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16. März 2004 Jan Brill

Flugsicherung: Wenn der Aprilscherz zu weit geht


In Altenburg wird aus einem Luftraum F ein ED(R)

Die DFS hat größte Probleme mit dem Konzept eines unkontrollierten Flugplatzes und den IFR-Bewegungen dort. Das wissen wir. Auch arbeitet die Deutsche Flugsicherung bei der Einrichtung neuer Verfahren nicht unbedingt mit Lichtgeschwindigkeit. Was jetzt jedoch in Altenburg (EDAC) geschah, ist so dämlich und verquer, dass man es kaum glauben mag: Aus einem Luftraum F wurde wegen zwei (2) Flugbewegungen am Tag (!) ein ED(R), welches auch noch von INFO "kontrolliert" wird. Sie haben richtig gelesen! Ein ED(R), mit allem Drumm und Dran: Mit Straftatbestand, §62 LuftVG und Staatsanwalt...

EDAC Low Altitude Enroute
Kein Aprilscherz: Aus einem Luftraum F wird in Altenburg (EDAC) ein ED(R).
© Jeppesen 
Nur einen Tag vor Druckbeginn unserer Aprilausgabe erreicht uns eine besorgniserregende Email aus Berlin. Ein Pilot und Flugzeug Leser macht uns auf den Flugplatz Altenburg (EDAC) aufmerksam. Dort sei aus einem Luftraum F ein ED(R) geworden. Schallendes Gelächter macht sich in der Redaktion breit. Ein ED(R)? Über einem Verkehrslandeplatz? Anstelle eines Luftraum F? Wie bitte!? Wir sind uns sicher - wir haben den Aprilscherz für diese Ausgabe gefunden, bis...

...bis, jemand die neue Low-Altitude-Chart aus dem Regal nimmt: „Hey - das stimmt ja!“. Schlagartig herrscht absolute Ruhe in der Redaktion von Pilot und Flugzeug.
Da steht es. Wo die älteren Daten aus dem FlightStar noch einen praktischen Luftraum F zeigen, steht jetzt ein ED(R) über dem Flugplatz Altenburg. Welches ED(R)? Das würden wir auch gerne wissen. Eine Nummer hat dieses Gebilde nicht. Es heißt einfach „ED(R) AREA ALTENBURG“. Warum auch nicht? Der letzte Hoffnungschimmer: Die DFS hat einen Aprilscherz gemacht!! Oder Jeppesen! Wir suchen und stoßen auf ein Chart NOTAM, herausgegeben am 11. Dezember 2003. Darin heißt es unter „Ausgewählte Berichtigungen zur Luftfahrtkarte ICAO 1:500 000“ lapidar:

„Verkehrslandeplatz Altenburg-Nobitz EDAC (N 50° 59’ E 012° 30’) neues Gebiet mit Flugbeschränkung, Luftraum F geändert und neuer Luftraum E eingerichtet (siehe Sichtflugkarte Altenburg-Nobitz EDAC, 11 DEC 2003 und AIP SUP VFR 13 ENR, 16 OCT 2003)."

Nicht einmal die DFS plant ihren Aprilscherz drei Monate im Voraus! Am späten Abend telefonieren wir mit unserem Leser aus Berlin. Dieser berichtet, das Beschränkungsgebiet sei auf Wunsch des dort anfliegenden gewerblichen IFR-Verkehrs eingerichtet worden. Übrigens sehr zum Verdruss des Flugplatzes, denn nun müsse der Flugleiter, wenn eine Linienmaschine einen der drei Anflüge von EDAC benutze, den ebenfalls zahlenden VFR-Verkehr (=Kunden!) wegschicken. Moment... wer schickt da wen weg? Der Flugleiter eines unkontrollierten Flugplatzes schickt während der Betriebszeiten anfliegenden VFR-Verkehr in die Wüste, weil eine IFR-Maschine im Anflug ist?!? Und dazu wurde ein Namenloses ED(R) eingerichtet?

