UL unverbindlichen) 5-Jahres-Turnus nicht durch.

19. Mai 2020 16:25 Uhr: Von Andreas Ni an Achim JulietBravo Bewertung: +3.00 [3]

Rotax kommt halt aus dem Rasenmäherbau .....

19. Mai 2020 17:00 Uhr: Von Wolfgang Nitschmann an Andreas Ni Bewertung: +3.00 [3]

Fake news. Und dabei nicht mal sehr originell.

Lycoming begann mit Nähmaschinen.

19. Mai 2020 17:12 Uhr: Von Andreas Ni an Wolfgang Nitschmann Bewertung: +1.00 [1]

Ob Schneeschlitten oder Rasenmäher: mit beidem kann man nicht vom Himmel fallen. Lycoming hat weder sich notorisch verziehende Kurbelgehäuse (bei denen dann die Kurbelwellen nicht mehr sauber in den Lagerschalen liegen???? Wie kann sowas ÜBERHAUPT sein?) noch bröckeln Schläuche innen ab, und schon garnicht nach weniger als 5 Jahren! Auch brauchen Lycomings keine Kraftstoffauffangwannen unter dem Kraftstoffsystem. Und ein Rotaxhallennachbar stellt ununterbrochen an seinen 2 Rotaxvergasern rum, - er liest mit und gibt vielleicht dazu einen Comment ab.....

Ich bin sehr froh ob meiner frühen Geburt so dass ich - als ich fliegen lernte - nicht in die Verlegenheit hätte kommen können, mich womöglich für so ein Zeugs zu entscheiden!

19. Mai 2020 17:21 Uhr: Von Wolfgang Nitschmann an Andreas Ni Bewertung: +13.00 [13]

Verdammt, erwischt ...

Obwohl, wie war das noch mit den Lyco Kurbelwellen LTAs und Tausenden Triebwerken in Europa, die plötzich die Schmiedekunst tauschen mussten und dafür Preise aufgerufen wurden, für die man einen kompletten Rotax bekommt?

Wahrscheinlich nur alles Märchen. Zum Glück ist ja niemand gzwungen, das eine oder andere Triebwerk einzubauen. Insgesamt dokumentiert das Rotax/UL/LSA Bashing allerdings eher für völlige Ignoranz der Realität einerseits oder eine denkbar ungeeigneten Versuch, komisch zu sein. Sollte Ersteres der Fall sein, habe ich kein Rezept. Solche Menschen muss man scheinbar einfach ertragen, wen kümmert's. Wenn Zweiteres der Fall ist, würde ich dringend einen neuen Gagschreiber engagieren. Die eigenen Fähigkeiten sind da eher begrenzt.

Gruß - Wolfgang

19. Mai 2020 17:25 Uhr: Von Alexander Callidus an Andreas Ni Bewertung: +1.00 [1]

"Ich bin sehr froh ob meiner frühen Geburt so dass ich - als ich fliegen lernte - nicht in die Verlegenheit hätte kommen können, mich womöglich für so ein Zeugs zu entscheiden!"

Stimmt schon, ich fahre auch gerne einen Vorkriegsoldtimer.

19. Mai 2020 19:43 Uhr: Von bernhard faul an Alexander Callidus

vielen dank für die hinweise bis jetzt! lg bernhard

19. Mai 2020 23:47 Uhr: Von Andreas Ni an Wolfgang Nitschmann Bewertung: +1.00 [1]

"Obwohl, wie war das noch mit den Lyco Kurbelwellen LTAs und Tausenden Triebwerken in Europa, die plötzich die Schmiedekunst tauschen mussten und dafür Preise aufgerufen wurden, für die man einen kompletten Rotax bekommt?"

Genau das ist der Punkt: es gibt immer mal Fehler. Beim zertifizierten Triebwerk findet eine Fehleranalyse durch den Hersteller statt, der prüft ob er ein Service Bulletin oder gar ein Mandatory Service Bulletin herausgibt oder ob er gar die zuständige Luftfahrtbehörde einschaltet, um aus dem SB oder MSB ein AD zu machen. Damit ist für den weiteren Betrieb des Luftfahrzeuges klar, dass der Halter tätig werden muss.

