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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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17. Juli 2023 10:50 Uhr: Von Mike G. an Patrick Lienhart

Ich kenne die Fliegergehälter dort. Die pilot shortage führt zu steigenden Gehältern und die 1500 Stunden sind u.a. ein Grund dafür, weil die Kosten für eine Lizenz höher sind. Weshalb sollten die 1.500 Stunden also ein Traum sein? Vielleicht für diejenigen die den Job schon haben, aber sicher nicht für die Aspiranten.

Richtig, in der EU ist die Luftfahrtregulierung mit unzähligen Mehrfachstrukturen ein Innovationsverhinderer. In Deutschland ist der Föderalismus ein Killer. Die Luftfahrt gehört auf Bundesebene, besser ausschließlich auf EU-Ebene reguliert. Z.B. gehören Lizenzen für alle EASA-Staaten ausschließlich in Köln ausgestellt (analog zu Oklahoma City). Dann fielen endlich massenhaft Verzögerer- und Verhinderjobs weg. Es ist dann aber immer noch so wie Henne und Ei. Ohne nutzbare Luftfahrtinfrastruktur bildet sich kein Markt und aufgrund des kleinen Marktes bildet sich keine kundennahe Infrastruktur. Hier wären ein paar Milliarden Anschub nötig. Eben wie in den USA z.B. das airport improvement program. Außerdem muss die Diskriminierung der GA aufhören und als notwendige Verkehrsinfrastruktur deklariert werden, damit die Ideologen nicht mehr alles verhindern können (z.B. Betriebszeiten, Anflugverfahren, Landebahnverlängerungen usw).

17. Juli 2023 15:36 Uhr: Von F. S. an Mike G.

Ich glaube, da kann man durchaus bei einigen Punkten anderer Meinung sein:

gehören Lizenzen für alle EASA-Staaten ausschließlich in Köln ausgestellt

Wir sind keine vereinigten Staaten von Europa (und ich finde das gut so) und deswegen wäre die Ausstellung von Lizenzen durch eine (noch zu schaffende, denn die EASA ist dafür völlig falsch aufgestellt) EU-Behörde sehr weit weg vom heutigen Verständnis der Aufgaben der EU allgemein.

Es ist dann aber immer noch so wie Henne und Ei. Ohne nutzbare Luftfahrtinfrastruktur bildet sich kein Markt und aufgrund des kleinen Marktes bildet sich keine kundennahe Infrastruktur. Hier wären ein paar Milliarden Anschub nötig.

Ich teile die Auffassung nicht, dass wir nur ein paar Milliarden für Infrastruktur bräuchten und schon hätten wir einen Luftfahrt-Markt, wie in den USA. Das Problem ist, dass Europa einfach zu kleinteilig und unsere Bahn- und Strasseninfrasturkur viel besser, als in den USA. Dadurch besteht einfach nicht so viel Bedarf.

Wenn wir wirklich etwas für die Luftfahrt tun wollten, dann müssen wir den Zugverkehr stark einschränken (Ok, die Deutsche Bahn gibt sich alle Mühe ;-)) und ein europaweites Tempolimit von höchstens 100km/h auf Autobahnen einführen (das ist für die allermeisten Länder eine verreingerung der Geschwindigkeit und damit Erhöhung der Fahrzeit um 15-25%). Dann fängt GA an, attraktiv zu werden.

17. Juli 2023 19:46 Uhr: Von Mike G. an F. S.

Lizenzen / EASA: Auch ich bin gegen die vereinigten Staaten von Europa. Aber zumindest sollte das Lizenzwesen harmonisiert (Formulare) und vollständig digitalisiert werden.

Infrastruktur: Der Bedarf besteht sehr wohl. Ich habe beruflich ständig mit Menschen genau dieses Anforderungsprofils zu tun. Nur macht es unter gegebenen Voraussetzungen oftmals einfach keinen Sinn sich ein Flugzeug zuzulegen, wenn es dann nicht zuverlässig als Fortbewegungsmittel genutzt werden kann. Ich muss mir von interessierten Nichtpiloten hierzulande oft anhören, dass dies ja alles nicht so besonders planbar wäre und sie deswegen lieber Abstand von Lizenz und Flugzeug nehmen. Habe ich in den USA nie gehört, weil ein Flugzeug - abgesehen vom Wetter - dort wie ein Auto nutzbar ist.

Die anderen Verkehrsträger ebenfalls zu diskriminieren wäre ein sozialistischer Ansatz und würde in die Zeit passen: Einfach alles gleich schlecht machen... am besten noch Betriebszeiten und Sloteinschränkungen für Autobahnen....

Meine ganz frische und neueste Erkenntnis: Ich wurde polizeilich kontrolliert, da ich Abends nach "Betriebsschluss" an einem umzäunten VLP nochmal an mein Flugzeug wollte und einfach durch das Tor lief, nachdem ein Auto den Platz verließ. Ein Blockwart rief tatsächlich die Polizei! Das wird wohl noch lustig, wenn sich tatsächlich etwas in Richtung FoF ändert und manche Platzbetreiber nicht ansatzweise Lösungen dafür parat haben und in der Vergangenheit leben. Es ist schlicht Irrsinn...

