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Luftrecht und Behörden | Frage zum Umgang mit Luftraum C und B in den USA  
1. August 2016: Von Sascha H. 

Hallo Leute,

Brauche mal ein paar Tipps von den USA erfahrenen....

ich habe jetzt ein paar Flüge sowie Einweisungen in den USA hinter mir (LAX und SFO) aber das Thema Luftraum C vs. freigaben/Einflug finde ich dort immernoch verwirrend und kompliziert obwohl es das wohl absolut nicht ist, denn die CFIs verstehen kaum vorauf man hinaus will wenn man versucht seine "Deutschen Gedanken" dazu zum Ausdruck zu bringen....

Ich habe das Buch "Fliegen in den USA" gelesen, es war aber bei dem Thema nicht sehr presise und hat eher noch zur verwirrung Beitgetragen.

Im Buch heißt es beim Durchflug durch Luftraum B und C ist APP zuständig, nicht Tower, jetzt musste ich aber bei den Einweisungen lernen das für die Core Areas (SFC- XXX) doch der Tower in B und C zuständig ist, bei B aber wohl nicht immer als feste Regel sondern z.b. in SFO nur bis 2900ft obwohl die Aera höher ragt, alles irgendwie inoffiziell, jedenfalls steht es niergendwo geschrieben. Ist das so richtig?

Daher weiß ich nie so recht, wenn rufe ich jetzt für die Freigabe und wie hoch/tief darf ich dann auf der Frequenz max. requesten.

Mein 2. und größere Problem betrifft Luftraum C.

Folgende 2 Situationen:

Ich fliege um SFO auf San Jose C zu in 45000ft, mit Flight following von Nocal APP, DARF ich jetzt in der höhe durch die Outer UND Core Area knattern wenn er nicht von sich aus sagt ich soll frei bleiben?? ich bin ja auf Radar und muss für den C nicht um Erlaubnis bitten in den USA sondern nur kontakt haben.

Aus unsicherheit frage ich trotzdem und er übergibt mich zu SJC Tower, (obwohl mein CFI vorher mal sagte in C max 3000ft Tower, darüber immer APP. )

Ich rufe Tower und er sagt C transition at 2500ft or above approved. Nun liegt aber vor der Core Area auf meinem weg eine Outer Area die in 1500 los geht und für die ganz klar eigentlich APP zuständig ist und Kontakt bestehen muss, DARF ich dort nun auch durchfliegen wenn Tower mich gecleard hat? (er ist ja eigentlich nur für den Core verantwortlich)

Das selbe Problem in LAX (Burbank) ich will sight seeing machen am Hollywood sign, dicht dran ist die Burbank Outer und Cora area von Luftraum C die man dabei immer mal wieder leicht penetriert, ich bin auf Socal APP mit flight following, darf ich jetzt einfach ohne weiteres anfragen in den C outer UND Core einfliegen? Laut dem Buch von KJ Schwahn ja.

Viele Grüße

Sascha

1. August 2016: Von Achim H. an Sascha H. Bewertung: +1.00 [1]

Wenn Dich ein Lotse eindeutig freigibt, dann kann Dir das egal sein ob es sein Luftraum ist oder nicht und Du kannst davon ausgehen, dass er befugt ist. Es gibt interne Absprachen, die es einem Lotsen erlauben, Freigaben im Luftraum des Kollegen zu erteilen. Das Ziel ist, dass Du nicht dauernd umherschalten musst, gerade in der Bay Area wäre das sonst kaum machbar.

Die Lufträume B, C, D können in den USA bis zum Boden gehen. Es ist also ortsabhängig wo sich die Zuständigkeit ändert. Auf den Karten ist es normalerweise verzeichnet.

2. August 2016: Von Sascha H. an Achim H.

OK danke... heißt dann wahrscheinlich auch das es vielleicht im ersten Step besser ist erstmal den APP Lotsen zu rufen, wenn man sich nicht aus Erfahrung sicher ist das z.b. in dieser Core Area immer der TWR fungiert und man noch nicht genau weiß ob der Flug in die Outer oder doch bis in den Core führt?

gerade in Burbank ist die grenze sehr nahe und je nach dem wo die Paxe überall nochmal gucken wollen muss man seine Absichten flexibel halten können. :)

2. August 2016: Von A. H. an Sascha H. Bewertung: +1.00 [1]

ich kann mich an keinen Fall erinnern, an dem ich 'airborne' zeitlich vor dem Tower eines B oder C nicht mit Norcal oder Socal in Verbindung gestanden haette. Bei D kam das manchmal vor, aber hier gibt es ja oft nur den simplen 'core' auf weiter Flur. In dem Sinne wuerde ich mir keine weiteren Gedanken ueber die Zustaendigkeiten machen und immer mit Norcal, Socal oder eben APPR sprechen. Die haben wenn noetig aus ihrem Bunker im Valley schneller mit dem Tower gesprochen, als wir die passende Frequenz gerastet. Im umgekehrten Fall (Start vom kontrollierten Platz) ist analog die Freigabe fuer die outer area mit dabei.

Gerade bei dem Beispiel des Sightseeing mit den Wuenschen der Paxe spricht nichts dagegen, dies stets unter 'flight following' abzuwickeln. Das hat den charmanten Effekt, das man eben nicht unerlaubt einen Luftraum C oder D penetriert. B erfordert eine explizite Freigabe, da hilft diese Rueckversicherung nicht. In den meisten Faellen wird man dann aber schon vorher ein 'xxx, say intentions' hoeren.

