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Avionik | Backup Handfunkgerät
25. Juni 2008: Von Mathias Göschl 
Hallo,

Möchte mir aus dem Gebrauchtmarkt ein Handfunkgerät als Backup für die Bordfunke zulegen. In Deutschen Landen wird ja Zulassungsurkunde und Anmeldung bei der BuNetzAgentur gefordert. Wie sieht es aus wenn man ein solches Gerät ins Ausland (Konkret: USA) mitnehmen möchte um dann dort (auf N-reg) zu fliegen - Stress schon bei Customs ? Persönliche Erfahrungen und Typenempfehlungen welcome !

Danke.
25. Juni 2008: Von reiner jäger an Mathias Göschl
Das würde mich wundern, wenn die US-Customs sich daran stören würden. Wenn es im Koffer ist, sehen die nicht, was das ist. Ist eben ein Radio. Ich bin mit Headset, GPS eingereist und es gab nichtmal lästige Fragen. Das Ding schiesst ja nicht und explodiert auch nicht. Verboten ist es ebenfalls nicht.
Wir hatten mal einen totalen Stromausfall im Flieger, nichts ging mehr, ausser eben dieser Handfunke. Da waren wir echt froh, eben nicht ganz ohne Funk zu landen. Wir landeten damals auf einem Segelfluggelände und jeder fand es gut, daß sich die Überraschung dort in Grenzen hielt. Wir auch, daß uns kein Segelflugzeugstart in die Quere kam. In diesen 5 Minuten hat Das Ding sein Geld verdient. Es war ja ein klassischer Notfall (neudeutsch Emergency). Kein Mensch hat je danach gefragt, ob das jetzt legal war mit der Handgurke.
26. Juni 2008: Von Florian Guthardt an reiner jäger
Ich würde mir da gar keinen Stress machen, habe seit Jan ein ICOM 24, aus USA besorgt und war damit schon auf über 15 innerdeutschen Linienflügen ohne Probleme.... Ist einer der besten Backup Investitionen die man machen kann! Etwa 200 € via Sportys incl. Mwst. (in D kostet das Gerät fast 500 €) Der Akku hält ewig und auch in 10000ft hat man noch guten Empfang!
26. Juni 2008: Von Thomas Endriss an Mathias Göschl
Ich fliege seit Jahren mit einem aus den USA mitgebrachten Icom in der Tasche. Bis jetzt habe ich es noch nicht gebraucht (außer zum Empfang auf Flugtagen, u.a. auch in Oshkosh). Der Besitz ist in Deutschland nicht strafbar, der Betrieb auf Empfang auch nicht. Nur das Senden wäre ohne FTZ-Nr. illegal, was aber im Notfall kaum jemanden interessieren dürfte.
Es ist z.B. auch illegal, im Flugzeug mit dem Handy zu telefonieren (nicht wegen Luftfahrtgesetzen, sondern wegen des Telekommunikationsgesetztes, das die Benutzung in Flugzeugen verbietet). Aber auch hier kenne ich einen Fall, wo ein Fliegerkamerad in Augsburg mit ausgefallenem Funk einfach per Handy Augsburg Tower angerufen hat. Hat damals auch keinen interessiert.
1. Juli 2008: Von Dirk Hautsch an Thomas Endriss
Hallo,
dann wäre es noch interessant zu wissen, ob die in USA angebotenen Geräte von ICOM technisch identisch, mit den in Deutschland zugelassenen Geräten sind.
Eigentlich sollte es doch so sein, oder?
Gruß
1. Juli 2008: Von Florian Guthardt an Dirk Hautsch
Sind sie, genau die gleichen!

Sogar das Ladegerät für 220V kann man direkt in den USA bestellen!

Einziger nachteil ist teilweise die Garantieleistung, da hat man in D ja normal 2 Jahre...

Aber das schreckt mich jetzt bei einer Handfunke die ich vielleicht 10-20 Mal im Jahr nutze nicht übermässig ab...

Die Preisunterschiede sind im ganzen Luftfahrtbereich einfach riesig, wir haben bei der JNP letzte Woche ein paar Teile gebraucht, die gibt es incl. Steuer und Versand in den USA fast immer 30-50% billiger....