Das ist wirklich grossartig! Vergessen wir das erprobte Zusammenspiel von VFR, Sichtflugminima, und IFR. Nicht in Altenburg! Wir bekommen das betreffende Blatt aus dem Bottlang. Der Text, der dort zum Thema ED(R) aufgeschrieben ist, liest sich, als habe man einen Fünfjährigen mit dem Glossar der AIP Scrabble spielen lassen. Zitat:

„Das Flugbeschränkungsgebiet darf nur nach vorheriger Erlaubnis von INFO oder Berlin FIS durchflogen werden. Bei IFR An- und Abflügen werden Sichtflüge aufgefordert das Gebiet zu verlassen oder nicht einzufliegen“


Der Flugplan von EDAC. Zwei Flugbewegungen der Ryanair sind da am Tag zu finden. Die DFS erklärt uns: „Am Flugplatz Altenburg-Nobitz finden in verstärktem Umfang gewerbliche Flüge mit Großflugzeugen statt.“
Deutungsversuch: Man glaubt also in Altenburg, dass das, was sonst überall und seit über 50 Jahren funktioniert, nämlich das Zusammenspiel von VFR und IFR, geregelt durch Sichtflugminima und Funkverfahren, ausgerechnet hier, 25 Meilen südlich von Leipzig nicht funktionieren soll. Die hier fliegenden Piloten seien irgendwie zu blind oder zu doof, diese Verfahren (das Grundhandwerk des Fliegens also!) durchzuführen. Und von IFR-Anflügen könne man schon gar nicht erwarten, dass sie bei den im Luftraum F gegebenen Sichflugminima (Flugsicht 5 Km, Wolkenabstand 1,5 Km, 1000 ft) einmal den Blick vom FMS nehmen und durch die andere Glasscheibe, das Fenster nämlich, schauen. Luftfahrt gegen den Rest der Welt! Mir wird klar: Ich habe in den letzten 3 Jahren in Deutschland mehr verpasst als nur Daniel Kübelböck!

Und dann diese Teminologie: Irgendwie war den Menschen, die diese Zeilen aufschrieben ja klar, dass die Regelung durchaus kreativ ist. Man vermied Worte wie „Freigabe“ denn irgendwo (war´s in Pilot und Flugzeug?) hatte man ja gelesen, dass INFO keine Freigaben erteilen kann. Man schrieb also „Erlaubnis“ oder „permission“ und „Aufforderung“ oder „request“.
Was soll das sein? Welche Staffelungsdienste kommen bitte mit einer „Erlaubnis“ in einem ED(R)? Ist das ED(R) jetzt kontrolliert oder unkontrolliert? Wir erinnern uns: Die Verletzung eines ED(R) ist eine Straftat, keine Ordnungswidrigkeit. Aber welchen Stellenwert hat dann eine „Aufforderung“ von INFO? Alles durchaus interessante Punkte, aber mit solchen Details wollen wir uns lieber nicht herumschlagen. Vielleicht erklärt uns das ja bald ein Staatsanwalt...

NfL I - 267/03 gibt dem Irrsinn schliesslich den offiziellen Charakter. Dem staunenden Luftraumnutzer wird da mit Wirkung vom 27.11.2003 erklärt:

„Das Gebiet mit Flugbeschränkungen darf nur durchflogen werden, wenn vor Einflug Funkkontakt auf der Frequenz 123.575 von Altenburg INFO (bei Nichterreichbarkeit auf der Frequenz 125.800 von Berlin FIS) hergestellt ist und während des gesamten Aufenthaltes in diesem Gebiet Hörbereitschaft aufrechterhalten wird. Sofern An- oder Abflüge nach Instrumentenflugregeln mit Luftfahrzeugen mit einer Höchstabflugmasse von mehr als 14000 kg am Flugplatz Altenburg stattfinden, werden zur Aufrechterhaltung der Sicherheit Flüge nach Sichtflugregeln von Altenburg INFO oder Berlin FIS aufgefordert, das Gebiet mit Flugbeschränkungen unverzüglich zu verlassen, bzw. nicht in den Luftraum einzufliegen. Diesen Anweisungen ist Folge zu leisten.“