Die Mickeys dagegen reden vielleicht darüber, gelegentlich kehren sie auch mal was untern Teppich und eventuell schreibt jemand hier darüber. Vielleicht aber auch nicht. Besser nicht drüber schreiben denkt der gemeine Mickey.
Wer da grüne Einsen im negativen Sinn verteilt, weil bekannt wird, dass es mal ein Problem mit Lycomingkurbelwellen gab, dokumentiert, dass er das System der ADs nicht verstanden hat.

20. Mai 2020 00:02 Uhr: Von Andreas Ni an Alexander Callidus

"Stimmt schon, ich fahre auch gerne einen Vorkriegsoldtimer."

Und ich fliege einen 70er-Jahre Oldtimer. Warum? Weil danach nichts mehr entwickelt wurde, dass vergleichbare Flugleistungen liefern kann, bzw ich mir eine zweimotorige Turboprop in der Anschaffung nicht leisten kann (wir wären im 7-stelligen Bereich). Um in Rotax-Maßstäben zu antworten: der Flieger hätte 8 Rotaxmotoren zu haben, um auf dem Papier eine vergleichbare Leistung darzustellen. Käme damit aber weder auf vergleichbare Geschwindigkeiten noch Reiseflughöhen.

20. Mai 2020 00:45 Uhr: Von Chris B. K. an bernhard faul

Moin,

wenn es Dir um CHT und EGT für alle Zylinder geht und es halbwegs günstig sein soll, fällt mir eigentlich nur der TC-6 von MGL-Avionics ein.
--> https://www.mglavionics.co.za/blaze.html

Ich habe das Ding für einen 6 Zylinder Jabiru bestellt, kann aber noch nichts über dessen Funktion sagen. Die CHT nehme ich unter der Zündkerze am Auslaßventil ab, der Jabiru ist ja luftgekühlt.

20. Mai 2020 09:31 Uhr: Von Wolfgang Nitschmann an Andreas Ni Bewertung: +12.00 [12]

Ich glaube, die grünen Punkte gab es eher für den 2. Teil meiner Ausführungen.

Was ist eigentlich hier diskutiert?

"Schneeschlitten" - ich denke, als Bürger in Alaska oder Kanada ist ein zuverlässiger Schneeschlitten-Antrieb wichtiger als in einem Deutschen UL. Wenn ich damit einmal im Monat zum Erneuern der Vorräte zur nächsten Siedlung in 30-50 km unterwegs bin, ist ein ausfallendes Triebwerk in der Mitte des Wegs ein Todesurteil. Die werden schon wissen, warum sie dort einen Rotax verwenden. Auch die Wanderer in den Europäischen Skigebieten freuen sich, wenn sie nach einem Unfall störungsfrei ins Spital kommen.

Qualitätsmanagement in der Luftfahrt mag sehr alt sein, es ist auch bürokratisch maximal aufgebläht, es ist nur nicht mehr "State of the Art" - das machen uns seit 20 Jahren ganz andere Leute vor. QM in der Luftfahrt hat nur schlicht das größte Beharrungsvermögen. Mit den ULs hat mal jemand provokant die Frage gestelt, ob weniger auch mehr sein kann und siehe da, es geht mit weniger und es sterben keinesfalls mehr Leute. Es wird nur mehr geflogen, es wird mehr Erfahrung kumuliert und weniger Papier abgeheftet.