Da fehlt einfach mal wieder die Masse in Deutschland, in den USA bekommt man fast jedes Teil so schnell und unkompliziert wie wenn man in Deutschland ein Teil für seinen VW Golf braucht!
2. Juli 2008: Von Thomas Endriss an Dirk Hautsch
Die Geräte sind identisch, ich habe meines damals mit Eurostecker-Ladegerät bestellt (dann waren zwei dabei, ein US- und ein EU-Ladegerät).
6. Juli 2008: Von Dirk Hautsch an Thomas Endriss
Danke für die Info an Guthardt und Endschi!

PS. Irgendwie hat man den Eindruck, dass alles was mit Luftfahrt zu tun, in den USA deutlich günstiger ist. Wenn ich z.B. an die IFR Approach Plates der FAA denke, die es für eine Hand voll Dollar gibt und die jeweils mehr Airports abdecken, als es in Deutschland gibt und dann mit denen von Jep. in Europa vergleiche, dann kommen mir die Tränen. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. (geringe Nachfrage, führt offensichtlich zu höheren Preisen)

Gruß, Dirk Hautsch
7. Juli 2008: Von Charly Schorr an Dirk Hautsch
Wer immer es schaffen würde amerikanische Preise der GA
in Europa anzubieten hätte den Markt für sich. Aber leider
sind die Mengen, die Kosten und die Steuern bei uns eine
ganz anderes Niveau. Ungefähr 85 % der weltweiten General
Aviation findet in den USA statt.

Zum eigentlichen Thema Handsprechfunkgerät. Wir bieten z.B.
das ICOM IC-A6E zu 348 € inklusive 19 % MwSt an, das hat
aber vorher schon mal 395 € gekostet. Wer sich ein entsprechendes Gerät aus den USA mit bringt, spart sich
natürlich einiges, wie z.B. die 19 % Einfuhr Umsatzsteuer.
Über so Kleinigkeiten das man dabei Zoll und Steuern hinter-
zogen hat, wird gerne hinweg gesehen. Und da gibt es noch
die besonderen Gags der Zulassung. Dieses Gerät ist nur noch
als Bodenfunkstelle zugelassen z.B. für Ballon Rückholer
und kostet dann angemeldet 15 € Gebühr im Monat. Dabei ist
es wirklich hilfreich und ein Sicherheitsfaktor eine Handpatsche dabei zu haben.
Charly Schorr
7. Juli 2008: Von Thomas Kittel an Charly Schorr
Mittlerweile gibt es feine, in Deutschlang zugelassene Icom A20 für ca. 200 € als Gebrauchtteil. Soviel Sicherheit für so wenig Geld sollte man sich gönnen. Das Ding ist immer in meinem Koffer und kann sogar halbwegs vernünftig als VOR handeln, so dass noch eine zusätzliche Redundanz vorhanden ist.

Allerdings sollte man das Nachladen nicht vergessen, denn lt. Murphy ist die Handquetsche nämlich dann gerade leer, wenn man sie echt mal benötigt ;-)

Gruß
Thomas
7. Juli 2008: Von Thomas Borchert an Thomas Kittel
Naja, wenn wir dann schon mit der konkreten Werbung für Shops und Produkte anfangen:

Kein aktuelles Icom-Handgerät ist als Luftfunkstelle zugelassen. Wer also sein Handfunkgerät in der Luft benutzen will, der kann auch ein nicht als Bodenfunkstelle zugelassenes nehmen - rechtlich ist da kein Unterschied. Bei uns bieten z.B. die Geräte von Yaesu//Vertex Standard ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis für diesen Einsatz.

Bei einem Gerät für den Notfall hat meiner Meinung nach ein Akku nichts zu suchen. Da gehört ein Batteriefach rein, bestückt mit Lithium-Batterien, weil die die beste Standzeit haben. Wer sein Gerät auch ab und zu mal zum "Reinhören" verwendet, nutzt am besten dafür den Akku-Pack und legt das Batteriefach für den Notfall fertig bestückt daneben.

Übrigens ist in den meisten Flugzeugen wegen der Abschirmung durch die Zelle die Reichweite ohne externe Antenne erschütternd gering, in der Größenordnung 10 nm.

Schließlich zum Einkauf in den USA: 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer und evtl. Zoll kommen bei legaler Einfuhr immer drauf, ebenso bleibt bei Einkäufen in den USA die Garantie-/Gewährleistungsproblematik. Man muss schon genau hinschauen, ob's dann am Ende immer noch "günstiger" ist - und nicht nur "billiger".

