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Ein langer Tag quer durch Zentralasien
Einträge im Logbuch: 15
Fotostrecke: Kyoto
10. Oktober 2017 23:51 Uhr Jan Brill

Leserreise: Tag 7


Ankunft in Japan

Nach einem Leg von knapp 900 NM haben wir heute von Khabarovsk im Fernen Osten Russlands aus Japan erreicht. Der Centrair-Airport von Nagoya/RJGG ist unser Einreisepunkt. Der Flughafen ist südlich von Nagoya mitten ins Meer gebaut - auf einer künstlichen Insel. Erwartet und betreut werden wir in Japan wie schon im Jahr 2013 von Peter Steeger, der hier lebt und fliegt und die sehr komplexen Abläufe in der zivilen Luftfahrt hier in Japan bestens kennt.


Der Fuji-San taucht auf. Wie haben Japan erreicht.
Die Ausreise aus Russland dauerte wieder relativ lange, auch dank der drei (3) Gepäckdurchleuchtungen auf dem Weg zum Flieger. Khabarovsk selbst hat bei unserem kurzen Besuch einen sehr guten Eindruck gemacht. Sauber, freundlich und sicher. Englisch ist allerdings absolute Mangelware, so dass sich unsere lokalen Erkundungen in Grenzen hielten.

Insgesamt sind wir natürlich froh Russland hinter uns zu haben, Stopps und vor allem auch die Fliegerei liefen aber sehr viel problemloser als wir das befürchtet hatten. Das einzig wirkliche Problem: Streamline OPS schickte für vier Flugzeuge immer nur einen Handling-Agenten an die Plätze. Dieser war dann sowohl in Chita wie auch in Khabarovsk restlos überfordert wenn mehrere Flugzeuge gleichzeitig ankamen oder abflogen.
Alleine kommt man nämlich keinen Schritt weiter im Flughafen, allein schon wegen der Sprachbarriere. Die “Lösung" von Streamline, alle Crews zusammen abzufertigen, führte dann an den unterschiedlichen Stationen natürlich zu enorm langen Wartezeiten.


Unterflurbetankung für eine Cheyenne. Das haben wir auch noch nicht erlebt.
ATC in Russland erwies sich durchgehend als problemlos und teils sogar ausgesprochen Flexibel, wenn es z.B. darum ging unsere hier ungewöhnlichen Flugzeuge in den lokalen Verkehr einzugliedern. So wurden wir z.B. mehrfach for abfliegende Airliner auf die Piste geschickt, um Wartezeiten zu vermeiden.

Bei enormen Seitenwinden von bis zu 160 Knoten nahmen wir heute Kurs auf das Japanische Meer. Ein letztes Mal kaman warme Jacken und Mützen zum Einsatz. Nach der Übergabe an Tokio Control am Wegpunkt IGROD wurde der Luftraum merklich voller. Praktisch im Minutentakt zog die Morgenwelle der Airliner mit Kurs auf Europa aus Tokio und Osaka an uns vorbei.

Unsere Staffelungs-Aufgabe hatten wir gelöst. Exakt im Abstand von 10 min landeten Mustang, TBM, Cheyenne und Citation ab 13.00 Uhr lokal auf dem Flughafen Centrair/RJGG. Peter Steeger, der hier in Japan eine Handling-Firma betreibt und sich auf die Betreuung ausländischer Flüge spezialisiert hat, erwartete und schon mit seinem Team. Es folgte das unvermeidliche Paperwork und eine extrem gründliche Durchsuchung der Flugzeuge durch den Zoll. Angeblich waren die Zöllner auf der Suche nach Gold, das häufig und unversteuert von Piloten eingeführt würde.

Lediglich das Tanken dauerte lange. Unsere Flugzeuge wurden aus einer nagelneuen Unterflur-Anlange befüllt. Die ungewöhnliche Art der Abgabe ins Flugzeug, nicht über einen zentralen Anschluss, sondern über eine Zapfpistole direkt in den Tank, nahm etwas Zeit in Anspruch.


Im Shinkansen nach Kyoto. Schienenverkehr funktioniert in Japan wie in keinem anderen Land.
Nach der Einreise ging es dann zunächst mit dem Zug nach Nagoya und dann mit dem Shinkansen nach Kyoto, unserem Ziel für die nächsten zwei Nächte. Ohne Peter Steeger währen wir in den japanischen Bahnhöfen restlos verloren gewesen. Wieder einmal erwies sich das Verkehrssystem hier in Japan als derartig komfortabel, schnell und angenehm, dass wir aus dem Staunen nicht mehr herauskamen … bis hin zu den Schaffnern, die sich beim Eintreten und Verlassen eines Waggons erst einmal vor den Fahrgästen verbeugten.

Morgen werden wir Kyoto erkunden und aufmerksam den Wind über dem Westpazifik beobachten, denn am 12. Oktober wollen wir weiter auf die Insel Saipan. Und das bedeutet nach Auftanken in Hachijojima/RJTH einen Flug von 1.150 NM die nördlichen Mariannen-Inseln hinab über den Ozean.


Bewertung: +3.00 [3]  
 




11. Oktober 2017 08:58 Uhr: Von Alexis von Croy an Jan Brill

Klasse, was für ein toller Flug!


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