Dies trifft auch auf andere Faelle zu, wie bespielsweise das Kreuzen des 'central valley' suedoestlich von San Jose auf niedrigen Hoehen. Auch wenn ich dort total legal ohne Funk rumjuckeln kann, war Norcal oft sogar dankbar fuer 'flight following' um ein besseres Bild zu haben und mich im Zweifel auf ein andere Hoehe bitten zu koennen.

Bzgl der 'two-way-communication' als Voraussetzung um in C und D einzufliegen ist vlt noch folgendes interessant. Wird nach dem Einleitungsruf das Kennzeichen wiederholt zB 'Cessna 2LB, go ahead' ist die Bedingung der 2-Wege-Kommunikation schon erfuellt und man kann bereits einfliegen. Bei einer Antwort wie: 'Aircraft calling, standby' allerdings nicht, da keine zwei Wege.

Gruss Axel

2. August 2016: Von David Smith an Sascha H.

Hallo Sascha,

ein Beispielvideo in SFO Class B mit ATC Audio.

2. August 2016: Von Peter Schneider an Sascha H.

Ich fliege um SFO auf San Jose C zu in 45000ft, mit Flight following von Nocal APP, DARF ich jetzt in der höhe durch die Outer UND Core Area knattern wenn er nicht von sich aus sagt ich soll frei bleiben??

Sascha: wenn ichs richtig sehe, dann haben wir im Class C airspace nur ein Segment im Südosten, das von 3000 bis 6000 geht, die anderen Tortenstücke enden bei 4000 Top. Darüber ist ab 8000 Class B, abgetortet auf 6000 und 4000 nordwestlich ab Moffett. Davor und Außerhalb B brauchts also eigentlich nur XPDR und positiven Radio Contact in dem Südost-Zwickel. Ansonsten soll man aber sowieso immer bei NORCAL App sein innerhalb von 20 NM. Die reichen einen immer dorthin weiter wo sie es für richtig halten, entspr. der erklärten intentions. Ich bin da mal von PSP nach Palo Alto geflogen, der Zettel war voll mit Frequenzen, ging aber easy, eins nach dem anderen.

What's the problem? Richtig systematisch eintrichtern kann man sich das am besten, wenn man die US-Lizenz macht, empfehlenswert im Rahmen einer Conversion. Da werden die Regeln vorwärts und rückwärts gepaukt, schriftlich und mündl. im Exam abgefragt. Mit Validation und "Wie fliegt man in den USA" war ich mir früher auch nie so richtig sicher...und erst recht nicht, wenn dann im Pattern von March Airfield 1000 fuß unterhalb auch noch 6 Galaxy kreisen, drüber und auch drunter noch die Linie nach LAX und ONT reinpfeifen. Man kann eigentlich nichts falsch machen, wenn der SOCAL oder NORCAL Controller nichts gegen die eigene Absicht vorbringt und man nicht ungenehmigt in einen Class B eindringt.

2. August 2016: Von B. Quax F. an Peter Schneider

in 45000ft,

Da ist eh Space Control zuständig ;-)

2. August 2016: Von Sascha H. an B. Quax F.

Danke für eure Antworten, so in der Art habe ich mir das schon gedacht.

Der nächste Flug geht von KLGB nach Big Bear, mal raus aus dem ganzen getümmel.

45000ft war natürlich ein vertipper! :D

Gruß

Sascha

13. Januar 2020 09:38 Uhr: Von WINX GmbH an A. H. Bewertung: +1.00 [1]

Hallo Herr Hamann,

sind Sie noch Betreiber der US-PPL-Seite? Ich wollte dort ein paar N-Registrierte Flugzeuge zur Charter platzieren, aber Ihre E-Mail-Addi funktioniert nicht. Sorry, dass ich Sie hier gesucht habe....))

A. Krueger

Winx Flying Club

13. Januar 2020 15:14 Uhr: Von Chris _____ an Peter Schneider

DARF ich jetzt in der höhe durch die Outer UND Core Area knattern wenn er nicht von sich aus sagt ich soll frei bleiben??

Ja.

In FL450 bist du übrigens in Class A, also kontrolliert IFR unterwegs. IFR im kontrollierten Luftraum A-E interessieren dich Airspaces sowieso nicht, denn du hast ja deine Freigabe.

Aber du darfst auch VFR ein Class B/C/D im darüberliegenden Class E überfliegen, ohne überhaupt mit jemandem zu reden. Wichtig natürlich: der Transponder muss an sein und Mode C funken (und mittlerweile auch ADS-B).

Es gibt ja einen Grund, dass der Airspace B/C irgendwo in der Höhe endet.

Für einen Durchflug von Class B/C ist in USA typischerweise Approach zuständig. Die geben dich im Bedarfsfall an Tower weiter. Musst gar nicht drüber nachdenken, einfach die Frequenz aus dem VFR-Chart nehmen und ansprechen.

13. Januar 2020 16:26 Uhr: Von Chris _____ an Sascha H.

Viel Spaß in Big Bear - die Eigentümerin des Flugplatzrestaurants ist übrigens ausgewanderte Deutsche.


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