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Avionik | DIY Avionik-Upgrades  
17. August 2019 08:41 Uhr: Von Nicolas Nickisch 

In US-Foren lese ich häufiger Berichte, wonach manch ein Eigner selber dem Flieger AVionik-Upgrades verpasst hat.

Von Panel-Modifikationen mit oder ohne Upgrades bis hin zum EInbau kompletter Glas-Panels. Jan Brill hat wohl so was ähnliches mit seiner Bonanza schon gemacht.

Die Motivation ist klar: EInsparung von wesentlichen KOsten durch eigene Fronarbeit. Die meisten Berichte sprechen von Installationskosten in Höhe der Hardwarekosten oder darüber.

Nach Schmökern im INstallationsmanual eines G3X erscheint mir die Verkabelung eher simpel:

CAN-Bus mit 2 Drähten , schön geschirmt; Terminierung nicht vergessen.RS232-Verbindungen sind auch keine Raketenwisschenschaft. Löcher in Bleche zu machen sollte auch kein Hexenwerk sein. Ich würde behaupten, wer daheim sein Netzwerk korrekt verkabeln kann, der müsste auch sowas hinkriegen.

Ist sowas in EASA-Land auch/überhaupt möglich? Also selber einbauen, ein Pürfer nimmt das ganze dann ab.

Meine Überlegungen sind natürlich absolut naiv und unabhängig von der formalen Machbarkeit sind wahrscheinlich Hürden zu nehmen, die weit oberhalb des Herstellens von Kabelverbindungen liegen:

- Woher die Komponenten bekommen? Bei Conr*** kann ich jedenfalls nicht so einfach ein G3X bestellen.

- Findet man jemanden, der über die Gadgets zum endgültigen Konfigurieren verfügt?

- Einen Prüfer, der einem am Ende alles absegnet?

- ein warmes Plätzchen wo man den Flieger notfalls über Monate in Funktionsstellung aufbocken kann

- WOher die Zeit nehmen? 150-200h sind wohl keine Seltenheit. Für die EIgenarbeit würde ich mal mindestens 50% obendrauf packen.

Ohne kompetente und kontinuierliche Beratung durch einen AVioniker würde es ohnehin nicht gehen.

Also bitte nicht gleich hauen :-)

17. August 2019 09:35 Uhr: Von Florian S. an Nicolas Nickisch

Ich würde (bei vorhandener Zeit) auch den umgekehrten Weg in Erwägung ziehen: Das Upgrade von einem Avionikbetrieb machen lassen, mit dem aber vereinbaren, dass Du bestimmte Arbeiten (z.B. Demontage der Verkleidung, Ausbau des alten Gerümpels, etc.) als Eigenleistung übernimmst. Das ist wahrscheinlich viel einfacher.

17. August 2019 09:52 Uhr: Von Andreas Ni an Nicolas Nickisch

Avionic-Ein- und Umbauten sind fast immer anspruchsvoller als zB ein neues Blech irgendwo einnieten (was keineswegs bedeutet, dass derjenige, der das Eine beherrscht, automatisch auch das Andere kann). Die Trays im Panel korrekt befestigen ist zumeist das Leichteste. Schwierig wird's, wenn es darum geht, die Kabelbäume anzufertigen und die Stecker so anzubringen (i.d.R. mit einer Krimp-Zange, oft auch löten), dass sie erstens mechanisch halten, zweitens auch perfekt leiten und drittens die Längen so stimmen, dass einerseits nirgends mechanische Spannung drauf ist, andererseits einzelne Kabel einen Bauch machen.

Und wenn es dann im Fluge zu einer Ruderblockierung kommt, weil der neu angefertigte Kabelstrang irgendwo eingequetscht ist, oder verrutscht ist, weil nicht gut genug verlegt und befestigt, dann kann sowas ganz schnell ein Fall für die BFU werden. Wehe dem, wenn dann auch noch die Versicherung beginnt, zu wühlen - dann gucken auch noch die Erben in die Röhre.

Genau das sind die Gründe, warum so viele amerikanische Avionics-dealer nur eine Quotation mit Einbau abgeben und warum die Avionic-Hersteller ihren Kram nur über ihre Dealer vertreiben, oder an Homebuilder verkaufen.

17. August 2019 12:41 Uhr: Von Lennart Mueller an Nicolas Nickisch

Ich würde zu Beginn erst einmal einen Schaltplan von allem anfertigen, was im Flugzeug vorhanden / bekannt ist und was geplant ist einzubauen.



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Screenshot_20190817_123805.jpg

17. August 2019 15:06 Uhr: Von J Stroede an Lennart Mueller

Nur zwei / drei Gedanken zum Thema, gewiß nicht erschöpfend.

1) Spezialfall Garmin: Ich erinnere mich an den Einbau eines 430W in die Mooney. Mir wurde vom Händler glaubhaft versichert, daß er bei Garmin unterschreiben mußte, daß die Endkunden nur das für sie vorgesehene pilot manual zu sehen bekommen. Alles andere mußte unter Androhung von Konsequenzen seitens Garmin im Hause des Avionikers unter Verschluß bleiben.