Rotax als Reibungspunkt zum Anti-UL-Abarbeiten zu verwenden ist entweder schlicht Dummheit oder einfach kenntnisbefreit. Egal ob zertifiziert und unzertifiziert, Du kannst Dich auf einer Homepage einloggen und bekommst alle Dokumentation zu Deinem Triebwerk, alle SBs, alle ... - aber dazu müsste man einfach mal "Ommmmm" sagen, sich entspannen und sich die Sache mal ansehen, statt einfach nur olle Kamelle und FakeNews unreflektiert immer wieder zu posten (... die ohnehin niemand mehr ernst nimmt). Rotax hat QM sicher nicht erfunden. Die haben das aber verdammt gut weiter entwickelt! Rotax Service Homepage

Für jemand auf der Suche nach dem "Einsteiger Allwetterflugzeug" ist das natürlich nichts. Wenn man fliegerische Sicherheit als 2x PT-6 plus Druckkabine und Fiki definiert, fällt UL und Rotax durch das Raster. Da draußen fliegen aber gefühlt 84.000 Leute in Deutschland auch deutlich unterhalb des Rasters. Mein Wunsch ans Fliegen? +/- 100 kts bei 13-18 l Treibstoff ohne logistischen Albtraum -> Mogas/Super Plus, 2 Leute, nettes Interieur und Landschaftsverbrauch für eine Piste von 300 m, der Rest ist Blumenwiese. Für meine Art, die Fliegerei zu genießen, ist eine PT-6 technisch interessant und ich mag das, würde es aber nicht bezahlen wollen/können und hätte Bauchschmerzen mit meinem Umwelt-Footprint. Du magst sowas oder eine andere Art von 800 PS? Kein Problem. Deswegen mag ich das hier so gerne. Jeder nach seiner Facon, es lebe die Vielfalt.

Deine Art, Deine Beziehung zu Deinem Hallennachbarn zu bewältigen, war vor Jahren mal ganz dekorativ. Aber scheinbar lebt der immer noch. Der hat wahrscheinlich auch viel Spaß in der Luft und erfreut sich an seiner Art der Fliegerei. Was machst Du statt sich mit ihm zu freuen?

Gruß - Wolfgang

20. Mai 2020 10:06 Uhr: Von Andreas Ni an Wolfgang Nitschmann

Machen wir's ganz kurz: ich will und kann mit diesem (Rotax/Mickey-)Rückschritt nicht umgehen. Ich halte die sich in der Luftfahrt über sehr viele Jahrzehnte entwickelte Sicherheitskultur für richtig, ich respektiere sie und benutze sie. Und zwar so, wie ich es für richtig halte und der Gesetzgeber es vorsieht: zuerst im Interesse der physischen, tatsächlichen Sicherheit, dann im Sinne der entsprechenden Dokumentation (diese Reihenfolge sieht der Gesetzgeber nicht, da geht beides nebeneinander einher). Das habe ich auch bereits immer dann hier im PuF vorgebracht, wenn ich - direkt oder zwischen den Zeilen - lese, dass jemand eine AD lediglich in der L-Akte abgehakt sehen möchte. Innerhalb der PuF-Leser verweise ich dabei nur zu gern auf Heiko Teegens Aerostar, deren zwar bestätigte LTA vorhanden, physisch jedoch nicht abgearbeitet war und genau aus diesem Grunde in Egelsbach auf der Nase lag. Viele hier mögen sich erinnern: die Aerostar wurde danach verschrottet und er zog gegen den Luftfahrttechnischen Betrieb vor Gericht.....

Innen abbröckelnde Mickey - Schläuche .... verzogene Rotax - Motorgehäuse: wo sind die ADs dazu? Gibt es bei den Mickeys ein Wechseln der Schläuche einer AD folgend, oder einem Maintenance Manual? Wo steht's? Die in der Luftfahrt üblichen 5 Jahre scheinen nach Achim JBs bei Mickeys völlig unzureichend weil viel zu lang. Sind es Kraftstoffschläuche? Sich gar in der Benzinleitung ablösende Krümel verkraften nichtmal Snowmobil-Motoren.... Wir erinnern uns: die BFU fährt bei Mickeys oft nichtmal mehr zum Unfallort, solange es nicht zu erheblichem Personenschaden kam. Und ich erinnere mich: die Mickeyflugschule (die ca zwischen 2000 und 2009 im gleichen Hangar wie ich gastierte) zerrte verbogenes Gerät zumeist ganz schnell ins Verborgene, damit es niemand zu sehen bekam. Das erscheint in keiner Unfallakte oder Statistik, findet also offiziell garnicht statt. Wolfgang Nitschmann: sowas (!) versuchst Du zu unterstützen?