Darunter liest der erstaunte Bürger: „Zuwiderhandlungen gegen die vorstehend angeordneten Flugbeschränkungen werden nach § 62 des Luftverkehrsgesetzes strafrechtlich verfolgt.“

Im AIP VFR-Supplement der DFS steht dann noch so etwas wie eine Begründung für das alles:
„Am Flugplatz Altenburg-Nobitz finden in verstärktem Umfang gewerbliche Flüge mit Großflugzeugen statt. Die dafür eigentlich erforderliche Platzkontrolle und dazugehörige Kontrollzone sind jedoch gegenwärtig noch nicht verfügbar. Um die Flugsicherheit für IFR An-oder Abflüge >14 Tonnen zu gewährleisten wird daher mit Wirkung vom 27. NOV 2003 das unter II. beschriebene Gebiet mit Flugbeschränkungen eingerichtet.“


Die Sichtanflugkarte von EDAC. Ein ED(R) ersetzt den Luftraum F!
© DFS 
Noch Fragen? Die DFS hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht und das Ergebnis ist eine Konstruktion, in der eine INFO-Stelle VFR-Piloten zu irgendetwas „auffordert“ - jedoch mit der kleinen Besonderheit, dass dahinter ein Staatsanwalt und der §62 LuftVG warten. Willkommen in Altenburg!

Das Thema wird uns sicherlich noch eine Zeitlang beschäftigen. Für die Maiausgabe von Pilot und Flugzeug werden wir die Hintergründe, die Dienstanweisung an den Flugleiter und den Urheber dieser No-Name-ED(R) recherchieren. Wir werden auch sicher mal hinfliegen, denn manche Dinge muss man einfach gesehen haben...


  
 
 




16. März 2004: Von Michael Höck an Jan Brill
Oh Herr , schmeiss Hirn vom Himmel !
Abgesehen von den Ryangurken, die einmal im Schaltjahr kommen, könnte man gefahrlos auf der Bahn Fussball spielen, so wenig ist da los in EDAC.

Besonders RyanAir braucht Schutz, die zahlen bestimmt entweder keine oder nur geringe Landegebühr (ähnlich wie in Hahn ?), deswegen kann nur eins die Antwort sein: Boykott ! Der normal bezahlende Privatflieger wird schlechter behandelt als der wenigzahlende Billigheimer...
Solange diese Dinge in Deutschland an der Tagesordnung sind, kann es gar nicht mehr aufwärts gehen.

Ein Treppenwitz ist dann auch die Gewichtsbeschränkung auf über 14t. Sind Piloten die über 14t fliegen schlechter, können die nicht ausweichen ? Oder sind die unter 14t einfach nur besser ? oder sind die Passagiere, die mit einem unter 14t Flieger kommen, weniger schützenswert ?

Einmal mehr zeigt die DFS, welches Geistes Kind sie ist...die RyanAir möchte und die DFS springt. Es wird Zeit zu Klagen, es fragt sich: wo ist die AOPA?
17. März 2004: Von rolf an Michael Höck
es ist ja noch toller,
der Luftraum F gilt laut NFL I - 267/03 "zusätzlich".
Also unter 14 Tonnen Luftraum Foxtrot, darüber "zusätzlich" EDR330.
18. März 2004: Von T.Lins an Jan Brill
Liebe PuF Redaktion,

wenn's nicht so traurig wäre, könnte man sich glatt totlachen.
Im Moment weiß ich nicht ob ich vor Wut schreien, oder vor Verzfeiflung heulen soll? Dieses Gefühl der Ohnmacht gegenüber dem DFS ist schier unerträglich.