17. Juli 2023 21:08 Uhr: Von Philipp Tiemann an Mike G.

Das wird wohl noch lustig, wenn sich tatsächlich etwas in Richtung FoF ändert und manche Platzbetreiber nicht ansatzweise Lösungen dafür parat haben und in der Vergangenheit leben. Es ist schlicht Irrsinn...

In dem Fall wird gar nichts lustig, denn wenn der Platzbetreiber nicht will, ändert sich dort absolut gar nichts.

17. Juli 2023 21:12 Uhr: Von F. S. an Mike G. Bewertung: +2.00 [2]

Ich wurde polizeilich kontrolliert, da ich Abends nach "Betriebsschluss" an einem umzäunten VLP nochmal an mein Flugzeug wollte und einfach durch das Tor lief, nachdem ein Auto den Platz verließ. Ein Blockwart rief tatsächlich die Polizei!

Das "Blockwart" ist Deine Wertung (die ich übrigens in der Wortwahl für grundsätzlich unangemessen halte).

Es könnte ja ganz vielleicht auch so sein - nur theoretisch - dass ein aufmerksamer Mitbürger gesehen hat, wie sich eine Person offensichtlich ohne Schlüssel/Zugangskarte durch ein sich schliessendes Tor in den umzäunten Flugplatzbereich geschlichen ist. Dieser Mitbürger hat gerade von Klimaklebern und Flugzeuganmalern in den Nachrichten gehört.

Wenn diese Person nicht Du gewesen wärst sondern wirklich ein Klimakleber - und der in der Nacht Dein Flugzeug angemalt hätte. Würdest Du dann auch noch sagen: "So ein Glück, dass die Nachbarn des Flugplatzes die das gesehen haben keine "Blockwartmentalität" hatten und deswegen nicht die Polizei gerufen haben" ?!?
Oder was wäre wohl die ungeteilte Meinung des Forums, wenn der augenscheinlich unbegerechtigte Zugang zum Flugplatz zwar beobachtet worden wäre, aber die Polizei gesagt hätte: "Ach ne, wir können ja nicht wegen jedem Blockwart rausfahren"?

17. Juli 2023 21:14 Uhr: Von Mike G. an Philipp Tiemann

Dann wäre es notwendig, unkooperativen Verkehrslandeplätzen (Betriebspflicht) dies anzuordnen. Sollten sie dem nicht nachkommen, müssen sie den Status als VLP verlieren oder - sofern es keine Alternativen in der Nähe gibt - der Platz ist als Bestandteil öffentlicher Infrastruktur zwangsweise in öffentliche Hand zu überführen.

Auch hier wieder FAA: Der Platzbetreiber hat - sofern er öffentliche Mittel erhält - nachzuweisen, weshalb ein 24/7-Betrieb nicht möglich ist. Die Behörde hat dies zu überprüfen und bei Nichtvorliegen von Ausschlussvoraussetzungen den 24/7-Betrieb anzuordnen. Das Dokument aus den 80er Jahren hatte ich schonmal hier eingestellt. So anders und besser kann geltendes Recht sein.

17. Juli 2023 21:24 Uhr: Von Mike G. an F. S.

Eine wie auch immer geartete Zutrittskontrolle kann ja stattfinden. Das ein Platzbetreiber aber den Fall, dass ein Pilot nach "Betriebsschluss" an sein Flugzeug will, nicht vorsieht (wurde mir von einem herbeigeeilten Ewiggestrigen deutlich so gesagt), ist definitiv ein handfestes Problem. Hier gäbe es einfache Lösungen wie eine Zutrittsapp etc.

Jetzt wird es leider politisch. Das Problem liegt woanders: Es kann und darf nicht sein, dass Straftäter nicht angemessen und zeitnah belangt werden. Wären die Strafen angemessen und abschreckend, käme kein vernünftiger Mensch auf die Idee solche Straftaten zu begehen. Andernfalls ist eine solche Person als gemeingefährlich dauerhaft in die Psychatrie einzuweisen. Wir leben leider in einer vollkommen durchgeknallten Welt . Die Gesellschaft hat sich aber noch nicht auf solche Ideologen und Fanatiker jedweder Coleur eingestellt, welche vom Rechsstaat wie wir ihn kennen nicht mehr abgeschreckt werden.

Auch in den USA könnte sich jederzeit ein "Aktivist" Zugang zum Platz verschaffen und dort Straftaten begehen. Soll deshalb die dortige Freiheit aufgegeben werden? Sollen die Plätze hier oder dort Unsummen in Überwachung oder gar Bewachung stecken? Soll jeder Grasplatz nun einen Hochsicherheitszaun errichten, damit kein Unbefugter aufs Gelände kommt? Das wäre das Ende der Freiheit und ein Einknicken gegenüber Erpressern.

17. Juli 2023 21:33 Uhr: Von Malte Höltken an Mike G.

als Bestandteil öffentlicher Infrastruktur zwangsweise in öffentliche Hand zu überführen.

Das willst Du nicht wirklich.

17. Juli 2023 21:40 Uhr: Von Mike G. an Malte Höltken

Nein, will ich nicht. Aber ich weiß auch nicht, wie Stillstand und Verweigerung anders aufgelöst werden könnten. In den USA sind die Plätze in der Regel in kommunaler Hand und ein Flugplatzbetreiber pachtet die Nutzungsrechte für die Dauer einer Ausschreibungsperiode. Dies klappt ganz offensichtlich sehr gut.


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