Thomas
www.aeroversand.de
7. Juli 2008: Von Charly Schorr an Thomas Borchert
In einem etwas früheren Posting war auch die Rede von den hohen Kosten eines Jeppesen Manual. Wer sich nicht daran stört, dass die nationalen AIP doch etwas unterschiedlich im Erscheinungsbild sind, kann sich kostenlos die aktuellen Daten und Karten unter www.ead.eurocontrol.int/herunterladen und auch ausdrucken.
mfg
charly schorr
7. Juli 2008: Von Florian Guthardt an Thomas Borchert
Gerade bei der Handquetsche ist es mit Zoll und Co. immer noch massiv billiger, wir reden hier von 200USD vs. 350€!

Bei unserer Mooney habe ich in 10000ft locker 50-60n.m. Empfang, ohne Aussenantenne! Kann aber nicht sagen wie das bei unterschiedlichen Gerätemodellen bzw. Flugzeugzellen so aussieht!
8. Juli 2008: Von Thomas Borchert an Florian Guthardt
Ich hätte konkreter sein sollen: Empfang geht weit. Senden eher nicht.
8. Juli 2008: Von Florian Guthardt an Thomas Borchert
Ok das kann natürlich sein!

Hatte das als Com3 beim Leserflyout benutzt für Atis etc, da Com1 ATC war, Com2 die Company Frequenz...
15. April 2018 15:37 Uhr: Von J. D. an Mathias Göschl

ich ziehe den Faden mal wieder hoch:

zwischenzeitlich sind Handfunkgeräte ja wohl auch im Flieger nutzbar und ich überlege mir ein Yaesu FTA-550L zuzulegen.

Wie ist denn die Gesprächsqualität für die Bodenfunkstelle (z.B. Radar, FIS etc.), wenn ich ohne Adapterheadsetkabel arbeite - und wie weit ist überhaupt die Reichweite, in einer Blechschüssel a la Beech?

Funzen die Dinger nur um im Terminalbereich Gehör zu finden oder ist auch etwas mehr möglich?

15. April 2018 15:43 Uhr: Von Erik N. an J. D.

Im Flieger bei laufendem Motor / im Flug braucht man ein Mikrophon mit zwei Einlassöffnungen, so wie beim Headset, wenn man es als Ersatzgerät für ausgefallenen Bordfunk benutzen will. Um Startup zu requesten gehts auch so.

Reichweite ist mau, habe es mal probiert um zB Langen zu rufen, das funktionierte nicht. In Flughafennähe ging es. Erwarte da nicht zu viel.

16. April 2018 07:06 Uhr: Von Mark J. an Erik N.

Ich habe ein Yaesu FTA-750L als Backup-Gerät. Dieses ist über meine englische (CAA) Radio-Licence "abgedeckt". In dieser steht folgendes:

The licence also authorises the use of Aeronautical VHF Hand portable radio equipment operating in the frequency band 118 to 137 MHz and UHF radio equipment operating in the frequency bands 455.475 to 455.850 MHz and 460.775 to 461.225 MHz for use on the above named aircraft. Emergency equipment operating in frequency bands 121.5 MHZ and 406 MHZ are also authorised.

Damit ist auch klar: die Funke darf nur in Verbindung mit dem Flugzeug benutzt werden, für das die Radio-Licence ausgestelllt ist!

Die CAA hat das Yaesu 550 und 750 hatten in England schon laaaaange vor Deutschland als Backup-Gerät zugelassen.

Zur Verwendung im Cockpit: Beim 750L (beim 550 vermutlich auch) liegt ein Kabel zum Anschluss eines Headsets bei. Bei der Überführung eines Fliegers nach Deutschland ist mir querab Laon die Lichtmachine verreckt (genauer gesagt, querab Laon habe ich es bemerkt). Nach einer Landung in Laon bin ich dann mit der Handfunke (mit angeschlossenem Headset) zum Ziel nach Deutschland geflogen. Auf dem Flug haben ich mit Paris-Information und Langen-Information gefunkt. Das ganze ging absolut problemlos, keine Reichweiten-Probleme. Dazum muss man natürlich sagen, dass es ein Holzflugzeug war. In einer Kiste aus Blech, sieht das Ganze sicher anders aus und die Reichweite dürfte deutlich eingeschränkt sein.

Viele Grüße

Mark


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