Wenn ich mich nicht verlesen habe, geht's hier darum, den Ryanair Brummer, der einmal am Tag vorbeigeflattert kommt, vor den vielen kleinen Schnaakenhustern zu schützen.

Soweit ich weiß, leben wir in einem demokratischen Staat. (Das wurde mir jedenfalls vor langer Zeit in der Schule erzählt)
Wärend ich den Artikel las, drängte sich mir die Frage auf, ob das überhaupt noch verfassungskonform ist?
Ist das überhaupt legal, das eine Minderheit (einzelner Privatunternehmer) gegen eine Mehrheit (Allgemeine Luftfahrt) Einfluß nehmen darf auf die Gestalltung des Luftraums, um diesen zu seinen Gunsten zu verändern?
Ich habe starke Zweifel, ob das mit rechten Dingen zugegangen ist, mein Gerechtigkeitssinn hegt hier große Zweifel.
Schmierstoffe verringern bekanntlich die Reibungsverluste ;-)
Wäre jedenfalls nicht das erste mal, das so etwas in Deutschland passiert!

Unter den Lesern gibt es bestimmt einige fliegende Rechtsgelehrte, Ich selber gehöre leider nicht zu den Paragraphenkennern! Trotzdem würde es mich interessieren, ob das legal abgelaufen ist?
19. März 2004: Von dr_dreher an Jan Brill
Ich bin Altenburg mehrmals letztes Jahr angeflogen. Die Behandlung dort ist schlicht unerträglich. Dies ging bis zur Androhung von körperlicher Gewalt, als ich als Pilot zu meiner Maschine wollte, die an der GA abgestellt war und ein Ryanairfleiger erwartete wurde. Eine Show mit zwei riesigen - eines davon natürlich nagelneu - Löschfahrzeugen, BGS Fahrzeugen und mehreren in Umgang und Dienstleistung noch im Mittelalter steckengebliebenen "Türmern" haben mich veranlasst Altenburg absolut zu meiden.
Ich wollte einmal auf dem Turm Wetter einholen, man war nicht in der Lage, auf dem Computer im Turm DWD zur Verfügung zu stellen. Kennwort für Meto nicht bekannt.
Erhöhter Lärmschutz einmal nicht berücksichtig, den zuviel abgerechneten Betrag habe ich nie wieder zurückerhalten, der "Türmer" konnte die Kasse nicht bedienen, er wusste nicht wie man storniert oder eine Auszahlung eingibt, usw.
Landegebühr: Soweit ich weiss, zahlt der Staat Thüringen die Landegebühr für Ryanair, damit wenigstens etwas los ist auf diesem Platz.
Als Kunde stimme ich einfach mit meinen Füssen ab und bleibe weg. Führt die Türmer einfach in die Arbeitslosigkeit in der Hoffnung, dass die nächste Generation besser ist.
Dr. Harald Dreher
23. März 2004: Von airklaus an Jan Brill
.... so funktioniert doch inzwischen unsere ganze Republik. Dilletantismus wo man hinschaut. Das wird dann einfach als unvermeidliche handwerkliche Fehler bezeichnet. Oder, wir haben es nicht geschafft unseren Bürgern diese notwendigen Maßnahmen verständlich zu erklären. Das war's und ändern wird sich nichts. Beispiele hierfür gibt es viele.

Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen, stimmen wir mit den Füssen ab, damit sich was ändert.

