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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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7. Juli 2015: Von Malte Höltken an Markus Doerr
"So ist die Welt, große Konzerne müssen zusammenhalten."

Ist dem wirklich so?

Zitat:
"According to our loan agreement as of May 15th 2014 neither Pipistrel is entitled to use our Motor nor make anyone else use our Motor without our consent during any flight whatsoever."

Was in den Vereinbarungen wirklich steht bleibt mir verborgen, aber wenn ich unsere 172 verchartere und jemanden dabei erwische, wie er mit dem Flieger Kunstflug macht, bestehe ich auch darauf, daß er das gefälligst unterlasse und dann fliegt der keinen Meter mehr mit meinem Flugzeug. Egal ob er einen FAI-Loopingrekord aufstellen will, oder nicht. Erst recht, wenn er sie dafür weiterverchartert.

Sind die Anschuldigungen an Airbus in irgendeiner Weise geprüft oder belegt?
7. Juli 2015: Von Roland Schmidt an Malte Höltken
Sehe ich prinzipiell auch so - wer verleiht entscheidet über die Nutzungsbedingungen.

Im übrigen auch nicht ganz unüblich. Ich erinnere mich, dass z. B. BMW auch nicht wollte, dass deren Motorradmotor in die Luft geht, weiß aber nicht, wie weit man da ging (obwohl in der JU 52 auch BMW verbaut sind und das weiß-blaue Logo einen drehenden Prop darstellen soll :-).....

7. Juli 2015: Von Malte Höltken an Roland Schmidt
und das weiß-blaue Logo einen drehenden Prop darstellen soll

in etwa so?


7. Juli 2015: Von Viktor Molnar an Roland Schmidt
Ich glaub, Du meinst einen anderen Fall: Die Vickers Vimy Replica hatte zwei moderne BMW V 12 eingebaut für nachgeflogene Rekorde, z.T. Weltumrundungen vor einigen Jahren. Für die Strecke durch USA hatte BMW America Einwände haftungsmäßig. In Folge wurden dann zwei Chevy Motoren eingebaut, um die Reise abschließen zu können.
Die Schweizer Ju 52 und der kleine Oldtimer haben "richtige" BMW Flugmotoren, da kann BMW schlecht meckern.

Vic
8. Juli 2015: Von Volkmar Salm an Viktor Molnar
na bitte, da kann man doch nicht einem privaten Unternehmen den Vortritt lassen

elektrisch über den Kanal

hier direkt von Airbus

Volkmar
Ich habe jetzt - spät - doch noch das Original-Schreiben von Siemens gelesen:
Zunächst einmal stellt Siemens überrascht fest, dass der Motor genutzt (und nicht nur angeguckt?) wird.
Ja, potzblitz: Sie verleihen einen Motor an einen Flugzeughersteller, und sind irritiert, dass damit geflogen wird?

Vielleicht wurde der Motor ja wirklich nur als Dummy zum Angucken verliehen, dann hätte Siemens vertraglich recht.
Schade ist, wenn man mit gewissen patriotischen Gefühlen Siemens eine Zukunft wünscht, dass die Firma auch hier scheinbar nicht eine Komponente objektiv am Markt als Technologieführer präsentieren kann, sondern die Winkelzüge benötigt.

Ich bin zwar "erst" 46, aber ich habe den Niedergang von Siemens recht bewusst wahrgenommen: Von einer Firma, die ursprünglich "alles" konnte, zu einer Firma, die vor ein paar Jahren in Zwischenschritten feststellte, nur noch Medizintechnik und Kraftwerksbau zu können. Inzwischen nur noch Letzteres im Kern. Irgendwann wird sie auch das nicht mehr können und vollständig ihre Sinnlosigkeit feststellen.