20. Mai 2020 10:52 Uhr: Von Sven Walter an Andreas Ni Bewertung: +8.00 [8]

Andreas, bei aller Liebe, Rotax hat zertifizierte Motoren. Punkt. Hat tecnam in einer 2-mot verbaut. Ist vom Spritverbrauch her nicht viel besser als ein o-200. Aber während letzterer eine Eismaschine ist, bekommst du eine Vergaservereisung in einem Rotax praktisch nicht hin. Hast du sachlich mit deiner Kritik an den Schläuchen recht? Selbstverständlich. Hat Wolfgang mit seiner Kritik an den Kurbelwellen recht bei den Sauriern? Ja, das ist vorgekommen. Klingen die luftgekühlten Luftfahrt Motoren satter und schöner als ein Rotax? Ja, selbstverständlich. Aber noch besser tönt ein alter Sternmotor. Der lässt aber deutlich mehr Öl... Also, dein Geläster ist schon ganz ganz lange nicht mehr witzig. Wirklich nicht. Und mit dem Motor suchst du dir Objektiv den falschen Aufhänger. An der Ausbildungsstruktur und einen gewissen Freigeist der Szene kann man sich ja gerne abarbeiten, aber In der Motor Frage bist du auf dem Holzweg. Denn da gibt es schlicht die Argumente in beide Richtungen.

20. Mai 2020 10:57 Uhr: Von Sven Walter an Sven Walter Bewertung: +2.00 [2]

Neutraler Gutachter in der Frage ist ja übrigens die Versicherungswirtschaft. Und da sind Ultraleichtflugzeuge mit deutlich höheren Prämien versehen. Die gucken da ganz nüchtern aktuarisch drauf. Ultraleicht zu kritisieren, kannst Du also völlig zurecht. Da aber der gleiche Motor auch zertifiziert betrieben wird, und dort keine unterschiedlichen Versicherungs raten auslöst, gibt das Zahlenwerk deiner Argumentation nicht recht.

20. Mai 2020 11:19 Uhr: Von Andreas Ni an Sven Walter

Ich denke, die ganz wesentlichen Unterschiede finden statt:

1. in den Köpfen der Mickeybetreiber, deren Attitude ist irgendwie anders. Man versucht es sich sehr einfach zu machen (Fehler besser untern Tisch kehren) ohne weiter als bis übermorgen zu denken, wie auch aus den Jahrzehnten Luftfahrterfahrung und -Entwicklung lernen zu wollen. Man versucht möglichst einfach neu zu erfinden, was in der Luftfahrt innerhalb von Jahrzehnten aus Erfahrung heraus entwickelt wurde.

2. bei den (meisten) Herstellern, man baut einfach aufs Geratewohl, auch in einem PuF-Artikel wurde das mal abgehandelt; da wurde das Fahrwerk mit bis zu 10cm Toleranz nach vorn/hinten in den Rumpf einlaminiert, und solche Dinge gibt es zuhauf, sie werden halt möglichst verdeckt gehalten und irgendwo in Hangargesprächen erfährt man von derartigen Dingen.

"Klingen die luftgekühlten Luftfahrt Motoren satter und schöner als ein Rotax? Ja, selbstverständlich. "

Sven, bitte vermische nun nicht subjektives mit objektivem. Beides habe ich zwar auch schon oft, im Augenblick sind wir aber ausschliesslich im objetiven Bereich.

"Mit der Zeit steigende Öltemperatur kann auch von erhöhter Reibung der Kurbelwelle kommen. Die alten Gehäuse haben sich mit der Zeit verzogen, so daß die Kurbelwelle nicht mehr sauber in den Lagerschalen lag. Spülen hilft vor allem bei innen krümelnden Schläuchen. Manche (Nicht-Original-)Schläuche halten leider den von Rotax im zertifizierten Bereich vorgeschriebenen (für UL unverbindlichen) 5-Jahres-Turnus nicht durch."