2) Tools: der Einwand von Andreas ist korrekt, in vielen Fällen sind spezielle Tools erforderlich. In den USA findet man die eher als bei uns, aber auch da müssen die Kosten für den Einmal-Gebrauch berücksichtigt werden. Ich würde an folgende "Lastenverteilung" denken falls du Freude am Basteln hast, und es nicht nur um die Kosten geht:

- Panel selber vorbereiten, oder herstellen und lackieren etc.
- Geräte selber in dieses neue (Teil-)panel einbauen (Garantie auf teure Geräte ?)
- Kabelbäume vom Avioniker vorbereiten (oder sogar verlegen lassen)
- detaillierte Prüfung auf Funktion zusammen mit dem Avioniker, falls dieser mitzieht,

Aber ganz ehrlich, ich vermute jeder Fall liegt anders. Bei primary instruments oder einem Autopiloten sieht die Sache zwangsläufig anders aus als beim Einbau eines VFR-only GPS.

Viel Erfolg !

17. August 2019 16:09 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Lennart Mueller

Das sieht aus, als hättest Du sowas schonmal (mit EagleCAD ?) gemacht.

Ich habe für den Flieger schon Schaltpläne auf Karopapier entdeckt. Oder eben auch mal nicht.

Zweiteres scheint der Default zu sein :-(

17. August 2019 19:04 Uhr: Von Florian S. an Lennart Mueller

Die Idee ist super - allerdings dürfte das bei Jahrzehnte alten Fliegern mit “gewachsener” Avionik kaum möglich sein, ohne Alles komplett zu zerlegen.

Bei mir wurde Inn Rahmen der Neugestaltung des Panels eine EPU gefunden, für die sich selbst nachträglich in der L-Akte nirgendwo ein Hinweis gefunden hat (und das Ding ist Schuhschachtel-groß und über 2 kg schwer).

17. August 2019 20:57 Uhr: Von Lennart Mueller an Nicolas Nickisch

Das sieht aus, als hättest Du sowas schonmal (mit EagleCAD ?) gemacht.

Ja. Reine Schaltpläne kann man auch mit der freien Version beliebig zeichnen. Die Schaltplansymbole muss man sich einmalig als Bibliothek erstellen.

17. August 2019 21:37 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Lennart Mueller

Ich habe mal versucht so die Schaltung eines Strobe-Netzteils nachzuvollziehen und einen Plan zu zeichnen.

Das wurde schnell unübersichtlich obwohl die Schaltung an sich simpel ist. Entnervt habe ich dann einfach alle ELkos getauscht - nicht nur die geplatzten. Ging erheblich schneller als mit dem intellektuellen Ansatz

18. August 2019 10:24 Uhr: Von Andreas Staubi an Nicolas Nickisch Bewertung: +1.00 [1]

Hallo Nicolas,

Das ist tatsächlich kein Hexenwerk. Einen Plan brauchst Du natürlich schon (CAD ist nicht wirklich erforderlich, aber Komponenten, Verbindungen usw. sollte man schon aufzeichnen), das richtige Werkzeug (Crimpzange! , leider sehr teuer, aber die gesparten Zeit und Nerven gleichen das aus) und Zeit.

Meiner Erfahrung nach (reicht bislang vom einfachem Funkeinbau bis hin zu COM/NAV/GPS, Aspen und kompletter Flugzeugelektrik - allerdings bislang nie in Verbindung mit einem A/P) ist der aufwändige Teil dann auch tatsächlich der Ausbau des alten Verkabelung. Typischerweise findet man dabei nämlich Zeugnisse vieler Umbauten in Form von toten Leitungen, ungenutzten Steckern und und und...

Raus damit! Dann sicherstellen, dass es das Panel mit allen Einbauten, Halterungen, Geräten usw. passt, dann ist die Neuverkabelung mit den heutigen "Zweidrahtsystemen" der einfachste Teil.

Die Installationsanleitungen von Garmin oder Aspen sind m. E. hervorragend und enthalten auch sehr viele Beispiele für verschiedene Konfigurationen und detaillierte Checklisten für Planung, Einbau und Inbetriebnahme.

Sehr hilfreich für den nächsten Umbau: Kennzeichnung von Leitungen und Dokumentation!!!

Natürlich braucht es einen Prüfer, der das mitmacht, oft kann man auch über den Prüfer bzw. dessen Betrieb die Hardware kaufen.

Gruß,

Andreas

18. August 2019 12:53 Uhr: Von Lennart Mueller an Andreas Staubi

Sehr hilfreich für den nächsten Umbau: Kennzeichnung von Leitungen und Dokumentation!!!

Auf jeden Fall. Es gibt für übliche Etikettendrucker flexible Nylonbänder, die kann man längs ums Kabel wickeln, transparenter Schrumpfschlauch drüber, fertig.

19. August 2019 16:27 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Andreas Staubi

So in etwa hatte ich mir das vorgestellt:

Einbau DIY, Absegnung durch einen Prüfer.

Blieben die praktischen Probleme:

- Beschaffung der Komponenten

- Kabel, Kontakte, Crimper dürfte eher harmlos sein

- Zeit !!!!

- warmes, helles Plätzchen !!!!!!!!


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