Gruß
Klaus Schulze
25. März 2004: Von Holger Villringer an Jan Brill
Lasst uns einfach dieses Provinzplätzchen boykottieren, dann kann O´Learys Reiernair den ganzen Tag den Luftraum für sich haben. Wer nicht unbedingt hin muß sollte auch Hahn meiden. Plätze wo wir, die GA ausgenommen werden wie die Weihnachtsgänse und im Gegenzug die Billigflieger hochsubventioniert werden, sollten spüren, dass auch die Kleinfliegerei ein Wirtschaftsfaktor ist.
9. April 2004: Von bschmidt an dr_dreher
"Führt die Türmer in die Arbeitslosigkeit"

So eine Aussage von einem Gelehrten?
Das ist einfach peinlich und vertritt bestimmt nicht die Meinung von dem Großteil von uns GA-Piloten.
Die GA hat eh schon eine schwache Lobby, also warum noch die Zusammenarbeit zwischen Flugsicherung und Privatpiloten diskreditieren, die meiner Erfahrung nach zu 90% hervorragend klappt.

Die Beiträge auf dieser Website lassen meines Erachtens zu einem großen Teil erahnen, dass hier hauptsächlich "millitante" Flieger schrieben, die auch auf die Wahrung eines Gewissen Niveaus wenig Wert legen.

Ist es so schwer zu begreifen? Man kann auch über alles sachlich diskutieren.

Und by the way ... ich finde diese ED-R-Regelung an einem Verkehrslandeplatz auch absolut daneben und lächerlich.


Benjamin
10. April 2004: Von dreher an bschmidt
Sehr geehrter Benjamin,

selbstverständlich dürfen Sie Ihre Ansicht frei äussern, aber Ihrer Aussage dass die Zusammanarbeit zwischen Flugsicherung und GA Piloten gut funktioniert, ist ja unbestritten. Nur seit wann ist ein Mitarbeiter im Turm (Beauftragter für Luftaufsicht) auf einem Platz wie Altenburg ein Mitarbeiter der Flugsicherung ?

Sie liefern ein gutes Beispiel wie es nicht laufen sollte. Sie verunglimpfen pauschal die Teilnehmer an einer Mail-Diskussionsrunde.
Woher nehmen Sie die Arroganz zu schreiben, dass Ihre Aussage die die Meinung der Mehrheit der GA Piloten sei? Wer autorisiert Sie dazu? Wo ist die Quellenangabe?

Ihren Äusserungen könnte man entnehmen, dass Ihnen eventuell der notwendige Sachverstand fehlt, deshalb folgender Vorschlag:

Das resignierende Anprangern dieser Situation nutzt wirklich nichts. Machen Sie sich einfach sachkundig, bringen Sie sich auf Kenntnisstand, (damit sie es leichter haben: vor allem die einschägigen Gesetze der JAR FCL z.B. Annex 14 und der einschlägigen NFL´s...), formulieren Sie konkrete Vorschläge, machen Sie Eingaben und bringen Sie sich doch ein.

Dies würde den GA Piloten, der GA Luftfahrt und den Betroffenen vermutlich mehr helfen, als die Bemerkung dass auf dieser Website nur "militante Flieger" ihre Kommentare abgeben.

Also meine Aufforderung an Sie:
Zeigen Sie, dass Sie besser sind als Ihr erster Eindruck den Sie hinterlassen haben und arbeiten Sie mit.

Mit fliegerischem Gruss

Dr. Harald Dreher

###-MYBR-###
11. April 2004: Von bschmidt an dreher
Hallo Herr Dreher (Sie verzeihen sicherlich, daß ich Sie nicht mit "Herr Doktor" anspreche?)!

Natürlich haben Sie Recht, ein BfL hat nichts mit Flugsicherung zu tun, das war wohl etwas falsch ausgedrückt von mir.
Trotzdem ist Ihre Aussage "führt die Türmer in die Arbeitslosigkeit" völlig unsachlich und daneben.
So eine Aussage ist unter gebildeten Menschen inakzeptabel.
Was werfen Sie den BfL's denn konkret vor?
Dass Ihr Arbeitgeber ihnen kein PC-MET zur Verfügung stellt?
Oder aber, dass sie keine Einweisung in das Kassensystem bekommen haben?
Und deshalb wünschen Sie den Mitarbeitern, daß sie ihren Job verlieren und ihre eventuell vorhanden Familien nicht mehr ernähren können?
Nun ja, ich kenne die Umstände in EDAC nicht wirklich, ich muß gestehen, ich war noch nie dort (und nachdem was ich gehört habe, würde ich diesen Platz wohl auch meiden).
Was jedoch schon nach starkem Tobak klingt, ist dass Sie von einem Großaufgebot an Einsatzkräften gehindert werden zu Ihrem Flugzeug zu kommen.
Das sind natürlich wirklich keine Zustände.