Bei Kurbelgehäusen gab es sowohl bei Contis, wie auch bei Lycomings bereits ebenso Probleme, wenn auch nicht derart Schwerwiegende (meist Rissbildung). Der wesentliche Unterschied ist, dass in der richtigen Luftfahrt solche Kurbelgehäuse sofort oder baldigst (je nach Risiko) per AD aus dem Verkehr gezogen wurden oder werden. Das mag den einzelnen Betroffenen gelegentlich schmerzen, weil es Kohle kostet, und Arbeit und Nichtfliegen über gewisse Zeiträume. Aber der Preis ist verdammt gering verglichen zu einem Motorausfall.

Krümelnde Schläuche - wo gibts denn sowas! Ein Luftfahrtbetrieb, der solche Schläuche mit EASA Form 1 oder 8130 herstellt und/oder liefert, gehört am besten geschlossen. Bei Mickeys fliegen die scheinbar einfach weiter, bis der Rotax stammelt, stottert, stehen bleibt. In der richtigen Luftfahrt mag das während des WW I vorgekommen sein, später habe ich sowas noch nie gehört.

20. Mai 2020 12:24 Uhr: Von Sven Walter an Andreas Ni Bewertung: +4.00 [4]

Nein, du kannst dir nicht aussuchen, wann man objektiv, wann man subjektiv argumentiert. Da der Großteil der Lästerei rein subjektiv bei dir ist. Es gibt Ex-Tornado-Ausbilder, die sich mit ULs getötet haben, es gibt das Gegenteil, Max hält da ja mal gerne gegen bei dir, ich finde es eher anstrengend.

Fakt ist, weil die zertifizierte Fliegerei unnötig teuer gemacht wird, fliegen wir eben nicht mit O200 in der C152 mit Mogas für 60 €/ h, obwohl das eigentlich darstellbar sein müsste. Es gibt namhafte UL-Hersteller, die im zertifizierten Bereich phantastische Arbeit abliefern (Tecnam, Pipistrel fallen mir spontan ein - Tecnam baut auch mWn im großen Stil als Subunternehmer für die Großfliegerei. Da prallen deine - sehr subjektiv gewählten - objektiven Argumente auf eine Wirklichkeit, die dich widerlegt. Deine anekdotischen Erfahrungen im Nachbarhangar sind in der Tat hanebüchen und unterhaltsam, aber eben nur ein Ausschnitt aus der Wirklichkeit. BFU und NTSB haben reihenweise trocken geflogene zertizierte Außenlandungen, und da du mir jetzt garantiert sagen wirst, die BFU käme bei ULs ja gar nicht mehr, s.o. mein Verweis auf die Versicherungswirtschaft. Aber BRS/ CAPs gibt's nun mal nur sporadisch bei zertifiziertem Gerät, aber ist globaler Standard im UL-Bereich.

Also, "show me the data" - wir haben das Thema hier oft genug durchgekaut, mit Rotax suchst du dir aber den falschen Feind. Außer beim Klang ;-). Alles andere wissen wir alle, Stückzahlen, wie modern ist die Technik, was fließt durch, wieviel mehr Trainingsbudget ist vorhanden, wenn die Flugstunde nass nur 40% kostet etc. pp. Alles ganz alte Hüte.

20. Mai 2020 12:45 Uhr: Von Wolff E. an Sven Walter Bewertung: +2.00 [2]

Wir haben im Verein auch Flieger (zertifiziert) mit Rotax. So richtig fehlerarm laufen die Motoren nicht (z.B Späne) bzw. Rotax hat sich an das Kundenauftreten von Lyco und Conti angepasst. Da ist ein Rotax, der nach ca 200 Stunden nach Overhaul Späne hat und Rotax hält sich mit allen Aussagen zurück. Unsere Aquilla ist deswegen schon öfter gegrounded gewesen. Erhöht nicht gerade das Vertrauen....


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