Ob Anzeigen wie "www.siemens.de\career" vor zehn Jahren, wo ich eine Personalfrau von Siemens fragte: "Wissen Sie, wen Sie anrufen können, wenn Sie feststellen, dass der Slash falsch steht?", Berichte von Abteilungen, in denen jeder Geburtstag "Sekt ab dem Morgen" bedeutet, oder die eigene Erfahrung mit Siemens als Lieferanten: Wenn eine Institution sich zum Verfall entschlossen hat, ist das schwer aufzuhalten. Es ist vielleicht nicht dem Einzelnen gegenüber gerecht, wenn die letzten 1000 Mitarbeiter entlassen werden - systematisch richtig ist es schon.
Die impotente Rechtfertigung im Siemens-Brief richtet sich wohl eher an Technik-Analphabeten. Aber es erstaunt mich, daß die Vertragsbedingungen lt. Siemens einen Flug verbieten und Pipistrel das trotzdem macht, den Ärger sieht man doch von weitem kommen. Auch merkwürdig, daß Pipistrel einen Flug über den Ärmelkanal plant, gerade drei Tage, bevor Airbus genau das beabsichtigt.

Man kann sich natürlich auch fragen, warum Siemens einem quirligen winzigen Hersteller einen Motor zur Zellenintegration leiht, gleichzeitig aber den bestimmungsgemäßen Flug verbietet. Nun ist Siemens natürlich kein ingenieursgetriebenes technikaffines Unternehmen, aber trotzdem...
10. Juli 2015: Von ingo fuhrmeister an Alexander Callidus Bewertung: +3.00 [3]
genossen - ich weis nicht, wo euer problem ist.

wenn es vereinbarungen gibt, nur zellenintegration - dann eben nur zellenintegration.

wenn keine zulassung vorliegt, kann siemens sogar das anschauen vertraglich verbieten.

wir kennen nicht das loan-agreement!

mfg
ingo fuhrmeister
10. Juli 2015: Von Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu an ingo fuhrmeister Bewertung: +7.67 [8]
Gerade per Mail erhalten:

Dear All,


It is my pleasure to inform you that our friend Hugues Duwal after reading the information that Pipistrel was blocked in flying across the English Channel today became the first electric aircraft to cross the English Channel in his CRI-CRI E-Cristaline Electric aircraft.


https://sl.wikipedia.org/wiki/Colomban_Cri-cri


https://www.youtube.com/watch?v=rkEHIv1o7u8.


As Duwal already had the permanent permit to fly his aircraft there was no need to ask for a permit to fly over the English Channel, but only to fill the flight plan. It was possible to keep the flight information secret up to the end.


From the available information that we have, shortly after the flight announcement, an order was issued to stop him but he did not respect it and

he successfully crossed the channel this evening, 9. July 2015 in the first flight over the channel with electric powered aircraft in the history .


HUGUES DUWAL is former world electric aircraft speed record holder: https://www.wired.com/2011/07/electric-airplane-pilot-breaks-own-speed-record/


Attached the photo after the successful flight.


We congratulate Hughes for his achievement and wish him a great celebration tomorrow!


Ivo Boscarol





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Duwal.JPG

10. Juli 2015: Von Lutz D. an Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu Bewertung: +3.00 [3]
So geil...
10. Juli 2015: Von Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu an Lutz D. Bewertung: +7.00 [7]
Schlechte (Allgemein)-Presse, enttäuschte Partner und trotzdem Ziel nicht erreicht: Das Leben kann so gerecht sein.
10. Juli 2015: Von Tee Jay an Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu
ich freue mir... aber sowas von...

;-)
Ich möchte die langen Gesichter bei Airbus sehen....
10. Juli 2015: Von Olaf Musch an Adam Trzcinski

Wenn ich das richtig lese, haben die tatsächlich eine Pressemitteilung rausgegeben, dass sie die ersten waren:

https://www.airbusgroup.com/int/en/innovation-environment/airbus-e-fan-the-future-of-electric-aircraft/Cross-channel-flight.html

Das wird noch lustig, wenn die die widerrufen müssen

Olaf

10. Juli 2015: Von Roland Schmidt an Olaf Musch
Mein Gott, wenn die wüssten, wie lebensgefährlich das Fliegen mit Elektromotoren über Wasser ist - was für Hasardeure!!!!!
10. Juli 2015: Von Markus Doerr an Olaf Musch
Wie schreiben sie so schön dass es der erste Flug einer elektrischen Twin war.
Die Cri Cri ist doch auch eine Twin. Schlecht recherchiert.
10. Juli 2015: Von Olaf Musch an Markus Doerr

Tja, wenn sie mit einer E-Single geflogen wären, dann hätten sie von der Pressemitteilung ja noch irgendetwas retten können, aber so... ;-)