Wie bringen Sie sich denn eigentlich sachlich ein?
Ihr Beitrag liess leider keinerlei Sachlichkeit und konstruktive Kritik erkennen.
Sie kritisieren mich, selbst bringen Sie jedoch noch weniger konstruktive Verbesserungsvorschläge ein.

Diese unsachliche Art tritt hier in diesem Forum vermehrt auf, das ist das was ich sagen wollte, und dieser Meinung bin ich auch nach wie vor.
Dies war insbesondere wenn es um "Obrigkeiten" wie DFS oder Landesluftfahrtbehörden geht jedoch immer schon die Eigenart von PuF, man muss es vielleicht einfach hinnehmen (ich möchte Jan Brill hiermit jedoch nicht diskreditieren, über seine Arbeit habe ich mir bisher kein Bild gemacht).

Mangelnde Sachkenntniss lasse ich mir von Ihnen in keinster Weise vorwerfen.
Mein HIntergrund in der Fliegerei, das stelle ich einfach mal in den Raum, dürfte um einiges tiefgründiger sein, als Ihrer.
Ich bin seit vielen Jahren beruflich in der Luftfahrt tätig (Nein, nicht als Flugleiter oder BfL) und kann von mir behaupten mit aktuellen Verfahren und Gesetzesgrundlagen relativ vertraut zu sein.
Auch habe ich sehr viel mit GA-Piloten zu tun, und daher nehme ich mir auch das Recht zu behaupten, dass ich in der Lage bin die Meinung eines großen Teils der GA-Piloten wiedergeben zu können.
Dies hat nichts mit Arroganz zu tun.

Viele Grüße und frohe Ostern,
Benjamin Schmidt
11. April 2004: Von dreher an bschmidt
Hallo Herr Schmidt,

wunderbar, solche Männer und Kapazitäten braucht das Land.

Nie dort gewesen, aber wissend.
...habe gehört, mir wurde erzählt...
Sachverständig...

Lange in der Branche, - Wissen nimmt nicht zwangläufig mit der Länge der Verweildauer in der Branche zu - (was können Sie heute besser als vor x Jahren, wenn sich das Aufgabenfeld nicht vertikal oder horizontal geoffnet hat?)

Selbstverständlich dürfen Sie im Namen vieler sprechen, haben Sie dazu ein Mandat?

Wenn Erfahrungsberichte dazu dienen, dass der geneigte Leser seine individuellen Schlüsse ziehen kann, dann hat dieser Erfahrungsbericht ja zu einer Erhöhung Ihrer Luftfahrtkompetenz geführt. Sie wollen den Platz ja auch nicht mehr anfliegen.


Leider ist dies ja nur die halbe Miete, es muss ja auch gehandelt werden um unhaltbare Zustände zu verringern oder zu beseitigen. Auch um Verursacher auf diese Zustände hinzuweisen.

Zu Ihrem Punkt notwendiger Aktionen:
Um eine Änderung wirklich zu bewirken ist eine Veröffentlichung von Aktionen und während des Dialogs Beteiligter nicht hilfreich, dies geschieht derzeit bilateral und ganz vernünftig im Stillen.


Und damit sollte unser kleiner Dialog auch beendet sein.

Mit fliegerischem Gruss
Dr. Harald Dreher
12. April 2004: Von paultyburski an bschmidt
Hallo Herr Schmidt,
was sind Sie denn für Einer?
Da beschreibt Jemand wie Herr Dreher oder Airklaus einen wirklich reformbedürftigen Zustand und Sie bezeichnen Leute mit gesundem Menschenverstand als millitante Flieger.Ihr,"Man kann ja auch über alles sachlich diskutieren"trifft den Zustand der Gesellschafft in De.schlechthin.Es wird gesabbelt bis die Luft ausgeht und positiv verändert sich wenig,weil die Sesselkleber mit den Lobbyisten längst konsequent vollendete Tatsachen geschaffen haben,während Leute wie Sie noch diskutieren.Diese Strickpullovermentalität hat uns dahin geführt wo wir jetzt sind.
Bin auch schon vor Jahren mit einem Verkehrsflugzeug in Altenburg gelandet.Wenn drei Kleinflieger kurz zuvor und nach mir gelandet wären hätte mir das nichts ausgemacht.Nachdem ich das jetzt zufällig gelesen habe,fliege ich mit einem Kleinflugzeug auch nicht mehr dorthin,obwohl ich in der Gegend häufig zu tun habe.
Viele Grüsse aus USA
Paul Tyburski
13. April 2004: Von bschmidt an dreher
Herr Dreher,

irgendwie scheine ich Sie ja doch getroffen haben.
Sie vermeiden es in jedem Ihrer Antwortpostings auf meinen konkreten Vorwurf, dass Sie offenbar keine Erziehung genossen haben, zu antworten.
Ich fasse mich jetzt kurz: Zu fordern, dass die armen, kleinen BfL, die für die ganze Lage wahrscheinlich wirklich nicht viel können, ihren Job verlieren ist weder konstruktiv noch überlegt, noch intelligent.
Sie weichen aus und Ihre Schläge treffen ins Leere.
Ich muss nicht in EDAC gewesen sein, um Ihr mieses Niveau kommentieren zu können zu können.

So, jetzt ist diese Diskussion auch von meiner Seite aus beendet.

Benjamin Schmidt
13. April 2004: Von bschmidt an paultyburski
Hallo Herr Tyburski,

was ich für Einer bin?
Was für eine Antwort erwarten Sie?
Jemand der ein wenig Anstand und Niveau einfordert würde ich sagen.
Wie kommen Sie darauf, dass ich AirKlaus irgendetwas vorwerfe?
Das tue ich ganz bestimmt nicht, da ich weiss, dass AirKlaus NICHT zu jenen gehört, die sich hier mal Gedanken über Niveau machen sollten.

Sie müssen mir bitte einmal erklären, seitwann Benimm und das einhalten gewisser Regeln im Umgang mit Menschen "Strickpullovermentalität" ist.
Es ist wohl eher ein Zeichen von persönlichen Defiziten, wenn man nicht in der Lage ist solche Dinge zu beachten.

Nun ja, von meiner Seite ist die Diskussion hiermit beendet.

Benjamin Schmidt
14. April 2004: Von dreher an bschmidt
Sehr geehrter Herr Schmidt,

haben Sie sich jetzt in der Anonymität des Chats mal richtig ausgesprochen ?
Endlich haben Sie es allen Beitragsteilnehmern so richtig gezeigt, wer im Besitz von Intelligenz, Anstand und Benimm ist.

Gut so.
Raus mit den Emotionen.

Nachdem Sie ja so "intelligent und erfahren" sind, würde ich Sie gerne ein wenig nachdenklich machen.


Es gibt ein altes Sprichwort:

Gegen Dummheit sind selbst Götter machtlos.


Deshalb sei mir ein kleiner Hinweis an dieser Stelle vergönnt:
Es ist wirklich besser, wenn Sie den Dialog beenden und schweigen.

Und nun, für Sie alles Gute und ein langes, so von Sachverstand, Benimm und Anstand geprägtes Fliegerleben.

Mit herzlichstem Gruss

Dr. Harald Dreher

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