10. Juli 2015: Von Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu an Olaf Musch
Mittlerweile ist die Nachricht ja auch in der breiteren Presse angekommen, und Hugues Duval hat es auch veröffentlicht:

Den "Herrje, der "Twin-Disclaimer" nutzt ja nichts"-Gedanken hatte ich auch. Jetzt geht es eher um die Frage: "Wie hat Hugues Duval abgehoben?"
Beim Guardian finde ich den ausführlichsten Artikel.
10. Juli 2015: Von Olaf Musch an Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu

Ich wüsste nicht, wie man eine CriCri von einem anderen Flugzeug starten könnte.

Dafür bräuchte es ja wieder eine getestete und zugelassene Trägevorrichtung an einem geeigneten anderen Flugzeug. Und gerade aufwändige Tests und Zulassungen wollte CriCri sich doch ersparen.

Und die CriCri ist durchaus Eigenstart-fähig, wie wir im Youtube-Video sehen können.

Das wird noch spannend.

Olaf

10. Juli 2015: Von Tee Jay an Olaf Musch
wow sogar eine komplett fertige Website... die ist auch nicht gerade mal eben entstanden, sondern bestimmt seit Monaten von einer Werbeagentur konzipiert... Pfui Siemens! Pfui Airbus!

Hervorragendes Beispiel für Mismanagement oder für schwarmdummes Verhalten würde Günther Dueck sagen...
10. Juli 2015: Von Volkmar Salm an Tee Jay
Kann es sein, daß die CriCri geschleppt wurde. Auf den Bildern ist da sowas wie eine Schleppkupplung im Rumpf erkennbar.

btw, von der Alpenüberquerung von Stuttgart aus spricht niemand :-((
10. Juli 2015: Von Alexander Callidus an Olaf Musch
10. Juli 2015: Von Lutz D. an Alexander Callidus
Dann doch enttäuschend.
10. Juli 2015: Von Alexander Callidus an Lutz D.
Och doch, mich beeindruckt das. Irgendwo gelesen, seine Motoren hätten (je?) 35cv=26kw und die Batterien 3kWh. D.h. ca 3,5 min bei Vollgas. Nun braucht die CriCri nur irgendwas um 2x66% von 10 PS zum Fliegen, also vielleicht 10 kW insgesamt, d.h. allerhöchstens 15-20min Flugzeit. Das ist halt etwas knapp für ne Ärmelkanalüberquerung mit Start und reicht gerade so für einen Horizontalflug während der Überwasserstrecke.

Aber: da fliegt einer mit einer vierzig Jahre alten intellektuellen Übung (kleinstes manntragendes Flugzeug) plus ein paar Elektromotoren einem Konzern um die Ohren, der 25 Millionen Euro in die Entwicklung eines Basis-Trainers mit den Flugleistungen etwa von 1909-1910 gesteckt hat. Und der dann noch massiven politischen Druck ausüben muß, damit eine winzige Firma mit einer handvoll Mitarbeiter und einer Ein-Mann-Entwicklungsabteilung nicht mit einem marktfähigen Produkt vergleichbarer oder besserer Leistung zuvorkommt.

Aber wie gesagt, ich verstehe bei der bisher bekannten Rechtslage nicht, warum Pipistrel solchen Ärger sehenden Auges angezettelt hat.
13. Juli 2015: Von Norbert S. an Alexander Callidus
heute kommt av-web mit der Nachricht, dass die erste elektrobetriebene (Solarzellen) Kanalüberquerung vor 34 Jahren stattfand:

"Two years after Paul MacCready's Gossamer Albatross crossed the channel under pedal power delivered by cyclist and pilot Bryan Allen, a solar-electric version of the aircraft made the crossing and then some. In fact, the Solar Challenger stayed in the air for five hours and 23 minutes and covered 163 miles on a flight from Pontois-Cormeilles Aerodrome, north of Paris, to RAF Manston in the U.K. That flight happened almost 34 years to the day (July 7, 1981) before the dust-up over bragging rights for the conquering of the Channel erupted between Airbus and two other cross-channel efforts."

(Hätte ich mich eigentlich dran erinnern sollen - die Airbus PR-Manager eher nicht, die waren damals ja noch Babys ...)

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